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DEMNÄCHST EINSENDESCHLUSS: .rcn präsentiert: DEBAUCHERY, FR. 27.01.2017, NÜRNBERG-DER CULT

Ein durchaus nicht ernst zu nehmendes Blutbad... Es gibt durchaus Musiker, die stehen sowohl bei der Vor- als auch bei der Hauptband auf der Bühne, aber nur ganz wenige gleich bei allen drei Bands des Abends. Debaucherys Hauptmann Thomas Gurrath ist so einer, quasi der Tripod des Death Metal. Ein Abend, der keine Wünsche frei läßt! Humor, Death Metal, Satire, (Kunst)Blutspritzer statt Stahlgewitter und mit der Hauptband Debauchery steht die Groovemaschine des Death höchstselbst auf der Bühne. Kein Witz, muss man gesehen haben, hier wird tüchtig besudelt. Wer seine Klamotten sauber halten will, zieht sich entweder gleich einen Maleranzug an oder kommt in Schlachterschürze. Drei Bands, Debauchery, Blood God und Balgeroth an einem Abend, alle drei mit Gurrath, der ja aufgrund des Drucks von Amts wegen vor Jahren sein Lehrerreferendariat in Stuttgart freiwillig nieder gelegt hat. Ob diverse Pfaffen in der katholischen Kirche hierzulande mit Faible für junge Knaben auch so konsequent bei Druck von Presse und Justiz reagieren?
DEMNÄCHST EINSENDESCHLUSS: .rcn präsentiert: DEBAUCHERY, FR. 27.01.2017, NÜRNBERG-DER CULT

.rcn präsentiert: DEBAUCHERY

Supports: Blood God, Balgeroth

Der Cult, Nürnberg

Freitag, 27.01.2017

Beginn: 20:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr

VVK: ab 22,50 EUR zuzügl. Gebühren
AK: Erhöhter Preis

Tickets:  EVENTIM

Wir verlosen 3x2 Karten ab Einsendeschluss Mittwoch, 25.01.2017

-Direktklick auf  verlosung@rcnmagazin.de (Namen, Betreff  DEBAUCHERY und Telefonnummer für eine spätere Gewinnbenachrichtigung nicht vergessen), Preisfrage (Teilnahme freiwillig, ohne Auswirkung auf Gewinn): Wer ist für Euch die Zukunft des Metal?

Infos:
Die Live-Auftritte der 2003 in Stuttgart gegründeten Death Metal-Band Debauchery sind brachial, ihre in Kunstblut getränkten Outfits dabei berüchtigt. Sänger und Gitarrist Thomas Gurrath wurde 2010 medial bekannt, als er sein Referendariat an einem Stuttgarter Gymnasium wegen seinen musikalischen Aktivitäten aufgeben musste. Debauchery sind textlich inspiriert von J.R.Tolkien und dem Tabletop-Strategiespiel „Warhammer“. 2015 haben sie ihr neuntes Studioalbum „Fuck Humanity“ veröffentlicht. Neben Debauchery hat Gurrath weitere Bands namens Blood God (2011) und Balgeroth (2015) gegründet und mit ihnen diverse Alben veröffentlicht.

Eine schöne Doktorarbeit von unserem Stefan (Schrems) über die vorletzte Debauchery Scheibe "Fuck Humanity" aus dem Jahr 2015

