DER WAHRE GLUBB BLOG
FREITAG, 27.01.2012 HANNOVER 96 VS. FCN: 1:0
Guten Morgen, verehrte Clubstars!
Eigentlich sollte man ja meinen, dass die Herren Profis bei
einem Spiel, dessen Anstoß erst um 20.30 Uhr erfolgt, also zu
einer Zeit, in der selbst die hartnäckigsten Studenten bereits
ihren Wochenendeinkauf erledigt haben, doch bitteschön
ausgeschlafen aufs Spielfeld einlaufen. Aber was war das bitte
wieder für eine erste Halbzeit in Niedersachsen? Sieht man
einmal von Almog Cohen ab, so scheinen sich die anderen
Protagonisten ob den Kurzpassspiels des
Europaleague-Teilnehmers noch den Schlaf aus den Augenwinkeln
gerieben zu haben. Allen voran Neu-Pino-Ersatz Adam Hlousek,
der ja ein ums andere Mal defensiv von Stindel schwindelig
gespielt wurde, und seinen Offensivdrang dadurch begrenzte,
indem er in seinen Lauf gespielte Pässe abfing, um das Spiel
wieder vors eigene Tor zu verlagern.
Beim Gegentor vergaß Hlousek dann, dass offensive
Flügelspieler auch gerne mal die Frechheit besitzen, einen Ball
maßgerecht auf einen Strafraumspieler zu flanken, anders kann
ich mir nicht erklären, wieso er unbeteiligt der Szene zusah
ohne einzugreifen. Und vor dem Tor konnten sich dann Wollscheid
und Maroh nicht einigen, wer denn nun Abdellaoue am Torschuss
hindern solle, und so stands 0:1...
Das Pausengewitter von Dieter Hecking wird man wohl selbst
noch am Valznerweiher als dumpfes Grollen vernommen haben,
jedenfalls kam nach der Pause eine komplett andere Mannschaft
aus der Kabine. Leider jedoch - mal wieder - ohne die
nötige Durchschlagskraft. Dass kurz vor Schluss dann auch noch
Didavi den möglichen Ausgleichstreffer von Hegeler verhinderte,
nunja, das passte ganz gut ins Freitagsbild aus Hangover.
Erlaubt sein müssen aber noch ein paar Zeilen zum Thema
Schiedsrichter, auch wenn ich nicht die Szene in der 59. Minute
nicht als spielentscheidend erachten mag. Aber gleich 2
Tätlichkeiten den verhinderten Karatekas Emanuel Pogatetz
innerhalb von nicht einmal 10 Sekunden zu übersehen, da gehören
entweder große Tomaten auf die Augen, oder aber eine Portion
seltsamer Humor. Auch wenn der Club davon nichts mehr haben
wird, aber ich hoffe doch schwer, dass die DFL da eingreifen
wird und diesen nahkämpfenden Österreicher für geraume Zeit aus
dem Verkehr ziehen wird. Erst ein Ellenbogencheck, dann noch
hinterher ein Faustschlag ins Genick von Wollscheid, das hat
mit Fußball oder gar Fair Play rein gar nichts mehr zu tun!
Marcus Schultz
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Wie kann ein Schiri das
nicht sehen? Die Bilder sind eindeutig. Klare Tätlichkeit. Rote
Karte, Elfmeter für uns, eine halbe Stunde elf gegen zehn. Und
dann weiß ich nicht, ob Hannover als Sieger vom Platz gegangen
wäre."
Dieter Hecking: "Man muss doch vom
Schiedsrichter verlangen können, dass er den Überblick behält.
Das war bereits das siebte Spiel in dieser Saison, in dem ich
so eine Schiedsrichter-Entscheidung zu monieren habe. Das ist
sehr ärgerlich, weil es Punkte kostet. Jetzt habe ich langsam
die Schnauze voll!"
Philipp Wollscheid: "Ich kann mir unsere
heutige Leistung einfach nicht erklären. Das war
leidenschaftslos, ohne Kampfkraft. So darf man sich nicht
präsentieren"
Emanuel Pogatetz: "Er wollte mich wegblocken,
ich wollte mich freimachen. Eine ganz normale Rangelei. Wenn,
dann war es eher ein Foul an mir."
Mirko Slomka: "Im Strafraum muss man sich
schon mal ein bisschen wehren. Allerdings darf man das nicht
mit der Faust tun."
Raphael Schäfer: "Schade, dass wir nichts
mitgenommen haben. Wir haben die große Chance verpasst, uns ein
wenig den Druck zu nehmen."
Raphael Schäfer: "Wir sollten uns von der
zweiten Halbzeit nicht zu sehr blenden lassen, die Chancen für
den Ausgleich hatten wir nicht."
Dominic Maroh über den Schiedsrichter: "Er
hat das Spiel nicht entschieden."
COHEN DER ZERSTÖRER. 21.1.2012, FCN - TANTE HERTHA: 2:0
Cohen der Zerstörer... der kleine Treibauf dürfte sich
bestimmt schon beim einen oder anderen Mittelfeldspieler in der
Liga auf die Hassliste gespielt haben. Aber nicht wegen
unfairen Mitteln sondern wegen seiner possierlichen
Anhänglichkeit im Stile einer hungrigen Hyäne. Gerade der
Israeli ist offensiv ständig in der Kritik, er spiele zuviel
Fehlpässe und Aufwand und Ertrag stünden in keinem Verhältnis
zueinander. Was Almog aber im Hertha Spiel auf dem Zettel hatte
waren vor allem seine zerstörerischen Läufe im Mittelfeld. Mal
ehrlich, die Herthaner schauten sich doch bei Ballannahme
ständig subtil um, ob nicht schon wieder dieser blauhaarige
Wadenbeißer händerudernd angerannt kommt und ihnen das Leben
schwer macht. Weiter auf der Liste. Cohens zweimal von der
Linie kratzen. Und der klug und schnell ausgeführte Freistoss
zu Hegeler, der auf Eiglers Kopf passte. Dieser vergab an die
Latte. Fast ein Tor. Unter dem Strich die Frage: Wie hätte
unser Spiel ohne diesen Wadenbeißer Almog ausgesehen?
Vielleicht ein Tor mehr, aber sicher auch ein-zwei mehr für den
entnervten Gegner. Deswegen bei aller Kritik: Sonderlob für den
destruktiven "Spielgestalter".
Ansonsten lobte die Presse den Kick in allerhöchsten Tönen.
Not gegen Elend, Grottenkick, unterstes Niveau, schwaches
Match, von Fehlern beider Mannschaften nur so gespickt... Die
Antwort Heckings nach der Begegnung in der Hinrunde hätte die
gleiche nur mit veränderten Daten sein können: "1. Spieltag,
Auswärtssieg, 3 Punkte, der Rest ist mir Scheißegal!" sagte er
damals nach zähem Spiel. Frisch aus der zweiten Liga
aufgestiegen, wurde damals in Berlin vor Anpfiff nur noch
darüber diskutiert, wie hoch der Glubb verlieren würde. Jetzt
war man sich sicher, dass der frische Coach Skibbe einen Bonus
für den Verein mit dem altmodischen Frauennamen geben wird.
Doch nicht seine sondern unsere Jungs wurden für ihr Herzblut
wieder belohnt, sie haben alle Ausfälle kompensiert und Esswein
hatte endlich mal seinen Stammplatz mit einem glücklichen Tor
bestätigen können. Niemand in der Mannschaft hatte dann den
zweiten Treffer so verdient wie Maroh, der zwar nur den Fuß
hinhalten musste, sich aber ein halbes Jahr lang ohne zu
meckern auf die Bank setzte, während Klose in der
Innenverteidigung Lorbeeren einfuhr. Das Ergebnis ist
letztendlich verdient und korrekt und dem eines 1000. BL Spiels
würdig, in zehn Jahren steht das in den Chroniken und
interessiert vom Zustandekommen keine Sau mehr.
Der Glubb hatte es richtig gemacht. Im Hertha Kasten klingelte
es viermal (traditionell werden ja Tore für Nürnberg auch nicht
immer gleich gezählt und man wartet vor dem Jubel erstmal was
dem Pfeifer so einfällt), also sind zwei gezählte eine gute
Quote. Spaß beiseite, Gagelmann pfiff professionell, die beiden
überzähligen Abstauber wahren berechtigte
Abseitsentscheidungen.
Fazit, bitte auch den Schluss lesen: Sollte
jemand glauben, damit seien die Fans für das verkackte Derby
versöhnt, dann liegt er meilenweit daneben. Könnte ich
tauschen, ein Sieg gegen Fürth wäre mir tausend mal lieber
gewesen als dieser Auftaktsieg gegen eine fahrige Mannschaft
auf Augenhöhe im Abstiegskampf. Versöhnung war das noch lange
nicht, also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Außerdem
fehlen dem Glubb eine Pokalmillion, die Strafe wegen den
Zigarettenbürschle kommt jetzt ja demnächst noch dazu. Salopp
gesagt, ist jetzt das erste Prozent vom Derbyschmach wieder gut
gemacht, für Siege gegen übermächtige Gegner gäbe es mehr...
Das verdrängen wir jetzt aber mal alles und sind lieber stolz
auf eine Mannschaft, die auch mit 4-4-2 ziemlich rumpelig
spielt, aber es jetzt verdammt nochmal kapiert hat, wofür die
Fans ins Stadion kommen.
Ewald Funk
Dieter Hecking: "...Natürlich war der eine
oder andere Fehlpass zu viel dabei, dafür haben wir heute
versucht, Fußball zu arbeiten."
Michael Skibbe (kennt Abstiegskampf noch
nicht so gut, trotz vorheriger Stelle): "...Wir haben besonders
in der ersten Halbzeit das Spiel kontrolliert und hatten eine
richtig gute Torchance."
Michael Skibbe (macht den Schweinsteiger):
"Allerdings war der Boden sehr schwer zu spielen und..."
Dominic Maroh: "Nach der Enttäuschung im
Pokal wollten wir etwas gut machen, vielleicht auch zu viel. In
der Tabelle sieht es jetzt schon besser aus; gegen einen
Mitkonkurrenten musst du so ein Spiel auch gewinnen."

Standen vor 1000 Bundesligaspielen für den Glubb auf dem Platz: Gustav Flachenecker, Stefan Reisch, Karl-Heinz Ferschl, Heini Müller und Richard Albrecht. Das war der erste Spieltag der neuen Bundesliga am 24. August 1963
Einer der das leider nicht mehr erleben durfte war ein
ehemaliger Trainer.
NACHRUF WILLI ENTENMANN!
Abseits von Liga und Pokal trauern wir über den leider
verstorbenen Willi Entenmann, bis ins Alter selber sportlich
hoch aktiv. Er war einer der erfolgreichsten Trainer der
jüngeren Glubbgeschichte, unter seiner Ägide gelang ein 3:1
gegen die Bauern. Und er holte den Glubb nach tiefem Fall auch
wieder aus der Regionalliga heraus... Shultzie macht das:
Der ruhmreiche 1. FC Nürnberg hatte in seiner nunmehr fast
112-jährigen Geschichte viele Trainer. Selbst absolute Insider
tun sich schwer, da alle noch zusammen zu bekommen. Darunter
Schuhkartonverschwinder Jeff Vliers, 41-Tage-Trainer Rudi
Kröner, Revolten-Niederschläger Heinz Höher, Zampano Max
Merkel, Pokalsieger Hans Meyer. Vielen, wie Thomas von Heesen,
weint man keine Träne hinterher. Anders bei dem Trainer, der am
3. Januar von uns gegangen ist: Willi Entenmann.
Der Bilderbuch-Schwabe und Realschulsportlehrer Willi
Entenmann trat 1991 die Nachfolge von Arie Haan am
Valznerweiher an. In seiner ersten Amtszeit tat er sich als
unheimlich volksnaher und bodenständige Persönlichkeit hervor,
der bei den fränkischen Fans einfach gut ankam. In einem
Interview kurz vor seinem Tode sagte er einmal, dass eines der
schönsten Komplimente für ihn gewesen sei, als eine Marktfrau
auf dem Hauptmarkt ihn mit "unser Trainer" anredete. Ironie des
Schicksals war es, dass ausgerechnet dieser beliebte Coach nach
einem 2:0 Heimsieg gegen die ungeliebten Landeshauptstädtler
vom damaligen Präsidenten-J.R. aus Lauf, Gerhard Voack,
entlassen wurde. Doch als "sein Club" im Mai 1996, mit
eineinhalb Beinen schon aus der 2. Liga abgestiegen, rief, da
ließ er sich nicht lange bitten, es war ihm eine
Herzensangelegenheit, dem Club zu helfen.
Mit ihm wurde die Tretmühle Regionalliga auf schnellstem Wege
durchquert, er führte den Verein auf direktem Wege wieder
zurück in die 2. Liga. Doch auch ein Michael A. Roth hatte dann
nicht die Geduld, ihm dort eine Eingewöhnungszeit zu gewähren
und löste ihn bereits nach wenigen Spielen wieder ab. Jedoch
blieb Willi Entenmann bei den Clubfans immer unvergessen! Ich
kann heute noch die schallenden "Wiiiiiilllllliiiiiiiiiiii"
Rufe hören, mit denen die komplette Nordkurve "ihrem Willi" die
Sympathie bekundete. Er war mit Sicherheit einer der
beliebtesten Übungsleiter, die jemals am Valznerweiher tätig
waren.
Willi Entenmann starb am 3. Januar in einem Krankenhaus in
Garmisch-Partenkirchen an Herzversagen. Willi, wir werden Dich
niemals vergessen!
Shultzie
20.12.2011 FCN - WESTVORSTADT: 0:1. UNSER SENFT...
Selten war eine Niederlage gegen Zirndorf-Nord demütigender
als die im 254. Derby zuhause im Frankenstadion. Und dabei
haben die Fürther einfach nur ihre Hausaufgaben gemacht und
verdient gewonnen:
Erstens: Sie haben sich darauf vorbereitet,
den Gegner studiert und die Schwächen analysiert. Ein derart
unkreativ spielender Gegner wie der Glubb der Vorrunde ist
leicht auszurechnen. Man muss nur die immer selben Laufwege
zustellen und früh ein Führungstor schießen. Der Glubb-Angriff
und die Spieleröffnung läuft eh immer nach dem gleichen Schema
ab. Und ein frühes Führungstor des Gegners lässt die Träger des
Glubbtrikots regelmässig einknicken. Der Torwart braucht immer
ewig für das Zuspiel, womit mit Überraschungskonter nicht zu
rechnen ist.
Zweitens: Sie nahmen das Derby ernst. Nach den Anfangsminuten hatten sie ihre Angst abgebaut und merkten, dass man nur hart spielen muss, um unsere Mimosen zu besiegen. Allerdings verwechselten die Grünen das oft mit Unsportlichkeit. Fußball ist kein Rugby und ich kann einen Gegner nicht einfach rammen sondern sollte mich noch im Rahmen der Genfer Konvention bewegen. Fussball soll später mal ein Event für die ganze Familie werden...

Half nichts: Fahnen schwenken...
Drittens: Als Zweitligist kann man im Pokal
eigentlich nichts verlieren, vor allem wenn der Gegner nur
einen Almog Cohen hat. Ab dem Führungstreffer läuft die Zeit
für einen und die Glubberer werden es hinterher halt auf den
Schiri schieben. Außerdem schüren die Medien vorher genug
Erwartung, welche die ausreichend entlohnten Jungstars nicht
immer durch die sogenannte "abgerufene" Leistung erfüllen
können.

...noch mehr Fahnen schwenken...
Ich hatte während der 90+5 Minuten jedenfalls nicht das
Gefühl, das die als Glubbspieler verkleideten Stars das Derby
richtig ernst nahmen. Sicher, einige Glubberer waren
hochmotiviert, aber sie konnten ihre Kollegen leider nicht von
der Wichtigkeit des Spiels überzeugen. Und so spielte der Rest
wieder wie bei einer der beliebigen unzähligen Niederlagen der
Hinrunde. Wir haben ja noch genug Zeit, wird schon... oder halt
nicht. Beim Derby muss man halt die ganze Zeit Gas geben. Als
die Herrschaften in Rot das mal zehn Minuten in der zweiten
Halbzeit umsetzten, fiel auch prompt ein Tor. Was aber leider
vom Schiri wieder aberkannt wurde. Kennt man als Glubbfan ja
zur Genüge. Aber dann muss man halt noch eins mehr schießen...
wenn man es kann.
Auf jeden Fall haben die Westvorstädter mit der üblichen
Zeitschinderei und viel unsportlicher Holzerei ihr Törla über
die Zeit gerettet und so irgendwie Respekt verdient weil sie
wie oben aufgeführt halt den Sieg einfach gewollt haben. Dann
wünschen wir ihnen von mir aus den Aufstieg, aber nur wenn wir
drinbleiben. Dann gibt es auch bald wieder einen Derbysieg für
uns.

...und das Christkind himself.
Die bitterste Pille: Nicht zu vergessen unsere vogelwilden
Buben von der Ultra-Fraktion. Derartige Aktionen wie das
Stürmen des Spielfelds und die Schneeballschlacht mit den
Fürthern gehen gar nicht. Genauso wie Pyro aufs Spielfeld
schmeißen durch die grüne Gegenfraktion. Da kann man sich
eigentlich nur noch fremdschämen. Lösung? Unsere Ballsportler
sollten halt einfach auch mal verdient gewinnen, dann haben
diese sogenannten Fans auch keinen Grund für Randale. Aber der
Umkehrschluß hinkt hier natürlich. Überhaupt: Ob viele bei den
Ultras auch schon mal selber Fußball gespielt haben? Zum
Kommentar Büskens/Hecking, aber nicht falsch verstehen: Bitte
nicht so argumentieren, Fußball sei ein Familiensport und ein
Event für die ganze Familie... Randale mal weggeschoben, die
hat wirklich nichts im Stadion verloren, aber ob das ein Modell
für die Zukunft ist, mit der ganzen Familie ins Stadion zu
gehen? Ich gehe doch zum Fussballgucken, um dem Gemecker
zuhause zu entfliehen! Mit der Familie gehe ich halt zum
Davis-Cup oder zu Holyday On Ice, weil Fussball steht für
Schweiss, gesunde Härte, filigrane Technik, Athletik, Bierdunst
und völlig ungewissen Ausgang. Nochmal: Distanzieren möchte ich
mich trotzdem klar von der Ultrafraktion, die sich auch sonst
gerne unsportlich und mit stierem Blick beim Einlaß im Stadion
vordrängelt, um dann drinnen "Für die Ultras" ihren 14-jährigen
Nachwuchs mit der Sammelbüchse hinzustellen. Die Choreo war
wirklich supertoll, was da auf die Beine gestellt wurde
verdient Applaus. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass man
als friedlicher Fan jetzt die nächsten Monate diese Randale der
Krawallbrüderfraktion unter den Ultras um die Ohren gehauen
kriegt. Und der Verein sicher auch.
EINTRÄGE INS KLASSENBUCH
Das Klassenziel von 1,2 Millionen Fernsehgelder für die
nächste Runde und für das Prestige wurde nicht erreicht.
Positiv aufgefallen sind doch einige Spieler, je nach
Sichtweise wo man im Stadion saß. Zum Thema Hegeler fällt mir
heute lieder einfach nichts mehr ein. Esswein hingegen nahm
seinen Job sofort nach der Einwechslung sehr ernst, Cohen
spielte seine Rolle wieder perfekt, Eigler streckenweise ebenso
und viel Mut brachten auch die paar Rotleibchen auf die Beine,
die sich bei der Nordkurve nach dem Spiel für die Unterstützung
bedanken wollten. Kapitän Schäfer kann man hier vorbildlich
eintragen, der in Leverkusen durch tolle Reflexe glänzte und
beim Derby eher dadurch, dass er abseits des Spielfeldes ohne
zu zögern sofort und mit viel Schneid zu schlichten versuchte,
als eine Eskalation der Randalierer drohte und andere längst in
der warmen Kabine waren.
Fazit: Jungs, eine Derbyniederlage ist vom
Anspruch des FCN her unverzeihbar und ein Vertrauensbruch an
die Fans. Ihr habt viel gut zu machen. Fangt schon mal an, wir
sehen uns am 21. Januar gegen Hertha! Denn wir sind der Glubb!
Nicht der Glubb sind die 300 Zigarettenbürschle
vom harten Kern, im Gegensatz zu den anderen 35.000 Glubbfans
im Stadion.
EF
17.12.2011, VIZEKUSEN - FCN: 0:3. NUR GETRÄUMT?
www.sueddeutsche.de
Wer solche Artikel nicht nur lesen sondern auch deuten kann, sollte den Absatz im Bezug auf die möglichen Käufe in der Winterpause genau durchgehen, denn Bader gibt hier eine Liste von Spielern an. Meine Vermutung: Das sind die, welche nicht kommen werden, weil MB ja immer jemanden holt, den vorher niemand auf der Liste hatte.
Spielten die Glubberer etwa die letzten Male gar nicht sondern waren das nur verkleidete Aushilfen? Wollte sich Bayer schon auf die zugelosten Barca konzentrieren? War die Pille defekt? Hohn und Spott über die Pillendreher auszuschütten verbietet sich nach dem Spiel: Die sind schließlich selber in der fachlichen und finanziellen Lage, Trainer- und Spielerprobleme zu lösen. Haben außerdem einen Sponsor der sich mit Chemie auskennt und ab Sommer auch einen weiteren, guten Innenverteidiger. Bei Standarts sah man auf dem Bildschirm oft den beim Glubb früher gelobten Leih-Verteidiger Stefan Reinartz im Kusen-Trikot an der Seitenlinie im Hintergrund beim Warmlaufen. Ja, den hätten wir auf Rechts aktuell gut gebrauchen können, nachdem sich wegen Chandlers Rot-Sperre Ersatzmann Judt auch noch diese Woche verletzt hatte. Aber Hecking schaute auf seine Spieler, dachte an den Vidosic-al-Verteidiger-Fehler und setzte auf Erfahrung: Feulner verteidigte überraschend und äußerst ordentlich auf Rechts und fügte zu Judts sonstiger Leistung vor allem bravourös das Segment Offensive dazu. Schade für den Oberfranken Feulner, dass er gegen Tante Hertha zum Rückrundenauftakt seine Gelbsperre absitzen muss. Auffallend: Es gab eigentlich an keinem Nürnberger Spieler aus der Grundaufstellung etwas zu meckern. Eigler probte schon mal den Ehrgeiz für das Derby gegen Zirndorf-Nord mit einer Bananenvorlage auf Didavi und füllte alle Spielfeldpositionen ausser Torwart und Schiri zäh ackernd aus. Pekhard brachte mit einem Kopfball sogar Jungkeeper Leno zur Verzweiflung, der ausgerechnet an diesem Abend als neuer Stern am deutschen Torwarthimmel gehypt ins aktuelle Sportstudio eingeladen wurde und dort auch ein bißchen die drei Treffer vom Nachmittag erklären musste. Didavi haute gleich am Anfang zur ersehnten Führung einfach drauf und Hegeler wurde endlich mal wieder mit einem Tor entlohnt. Und das gegen seinen Stammverein... Nicht zu vergessen Maskenmann Maroh, der hinten mit Wollscheid routiniert rackerte, als hätte er die ganze Vorrunde schon gespielt. An Plattenhard gefielen einzig die Standarts, eine neue Spielerposition für ihn sollte man sich noch überlegen. Und Cohen in der Startelf funktionierte diesmal brav als defensiver Mittelfeld-Terrier gegen seine eingeteilte Zielperson. Und dann noch Alt-Keeper Schäfer, der die brisanteste Kusener Chance auf Anschlusstreffer mit einer selbstlosen Gesichtsabwehr gegen Derdiyok verhinderte. Stand auch sonst immer da, wo der Ball gerade angesaust kam.
Fazit: Unverhofft kommt oft. Und die Sticheleien der ganzen Fans anderer Vereine braucht man sich zumindest bis Dienstag 19 Uhr erstmal nicht mehr anhören. Hoffen wir, auch darüber hinaus.
STIMMEN ZUM SPIEL
FAZ: "In der Champions League will Leverkusen Barcelona herausfordern. In der Bundesliga reicht es beim enttäuschenden Hinrundenkehraus nicht einmal für Nürnberg."
Bayer 04-Trainer Robin Dutt: "Es war ein hochverdienter Sieg für den Club." ... "Heute ist es besser, wenn man als Trainer mal ruhig ist."
Philipp Wollscheid: "Heute hat man gesehen, dass wir eine Mannschaft sind, die in Liga eins gehört."
Jens Hegeler: "Es war heute ein günstiger Spielverlauf, das frühe 1:0 hat uns geholfen."
Werkself-Fans im Stadion (Gesang): "Außer Leno könnt ihr alle gehen."
Martin Bader vor Tagen zur Diskussion der neuen Ruhe im Verein: "...die Zeiten sind vorbei beim 1. FC Nürnberg, dass wir uns einen Trainer waidwund schießen lassen."
Michael Ballack vor Monaten beim letzten Aufeinandertreffen: "Der Club hat mit seiner rustikalen, körperbetonten und aggressiven Spielweise über das Ziel hinausgeschossen. Das hatte mit Fußball nichts zu tun."
11.12.2011 FCN-HOPPENHAUSEN: 0:2 WENN VIEL SCHATTEN DA IST, WO IST DANN DAS VIELE LICHT?
Gebetsmühlenartig werden wir nun schon seit etlichen
Spieltagen auf den nächsten eingeschworen mit den üblichen
Plattitüden von Verein und Glubb, beim nächsten Mal würde es
besser werden. Man kann hin und her analysieren, Statistiken
auswerten und Formkrisen, den Schiri, den unsportlichen Gegner
und von mir auch dem Rasenstrich oder dem schlecht aufgepumpten
Spielgerät die Schuld geben. Man könnte vielleicht auch mal
aufhören, die Schuld woanders zu suchen und Kritik nicht
verdrängen sondern auch ernst nehmen.
Ich persönlich finde brottrocken und ernst, jeder Spieler des
1. FCN hat am Samstag im Rahmen seiner momentanen Möglichkeiten
das Beste gegeben. Die Mannschaft hat sich halt noch nicht
"gefunden", es wäre schön, wenn das vor April den Herren noch
gelingen würde. Auf keinen Fall vor dem nächsten Spiel irgendwo
Bratwürste für einen guten Zweck grillen, sonst explodiert noch
das Forum auf der Glubb-Facebookseite. Ob das Niveau des Spiel
jetzt nun zweitklassig war, soll jeder für sich ausmachen. In
der letzten Spielzeit bekamen bei der üblichen
Glubb-Herbstdepression junge Talente eine Chance, selbige finde
ich dieses Jahr leider noch nicht. Was könnten wir nach diesem
Spiel eigentlich damit verlieren? Jogi würde sagen "Die
Schbieler müschen den haischen Atehm ihres internen
Konkurrenten im Nack-Ken schbühren!" Neidisch schaut man auf
Vereine wie Augsburg, die fast die gesamte Hinrunde Woche für
Woche vor den Latz geknallt bekamen und allen Grund für
Herbstdepression hätten. Am besten einfach mal deren letzte
Spiele gegen schwere Gegner betrachten. Jammert da jemand?
Steht deren Trainer zur Diskussion?

Bekam unter Gejohle mehr Applaus als die Mannschaft: Ein aufs Spielfeld gestürmter Fan wollte mitspielen und wurde an der Eckfahne abgeführt.
Ich kann nur wiedergeben, wie die Stimmung im Block war.
Kopfschütteln in einer Tour, ansonsten betretenes Schweigen.
Nicht mal "Hecking raus"-Rufe von den etwas Unsachlichen. Über
die ständigen Fehlpässe wird nicht einmal mehr gemeckert,
sondern nur noch beißend ironisch kommentiert. "Ey Simons, du
spielst aufs falsche Tor!" oder "Innenverteidigung, ihr sollt
das Spiel eröffnen, net den Gechner anspielen!"
Damit den sich vor dem Spiel (im Gegensatz zu unserem Verein)
offensichtlich sehr wohl über ihren Sparringspartner kundig
gemachten Hoppenhausenern die Arbeit etwas leichter gemacht
wurde, ließ Hecking unverändert zum letzten Spiel in Hamburg
antreten. War ja schließlich ein tolles Spiel gegen den HSV,
außer drei Toren zuwenig. Sehr positiv am Samstag: Der Glubb
kam nicht in der zweiten Minute in Rückstand sondern erst fünf
Minuten vor der Pause. Torchancen gab es nach dem Warmlaufen
und Aufwachen trotzdem einige, die Atmosphäre auf dem Feld
scheint wohl sehr bissig gewesen zu sein, denn es regnete gelbe
und rote Karten. Über die Spielzeit aufgeteilt faire 50:50, ein
statistisch toller Wert für den Schiri Drees. Da ist es doch
gleich nebensächlich, dass Chandler vom Glubb seine in der 43.,
Compper von Hoppenhausen aber erst in der 90. Minute bekam.
Nach der Halbzeit merkte man schnell, dass der Glubb den Sieg
auch nicht erringen würde, wenn das Tor doppelt so groß gewesen
wäre. Der trickreiche Freistoß eines gebürtigen Kölners kurz
vor Schluß hat dann das Stadiondach trotzdem nicht beschädigt.
Selbst 15 Minuten Nachspielzeit wären wohl eher Strafe als
Chance gewesen...
Fazit: Liebe Spieler, Teambuilding ist
angesagt! Schaut Euch die Rocky-Filme von mir aus bis zum
Erbrechen an und erkennt die Botschaft. Das ist die selbe wie
aus Galaxy Quest: "Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!"
Spielt beim nächsten Mal in leuchtorangenen Trikots, damit ihr
Eure Mitspieler besser erkennt. Und besinnt euch auf euer
Können, ihr könnt das besser und jede Mannschaft kann ein Spiel
jederzeit komplett drehen! Den nächsten Dreier einfach in
Leverkusen abgeben und stattdessen die Fürther studieren! Und
so fallen lernen, dass selbst schlechte Schiris auch mal dem
Gegner Rot zeigen müssen.
KLASSENBUCH
NOTENDURCHSCHNITT: 5 Versetzung
gefährdet
BESONDERHEITEN: Sonderlob für Maroh: sitzt
seit Monaten auf der Bank und spielt jetzt ohne Jammern wie ein
Verrückter... und das meist gut. Didavi: lieferte tolle Bälle,
meistens leider für Hoppenhausen. Plattenhard: trotz Schnitzer
noch einer der aktiveren, lief sich oft frei und winkte
meistens meilenweit frei links vergeblich. Schäfer: hält
momentan leider nicht mehr, was er verspricht. Im wahrsten
Sinne des Wortes. Strahlt leider die Gewinnermentalität einer
zeternden Marktfrau aus. Bunjaku: kleines Strohfeuer am
Schluss, löblich. Pekhard: magels verwertbarer Zuspiele eine
arme Sau, sollte sich vielleicht auch mal als Arschloch wie
Ibisevic benehmen. Hegeler: nur 4 statt 5 - die ersten 20
Minuten gerechnet. Merkwürdig: früher stand Hecking nicht so
teilnahmslos am Spielfeldrand, sondern verteilte Zettel und
schrie Taktikbefehle.
EF
STIMMEN ZUM SPIEL
TIMOTHY CHANDLER: "Gegen Leverkusen und Fürth
müssen wir dann noch einmal alles geben."
RAPHAEL SCHÄFER: "Und so ist es auch
gekommen. Wir haben das Spiel heute 0:2 verloren, dieser Fakt
steht."
MANNI BREUCKMANN (MODERATOR): "Eine
erschreckende Leistung und nicht Bundesligareif"
FANBERICHT SUPPORTERS CLUB-N (leere
Internetseite): "Keine Leistung - Kein Bericht!"
SHULTZIE:
"ich gestehe, ich habe das spiel samstag nicht live gesehen.
aber ich habs mir dann doppelt hart gegeben und mir - obwohl
ich die zusammenfassung bereits gesehen hatte - das spiel
nochmals in voller länge angesehen! und ganz ehrlich? natürlich
war das ein foul vor dem 1:0, natürlich war die rote karte
gegen chandler viel zu hart. aber auch ohne diese beiden szenen
hätten wir das nie und nimmer gewonnen!
was für ein pomadiger auftritt! im gegensatz zum hsv-spiel
waren nichtmal didavi und esswein noch brauchbar, einzig maroh
grätschte was der rasen hergab und pekhart, nunja, der kann
einem echt leid tun! der rackert, rennt und läuft, und das
mittelfeld rückt niemals entsprechend nach und er steht allein
auf weiter flur... da muss sich schleunigst was tun! und damit
meine ich nicht die trainerbank, sondern vielmehr in sachen
kader. mindestens noch ein stürmer, umstellung auf ein
spielsystem mit 2 stürmern und leute wie hegeler einfach zur 2.
mannschaft schicken! und ganz ehrlich? in der presse wird jetzt
wieder auf dem plattenhardt rumgehackt, weil er 2x nicht den
ibisevic am schuss gehindert hat. aber wieso bitteschön haben
chandler beim ersten und hegeler beim zweiten tor den überhaupt
flanken lassen, wo war die innenverteidigung? und ich will
nicht noch mehr baustellen aufmachen, aber an guten tagen hat
auch der schäfer mal sowas gehalten..."
04.12.2011, HSV - FCN: 2:0, MUTTER THERESA DER LIGA
Nach zehn Spielminuten dachte ich mir, toll, die spielen ja wirklich überlegen, wahrscheinlich kriegen sie beim ersten wirklich gefährlichen Konter der biederen Hanseaten ein Ei, dann knicken sie wieder ein, und verlieren dann zu Null. Wieder einmal sollte mich die Realität einholen. Kein Aufbäumen nach dem Tor, kein Kratzen, kein Beißen. Die übliche Schicksalergebenheit, weil wir sind ja der Glub und haben ja nicht schon die halbe Saison hinter uns. Und den Klassenerhalt erledigen wir halt dann in den letzten beiden Spielen. Am besten gegen Vizekusen. Kein Spieler reißt die anderen mit, dafür versucht man vornehmlich durch Einzelaktionen, ein Tor zu erzielen und patroulliert ansonsten gerne bei Kontern den Gegner im respektablen Sicherheitsabstand.
Mein Mitleid für Pekhard, der zweimal Aluminium traf und
auch für Hecking, der sich am Spielfeldrand den Auftritt seiner
Kunstfussballer ansehen mußte, um danach wieder schönen Fußball
leider ohne Ergebnis kommentieren mußte. Mitleid auch für den
einen oder anderen unermüdlichen Spieler, vor allem den
tapferen Maroh, vielleicht auch bisweilen Ackerer wie Esswein
oder Chandler, dessen Freundin vor dem Spiel bei ihm einen
Wunsch wie letzten am Spieltag wohl vergessen hatte. Und nicht
zuletzt Mitleid für die vielen mitgereisten Glubbfans, die sich
hernach Hohn und Spott anhören mussten. Wie ich selber auch.
Ein guter Bekannter aus Hamburg schickte mir zwei Stunden vor
Anpfiff schon das Ergebnis per Mail (Name geändert), kein
Witz:
Betreff: Mein Tipp
Datum: Sun, 04 Dec 2011
13:00:13 +0100
Von: "xxx
Müller"
An:
redaktion@rcnmagazn.de, xxxxx.Hxxxxxxx@uxxxxxx.com
Sehr geehrte Herren,
an dieser Stelle möchte ich Ihnen vorab das Ergbnis des
heutigen Spiels Ihres Clubs mitteilen:
2:0
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Schwxxxx
Vielleicht hat er auch nur einfach die Zeit auf seinem PC
zurück gestellt, egal... Ich hatte wie immer einen Hals nach
dem Spiel und der Sonntag war versaut.
Haaaaallo! Gibt es noch irgend einen Patienten in der Liga?
Kommt zum Glubb, wir bauen euch wieder auf, unser Punktepolster
reicht ja endlos und füllt sich scheinbar immer wieder von
selber auf! Ihr braucht ganz einfach nur schnell ein Tor gegen
uns schießen, das holen wir dann nie wieder ein. Pirscht euch
einfach von hinten an uns ran, da kann man sich einfach den
Ball von unseren aufmerksamen Spielern klauen oder man geht zu
dritt auf Hegeler los, der schenkt euch den Ball dann nach
kurzen Kabinettstückchen für die Galerie freiwillig. Stellt
euch einfach hinten rein, unsere Stürmer verlieren die Lust,
wenn ihnen ein paar mal nichts gelungen ist. Man kann das ja
dem Schiri in die Schuhe schieben, oder Fortuna, oder ...ääh,
hatten wir schon mal schwierige Platzverhältnisse? Oder weil
die eigenen Fans nicht laut genug angefeuert haben? Die Anreise
nach Hamburg war auch sicher anstrengend. Ich weiß ja nicht wie
es Euch Lesern geht, aber in meinem Job fragt niemand, ob mir
gerade das Symnoseband zwickt.
Mein Fazit? Ich kann diesen Hegeler nicht mehr sehen. Auch
wenn er sich bemüht, wir brauchen keinen Zirkusartisten sondern
einen Strategen im Mittelfeld. Da können die Statistiken noch
so toll sein, laßt den armen Filou doch einfach mal auf der
Bank urlauben und stellt den Cohen rein und schaut was
passiert. Mag sein dass Schäfer die Mannschaft hinten ordnet,
aber die zwei Eier hat er früher mal gehalten. Und wenn ich mir
Augsburg anschaue, die hören auch nicht nach dem 1:0 das
Spielen auf und haben sogar noch viel weniger Punkte als
wir...
Shultzie übernimmt diesmal den Spielbericht, hier seine
Hommage an das Hamburg-Spiel...
Habe fertig.
Ewald Funk
04.12.2011, HSV - FCN: 2:0
Das heutige Spiel gegen die Fischköppe war mal wieder sowas
von typisch, dass einem nur zu sagen bleibt, dass der Glubb
einfach ein Depp ist und bleibt! Nie war es in den vergangenen
Jahren einfacher, dem Bundesliga-Dino HSV daheim mal die
Grenzen aufzuzeigen. Aber dafür sollte man das kleine
Fußball-Einmaleins beherrschen... Was wird da getrickst, wie
oft will man den Ball mit Hacke-Spitze zum eigenen Mann
spielen, doch leider gewinnt man dadurch keine Spiele! Die
Kugel muss einfach mal in die Kiste rein, aber Pekhart mit
Latte und Pfosten, Drobny zweimal in letzter Sekunde gegen
Didavi, Esswein zweimal knapp neben den Kasten. So trickst man
sich schnurstracks in Liga 2.
Aber wie will man da Abhilfe schaffen? Es ist kein Marek
Mintal mehr da, der wieder einmal in einer schwierigen Lage
eine Serie mit Torerfolgen startet, kein Julian Schieber, der
den Ball einmal aus dem Nichts über die Linie bugsiert.
Vielleicht fehlen einem Tomas Pekhart oder einem Alex Esswein
einfach mal ein Erfolgserlebnis, aber es sind ja auch noch
andere Spieler auf dem Feld! Und auch da ist keinerlei
Torgefahr zu erahnen, so wie bei Eiglers Schuss,
Entschuldigung, Schüsschen, kurz nach Beginn der Partie. Ein
Robert Mak, auf dem rechten Flügel für Eigler gekommen, hatte
der eigentlich mehr als zwei Ballkontakte? Ich habe nicht
einmal einen bestrittenen Zweikampf gesehen! So bleibt nur die
Hoffnung, dass vielleicht Albert Bum-Bunjaku wieder fit wird
und zur Form der vorletzten Saison zurück findet. Oder
vielleicht doch ein Transfer in der Winterpause?
Ich gebe zu, ich bin auch kein Freund von solchen Transfers,
aber wir brauchen einfach mal einen Stürmer, der auch mal aus
einer halben Chance ein Tor macht! Und mir fiele da spontan
Patrick Helmes ein, von Magath aussortiert, weil er nur ein
Abschlussstürmer sei, der nicht nach hinten arbeitet. Das wäre
doch genau das, was der Ruhmreiche bräuchte! Dafür Cohen statt
Hegeler wieder auf die zweite 6er-Position, dann haben wir
einen Spieler, der Helmes den Rücken freihält und nach einem
verloren Zweikampf - im Gegensatz zu Schönspieler Hegeler -
auch mal nachsetzt! Und dann solche Aussetzer im
Defensivverhalten, einfach haarsträubend! Da wird in den
Interviews das Spiel wieder schön geredet und die Schuld dem
Schiedsrichter in die Schuhe geschoben, der vor dem 0:1 von
Guerrero nicht auf Stürmerfoul entschieden hat. Aber mal ganz
ehrlich, zum einen habe nicht mal ich als parteiischer
Zuschauer ein Foul gesehen, zum anderen darf einem Routinier
wie Timmy Simons sowas auch nicht passieren... Dementsprechend
wurde er für mich auch folgerichtig - übrigens zum ersten Male
seit dem 1.7.2010 in einem Pflichtspiel - ausgewechselt.
Anstatt also in das kommende Heimspiel gegen Stanis Hoppenheim
mit 18 Punkten von Platz 11 aus hineinzugehen nun also doch
wieder mit 15 Punkten von Platz 15. Und dann wieder so ein
richtungsweisendes Spiel, das unbedingt gewonnen werden muss...
Mein armes Herz...
Shultzie
STIMMEN ZUM SPIEL:
Haben wir uns gespart.
DIE UNZENSIERTEN KOMMENTARE AUF FCN-FACEBOOK
(Zitate)
Thema 1: "Am Mittwoch grillen die Club-Profis wieder ab 18
Uhr auf dem Christkindlesmarkt für einen guten Zweck. (link)"
-Amen !
-Trainiert mal lieber!
-Tore schießen, statt Würstel verkaufen! Eine ganze Region
fiebert mit dem Club und die verkaufen für einen guten Zweck
Würstel.....der Erhalt der Bundesliga wäre für den Club-Fan
sicher auch ein "guter" Zweck!
-bin ja gespannt ob die jungs wenigstens die reinmachen! wenn
schon keine tore dann wenigstens würstchen in die semmel!
-So lange es keine höness wörscht sind
-Die sollten lieber das KÄMPFEN üben!!!! Abstiegskampf ist
kein Grillabend unter Freunden!!!
-.. es ist doch unglaublich, was hier sog. "FANS" alles so
ablassen! Man ist offenbar geistig nicht fähig, Dinge zu
trennen... ja ja, in deren Augen sind das alles nur
"Fussballmaschinen", ..... das sind MENSCHEN!!... vielleicht
mal darüber nachdenken...falls man dazu überhaupt in der Lage
ist.... Mund halten ist oftmals besser!
-statt drei im Weggla, döffens a gern mal drei Punkte
sein!!
-Vielleicht können sie wenigstens das, wenns schon zum
Fußballspielen nicht reicht
-Profis??? Check i niad stoplerer oder Unfähigkeit trifft eher
zu naja vll Treffens ja a grillbude wenn's scho as Tor nicht
treffen
-spielerisch war das in hamburg doch gar nicht schlecht es
muss halt mal eingenetzt werden
-hört halt mit dem gemaule auf. die aktion ist super!!! und
rund um die uhr trainieren wie das manche von euch wollen is ja
wohl absolut kontraproduktiv. dann geht nämlich gar nix
mehr.
-leute das spiel in hamburg war nicht so schlecht von uns..
wir haben einsatz gezeigt nur die tore nicht gemacht, das kann
doch gegen hoffe schon anders ausschaun, wenns da ned klappt,
dann wirds sehr eng werden für den club und auch für hecking.
denn am letzten vorrundenspieltag gehts nach leverkusen..
-ich schimpgt hier alle über den Club und wenn unser Verein
dann Absteigt steht ihr alle da und heult euch die Augen aus
dem Kopf, als es am Anfang der Saison gut gelaufen ist da waren
alle Glubberer und jetzt auf einmal wird wieder voll auf die
Spieler eingehackt und ich muss dem chaster da recht geben das
die spieler das für einen guten zweck machen und man sollte das
auch mal honorieren glaube die wenigsten hier würden sich auf
den Christkindlesmarkt stellen und grillen also denkt mal
drüber nach bevor ihr euch euere mäuler drüber zerreist
Thema 2: "Heimspielzeit = CLUBmagazin-Zeit! Stellt wieder
einem unserer Profis eure Facebook-Fragen, die schönsten
stellen wir diesmal Daniel Didavi und drucken sie im CM 08
gegen 1899 Hoffenheim ab. Legt los!"
-Daniel, was sind deine Ziele diese Saison noch mit dem
Club?
-dida zurück ins ländle oder direkt nach madrid ?
-Wann haust du mal deine Bude rein.? (;
-Spielt lieber mal gscheid und GEWINNT !!!!
-"profis"??? naja... was die jetzt alle zusammen leisten ist
zweite liega reif.... kaum hat club paar gute spieler, werden
die wieder verkauft! WOFÜR???? TOLL der club hat dann geld und
spielt dafür einfach nur scheisse! => weniger besucher bei
heimspielen =>> weniger einnahmen.... WO IST DA DER
SINN??????
-..wann schiesst ihr endlich mal tore ;-)
-Was macht ihr in der ersten Liga?
-Warum sind wir zu doof so ein Spiel zu verlieren wie das
gegen den HSV?....
-Ob er weis wo das Tor steht!!!
-wenn wir gegen HsV nich gewinnen gegen wen dann ?
P.S. Trainiert mal lieber das wir mal gewinnen :D
Nun, der Glubb war entgegen dem Tiefpunkt gegen Schalke wie ausgewechselt und dominierte die Partie und profitierte von einer schwachen und fahrigen Mannschaft aus roten Teufelchen. Chandler nahm sich endlich ein Herz und zog mit links einen echten Hitzlsberger mit 105 km/h ins Tor. Seine Freundin hatte ihn gebeten, ein Tor zu schießen. Sie kann gerne öfter kommen und vor allem derartige Wünsche vor den Spielen äußern. Hecking wird sicher nicht eifersüchtig sein... aus dem Stadion heute ein Bericht von Roland Hornauer:
1. FC Nürnberg : FC Kaiserslautern 1: 0 (1 : 0)
26.11.2011
Acht sieglose Spiele in Folge und dann kommt Kaiserlautern in
das heimische Geläuf. Kann doch eigentlich gar nichts anderes
wie einen Dreier geben. Nur ganz genauso waren die Überlegungen
vor fast genau einen Jahr. Am 20.11.2010 kreuzte der damalige
Aufsteiger Kaiserslautern auf und die gesamte Nordkurve
diskutierte nur noch über die Höhe des Sieges. Unterstützt
wurde sie dabei von der genialen Aufstellung unseres Trainers
Hecking. Die gelernte Offensivkraft Dario Vidosic, unser
australischer Wunderstürmer bekam bunte Fußballschuhe verpasst
und wurde als rechter Verteidiger aufgeboten. Nach Heckings
Plan sollten die Pfälzer damit so verwirrt werden, dass ein
Clubsieg locker eingefahren werden kann. Alle mit
Langzeitgedächtnis werden sich erinnern, der Plan ging völlig
in die Hose und nach drei Angriffen lag Lautern 3 : 0 in Front
und gewann das Spiel 3 : 1.

Ach ja, damals gab der völlig unbekannte Philipp Wollscheid
mit der Nummer 38 sein Debüt als Einwechselspieler und seit
dieser Zeit, d.h. nach einen Jahr ist er Stammspieler in
unserer Innenverteidigung. Ein Jahr Clubbinnenverteidigung ist
den Pillenclub bei Köln 7 Millionen Euros wert und unser
Philipp wechselt bekanntlich zum Saisonende nach Leverkusen.
Mit dem Geld können wir ja den Andi Wolf zurückholen und wir
bekommen dann wieder eine erfrischend fehlerhafte
Innenverteidigung. Genug Vergangenheit, auf dem Weg zum
Stadion, wechselte das Fanbefinden zwischen blanker Angst -
"wenn mer des heute vergeign, stehn wir bis Schluss unten drin"
- und Zuversicht - "heut pack mers endlich". Na ja, die
Heimbilanz mit 11 Siegen, 9 Niederlagen und 7 Unentschieden sah
ja nicht so berauschend aus. Im Stadion bei der Präsentation
der Aufstellung gab es fetten Sonderapplaus für den erstmals in
der Startelf stehenden Innenverteidiger Dominic Maroh und
gellende Pfiffe für seinen Partner Wollscheid.

Zum Spiel: Nach den letzten Auftritten waren unsere Helden
ungewohnt konzentriert, aufmerksam, gingen aggressiv in die
Zweikämpfe und versuchten schnell und direkt zu spielen. Ab der
ersten bis zur letzten Minute war der Clubb dominant. Eigler
und Esswein arbeiteten sehr gut nach Hinten mit und so hatten
die Pfälzer währende des ganzen Spiels keine Chance.
Plattenhardt ersetzte Pino vollkommen und behauptete sich gegen
Lauterns Spielmacher Tiffert. Maroh war in der Abwehr
überragend und so konnte sich Wollscheid den einen oder anderen
Patzer leisten. Nach 13 Minuten war es so weit, Timothy
Chandler fing einen Pass ab, hob den Kopf, schoss aus 16 Metern
platziert zum 1 : 0 ein. Das war es eigentlich, denn die
Betzebuben beschäftigten Schäfer nur mit harmlosen Standards.
Simons und Hegeler als Doppelsechs machten das Mittelfeld
dicht. Unser Mittelstürmer Pekhart erinnerte erstmals mit
seiner Spielweise an Markus Schroth in seinen Glanzzeiten als
Clubberer. Daniel Didavi spielte unglücklich als 2. Spitze und
hätte eigentlich mindestens ein Tor schießen müssen. Esswein
dagegen, hätte er rechtzeitig abgegeben, hätte mehr als 2 Tore
vorbereitet. Damit ist eigentlich schon die 2. Halbzeit
erzählt. Chancen über Chancen für den Clubb. Fast alle
unkonzentriert, leichtfertig oder mit einer Prise Pech (Eigler
Volley aus 9 Metern) vergeben. So souverän wie unsere Helden
agierten, so zittrig wurden die Fans. Klar wer seine Chancen so
leichtfertig vergibt, der kriegt noch den unverdienten
Ausgleich. Nicht so dieses Mal, inklusive Nachspielzeit blieb
der Club aufmerksam und ließ keine Chancen der Pfälzer zu.
Nachdem unser Gattuso Cohen eingewechselt wurde, war dies
eigentlich eh klar. Nach diesen überzeugenden Sieg haben wir
hoffentlich für alle Zeiten Platz 16 oder schlechter verlassen
und sind jetzt, vor der sonntäglichen Bauernpleite gegen den
Karnevalsverein bei Frankfurt, 13.. Ärgerlich war
Schiedsrichter Welz bei seinen Kartenvergaben, vier gelbe
Karten für uns, bei gleicher Regelauslegung hätte Lautern drei
Mal Gelb-Rot sehen müssen. Stattdessen bekam Kouermaha nur
einmal und viel zu spät Gelb. Eigentlich wurscht, wenn so ein
wichtiges Spiel so überzeugend gewonnen wurde. Am Rande, für
das kommende Pokalderby wurden diverse Sprechchöre wie "Tod und
Hass dem Kleeblatt Fürth" in der Kurve eingeübt und die Ultras
haben ihre "Anti-FÜ"-Kollektion erneut aufgelegt. Hoffentlich
gibt es bis dahin noch ein paar Punkte in der Bundesliga.
Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Man hat ihr den unbedingten
Willen angemerkt, die Negativ-Serie zu beenden. Dass wir das
ein oder andere Tor mehr hätten machen können, steht außer
Frage."
Marco Kurz (Trainer Lautern): "Ich will
allerdings nicht vergessen, dass Nürnberg uns in allen Belangen
überlegen war und deshalb verdient gewonnen hat."
Timothy Chandler: "Es war wichtig, dass wir
das Tor früh gemacht haben. Unser einziger Fehler war, dass wir
nicht ein zweites Tor nachgelegt haben."
Dominic Maroh: "Das Gefühl heute war
überwältigend, nach so langer Zeit mal wieder gebraucht zu
werden."

19.11.2011 SCHALKE - FCN: 4:0 BLAMORÖS!
Was für ein grausames Spiel! 13 Minuten hat der Glubb im Rahmen seiner Möglichkeiten forsch mitgespielt, dann reicht ein Huntelaar mit seinem Treffer nach Patzer der Hintermannschaft aus und das Selbstvertrauen der Glubbspieler klappt zusammen wie ein Kompaktregenschirm, den man auf Minigröße zusammenschieben kann. Nach dem Spiel war ich erstmal ein Woche bedient, denn das Spiel hat mich fatal an die letzte Partie unter Oenning in Köln erinnert, wo am Ende der Hinrunde die Mannschaft überdeutlich und sehr sehr unprofesionell gezeigt hat, was sie von ihrem Fußballlehrer hält. Gar nichts mehr.
Also Freunde jetzt ist Schluß mit lustig und beim nächsten Spiel wird alles besser, zieht jetzt nicht mehr. Die Signale waren deutlch.
Man braucht nur eins und eins zusammen zählen und das
Statement von Hecking nach dem Spiel sich auf der Zunge
zergehen lassen, denn er sprach der Mannschaft bisweilen
Bundesligareife ab. Ich würde das schon fast
Arbeitsverweigerung nennen, was auf dem Platz geschah, denn sie
spielten nicht mehr zusammen, unsere Jungs. Bei den meisten
fehlte Leidenschaft und es gab Frustfouls statt
Einsatzbereitschaft. Gut dass der Schalker Trainer Stevens so
nett war, und den Finger in die Wunde legte, und nur das eigene
Spiel als "nicht gut" bezeichnete. Das hat gesessen. Die
üblichen Sprüche der Spieler liegen mir immer noch schal im
Magen. Ich kann diese Spieleranalysephrasen von dem
Zusammenhalt in der Mannschaft nicht mehr hören, wenn es
optisch keine Mannschaft mehr ist. Das sind klare Zeichen und
wenn dann der Trainer auch stinkesauer ist, stimmt etwas nicht
mehr. Schon bei der Rückpassorgie, pardon, beim Testspiel gegen
Ingolstadt bemerkte man, welche wichtige Rolle alte Hasen wie
Eigler und Schäfer spielen, und wie wenig ihnen von der jungen
Legion zugehört wird.
Was dem Glubb hilft ist Lust am Fussball. Wenn man aber nach
dem ersten Gegentor gleich aufgibt, löst man das eigene
Schicksal von dem des Vereins. es passiert einem ja nichts, der
Spielerberater wird das schon mit dem nächsten Verein
auskarteln und unter den Teppich kehren. Und das geht auf die
Nerven genauso wie schlechte Schiedsrichter oder
Adduktorenzerrungen oder das Symnoseband.
Spiel für Spiel, Niederlage für Niederlage wurde einem erklärt
und beteuert, das es beim nächsten Mal besser wird. Nein, nicht
das nächste Spiel ist entscheident, sondern die Aussage, dass
man ja noch einige Spiele bis zum Saisonende habe und somit
wird der Klassenerhalt als feste Größe am Horizont aufgezeigt.
Nur Schade, dass man zuviel Zeit verschendet hat, und der Tank
bereits sehr leer ist. Wahrscheinlich reicht es gar nicht mehr
bis zum Ziel.
Das Schalke Spiel war kein Endspiel, es war schon eins
danach... um die goldene Anananas. Es liegt nun an Mannschaft
und Trainer, sich mit den Fans wieder auszusöhnen. Den diesmal
gab es einen wirklichen Bruch. EF
Einer der beliebtesten Spieler war wohl bisher
Wolle Wollscheid, als der am 21.11. zum Chat
bereit stand, wurden trotz Aufforderung im Vorfeld auf
FCN-Facebook kaum Fragen gestellt, sondern eher Feststellungen
eingetragen. Auszug gefällig?
"Geht nur noch ums Geld und das auch schon bei den jungen
Spielern..."
"Die soll'n lieber Trainieren als am pc zu hocken!"
"kämpft endlich mal sonst habt ihr bald keine zuschauer mehr
reißt euch endlich den arsch auf gegen lautern"
"Ist euch das eigentlich egal, dass die Fans in der Kurve
stehen und völlig fertig sind mit den Nerven oder auf Schalke
Rotz und Wasser heulen? Ihr wirkt, als gehe euch das alles nix
an."
"Fühlt man sich gut ohne Lust auf den Platz zu gehen und
entsprechend zu verlieren?"
"wann begreift ihr was ihr uns an tut? Wir stecken jeden hart
verdienten Euro in euch rein um euch verlieren zu sehen"
"Wenn ein normaler Mensch 7 wochen so eine Leistung in der
Arbeit abliefert wie ihr zur Zeit auf dem Fußballplatz, wäre er
vermutlich schon längst am Arbeitsamt!"
".. die zeit für fragen ist vorbei - wir wollen einfach nur
punkte sehen !"
"Ihr könnt alle Fußballspielen warum macht ihr das nicht ,
spielt ihr gegen eueren Trainer."
"80 min. Arbeitsverweigerung war das am sa."
Am 22. November dann platzte dieBombe und die Kommentare
wurden noch schärfer...
Wollscheid geht im Sommer nach Leverkusen.
GLUBB: TEST GEGEN INGOLSTADT
Gleich nach Anpfiff eine achtzigprotzentige Chance der
Audistädter, geht knapp am Tor vorbei.
Riesengebrülle am Platz, das sind aber nicht die Fans sonder
Schäfer, der alle wach schreit, dazwischen fangen andere
Spieler auch damit an. Die Niederbayern schreien ebenso wie die
Verrückten... Ist heute wie am Fischmarkt, nur aggressiver.
:-)
Distanzschuss von Eigler, Kirschstein klärt knapp. Langsam
wacht der Glubb auf. Ring Ring!
7. Minute: Tekerci aus der A-Jugend (!) zum 1:0 für den Glubb
durch Flanke, die sich ins Tor senkte. Der wendige
Technikspezialist kann auch schießen. Erinnert etwas an Ivan
Saenko, ist aber schneller im Anzug und rennt wie ein Wiesel.
Und ist hochmotiviert. Der Ex-Fürther im Tor der Ingolstädter
sah hier bei dem Bananenheberflankenball ziemlich alt
aus.
Die Schanzer spielen jetzt auch gut mit und profitieren von
den üblichen Fehlpässen der Glubberer, 2-3 gute Konterchancen
waren aber dabei. Beim Glubb: Wie immer langweiliges Hin- und
Hergeschiebe statt Spieleröffnung, viele Rückpässe, niemand
nimmt sich ein Herz. Lediglich Frantz schmeißt manchmal alle
nach vorne oder hilft hinten aus. Didavi ist ganz klar auch
Aktivposten. Hegeler mitunter auch, leider spielt er in der
Liga vergleichsweise bescheiden.
Juri heute links als Verteidiger und unterirdisch. Verliert
Bälle oder traut sich keine Tricks, trägt keinen Ball mal
Richtung 16er. Verteidigt solide, rettet immerhin einmal auf
der Linie, aber das war es dann auch. Wehe es sagt noch jemand
etwas über Pino! Das hier ist noch schlechter. Drüben ersetzt
Kamavuaka Chandler, das liegt ihm nicht besonders, er macht
aber einen guten Job, nur halt nicht mehr. Maroh solide,
Wollscheidt eine Klasse besser als die anderen. Selbstsicher
und agil. Traditionell das Gegenteil: Seine
Spieleröffnung.
10. Minute etwa. Daß ein Gnom wie Almog Cohen locker einköpfen
kann spricht nicht für die Ingolstädter Hintermannschaft. Die
Flanke kam von - wem wundert es - Frantz.
Standarts sind heute fast alle gefährlicher. Feulner ist ja
krank. Zur Halbzeit steht es 2:0, Hecking brieft die
Mannschaft, alle hören geduldig zu.

Weiter geht es, Hegeler und Didavi verlieren viel Zeit in
Zweikämpfen. Ab und zu aber Offensivdrang, Didavi ist hierbei
weniger selbstverliebt und dafür kreativer und vor allem
durchdacht. Hegeler wiederum holt mehr hohe Bälle vor der
Abwehr bereits herunter. Didavi denkt aber immer einen Spielzug
weiter, was man von Hegeler weniger beobachten kann.
Und wieder Frantz, er prüft diesmal den eingewechselten Keeper
Özcan. Tekerci spielt ebenso drei Schanzer schwindlig und der
platzierte Schuß ins lange Eck ist dann aber zu zaghaft oder
nicht gut genug getroffen. Wäre ein tolles Solotor
gewesen.
Klement kommt für Didavi und reiht sich zentral vor der
Innenverteidigung ein. Die Schanzer lassen jetzt nach. Manuel
Zeitz kommt für Cohen, der sogar Applaus bekommt. Für sein
Pensum berechtigt! Lief wohl dreimal soviel wie Eigler, aber
nur für Schandmäuler. Eigler bewegte sich einfach, ähem,
gezielter... :-)
Schon wieder tanzt Tekerci wie ein Blitz an den Audis vorbei
und legt punktiert auf Frantz' Kopf, der sicher einnickt. 3:0.
Frantz wird fünf Minuten vor Ende ausgewechselt und darf erst
nach weiteren fünf zum Duschen, weil er sofort von sehr jungen
Autogrammjägern umringt wird. Für ihn kommt George, zu spät um
beurteilt zu werden.
Trotz der frühen Tore wirkte der Glubb anfänglich ziemlich
unsicher und seltsam rückwärtsorietiert. Flottere Gegner hätte
sicher öfter Tore aus einfachem Pressing erzielen können.
Wollscheid defensiv eine Klasse für sich. Hegeler glücklicher
als in der Bundesliga. Fouls machte eigentlich nur der FCI. Als
vier Jungspunde am Platz standen, ging nach vorne die Post ab.
Matchwinner war wohl der vor Spielfreude sprühende Tekerci,
Komplettausfälle gab es keine, eher die Taktik war ein Ausfall.
Zumindest was die Mannschaft daraus machte.
Fazit: Viel zu statisches Geschiebe hinten und
im Mittelfeld, gegen Schalke wäre das Selbsmord. Offensiv aber
untadelig, die Defensive meist auch, Mittelfeld eher nicht
vorhanden.
EF
NACHTRAG VON SHULTZIE ZU FREIBURCH:
Zuerst zum Tthema Schiri: Pino foult einen Freiburger an der
Eckfahne, ein Foul wie es 'zig hundert andere in jedem Spiel
gibt, aber er kriegt Gelb. Dagegen darf der Barth mit unfairen
Mitteln abräumen, was er nur vor die Beine kriegt. Das
eigentlich reguläre Tor von Esswein abzuerkennen grenzt in
meinen Augen an Realitätsverzerrung, schlimm ist nur, dass sich
ein sogenanntes Fachblatt wie der kicker auch noch auf die
Seite der (angeblich) Unparteiischen schlägt und schreibt, das
Tor sei regelkonform aberkannt worden. Aber durch das
Abfälschen ist weder eine neue Spielsituation entstanden, noch
haben die Clubstürmer den Keeper irritiert!
Aber es wäre wirklich zu einfach, die Niederlage auf den
Schiri abzuwälzen! Was da am Platz herumlief war wirklich
unterirdisch! Feulners Standards waren auf
Diekmeier-Flanken-Niveau, da hätte ich mir Ecken und Freistöße
von Platte wieder hergewünscht, der ist da um Klassen besser!
Fehlpassquote, dass es einem die Schamesröte ins Gesicht
treibt, wollten Klose und Simons da einen
Andy-Wolf-Gedächtnis-Spielaufbau zelebrieren?
Zum Glück gab es Lichtblicke, allen voran Mike Frantz, von
seiner Sorte bräuchten wir noch ein paar! Und entgegen der
früheren Jahre hat er sogar mal 75 Minuten durchgehalten, bevor
er unters Sauerstoffzelt musste! Dann noch Esswein, der
wenigstens mal was probiert, auch wenn ihm nicht alles gelingt,
aber immer noch besser als vom Anstoßkreis zurück zum Keeper zu
passen...
Im Augenblick bin ich einfach ratlos, was soll bis in 14 Tagen
auf Schalke denn besser werden? Meine Hoffnungen ruhen auf
Maroh und Wießmeier, und darauf, dass sich einige bei ihren
Nationalteams mal etwas Selbstvertrauen holen. Und natürlich
darauf, dass der Hecking mal anständig dazwischen haut, denn so
geht's übers Pokalaus im Derby schnurstracks in die zweite
Liga...
Schultzie
05.11.2011 FCN - FREIBURG: 1:2. SPIEL UND SPASS IM FRANKENSTADION
Die Meinungen über das Spiel teilen wir heute mal auf fünf
verschiedene, teils fiktive Zuschauer-Charaktere auf. Wie
würden die urteilen? Hier geht es los mit dem
NEU-DAUERKARTENBESITZER
"Jetzt habe ich mir nach der tollen Saison im letzten Jahr
endlich mal eine Dauerkarte gekauft, nachdem sich der Glubb
wohl dauerhaft in der ersten etablieren kann. Pfeiferdeckel!
Ich habe dieses Jahr noch kein gutes Spiel gesehen und das
nächste Mal bleibe ich zuhause und verleihe meine Karte an
meinen Nachbarn, dann war der auch mal bei einem Fussispiel.
Heute war eine Frechheit! Von der tollen Abwehr keine Spur, das
sind doch alle verwöhnte Jungspunde, und der Pino hatte auch
nach zehn Minuten wieder seine erste Gelbe. Und die etablierten
waren auch nicht besser, das Gegentor geht voll auf die Kappe
vom Schäfer. Und der Schiri war bestimmt geschmiert, so wie der
gepfiffen hat!"

Auch von hier ein Gruß ans Ehrenamt!
DER FUSSBALLSACHVERSTÄNDIGE
"Das Mehr an erfahrenen und wieder genesenen Spielern konnte
heute nicht die erhoffte Dominanz erbringen. Wieder einmal
baute der Club den Gegner unnötig auf und kassierte auch noch
kurz nach der Führung den Gegentreffer durch einen
katastrophalen Fehler von Raphael Schäfer, der auch schon vor
der Verletzung oft unter seinem früheren Niveau agierte. Zu
viele individuelle Fehler im Zuspiel auf dem Platz brachten die
eher farblosen Freiburger ins Spiel und hielten die Partie in
der Balance, statt dass ein Heimvorteil zu erkennen war.
Aktivposten beim FCN waren zum einen Esswein, der sich oft die
Bälle auch noch selber erkämpfen mußte und zum anderen Frantz,
der das Karma vom Elferverursacher aus der vorvorherigen Partie
völlig abgelegt hatte und ständig für Unruhe im gegnerischen
Starfraum sorgte. Außerdem lenkte er den strammen Schuß von
Pekhard noch ins Tor und verdiente sich den Schützentitel.
Feulner im Mittelfeld wirkte farblos und ohne Impulse. Während
der Sturm heute relativ gut agierte, passierte hinten und im
Mittelfeld fast gar nichts. Es fehlt nach wie vor eine
eingespielte Grundmannschaft, die man dann durch Einwechslungen
dem Spielverlauf anpassen könnte. Den Elfmeter der Freiburger
hat man geben können, Essweins Tor aber hätte nach meinem
Derfürhalten zählen müssen."
MEIN SOHN (12)
"Jeden Samstag im Stadion die selbe Scheiße mit den sch....
Schiris, ich habe bald keine Lust mehr, das ist doch heute mal
wieder ein voller Witz gewesen. Was haben wir bloß verbrochen,
dass wir jedesmal nur noch verpfiffen werden."
DER ALTFAN
"Also so etwas hat es früher nicht gegeben. Ich glaube die
verdienen alle a bisserl zuviel heutzutage. Unten die Ultras
sind so besuffen, die feiern auch wenn der Glubb schlecht
spielt und a jeder hat eine Bierflaschen in der Hand vor dem
Spiel. Und unsere Herren auf dem Platz können nicht einmal
gescheit abspielen, des klappt ja in jeder Altherrenmannschaft
besser! Von dem Schäfer hab ich jetzt schon wieder die Schnauze
voll, und von den Schiris erst recht. Der Pino hat gleich
wieder a Gelbe kassiert, der Gegner kann foulen was er will,
die Karten bleibt drin. Und das mit dem nicht gegebenen Tor war
ein Witz, ich hab mir des extra danach nochmal hinterher im
Fernsehen angeschaut. Eitz frage ich mich, wenn wollen'sen etz
eigentlich noch schlagen? Und des Pokalderby wird des Jahr a
Blamage, aber wos für ahne!"
ICH SELBER
"Hatten wir eigentlich in der letzten Saison zuviel Dusel, wo
wir doch solche Spiele dann immer durch ein Tor kurz vor
Schluss gewonnen hatten? Jetzt machen das Tor die anderen
Mannschaften und wir stehen seit etlichen Spielen ohne Punkte
da. Wenn ich mir Augsburg gegen die Bauern in der
Zusammenfassung angeschaut habe, dann haben die Fuggerer gegen
den Tabellenersten mehr fürs Spiel getan als der Glubb heute
gegen den Letzten. Auch wenn man die Partie zwei Tage sacken
läßt, ich habe immer noch einen Hals: Auf den Schäfer mit
seiner Slapstickeinlage, auf Klose, unseren König der
Spieleröffnung mit seinem dunkelsten Moment der Saison dazu.
Auf Feulner, der keinen einzigen vernünftigen Standart gebacken
bekommt. Auf Hegeler, von dem außer selbstverliebten
Rumgeschwanze nichts, aber auch gar nichts für die Mannschaft
kommt. Der Sturm braucht sich heute weniger Vorwürfe machen.
Pino machte gleich wieder mehr Alarm als Platte, Esswein wie
immer trickreich und mit Zug zu Tor, Frantz ganz der alte
brandgefährliche Kämpfer mit Löwenherz und Eigler wie immer
sehr unbequem und körperbetont. Immerhin wurde Pekhard mal
öfters in Szene gesetzt, der blieb seine
Transfersummen-Gegenleistung aber wieder schuldig. Schlimm das
Mittelfeld und die Spieleröffnung. Klose hatte glaube ich eine
Paßgenauigkeit im einstelligen Prozentbereich und statt Feulner
hätte es Cohen sicher auch nicht schlecht gemacht. Aber da
hätte man defensiver spielen müssen und es mal mit Konter
probieren sollen. Natürlich sieht man das aus der Kurve nicht
im Detail, aber von den besseren Plätzen hörte man über den
arroganten Schiri nur Pfiffe. Mit dem Spiel ist der
Abstiegsrang und der Saisontiefpunkt erreicht und wie schon
gehabt labert sich die Mannschaft heraus, beim nächsten Spiel
werde das besser. Hecking würde ich außer der Hegeler
Einwechslung keinen Vorwurf machen, eher der Mannschaft. Ich
las bei Clubfans-United im Blog, ob denn "Schäfer die
Aufstellung diktiert" habe? Dem kann ich nur weinend zustimmen.
Wann wird eigentlich Rakovsky wieder gesund? Vielleicht
übernimmt der mal die Spieleröffnung. Die Fehlpassquote war
katastrophal und ein System im Aufbau war nicht zu erkennen. So
machen wir uns zur Lachnummer und nächste Woche werde ich immer
noch nicht heruntergekühlt sein, meine Herren! Warum müssen wir
immer zwei Tore mehr als der Gegner schießen, damit wir mit Ach
und Krach ein Unentschieden bekommen?"
EF
STIMMEN ZUM SPIEL
Raphael Schäfer offiziell (Bild): "Herzlich
willkommen im Abstiegskampf!"
Ex-Fürther und Jetzt-Freiburger Stefan
Reisinger: "Danke für die zwei Tore. Wir hätten hier
nichts getroffen."
Dieter Hecking über Mike Frantz: "Mike hat
Kampf und Leidenschaft gezeigt, die Eigenschaften, die wir
unbedingt brauchen. Auch Eigler, Esswein und Pekhart haben gut
gekämpft."
Tim Klose: "Ich bin fassungslos. Es tut mir
so leid. Ich weiß nicht, wie ich das verkraften soll."
Dieter Hecking zur Schiedsrichter-Leistung:
"Es wäre nicht gut, wenn ich jetzt die Wahrheit sagen
würde."
Freiburgs Trainer Marcus Sorg: "Ob der Sieg
verdient ist oder nicht, sollen andere entscheiden."
ARD Live Ticker: "Esswein nimmt Maß aus 20 Metern, Barth fälscht unhaltbar ab. Das Tor zählt allerdings nicht, weil Schiri Dingert einen Nürnberger im passiven Abseits gesehen haben will. Fehlentscheidung, denn ein Freiburger fälscht den Ball ab, und niemand behindert das Sichtfeld des Torhüters. Das Tor hätte zählen müssen. "
29.10.2011: FCB - FCN 0:4 DERBY IN NORDÖSTERREICH
WUNSCHERGEBNIS ERZIEHLT
An einen schönen Herbsttag fährt Clubbfan natürlich gerne mit
dem ICE 527 Wendelstein, dank Nutellagutschein um 10 Euro
preisermäßigt, zu den Österreichern, um in der Arroganzarena
beim Derby gegen die Bauern mitfiebern zu können. Der Zug war,
vermutlich wegen Ferienbeginn, proppenvoll und ab Stinkolstadt,
auch Seehofer/Haderthauer-Center genannt, war wegen Nebels
keine Sonne mehr zu sehen. Kurz vor München war der Nebel dann
plötzlich weg, ein gutes Omen? Egal, es war noch Zeit bis zum
Anpfiff und so machte ich mich auf in`s Münchner Gärtla. Schon
ein bißchen gewöhnungsbedürftig, das Gärtla weit weg vom
Stadion, direkt neben dem Marienplatz zu finden. Heißt auch
anders, die Österreicher sagen Viktualienmarkt dazu. Wäre für
uns Norisstädter aber auch nicht schlecht, wenn das Gärtla
neben dem Hauptmarkt wäre. Mancher Einkaufsbummel ließe sich so
bei einer Halben oder Maß gut überstehen. Das kulinarische
Angebot im Münchner Gärtla war überraschend gut. Biere vom
Münchner Hofbräuhaus, zwar nur drei Sorten (Weizen, Bier,
Radler), aber immerhin eine Auswahl. Dazu gibt es sehr viele
kulinarische Leckereien an zahlreichen Marktständen. Sehr
gewöhnungsbedürftig, durch das Gärtla laufen sehr viele
Touristengruppen und zahllose Touris lassen sich mit einer
Halben fotografieren. Wenn Clubbfan den Touris folgt, landet er
automatisch beim Hofbräuhaus. Eine ätzende Gegend, ein
Bauernfanshop verschandelt das historische Ambiente. Direkt
gegenüber gibt es ein 60er Fanshop, haben wir gegen die nicht
irgendwann mal gespielt und ein Benny Lauth hat gegen uns fast
immer getroffen?

Mia sann mia und schiffa do hi, wo mir wolln!
Egal, wir sind ja nicht beim Historikertreffen. In der U-Bahn-Station versucht eine erschreckend deutliche Stimme, die Österreicher sind vermutlich schwer von Begriff, die Fußballfans in die U-Bahn zu lotsen.