CD REZI DEATH N ROLL:
DEBAUCHERY
F*CK HUMANITY
MASSACRE RECORDS / SOULFOOD

Seit Jahren hat Bandchef Thomas Gurrath ein kreatives Hoch. Sei es mit seiner Nebenspielwiese "Blood God" oder mit seiner Hauptband "Debauchery". Mit dem Knüppel in der Hand und viel Spaß in den Backen zertrümmert er und seine Mannschaft regelmäßig die Lautsprecher seiner Fans mit hochwertigen Veröffentlichungen. "F*ck Humanity" macht da auch keine Ausnahme, kriegt man doch genau das, was man von der Band erwartet: Ultragroovigen Death Metal mit Hard Rock-Schlagseite. Aber halt. So ganz wie erwartet läuft"s dann doch nicht ab. Musikalisch zeigt man ungeahnte neue Facetten. Diese halten sich zwar in Grenzen, doch lassen sie den Hörer mehrmals aufhorchen. So benutzt Gurrath neben den Growls manchmal auch seine normale Singstimme. Ein cleverer Schachzug um sein enggestecktes Genrekorsett zu erweitern.
Zumal die dunkle und leicht kratzige Klangfarbe gut zu den Songs passt. Der Akustikgitarre wird auch etwas mehr Platz eingeräumt. Lockert sie das Inferno von Zeit zu Zeit sinnvoll mit einigen Breaks auf. Gerade in "Kneel Before The Dragon Gods" kommen all diese Neuerungen zum Einsatz und machen diesen zum abwechslungsreichsten Song der Platte.
Die allergrößte Überraschung kommt aber ganz am Schluss mit "To Hell". Eine sehr finstere und doch gefühlvolle Ballade ohne Death Metal Vocals. Ein Highlight von einer Band, von der man sowas am wenigsten erwartet hätte. Debauchery klingt 2015 so variabel wie noch nie. Inhaltlich gibt es abermals die üblichen Gore- und Grütze Texte aus der Warhammer-ähnlichen Fantasywelt von Thomas Gurrath. Doch geht man hier einen Schritt zurück. Ähnlich wie auf den ersten Platten ist der typische Debauchery Humor der späteren Alben weniger vertreten.
Hatten die Vorgänger teilweise noch komplett ironische Texte, die mit den ganzen Death Metal Klischees spielten, kommt diese Platte eher düster daher, wie keine Veröffentlichung mehr seit "Torture Pit" (2005). Aber keine Sorge. Die Scheibe hat noch mehr als genügend Abrissbirnen parat, damit keiner enttäuscht zurück bleibt. "German Warmachine", "Ironclad Declaration Of War", "Gorezilla",  "For The Emperor" und "King Of The Killing Zone" sind genau die Nackenbrecher, die man von der Band hören will. Schwer, fett produziert und eingängig. Da fühlt man sich als Fan gleich zuhause. Vor allem Warmachine und Ironclad entpuppen sich als die ganz großen Hits der Scheibe. Die einzigen Schwachstellen befinden sich in der zweiten Hälfte. Das speedige "Zombie Extermination Crusader" rauscht einfach durch die Gehörgänge ohne hängen zu bleiben und die deutschen Strophen von "The Horrors In The Forest" sind ungelenk formuliert und tendieren immer zur unfreiwilligen Komik. Auf Englisch klingt das alles dann doch sehr viel besser.
Noch ein paar Worte zu den beiden Bonus CDs des 3CD Digipacks: Auf der "Balgeroth" Scheibe befinden sich eine Zusammenstellung von sieben neuen und zwei alten Nummern. Allerdings diesmal in deutscher Sprache. Naja, als Gag ganz nett. Mehr aber nicht. Auf der dritten CD dann das gleiche Spiel. Vier neue Lieder in der allesamt gelungenen "Blood God" Fassung (Brian Johnson / Udo Dirkschneider Stimme) und dazu noch ein "Painkiller"-Cover von Judas Priest, das sich recht nah am Original orientiert. Live war es auf der letzten Tour jedenfalls grandios.
Wer also mit der Band bisher nichts anfangen konnte, wird seine Meinung auch jetzt nicht ändern. Alle anderen dürfen sich auf ein tolles Debauchery Album freuen, das mit kleinen Überraschungen aufwartet, aber genau das liefert, was die Fans hören wollen. Oder um es mit einem Song seines Big Ball-Albums zu sagen: Groove Monster Machine: Groovy!
8 von 9 Punkten
Stefan Schrems

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