Solang no net apfiffa' is, trinka ma no an Prosecco in der Laundsch!
An der Arroganzarena fällt auf, vor dem Stadion gibt es keinen Bierausschank mehr, gut dass vorher das Gärtla besucht wurde. Es wird auch keine Stadionzeitung mehr verkauft. Fans die nicht verlieren können und "Wir san mia" Kappis tragen, sind wohl mit dem Lesen überfordert. Genauso überfordert ist der gemeine Bauernfan mit dem Einführen der Eintrittskarte in das elektronische Kartenlesegerät. In meiner Schlange war ich wohl der Erste, der dies ohne Hilfe geschafft hat. Ähnlich geschickt, sind die Einlasskontrolleure. Trotz einer sehr oberflächlichen Durchsuchung, liegt wohl an meiner seriösen Erscheinung, hat es doch der Nordösterreicher geschafft, sich an meiner Maiplaketten vom DGB blutig zu ritzen. In der Arroganzarena im Clubb-Block ist die Stimmung verhalten optimistisch. "Wenn mehr 3 : 0 verlieren, wäre ich zufrieden", "gegen die ham mir keine Cance", "ich wäre schon mit einen 4 : 0 glücklich". Ähnlich die Wettquoten, 1,15 für einen Bauernsieg, 7,0 für ein Unentschieden und 14,5 wenn unsere Nachwuchself einen Dreier mitnimmt. Die Statistik schaut ähnlich aus, 27 Bundesligaspiele gab es in Nordösterreich, 3 hat der Clubb gewonnen und 20 die Bauern. Auffällig, vor dem Spiel werden die Bauernspieler viel individueller warmgemacht und die Durchsage der Aufstellung wird durch die elektronische Werbebanden begleitet und quasi unterstützt. Kurz vor Spielbeginn wird mittels laut zu hörenden Pulsschlag die Spannung gesteigert, klar wenn die Heimfans das Kartenlesegerät am Eingang nicht bedienen können, müssen sie mit allen Mitteln auf das Event aufmerksam gemacht werden.

Sogar der Glubb bekam in der zweiten mal eine Ecke.
Zum Spiel: 88 Sekunden 1 : 0, 19. Min. 2 : 0, 39. Min. 3 : 0,
41. Min. Gesang, "2. Liga Nürnberg ist dabei", 66. Min. 4 : 0,
Wunschergebnis erreicht. Das war es eigentlich. In keiner
Sekunde kam Derby-Stimmung auf. Auf dem Platz hat es nie
gebrannt, unsere junge Mannschaft bekam eine Lerneinheit
verpasst. Das Spiel war ein gefühltes Erlangen-Süd gegen
Paderborn. Der Stadionsprecher der Bauern war zu doof, die
Clubbaufstellung zu lesen, er kündigte einen Weißmeier statt
unseren Helden Wießmeier als Einwechselspieler an und ab der
81.min. wurde ein friedliches und hörbares "Schlagt die Bayern
die Schädel ein" angestimmt. Dank ICE war ich ratz-fatz kurz
nach 20.00 Uhr daheim und konnte unseren Trainer drei Stunden
später im Sportstudio sehen und hören, wie er das
Wunschergebnis erklärte.
Roland Hornauer
26.10.2011. POKAL ERZGEBIRSCHE AUA - FCN: 1:2
DFB Pokal 2. Runde, 26.10.2011, 20.30hr,
Sparkassen-Erzgebirgsstadion FC Erzgebirge Osnabrück - Holland
1:2
Den Sombrero auf, die Doc Martens an – ach ne, das war ein
anderes Spiel... dennoch machten wir uns frohgelaunt mit
Reisepass und Visum an diesem schönen Mittwoch auf ins schöne,
fremde Aue, denn unter den 16.397 Plätzen sollte doch auch noch
ein Platz für uns erlebnisorientierte Groundhopper sein. Was
gab es all für Schauermärchen von den bösen, gewaltbereiten
Ossis... nun, in Aue leben jedenfalls keine. Kein Bengalo, kein
Rauch, Nichts. Selbst die Security kam aus Chemnitz und hatte
mit Aue nichts am Hut. Dafür Polizei und SEK vom Feinsten –
natürlich alles auf Steuerzahlers Kosten. Was machen die nur,
wenn Dynamo kommt? Egal, nach treudeutschem Liedgut (oli, ich
will es lieber nicht wissen, was das für Lieder waren! EF) und
acht Seidla Bier, raus aus dem Kleinbus und rein ins
Stadion.
Ausverkauft? Offiziell ja, aber in der Realität Nein. Massig
Karten für allerlei Blöcke. Fies nur vom gemeinen Aueraner, daß
er alle Clubfans mit Karten für allerlei herrlichste Plätze nur
in den F-Block gezwängt hat, der natürlich massig überfüllt
war. Und dann der Schock: Osnabrück gegen Holland! Stuhlfauth,
Bruns und Volkert hätten sich diese augenverätzenden Neonshirts
niemals übergezogen! Da redet man groß von Tradition und
Max-Morlock-Stadion und dann läuft man in den Signalwesten der
Müllabfuhr auf! Wo sind die schönen, weißen Auswärtstrikots
geblieben? Nach zehn Minuten Fußball und der ersten
Kopfballchance für Oranje wendete sich ein Großteil der
angereisten Fußballpromillenz dem sympathischen Bierstand
hinter dem Block zu. Das Wichtigste aus Halbzeit eins: Es gab
Hasseröder, Glühwein und Kaffee und – Leberkäs. Das nennt man
in der ehemaligen Zone „Wiegebraten“. Selbstverständlich hat
man in Aue nicht damit gerechnet, daß zum Spiel der Spiele auch
noch Zuschauer kommen, die hungrig und durstig sind. Daher gab
es in Halbzeit zwei die Bratwurst statt im Semmel/Brötchen in
der Serviette. Mit Senf. Gibt’s nicht? Gibt’s doch. Und gaaaar
nicht heiß. Alexander Esswein (64.) und Joker Julian Wießmeier
(68.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Entscheidung und
den tapfer kämpfenden Veilchen gelang durch Ronny (das war
klar!) König nur noch der Anschlusstreffer (79.). Hausaufgaben
gemacht, Mund abwischen, ins Gestrüpp pinkeln und wieder heim
in die ehemalige BRD. Natürlich nicht, ohne vorher eine Stunde
im Stau zu stehen, denn die massiv anwesende Staatsgewalt aß
lieber eine Bratwurst (pur, ohne the Serviette) oder surfte mit
dem Diensthandy auf Facebook, statt den Verkehr zu regeln. Hat
denen ja auch keiner gesagt... kann man nicht wissen... merkt
man auch nicht und wenn 150 Autos hupen... ist bestimmt so ein
West-Ritual Mann, Mann, Mann – ohne Regeln geht im Erzgebirge
echt nix voran.
Fazit: Pflichtsieg, scheiß Trikots, keine
Gegner weit und breit und als nächstes bitte keinen Gegner, bei
dem Julian Draxler spielt. Danke. Bitte. Glück. Auf und Ab.
Oliver "OB" Betzelt
22.10.2011, FCN - VFB: 2:2, VERSCHENKTE PUNKTE
In der üblichen was-wäre-wenn-Prognose vor dem Spiel käme
der Glubb bei einem Sieg bis auf zwei Zähler an die Spätzle
heran, selbige würden bei einem Sieg ihrerseites kurzzeitig auf
Platz zwei marschieren. Themawechsel. Schon vor dem Anpfiff im
Stadion war eine gewisse Lethargie im Stadion zu spüren, so
richtig wollte man die Recken einfach nicht anfeuern... was
wird passieren? Welche Halbzeit wird diesmal versemmelt und
welcher Spieler versemmelt seine todsichere Chance oder
versemmelt diesmal etwa der Schiri? Alle drei Fälle wurden dann
erfüllt, juchu! Und die Choreo der Ultras war - sorry - diesmal
zwar schön aber doch rigendwie eher Westvorstadtnivea. Hab
absichtlich nicht Niveau geschrieben.
Zum Auftakt gab es dann erstmal eine tolle Freistoßvariante
der Schwaben, bei der gleich drei Spieler über den Ball liefen
und die Kirsche letztendlich ganz weit weg von der Mauer zu
einem sich frei spurtetenden Österreicher gekickt wurde, der
knapp den Volleyschuß verfehlte. Sah aus wie tausend mal geübt,
aber peinlich figuriert. Immerhin. Dafür hatte man ja die
Weltmannschaft Stuttgart zu Gast, von denen darf man solche
Kabinettstückchen erwarten. Dann aber gab der Glubb simpel
einfach Gas und rannte dreimal gegen das Südkurventor an, bis
schließlich Papa Simons das machte, was vorher eine Zeitung
titelte: "Simons wird es schon richten". Nach Geplänkel und
Abprallern verwandelte der golden Belgier auf feines Zuspiel
von Tasci zum Auftakttor für den Glubb, über das man sich in
der neunten Minute naturgemäß nie besonders freut. Zuviel
Sicherheit, viel zu früh und so. Mir wäre ein 1:0 durch Timmy
in der 90. Minute auch lieber gewesen. Die Taktik des frühen
Störens bringt den VFB weiter in Bedrängnis, statt dies aber
über die gesamten 90 Minuten zu praktizieren, läßt man dem
Gegner lieber seine Chancen... Die vielen Fehlpässe auf beiden
Seiten sorgten weiter für ein Niveau des unteren
Tabellendrittels, von der Tribüne aber aus war der Kick mit
drei Bier im Gesicht trotzdem ganz unterhaltsam. Gegen Schiris
und Pässe zum Gegener ist man ja mittlerweile fast immun.
Hegelers feiner Direktfreistoss schließlich brachte in der
Nachspielzeit sogar etwas Kitzel ins Spiel. Ganz bitter: Klose
wurde durch einen gegnerischen Spieler auswechselreif geschubst
und Grätschen-Maroh durfte deswegen endlich einmal wieder
spielen und zeigte seine effektiven Rutschpartien.
Nachdem den Schwaben in der zweiten Hälfte minutenlang immer
noch nichts gelang, legte sich beim Schiri Wingenbach dann so
etwas wie ein Schalter um, und er griff aktiv ins
Spielgeschehen ein. Ja, ihr habt richtig gelesen, ein Schiri
ist unantastbar und blabla, aber mit drei Bier im Gesicht und
diverser TV-Studien danach bleibe ich bei der kühnen
Behauptung: Der Elfer war eine ziemlich exklusive Entscheidung
dieses blau gewandeten Referees. Und die beinflußte nachhaltig
das Spiel. Als Dank bekam aber Elder Statesman Timmy Simons,
ansonsten immer ein Gentleman, gleich dazu noch eine Gelbe
serviert von unserem Exklusivschiri, der später unter Ovationen
des Publikums die Arena verließ. Ich hätte ihm gerne auch den
Regenschirm gehalten und im richtigen Moment weggezogen. Zurück
zum Elfmeterpunkt. Natürlich hielt Stephan den Elfer nicht,
auch wenn das sein Job ist. Er will ja auch die Nummer 1
werden. Wohin er bei der Flanke im letzten Spiel gesegelt
ist... nun, das fiel wohl auch unter dieses Bestreben.
Welcher Voodoozauber den emsigen Esswein gerade daran hindert,
nach genialer - oft eigener - Vorarbeit einfach kalt
einzunetzen ist mir schleierhaft. Hecking dachte sich dann,
jetzt sei eigentlich der Zeitpunkt für seine eigene und ganz
persönliche, exklusive Entscheidung des Spiels soweit. Und er
brachte Juri Judt, der dem Spiel hernach auch eine deutlichen
Stempel aufdrückte, nämlich keinen. Später erfuhr ich, dass
wohl Chandler dafür nach vorne ging... Oder hatte die
Einwechslung doch einen? Pech für den Schiri nämlich, denn
Wollscheid köpfte gleich nach einem Standart zur erneuten
Führung ein. Damit die ständigen Rufe des Nürnberger Publikums
nach einem ehemaligen Leihspieler aus Stuttgart mit Vornamen
Julian endlich verstummten, zückte der Pfeifenmann dann auch
irgendwann zur Feier des Tages ein Gelbe gegen den Torwart der
Schwaben. Wegen Ballwegkickens. Diese Gelbe ist halt billig,
tut nicht weh und besänftigt das Publikum. Weil es ja dann
schon die 84. Minute war, kam dann auch pünktlich der
Ausgleichstreffer durch die agilen Gegner. Der Tag hätte ja so
schön werden können, denn Stuttgart war bisher immer ein
dankbarer Verlierer.
Natürlich ist diese Schreibe jetzt einseitig, unkorrekt und
nicht ritterlich und blabla, aber ich will mich einfach auch
nächste Woche noch sehr genau an dieses Drecksgefühl von liegen
gebliebenen und wichtigen Punkten vor dem Abstiegskampf
erinnern. Und nicht wieder sagen, beim nächsten Spiel wird
alles besser, wenn der Groll verlaufen ist...
Alles was der Glubb jetzt tun muß, ist einfach noch einen Deut
besser werden und die Schlafenszeit innerhalb des Spiels weiter
zu reduzieren. Und vielleicht auch mal ein Spiel defensiv zu
überstehen um dann mit den Krankenhausrückkehrern und einer
eingespielten Mannschaft all den Strohfeuern der Hinrunde
tüchtig den Arsch im neuen Jahr zu versohlen.
Ewald Funk
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Der Elfmeter, der zum 1:1
führt, ist für mich eine Frechheit. Wenn so etwas gepfiffen
wird, dann gute Nacht deutscher Fußball."
Bruno Labbadia: "...Zum Elfmeter: Für den
Nürnberger Verteidiger ist es da natürlich schwer,
auszuweichen."
Jens Hegeler: "Nach der Pause haben wir es
einfach nicht mehr geschafft, den VfB von unserem Tor fern zu
halten."
Philipp Wollscheid: "Beim Elfmeter springe
ich rein, um den Schuss zu blocken. Es fällt mir schon schwer
diese Entscheidung zu verstehen. Als ich den Pfiff gehört habe,
war ich einfach fassungslos. Es ist schon bitter, mit nur einem
Punkt dazustehen. Nach dem Spielverlauf wäre ein Sieg in
Ordnung gewesen. Mit der Einstellung von heute werden wir aber
noch genug Punkte holen."
Timmy Simons: "Klar, der Schiedsrichter muss
schnell entscheiden. Aber als Kapitän darf ich ja noch
nachfragen. Und dann habe ich halt die Gelbe Karte
bekommen..."

Bums, da war er drin. Kopfball Wollscheid, der "Elfmeterverursacher".
20.10.2011: PELLE NILSSON...
15.10.2011, VFL WOLFSBURG - FCN: 2:1. NERVEN... MEINE NERVEN!
Wutbürger wurde Wort des Jahres...
...und Glubbtrainer Hecking hielt laut Presse nach dem Spiel eine Wutrede.
Mit Wut im Bauch schreibt es sich übrigens schlecht einen Nachbericht. Deswegen war angesagt, das Volksburg-Spiel in Ruhe sacken zu lassen und erstmal die Fresse zu halten. Mit der gehörigen Distanz wandert der Fokus über die verschenkte Partie gegen die nicht gerade überragenden Magath-Medizinball-Boys dann eher hinüber zu den einschlägigen Medien und ihrer Berichterstattung. Die Zeitung mit den vier Buchstaben erkannte in Wolfsburg nicht nur, dass der Glubb verlor, sondern titelte auch, was man besser machen muß.
"BILD-Analyse nach Horror-Spieltag: Das muss sich beim Club
schnell ändern" war die Überschrift und jeder der auf Lösungen
hoffte fand aber nur drei Punkte, die so überschrieben wurden.
Abschluss-Schwäche, Defensiv-Schwäche, Standard-Schwäche. Tja,
mehr gibt es ja fast nicht an Fehlerquellen und die Lösung ist,
es "...sollte am Samstag gegen den VfB mal wieder ein Sieg
her." Heureka! Fussball ist so einfach!
Rückblickend war sogar die traditionell stiefmütterliche
Behandlung im Fernsehen noch fair, wo weitgehend konstatiert
wurde, der Glubb habe die zweite Halbzeit dominiert und nur mit
Pech verloren. In meinem privaten Umfeld wurde die Niederlage
aber eher auf dem Blindflug Stephans, den fehlenden Torriecher
Essweins und Frantz' unglückliches Foul im Strafraum reduziert.
Hach, wenn das alles gewesen wäre! Mich nervte eher der
fehlende Biß und diese fast pomadige Lässigkeit der
Restmannschaft über weite Strecken. Man hatte echt das Gefühl,
der Glubb sitzt gerade mit zehn Punkten Vorsprung auf einem
Champions-League Platz und nicht am Abgrund zum
Abstiegsstrudel. Jetzt aber heißt es, nachdem die Kellerkinder
der Liga am Spieltag alle gepunktet haben: Willkommen,
heißgeliebter Dämon Abstieg, da bist du ja wieder! Nebenan in
Mainz -ebenfalls tief gefallen dieses Jahr- fragte ein
verwunderter Tuchel nach seiner Niederlage sogar "was ist
Abstiegskampf?". Bin ich froh, dass sich Hecking nie zu so
einer Aussage herablassen würde.
"In unserer gegenwärtigen Form können wir Bayern uns nur noch
selber schlagen" prophezeite erst die Tage ein gewisser Bastian
Schweinsteiger an der Tabellenspitze. Pah! Sowas kann der Glubb
schon lange, wie am Samstag deutlich zu sehen. Ein System war
nicht erkennbar, die Mannschaft zeigt auch keinerlei
Fortschritte bei den Kardinalschwächen Spieleröffnung,
Standarts und Mittelfeldkreativität. Auch wenn es unfair ist,
persönlich zu werden, aber einen Hals bekomme ich bei Jens
Hegeler. Falls möglich, bitte das Spiel noch einmal anschauen
und die Nummer 13 beobachten. Vor allem wenn das Spielgeschehen
mehr als drei Meter von ihm entfernt stattfindet. Hegeler,
unsere Ausgeburt an Spritzigkeit, irrlichtert meist
teilnahmslos in irgendwelchen offenen Räumen umher, und wenn er
nicht gerade mal den Ball vertändelt oder ihn sich vom Fuß
klauen läßt, liegt ihm eine Unterstützung benachbarter Spieler
oder vielleicht der überraschende Pass so fern wie Daniela
Katzenberger von einem Physikstudium. Welchen Vertrag Hegeler
hat, dass er immer wieder aufgestellt wird, ist mir nicht
bekannt. Da richtet ja Cohen mit seinem Gerudere nicht soviel
Schaden an, auch wenn der nur defensiv zu gebrauchen ist.
Effektiv war beim Glubb nur Eigler, der in den wenigen Minuten
seiner Einsatzzeit nur eine effektive Chance hatte, und die
nutzte. Fazit: Nachdem das erstrebenswerte klettern in der
Tabelle nun schon einige Spiele immer auf den nächsten Spieltag
verschoben wurde, frage ich hier ganz offen: Liebe Mannschaft,
wen wollt ihr denn jetzt überhaupt schlagen?
Schade dass ausgerechnet die gescholtenen Stephan, Esswein und
Frantz sonst eigentlich eher die Aktivposten in der Mannschaft
waren. Obwohl: Mannschaft im klassischen Sinne waren sie an
diesem Samstag eher nicht... wir warten eigentlich nur noch auf
die Meldung, dass der vereinslose Zwetschge auf dem Nürnberger
Flughafen gesichtet wurde. LINK
EF
P.S., Kommentar von Marcus "Günther
Koch":
Wenn ich sehe, dass jetzt in der Presse und der
öffentlichen Wahrnehmung auf Esswein, Stephan und Frantz
herumgehackt wird, dann bitte ich diejenigen, doch einmal die
Scheuklappen abzunehmen: Außer Esswein war am Samstag kein
Spieler in der Lage, sich überhaupt eine zwingende Torchance zu
erarbeiten. Natürlich muss er die Dinger machen, aber fragen
sollten wir uns, wieso gegen eine solch schwache Wolfsburger
Verteidigung nicht mehr Chancen heraussprangen! Genauso die
Kritik an Alex Stephan. Natürlich fliegt er bei 0:1 unter der
Flanke durch! Aber mit 2 Riesenparaden hat er überhaupt den
Club noch im Spiel gehalten! Und dass Mike Frantz extrem
übermotiviert den Strafstoß zum 1:2 verursacht hat, nun ja, er
war wenigstens engagiert bei der Sache, nur einen Bruchteil
dieses Engagements würde ich gerne mal bei Jens Hegeler sehen!
Er bringt vom Können und vom Talent her wirklich alles mit, um
ein herausragender Bundesligaspieler zu werden. Aber dazu
bedarf es auch Einsatz, Engagement, Wille - aber das kann ich
bei ihm leider nicht entdecken, so lustlos wie er immer über
den Rasen trabt, als sei er gerade beim ersten öffentlichen
Auslaufen nach dem Gewinn der Meisterschaft...
Mit aufsichtsrätlichen Grüßen
Der Koch, der Günther"
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Mich kann heute nichts
trösten, ich bin stinksauer. Das ist eine Niederlage, mit der
ich nicht gut leben kann. Was mich heute am meisten gestört
hat, war, dass die Mannschaft nicht gespürt hat, dass sie einen
Gegner vor der Brust hat, der nicht stabil war."
Timm Klose: "Das war heute einfach
enttäuschend, wir wollten gewinnen ... Auf die zweite Halbzeit
missen wir unbedingt aufbauen. Da haben wir aggressives
Pressing gespielt und Wolfsburg unter Druck gesetzt. Wir müssen
alles Positive mitnehmen, wir haben das Potential, sind jung
und lernwillig."
Philipp Wollscheid: "...in der zweiten
Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt."
Jens Hegeler, auf der FCN Homepage: "Wenn ich
mich selbst im Fernsehen sehe, denke ich... ...der schaut ein
bisschen träge aus."
1.10.2011, FCN - FSV MAINZ 05: 3:3. HINTEN JUCKT'S!
Der Karnevalsverein macht einfach keinen
Spaß!
8. Spieltag, bislang 10 Punkte geholt, da grübelt man auf dem
Weg ins Morlockstadion wirklich, wohin geht die Saisonreise?
Wieder wie letzte Saison, nach einen Dreier in die obere Hälfte
oder nach einer schon öfters erlebten Niederlage gegen Mainz 05
in die Niederungen des Abstiegskampfes? Trotz dieser
bedeutenden und richtungsweisenden Gedanken tobte vor dem
Stadion der Wahlkampf. Je weniger ein Gremium zu entscheiden
hat, umso höher sind wohl die Begehrlichkeiten in dieses zu
kommen. In den nächsten Tagen wird auf der
Glubb-Mitgliederversammlung ein Teil des Aufsichtsrates neu
gewählt. Um Aufsichtsratmitglied zu werden, ließ Jochen
Kohler Bierfilze verteilen. BAC, das "Bündnis aktiver
Clubmitglieder" beschränkte sich auf einen Flyer, um nach
Ralf Peisl im letzten Jahr nun Chris Ehrenberg als zweiten
Fanvertreter in den Aufsichtsrat zu bekommen. Immerhin sah man
auch ein Banner. Wie entscheidend und wichtig dieses Gremium
ist, zeigt, dass die schwarze "überall dabei und drin sein
Nase"-Markus Söder nicht wieder für ein Mandat antritt. Im
knallheißen Stadion - warum ist die Sommerpause eigentlich
nicht im Oktoberhochsommer - gibt es wie inzwischen
glücklicherweise üblich wieder eine schöne Choreographie der
Ultras. Wir im 911 dürfen rot-schwarze Fahnen schwenken und zum
Anpfiff Konfetti schmeißen. Muss von den anderen Blöcken geil
ausgesehen haben. Vielleicht setzt der neue Aufsichtsrat mal
durch, dass die Choreographien der Saison auf den Leinwänden
gezeigt werden, als Vorprogramm oder in der Halbzeit.

Wahlkampf am Frankenstadion
Zum Spiel: Mainz fängt passiv und behäbig an und unser Clubb
spielt wie die Mainzer sonst. Schnell, auch gedanklich,
agressiv und ab Ballgewinn geht es turbomäßig rasch und direkt
auf das Mainzer Tor. Gleich beim ersten Angriff nach 5 Minuten
schepperts und Feulner erzielt das 1:0. So geht es weiter und
15 Minuten später schießt Mak das 2:0. Genial, weiter so
und alleine das Mainzspiel hat für ausreichend Freibier zum
Saisonende gesorgt. Schöne Gedanken bzw. Wünsche, nur unsere
Mannschaft hat was dagegen. Urplötzlich nach 32 Minuten kippt
das Spiel. Unsere Verteidigung übersieht, dass auch am langen
Pfosten gespielt werden kann, nach einen Freistoß segelt der
Ball dahin, ungedeckt köpft ein Mainzer nach innen und Bungert
nickt dank schlafender Innenverteidiger zum 1:2 ein. Jetzt sind
die Rollen komplett vertauscht, der Clubb ist passiv und
behäbig, Mainz dagegen agressiv, schnell, spielbestimmend und
bezieht weiter - im Gegensatz zur Clubb"verteidigung" - den
langen Pfosten in das Spiel mit ein. Kurz vor der Pause wird
eine Ecke per Kopf auf den langen Pfosten verlängert, der in
Nürnberg bereits bekannte Choupo-Mouting (leider im falschen
Trikot gegen das falsche Tor aufgelaufen) schießt und sein
Schuß geht abgefälscht zum 2:2 in das Tor. So schnell ist ein
sicherer Sieg futsch. Nach der Pause wird es noch schlimmer.
Der gute Mak startet in der 52. Minute zu einen tollen Solo,
der Mainzer Torwart kannn seinen plazierten Schuß gerade noch
mit dem Fuß abwehren. Aus seinen Abpraller entsteht ein
schneller Konter mit einer Flanke, genau auf den langen Pfosten
(!) und Schluchtenscheißer Ivaneschitz köpft zur Mainzer
Führung ein. Jetzt ist der Clubb und besonders die bisher so
gut spielende Innenverteidigung komplett von der Rolle und
bettelt förmlich um weitere Gegentreffer. In dieser Phase sind
die großen ständig bewegten Schwenkfahnen im 911 wirklich von
Vorteil, das Grauen ist nur teilweise sichtbar. Zum Glück will
Mainz keine Geschenke und in der 82. Minute gewinnt Wollscheid
mal wieder einen Zweikampf, passt schnell nach vorne auf Mak,
dieser dribbelt sich auf der Außenlinie durch und sein guter
Querpass wird von Pekhart zum noch glücklichen Ausgleich
verwertet.

Die bescheidene Anzahl der Mainzer Gäste mit ihrer farbigen Choreo vor dem Spiel.
So bleiben die Fragen, geht es in dieser Saison nach oben
oder unten und was kann ein Aufsichtsrat eigentlich tatsächlich
bewirken, unbeantwortet an diesem schönen
Sommernachmittag.
Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL
Robert Mak: "Das Remis war wie eine
Niederlage. Ein 2:0 darfst du einfach nicht mehr
hergeben."
Trainer Dieter Hecking zu den vermehrten
Pfiffen von der Tribüne: "Ich wäre auf der Tribüne auch
unzufrieden gewesen. Fans haben das Recht zu pfeifen."
Trainer Dieter Hecking: "Wir haben nicht nach
vorne gespielt, sondern den Gegner aufgebaut, indem wir
teilweise vom Mittelfeld den Ball zum Torwart zurückgespielt
haben. Damit haben wir das falsche Signal gesendet."
stern.de: "Mainz schenkt Nürnberg einen
Punkt"
spox.com: "Mainz verpasst in Nürnberg den
Befreiungsschlag"
24.09.2012, GLADBACH - FCN: 1:0, GÄHN!
Zunächst aber die besten Zitate aus diversen Foren und von den Protagonisten:
Dieter Hecking: "Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen. Wenn wir einen Punkt mitgenommen hätten, wäre das nie und nimmer verdient gewesen."
Dieter Hecking: "So einen Elfmeter gibt man nur, wenn man sich zu hundert Prozent sicher ist ... Und deshalb ärgere ich mich schon über die Art und Weise, wie diese Niederlage zustande gekommen ist."
Dieter Hecking: "Ich muss mich totlachen, wenn ich höre, dass Pino mit dem Unterarm geschoben haben soll."
Timm Klose: "Wir haben die Bälle nur nach vorne geschlagen. Da war zu viel Respekt und Angst dabei ... Im Grunde haben wir uns selbst geschlagen."
Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Nürnberg ist ein unangenehmer Gegner und schwer zu schlagen. Wir hatten aber mehr Chancen. Ich bedauere, dass es nur für ein Tor gereicht hat."
Timothy Chandler: "Es lag heute nicht nur an der Abwehr, alle haben viele Fehler gemacht."
faszination-nordkurve.de: "In allen relevanten Kategorien waren die Gladbacher deutlich überlegen: 58%:42% Ballbesitz, 55%:45% Zweikämpfe, 82%:75% angekommene Pässe, 21:8 Torschüsse ... Doch die beißende Ungefährlichkeit vor dem Tor treibt dem geneigten Beobachter durchaus Sorgenfalten auf die Stirn. Immerhin fiel das letzte Tor des FCN aus dem Spiel heraus am 27. August gegen Augsburg."
sportmedienblog.de "Und ohne Reus wird aus der 1-0-Borussia schnell eine 0-0-Borussia."
nn-online.de: "...absteigen sollte diese Elf nicht, dazu ist – trotz des sehr jungen Kaders – schon zu viel Substanz vorhanden. Die einzige Gefahr ist eine mentale Krise, etwa resultierend aus einer Niederlagenseerie..."
Alexander Stephan: "Adam Matysek hat mir gesagt, ich soll beim Elfmeter flach in die linke Ecke gehen, Daems schießt halbhoch, deswegen hat es leider nicht gereicht, obwohl ich mit den Fingerspitzen dran war."
Blogger Michael Fischer zu Marco Reus: "Tausendmal gesehen, tausendmal sollte nix drauf geschehen. Lernt man schon in der Schiedsrichter-Grundschule."
n-town.de: "...mit Stephan im Tor. Der Ersatztorwart des Ersatztorwarts hatte als Ersatztorwart Uphoff auf der Bank dabei ... ABER Tatsache ist eben, dass die Favre-Jungs heute nix zusammengebracht haben und ohne “Kirchers Marienerscheinung” wir mit einem, zwar glücklichen, Punkt nach Hause gefahren werden ... Ich wäre weiterhin für technische Hilfsmittel, wenn der Mensch versagt."
.rcn152 Oktoberheft
DIE KOLUMNE
DER WAHRE GLUBB
Werte Freunde des runden Leders, diesen Monat hätte ich um ein Haar mal gerne eine Kolumne über den Glubb, aber ohne Glubb geschrieben. Grund? Es passiert einfach soviel Skurriles – bei anderen Vereinen. Ganz groß bei Drucklegung dieser Ausgabe: die Causa Breno. Wir erinnern uns an den stämmigen Brasilianer mit den Rastalocken, der uns im Frühjahr 2010 von den Bauern ausgeliehen wurde und so wunderbar in der Verteidigung ausgeholfen hatte. Der sitzt gerade in U-Haft, quasi wegen Fluchtgefahr, und hat seine Villa in Grünwald angeblich selbst angezündet. Wurst-Uli poltert derweil, dass er so etwas in unserem Land nicht für möglich gehalten habe und wie die Münchener Staatsanwaltschaft sich gerade aufführe, das sei Wahnsinn. Da wird mir doch ganz schummrig, denn das kenne ich nur aus dunklen Science Fiction-Filmen, dass sich Wirtschaftsbosse über das Gesetz stellen und in diesem Ton Judikative wie Exekutive zurechtweisen. Naja, ich bin ja auch nur Musikjournalist und wenn ich Sportvereinpräsis mit Wirtschaftsbossen gleichsetze, also wenn man keine Ahnung hat… ihr wisst schon, sagte ja mal Dieter Nuhr. Nächster Fall: Ralf Ragnick. Chronische Erschöpfung, peng, Rücktritt als Trainer auf Schalke und schon gewinnt Herne-West nach der Bauern-Pleite gegen Freiburg. Weiter geht es an der Küste: Mad aus Münster geht in den Zwangsurlaub als Trainer beim Hamburger Statistenverein nach einem 0:1 gegen Gladbach, während Hecking nach dem selben Ergebnis gegen den selben Verein eine Woche später felsenfest auf der Nürnberger Bank sitzt. Oenning bekam vor der Fahrkarte noch einen Treueschwur von seinem Präsidium in die Medien posaunt, da wusste selbst der letzte Depp, dass er jetzt bald viel Zeit am Piano verbringen darf. Ein Stück weiter an der Küste entlang haben sie einen tollen Torwart, der neben Kung Fu auch als Greifer sehr fundiert ist und soeben gegen – endlich sind wir wieder daheim – den Glubb die dritte Arschkarte seiner Karriere wegen Unsportlichkeit bekommen hat. P.S.: Wenn Wiese weiterhin als Nationaltorwart geführt wird, werde ich aber auch mal laut wie Wurst-Uli! Menno, Memo! Ja, das Bremen-Spiel, bei all dem Zinnober um Unwetter und das zweite nicht gegebene Mendler-Tor gab es doch auch Gänsehaut. Ekici schoss ein tolles Tor, leider auf der falschen Seite und das falsche Trikot hatte er auch an. Schön fand ich, dass er auf Torjubel verzichtete wie mein lieber Schieber. Und als Andi Wolf nach dem Spiel – auch im falschen Trikot – eine Runde durch sein altes Wohnzimmer Franggnschdadiohn schritt, pfiff auch keiner, sondern es wurde geklatscht. Es gibt sie noch, die schönen Momente. P.S.: Schön, dass wir beim Glubb nach der unterirdischen Leistung gegen Gladbach endlich wieder auf dem Boden der Tatsachen sind, zuviel Lob für die junge Mannschaft wäre doch gar nicht fränkisch, also: baßd scho!
Ewald Funk
Letzte Schlagzeilen
28.9.2011
Breno sitzt in Stadelheim, Robin Hood, aus Nürnberg,
Pinola will "seinen Freund" helfen...
22.9.2011
Ralf Ragnik gibt völlig überraschend seinen Job als
Schalke-Trainer ab. Akute Erschöpfung, er brauche eine
Pause.
20.9.2011
-Die Villa des ehemaligen Nürnberger Leih-Verteidigers
Breno in München-Grünwald ist komplett ausgebrannt. Der Spieler
kam leicht verletzt ins Krankenhaus, seine Familie war nicht im
Haus.
19.9.2011, 18 Uhr
-Bremens Tim Wiese wurde nach seiner Notbremse gegen
Nürnberg für drei Partien gesperrt.
-Lothar Matthäus soeben als Nationaltrainer von Bulgarien
abgesetzt
-Michael Oenning entgegen voriger Schonzeitverlängerung gegen
Stuttgart heute doch als HSV-Coach entlassen
-Arne Friedrich kündigt freiwillig bei Wolfsburg
-Weder Lothar Matthäus noch Arne Friedrich sind beim HSV
vorerst eingeplant
17.9.2011, FCN - WERDER BREMEN 1:1, DREES DER REGENMACHER
Das hätte einfach ein Dreier sein müssen, verdammt!
Gegen Mannschaften in Grün regnet es bei Glubb-Heimspielen überproportional oft sehr stark. So auch am Samstag, als ein kurzer Starkregen den Rasen im Frankenstadion in eine ziemlich wässrige Marschlandschaft verwandelte. Das kam den Weserländer Deichhirten ziemlich gelegen, spielten sie doch in Unterzahl gegen einen ziemlich fitten Glubb. Der aber versuchte zwar fit aber auch etwas verzweifelt, eine Kiste im dicht zugemauerten Bremer Tor unterzubringen. Das gelang ausgerechnet einem Verteidiger: Philipp Wollscheid. Und das unter Mithilfe eines nicht vorhandenen Bremer Innenverteidigers. Endlich ein Kopfballtor von Wolle - leider einmal zuwenig. Und noch was: Wir erinnern uns an die Wasserschlacht gegen WOB, die auch ein gewisser Dr. Drees pfiff, damals spielten noch Dribbler wie Saenko beim Glubb und der Himmel weinte aus Kübeln...
Die Zeitung mit den vier Buchstaben titelte "selten war Bremen mit einem Unentschieden so glücklich". Kann man als Kompliment für Nürnberg sehen, immerhin flog bei den Hansestädtern der anerkannte Karate-Experte Tim Wiese von der Wiese, nachdem er Eigler nach einer mißglückten Offensivaktion außerhalb des 16ers festhielt. So mußte Schiri Drees Rot pfeifen, obwohl Mendler den Ball bereits zum 1:0 im Bremer Tor versenkt hatte. Jeder erinnert sich noch an den Karate-Sprung gegen Bauern-Müller, nachdem Wiese vor einigen Monaten bereits einmal vom Platz flog, früher gab es auch schon mal einen weiteren Platzverweis für den Mann mit der sorgsam gegelten Halbweltlerfrisur von der Küste. Auf eine Nationaltorwartempfehlung wird spätestens jetzt hoffentlich auf Bundesebene verzichtet. Egal, nein nicht egal, aber Drees pfiff ab und Nürnberg mußte fortan das Spiel machen, während Werder zwar ohne Marin aber mit Pizza bequem auf Konter lauern konnte. Das taten sie dann auch mit freundlicher Unterstützung durch gezielte Pfiffe des Unparteiischen, die gerne weniger kleinlich und vor allem an der richtigen Stelle hätten ausfallen dürfen. Das übliche Spielchen, Bremer fällt, Schiri pfeift, Nürnberger dürfen fallen, aber auf keinen Fall nahe dem Abseits stehen. Da kann man manchmal schon fast eine Paranoia aufbauen, wenn die eigene Mannschaft nicht nur durch den Gegner ständig am Spiel gehindert wird, sondern auch durch die Judikative! Gespielt wurde auch: Mehmet Ekici schoß dann aber nach feinem Zuspiel von Alexander Stephan ein Tor, schade dass er jetzt grün trägt und beim falschen Verein spielt.

Ende der ersten Halbzeit, durch Drees natürlich pünktlich abgepfiffen, auch wenn Wieses Auswechslung drei Minuten dauerte.
Ein zur Zeit furchtbar hipper sogenannter Starkregen (früher
war das halt einfach heftiger Regenschauer) ging dann auf die
Gegend um das Stadion nieder und setzte kurz vor Ende der
ersten Halbzeit das Feld unter Wasser. Deswegen wurde auch die
zweite Halbzeit verspätet angepfiffen, was Sinn machte, aber
den Fischköppen sicher nicht ungelegen kam. Gut ins Konzept
passte den grünen Gästen auch die miese Flankenarbeit der
Nürnberger und die immer selbe Angriffsschemata, die man von
der Tribüne bald schon im Vorraus kommentieren konnte.

Wer als nächstes zu wem spielt, konnte man auch ohne das Nostradamus-Diplom vorraussagen. Auch Heckings Einwechslung von Wießmeier (für den eifrigen Esswein) und Mak blieben ohne Wirkung. Zumal Esswein noch eher ein Spieler war, der Unerwartetes tat und so vorraussehbare Situationen vermied. Natürlich möchte man nicht überheblich werden, aber mit Pekhart und vielleicht einem Frantz wäre das Spiel sicher noch gewonnen worden inklusive Verbesserung der ohnehin schon guten Tabellenbilanz. Und so blieben auf der To-Do-Liste für Nürnberg dann die Sparte Fernschüsse und Zug zum Tor leider nicht abgehakt. Immerhin hat Wollscheid die Kopfballbilanz der Innenverteidigung verbessert. Anständig dann der sehr kräftige Applaus für den Neu-Bremer Andy Wolf, der im Gegensatz zum Ex-Schalker Neuer in der alten Heimat viel herzlicher und sportlicher empfangen wurde.
Unterer Rand Nordkurve: Pitschnaß, gefeiert wird gröhlend
trotzdem.
EINTRÄGE INS KLASSENBUCH
Schiri Drees: Nachsitzen und Regeln pauken,
wartete nicht den Vorteil ab, sondern pfiff noch vor dem Tor
Mendlers Wieses Rote.
Mehmet Ekici: Verwechselte beim Torschuss den
Kasten. Verzichtete aber sportlich auf den Torjubel.
Philipp Wollscheid: Anerkennung für sauber
nach unten gedrücktem Kopfball ganz nach Trainervorgabe.
Timm Klose: Machte seine Hausaufgaben und
schaltete sich zunehmend in den Angriff mit ein. Die hohen
Bälle der Bremer erreichten so gut wie nie ihren
Bestimmungsort.
Alexander Stephan: Schreibt bitte jetzt
hundert mal: "Ich soll nicht den Gegner anspielen."
Markus Feulner, Alexander
Esswein, Timmy Simons: Wie
immer Fleißnoten.
Jens Hegeler: Seufz
Alexander Bunjaku: Noch keine überragende
Leistung für den Sitzengebliebenen.
Andy Wolf: Nachtrag trotz Weggang, Danke
Andi!
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Wir sind sehr gut ins Spiel
gekommen und haben gezeigt, dass wir Bremen schlagen
können."
Christian Eigler: "Drei Punkte hätten es
heute eigentlich sein müssen, gerade weil Werder nur die eine
Chance hatte."
Alexander Stephan: "Das Gegentor nehme ich
auf meine Kappe."
Philipp Wollscheid: "Heute hat es mit dem
Kopfball endlich geklappt, aber wir werden auch weiter daran
arbeiten."
Mehmet Ekici: "Das Wiedersehen heute in
Nürnberg war nicht einfach."
Andreas Wolf: "Natürlich habe ich mir in den
Stunden vor dem Spiel viele Gedanken gemacht. Vor allem als wir
mit dem Bus vorgefahren sind und ich zum ersten Mal nicht „Die
Legende“ gehört habe, war das komisch für mich."
Tim Wiese: "Das ärgert mich natürlich. Ich
wollte den Ball klären"
Ewald Funk
11.9.2011, 1.FC KÖLN - FCN, 0:2. GEFÄLLT MIR: DAS SOLBAKKEN-SYSTEM
Also ich bin ab jetzt Fan vom Solbakken-System, wo man -
laut Hegeler vor dem Spiel - irgendwo im Raum verteidigt.
Dadurch hatte der Glubb eigentlich immer total viel Platz zum
spielen. Vor allem im Mittelfeld wurden unsere Vorstöße zwar
optisch registriert, taktisch aber nicht immer attackiert. So
konnte man ohne lästige Gegenspieler meist munter Richtung
Rensing marschieren, der frisch genesen, am Sonntag wohl die
ärmste Sau im Kölner Trikot war. Angeblich soll auch Jeromel
eine arme Sau wegen zwei verschuldeter Elfer für Nürnberg
gewesen sein. Sein nerviges Theater wegen der Fouls die in
seinem Universum keine waren, erhöhte aber nur das Augenrollen
bei Schiri Weiner, der eigentlich beide Clubs gerecht mit genug
Karten und Verwarnungen versorgte und beim Klassenleiter "der
kicker" eine "Eins" bekam. Das Spiel endete übrigens mit einem
spannenden 2-2-2-5-3-System. Zwei Tore, zwei Elfer, zwei rote
und fünf gelbe Karten und drei Punkte für den Glubb, frei nach
fcn.de.
Die Glubberer haben diesmal NICHT die erste Viertelstunde
verschlafen. Vielmehr schoß der Rheinländer Esswein zum
Aufwachen für die Domstädter vom Rhein gleich nach einer
knappen Minute gegen den gastgebenden Außenposten. Half aber
wenig, Pekhart machte es dann aber nach einigen Minuten
richtig, und zimmerte einen Direktschuß nach Anstauber gegen
den rechten Kölner Torwinkel, der das Gehäuse tüchtig zittern
ließ. Fortan war auch der letzte Kölner Spieler wach, und das
Publikum langsam ruhiger. Der Kölner Käpt'n Geromel allerdings
war immer noch nicht wach, und zog zweimal nicht seinen Fuß
weg, als der Ball ihn im Strafraum längst passiert hatte. Beide
Male hätte er einfach seinen Fuß weglassen sollen und sich
nicht hinterher darüber beschweren, dass unser belgischer
Mannschaftspapa Simons die Summe der gehaltenen Elfer eines
Herrn Rensing weiter ganz klein hielt. Auf Null nämlich.

Architektonisch ein Zuckerle: das Kölner Stadion mit einem
flotten Mix unterschiedlicher Baustile. Ein paar gotische
Wasserspeier wie am Dom möchten wir aber noch anregen...
Spielbestimmend war auch Schiri Weiner, der einerseits tüchtig
verwarnte und andererseits den Kick trotzdem nicht aus dem Fluß
gleiten ließ. Zumal es die Kölner auch nach der gelb-roten
Karte an Pekhart und der kölschen Angriffs-Wutattacke inklusive
Anschlusstreffer durch Chihi nicht schafften, anständig und
fortwährend Druck aufzubauen. Die Glubberer hingegen brachten
es auch bei einem 3:2-Konter wie zum Schluß durch den
eingewechselten Plattenhardt nicht auf die Reihe, ein
beruhigendes 1:3 zu erzielen.
Zu Weiners Entscheidungen: Beide Elfer waren vertretbar und in
der Zeitlupe keine Schwalben. Podolskis Tor war klar Abseits,
Pekharts hohe Beine sicher diskussionswürdig, sollten an der
Kölner Klagemauer aber um des himmlischen Friedens Willen als
berechtigt kleben bleiben. Miso Breckos Frustfoul gegen Feulner
aber war ein Frustfoul ohne Sinn, und mit oder ohne Feulners
Fall-Choreographie einfach überflüssig. Der Kölner wurde dafür
inzwischen für drei Spiele gesperrt.
Fazit: Als Glubberer möchte man auf keinen
Fall einen solchen Kader wie den Kölner auf dem Platz stehen
haben. Zur Abrundung des streitsüchtigen Haufens hätten die
Kölschtrinker am besten noch "Verleihnix" Diego ausleihen
sollen, dann wäre das gallische Dorf komplett gewesen und die
Kölner Lokalpresse hätte Munition für dutzende Rekordauflagen
gehabt und dazu noch Hilfe gegen die Krise in der dortigen
Druckindustrie dazu. Wie so oft hängen Spiele an einem seidenen
Faden, aber das Glück des Tüchtigen muß man hier nicht einmal
bemühen. Schiri hin und her, man kommt so oder so zu der
Erkenntnis, dass der Glubb einfach besser war. Ein Lob auch an
die Kölner Fans, die es diesmal unterlassen haben, mit
Fäkalienbechern zu werfen. Seit gestern wird zurückgeschossen:
Solbakken kickt jetzt mit Plastikflaschen aufs Publikum. Hat
sich aber sofort danach entschuldigt. P.S.: Letzteres bitte als
Humor verstehen!
EINTRÄGE INS KLASSENBUCH
Jens Hegeler: Der kölsche Jung im Glubbtrikot
irrlichterte leider zu viel als vogelwilder Techniker durch die
Kölner Reihen und verlor haufenweise Bälle mit seinem nervigen
Ballett. Blieb auch nach dem Ballverlust meist seltsam
unbeteiligt stehen und ließ die anderen Stürmer hinten
verteidigen. Hat zwar bei Hecking scheinbar immer noch Kredit,
jedoch würden ihm zwei Spiele auf der Bank gut tun. Als Joker
hatte er ja zuletzt in Berlin gut gestochen.
Javier Pinola: So langsam wirkt er wie ein
alter Mann, seine Tempovorstöße versanden wie immer häufig.
Lediglich seine Flanken sind immer noch sinnvoller Bestandteil
des Spiels. Enttäuschend: Hat nicht mal die sonst bei ihm zum
guten Ton gehörende gelbe Karte bekommen.
Schiri Weiner: Viele Glubberer wußten schon
vorher, dass Nürnberg mit Pfeifer Weiner verlieren würde. Ganz
ohne Satire: Alle seine Entscheidungen waren mit oder ohne
Zeitlupe nachvollziehbar und fair. Pfiff ausgeglichen und zeigt
damit Rafati deutlich die Rücklichter im Poesialbum unserer
Lieblings-Referees. Somit positiver Eintrag ins
Klassenbuch...
Alexander Stephan: Verhinderte mit "der Hand
Gottes" bei einem Querpaß den er um Zentimeter abfälschte, den
Kölner Ausgleich. Ließ sich sonst nicht aus der Ruhe bringen.
Kann man verstehen, schließlich sind seine Vorderleute
inzwischen viel besser als der Hühnerhaufen in Weiß, der
Stephans letztes Spiel in Köln auch das letzte Spiel von
Oenning werden ließ.
Michael Rensing: Hielt einen Distanzknaller
von Eigler und entweder er oder seine Pfosten hielten Köln im
Spiel. Respekt! Ein Keeper von der unterhaltsamen Sorte, das
war nach seinem Smalltalk mit Chihi klar...
BESTNOTEN: Fast die ganze restliche
Mannschaft, vielleicht ist auch Klose und Wollscheid positiv
hervorzuheben, wie auch Feulner, Esswein und der
Klassensprecher Simons.
STRAFARBEIT... bekam Pekhart für seine
artistischen Ballannahmen kurz unter der Schneefallgrenze.
Bremser mußte von der Bank auf die Tribüne.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Dieter Hecking zu den Schiri-Entscheidungen:
"Ich habe mir aber nach dem Spiel die Szenen noch einmal im
Fernsehen angesehen und da muss ich sagen: Muss man so
akzeptieren."
Dieter Hecking: "Ich habe vor dem Spiel eine
Statistik gesehen, dass ich hier noch nie gewonnen habe. Ich
habe der Mannschaft gesagt, die hätte ich gerne ausradiert. Es
ist schön, dass meine Spieler mir zugehört haben..."
Stale Solbakken (Trainer 1. FC Köln): "Ich
bin sehr unzufrieden mit großen Teilen des Spiels. Diese
Leistung war so nicht akzeptabel und ist eine sehr große
Enttäuschung für mich. Nach zwei guten Leistungen war das ein
Schritt zurück."
Spox.com Blog "Ich wäre heute gerne im
Stadion gewesen. Dann hätte ich den Sky Kommentator nicht
anhören müssen, der wohl mit Nürnberg Trikot, Schal und
Fähnchen in seiner Kabine gesessen hat und erst bei der roten
Karte gegen Brecko mal eine unparteiische äußerung
tätigte..."
Stale Solbakken (Trainer 1. FC Köln) is not
very amused: "Ich bin very down. Das war so nicht akzeptabel,
und das habe ich den Spielern auch gesagt. Das für mich die
größte Enttäuschung, seit ich hier in Köln bin"
Michael Rensing über Adil Chihi (Köln): "Ich
versteh mich super mit ihm, und er ist ein Riesenfußballer,
aber ich habe ihm schon tausend Mal gesagt, dass er nicht in
der eigenen Hälfte seine Scheißdribblings ansetzen soll. Vorne
kann er dribbeln, wie er will."
Michael Rensing spricht auf: "Wir sind
eigentlich zu gut, um da unten rumzukrebsen und gegen den
Abstieg zu spielen. Wir haben alle keine Lust, dass es wieder
so eng wird wie im letzten Jahr."
EF
27.08.2011: FCN-FCA, 1:0. EIN TOR MEHR GESCHOSSEN ALS DER GEGNER...
Mit etwas Distanz zum Spiel nach einer Woche fragt man sich, wie der Glubb denn gegen die vorderen Teams in der Liga bestehen soll, wenn er sich gegen einen Aufsteiger wie Augsburg (ohne bisherigen Sieg in der Bilanz) schon so schwer tut? Dagegen spricht aber, dass keine Mannschaft bereits in den ersten Spielen der Saison ihre spätere Form an den Tag legt, da ist noch alles drin für jeden. Ob das für Ausgsburg auch zutrifft, steht in den Sternen, denn die technische Qualität lag klar auf Seiten der Glubberer und hier vor allem in der Verteidigung. Der blutjunge Rakovski im Tor deutete erneut seine kommende Klasse an, wenn er weiter bis zu Schäfers Genesung derart modern mitspielt und mit etwas Glück und Reaktionsvermögen einen Elfer hält, möchte ich nicht in Raphas Haut stecken. Der Jugendwahn geht schließlich um in der Bundesliga. Doch er machte auch Fehler: Ein Abklatscher auf einen Augsburger. Andererseits hatte er auch nur einen einzigen ernsthaft gefährlichen Ball zu parieren. Seine beiden Vorderleute verdienen ebenfalls ein Lob, denn insbesondere der Luftraum gehört ihnen ganz allein, auch am Boden hatten die Fuggerstädter Stürmer einen frustrierenden Tag von der Nürnberger Hintermannschaft geschenkt bekommen.
Langsam scheinen gerade die Glubb-Spieler aufzublühen, die einen Spieltag mal nicht aufgestellt wurden. Das zeigte sich bei Esswein, der gegen die Zecken nicht im Aufgebot stand und nach seiner Einwechslung genau das tat, wofür er geholt wurde: Alarm über seinen Flügel zu machen. Das hat Eigler an seiner Stelle 60 Minuten leider vermissen lassen. Nachdem Bum Bunjaku nun auch drei Spiele pausieren muß, erwarten wir von dem dann eine sogenannte Explosion.
Das zu einem angeblichen "Derby" hochstilisierte Spiel war
unter dem Strich eine - auch wenn das arrogant klingt -
lehrreiche Stunde für die bayrischen Schwaben, denn für die
Bundesliga fehlt es ihnen noch etwas an Qualität. Aber das
Problem kennen wir ja beim Glubb noch von früher...
Tagesabrechnung: Punktgleich mit dem angeblich um ein Jahr
älteren Verein aus der Sinsheimer Gegend überherbsteln wir über
die Länderspielpause nun in der Mitte der Tabelle und fänden es
gar nicht gut, nach dem kommenden Spielen gegen Köln oder
Bremen weiter unten zu stehen.
LICHT UND SCHATTEN, LOB UND KRITIK
KLOSE: Vorne mal wieder ein Chancentot.
Ansonsten: Unser Peter Crouch in der Abwehr. Miro pflückt mit
der Birne alles hohe herunter und überrascht neuerdings sogar
mit anständiger Spieleröffnung nach vorne. Ebenso...
WOLLSCHEID: Probiert mittlerweile auch
Spieleröffnung. Diese könnte aber auch gerne etwas exakter
sein. Trotzdem muß Pino jetzt nicht mehr als alleiniger
Reisender den Ball über die Mittellinie tragen.
PEKHART: Auch wenn ihm ein Treffer pro Spiel
gut zu Gesicht stünde, hatte er ohne Tor mit dem klugen Assist
für Esswein wieder einmal eine unentbehrliche Tat pro Spiel
aufzubieten. Dies stand für Eigler an diesem Spieltag noch auf
der To-Do-Liste. Pekhart hingegen ackerte auch sonst sehr
gefällig, leider war aber das Ganze nicht gefährlich.
CHANDLER: Wie immer ohne nachzulassen
gleichzeitig hinten und vorne zu finden, Judt sieht seit
Monaten nur noch seine Rücklichter.
SIMONS: Tauchte kaum in der
Nachberichterstattung auf, seine Pässe kamen aber zu 90 % zum
Mitspieler, eine Quote von der Duracell-Cohen noch
träumt.
WIESSMEIER: Ging nur optisch etwas unter,
weil er ja nicht Kloses Novitzki-Gardemaß hat oder eine Frisur
wie dieser Davids von Augsburch. War aber emsig und wer weiß,
ob das Feulner besser gemacht hätte, der kurzfrsitig vor dem
Spiel beim Aufwärmen Urlaub durch einknicken verschrieben
bekam.
PINO: Außer, dass er den Altersdurchschnitt
bei Nürnberg deutlich nach oben drückte, machte er einen
soliden Job mit dem üblichen Quotenschnitzer. Langsam wird
seine Grundschnelligkeit in der Defensive aber ein kleines
Problem.
DOMINIC MAROH: Endlich mal wieder auf dem
Platz, wir vermissen deine chirurgischen Grätschen!
STIMMEN ZUM SPIEL:
AUGSBURGS MANAGER RETTIG KANN NICHT MEHR VIEL
FÜR QUALITÄT AUSGEBEN: "Wir können nur zum Studententarif
einkaufen."
AUGSBURGS MANAGER RETTIG ZUM SPIEL: "Das war
ein typisches 0:0-Spiel - nur muss man dann auch 0:0
spielen."
DIETER HECKING SIEHT ES ANDERS UND HAT RECHT:
"Wenn man alle Chancen zusammen zählt, dann haben wir heute
verdient gewonnen."
AUGSBURGS TRAINER LUHUKAY HAT AUCH RECHT:
"Durch unser harmloses Spiel nach vorne mussten wir heute
Lehrgeld zahlen - Glückwunsch an Nürnberg."
ALEXANDER 'EINSTEIN'
ESSWEIN: "Vor dem Tor habe ich noch überlegt,
ob ich den Ball ins ins lange oder kurze Eck mache - ich habe
mich dann für das lange entschieden. Zum Glück ist das gut
gegangen."
P.S.:
FRAGE AN ANDY WOLF IM FERNEN BREMEN, "NERVT
SIE IHR RUF ALS (GELB-)SÜNDER? "Es ärgert mich – vor allem,
weil ich gar nicht so oft foule. Ich
meckere fast nie und bin nie
tätlich geworden. Dass ich gern offensiv spiele, ist
doch okay."
DER WAHRE GLUBB, DIE KOLUMNE .rcn 151 UND KURZBERICHT BVB - FCN AM 20.8.11, 2:0
Willkommen, liebe Leser in der Saison 2011/2012, ein herzliches Hallo auch an alle fußballhassenden Frauen, Bauernfans und Teebeutelfreunde aus der Westvorstadt! Ich grüße letztere besonders, weil mir durch viele zuverlässige Quellen zugetragen wurde, dass auch Ihr unser Amateurgeschreibsel über den Glubb gerne lest. Wirt Norbert vom „Zum Bühler“ in Gostanbul möchte jetzt sogar seinen Gastrostopper in der Kolumne haben, weil sofort nach Anlieferung die halbe Kneipe erstens das Heft und zweitens die Glubb-Kolumne aufschlägt. Wohlan! Ach, fast vergessen! Willkommen auch Tante Hertha zurück in der ersten Liga. Danke für die drei Punkte am ersten Spieltag! .rcn-Schönschreiber Roland war in Berlin, sein Bericht auf unserem Blog rcnmagazin.de > der wahre Glubb ist inzwischen schon für den Pulitzer Preis nominiert worden. Auf seinem Weg mit der Berliner S-Bahn wurde seitens der Hertha-Fans nur noch über die Höhe der Packung diskutiert, die Nürnberg bekommen würde. Kam anders. Hätten wir da nicht gegen ängstliche Berliner gewonnen, lägen wir jetzt hinter Viva Colonia und dem Hamburger Statisten Verein, kurz HSV, der gerade von den Norditalienern demontiert wurde. Im Blickwinkel des Geschehens: Der Pianist, in Hamburg inzwischen Herzblatt-Michi genannt, wie auf der eilends gegründeten Facebook-Gruppe „Michael Oenning feuern“ zu lesen war. Also ich finde Michi gut, der hat z.B. damals Gündo-an (neue Sprechweise bei Kommentatoren) geholt, welcher gerade für gutes Geld vom Glubb zu den Zecken ging. Dadurch wurde der von mir und vor allem meinen Sohn hochgeschätzte Ilkay auch von der Nürnberger Hundescheiße befreit, die an seinem Schuh klebte. Die kriegt man nicht weg, da hilft nur Schuhwechsel. Denn kaum war das Abi hier in der Noris erledigt und ein sauberes Paar BVB-Schuhe angezogen, rief der Jogi an und berief ihn in die Nationalmannschaft. Seitdem zünde ich jeden Tag eine Kerze an meinem Wollscheid-Hausaltar an und bete, dass der Gute nicht zu schnell einen Anruf von Jogi bekommt, kaum dass er neue Schuhe woanders angezogen hat. Über das Hangover-Heimspiel schreibe ich mal nichts, weil ich die Partition auf meiner Festplatte da oben bereits formatiert habe. Das Thema Zecken allerdings verursacht Schmerzen. War doch die erste Halbzeit gegen den BVB richtig geil, zumindest wenn die 100% Chancen unserer Jungs auch versenkt worden wären.
Und jetzt ist Schluss mit Humor, hier kommt eine Ansage nach dem Dortmundspiel: Auch wir werden wieder gewinnen und uns einspielen, absteigen will keiner. Und kaum ist unser Käpt’n krank, kreisen überall die Geier und loben den 18-jährigen Ersatztorwart für eine ganze Parade in 90 Minuten. Was sich wohl Rapha auf dem Krankenbett denkt, über die überall aufflammenden Kritiker? Leute, Familienvater Schäfer hält seit Jahren für uns seine Knochen hin und hielt bei jedem Scheißwetter sommers wie winters seinen Kasten sauber, was soll das Gemecker, kaum dass er zwei Tage auf dem Klinikbett liegt? Ball erstmal flach halten! Ewald Funk
NACHBERICHT BVB - FCN AM 20.8.11, 2:0

Adulte Zecke in seiner typischen Trikotfarbe, Vorderansicht. Quelle: Baxter
Der gemeine HSV-Fan kann einen schon leidtun, nach jedem
Spiel muss sich der ehemalige FCN-Trainer Oenning rechtfertigen
und Defizite erklären. Da ist unser Hecking schon aus einem
anderen Holz geschnitzt, er verzichtet schon mal auf
Erklärungen und zeigt uns Fans, dass er selber auch so sauer
ist wie sie. Macht die Ergebnisse nicht besser, aber tut nicht
so weh in der Glubbererseele.
Schön, dass der Glubb voll im Visier der Medien stand. Hatte
man doch mit Patrick Rakovsky einen 18-jährigen als Ersatz für
den verletzten Rapha im Tor stehen. Sein Debut war
bewundernswert cool und modern geprägt, sprich, der Keeper
spielte auch mit und teilte die Bälle auch schnell wieder aus.
Der Dortmunder Sieg war schmeichelhaft, aber irgendjemand muss
doch den Zecken mal ein paar Punkte gönnen. Irgendjemand muss
ja Meister werden, damit Geld keine Titel kauft im Fußball,
sprich, die Bauern sich auf ihre Championsleague konzentrieren
können. Als Glubberer weint man auf jeden Fall der ersten
Halbzeit nach, wo man früh in Führung gehen hätte können. Und
Jens Hegeler hätte den Sololauf mit einem besseren Heber
reinsetzen müssen. Bei den Dortmundern hingegen gehen
unmögliche Eier wie der Abpraller in der zweiten Halbzeit
rein.
Komisch aber, dass sobald eine Bundesliga Mannschaft einen
18-jährigen aufs Feld stellt, alle Journalisten wie im Affekt
die Notizblöcke zücken und ihre medialen Scheinwerfer auf jedes
Kickerküken richten, welches mal unter 20 aufs Feld hoppelt.
Natürlich sind Mendler, Wießmeier, Mak, Plattenhardt und eben
Rakovsky für ihr Alter schon sehr weit, ihr medialer Schatten
verdeckt aber auch viel verdiente, reifere Spieler die eine
Partie tragen und die jüngeren auch anpeitschen. Wer spricht
denn noch über den 30-Meter Hammer von Pinola, den Weidenfeller
kaum halten konnte, über Feulners rastlosen Einsatz in der
Dortmunder Hälfte, seine Standarts. Oder über Cohen, der wie
ein Staubsauger den BVB die Luft im Mittelfeld nahm. Simons
wurde in die Kicker-Elf des Tages gewählt.
Als im Spiel der Glubb in der ersten Hälfte über weite
Strecken die Macht übernahm war der Sky-Sprecher meistens damit
beschäftigt, über Götze, Illy und weitere Lichtgestalten zu
salbadern. Wann gibt es endlich auf dem Bezahlkanal alternative
Kommentatoren? :-)
Fazit: Wie vorher gut gespielt, Lob von allen
Seiten und die Punkte bekam jemand anders. Eine
Abschlussschwäche hatten die Dortmunder auch, denn beim ersten
Tor mußßte man ja nur drauf hauen, beim zweiten war es pures
Glück. Wird Zeit, dass wir auch wieder Glück haben und gegen
Augsburg einen guten Tag und Schiri erwischen.
STIMMEN ZUM SPIEL
Patrick Rakovsky: "Das zweite Tor hat mich
geärgert, weil ich vielleicht einen Tick zu weit vorne war.
Insgesamt war es eine super Defensivleistung der
Mannschaft."
Jürgen Klopp: "Hut ab, was das schon wieder
für eine gute Truppe ist. Nürnberg hatte schwerwiegende
Abgänge, doch davon ist kaum was zu sehen. Er hat schon wieder
tolle Talente im Kader!"
Timmy Simons: "Wir brauchen Punkte und nicht
eine gute Leistung.
Manager Bader: "Wir hatten nicht nur in der
ersten Halbzeit gute Chancen, sondern auch in der zweiten, als
Julian Wießmeier die Möglichkeit zum Ausgleich hatte. Wir sind
gut gestanden, zwei Tore waren ärgerlich, aber das war der
individuelle Unterschied in der Klasse..."
EF
13.08.2011: FCN VS. HANGOVER: 1:2. TJA, DIE EFFIZIENZ...
Traditionell beginnt ein Spiel im Frankenstadion meist mit
einem bedächtigen ins-Spiel-finden unserer Mannschaft, Experten
nennen das Abtasten. Ich nenne das gerne verpennen, weil uns
diese behäbigen Minuten immer am Schluß fehlen. Und der Glubb
regelmäßig Gegner einstampfen würde, wenn er so spielen würde
wie in den letzten zehn Spielminuten... Rückstand und Einläuten
der 80. Minute vorausgesetzt. In diesen letzten zehn Minuten
pennten diesmal vor allem die 96er, das aber absichtlich. Was
auch effektiv ist bei einer komfortablen 1:2 Führung bei einem
Gegner mit mangelnder Chancenverwertung im Abschluss. Und bei
einem Schiri, der wohl meistens an etwas schönes ganz weit weg
dachte, als sich die Gäste Bälle für Abstoß, Ecke oder die
vielen Freistöße völlig entspannt zurecht legten. Apropos,
Freistöße gab es viele, vor allem wenn der Gegner gerade grazil
fiel oder der Glubb gerade einen Konter startete. Schnelles
Umschalten war hier nicht, zuhause vor dem Fernseher hätte ich
das auch Ärger vielleicht des öfteren mit der Fernbedienung
getan.
Da wir diesmal auf dem Taubertal Festival weilten, hatten wir
eine entsprechend lange Anreise. Gute 90 Minuten pure
Auto-Anreise für 90 Minuten Kick ist schon ein deftiges
Stückchen. Aber über solche lange Wege zum Stadion lachen
bestimmt Glubbfans von der Rennsteig-Pampa oder aus
Wunsiedel-Kongo, für die ist das ein normales zweiwöchiges
Procedere. Wunderschön dann die Choreo der Nordkurve, der Autor
dieser Zeilen befand sich direkt unter dem "t" von "fordert"
und sang mal wieder die Legende, ohne etwas zu sehen. Kollege
Woll-Fram aus Schweinfurt war jedenfalls mehr beeindruckt, er
saß im 14er und konnte alles überblicken:

Findet die Nordkurve gut: Wolle aus Schweinfurt...
Beeindruckend auch sein Kartenpreis, denn ein Fuffi für zwei
Tickets auf dem freien Markt vor dem Stadion waren für einen
Gelegenheitsbesucher wie ihn etwas üppig.
Zum Spiel: Hannover ist bereits in der letzten Saison ein
kleines Phänomen gewesen. Da sie kaum die Mannschaft verändern
mußten, sollte das auch in dieser Spielzeit so bleiben. Keine
größeren Verletzungsausfälle vorrausgesetzt. Der Glubb verlor
das Spiel nicht nur wegen verpatzter Torchancen, sondern konnte
den Druck auf die 96er nur über kurze Zeit erhöhen. Da wäre
mehr drin gewesen, denn 96 sah unter Druck nicht ganz so stabil
aus. In der überregionalen Presse wird nun sicher verstärkt
erwähnt werden, Nürnberg habe mit Schieber und Ekici wichtige
Kreativspieler und Standartspezialisten verloren und deswegen
zuhause erstmal verloren. Diese Meinung kann ich nicht teilen,
weil Illy in der Rückrunde erstens eh wenig spielte und Feulner
statt Memo auch ganz anständige Standarts schießt. Hier muss
sich der richtige Mann innerhalb der Mannschaft vielleicht erst
noch finden. Was nützt einen ein kreativer Paßgeber, wenn die
Stürmer die typischen Laufwege noch nicht kennen. Deswegen also
hier lieber mal die aufgefallenen Einzelspieler etwas
kommentiert, statt fehlende Ordnung kritisiert:
Cohen: Wie gewohnt unser Mittelfeldmotor und
Wadenbeißer. Allerdings nur defensiv. Schade, viel Aufwand ist
zwar publikumswirksam, aber letztendlich nach vorne nicht
hilfreich.
Hegeler: In rein körperlicher Größe und der
Körpersprache wie immer das Gegenteil von Cohen. Wirkte wieder
auf seltsame Art zu lässig, verlor Bälle, wurde aber leider
auch zu selten angespielt. Verspielte wie schon oft die Chance,
beim Glubb eine wichtige Nummer zu werden.
Eigler: Ein alter Fuchs, das merkte man
sofort nach der Einwechslung. Lief sich immer frei, war
fleissig und sogar meist lauffreudig. Warum macht er solche
Spiele nur, wenn er nicht in der Startelf steht?
Feulner: Bemühte sich, die Rolle der
Schaltzentrale auszufüllen. War nicht sein Tag.
Pekhard: Verdient ein gesuchter
Interviewpartner für die Presse nach dem Spiel. Macht einen
super Job in Sachen Ballbehauptung und Kopfballüberlegenheit.
Wie wird die Presse reagieren, wenn er mal keine böse
Überraschung für die nächsten Gegner sein wird, weil er unter
verschärfter Bewachung steht? Und: Stand leider zu oft im
Abseits.
Simons: Hatte einen schlechten Tag, sonst
paßgenau, diesmal eher fahrig.
Chandler: Nach hinten solide aber nicht
fehlerfrei, nach vorne wie immer wichtigster
Mittelfeldüberbrücker neben Pinola.
Klose: Wir empfehlen eine Hypnosetherapie.
Ziel: Wenn er die Mittellinie übertritt, soll er glauben, er
sei ein eiskalter Top-Stürmer. Dann klappt es bestimmt auch mit
der Chancenverwertung.
Esswein: Lob dafür, Unruheherd zu sein.
Darauf kann man schon mal aufbauen.
Schäfer: So eine Art Legende, aber mit
Macken, an die man sich auch nach Jahren nicht gerne gewöhnt.
Reagiert auch als Mittdreissiger leider immer noch zu oft
cholerisch.
Wollscheid: Durch seine Spieleröffnung und
Abspielfehler meiner Meinung nach noch lange kein
Nationalmannschaftsthema.
Pino: Wiegt seine oft katastrophalen Patzer
immer als Mittelfeldmotor mit Tordrang auf. Hoffentlich noch
lange...
Fazit: Weh getan hat, dass sich die neue
Mannschaft beim ersten Heimspiel nicht mit Ruhm bekleckert hat.
Leute! Wir haben tolle Fans, aber Unterstützung gibt es in
Nürnberg nicht gratis liebe Zugänge und Stammspieler! Wenn eine
ausgebuffte und sonst meist harmlose Mannschaft wie Hannover
zusammen mit einem schwachen und kleinlichen Schiri zusammen
kommen, muß man anders reagieren. Total nervig die
Spieleröffnung nach dem immer gleichen Muster. Typisches
Beispiel: Schäfer versäumt traditionell einen modernen Abwurf
und rollt zu Chandler, der bereits attackiert wird. Querpaß zu
Klose, der zu Wollscheid weiter gibt. Das geht so lange hin und
her, bis es Pino zu bunt wird und der dann furchtlos nach vorne
marschiert. Oder Chandler auf der anderen Seite zum Sprint
starten kann. Wenn das nicht klappt, dann ballert Schäfer nach
vorne, einer der langen Jungs wird den Ball schon herunter
fischen. Erinnert fatal an das alte Meyer-System mit Koller als
einzige Spitze.
Aber das ist ja erst der zweite Spieltag, bis Weihnachten
kriegen das die Jungs schon zurecht gebogen!
STIMMEN ZUM SPIEL:
Mirko Slomka (H96): "Wir hatten Glück,
Qualität und Zieler"
Timm Klose zu den letzten zehn Minuten: "Ich
glaube, dass jeder gesehen hat, dass wir gekämpft haben, alles
gegeben haben und den Ausgleich unbedingt wollten."
Markus Feulner: "...Danach haben sie uns
eiskalt erwischt und wir mussten uns erst einmal
sammeln..."
Tomas Pekhart: "...kann ich mir nur bedingt
über mein zweites Tor im zweiten Spiel freuen."
06.08.2011: WILLKOMMEN ZURÜCK IN DER BUNDESLIGA, TANTE HERTHA
"1. Spieltag, Auswärtssieg, 3 Punkte, der Rest ist mir Scheißegal!" sagte Trainer Dieter Hecking als Fazit nach dem Spiel zum Sky-Reporter... und ließ diesen dann mit seinem Mikro allein stehen. Kommt da etwa eine Spur der lang vermisste Hans Meyer - Humor durch bei dem gebürtigen Westfalen? Betrachtet man die Nachberichterstattung in den überregionalen Medien, wurde der Glubb trotz Dominanz nicht gerade mit Lob überhäuft. Kann uns auch egal sein, als graue Maus hat man es in der letzten Saison ja auch schon sehr weit gebracht. Und die Rolle der Heulsuse überlassen wir doch gerne anderen.
Am ersten Spieltag hatten zumindest die Bauern allen Grund dazu: Ihre Partie ging verloren gegen Gladbach und Schiri Rafati, eine Allianz, die die Glubberer nur zu gut kennen. Siehe auch letzte Saison: KLICK Außerdem: Köln patzte gegen Wolfsburg, Schalke versagte beim VFB und Vizekusen gegen Mainz.
Wir hingegen hielten durch geschickte Taktik das eigene
Spielfelddrittel über 90 Minuten weitgehend frei von jeglichen
Berliner Spielern. Unser Bericht aus Berlin diesmal von unserem
Schreibsenior Roland Hornauer:
Auch ohne Harry lohnt sich eine Reise nach
Berlin
Bundesligaeinstand nach Maß
Zur Erinnerung am 26. Spieltag in der Saison 2009/2010 im März
2010 besiegelte der glückliche Siegtreffer unseres griechischen
Superstars Angelos "Harry" Charisteas, der inzwischen bei dem
international bekannten griechischen Spitzenverein Panetolikos
Agrinio spielt, letztendlich fast schon den Abstieg des
Hauptstadtclubs mit seinen aggressiven Fans (der Platz wurde
nach Spielende gestürmt). Der völlig unverdiente Sieg bei der
Hertha in Berlin brachte uns in die Relegation gegen Augsburg
und damit zum Klassenerhalt.
Ein Jahr 2. Liga muss ja auch nicht schaden, die Perspektiven
werden zu recht gerückt, neue Freude auf die Bundesliga kommt
auf und die gegnerischen Teams werden mit einigen Respekt
eingeschätzt. So haben wir Clubberer es ja oft genug selber
mitgemacht, manchmal auch mehr als ein Jahr 2. Liga. Bei den
gemeinen Hauptstädtern ist das Jahr 2. Liga scheinbar
gedanklich ausgeblendet worden. In der S-Bahn zum Stadion, das
S steht für Sauna in der schwülheißen Hauptstadt, wurde nur
über die Höhe der Packung die Nürnberg bekommt geredet. Der
Sieg war schon vor Anpfiff klar und eingetütet.

Das Stadion selbst wirkt dank der vereinzelten Gerüste,
herumstehenden Container und Cateringwohnwagen im Außenbereich
nach wie vor wie eine fast fertige Baustelle. Der Sponsor der
Berliner hat ein kleines Stück eines ICE vor der Ostkurve
aufgestellt. Imagegerecht liegt das ICE-Teil auf einen
Sattelschlepper, so ist es wenigstens immer mobil. Der Blick in
völlig durch geschwitzten Klamotten auf das Olympiabad von 1936
lässt kurz den Gedanken entstehen, habe ich die richtige
Location gewählt? Dank eines Carlsbergs - Glühwein wurde nicht
verkauft - und den angebotenen Sangria (gab es ohne Strohhalme
und Kopfschmerztabletten) und dank der frischen Brise im
Oberrang des Stadions, war das Stadion dann doch die richtige
Platzwahl. 61.118 fanden sich dort ein. Klar, nach einen Jahr
Bundesligapause, im einwohner-schwachen Berlin und an einen
sehr warmen Samstag im August beim Spiel gegen den
Tabellensechsten der vorherigen Saison würden in Nürnberg auch
nicht mehr als 15.000 Zuschauer kommen. Trotzdem die Kulisse
hat gepasst und was in Berlin eher selten ist, es gab zwei
Choreos. Die Ostkurve der prolligen Hauptstadtfans war
blau-weiß und davor wurde ein großes Banner (ein Arm der die
Herthafahne hochhält) vor dem Block zum Stadiondach hochgezogen
und mit einigen Mühen, das Spiel lief schon über 200 Sekunden,
herunter gezogen. Die Clubbfans boten ebenfalls ein schönes
Bild, zahllose rote Luftballons wurden beim Einlaufen
hochgehalten und ganz brav so entsorgt, dass kein einziger das
Spielgeschehen belebte.
Die Berliner Ostkurve hatte unseren Raphael nicht vergessen,
angeblich soll er einen Finger beim letzten Berlinsieg in diese
Richtung gehalten haben (fotografische oder filmische Belege
davon gibt es bis heute nicht). Jeder Ballkontakt unseres
Keepers wurde mit "aufmunternden" gellenden Pfiffen begleitet.
Doof wie die Berliner nun mal sind, trugen einige
Schäfer-Trikots, nur der Name war mit „Raffael“ falsch
geschrieben.

Zu Beginn der 2. Halbzeit als Schäfer vor der Ostkurve
spielen durfte, wurden zahlreiche Fahnenstangen und Latten
drohend geschwenkt. Dies waren die gefährlichsten Berliner
Szenen während der gesamten 90 Minuten. Berlin erspielte sich
keine einzige Torchancen, bei Ballverlusten zogen sie sich
schnell, fast ängstlich in die eigene Hälfte zurück, um vor dem
Sechzehner einen Verteidigungswall aufzubauen. Bei Ballgewinn
blieb ein Großteil der Mannschaft hinten stehen und schaute zu,
wie glücklose Stürmer meistens mittels Fehlpass uns den Ball
zurück gaben. Ihr neuer Torwart Kraft zeichnete sich dadurch
aus, dass er den Ball mehrfach unbedrängt bei Abstößen oder
Abschlägen direkt in das Seitenaus beförderte, nachdem er ewig
gewartet hat, bis er sich von der Kugel trennte. Zu den beiden
anderen früheren Bayern „Stars“: Christian Lell glänzte durch
peinliche Stockfehler und Andreas Ottl tauchte von Minute zu
Minute – stand er in der 2. Halbzeit überhaupt auf dem Platz? -
immer mehr ab. Siegergene sind halt doch nicht so einfach zu
kaufen. Beim Clubb waren fast alle in der Defensive
hochkonzentriert und das Berliner Spiel wurde meist schon weit
vor dem eigenen Tor unterbunden. Etwas unkonzentriert wirkte
unser linker Verteidiger Pino. Lag vermutlich an seinen
genialen Gegenspieler Patrick Ebert. Immer wenn dieser auf der
Außenbahn völlig frei stand, trabte er Richtung Platzmitte zu
Pino. Mein Sitznachbar meinte dazu, "Fußballer sind von Haus
aus doof, die suchen sich einfach immer ihre Gegenspieler". Der
Clubb spielte taktisch brilliant, knüpfte in der Defensive an
den guten Leistungen der letzten Saison an. Die Hertha wurde
komplett aus dem Spiel genommen und wirkte von Minute zu Minute
immer hilfloser.
Der Clubb war zusätzlich in den Zweikämpfen deutlich
aggressiver, schneller, auch gedanklich und Berlin spielte wie
ein Aufsteiger, der das Niveau der neuen Liga noch nicht kennt.
Überragend unsere fehlerlose – wann hatten wir dies schon in
den früheren Jahren? – Innenverteidigung mit Wollscheid und
Klose. Die gesammelte Bundesligaerfahrung von 19 plus 0 Spielen
ließ einfach keine Torchance zu. Leider folgte auf die jeweils
sehr gute Defensivarbeit nicht eine ebenso gute
Angriffsleistung des Clubb. Die entscheidenden Zweikämpfe
gingen meist verloren bzw. der letzte „tödliche“ Pass kam
häufig nicht an. Der Clubb hatte zwar ein extremes Übergewicht
an Chancen, aber die zwingenden Torchancen fehlten. Bis zur 80.
Minute, wo bekanntlich Hegeler 20 Sekunden nach seiner
Einwechslung den hüftsteifen rustikalen Maik Franz vernaschte
und von der Torauslinie, zum Glück winkte der Linesman nicht,
auf Pekhart passte und der sofort einnetzte. Endlich, der
verdiente Siegtreffen war da und das Spiel gelaufen. Leider
haben die Herthafans auch in der 2. Liga nicht die
Gastfreundschaft gelernt. Nach dem Auswärtssieg wurden die
Clubbfans auf dem Weg zur S-Bahn und dort wiederholt angepöbelt
und die eine oder andere Hauptstadtglatze wartete nur auf einen
Anlass zum Zuschlagen.
Der Sieg selbst wurde im neuen fränkischen Biergarten
„Republik Frank und Frei“ an der Köpenickerstraße bei
Bratwürsten (einzige Alternative war Obazter oder Kraut pur),
Spalter Bier, Gutmanns-Weizen (in der speziellen
Preußen-Version, die Hefe bleibt in der Flasche), Held-Bier
oder Schanzenbräu angemessen mit etlichen anderen Clubb-Fans
bzw. Franken gefeiert. Die Biergartenbetreiber haben sich
übrigens den Radlersonderpreis der Bundeshauptstadt verdient.
Schenkten sie doch erst das Bier ein und waren erstaunt, warum
die Limo die Luft nicht mehr verdrängte. So sind die
Hauptstadtgastronomen! Noch mal zur Gastfreundschaft, es gibt
doch auch sehr sehr angenehme Berlinbewohner. Lisa, Fan von
Hertha und nette Begleiterin unseres Stadionbesuchs gab mir als
Gewinner ein Spalter als Verliererin aus. So schön können
Auswärtssiege enden!
Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL
Trainer Markus Babbel (Hertha BSC Berlin):
"Heute haben wir zuviel Angst, zuviel Respekt gehabt und sind
ohne Mumm angetreten. Vom ganzen Auftreten her war es
enttäuschend. Die Spieler haben sich zu sehr unter Druck
gesetzt. Wir müssen ohne Respekt auftreten. Wir werden genauso
zielstrebig weiterarbeiten wie in den letzten Wochen."
Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Man
muss der neuen, jungen Mannschaft ein Kompliment machen, vor
60.000 ein solches Spiel zu zeigen. Wir müssen aber im
Umkehrspiel noch besser werden. Aber: erster Spieltag, drei
Punkte geholt - fertig."
Keeper Raphael Schäfer zu dem Flitzer-Fan,
der ihm auf dem Spielfeld besuchte: "Er war friedvoll und hatte
nur zwei, drei zu viel getrunken."
Gladbach-Präsidiumsmitglied Hans Meyer: "Die
Nürnberger machen dieses Spiel gegen den Ball zusammen mit
Dortmund, mit Mainz so ziemlich am besten, wenn sie es so
durchziehen, sind sie schwer zu schlagen."
30.07.2011, DFB-POKAL, ARMINIA BIELEFELD VS. FCN: 1:5
Medienignoranz sorgt auch für Ruhe im Puff. Außerdem sollte man nicht immer so jammern. Und: Wir haben Entlastungspromis, die uns den Druck von der Mannschaft nehmen. Glück gebracht hat uns in dieser Beziehung schon immer Supermario Basler, dem in der Regel bestimmt vor dem Saisonbeginn die auflagentechnisch günstigsten Thesen und Warmluftemissionen von seinen Blöd-Kollegen zum exhalieren vorgelegt werden. Letztes Jahr sah er uns als Abstiegskandidat Nr. 1, diese Saison ähnlich und empfiehlt, schon mal für das Unterhaus zu buchen. Und der Umzugswagen für Hecking sei sicher auch flott organisiert. Nimmt man diese Prognose, haben wir ja schon mal einen Glücksbringer, Daumen hoch Mario, super!
ANPFIFF AUF DER ALM
Basler hatte Samstagnachmittag nach dem 1:0 durch die Arminia
auf der Alm daheim vor dem Fernseher sicher gleich weiter
gezappt. Recht gehabt mal wieder... In der Zwischenzeit aber
ließ sich der Glubb durch die frühe Führung des DSC nach
holprigen Start nicht beeindrucken und als die gegnerische
Abwehr "einen der besten Distanzschützen der Bundesliga so zum
Schuss kommen..." ließ, wie uns der Bielefelder Almhirte und
Innenverteidiger Thomas Hübener nach dem Spiel über unseren
Neuzugang aufklärte, war der Ausgleich da. Der habe "...schon
einen unglaublichen Schuss" (Hübener), was der gebürtige
Scheßlitzer Feulner dann bei seinem zweiten Tor zur Führung,
einem fein gezirkelten Freistoß bestätigte. Sein drittes Tor
noch vor Beginn der Halbzeit war dann auch wieder ein
Distanzhammer in bester Hitzlsperger-Manier, falls den noch
jemand kennt. Also stimmt das wohl mit dem tollen
Distanzschützen Feulner, auch wenn die Fans auf
transfermarkt.de eher Reus, Kroos und Robben als Distanzkönige
bejubeln und 20 Meter noch keine wirkliche Distanz ist. Weiter:
Auch wenn manche Pässe bei den Nürnbergern noch immer nicht
ankamen, reichte es in der zweiten Spielhälfte noch für zwei
weitere Treffer und auch für lange Gesichter bei den
leidgeplagten Bielefelder Fans. Und dabei war die Arminia doch
immer noch so ein kleiner Angstgegner, auch zu Zweitligazeiten.
Der Klassenunterschied war dann in der zweiten Hälfte deutlich
zu sehen, für das Auftaktspiel zur ersten Liga gegen Tante
Hertha sollten aber beim Glubb noch an einigen Stellen
Fahrwerksabstimmungen statt finden und vor allem auf die
Konzentration geachtet werden. Aber Hecking weiß schon was er
tut...
Die überregionalen Medien ignorierten dann wie gewohnt die
Begegnung, und da die einzige offene Wunde beim Glubb, die
Wechselgelüste von Dominic Maroh nicht zur deutschlandweiten
Beunruhigung taugen, kann es uns als supergraue Maus der Liga
mal wieder recht sein, dass wir in aller Ruhe und bescheiden
den Klassenverbleib ins Visier nehmen dürften.
LOB ZUM SPIEL FÜR:
Robert Mak: Schon wieder getroffen, lief fast soviel wie zuletzt ein Cohen. Vorne und hinten.
Tomas Pekhard: Verteidigte vorne viele Bälle, zog gegnerische Spieler auf sich und kann bei Standarts Mitspieler rüffeln, dass er deren Haarausfall oben am Scheitel besser sehen kann als sie selbst. Köpft dann wie aus dem Nichts eine Kiste. Ihn deshalb als Phantom zu bezeichnen, ist 20 Tore zu früh.
Markus "The Hammer" Feulner: Siehe oben.
...den Rest der Mannschaft: Ließen sich nicht durch die gegnerische Führung aus ihrem Plan schubsen, hier deutlich zu gewinnen. Auch in der zweiten Halbzeit ließen sie es nicht zu, mit 3 Toren Vorsprung noch mit 4:3 heim geschickt zu werden. Wie es zum Beispiel am selben Tag eine Werksmannschaft aus dem Rheinischen schaffte. Einträge ins Klassenbuch bekam beim Glubb eventuell Wollscheidt, der etwas zu locker begann. Vielleicht auch Chandler, der sich einmal nicht nationalspielerreif austanzen ließ und Eigler, der gegen seinen Exverein etwas übermotiviert spielte. Aber das waren nur Kleinigkeiten.
BESTE SZENE: Auf Sky. Feulner schießt die dritte Granate. Kameramann schwenkt auf die Tribüne und zoomt zu Martin Bader, der mit kaum erkennbaren Grinsen völlig entspannt da sitzt und wie ein Pate mit hochgezogenen Brauen an seiner Kippe zieht und genüßlich ausbläst.
CHRONOLOGISCHER AUSBLICK AUF DIE
HINRUNDE:
Hertha auswärts: Am besten die spielen daheim
so wie gegen Real kürzlich. Nämlich grottig. Auftaktspiele
taugen aber nicht für Euphorie, es gilt also in der Hauptstadt
diese beim Gegner nicht aufkommen zu lassen.
Hangover daheim: Bei dem Spiel wird es für
Hecking um seine Berufsehre gehen, und den 96ern um eine
Standortbestimmung, ob die letzte Saison nicht nur ein schöner
Traum war mit tonnenweise Glück obenauf. Ich persönlich fordere
Rache für die letzte Begegnung!
BVB auswärts: Was nicht passieren wird: Ich
würde gerne Kloppo mal wütent sehen. Man darf ja mal träumen.
Spielte der BVB bis dahin schon mal international? Wie auch
immer, erwarten darf man bei diesem Spiel nichts, wünschen aber
schon: ein Stolperunentschieden, was den Zecken später die
Herbstmeisterschaft kosten wird.
Augsburg daheim: Heimspiele müssen gewonnen
werden. Wir haben Erfahrung mit diesem Gegner, der Gegner
keinen Thurk mehr und der bayerische Rundfunk wird wegen den
Augsburgern danach sicher auch über das Spiel berichten,
hehe!
Köln auswärts: Mit etwas Glück ist in Kölle
zu der Zeit schon die Kacke am dampfen, und wir können das
ausnutzen. Eines der machbaren Spiele auf dem steinigen Weg zu
hoffentlichen 40 Punkten am Saisonende.
Bremen daheim: Machbar. Andy hat bis dahin
mit etwas Glück schon die erste Gelbsperre und muß nicht gegen
seinen Ex-Verein antreten. Arnautovic dann vielleicht
zwangsweise auf der Bank und Memo wünsche ich gute
Besserung.
Gladbach auswärts: Machbar, gegen glückliche
Relegationsgewinnler muß gesiegt werden.
Mainz daheim: Ich kann den Tuchel nicht
leiden. Die EL Quali gegen einen rumänischen Verein haben sie
aktuell mit Unentschieden schon mal vergeigt, das Pokalspiel
gegen Zweibrücken war auch nicht der Bringer und Fußballspiele
werden immer noch mit Herz und nicht mit Matchplänen
entschieden. Ergo ein Vorteil für uns.
WOB auswärts: Machbar, wenn Bum Bunjaku und
Benaglio das letzte Drittel einer langweiligen Partie gegen
eine Magath-Mannschaft auf dem Platz stehen würden und diese
dann in letzter Minute durch einen tödlichen Glubb-Konter für
uns entschieden werden würde.
Die Spätzle daheim: Mit etwas Glück fällt die
Begegnung in die traditionell schwache Startphase der
Stuttgarter, Vorteil für uns: Ein Trainer mit
Westvorstadt-Erfahrung trainiert den Gegener. Egal was
passiert, Schieber sollte auf jeden Fall Höflichkeitsapplaus
mit einem Schuß Dankbarkeit bekommen.
Bauern auswärts: Ich enthalte mich der
Stimme. Entlassungen nach dem Spiel sind aber diesmal
unrealistisch.
Freiburg daheim: Heute ist ein Dreier Pflicht
und wichtig! Und dieser Cissé soll bitte auf keinen Fall vor
unserer Kurve Grund zum Jubeln haben, abseits seiner sachlich
unbestrittenen spielerischen Klasse.
Schalke auswärts: Hoffentlich kein
Freundschaftsspiel. Es sei denn, Schalke wird durch ein
Unentschieden Herbstmeister vor den Bauern oder das Spiel wird
abgesagt, weil die Stadtwerke auf Schalke den Strom abgesperrt
haben und der Rasen nicht mehr ins Stadion gerollt werden
kann.
Kaiserslautern daheim: Sollte so laufen wie
die letzte Begegnung. Lautern wünscht sich eine ruhige Saison
ohne Aufregung, den Gefallen sollten wir ihnen spielerisch
nicht machen.
HSV auswärts: Wäre mir lieber, wenn Oenning
hinterher etwas erklären müsste. Das kann er gut und laut eines
HSV-Fans könne er sogar dem Papst ein Kondom verkaufen.
Hoppenhausen daheim: Die Statistik spricht
gegen uns, neugierig bin ich auf die Blutwurst mit
Vanillesoße-Kombination Stani/Hoppenhausen. Hoffen-tlich gehen
die Renditekicker dann ohne Punkt heim.
Vizekusen auswärts: Der Druck in diesem Spiel
lastet sicher nicht auf uns so kurz vor Weihnachten, wo sich
die Dutts und Ballacks sicher bestenfalls noch um die
Vizeherbstmeisterschaft bemühen werden.
E.Funk
16.7.2011: FCN VS. AJAX AMSTERDAM: 2:0 (SAISONERÖFFNUNG IM FRANKENSTADION)
Vor dem Spiel die traditionelle Mannschaftsvorstellung, bei
der die Gladiatoren einlaufen und wie immer humorvoll und kurz
kommentiert werden von Gong-Stadionsprecher Seibelt. Flügelass
Frantz hatte leider immer noch die lange Trainingshose an
und musste auch nach dem Spiel (als Zuschauer) wieder
fort zur Reha, was für ihn langsam und nachvollziehbar zum
nervigen Geduldsspiel wird. Applaus bekam jeder,
erwartungsgemäß am meisten schallte es bei Schäfer, Pino - und
neuerdings - Cohen im Rund. Almog hat es geschafft in der
Hierarchie bei den Fans in nur einer Saison an die
Spitzengruppe der Beliebtheitsskala zu tanzen (und zu
fuchteln). Witzig auch: Bei der Nennung von Julian (Wießmeier)
brüllten alle ein trotziges "Schieber" aus der Nordkurve.
Beruhigend auch, dass finanzielle Leistungsträger wie ein
Harrysteas beim Glubb wohl Vergangenheit sind.
ERSTE HALBZEIT
Anstoss um 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, die
Aufstellung der ersten Spielhälfte bestand zum Großteil aus
Spielern der letzten Saison plus der Neuzugänge Didavi, Esswein
und Feulner. Schon nach kurzem Abtasten rieb man sich aber die
Augen, denn beim Glubb funzt so einiges von Beginn an so
richtig! Allen voran Esswein ist Gold wert, der
Ex-Dynamo-Stürmer demonstrierte auch gegen einen
Champions-League-Verein freches Tricksen und hatte einen
Antritt wie einst Diekmeier. Allerdings kamen Essweins Bälle im
Unterschied zu Dennis auch dort an, wo sie hin sollten. Wenn
Didavi mal Spielgestalter werden will, hat er sich an diesem
Tag auch wärmstens empfohlen. Leihgaben aus Spätzlehausen sind
scheinbar echt lohnend für den Glubb! Außerdem wird er wohl der
Mann für die Standarts, bis zum super-zuverlässigen Ekici ist
aber noch Luft nach oben für ihn. Oder wie eine Tageszeitung
schrieb: Die Mannschaft muß sich erst noch an seine Bälle
gewöhnen. 
Und dann Robbie Mak, wir rieben uns erneut die Augen: Der
verteidigte plötzlich auch hinten! Und war nach vorne auch
eminent gefährlich. Früher oder später sollte sich in der
Bundesliga also herum sprechen, dass mit dem komischen
Vorjahressechsten und Rekordabsteiger aus Nürnberg auch 2011/12
wieder zu rechnen ist...
ZWEITE HALBZEIT
Komischerweise begann die zweite Halbzeit mit der selben
Mannschaftskonfiguration wie in der ersten. Es war schließlich
noch kein Tor gefallen, aber es lag eins in der Luft. Denn die
zwei neuen Flügelzangenkombis Pino auf Esswein links und
Chandler auf Mak rechts machten ständig Alarm bei den
Kasrollers. Und so zirkelte Mak nach kurzer Ecke von Didavi
eine wunderbare Bananenflanke im besten Christian Eigler-Manier
direkt ins lange Eck. So hatte die "erste" Garnitur ihren Job
gemacht und Hecking wechselte munter. Judt, Maroh, Klose,
Plattenhardt, Wießmeier, Bum Bunjaku, Cohen, Hegeler und unser
neuer Peter Crouch, Tomas(ch) Pekhart zogen aufs Feld. Hier
klappte nicht alles so auf Anhieb, aber auch diese Garnitur
machte ihr Tor, und das durch unser freches Kücken Markus
Mendler. Die Chancen der Holländer hielten sich insgesamt in
Grenzen, richtig markant blieb nur deren quirliger Linksaußen
in Erinnerung mit einigen sehenswerten Dribblings. Schäfer
parierte mitunter auch stramme Torschüsse, trotzdem waren diese
eher selten. Sehr bizarr die Auffassung des Ajax Trainers Frank
De Boer, seine Mannschaft habe die zweite Halbzeit
"dominiert".
FAZIT
Der Glubb darf so weiter machen. :-)

Wer bei dieser Mannschaft in typisch fränkisches Pessimistengejammer verfällt, muss halt in den Ronhof gehen (Wo die Westvorstadt ausgerechnet gegen die wenig beliebten Bankforter Absteiger tags zuvor verlor, als Saisoneinstand und das nach 2:0 Führung). Andererseits: Der Glubb wird sicher auch nicht durchmarschieren, aber einiges läuft bisher einfach genial: Dieses Jahr haben wir:
-ein hoffnungsvolles Offensivmodell
-einen Trainer, der die momentanen Umschalt- und Flankenschwächen defensiv erkannt hat und sicher noch einige interessante Laufwegmodelle einstudieren wird.
-Und für jeden Posten bei Verletzung einen richtig guten Backup!
-Außerdem sind wir nicht der Millionenclub mit 40 Mille
Einkaufskorb und dementsprechend unter Erfolgszwang. Bin mir
sicher: Einen der ganz großen Clubs wird es dieses Jahr wieder
tüchtig beuteln, denn sie sind ja alle zum Erfolg
verdammt.
MATCHWINNER
ALEXANDER ESSWEIN
Empfahl sich für einen Stammplatz durch dynamischen Antritt
und technisches Können. Zusammen mit Pino, der links ja auch
gerne offensiv geht, sollte es in dieser Saison für manche
Vereine bei Kontern sehr gefährlich brennen auf der linken
Seite.
DANIEL DIDAVI
Technisch gut und Übersicht bewahrend war er überall zu
finden, fleissig und laufstark dazu, empfahl er sich durchaus
für einen Stammplatz.
MARKUS MENDLER
Frech wie immer hatte er einfach den Mut durchzumarschieren
und belohnte sich nach Assist von Pekhard mit einem Tor.
RAPHAEL SCHÄFER
Hoppla, was ist plötzlich mit Rapha los? Erstklassige Reflexe
auf der Linie hatte er schon immer. Aber neuerdings macht er
richtig moderne Spieleröffnungen und sucht nicht gestenreich
nach Anspielpartnern sondern wirft den Ball sofort fast bis ins
Mittelfeld zur schnellen Ausführung. Wir rieben uns positiv
überrascht die Augen!
ROBERT MAK
Hat viel dazu gelernt und arbeitet nun auch hinten mit, ist
trotzdem vorne zur Stelle und schoß ein richtig schönes
Eigler-Tor wie weiland gegen Fürth im Heimderby.
.. UND VIELE WEITERE SPIELER
Klose, Pekhard und Feulner als Neuzugänge waren ebenso
tadellos, genauso wie Nilsson, Wollscheid oder auch Maroh.
Schwierig zuzuordnen von der Tribüne aus, denn man kennt die
"Neuen" optisch noch nicht so und verwechselt Gestik, Laufstil
und Frisur mitunter. Bum Bunjaku sollte seine Haare wieder
blond färben, damit man ihn wieder erkennt.
VERLIERER
EINE MINDERHEIT AJAX ANHÄNGER
Die holländischen Ajax-Fans, die am Nachmittag im
O'Shea's-Biergarten in der Nürnberger Innenstadt randalierten,
Bedienungen beleidigten und dann ohne zu zahlen gehen wollten.
Nicht aber mit Nürnberger Schupos! Die Spacken saßen zumindest
zum Wochenbeginn noch in Untersuchungshaft. Keine schöne
Duftmarke von ausländischen Fans, aber sicher nur eine
Minderheit.
PINO
(leider auch) Grund: Offensiv wie immer saugut, hechelte er
den gegnerischen Stürmern leider oft ziemlich hinterher. Die
Gegner sollten als in der Saison nicht allzu spritzige Stürmer
auf seiner Seite aufstellen.
Wer Fans hat, die sich derart geduldig in die Warteschlange
stellen, braucht sich als Verein keine Sorgen machen.

26.06.2011: KOLUMNE DER WAHRE GLUBB AUS HEFT 150 ZU ROCK IM PARK MIT MANDO UND PELLE
Nachdem die Saison gütlich mit dem sechsten Tabellenplatz
ausklang und das Trara um die Transfers meist bei anderen Clubs
durch die Medien lärmte, war ein gewisser Herr Bader beim Glubb
extrem fleißig und machte seine Hausaufgaben. Durch die Abgänge
bedingt klafften eigentlich ziemlich dicke Löcher in der
Nürnberger Mannschaft, die aber ziemlich schnell durch
günstige, sinnvolle und hoffnungsvolle Einkäufe bei
gleichzeitig weniger Ausleihen wieder gestopft wurden. Pekhard
und Klose kommen später zum bereits beginnenden Training, da
sie bei der U21-EM mit ihren Nationalteams gerade ziemlich weit
vorne sind. Die beiden Hoffnungsträger zauberte Bader als
Neueinkäufe wieder einmal wie aus dem Nichts aus seinem
Hut.
Nicht zu ersetzen allerdings sind der sensitive Nimbus eines Marek Mintal und die fränkische Bodenständigkeit eines Andy Wolf, der Ende Juni auf den Boulevardschlagzeilen innerhalb nur einer Woche nacheinander mit Russland, Frankfurt und den Inselaffen in Verbindung gebracht wurde. Wolf als eine Art moderner Vasco de Gama des Fußballs quasi, zuhause in der Welt, nachdem er 295 Jahre für den Glubb spielte. Mein Gott, wie werden wir sie in der Kurve alle vermissen! Bei wem plärren wir jetzt „Fußballgott“ in der Mannschaftsaufstellung? Wie gut, dass Pino noch da ist…
Eine schöne Auflockerung waren Rock im Park und der Besuch
in der zur Umkleide verwandelten VIP Lounge im Stadion.
Allerdings bei Mando Diao, die Besuch hatten vom
Glubb-Innenverteidiger Pelle Nilsson, der extra seinen Urlaub
mit seiner Frau unterbrach, um das Festival zu besuchen. Bei
einem kurzen Pressetermin gab er geduldig Auskunft über seine
Eindrücke bei den zahlreich erschienenen Journalisten und
überreichte den vier Mando Jungs (Drummer Samuel ist nicht mehr
mit von der Partie) brandneue FCN-Trikots mit mandofizierten
Rückennummern. Netter war dann die kleine exklusive Plauderei
mit Pelle, der hervorragend Deutsch spricht und durch seine
sympathische Art eigentlich fast zu nett für einen
Innenverteidiger wirkt. Ich schilderte mein Gefühl, dass bei
den letzten drei Spielen die Glubberer nicht wirklich gewinnen
wollten bzw. die Europaquali nicht Priorität hatte. Pelle
widersprach. „Wir alle wollten den fünften Platz! Aber Mainz
war das Problem. Die sind intern mit der hundertprozentigen
Ansage bei uns aufgelaufen, auf gar keinen Fall zu verlieren.
Diese Maßgabe wurde mir danach auch von alten Bekannten am
Telefon bestätigt. Na, und nach dem Unentschieden gegen Mainz
war für uns natürlich die Europaqualifikation nicht mehr zu
erreichen. Das hat uns schon gewurmt.“
Ewald Funk
P.S.: Auch Gustav hatte bei RIP was zum Glubb zu
sagen:
10.06.2011, AB HEUTE: FCN-DAUERKARTEN IM FREIEN VERKAUF
straße.
Ab heute, Freitag 10. Juni 2011 startet der Verkauf von ca.
4000 Dauerkarten für die Saison 2011/12 in den freien Verkauf.
Es sind noch ca. 4000 Dauerkarten in den Bereichen Südkurve,
Gegentribüne, Haupttribüne und auch noch Stehplätze in den
Blöcken 1, 3 und 5 verfügbar. Letztere werden wohl durch die
Wartenden gleich über den Tisch gehen, den der Online- und
Telefonverkauf starten erst ab 12 Uhr Mittag. Wer das vergessen
hat und die Zeit dazu, sollte sich also schleunigst auf den Weg
machen, denn z.B. vor der Ludwigstraße stehen schon lange
Schlangen.
Die Preise für die Dauerkarten wurden im Gegensatz zum Vorjahr
nicht erhöht. Die Vorteile einer Dauerkarte sind die
Stammplatzgarantie (Im Stehblock eher ein Wunschtraum), eine
Preisersparnis gegenüber Einzelticketverkauf. Außerdem kann die
Dauerkarte wenn man verhindert ist (für Fans absolutes NoGo)
auch an Freunde und Bekannte für das Spiel weiter gegeben
werden. Kostenlos VGN fahren ist ebenso mit drin wie
Vorkaufsrecht für eventuelle Relegationsspiele (was wir
vehement fürchten) und (möglichst viele) Pokalspiele im eigenen
Stadion. Topspielzuschlag wie etwa gegen die Bauern ist mit der
DK auch von gestern, das "ausverkauft" braucht man auch nicht
fürchten.
Achtung: Für die Stimmungsblöcke 9 und 11 in der Nordkurve
gibt es keine Plastikkarte, sondern nur Einzelkartensätze, weil
viele Fans dieser Blöcke ihre Karten in der Vorsaison
"verloren" hatten und diese Blocks auf wundersame Weise stets
völlig überfüllt waren. Der Verein mußte ständig Karten
nachdrucken, mit der neuen Regelung können einmal verlorene
Karten nicht mehr ersetzt werden. Man "verliert" also als Fan
nur einmal einen Eintritt, sofern man die restlichen
Karten-Papiervordrucke zuhause aufbewahrt.
Infos und links von der HP fcn.de:
Die Karten können dann wie folgt bezogen werden (gilt ab 10.6.):
-Im Service-Center am easyCredit-Stadion ab 9.30 Uhr
-Im Fan-Shop in der Ludwigstraße ab 9.30 Uhr
Im Fan-Shop am Valznerweiher ab 9.30 Uhr
Im Online-Shop ab 12 Uhr
Telefonisch unter 0911-2173-333 ab 12 Uhr
31.05.2011, ANDY WOLF GEHT
DIE SCHAFE WEIDEN WEITER, DER WOLF MUSS WEITER ZIEHEN...
Nach gefühlten 139 Jahren beim Glubb macht Andy Wolf den
Anfang und verabschiedet sich mit einem offenen Brief von
seinen Fans, noch bevor der Boulevard aus gut informierten
Quellen klappert. Im Brief (u.a. in der morgigen AZ abgedruckt)
weist er Vorwürfe zurück, es ginge ihm nur ums Geld. Die
schlechte Kommunikation durch MB und Trainer Hecking scheint
wohl auch ein Grund gewesen zu sein, im harten Profigeschäft
noch ein stimmiges Plätzchen zu finden. Der Name Wolf und
Urgestein werden aber für immer bestehen bleiben.
Hier der offene Brief im Wortlaut, zu finden auch auf der
Webseite vom
Supporters Club Nürnberg:
"Offener Brief an alle Clubfans
Liebe Clubfans,
nachdem nun nach 14 ereignisreichen Jahren beim Club für mich
leider die Zeit des Abschieds gekommen ist, ist es mir ein
Bedürfnis mich bei Euch zu verabschieden. Wir haben zusammen so
viele schöne und bewegende Momente, aber auch einige
Tiefschläge erlebt. Ich möchte keinen dieser Momente missen,
denn das alles hat uns zusammengeschweißt und geformt. Ich
möchte mich einfach bei Euch für die unvergleichliche
Unterstützung in all den Jahren bedanken. Das hat mir immer
Kraft gegeben, wenn es mal nicht so lief und es war unglaublich
schön, wenn es mal gut gelaufen ist. Durch Euch habe ich
gelernt, dass es beim Club "nicht nur um Fußball" geht. Das
wird mir nun schon ziemlich fehlen, denn der Club war MEIN
Verein, seit ich in den 90ern zum ersten Mal mit meinen Kumpels
in der Nordkurve gestanden bin, und er wird auch immer ein Teil
von mir bleiben.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich mir meinen Abschied
mal etwas anders erhofft hatte. Die ganzen Spekulationen und
die Darstellung in den Medien waren aus meiner Sicht leider oft
nicht ganz korrekt – das gehört aber nunmal zum Geschäft. Ich
kann Euch nur sagen, dass ich sehr gerne weiter in Nürnberg
geblieben wäre und hier vielleicht auch eines Tages meine
Laufbahn beendet hätte. Es wäre gelogen, wenn es im
Profigeschäft nicht auch um Geld gehen würde. Ihr könnt mir
aber glauben, dass für mich das Geld nicht der ausschlaggebende
Punkt war. Meiner Meinung nach sollte auf menschlicher Basis
eine gewisse Wertschätzung vorhanden sein, und die konnte ich
leider nicht vorfinden. Wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass
mich der Trainer und der Verein wirklich weiter mit an Bord
hätten haben wollen, wäre es nicht am Finanziellen gescheitert.
Ich habe mir hier in Nürnberg in 14 Jahren etwas aufbauen
können, meine Familie und meine Freunde sind hier und ich habe
erst letztes Jahr ein Haus gebaut. Das alles ist mir deutlich
wichtiger als "der letzte Euro".
Manchmal läuft es eben anders als man denkt. Zu diesem
Zeitpunkt kann ich auch noch nicht sagen, wo mich mein Weg
hinführen wird. Ich kann und möchte mir irgendwie gar nicht
vorstellen, gegen Euch und "meinen Club" zu spielen…
Auf jeden Fall möchte ich Euch für unsere gemeinsame Zeit und
die einzigartige Unterstützung von ganzem Herzen danken. Ich
war nie ein großer Redner, aber das musste ich einfach nochmal
loswerden. Für mich wird es wohl nie mehr das Gleiche geben.
Bleibt wie Ihr seid und unterstützt die Jungs weiter so!
Engagiert Euch weiterhin so für den Club und haltet die Augen
offen! Es war mir eine Ehre für Euch zu spielen.
Vielleicht bis bald…
Mit rot-schwarzen Grüßen
Euer Andy Wolf"
Nüchtern betrachtet sind Spieler wie Wollscheid im direkten
Vergleich sicher kurzfristig "besser", die Frage ist nur, wie
lange Wollscheid noch bleibt, da sich der Glubb in der Abwehr
schon betont luxuriös verstärkt hat. Klar ist Wolfs schrotiges
Abwehrverhalten Old School, im gelbe Karten sammeln ist er auch
sehr rührig. Aber das liegt wohl auch am Image, was Spieler mit
der Zeit beim Schiri einfach haben. Zurück zum direkten
Vergleich: Unbezahlbar waren schon immer Wolfs trotzige Läufe
nach vorne, wenn es mal nicht so lief beim Glubb. Vorstöße, wo
er die ganze Mannschaft mitgerissen hat. Das müssen die
Wollscheids und Marohs noch lernen. Apropos: Ob Maroh noch die
neue Saison erleben wird, ist fraglich. Wir tippen mal auf
Augsburg oder so... Mein Sohn wird sein Trikot mit der
Rückennummer 5 auch in Zukunft gerne tragen, und zwar nur für
Andy. Waren das noch Zeiten wie im Relegationsspiel, als er das
Stadion zum Hüpfen aufgefordert hatte.

KOLUMNE DER WAHRE GLUBB AUS HEFT 149 ZUM SAISONABSCHLUSS
So. Und jetzt meine Version als Fan. Drei Niederlagen in Folge als Abschlussgeschenk für den unantastbaren 11er und als Endresultat die goldene Ananas riecht für mich schon halb wie wenn ich als Bergsteiger damit zufrieden wäre, im letzten Basislager vor dem Everest wieder umzukehren, weil der Aufstieg bisher ja schon ganz schön anstrengend war. Und dann das stürmische Wetter, allmächt, och nee!
Hallo? Sind wir jetzt hier in der Westvorstadt mit der Lizenz zur Unaufsteigbarkeit? Mit der genetisch festgelegten Erstligaparanoia? Die Erde ist keine Scheibe und man fällt nicht jenseits des Relegationsplatzes irgendwo hin runter, Mann! Sehr vermissen werde ich allerdings den grandiosen Charakter dieser Saisonmannschaft, die gerade nicht der Glubb-Depp war, sondern sich trotz Gegner, DFB, Pfosten und diversen Schiri-Pfeifen immer zurück kämpfte. Vermissen werde ich unsere Abwehrschrotflinte Wolf, der das Kündigungsschreiben getarnt als unterirdischen Vertragsentwurf bekam, trotz seines Künstlernamens „Urgestein“ im Spielerpass. Der Marek saß heute Abend bestimmt auch weinend im Fernsehsessel, und freute sich wie ich über den nächsten Pokalgewinn des Glubb. Sah zumindest so aus, das weinrote Trikot der Gewinner aus Herne West, der Kluge und der Harry waren auch dabei, aber die anderen Spieler kannte ich bisher noch nicht im Kader. Vermissen werde ich auch die Ekicis, die Schiebers und die Gündogans, die laut Fachpresse ein Jahr später schon bei Real spielen werden. Und unser Abwehrgladiator Wollscheid wahrscheinlich schon früher als wir denken können in Vizekusen.

Bin ich froh, dass jetzt Pause ist! Der wahre Glubb? Der
heißt für mich Simons oder Pino, denn die beiden stehen im
August zusammen mit Schäfer wenigstens wieder todsicher auf dem
Platz. Und wenn der Pekhard nix trifft, ja mei, dann geht halt
der Schäfer mal für eine Weile in den Sturm.
Ewald Funk
AUS DIE MAUS, LETZTER SPIELTAG, 14.5.2011 HANGOVER VS. FCN: 3:1
In der Konferenz wurde es dann richtig spannend, weil bisweilen sogar Quälix Magath mit seinen Wölfen nach früher Hoppelhausener Führung mit der vollen Tasse Tee in der zweiten Liga stand. Bankfurt stieg dann aber letztendlich direkt ab, weil der Däumling die letzten Wochen eh nur kryptisches Zeug redete, und die frühe Führung gegen den Meister BVB noch lange nicht hieß, dass eine Meisterschalenbereifte Jung-Elf nicht doch noch aus Ehrgeiz gewinnen möchte. So kam es dann auch, auf den roten Trikots des Absteigers stand aber gottseidank nicht FCN. Super Choreo der mitgereisten Ultras für Mintals allerletztes BL-Spiel im wahren Trikot.
Im Gegensatz zu vielen anderen Glubbfans sind wir froh, dass endlich Ruhe einkehrt, und in der Bundesligapause endlich mal Zeit zum Rasenmähen am Samstagnachmittag bleibt. Ein Saisonrückblick folgt erst, wenn wir wieder Lust dazu haben und zwischendrin gibt es dann noch genug Neues im Rahmen der zu erwartenden Transfers.
STIMMEN ZUM SPIEL UND SONSTIGE ZITATE:
Dieter Hecking: "Wenn wir in der zweiten Halbzeit das 2:1 machen, läuft das Spiel ganz anders."
Mirko Slomka (Trainer 96): "Dieter, du hast mir das Leben auch schwer gemacht. Ihr habt eine tolle Mannschaft und seid auf Platz sechs durchgestartet."
Pelle Nilsson: "Aber wenn wir die gleiche Einstellung zu Training und Spiel und den gleichen Mannschaftsgeist wieder hinkriegen, werden wir auch 2011/12 viel Spaß haben."
Raphael Schäfer zur nächsten Saison: "Es wird ein schweres Jahr. Wenn wir irgendwo zwischen neun und elf landen, wäre es richtig gut. Mit Platz sechs dürfen wir jedenfalls nicht rechnen."
Manager Bader zur neuen Saison: "Mir ist nicht bange, dass wir einen guten Kader bekommen, wir haben so ein großes Selbstbewusstsein entwickelt, dass wir gute Spieler finden werden."
Mehmet Ekici im Januar 2011: "Es wäre für meine Entwicklung sehr gut, ein zweites Jahr zu bleiben."
Mani Schwabl am 7.4. über Mehmet Ekici: "Bayern wird ihn schon nicht zurückholen"
Mehmet Ekici am 7.4.: "Mir gefällt es in Nürnberg. Das Umfeld, die Stadt, die Kollegen – und zu meiner Familie in München ist es auch nicht weit. Ich kann mir gut vorstellen, hier zu bleiben."
Mehmet Ekici am 7.4.: "Ich habe 13 Jahre das Bayern-Trikot getragen. Das ist mein Verein."
Am 19.5. stand fest: Ekici wechselt zu Werder Bremen.
7.5.2011 FCN VS. HOPPENHEIM: 1:2. TSCHAU MAREK, TSCHAU EUROPA, TSCHAU ILKAY, MEMO, JULIAN UND UND UND
So hatte bei besten Wetter zwar die Führung für den Glubb
und die Führung der königsblauen Fußballtruppe auf Schalke
beste Vorraussetzungen ergeben, aber Hoppelhausen glich nach
einem Standart kurz vor der Pause aus, nachdem Memo und Eigler
mal wieder Aluminium trafen. Hegeler war später dann auch
routiniert-erfolgreich als Chancentot tätig, und dem
eingewechselten Fußballgott Mintal wollte trotz 200 % Zuspiel
der Mitmannschaft und hochgradiger Motivation des
Marek-Denkmals himself leider nichts mehr zu holen. Lange
Gesichter gab es dann noch durch den typischen
Glubb-Gegentreffer kurz vor Schluß... und ganz viel Frust, weil
wir diese Legionärstruppe wieder nicht besiegen konnten. Es war
zum kotzen.
Ganz groß war auch die Verabschiedung von Timo Ochs, Pascal
Bieler, Mehmet Ekici, Julian Schieber und Ilkay Gündogan. Mein
Gott was verläßt da an Klasse den Glubb zumindest bei den
letzten Drei. Jeder weiß, dass wir in der nächsten Saison
definitiv nicht noch einmal um Platz 5 spielen werden. Es sei
denn, die anderen Mannschaften spielen wieder so unterirdisch
wie in dieser saison.
Wer aber beim Abschied von Marek trockenem Auges blieb, war
definitiv nicht anwesend im Stadion. Wenn Wolf nun auch geht,
stehen mit Schäfer und Pino dann nur noch zwei Urgesteine am
Platz und der Glubb sollte dann die jüngste Bundesligaelf der
nächsten Saison darstellen. Sah man Mintals Einsatz an diesem
Tag, er hätte mit längerem Zeiteinsatz sicher noch einiges
bewegt in dieser Saison... Geschrieben wurde viel über die
Legende Marek in der Presse, dem wollen wir nichts mehr
hinzufügen. Wie immer wurde aber dieser große Moment der
Wertschätzung durch das treue heimische Publkum kaum in der
nationalen Berichterstattung erwähnt.
Den ganzen Rest haben wir vergessen...
TOP:
-Wollscheidt ist nun torgefährlichster Verteidiger der
laufenden Saison. Und stand am Anfang der Saison noch nicht
einmal im engeren Kader.
-Die Konfettiaktion der Ultras, zum Teil schon Monate vorher
vorbereitet. Wir haben das Material in unserem Block
vollständig aufgebraucht, da wurde nichts umsonst
vorbereitet!
-Glubb bereits in den neuen Trikots.
-Einfallsreichtum der Tagespresse für Mintal-Spitznamen: Der brave Soldat Schweijk...
FLOP:
-Wollscheids Fehler zum Führungstreffer der Hoppelheiner,
wurmte den armen Spieler hinterher noch bis aufs Blut. Kopf
hoch! Pino macht auch ständig Fehler und bleibt - momentan
zumindest noch - Publikumsliebling.
BERICHT VON ROLAND HORNAUER:
Es war im ausverkauften Frankenstadion alles gerichtet zu
einen Fußballfest, zu einer stim-mungsvollen Verabschiedung
(wann hat dies der Clubb eigentlich schon mal hinbekommen?) bei
frühsommerlichen Temperaturen. Kurz vor Spielbeginn eine
gigantische Konfetti-Choreo fast des kompletten Stadions, nur
die Haupttribüne war ausgenommen (von den Edelfans in den
Fresslogen, finanziert auf Geschäftskosten und damit zumindest
zu einen nicht geringen Teil von uns treuen Steuerzahlern ist
ein Mitmachen auch nicht zu erwarten), in der Pause erstmals
seit langen eine "Ultras" unabhängige Choreo aus roten und
schwarzen Luftballons mit Marek-Spruchband im 3er, alle Spieler
in Warmmach-Shirts mit der Nr. 11 und den Text "Es war mir eine
Ehre...", Freibier nachdem Spiel. Zusätzlich sollte der erste
dreier gegen den Angstgegner, gegen die alte Traditionself aus
Hoffenheim her. Und es passte alles. Wollscheid schoss in der
16. min. das 1:0. Das Spiel plätscherte anschließend als müder
Sommerkick dahin. Beide Mannschaften taten nur das Nötigste,
der Schiri hätte abpfeifen müssen. Bis zur 40. min. ein
Stellungsfehler nach einer Standardsituation, wurde diese
Gegentorquelle nicht gegen Ende der Vorrunde für immer
ausgemerzt, den 1:1 Ausgleich erbrachte. Danach verflachte das
Spiel noch mehr. Nur die Nordkurve sorgte immer wieder mit
Marek Mintal Chören für emotionale High-lights. Unser aktueller
Hans Meyer hörte die Signale und ab der 63 min. spielte endlich
Marek mit. Einige Minuten später hatte das Phantom seine Chance
und er zog aus ca. 11 Meter stramm und platziert ab.
Blöderweise wusste Hoffenheims Torwart Starke nichts vom
histori-schen Spiel und er verhinderte mit einer Glanzparade,
die Krönung von Mareks Abschiedsvor-stellung auf heimischen
Boden. In der 86. min. machte Wollscheid endlich mal einen
Fehler, war ja unglaublich wie lange er nahezu fehlerfrei in
der Innenverteidigung agierte, dumm nur dass die elendigen
Spielverderber aus Hoffenheim dies zum 2:1 Siegtreffer nutzten.
Nach Abpfiff gab es Emotionen, Tränen satt, auf dem Rasen, bei
Marek, den Mitspielern und bei fast der komplet-ten Nordkurve
und dem Rest des Stadions. Unbeschreibliche Szenen spielten
sich ab, Marek schmetterte mit uns "die Legende lebt" und, und,
und. Danke, Dakujeme Marek. Roland
Hornauer
Dieter Hecking: "Unterm Strich eine unnötige Niederlage, aber vielleicht ist das heute in dieser besonderen Situation auch nebensächlich. Auch hier noch einmal Danke an Marek Mintal, er hat sich immer als Musterprofi gezeigt, ich ziehe den Hut vor ihm."
Marek Mintal: "Das beste in diesen acht Jahren waren die Fans, die mir immer Kraft gegeben haben. Wo es jetzt für mich hingeht ist noch offen."
Raphael Schäfer: "Sowas wie heute erlebt man ganz selten, es geht nicht der Spieler Marek Mintal, sondern ein Freund. Der Abschied hier war genau die Bühne, die Marek verdient hat."
Mehmet Ekici: "Die Zeit beim Club war für mich sehr positiv. Mir wird die Mannschaft fehlen, denn wir hatten eine sehr familiäre Atmosphäre. Und charakterlich war das hier der höchste Level. Ich will kein Leihspieler mehr sein, ich brauche einfach Sicherheit."
ALLES GUTE GLUBB! HEUTE WIRD DER FCN 111 JAHRE ALT!
www.fcn.de/news/
Hier auch zwei aktuelle Trailer:
Hommage an den Glubb (1)
Das neue Trikot 11/12 (Leider nicht ohne Sponsoraufdruck erhältlich.)
SAMSTAG, 30.04.2011 BVB - FCN: 2:0
Es muß schon ein Scheißgefühl gewesen sein, wenn man als Fan hunderte von Kilometern fährt und die Mannschaft nach einem Gegentor innerlich schon kapituliert, obwohl sie vorher das Rezept gegen die Zecken aus Dortmund schon in der Tasche hatte. Außerdem ließ man alle Europaträume fahren und stellte schon mal die Weichen für zwei furchtbar langweilige Saisonabschlußspiele. Nur als Fan darf man träumen, dass man zumindest noch am Mainzer Karnevalsverein kratzt, sollten die noch einmal patzen. Immerhin gibt sich Hannover illusionsfrei, was die CL angeht, und die sind unser letztes Spiel. Fazit: Kein schönes Spiel, wenn man dem deutschen Meister beim Zieleinlauf zur Meisterschaft Spalier steht.
STIMMEN ZUM SPIEL
Raphael Schäfer ist Europa jetzt egal...: "Wir können stolz sein, egal ob wir am Ende Fünfter oder Sechster werden"
Andreas Wolf (hat aktuell seine Vertragsverlängerung mit weniger Grundgehalt und mehr Bonus für Einsätze abgelehnt): "Diese Stimmung wollten wir vermeiden. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben unnötig das 0:1 kassiert ... Dortmund ist am Anfang nicht viel eingefallen, so haben wir das Spiel positiv gestaltet. Es ist wichtig einen guten Abschluss zu haben und am besten gewinnen wir dafür jetzt zu Hause."
Christian Eigler: "Die ersten dreißig Minuten haben wir gut gespielt. Dortmund war ängstlich und wir hatten sie im Griff. Europa wird jetzt eng, aber trotzdem ist es eine gute Saison."
Julian Schieber anderntags zum Mintal Abschied: „So ist es eben im Fußball. Man fühlt sich in einer Einheit sehr wohl und geht doch auseinander.“
Dieter Hecking tage später über die Saison: "Aber auch Raphael Schäfer, Javier Pinola oder Andy Wolf haben eine Schippe draufgelegt." (Anm.: Pinola? Wann?)
Rubin Okotie zum ORF als Saisonrückblick (nur wenige Einsätze im ersten Kader beim FCN): „Ich will mich in Deutschland durchsetzen. Nach einem Jahr schon nach Österreich zurückkehren, würde ich nicht gut finden." ... "Ich wechsle sicher nicht zu einem Verein, zu dem mein Berater guten Kontakt hat, sondern zu einem Verein, wo mich der Trainer will."
23.04.2011, FCN VS. FSV MAINZ 05: 0:0
Da fährt Sky modernste 3-D Technik auf, Riesen Aktion, tolles Wetter, tolle Stimmung - zumindest am Anfang - und dann mauert sich Mainz zum Unentschieden und der Glubb kann sie in der Tabelle nicht überholen. Und ganz Fussballdeutschland schaut zu.
Man kann es auch anders sehen. Oder Mainz hatte die einzig
wirkliche Torchance. Oder Mainz hatte Glück, dass Ekici's
Freistoss an den Pfosten nicht reinging. Oder Elfer gibt es nur
für die Gäste im Frankenstadion... Oder wasweißich... Fazit:
Wir haben wieder einmal ein Tor zu wenig geschossen und die
über 60 % Ballbesitz waren meist hin- und hergeschiebe der
Verteidigung vor der Spieleröffnung. Leider nicht sehr
fruchtbar.
Hier der Bericht von unserem Erlanger Kugelblitz Roland Hornauer, ich selber habe den Spielverlauf irgendwie vergessen.
Clubb gegen Mainz - das Europapokalendspiel endet
torreich 0 zu 0!
Die Meinungen der Experten gingen nach dem Spiel in der S-Bahn
zum Hauptbahnhof doch ziemlich auseinander. Von
"grottenschlechtes Spiel", "wir haben eine fürchterliche
Gurkentruppe ohne einen Stürmer", "nächste Saison sind alle weg
und wir müssen mit einer ganz anderen Elf spielen", "die
spielen doch eine hervorragende Saison", "schau doch erstmal,
wo wir in der Tabelle stehen, bevor Du den Mund aufmachst" oder
"schon wieder hat der Schiri uns verpfiffen, der Drecks-DFB hat
was gegen uns" flogen die Analysefetzen wild durcheinander.
Tatsächlich trafen im ausverkauften Frankenstadion mit dem
Tabellenfünften und -sechsten zwei taktisch äußerst
hervorragend aufgestellte Mannschaften aufeinander, die sich
leider gegenseitig neutralisierten. Torchancen blieben, obwohl
beide Teams versuchten schnell nach vorne zu spielen,
Mangelware und resultierten aus Standards (Ekici`s Freistoss an
das Aluminium) oder groben Abwehrschnitzern (einmal Wollscheid,
mehrfach Pinola). Trotzdem blieb es bis zur letzten Sekunde
spannend und dass der Clubb keinen Dreier machte lag nicht am
Schiedsrichter - Tore müssen halt schon selbst geschossen
werden. Vom Kopf her wäre es gut, wenn wir den Europapokal
verpassen. Unser Clubb würde es schaffen den Europapokal zu
holen und gleichzeitig in die Fürther Liga absteigen. Vom
Gefühl her wären natürlich weitere Eurospiele einfach geil. Ach
ja, Dieter Hecking hat die Hans Meyer-Stufe erreicht. Nachdem
Pino einen fürchterlich schlechten Tag erwischte, dachte ich
mir, wenn der Hecking konsequent ist, dann muss er, gerade wenn
gute Junge auf der Bank schmoren, wechseln und prompt wurde
Plattenhardt für Pino eingewechselt. Unglaublich, der Clubb
kann in dieser Saisan jeden Abwehrspieler mit Ausnahme von
Dario Vidosic fast gleichwertig ersetzen.
Roland Hornauer
16.04.2011, FCK VS. FCN, 0:2: NÄCHSTER BERG ERKLOMMEN
TOPP:
-Timmy Simons: Einer der besten auf dem Platz ohne dass es jemand bemerkte.
-Erneut tolle Leistung von Wollscheidt, Cohen, Chandler und Ekici.
FLOPP:
-Pelle Nilsson mußte zur Strafe für seinen Aussetzer während des Spiels die Schuhe von Raphael Schäfer binden.
-Ekici muß nach der Saison zurück nach München. Viel Spaß auf der Bank, Du wirst uns fehlen!
-Bald wird wohl Mintals letztes Speil für Nürnberg kommen, wir weinen jetzt schon irgendwie...
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Wir sind verdient als Sieger vom Platz gegangen, denn wir haben von der ersten Sekunde an auf Sieg gespielt ... Der nächste Sonntag kann ein denkwürdiger Nachmittag werden. Wir warten darauf, dass Mainz patzt."
Lautern-Coach Marco Kurz: "...Man darf auch nicht vergessen, dass wir gegen gute Nürnberger gespielt haben."
Christian Eigler: "Das Tor geht zu 50 Prozent auf Timothy. Er spielt mir den Ball wunderschön von rechts zu, ich muss nur noch hochspringen und mache das Tor."
9.4.2011, FCN VS. FCB, 1:1: KOA DERBYSIEG: EIGLER BEURLAUBT VAN GAAL
Wunderschön: Die Glubb-Choreo beim Einlauf durch die
Nordkurve, so etwas wird man im Schlauchboot so nie zu sehen
bekommen. Wer ko, der ko!
Wo waren eigentlich Breno und Ottl, die "Alt"-Nürnberger? Ob
Ottl wie vorab angekündigt nach dem Spiel in der Glubb-Kabine
war, wissen wir nicht, schließlich sei für ihn "der
Klassenerhalt mit dem FCN einer seiner größten Erfolge
gewesen". Er ist wohl bei Hertha kommende Saison eingeplant,
sofern Hertha nicht unglücklicherweise in die Relegation kommt
und gegen die furchterregenden Fürther spielen muß...
Warum aber der Holländer Van Gaal entlassen wurde? Zumindest
durch ihre individuelle Klasse spielten die Bauern ja nicht
schlecht, es war auch kein Spiel um den Trainer hinaus zu ekeln
wie der Glubb gegen Köln im vergangenen Winter, es war
vielmehr... ach, einfach zuviel Geld auf einmal auf dem Rasen.
Hannover tauscht nun mit dem Bauern den dritten Platz, und so
bieder Hannover auch ist, derart viel rummeckern wie Vizekusen
oder vor allem die Bauern tun sie nicht. Der BVB ganz oben hat
eh keinen Grund dazu.
Ziemlich nervig auf dem Platz: das ständige Rumgemecker der
Münchener am Schiri, am Linienrichter und auch am Ball, der
halt leider zum Fussball wie der Name schon sagt, dazugehört.
Der FC Hollywood sorgte durch Pinos Aussetzer (vielleicht war
er auch einfach durch die Sonne geblendet) für eine schnelle
Führung, und begab sich danach eher streckenweise auf das
Niveau einer Tretertruppe. Bis zur Pause wurde dann Gündogan
mit Gehirnerschütterung vom Holzhackers-Toni ausgeschaltet, ein
Münchener Verteidiger, der irgendwie versucht so gut wie
Wollscheidt zu sein, säbelte Chandler dann derart "gekonnt",
dass dieser auch noch mit seinem Gesicht bremsen mußte.
Die zweite Halbzeit war dann wieder eher unsere. Auch wenn die
Bauern gefährliche Konter setzten, reicht halt ein Unglücksrabe
im Tor und Eigler bei uns als Mann für gewisse Tore. Zumindest
zum Unentschieden. Der Kraft's-Bub im Bauern-Tor bekam in der
zweiten Halbzeit auch immer schön Applaus von uns aus der
Kurve: Wir riefen immer "Neuer, Neuer!" so laut wie wir
konnten. Immer wenn er den Ball hatte. Neuer! Aber so neu ist
er doch gar nicht! Trotzdem sagte Bratwurst Uli am nächsten Tag
sichtlich gezeichnet von der Nacht, "damit hätte die Scheiße
doch schon angefangen" als das Feierbiest den erfahrenen Butt
den Kraft vor die Nase bzw. in den Kasten stellte. Schon
unterhaltsam dieser Club aus München. Bei uns nehmen die
Verantwortlichen nicht das "Scheiße"-Wort in den Mund, hier
fliegen die Trainer nur, wenn man 2:0 gegen die Bauern gewinnt
(Willi Entenmann) und bei uns wird immer abgepfiffen, bevor wir
gewinnen. Meinetwegen halt auch, wenn ein Foul anders gedeutet
wird oder es zählen Tore, die keine waren.
Auf der Webseite der Bauern liest sich der Spielbericht auch
sehr selbstbewußt: "...gingen die Münchner schon in der 4.
Minute durch den zehnten Saisontreffer von Thomas Müller in
Führung und hatten danach alles unter Kontrolle ... Danach
überließen die Münchner zunächst den Gästen das Spiel, zogen
sich zurück und kontrollierten das Geschehen ... Die Nürnberger
blieben harmlos ... Die Bayern erhöhten nun immer mehr den
Druck, von Nürnberg war abgesehen von zwei Distanzschüssen
durch Javier Pinola (71.) und Ekici (73.) kaum mehr etwas zu
sehen ..." Und so weiter.
FLOPP:
Schiri Knut Kircher: Behandelte die
Ballmillionäre aus München immer aufmerksam zuhörend. Nach der
geringsten Spielunterbrechung stand meist ein Millionär vor
ihm, salbaterte und meckerte mindestens eine halbe Minute, vor
allem der Herr mit dem Karpfenkopf (Zitat japanischer
WM-Kommentar), den wir alle aus der Chipswerbung kennen. Der
moserte einmal besonders ausgiebig, und kickte im Weggehen
erbost den von Nürnberg zurechtgelegten Freistoßball zurück...
und bekam natürlich keine Karte.
Die Spielzeitaufteilung: 60 Minuten
Nettospielzeit, 10 Minuten Behandlungspause für zusammen
getretene Nürnberger, 5 Minuten Zurechtlegen beim Abstoß durch
Herrn Kraft, 5 Minuten Auswechslung usw. und mindestens 10
Minuten Gesprächstherapie beim Schiri durch Münchener Spieler.
Fazit: Einmal eine Minute, einmal zwei Minuten Nachspielzeit,
so hatte der FCB allein durch sein FC Bayern-sein (30 Min.)
erhebliche Spielanteile ohne etwas produktives zu tun.
Pinola: Hat seinen katastrophalen Schnitzer,
der zum 0:1 führte leider nicht ausmerzen können. War aber
leider in der ersten Hälfte links zu oft allein gegen zwei
Bauern.
Toni Kroos: Auf den besten Weg zu Mike Hanke
2, Gehirnerschütterung für Gündogan, holzte außerdem Pino
stillos nieder.
TOPP:
Timothy Chandler: Deaktivierte weitgehend
diesen meckernden Franzosen auf Links bei den Bauern. Mischte
außerdem gleichzeitig offensiv tüchtig mit. Sorry Juri, aber
weder Diekmeier noch du kannst den Ami momentan das Wasser
reichen!
Almog Cohen: War meistens schneller am Ball
als der jeweilige Gegner, bis auf Müller beim 0:1.
Schiri Knut Kircher: Natürlich "kostete" er
uns "gefühlt" den Sieg. Dass er aber trotzdem bei der ständigen
Meckerei der galaktischen Weltstars aus München ruhig blieb,
verdient höchsten Respekt. Zumindest bis Arjen Robben nach
Abpfiff das Wort ergriff.
ZITATE NACH DEM SPIEL:
Christian Eigler: "Es macht Spaß, Derbys zu
spielen..."
Andreas Wolf: "Das Foul in der Schlussphase
war für mich ein klarer Elfmeter an Philipp. Trotzdem haben wir
einen hochverdienten Punkt. geholt."
Mario Gomez über Robbens Ausraster: "Er war
wie wir alle sehr, sehr enttäuscht. Aber das ist erstens keine
Art und zweitens darf das nicht passieren."
Dieter Hecking: "Wir haben in der Pause
gesagt, wir gehen jetzt mit fliegenden Fahnen unter oder wir
kämpfen uns zurück, und letzteres haben wir gemacht. Wir haben
den Punkt letztendlich verdient."
Louis van Gaal (Ex-Trainer München): "Wir
haben sehr gut angefangen, aber wir hätten in der ersten
Halbzeit mehr Tore machen müssen, weil da war Nürnberg nicht
Nürnberg. In der zweiten Halbzeit war Nürnberg wieder mehr
Nürnberg und hat mehr Druck gemacht, da hatten wir wieder mehr
Schwierigkeiten." (Siehe auch den Spielbericht auf der
FCB-Homepage)
3.4.2011 1.FC KÖLN VS. FCN: 0:1
Selten entspannt sind inzwischen die Auswärtsfahrten. In der Gewissheit, dass meine Auswärtsserie hält und ich in dieser Saison das 4. Unentschieden sehe, machte ich mich aus dem sommerlichen Mittelfranken in das kühle Köln. Dort angekommen setzte natürlich beim Italiener am Rhein pünktlich ab 13.00 Uhr der vorher gesagte Regen ein. Kein Problem, wenn man unter`m Schirm die Mafiatorte verdrückt und erst recht kein Problem, in einer Saison wo seit gefühlten unglaublich ewigen Zeiten das Abstiegsgespenst für unseren Clubb endlich einmal ein unbekanntes Wesen geworden ist. Schon komisch, eigentlich sorgenlos, überlegt man doch laufend hin und her. Europa League wäre schon toll, aber die Gefahr wäre natürlich auch groß, dies wieder mit einen Abstieg in die Niederungen Fürths zu verbinden. Egal, wir nehmen wie es kommt. Erstmal wird die übervolle Straßenbahn zum Müngersdorfer Stadion genommen. Nach äußerst flüchtigen Einlaßkontrollen enterte ich den Kölner Karnevalstempel. Erstaunlich in fremden Stadien ist doch manches anders. Die Einlaufkids posierten und wurden dank ihrer Eltern häufiger fotografiert als später die beiden Mannschaften. Ein Teil der Einlaufkids hatte Buchstaben am Rücken, die „FC Osternest“ ergaben, bettelten so die Kölner um ein Ei im Netz oder sollte ein entsprechendes Merchandiseprodukt beworben werden? Als eine weitere Merchandiseaktion, wohl als Nachwirkung zum Kamellenwerfen im Fasching, wurden unter anderen Geißbock-Shorts in die Menge geschossen. Diese, insbesondere der männliche Teil, hechtete wie wild danach. Vermutlich sind die Geißbock-Shorts notwendiger Bestandteil rheinischer sexueller Ausschweifungen. Weiter ging es mit einem Auftritt der Kölner Cheerleaders, hat eigentlich ein anderer Verein so was? Und schon war es kurz vor 15.30 Uhr und die Kölner Hymne von „De Höhner“ wurde angesimmt. Erstaunlich, das komplette Stadion samt Logenbesucher singt begeistert mit. Insbesondere beim Refrain
Mer schwöre dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo dir FC Kölle
Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer
Halde immer nur zo dir FC Kölle!
Ov jung oder alt - ov ärm oder rich
Zesamme simmer stark FC Kölle
Durch dick un durch dünn - janz ejal wohin
Nur zesamme simmer stark FC Kölle.
Aber der Kölner singt nicht nur solch unverständliche Texte, er redet auch so. Was eine Tribünenkommunikation extrem erschwert. Man bräuchte Simultandolmetscher Fränggisch – Kölsch. Eine Besonderheit noch bei der Hymne, zu Beginn werden wie bei unserer „Legende lebt“ die Schals hoch gehalten und im letzten Drittel über dem Kopf gekreist, schaut gut aus, besser als bei den Traditionalisten in Hoffenheim. In der Pause wurde mit Wolfgang Niedecken, eine Kölner „Sehenswürdigkeit“ präsentiert. Anlass war sein 60. Geburtstag und begleitend wurde ein neuer Song von Niedecken eingespielt, wo oh Wunder der FC natürlich eine Rolle spielt. Kurz vor Halbzeitende bekommen die Kölner vom Stadionsprecher den Hinweis, „meine Damen und Herren, bitte nehmen Sie die Plätze ein für die zweiten 45 Minuten“. Ohne diesen Hinweis würden die Kölner vermutlich noch jetzt vor den Bierständen stehen, aber so füllte sich das Müngersdorferstadion wieder schnell. Erstaunlich, die Ersatzspieler wurden, als sie langsam Richtung Aufwärmbereich trabten, freundlich beklatscht.
Meine Güte, ein Fußballspiel fand ja auch noch statt. Beide Mannschaften spielten, als wären sie im Gedanken bei den folgenden Derbys (wir gegen Bauern Lynchen, Köln in Gladbach). Ein zerfahrenes Gekicke, unterbrochen durch zwei Großchancen von Hegeler, einer Tätlichkeit von Youssef Mohamad gegen unseren Andi, warum fliegt und wälzt er sich immer so theatralisch, der ab diesen Moment der Buhmann der Kölner Zuschauer war, ein klares Elfmeterreifes Foul gegen Andi, wieder hebt er ab wie ein Airbus und ein toller Schuss von Marek kurz vor Schluss. Als ich schon Zufrieden, wieder hält meine Auswärtsserie, in Gedanken den Heimweg plante, rafften sich die Kölner in den letzten 10 Sekunden zum einzigen sehenswerten Angriff auf und meine Serie ist gerissen. In dieser Saison auch wurscht.
Roland Hornauer
19.03.2011, FCN VS. WERDER: 1:3, SCHIRI WEINER AUF AUGENHÖHE MIT RAFATI
Mittlerweile stellen sich die gegnerischen Mannschaften gut
auf den Stil des Glubbs ein, man hatte sich auch vorgenommen,
auf dem Platz nicht mehr über Schiri-Entscheidungen zu
schimpfen. Aber wenn es dieser derart brilliert, gehen auch dem
erfahrensten Spieler die Gäule durch. Und Trainer auch. Getreu
dem Greinmeicherla Osram hätte man eigentlich gleich
intervenieren müssen, dass die Nürnberger Spieler vor dem
Getrete der Bremer geschützt werden müssen.
STIMMEN UNSERER MITARBEITER:
Pino: "Genau, das Spiel war völlig neben der
Spur. Und der einzige, der einem Spiel wieder in die Spur
helfen kann ist der Schiri. Und der hatte nicht einmal eine
Ahnung, was eine gerade Spur ist. Nicht dass jetzt Nürnberg zum
Greinmeicherla werden sollte, aber dem Wurst-Uli ist es doch
auch Wurst, was andere über ihn denken. Er macht einfach den
Mund auf. Osram hätte nach diesem Spiel gesagt, der Schiri habe
die 6-Millionen Beine von Gündogan nicht ausreichend geschützt,
aber wenn 45.000 lauthals pfeifen und Schieber rufen, hatte das
schon einen Grund. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass
Weiner sich die Maske vom Kopf reißt und Rafati darunter zum
Vorschein kommt.
Ich bleibe dabei, der Hecking wird das in der Nachbearbeitung
schon hindrehen, dass die Jungs in Köln konzentrierter sind und
zur alten Frische zurück finden und sich diese unsportliche
Niederlage als Erfahrung für die jungen Spieler
niederschlägt.
Ich bleibe auch dabei, dass der Schiri hier eine
spielentscheidente Rolle inne hatte, wenn ungerecht gepfiffen
wird und der Gegner das auch noch ausnutzt, hast du als Spieler
auch keinen Bock mehr. Wie würdet ihr reagieren, wenn Euch ein
Polizist ohne nachvollziehbaren Grund einen Punkt in Flensburg
aufbrummt, Du Dich nicht wehren kannst und in Sichtweite ein
anderer Autofahrer grinsend Verstöße am laufenden Band
produziert und dabei grinst, weil das nicht geahndet
wird."
Shultzie: "das kann ich nur genauso
unterschreiben! gut, der glubb hat schlecht gespielt, der biss
der vorwochen hat gefehlt. aber wennst dann noch einen schiri
wie den weiner gegen dich hast, dann kann da ja nix bei
rauskommen... gut, die szene als ekici von silvestre getroffen
wurde, da muss man nicht elfer geben. und das trikotzupfen von
wollscheidt bei pizarro, da war der pizza einfach zu gerissen.
aber wenn ein frings 90 minuten auf dem platz stehen darf,
obwohl er clubspieler reihenweise von hinten mit gestrecktem
bein gefällt hat, und ein chandler wegen zweiter
witzsituationen mit gelb-rot vom platz gestellt wird, dann wird
der fußball ad absurdum geführt! da war dann der angebliche
strafstoß schäfer an pizarro nur noch das i-tüpfelchen...
wirklich geärgert hat mich dann nur die reaktion von weiner
nach dem spiel, der sich keiner schuld bewusst war und den
schwarzen peter dem publikum zugeschoben hat! wenn ein referree
nicht mehr zu selbstkritik fähig ist, dann gehört der aus dem
verkehr gezogen! wie hat hecking so schön nach dem spiel
gesagt? "was sich der mann in schwarz erlaubt hat, war genauso
katastrophal wie unsere leistung"
Hans Meyer jr.: "Das war ja wohl nix - mal
wieder dank eines großartigen schiris - wenn man schon
unterirdisch spielt kommt auch noch ein noch unterirdischerer
pfeifenkopf dazu - na ja, sehen wir es mal so - nach dem
beschiss gegen gladbach haben wir dann sie serie gestartet,...
Das kann gerne nochmal passieren. Schöne woche!"
TOPP:
Die NN in der Einzelkritik zu Timothy
Chandler: "Heißt blöderweise nicht Torsten Frings, flog deshalb
nach seinem zweiten Foul vom Platz. Frings durfte
weiterfoulen."
Die NN in der Einzelkritik zu Christian
Eigler: "Spielte auch mit." Punkt.
Die Schweigeminute vor dem Spiel zum Gedenken der Opfer in Japan. Es war wirklich mucksmäuschchenstill im Stadion.
FLOP:
Fast alles. :-)
STIMMEN ZUM SPIEL:
Javier Pinola: "Natürlich ist es nicht gut
gelaufen, doch von einer Krise kann keine Rede sein.“
Andreas Wolf: "Gegen zwölf Mann ist es schwer
zu gewinnen."
Dieter Hecking: "Der (Anm.: Schiri) hatte
überhaupt keine Linie. Chandler fliegt für zwei lächerliche
Vergehen runter, Frings darf dagegen ungestraft um sich
treten."
Ulrich Gräber (Areva Geschäftsführer zu
Japan): Ich habe natürlich Verständnis für diese Emotionen.
Dennoch sind wir gut damit beraten, die Debatte sachlich zu
führen. Sinn des Moratoriums der Bundesregierung ist es, vor
dem Hintergrund der Ereignisse die Sicherheit der bestehenden
Kernkraftwerke erneut zu überprüfen und zu bewerten. Wir werden
hier in allernächster Zukunft mit all unserem Wissen und
unserer Kompetenz massiv gefordert sein."
12.03.2011, VFL WOLFSBURG VS. FCN: 1:2
Im August tippte ein gewisser Mario Basler in seiner "Super Mario gibt Gas"-Bild-Kolumne für den FCN auf den letzten Platz. "Für Nürnberg-Anhänger gibt es was Neues für das iPhone: Die „Appstieg“! Da erfährt der Club-Fan, wie viele Tage sein Team noch in der Bundesliga spielt. Vorab: Sind weniger als 365 Tage – Nürnberg wird Letzter!" Heute, nach dem 26. Spieltag steht der angeblich "Letzte" auf Platz 6, auch wenn er mit einer Extraportion Glück das samstägliche Spiel gegen Littis Frösche gewonnen hat.
Hier nochmal unser Beweis: Der Weizenbierfan und Ex-Bauern-Spieler Basler hatte im August nicht recht: http://www.bild.de/super-mario-gibt-gas/
Zum Spiel: Dabei darf man in erster Linie Hecking, Simons und Schäfer danken. Hecking weil er Nilsson kurz vor Schluß zur Ergebnissicherung brachte, welcher dann prompt den Siegtreffer in der Nachspielzeit erziehlte. Simons weil er relativ unbemerkt ein Top-Stellungsspiel hinlegte und Ordnung in die Glubbelf brachte, die über weite Strecken eher auf die Wölfe reagierte, statt zu agieren. Und Raphael Schäfer stand eigentlich bei allen eindeutigen Torchancen der Niedersachsen genau an der richtigen Stelle.
Highlight war schon mal der Gegentreffer nach früher Führung
der Grünen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte
Philipp Wollscheid goldrichtig direkt nach Standart in die
Torecke, unhaltbar für Benaglio und psychologisch perfekt kurz
vor dem Gang in die Kabine. Und dann die Einwechslung von
Nilsson durch Hecking kurz vor Schluß. Der Schwede traf zu
seinem ersten Bundesligator per Kopf ähnlich unhaltbar
platziert. So werden Tore gemacht! Aufreger waren mal wieder
diverse Schirientscheidungen. So wurde Pinolas grenzwertiger
Abwehrblock zur Verhinderung eines Abstaubertreffers im
Strafraum nicht gepfiffen, ein Wolfsburger Tor hingegen nicht,
hier lag ein ähnlicher Block vor, allerdings gegen Nürnbergs
Wollscheid. VW-Trainer Litti kochte an der Seitenlinie, kein
Wunder, denn für ihn ging es heute um Alles oder Nichts. Man
wird sehen, ob der Reigen der Trainerrauswürfe der letzten Tage
vor ihm nicht halt macht...
TOP:
Mehmet Ekici: Eine absolute Bank bei
Standarts, ohne ihn hätte der Glubb in dieser saison einige
Punkte weniger auf dem Konto...
Der Sturm: Die letzten 19 FCN-Treffer wurden
von zehn unterschiedlichen Torschützen erziehlt, das ist
Ligaspitze, trotz Eiglers Viererpack gegen ST.P "5.0"!
Andreas Wolf in der ersten Hälfte: Wieder mal
einige happige Aussetzer. Machte aber offensiv in der zweiten
alles wieder gut.
Frank Rost (HSV): Sagt auf Sky am selben
Spieltag mal gehörig seine Meinung zum Wechseltheater nicht nur
beim HSV. Zurecht... Der neue Trainer Oenning bekennt sich am
nächsten morgen aber klar zu seinem Elder-Tormann und zu
offenem Konzept: "Für mich steht er im Tor. Alles andere weiß
ich nicht"
KLICK
FLOP:
Jens Hegeler: Wirkte erneut farblos und war
bescheiden motiviert. Rieb sich in Schwanzereien auf. Ob sein
Stammplatz mittlerweile wackelt?
Ilkay Gündogan: Nicht wirklich schlecht,
überzeugte aber mehr durch Technik wie als
Schaltzentrale.
Jan Polak (VFL): War gegen seinen Ex-Club zwar
motiviert, schoß aber leider kein Eigentor.
Angelos Charisteas (selber Spieltag als
Schalker): Bringt beim Glubb monatelang nix auf die Reihe und
schießt ausgerechnet auf Schalke ein Abstaubertor.
Christian Eigler: Hat natürlich nach St. Pippi
Heldenschutz, der Unterreichenbacher war aber für seine
Mitspieler am Samstag eher Unerreichbacher.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Dieter Hecking: "Dieses Glück, auch solche
Partien mal unverdient zu gewinnen, haben wir uns in den
letzten Wochen hart erarbeitet."
Andreas Wolf: "Wir wollen erst 44 Punkte, dann
setzen wir uns neue Ziele. Meister werden wir aber nicht
mehr."
Per Nilsson zu seinem Tor in der
Nachspielzeit: "Ich glaube, es war mein erster und einziger
Ballkontakt"
Diego (VFL): "Ich habe bisher immer um Titel
und noch nicht gegen den Abstieg gespielt. Jetzt wird es immer
komplizierter"
SAMSTAG (FEIERTAG) 5.3.2011, FCN VS: ST. PAULI: KOAN ABSTIEGSKAMPF MEHR?
Kommen wir zum Spiel. Fast ausverkauft, strahlender Sonnenschein, und die ganze Stadt voller Pauli-Rock'n'Roll-Piratenflaggen-Fußballanarchisten, die zu Gast waren in einer Stadt mit einem wirklichen Traditionsverein. Das Argument "Geld schießt Tore" als Meckerei durch die selbsternannten Piraten zieht hier nicht. Die politische Leitung in der Noris ist halt auch rot gerade, Spontis gibt es auch genug (am Kiez in Gostanbul) und wir haben sogar jede Menge einheimische Fans des Modeclubs. Die glühten vor dem Spiel in diversen Szenekneipen schon mal mit ihren angereisten Freunden vor. Alles strömte dann zum Frankenstadion. Die Bahn war mal wieder hoffnungslos überfordert. "Die lernen es wirklich nie" murmelte fast jeder zweite frustrierte Fahrgast, als man wieder vor völlig überfüllten OPNV-Wagens stand. Wieviel Geld muß man eigentlich sammeln, um den S-Bahn-Betreibern einen zusätzlichen Wagen zu spendieren? Nun gut, kein gutes Omen für das Spiel, wir kamen so spät ins Stadion dass wir nicht mal dem Drehleierspieler spenden oder die Glubbhymne direkt vor Anpfiff mitsingen konnten. Fürs Anstoßbier im Stadion reichte es auch nicht. Aber ehe wir halbwegs unbequem im proppenvollen 5er-Block standen, klingelte schon das 1:0 gegen St. Pippi. Getreu dem Motto, "jeder sollte mal" servierte Verteidiger Wollscheidt seiner Oma zum 70. sein erstes Bundesligator, jetzt muß unbedingt Juri und Pelle mal eins schießen und Schäfer sollte mal einen Elfer machen dürfen, dann wären die wichtigsten Spieler alle gesegnet. Aber das ist Zukunftsmusik.
So richtig kam Pauli nicht ins Spiel, zumal es nach einer Viertelstunde dank quasi eingestellter Abwehrleistung der Paulis 3:0 hieß. Selten war ein Spiel so schnell langweilig geworden, und - verdammt - das war ein geiles Gefühl! Anfangs der zweiten Halbzeit ließ man die Hanseaten dann auch am Geschehen teilnehmen, was diese aber eher als Strafe statt als Geschenk annahmen. Wahrscheinlich waren sie gedanklich auch schon beim nächsten Spiel. Für zwischenzeitigen Beifall sorgte dann Hannover auf der Anzeigetafel, die zuhause die Bauern gerade mit 3:1 demontierten. Zum Schluß hin hübschte dann Neu-Fußballgott Eigler mit "unwichtigen" Toren die Statistik auf und bestätigte die Serie, dass bei Glubb-Pauli die Franken entweder fünf oder gar kein Tor schossen. Fünf für uns diesmal, Gottseidank! An Europapokalträumen beteiligen wir uns an dieser Stelle nicht, sondern konzentrieren uns noch auf die kommenden offenen Rechnungen gegen die Bauern, Mainz und FCK. Ach, wenn ich einen Wunsch frei hätte: es dem BVB mal richtig schwer zu machen.
TOPP...:
-Die gesamte Mannschaft (fast)
-Die Stimmung auf den Rängen
-Der Glubb läutet die närrischen Tage ein
-Die Anzeigetafel bei den Einblendungen aus Hannover
-Es gab im Stadion entgegen aller Befürchtungen kein Leichtbier
-St. Pauli Fans haben meist mehr Hirn als Frankfurter Ultras
-Marek Mintals Einwechslung machte wirklich Sinn und hatte keinen belächelten Edeljokercharakter - er legte das letzte Tor auf.
-Der Kalif - kurz vor Schluß eingewechselt - empfiehlt sich gleich gegen das kommende WOB-Spiel.
-Der Rückrundenstart 2011, im Gegensatz zum letzten Jahr.
-Schiri Wingenbach
nach dem Abpfiff.
-Jens Hegeler: Hatte mal wieder einen seiner "Ismirwurscht"-Tage. Herrgott, was könnte der Knabe auf die Beine stellen, wenn er das Herz von Cohen hätte!
- St. Paulis hochgelobtes Kämpferherz
STIMMEN ZUM SPIEL:
Dieter Hecking: "Und ich bin eben gefragt worden, ob ich die Karte von Europa studieren würde - nein, habe ich gesagt, die Karte von Niedersachsen habe ich drauf, denn Wolfsburg ist unser nächster Gegner."
Christian Eigler: "Auch für ein 5:0 gibt es nur drei Punkte. Bei einem 5:0 gegen die Bayern würden wir heute natürlich länger ausgehen."
Christian Eigler: "Im Profifussball habe ich noch nie vier Tore in einem Spiel geschossen, das letzte Mal muss in der A-Jugend gewesen sein."
St. Pauli Trainer Holger Stanislawski: "Glückwunsch an Dieter! Glückwunsch an Nürnberg! Für uns war das Spiel nach ein paar Minuten vorbei."
Ilkay Gündogan: "Es hat sich wie mein erstes Bundesligaspiel angefühlt."
NN Einzelkritik zu Raphael Schäfer: "Konnte an diesem Nachmittag nicht überzeugend nachweisen, dass er beim 1. FC Nürnberg zu recht als Torwart angestellt ist. Musste keinen Ball halten, trug aber immerhin ein gelbes Torwarttrikot."
Spiegel online: "Mit 17 Punkten ist Nürnberg zweitbeste Mannschaft der Rückrunde hinter Borussia Dortmund (18 Zähler)."
25.03.2011, SCHALKE 05 VS. FCN: 1:1 FELIX GEFÄLLT MIR NICHT MEHR...
Die Basisdemokratie via Internet macht auch vor Einkaufsweltmeister Felix Magath nicht halt. Das Mißfallen an ihrem großen Vorsitzenden machten die Schalker Fans durch kreative "Gefällt mir nicht (mehr)" Transparente im Facebook-Design publik, die beim Auswärts-Unentschieden in der "auf Dingsda"-Arena im blau-Weißen Fanmeer hochgehalten wurden. Auch wenn Felix jetzt mit den Fans bloggt, sind nicht wenige Anhänger unzufrieden. Sind wir froh, dass die Leistung und Peripherie des Glubbs hier in Franken gerade professionell und modern nach vorne marschiert. Einziger Wermutstropfen: Der Kopfball von Mendler (18) hätte als Rache für das Draxler (18) - Ei aus dem Pokalspiel drin sein müssen. Hecking will dem jungen Glubbstürmer deswegen aber nicht den Kopf waschen, sondern ihn statt Straftraining "nur" auf die Streckbank legen.
Hier aber endlich der Bericht aus der Knappen-Arena mit
Schlitz im Dach von unserem Schreibkönig Roland Hornauer.
Es ist faszinierend zu sehen, wie viele junge Menschen ein Schalke Heimspiel zu einer Familienheimfahrt nutzen. Um 12.00 Uhr war der Bahnsteig in Essen gefüllt von jungen Schalkefans, deren Taschen, Rucksäcke oder Trolleys freudig von einem Elternteil zwecks Weiterfahrt abgenommen wurden. Was fiel bei der Anreise noch auf? Die Ruhrpöttler setzen den Kommerz viel schneller um. Bei uns fährt die S-Bahn zum „Frankenstadion“, schon in Bochum heißt das Stadionziel unisono „Veltins-Arena“. Passend zum Namen war der erste Gesang in der Straßenbahn „Scha la la - Schalke 04“. Gleich anschließend folgte „Schalke und der FCN“ und man fühlt sich als einziger Clubberer in der Tram pudelwohl. Ein Gefühl was vor, während und nach dem Spiel voll erhalten blieb. Die Fanfreundschaft ist halt nur bei Auswärtsspielen so deutlich spürbar. Nur freundliche, häufig anerkennende Blicke, öfters Lob für meinen Hans Meyer Schal, „schöner Schal“ und viele nette Gespräche.
Schade, dass wir nur in Schalke so empfangen und behandelt werden. Um in den Bier Plörre Tempel zu kommen, müssen etliche Plörreverkaufsstände passiert und sogar ein Hügel erklommen werden, der höher ist als der Bieberer Berg. Im Stadion dann ist der Kommerz an allen Ecken und Enden zu finden. Fast an jeder Wand hängen Werbeschilder. Dagegen ist unser Frankenstadion ja richtig nackt. Gleiches gilt für die Stadionzeitung, „auf Schalke Spieltagsausgabe Schalker Kreisel“. Auf 14 (!) Seiten sind die Schalke Partner mit insgesamt über 450 Werbekästchen abgedruckt, dazu kommen noch 23 ganzseitige Anzeigen plus weitere Halbseitige, Werbung satt auf insgesamt 84 Seiten. Gut dagegen, das Spielerposter, zum Spiel passend Peer Kluge, ist nicht eingeheftet, nur beigelegt und die Rückseite unbedruckt. Das Heft der Schalker Fan-Initiative „Schalke Unser“, darf nur außerhalb des Bier Plörre Tempel verkauft werden, macht dafür vieles wett. Da wird nicht verbissen ernst wie bei „Ya Basta“ der eigene Standpunkt verkündet, sondern die Schreiberlinge gehen wunderbar ironisch auf Schalker Geschichten ein. Der Titel „Viel Luft nach oben“ mit abgebildetem kaputtem Stadiondach und das Inhaltsverzeichnis „Was steht drin? Und wo wir den Artikel möglicherweise abgeschrieben haben“, mögen als Belege dienen. Natürlich wimmelt es auch im Stadion von Plörreverkaufsständen. Nicht einmal teuer 3,60 Euro für 0,5l, wenn man eine Knappencard hat. Allerdings sollte man sich, nicht nur von den Nachwirkungen her, vor zuviel Plörre hüten. Die genialen Erbauer des Stadions haben nämlich statt einer Pissrinne Urinale in die Herren-WCs gebaut und damit einen permanenten Stau geschaffen. Trotz Kommerz an allen Ecken und Enden, auch Fouls, Abseits und nicht nur Ecken und gelbe Karten werden zu Werbeeinblendungen am Videowürfel genutzt, gibt es auch andere Eindrücke. Der Stadionsprecher kündigt das Pokalspiel am 2.3. wie folgt an, „Mittwoch DFB Pokal in der Arroganz-Arena, oh sorry Allianz-Arena“. Noch mal zur Fanfreundschaft, über Lautsprecher wird „Die Legende lebt“ gespielt und alle Schalker hören ruhig und freundlich zu.
Roland Hornauer
19.02.2011, FCN VS. ZWIETRACHT BANKFURT: 3:0, ZIMMER MIT AUSSICHT NACH EUROPA
Das Spiel begann erwartungsgemäß: Bankfurt wollte das Spiel mit rüden Fouls und langen Unterbrechungen kaputt machen, man hat ja Gekas, der immer für ein Tor in der 85. Minute einer typischen Schweinepartie gut ist und somit die moderate Hinrunde der Mannschaft aus Mainhattan begründete. Amanatidis kehrte auch zurück aus der Verbannung Tribüne und wurde auf dem Grün eingesetzt, bewegte aber nicht viel. Die Großchancen beim Glubb häuften sich hingegen über das ganze Spiel, vor allem Hegeler hätte - allein vor dem Tor und Nikolov - den Torreigen früher eröffnen können. Bis zu diesem war das Spiel durch taktische Winkelzüge geprägt, oft holte Trainer Hecking Spieler zu sich an den Spielfeldrand, um neue Strategie-Maßnahmen zu installieren. Ob das wirklich funzt? Man hat schon das Gefühl, aber es ist auch eine psychologische Maßnahme, die dem Gegner Respekt einflößt. Denn das wirkt besser als ein gestikulierender Trainer, der seine Mannschaft von der Seitenlinie hilflos dirgierend anbrüllt. Oder nach dem Spiel in der Pressekonferenz Schutz für seine Spieler vom Schiri vor den "bösen" Nürnbergern einfordert.
In der zweiten Halbzeit merkte man: Hier will keiner mit einem Unentschieden heim gehen. Es ist schon eine Freude, dass der Glubb kaum eine Freistossvariante zweimal ausprobiert, man hat einfach jedesmal eine neue Idee im Köcher. Zum Beispiel dass nicht Ekici sondern Schieber aufs Tor ballert. Memo paßte also quer zu Julian, der lange wartete und dann die volle 110 km/h-Granate Richtung Netz abfeuerte. Absicht oder bedrängt einfach drauf gehalten: Drin, und zwar mit schönen Grüßen und einer tüchtigen Portion Wut, man möge hier heute Abend doch endlich mal Fussball spielen. Angeblich war die Variante auch wirklich so nicht geplant. Dann der eingewechselte Robert Mak. Er bekam im Bankfurter Strafraum den Ball abgeluchst, holte ihn sich augenblicklich wieder und hob den Ball aus typischer Eigler-Position über den Torwart ins Netz. Damit hat er sich bei den Fans mit nur einer pfiffigen Aktion in die Herzen gespielt, und Frankfurt gab auf. In der Schlussminute dann die Schaumkrone der Woge der Begeisterung: Cohen zimmerte aus 20 Meter einen sehenswerten Fernschuß zum 3:0-Entstand ins Netz und sorgte damit für einen Feier-Abend in Nürnberg. Daheim in Israel hat sich Almog damit wohl zum Volkshelden hochgespielt, der kleine Gattuso hüpfte fast 20 Minten lang nach dem Spiel wie ein tollwütiges Rumpelstilzchen herum, hüpfte (er ist ja kein Fürther) und herzte jedem, der nicht schnell genug auf den nächsten Baum kam... Sonderlob für Wollscheidt, der durch überlegte Gestik, hünenhafte Präsenz, gesunde Härte und stechende Abwehrläufe keine Bestätigung für seinen Stammplatz mehr braucht. Er hätte sein Beinahe-Tor in der Frühphase verdient gehabt.
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Das 3:0 war vom Spielverlauf her vielleicht zu hoch – ich wusste gar nicht, dass Almog so weit schießen kann. Jetzt können wir uns am Wochenende auf die Couch legen."
Raphael Schäfer: "Siege machen Spaß! Deshalb spielen wir Fußball."
Mehmet Ekici: „Bei der letzten Siegesserie 1989 war ich nicht einmal geboren, ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt geplant war.
Ioannis Amanatidis (Eintracht Frankfurt): "Das ist halt so, wenn man anfängt an sich zu zweifeln. Dann macht es knacks im Kopf, wenn man davon spricht, dass man von Anfang der Rückrunde an kein Tor schießt."
Raphael Schäfer: "Wir wissen alles einzuschätzen, aber von mir aus, können wir gerne noch weitersiegen."
Eintracht-Torwart Oka Nikolov zum Schieber-Freistoß: "Den sollte man halten."
12.02.2011 VFB STUTTGART VS. FCN: 1:4
ich wollte mich nochmals in aller Innigkeit für unser starkes Auftreten am vergangenen Samstag entschuldigen. Aber wir waren ja noch gnädig und haben es bei den 4 Treffern belassen und das Ergebnis im relativ niedrigen einstelligen Bereich gehalten. Im Gegenzug hierfür wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie auf folgendes Tauschgeschäft eingingen: Sie belassen Ihren Spieler Julian Schieber bei unserem aufstrebenden Verein und bekommen hierfür einen von Ihnen mehr als dringend benötigten Innenverteidiger, nämlich unseren Spieler Maroh.
Mit spätzeligen Grüßen
Martin Bader"
Aber jetzt mal ernsthaft, ich kann mich an kein Auswärtsspiel der vergangenen Jahre in der 1. Liga erinnern, welches ich so entspannt habe genießen können! Nach dem mehr als glücklichen Anschlusstreffer kurz vorm Pausenpfiff und der Hereinnahme von Cacau in der Halbzeit hatte ich zwar mit einem Aufbäumen der Schwaben gerechnet, aber die Glubberer haben ja wirklich rein gar nix anbrennen lassen!
Erstaunlich finde ich auch, dass wir nicht nur 11 Spieler haben, sondern auch Leute wie dieser Chandler, die sich nahtlos in die Mannschaft einfügen wenn mal wieder ein etablierter ausfällt. Und Samstag auch mal Hut ab vorm Käptn, das war denke ich sein stärkstes Spiel seit dem Pokalsieg!
Sehr fein fand ich auch die Reaktionen von Schieber, dass er keine Jubelorgien angezettelt hat. Der Schäfer wird ihm da schon so ein paar Geschichten erzählt haben, wie die schwäbischen Fans reagieren, wenn man vorher sich für nen anderen Verein eingesetzt hat. Aber er hat absolut Vollgas gegeben und war der beste Mann auf dem Platz - das zeigt, was dieser junge Mann für einen super Charakter hat! Und Hecking am Sonntag bei Doppelpass, dem war das Dauergrinsen ins Gesicht gefräst, und er hat immer wieder drauf bestanden, dass es zu einfach sei immer nur zu sagen, der Gegner sei schlecht gewesen, sondern man müsse auch endlich einmal akzeptieren, dass seine Mannschaft einfach nur hervorrageden Fußball spielt!
Shultzie
STIMMEN ZUM SPIEL
Julian Schieber: "Ich bin davon überzeugt, dass die Stuttgarter den Klassenerhalt packen"
Timothy Chandler: "Dass wir so hoch gewinnen hätte ich vorher nicht gedacht, aber an den Sieg haben wir immer geglaubt."
Andreas Wolf: "...aber es war nicht so einfach, wie es vielleicht ausgesehen hat."´
Mehmet Ekici: "...aber das Ziel ist immernoch der Klassenerhalt."
Dieter Hecking: "Ich gehe mit der Leistung meiner Mannschaft komplett konform ... Wenn diese Mannschaft weiter so auftritt - und es gibt keinen Grund, warum sie das nicht tun sollte -, glaube ich, dass wir das Ziel Klassenerhalt heute erreicht haben."
Spox.com: "Ratloser VfB taumelt der 2. Liga entgegen"
Die Welt: "Heimdebakel – Stuttgart taumelt Richtung Abstieg"
Timmy Simons in der Bild: "Lass doch die Jungen in der Zeitung stehen! Die kämpfen noch um Image, mehr Gehalt oder einen großen Transfer. Ich habe das alles hinter mir." "Zufriedenheit ist der größte Feind des Erfolges. Ich will jedes Spiel gewinnen. Auch in Dortmund."
5.2.2011, FCN VS. VIZEKUSEN: 1:0
Könnten wir als Glubberer eventuell auch so sehen, als
Ballack gleich in der elften Minute Cohen nicht ganz sauber
säbelte und Schiri Kirchner den Israeli auch nicht "schützte".
Aber die Punkte blieben halt in Nürnberg, weil die Mannschaft
zäh und im Kollektiv den Kusener Spielaufbau -sofern erkennbar-
bekämpfte. Unterm Strich war der Glubb einer noch früheren
Führung (als Cohen frei vor Adler scheiterte) sogar näher, als
die Rheinländer einem armseligen Punkt. Die erste Halbzeit war
trotzdem etwas fahrig, nach der Pause aber wurde einen Gang
höher geschaltet. Der Glubb war ja an diesem Tag bisher nicht
der Depp und hat nicht kurz vor der Pause den Rückstand
kassieren müssen. Dafür witterten die Glubberer Morgenluft. In
der 60. Minute dann Eiglers Sonntagnachmittagsausgehschuss an
den Pfosten vom Eck ins Netz, das Ganze nach geschickter
Passage durch Rolfes' Beine. Ein Tor für die Ewigkeit, und das
an seinem 100. Erstligaeinsatz!
Ausgerechnet Reinartz als ehemalige LEV-Leihgabe hatte um ein
Haar den Ausgleich in den letzten Minuten vollstreckt, ein
gewisser Juri Judt hatte aber was dagegen und stand auf der
Linie goldrichtig. Nach dieser erneuten Torverhinderung auf
Linie durch Körpereinsatz sollte Juri langsam auf den Posten
eines Ersatztorwarts gehoben werden, und Schäfer sollte ihm
schon mal einen Kasten Bier spendieren als Dankeschön. Spieler
abschließend hervorzuheben war bei dieser Schlacht nicht
angebracht, wir tun das trotzdem. Wenig Beachtung fand nämlich
in der Presse Dominic Maroh, der seit Wochen klaglos von der
Bank zuschaut wie Wolf agiert. An diesem Samstag hat man Wolf
(Gelbsperre) nicht vermisst, denn Maroh ersetzte ihn ohne Tadel
(OK, ein Schnitzer - und Spieleröffnung eher nicht vorhanden).
Weitgehend ohne rüde Fouls oder gelbe Karte.
So durften wir nach dem Sieg schon wieder das Legendenlied
ein zweites Mal am selben Spieltag trällern und mit einem
lachenden und einem weinenden Auge die Niederlage der Bauern in
Köln auf der Anzeigetafel kommentieren. Einmal wenn man
pro-Bauern gewinnt, verlieren die ausgerechnet bei einem
Tabellenschlußlicht und verdaddeln sich alles.
LUSTIGE SCHLAGZEILEN NACH DEM SPIEL
AZ: "Bayer Heulkusen"
Bild: "Club wehrt sich gegen Heulsuse
Heynckes"
AZ: Eiglers Traumtor ein weiterer Schritt vom
"Vergeigler" zum Publikumsliebling
Bild: Israel feiert Club-Star Cohen
AZ: Herz schlägt Geld
Kicker: Eigler schockt die Heynckes-Elf
Bild: Bader: "Fußball ist ein
Männersport"
NN: Nürnbergs Mann für ganz besondere Tore -
Christian Eigler aus Unterreichenbach lässt sich und seinen
Club nie hängen
STIMMEN ZUM SPIEL:
Kusentrainer Jupp "Osram" Heynckes: "Nürnberg
hat nicht Fußball gespielt. Zum Teil war das ganz unfair ...
(zu Hecking) "Darauf muss deine Mannschaft nicht stolz sein.
Und du auch nicht..."
Glubbmanager Bader: "Ich wüsste nicht, warum
wir uns für eine leidenschaftliche Darbietung schämen sollten.
Fußball ist ein Männersport – und ich glaube, dass alle
Leverkusener das Spiel beenden konnten."
Jupp "Osram" Heynckes: "Sie spielen einen
rustikalen Fußball, aber heute sind sie über das Ziel
hinausgeschossen ... Leider hat der Schiedsrichter meine
Spieler nicht geschützt."
Ex-Glubberer Reinartz: "Sehr unangenehmer
Gegner, rustikal, viele Fouls, sie wollten unseren Spielfluss
kaputtmachen." (Anm: Welchen Spielfluss?)
Dieter Hecking nach dem Spiel: "Es hat sich
nichts verändert, zu Platz 16 sind es nach wie vor sieben
Punkte."
Manager Martin Bader: "Ich verstehe eins zu
eins, warum man Almog den Gattuso von Israel nennt. Auch er ist
eine Waffe für die bestimmten Momente."
Christian Eigler über seine Fähigkeit, immer
die wichtigen Tore zu schießen: "Wir führen eben selten 4:0
oder 5:0, so dass ich das unwichtige sechste Tor machen
könnte."
Juri Judt: "Ich freue mich jede Woche, dass
ich in der ersten Liga spielen darf."
Vizekusen-Leihgabe Jens Hegeler: "Eine
Mannschaft wie Bayer hat natürlich eine höhere Qualität, da
muss man eben Aggressivität und Zweikampfstärke
hineinwerfen."
Ewald Funk
29.01.2011, FCN VS. HSV: 2:0
Zurück zum Spiel gegen den HSV. Bestes Wetter, erwartungsvolle Stimmung. Wird die bunte hanseatische Millionentruppe wie die siebte Legion über Nürnberg hinwegrollen? Wird sogar Pianist Oenning von der Ersatzbank aufspringen und werden die TV-Moderatoren frohlocken? Nun, die Nürnberger hätten durch Robert Mak am Ende fast noch das 3:0 erziehlt und sind durch das zu Null endlich (nach 16 Spielen) sogar erstmals wieder ohne Gegentor. Ab der 70. Minute war ich mir ziemlich sicher, dass unser Glubb den Dreier heute behält. Verdient, wie ich meine. Die "B-Mannschaft" des FCN unter der Führung von Simmons, Pino und Käptn Wolf legten ein sauberes Spiel hin. Einzig der Käptn war mit seinen Gedanken irgendwie woanders, hatte manchmal deutlich sichtbare Angst, den Ball hinten anzunehmen und überlegt weiter zu reichen. Paß ging dann meist zu Judt, Pino oder Wollscheid, letztere machten oft etwas daraus. Wolfs finale Karte zur Gelbsperre war dann noch die Krönung seiner eher bescheidenen Tagesform. Allerdings darf man nicht vergessen, dass momentan neben all den Schattenseiten seine erfolgreichen Spielzüge kaum Beachtung finden. Wären sie halt bloß etwas häufiger...
Eigentlich sollte man keine Einzelspieler heraus stellen, denn hier gewann eine Mannschaft gegen eine Zweckgemeinschaft, hier gewann Leidenschaft gegen sogenannte Leistungsabrufer und Jugend gegen ausgewiesene Großverdiener. Von der Fanseite her ein faires, friedliches Spiel und vielen Dank auch an den HSV Block für das Transparent "Pro Max-Morlock-Stadion".
Gegen die Pillendreher wird es am Samstag allerdings deutlich schwerer, man sollte also nicht übermütig werden.
STIMMEN ZUM SPIEL
Armin Veh: "Wir haben nicht ansatzweise das gezeigt, wozu wir fähig sind. Wir waren schwach wie zu alten Zeiten. Das ist nicht zu erklären"
Dieter Hecking auf die Frage, wann ihm die Idee Mendler für Ekici zu bringen: "Am Morgen im Bett, da hat man oft die besten Einfälle."
Armin Veh darauf: "Und was lernt man daraus? Dass man länger im Bett bleibt"
Armin Veh: "Nürnberg war trotz 120 Minuten Pokalspiel auf Schalke besser. Man hat keinen psychologischen Vorteil für uns gesehen. Ich dachte, dass wir 200 Minuten in den Knochen haben“
Armin Veh über den Linienrichter Kampka (Arzt, 28) "Das war niemals eine Rote Karte. Das sehe ich komplett anders. Der 12- oder 13-Jährige da an der Linie..."
FAZ: "Der HSV als Aufbaugegner"
AZ: "Oenning ohne Manieren.
Beim HSV ist Ex-Trainer Michael Oenning froh, als Assistent von Armin Veh "nicht mehr in der Vaerantwortung zu stehen". Es geht ihm ja "nur um Projekte" - oder einen hochdotierten Job? Jedenfalls ließ Oenning am Samstag jeglichen Anstand vermissen, hatte sogar Probleme, sich mit FCN-Offiziellen normal zu unterhalten. Peinlich!"
POKALKRACHER, 26.01.2011: HERNE-WEST VS. FCN, 3:2
Nein, nicht egal. Ohne Verdrängung war das nicht zu
ertragen, von einem Milchgesicht aus dem Pokal geworfen zu
werden, der zuvor mit einem Bauerntrick unseren Käptn hat
aussteigen lassen und gleich drauf gehalten hatte. Schäfer war
zumindest noch mit den Fingerspitzen dran! Und dabei fing es so
gut an, als Schieber nach vier Minuten zum ersten Mal
einnetzte. Und dann kam nur zwei Minuten später Eiglers
besagter Schieber nur wenige Zentimeter am langen Pfosten
vorbei.
Bereits in der 14. Minute glichen die Schlümpfe aus, als
Antwort legte Schieber wieder einen nach, das war dann die 32.
Minute. Soviele eigene Tore hat der Glubb wohl die ganze Saison
noch nicht in der ersten Halbzeit geschossen. Man sah, wie
schwer sich teuer aufgestellte Gegner mit einer kratzbürstigen
Glubbmannschaft tun. Acht Minuten nach Wiederanpfiff der
Ausgleich, dann begann die Leidenszeit der Glubberer, die sich
tapfer wehrten. Wer nicht im Stadion war, litt doppelt, ob er
nun ZDF oder Sky guckte. Denn die Alternativen waren ein
Schalke Fan und Ex-Leichtathlet als Fußballkommentator im ZDF
mit seiner gewohnt unterirdisch-fundierten Moderation, oder ein
Adliger Bauernfan auf Sky. Da kamen einen schon die Tränen aus
Freude... Das Ende in der 119. Minute werden wir schon
irgendwann mal rächen.
BESCHWERDEBRIEF ANS ZDF
Keine Sorge, auch wir haben ans ZDF geschrieben. Antwort war exakt dieselbe, die Ihr vielleicht auch bekommen habt, bzw. die man überall in den Foren lesen kann. Deshalb nur die Mail:
Sehr geehrte Programmverantwortliche,
ich will nicht noch mehr Wasser auf die Mühlen kippen und mich
unsachlich über die Moderation des Pokalspiels am Dienstag
Abend im ZDF durch Herrn Poschmann äußern, wie das gerade
in Fankreisen getan wird. Also versuche ich als Journalist und
Herausgeber eines Kulturmagazins sachlich zu
bleiben.
Mit fairer Berichterstattung eines sportlichen Ereignisses
hatte das nichts zu tun, was Herr Poschmann an diesem Abend
abgeliefert hat. Ich kann verstehen, wenn sein Herz für
Schalke schlägt und er kann dies gerne in der Kantine des ZDF,
am Spiegel seines Autos oder als nicht sichtbares Trikot
unter dem Anzug bei der Moderation demonstrieren. Im Kopf muß
man aber als respektierter Journalist einer renommierten
öffentlichen Sendeanstalt die Neutralität wahren und
ausgeglichen und fair moderieren und nicht seine
Vorbildfunktion für unseren Berufsstand in derartiger
Position vernachlässigen. Meiner Meinung nach war Poschmann
nicht der richtige Mann für dieses Spiel und einfach
überfordert. Für eine ausgeglichene Berichterstattung muß sich
der Moderator vorher ausreichend informieren, da er dies
im Fall Schalke sicher nicht machen mußte, hätten zehn
Minuten auf der Wiki-Seite über den FCN sicher gereicht.
Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als respektierte Namen
Sport kommentierten. Wie gut, dass ich vor Jahren den Fernseher
aus meinem Leben entfernte. Im Falle ZDF bin ich
enttäuscht, eine derartig unterirdische Moderation geboten zu
bekommen. Ich habe mir das Spiel in einer Sportsbar
angeschaut, als die Sky Berichterstattung begann und Fritz von
Thurn und Taxis als Moderator offenbar wurde, wechselte man
unter Beifall auf ZDF. Als Fazit möchte ich mit Verlaub sagen,
hier letztendlich die Auswahl zwischen Teufel und Beelzebub
gehabt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen, Ewald Funk
STIMMEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Am Samstag müssen wir gegen
den HSV wieder aufstehen und das Glücksmoment erzwingen."
Martin Bader: „Dass Poschmann kein Fußballspiel kommentieren kann, ist ja bekannt. Doch wir sind sauer, wie respektlos der Sender mit dem FCN umgeht.“ ... So war beim Nachbericht im Frühstücksfernsehen von Zweitligist Aachen die Rede, aber nicht vom Club. Bader: „Und von den vielen Interviews, die sie unbedingt nach dem Schlusspfiff gebraucht haben, wurde auch kein einziges gesendet.“
Club-Blog: "Man sollte Poschmann mal sagen, dass auch in Franken Rundfunkgebühren gezahlt werden"
>>>>>>>
Warum Einlaufkinder nicht größer als 1,40 sein sollten. Quelle: clubfans-united.de, Originallink: http://twitpic.com/3uu4nh
22.01.2011, SC FREIBURG VS. FCN: 1:1
So freut man sich auf das sehenswerte Tor von Schieber, noch
mehr vielleicht, dass sich Zögling Okotie durch seinen Assist
endlich einmal freuen durfte. Bei diesem Spiel sollte Hecking
aufgegangen sein, dass man mit Doppelspitze doch mehr erreicht
als mit einem Alleinunterhalter. Das 1:0 für Freiburg fiel
übrigens durch eine geschickte -pardon- unglückliche
Kopfballverlängerung von Käptn Andy Wolf auf Johannes Flum.
Dieser erzielte somit durch gegnerische Unterstützung das 500.
Bundesligator der Freiburger.
TOP:
-Klar der Wut-Hammer von Schieber. Ansonsten überlegen wir
gerade verzweifelt nach einem weiteren Lichtblick.
FLOP:
-Dutts Gejammer vor dem Spiel, er habe keine Spieler mehr und
überlege, den Platzwart aufzustellen. (Wechselte dann aber
munter drei weitere Spieler aus, wo kamen die denn plötzlich
her?)
-Und täglich grüßt der Glubb mit einer verschlafenen ersten
Halbzeit.
STIMMEN VOR DEM SPIEL:
NZ: "Club-Visite in der Schwarzwaldklinik.
NÜRNBERG - Club-Gegner Freiburg ist zur "Schwarzwaldklinik"
mutiert. Trainer Robin Dutt muss 15 Ausfälle beklagen."
Robin Dutt (Trainer Freiburg): "Nürnberg hat
den größeren Druck" und müsse gegen die ersatzgeschwächten
Freiburger gewinnen, falls das nicht passiere dürfte bei den
Glubbfans "keine große Begeisterung da sein"
Dieter Hecking darauf angesprochen: "Der soll
nicht so viel Scheiße labern."
STIMMEN NACH DEM SPIEL:
Dieter Hecking: "Das war ein gerechtes
Unentschieden. Die erste Halbzeit war nicht der große Knaller
... Das von Julian war ein super Tor."
fcn.de: "...Okotie. Der letztgenannte legte
mit seinem ersten Ballkontakt Julian Schieber den Ball vor, der
ihn mit einem beherzten Kick aus gut 15 Metern unter die Latte
drosch (56.). Was für ein Riegel – das Bewerbungsschreiben fürs
Tor des Monats in seinem 50. Bundesligaspiel sollte damit
unterwegs sein."
Robin Dutt: "Wir haben wenigstens elf Spieler
zusammen bekommen und vor der Mannschaft ziehe ich den Hut."
(Wechselte dann aber munter drei weitere Spieler aus, wo kamen
die denn her?)
19.1.11, POKAL OFFEBACH VS. FCN 0:2 TIMMY BEDANKT!
Eigentlich waren keine Probleme zu vermuten, als ich
zusagte, mit dem Fanmobil vom Fanclub Clubbock mit nach
Offenbach zu fahren. Doch gleich der erste Anlauf ging ja
schief. Klar, wenn der Manager der Offenbacher Kickers Andi
"Schwalbe" Möller am Sonntag vor dem Termin vor Weihnachten
angesichts der Schneefälle öffentlich die Frage stellte, wer
soll den vielen Schnee denn räumen? Dann wird dass natürlich
nichts mit einen schönen Pokalfussballjahresabschluss.
Vermutlich hat dies die Fifa unter Blatter Sepp
zwischenzeitlich geändert, aber bislang dachte ich immer, die
Heimmannschaft muss räumen - so macht es gegen Freikarten ja
auch der Verein in Erlangen-Süd der in den Niederungen der 2.
Liga spielt.
Zum Nachholtermin musste ich leider auf die Mitfahrgelegenheit
verzichten, da ich "dummerweise" tagsüber in Frankfurt weilen
musste und am nächsten Tag von Frankfurt Richtung Ferien, raus
aus dem Winter, nach Island düsen wollte. Brav wie ich bin,
folgte ich den Internetanreisetipps des OFC per S-Bahn und
landete in einen völlig unbeleuchteten Stadtpark. Dank der
uralten Flutlichtanlage war die grobe Richtung zum
altehrwürdigen Bieberer Berg erkennbar und ich erklomm die
OFC-Kultstädte gut 45 Minuten vor Beginn. Vor Spielbeginn war
vom eigentlich bekannten Offenbacher Mob auf der Gegengerade,
die Stehplatztribüne ist nach Waldemar Klein, den früheren
Offenbacher M.A.Roth, benannt, wenig zu hören.
Während sich die Mannschaften aufwärmten kam die Durchsage,
dass wegen der chaotischen Verkehrssituation - dabei hatte es
nicht geschneit - im hessischen Hochgebirge, der Anpfiff um 15
Minuten verschoben wird. Tatsächlich war der Clubfanblock noch
ziemlich leer, allerdings kommen die Ultras ja öfters
"freiwillig" später und auch die heimische Haupttribüne war
noch ziemlich frei. Gegen 19.00 Uhr war das Stadion mit
Ausnahme der Fans vom Clubbock eigentlich voll und es hätte
pünktlich angepfiffen werden können. Na gut, so ging das letzte
große Spiel in diesen schönen alten Stadion halt 15 Minuten
später los.
Es begann ein typischer, ausgewogener Pokalfight. Entgegen der
üblichen Gepflogenheiten waren aber unsere Helden konzentriert
und erlaubten den Drittligisten wenig. Nach 10 Minuten hätte
Ekici eigentlich einnetzen müssen, doch eine Mischung aus
Torwart, Dusel und Unvermögen verhinderte unser 1:0. Ekici ist
halt mehr der Standardschütze wie er 10 Minuten später mit
seiner Ecke bewies, als unser Oldie Simons im Nachschuss das
1:0 zu erzielte. Genau im richtigen Moment, schließlich trafen
die Freunde vom Clubbock gerade im Stadion ein.
Am Bieberer Berg ist es extrem wichtig die Tore mitzubekommen,
da zumindest vom Gästeblock aus zwar ein hässlicher blauer
Baustellencontainer zu sehen ist, aber eine so simple Sache wie
eine Anzeigentafel nicht zu erkennen ist. Ein Drittligist
braucht halt keine Eintrittsgelder mehr. Wahrscheinlich gibt es
am ganzen Bieberer Berg keine, damit der Fan nicht laufend an
unerfreuliche Ergebnisse erinnert wird.
Nach dem 1:0 war das Spiel eigentlich gelaufen. Die
Klassenunterschiede waren deutlich erkennbar. Offenbach hatte
nur eine gefährliche Chance, die unser Pokal-Raphael souverän
klärte. In der 2. Hälfte zog kurzzeitig etwas Staub und Nebel
durch den Nürnberger Block. Da haben die Sicherheitskräfte wohl
einige vergessen zu fragen, ob sie entsprechendes Material
dabei haben. Nach einem weiteren Ekici-Standard köpfte in der
66. Minute Hegeler unseren Goalgetter Simons auf den Arm und
der Ball wurde routiniert zum 2:0 eingelenkt. Fahrlässig wurden
noch diverse gute Chancen der diesjährigen Pokalhelden
verdattert bzw. gute Kontermöglichkeiten vergeben, doch die
Offenbacher blieben harmlos und von der berüchtigten
Offenbacher Fankulisse war wenig zu vermerken.
Dafür wurde mehrfach "über Schalke fahren wir nach Berlin" laut
und deutlich skandiert. Es war kein spannendes, aber dafür aus
Glubb-Sicht schönes Pokalspiel. Für die Offenbacher Fans, so
zumindest ihre Äußerungen auf der Rückfahrt in der S-Bahn war
es das Spiel des Jahrzehnts, dies sagt alles über die traurige
Offenbacher Situation. Es war aber auch ein wehmütiger Abend,
es war das letzte große Spiel in einer Traditionsarena, in
einem schönen alten Stadion. In den nächsten Tagen wird
abgerissen und gebaut und am Bieberer Berg wird eine "moderne"
Arena im gewohnten Einheitsstil entstehen und ein Teil
Fußballgeschichte ist damit weg. Zurück waren die Wege im
Stadtpark sogar beleuchtet und grüne Weibchen und Männchen in
Rüstungen und zum Teil zu Pferde sorgten dafür, dass niemand
vom Weg abkam. Zur Belohnung durfte der Erfolgsschal dann sogar
den Gullfoss sehen. Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL
Raphael Schäfer: "Wir haben die Zuschauer nicht ins Spiel kommen lassen"
Dieter Hecking: "Der Bieberer Berg hat
heute nicht gebebt."
Wolfgang Wolf (Ex-Glubbtrainer, jetzt OFC):
"Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, sie hat alles
gegeben und Nürnberg das Leben sehr schwer gemacht."
Christian Eigler: "Es hat heute von Außen
vielleicht leicht ausgesehen, aber es war schon ein schweres
Stück Arbeit. "
Raphael Schäfer: „Timmy Simons ist eben ein
alter Sack. Der weiß, wo er stehen muss.“
Timmy Simons: "Ich habe jetzt drei Tore im
Pokal, in der Liga muss ich jetzt auch mal anfangen, zu
treffen."
Spiegel online (*augenreib*): Beim Pokal-Erfolg in Offenbach trat der 1. FC Nürnberg so souverän auf, dass es selbst dem berüchtigten Publikum am Bieberer Berg die Sprache verschlug.
15.01.2011, FCN VS. GLADBACH: 0:1, HALLO WACH!
Zurück zum Trauerspiel: Obwohl die Mannschaft beide
Vorbereitungsspiele im türkischen Trainingslager gewann, war
der Auftakt im Frankenstadion mager. Frantz, Gündogan und
Nilsson fehlten. Einer der ersten Konter brachte das Tor für
Gladbach nach Hereingabe des Neuzugangs Hanke, schade dass
Schäfer mit etwas besseren Augenmaß den verhinderbaren
Vollspanntreffer von Neustädter nicht mit der Faust unterbinden
konnte... danach nahm das Spiel einen Verlauf wie verhext. Der
Gipfel war wohl der Nordkurven-Sprechchor "Sch... Rafati" gegen
Ende der zweiten Halbzeit, und der kam nicht nur aus dem Lager
der Ultras. Beherzt rannte der Glubb gegen das Gladbacher Tor
und versemmelte reihenweise Großchancen. Und dann der
Unparteiische. Alles der Reihe nach:
Minute Nr.:
13. Der Linienrichter sieht eine Ecke von
Ekici im Aus.
27. Stranzl kommt spontan nach einem "Foul"
nicht mehr hoch: Gelb für Wollscheid, der die Welt nicht mehr
versteht
33. Wollscheid wird von Stranzl im 16er
richtiggehend niedergerungen, Pfeife bleibt stumm
34. Rafati pfeift einen Nürnberger Einwurf
ab
50. Stranzl benützt am Boden die Hände, Pfeife
bleibt stumm
70. Wollscheid wird durch Idrissou im 16er
gefoult, Pfeife bleibt stumm
77. Die Krönung, Gladbachs Keeper läßt den
Ball fallen, hält ihn nicht mehr fest, Mendler klaut die
Kirsche und netzt ein. Rafati sieht hier... was eigentlich?
Alles, und vor allem kein Tor
85. Eigler wird von Levels im 16er geschoben,
jetzt pfeift Rafati fünf Minuten vor Schluß einen Elfer.
Dauernd: Wie oft der Schiri im Spiel unsere
Freistöße abgepfiffen hat und wiederholen ließ, kann man gar
nicht zählen. Passierte meist, um den Spielfluß kleinlich zu
unterbrechen.
Nach dem Spiel äußerte sich Fifa-Mann Rafati nicht zu seiner
Glanzleistung, vielmehr pfeift er Mittwoch das zweite
Pokalspiel Koblenz gegen Lautern. Trotzdem bekam er nach dem
Spiel Besuch in der Kabine durch Schiedsrichter-Beobachter Aron
Schmidhuber, es soll angeblich lauter geworden sein. Gesetzt
dem Fall, Rafati hätte in einem Bauern-Spiel die Partie ähnlich
gepfiffen, wäre das Thema auch eine Woche später noch nicht vom
Tisch und Wurst-Uli hätte längst seinen Kopf gefordert.
Zufällig haben wir Kontakte zu einem angehenden Jungschiri.
Beim letzten Schiri Lehrgang in Oberhaching wurden ungelogen
hauptsächlich Szenen von wem gezeigt? Babak Rafati
natürlich.
Mittlerweile wurde vereinsübergreifend eine Petition an den DFB
eingerichtet, man möge uns Rafati und seine
Fehlentscheidungs-Festivals in Zukunft ersparen:
http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/sperrt-babak-rafati-fuer-die-hoechsten-spielklassen
Auch auf Facebook gibt es schon einen Rafati Fanclub:
http://www.facebook.com/pages/Anti-Babak-Rafati
HÖHEPUNKTE DES SPIELS
Die trotzdem ruhigen Nerven der Glubbspieler während des
Spiels. Ausnahme: Pino beim Kuschel-Elfer.
TOP:
-Philipp Wollscheid. War überall. Hinten fleißig und effektiv,
vorne stets präsent. Das sollten sich unsere Stürmer mal an den
Frisierspiegel schreiben.
-Jens Hegeler. Wirkt neuerdings nicht mehr so lustlos in seiner
Gestik, spielerisch immer mit Druck und Spielwitz.
-Christian Eigler. Ungewohnt belebend für das Spiel.
FLOP:
-Juri Judt. Hatte einen wirklich schlechten Tag. Von Heckings
prognostiziertem "neuen" Judt, der offensiv gewaltige
Fortschritte gemacht habe, war nichts zu sehen. Stattdessen
Fehlpässe und mangelnde Spritzigkeit.
-Andy Wolf. Nicht wirklich schlecht. Aber eine Spieleröffnung
durch den Käptn fand selten statt. Mais o menos...
-Pino. Trotz seiner Offensivbemühungen kostete uns sein Elfer
den Sieg.
-Simons. Ein Schatten seiner selbst, kam oft erst zu
spät.
-Mehmet Ekici. Schoss schon bessere Standarts, als Regisseur
trotz Nationalmannschaftsbonus überfordert.
STIMMEN ZUM SPIEL
Mehmet Ekici: "Die
Schiedsrichterentscheidungen müssen wir so akzeptieren."
Raphael Schäfer: "Wir mussten uns erst finden,
haben Gladbach die ersten 20 Minuten machen lassen"
AZ Kommentar: "Rafati Absicht zu unterstellen,
verbietet sich. Aber niemand verbietet es dem DFB, Rafati
absichtlich nicht mehr zu Spielen mit Club-Beteiligung
abzustellen."
Pinola: "Werde noch mehr üben."
Andy Wolf mit zitternder Stimme und
fassungslosem Blick, stotternd: "Ich kann leider nichts über
die Schiedsrichterleistung sagen, weil ich wohl sonst bis ans
Ende meiner Tage gesperrt würde."
NN: "Rubin Okotie: Die Bundesliga-Minuten
Nummer drei bis 18 wird man schnell wieder vergessen in
Nürnberg."
Pinola: "Wir müssen endlich kapieren, dass 45
Minuten nicht reichen."
NN: "Juri Judt: Der rechte Verteidiger war vor
der Pause ein Sicherheitsrisiko."
Zuschauernachbar im Block 5 zu Rubin Okoties
vergeblichen Bemühungen: "Ja wos is denn eitz dess für
aahner?"
18.12.2010: FCN - HANGOVER, 3:1. WIEDERGUTMACHUNG, POKALSPIEL WIRD VERSCHOBEN
schneiten Frankenstadion: Die Mannschaft eskortiert das
schwäbische Kopfballungeheuer.
Hannover schenkte dem Glubb nach gegenseitigen Abtasten ein Eigentor, Cherundolo netzte ins eigene Tor vor den Mitgereisten Fans in der Südkurve nach feinem Pass von Gündogan. Gleich danach dann das 2:0 nach - man höre und staune - Standart durch den eisernen Wolf und noch einige weitere Torchancen im Minutentakt. Nach der Pause sorgte der wankelmütige Schiri Winkmann für deutliche "Schieber"-Sprechchöre durch seinen Elfer für Hangover: Ein Freistoss wurde in die Mauer gedroschen, Pino versuchte sich mit seinen Armen zu schützen, und der kartenfreudige Pfeifenmann (4 Stück) sah das als Hand. Vielleicht sollte man bei Freistößen in Zukunft einfach auf Brusthöhe in die Mauer pfeffern, irgendein Spieler wird schon den lebenserhaltenen Reflex zeigen, der DFB-Mann erledigt dann den Rest. Für Herrn Winkmann und vor allem seine beiden Seitenlinienhiwis gibt es von unserer Seite aus die Note 5. Souverän und dem Spielfluß dienend pfeifen sieht anders aus.
Fazit: Ab dem 3:1 konnte eigentlich nicht mehr viel anbrennen, und das Ergebnis zeigte Hannover (betrachtet man z.B. ihre letzte Partie), dass sie eher mit Glück gerade am dritten Tabellenstand parken und nicht unbedingt dort hingehören. Der Glubb hätte nach diesem Spiel mehr Ergebnisglück bei den Tabellennachbarn vertragen, aber 22 Punkte in der Hinrunde sind auch voll korrekt.
TOPP:
-Zuzusehen, was plötzlich über links passierte, als Pino wieder dabei war. Der Argentinier veranstaltete 300 % mehr Unruhe als drüben auf Judts seite und untermauerte erneut seine Wichtigkeit für die Nürnberger Spieleröffnung.
-Endlich sah man Okotie einmal live für ein paar Minuten, ich dachte schon, er existiert gar nicht.
-Almog Cohen: Erneut zwei Kluges und ein Gattuso in Personalunion mit der Laufleistung eines VW Käfers.
-Hannover war trotz Elfer und Eigentor mit diesem Ergebnis noch gut bedient.
FLOP:
-Manch seltsamer Pfiff durch Schiri Winkmann, der nicht besonders sicher wirkte.
-Manch hartes Foul der Hannoveraner, die zunehmend um sich holzten. Ob gegen Schlaudraffs Nachtreten ermittelt wird? natürlich nicht.
-Es fehlt neben Schieber einfach die zweite gefährliche Spitze beim Glubb.
STIMMEN ZUM SPIEL
Julian Schieber: "Ich musste nur den Kopf hin halten, dann war der Ball drin."
Mehmet Ekici: "Wir wollten heute aggressiv spielen und haben als Mannschaft sehr gut funktioniert."
Dieter Hecking über das Spiel ab der 20. Minute: "Hannover hat in dieser Phase gewackelt und wir haben das mit einem Doppelschlag ausgenutzt."
(Guten Morgen) Mirko Slomka: "Wir haben heute erkannt, dass wir 90 Minuten auf Topniveau spielen müssen, um zu bestehen."
Bild Zeitung: "Wie verflucht! Ohne Ya Konan geht bei 96 nix."
Jan Schlaudraff (H96): "Heute waren wir so schlecht, da hätte uns der beste Spieler der Welt wahrscheinlich nicht geholfen."
TRANSFERANGEBOT AUS HAMBURG
Anfang Mail:
_______
Okidoki!
Will sich der Club vielleicht in der Winterpause verstärken?
Ich wüsste da ein paar Spieler die der Club gern von meinem
Verein mit Kusshand haben könnte (ich schreib mal den aktuellen
Marktwert von transfermarkt.de dahinter):
- Ze Roberto 4.000.000,- Euro
- Ruud Van Nistelrooy 7.000.000,- Euro
- Guy Demel 4.000.000,- Euro
- Frank Rost 2.500.000,- Euro
- Eljero Elia 17.000.000,- Euro
- Robert Tesche 2.000.000,- Euro
- Piotr Trochowski 7.000.000,- Euro
- Paolo Guerrero 8.000.000,- Euro
- Mladen Petric 8.500.000,- Euro
Gesamt: 60.000.000,- Euro
Angebot für Dich:
abzgl. 50% Restpostenrabatt
= 30.000.000,- Euro
plus: ein kompletter Vorstand, ein Aufsichtsrat und einen
Sportdirektor-Praktikanten als Naturalrabatt kostenlos oben
drauf!
Komm schlag ein! Ein echtes Schnäppchen!
Mahlzeit,
Schwingo
_______
SAMSTAG: 11.12.2010: TSG HOFFENHEIM VS. FCN, 1:1
Für uns in Hoppenhausen: verdi-Generalbeobachter Roland Hornauer.
Hoffenheim : Clubb - ein dreckiges Eins zu Eins!
1899 Hoffenheim ist vermutlich die einzige Traditionsmannschaft der Welt wo ich alle Pflichtspiele dieser Elf mit unseren ruhmreichen Clubb live verfolgen konnte. Vor dem Stadion verdrückte ich noch eine seltsame Wurst, sah von außen aus wie ein Wienerle, innen eher wie eine Debreciner und schmeckte geräuchert leicht scharf und gleich ging es rein in die Arena. Das Vorprogramm: Gewöhnungsbedürftig. Ein scheußliches Musikprogramm-. Wie zur Verhöhnung Campinos wurde ein Song als das Lied von "Die Chefs", den Toten Hosen Hoffenheims, angekündigt. Die Heimfans, alle fast einheitlich mit neuen Fanklamotten ausgestattet, Schals und Ähnliches wurden wohl erst vor 3 Jahren in dieser Gegend erfunden, waren kaum zu hören. Dies blieb auch während des Spiels so. So ein schönes Stadion und so eine Friedhofsathmosphäre! Zum Glück gab es die Glubb-Fans die für eine Geräuschkulisse sorgten. Bei der Hoffenheimer-Version "Die Legend lebt" werden die Schals wohl geschüttelt oder gerührt statt hochgehalten?
Zum Spiel: Unsere Helden waren in der ersten Halbzeit ziemlich neben der Spur. Kaum wurde der Ball erorbert, gab es einen Fehlpass oder ein Zweikampf ging an der Mittellinie verloren. Um den Titel Fehlpasskönig bewarben sich insbesondere Simons, Gündogan, Frantz und natürlich wie gewohnt unser Andi. Hoffenheim versuchte nach der Ballerorberung schnell nach vorne zu spielen und wurde meistens im letzten Moment am und im Strafraum häufig durch Zufall oder Glück gestoppt. Weil der Angriffsschwerpunkt links lag, war unser kleiner Juri mehr als ausgelastet. Zusätzlich musste er nach einer Ecke die dickste Chance einen relativ flachen Ball natürlich per Kopfball von der Torlinie klären. Gut wenn man nicht zu groß ist bzw. ein anderer Spieler hätte sich die bunten Fußballtreter dabei wohl schmutzig gemacht. Hoffenheim war zwar gefährlich, aber so richtig zwingende Chancen spielten sie nicht heraus. Da wollten wir doch den ruhigen Nachmittag des Hoffenheimer Torwarts nicht stören, nur Maroh schoss in der 41. Minute nach einer Ecke einigermaßen gefährlich nach, so dass Haas klären musste. So ging es Null zu Null in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte war zu merken, dass Hecking ein schnelleres und passsicheres Spiel verordnet hatte, allerdings hatte er vergessen anzuweisen Torwart Haas zu beschäftigen. Die Kraichgauer blieben überlegen, auch spielerisch und so kam es wie es sich bei den vielen Standards in der ersten Halbzeit andeutet. In der 56. Minute kam ein Eckball auf Compper gesegelt und er köpfte ihn wenig gestört ein. Andi Wolf hat wieder einmal ein kurzes Päusschen eingelegt. Anschließend bemühten sich unsere verstärkt und sichtbar nach vorne zu kommen, allerdings ideen- und damit chancenlos. Lediglich Hegeler wurde bei einen Drehschuss im letzten Moment geblockt. Die Hoppjünger vergaben zum Glück die Konterchancen kläglich bzw. einmal rettete unser Raphael großartig und lenkte einen Schlenzer von Salihovic in der 81. Minute in klasse Manier gerade noch über die Latte. Als Hoffenheim sich vorbereitete, durch letzte EinWechslungen die Uhr verstreichen zu lassen, geschah das Unerwartete. In der 87. Minute hatte plötzlich Ekici vor dem Hoffenheimer Strafraum Platz und einen Geistesblitz, indem er unserem "Joker" Eigler maßgenau steil in den Strafraum schickte, der dann aus zentraler Position clever und sofort an Haas vorbei einschoss. Trotz des sofort laut skandierten "AuSwärtssieg, Auswärtssieg" aus der Kurve schaffte unser Clubb keinen Treffer mehr, sondern musste mit einen sehr glücklich erkämpften Punkt die Heimreise antreten. Leider war der Fan-Bus schneller am Valznerweiher (2:15 Std.), als mich der ÖPNV dann von dort nach ER-West (3 Std.) brachte. So ist es halt mit der Globalisierung. Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL
Torschütze Christian Eigler: "Viele werden jetzt wohl sagen: Ausgerechnet der Eigler" ... "Die Unterstützung war überragend. Die Fans standen wie eine Wand hinter uns, waren viel lauter als die Hoffenheimer."
Glubbtrainer Dieter Hecking: "Der Christian hat das Tor verdient. Er reißt sich immer den Arsch für uns auf."
Glubbtrainer Dieter Hecking "Die Art und Weise des Punktgewinns war alles andere als zufriedenstellend"
AZ Forum: "Ausgerechnet Eigler" lautet die wohl abschätzig gemeinte Überschrift! Aber diese müßte eigentlich heißen: "Wer sonst als Eigler!"
Hoppenhausen-Verteidiger Andreas Beck, dessen Probleme wir gerne hätten: "Wir sind einfach nicht gierig genug, Tore zu schießen."
Hoppenhausen-Verteidiger Marvin Compper (hat das selbe Problem wie der "Glubb-is-a-Depp"): "Wieso gelingt es uns nicht, den Deckel drauf zu machen? Das passiert uns viel zu oft."
Der verletzte Ex-Hoppenhausener Pelle Nilsson zum Unterschied befragt: "Hier herrscht einfach ein ganz anderes Interesse am Verein. Egal, ob beim Spiel, beim Training oder in der Stadt. Das ist hier eine richtige Fußball-Kultur. Ich habe hier in den vergangenen paar Monaten schon viel mehr Autogramme schreiben dürfen als in meinen gesamten drei Jahren in Hoffenheim."
SONNTAG, 05.12.2010, FCN VS. BVB: 0:2
Winterschlaf!
ZITATE NACH DEM SPIEL:
BVB-Coach Jürgen Klopp: "Umso schwerer es war, in Nürnberg zu bestehen, desto besser fühlt sich der Sieg an." ... "Ein offenes Spiel. Der hellste Moment für uns war das 1:0."
Glubb-Trainer Dieter Hecking: "Der BVB hat eine tolle Vorrunde gespielt und ist deshalb nicht unser Maßstab." ...zum 0:1 "Das war unser dunkelster Moment."
Jens Hegeler: "Wir waren gegen Dortmund zumindest nicht chancenlos, das stimmt mich optimistisch."
Dominic Maroh: "Ich bin zuversichtlich, dass der Trainer die richtigen Worte finden wird."
Andreas Wolf: "Der Ball zum 1:0 geht leider auf meine Kappe. Ich sehe, dass es ein langer Ball ist und versuche Hummels ins Abseits zu stellen. Leider klappt das nicht, was mich jetzt sehr ärgert."
TOP:
Marvin Plattenhardt machte ein gutes Debut als Linksverteidiger. Schön, endlich einen Backup für Pinolas nächste Zeitstrafe zu haben.
Die Zecken-Fans waren teils lauter als die Glubb-Nordkurve, Respekt!
Almog Cohen: In der Anfangsformation rannte und störte der Israeli wie aufgezogen. Sein Gegenteil war wieder mal Jens Hegeler.
FLOP:
-Harmlose Standarts und ein ideenloses Mittelfeld sowie die bitter fehlenden Spieleröffner Pelle und Pino sorgten für magere Chancenausbeute. Gott laß die Hinrunde glimpflich enden! Ich kann es nicht mehr sehen, wenn entweder der Ball an der Mittellinie schon verloren geht oder hilflos in die gegnerische Hälfte gedroschen wird. Man hatte das Gefühl, dass der BVB heute nur das allernötigste machte.
-Die Negativserie. Vier Niederlagen, an denen wie 2009 eine Unbeherrschtheit eines Schlüsselspielers Schuld ist.
-Die einzige Spitze Schieber kann einen leid tun, es bedarf nur zwei Verteidiger und schon ist der Glubb vorne chancenlos.
-Die Ultras in der Kurve. Dröges Absingen von Chorälen statt Anfeuerungen.
-Schon am nächsten Spieltag können Mannschaften an uns nur mit drei Punkten vorbei ziehen. Vielleicht wacht dann jemand auf in der Mannschaft?
-Der VGN: Pünktlich zum Glubbspiel mal wieder Streckensperrung Richtung Fischbach/Feucht. Der Schienenersatzverkehr bestand aus einem Bus, der die Kapazität einer ganzen S-Bahn aufnehmen sollte. Was haben wir gelacht, das war nämlich richtig zum weinen!
26.11. MAINZ 05 VS. FCN: 3:0
CONTRA: Als Gesamteindruck: Das Nürnberger Spiel ist leicht zu durchschauen, wenn dann noch die Spieler Fehlpässe ins Leere fabrizieren und Vorgaben des Trainers nicht umsetzen, ist die Niederlage vorprogrammiert. Es fehlte Pinolas Spieleröffnung und ein zweiter Andy Wolf. Maroh konnte Nilssons Lücke nicht schließen. Ob das Kompliment vom Gegner hinterher eher sarkastisch gemeint war, bleibt offen. Eher schwach: Christian Eigler, Dominic Maroh, Pascal Bieler.
Presseschlagzeilen:
BILD: Hecking tobt: Wir sind die Standart Deppen!
NN: Der Club steckt ratlos im Punkteloch
AZ: Heckings Wutrede
NZ: Heckings Zorn auf die Standart Schläfer
ZITATE NACH DEM SPIEL:
Dominic Maroh: "Wir haben praktisch keine Chance aus dem Spiel heraus zugelassen, Mainz führt trotzdem 2:0"
Dieter Hecking: "Das war in der ersten halben Stunde ein richtig gutes Auswärtsspiel meiner Mannschaft, Mainz hat keine Mittel gefunden, ins Spiel zu kommen. ... Auch wenn das Foul, das dem Freistoß vorausging nach meiner Ansicht keines war, liegen wir 2:0 in Rückstand und laufen dann in das 3:0. Das schmälert den Sieg von Mainz nicht, wenn er auch zwei Tore zu hoch ausgefallen ist."
05-Trainer Thomas Tuchel: "Die Spieltstatistik belegt, wie eng das Spiel war, enger, als es das Ergebnis aussagt. Nürnberg war ein zäher Gegner, wir haben relativ viele Fouls gebraucht ... Ich bin froh über den letztlich verdienten Sieg, obwohl das Spiel deutlich knapper war."
Letzte News:
Charisteas verlässt Arles-Avingon
Nach nur drei Monaten in Frankreich verlässt der frühere Bundesligastürmer Angelos Charisteas Tabellenschlusslicht Arles-Avignon. Der 30-jährige Grieche will sich in der griechischen Heimat fit halten und auf Angebote in der Transferperiode ab Januar warten.
20.11.2010, FCN VS. K'LAUTERN: 1:3 HECKINGS KAPPE
Ärgern. Mehr kann man nicht über das Spiel, bzw. dessen Nachwirkungen sagen. Auch mit zwei Tagen Abstand ärgert man sich ohne Ende. Über einen Trainer, der die Verteidigung nach dem Learning-By-Doing-Prinzip auf dem Spielfeld nachnominiert. Über eine verschlafene erste Halbzeit, das Generalproblem unserer Ersthalbzeit-Schnarchtassen. Und Respekt für die Gegner, die das leicht zu durchschauende Glubbspiel mittlerweile gut beobachten und dies ausnützen. Vielleicht wäre es umgekehrt nützlich gewesen, vor dem Spiel einmal ein früheres Ergebnis ins Gewissen zu rufen, in dem Lautern genauso spielte, dass der Glubb damals abstieg.
Unterm Strich war das Spiel bereits entschieden, bevor es
noch richtig angefangen hatte. Wer nach kurzer Zeit 0:3 im
Rückstand ist, dreht das Spiel nicht mehr, es sei denn man
heißt Mainz oder Lautern eben. Oder Gladbach an einem guten
Tag. Es fällt schwer, überhaupt einen Glubbspieler am Samstag
zu loben... lobenswert war aber der Kampfgeist, den der
vielgescholtene Kapitän Andy Wolf mit viel Wut im Bauch in der
zweiten Halbzeit entfesselte. Hätte unser Rückpassorientiertes
Mittelfeld ebenso gespielt, hätten die Jungs die Partie noch
gedreht, denn als das 1:3 nach dem 0:3 folgte waren die Fans
sofort zur Stelle im Stadion. Danke dann an Andy Wolf für den
vergeigten Elfer, es nützt nicht, in Pinos Robin-Hood-Kostüm zu
schlüpfen und die Partie allein zu gewinnen. Ich wünsche mir
keinen anderen Wolf, ich wünsche mir vielleicht einfach mal
Timmy Simmons als Elferschütze. Böse Zungen aus der
holländischen Liga behaupten nämlich, das er das kann. Elfer
verwandeln.
Wehe, jetzt kommt einer mit "Mund abputzen, Mainz besiegen"
daher! Zuerst einmal das eigene Spiel analysieren und aus den
Fehlern lernen. Vor dem Anpfiff in Mainz einen Wecker in der
Kabine klingeln lassen, und kratzen und beissen und nicht
wieder die Gegenspieler in den eigenen Strafraum als
Anstandswauwau mit Sicherheitsabstand begleiten.
PRO:
*Grübel*
-Ach ja, der Sololauf von Robert Mak und sein
Einstandstor.
-Meistens der Käptn mit seinen Sturmläufen. In der zweiten
Halbzeit war er überall. Und Herz statt Technik funktioniert
bei Wolf nicht nur in der Innenverteidigung
sondern auch im Angriff.
-Philip Wollscheidt. Solider Verteidiger mit
Perspektive.
CONTRA:
-Dario Vidosic. Man darf sich zweimal
vernaschen lassen. Aber nicht öfter.
-Dieter Hecking. Er hat schon viel richtig
gemacht. Gegen Lautern aber viel falsch, außer Mak und
Wollscheidt.
-Raphael Schäfers Leistung war unter seinem
Niveau. Trotzden sind wir froh, dass kein Blacek im Tor
steht.
-Pascal Bieler wurde vor dem Spiel zu sehr
gelobt. Für seinen Gehalt sollten von 10 Flanken auch mehr als
eine ankommen. Das 0:3 darf er sich auch gerne nochmal im Video
anschauen.
-Ekici und Gündogan. Von
Schaltzentrale keine Spur.
WEISHEITEN ZUM SPIEL
Dieter Hecking: "Wir waren insgesamt zu
schläfrig und in den Zweikämpfen nicht aggressiv genug."
Jens Hegeler: "Wir müssen im nächsten Spiel
wieder hellwach beginnen und sofort in die Zweikämpfe kommen.
In der ersten Halbzeit haben wir die Punkte verspielt."
Raphael Schäfer: "Man hat heute schon an der
Körpersprache gemerkt, dass es nicht passt."
14.11.2010, FCB VS. FCN: 3:0
vielleicht ganz hilfreich.
Über Pinos Unbeherrschtheit kann man nur den Kopf schütteln, über Schweinsteigers Rempler vorher spricht natürlich kein Mensch in der Presse. Sauer sind wir Fans sowieso, weil sich unsere Mannschaft dermaßen hat vorführen lassen! Richtig sauer!
Somit gärt die Rache fürs Rückspiel, geschürt durch selbstherrliche Bilder aus den Logen des Stadions und einen natur-eitlen Mario Gomez. Das Thema Breno sollte nun auch zu Ende sein für den Glubb. Auf die Hassliste kommen außerdem ein Herr Kroos. Ein bisserl Respekt für Pranjic, ohne den die Bauern sicher schlechter da stehen würden im Moment, Moderator Thurn & Taxis hat sich dieses Mal in seiner bajuwarischen Selbstherrlichkeit spürbar zurück gehalten. Ihm sollte trotzdem mal eine kabarettistische Sendung gewidmet werden.
HELDEN
Andy Wolf, teilweise Pino und ab und zu mal Judt, die sich nie mit einer Niederlage abfinden wollten. Teilweise Schieber, der sich die Chancen halt dann selber erarbeitete. Sonderpreis für den Elfmeterschützen Mario Gomez! Raphael Schäfer (trotz seiner bekannt mäßigen Strafraumbeherrschung).
FLOPS
Leider: Unsere Dribbelkünstler aus der Newcomerabteilung, welche sich dauernd Bälle vom Fuß klauen ließen. Schweinis Ellbogenattacke. Pinos Reaktion drauf, er lernt einfach nicht mit seinem Temperament umzugehen. Die Bauern-Klopapierwerfer.
ZITATE DES TAGES
Andy Wolf: "Spucken geht gar nicht. Aber was Schweinsteiger abzieht, genauso wenig. Er erzählt was von Vorbildern und kleinen Kindern. Und erwähnt mit keinem Wort, was das Ganze ausgelöst hat."
Raphael Schäfer: "Wir können froh sein, dass es nur drei Tore waren"
Karheinz Rummenigge zum Gomez-Elfer: "Da hat sich Mario vielleicht den Uli Hoeneß von Belgrad zum Vorbild genommen."
6.11.2010, 1.FCN VS. 1.FC KÖLN: 3:1
der mitläuft... (rechts) 3:1
Früher wäre ein wieder erstarkter FC Köln nach Trainerwechsel ein schwieriger Gegner gewesen, heuer muss man sich nicht unbedingt Sorgen machen, die Jungs werden das schon schaukeln.
Los ging es bereits in der zehnten Minute, als Jens Hegeler
(spielte als Jugendlicher einst bei Köln) mit einem
gefühlvollen Schuss nach Eigler-Art über den Torwart in Eck
netzte. Den Kölnern genügte dann sechs Minuten später das
bekannte Gerangel nach einer Ecke für den Ausgleich. Damit gibt
man sich in Nürnberg neuerdings aber nicht mehr zufrieden, und
ausgerechnet Gündogan verwandelte mit seinem ersten Kopfballtor
zur erneuten Führung kurz vor der Pause und man gab den Kölnern
somit viel Frust mit in die Kabine.
Das 2:1 stand auch lange Zeit, die Kölner spielten respektabel
und machten Druck, ideal also für die Glubberer, die ja nicht
gerne das Spiel machen, sondern viel lieber aus der Defensive
blitzartig kontern. Heutzutage das einzig probate Mittel in dem
von Taktik und Spielerketten geprägten modernen Fussball. In
der 90. Minute dann so ein Konter, Hegeler sprintet mit dem
Ball alleine aufs Kölner Tor, wird langsamer, schaut hinüber zu
dem aufgerücktem Schieber und legt ihm auf zum vollstrecken.
Früher ging sowas schief oder der Glubb kassierte selber in der
Nachspielzeit noch den Ausgleich. Heuer ist halt alles anders.
Und das kann gerne so bleiben. Lustig die Schlagzeilen, denn
die lokale Presse freut sich die Negativschlagzeilen
aunausgepackt zu lassen. Die überregionale Presse ignoriert den
Glubb eh traditionell, was wir persönlich gar nicht schlimm
finden.
HELDEN
Gratulation neben der gesamten Mannschaft auch an Jens
Hegeler. Der 1. FC Köln sortierte ihn einst aus, er
ging über einen türkischen Verein in Köln zum Erzfeind
Leverkusen und dort über den VFL zu Bayer, wurde nach Augsburg
verliehen und spielte, wenige erinnern sich, in den beiden
Relegationsspielen 09/10 gegen seinen zukünftigen Verein
FCN.
Raphael Schäfer. Tritt in letzter Zeit etwas
in den Hintergrund, hielt aber wie eine Zecke und hatte somit
ganz großen Anteil an dem letztendlich halbstabilen Sieg.
Pardon, diesmal faustete er mehr als festzuhalten.
SCHLAGZEILEN LOKALE PRESSE
NN: "Der Club spielt sensationell: bester
Saison-Start seit 21 Jahren."
Bild: "Die Club-Fans sind nach dem besten
Saisonstart seit 19 Jahren richtig zuversichtlich."
AZ: "Das magische Elf-Eck"
Bild: "Gündogan trifft per Kopf und träumt von
ManU"
ZITATE
Glubb-Blog: "Jetzt fahren wir erstmal mit
breiter Brust in die ArroganzArena!! Aber vorsicht: Gegen
Mannschaften aus dem unteren Teil der Tabelle tut sich der
Glubb immer schwer!"
Martin Bader: "Es ist schön, mal nicht mit dem
Messer an der Kehle nach München zu fahren."
Ilkay Gündogan: "Ich kann mich in meiner
Karriere an kein Kopfballtor erinnern, aber das ist auch kein
Wunder, wenn man kleiner als 1,80m ist."
Raphael Schäfer schaut nach vorne: "Wir müssen
die Heimspiele gegen Kaiserslautern und Hannover gewinnen, dann
hätten wir 24 Punkte und eine tolle Hinrunde gespielt. Jeder
weitere Zähler würde es zu einer grandiosen Halbserie
machen."
Jens Hegeler: „Ich komme ja aus Köln, also ist
noch eine gewisse Verbundenheit da und somit kein Platz für
Schadenfreude."
Hecking über Hegeler: "Dass er dann noch so
ein Tor schießt, stand nicht auf meinem Plan."
Javier Pinola nach dem Spiel: "Wir werden auf
dem Boden bleiben und ruhig weiterarbeiten."
AZ Forumseintrag: "Wo sind den die "BADER
RAUS" Schreier jetzt?"
Gündogan und Hegeler auf die
Frage nach dem magischen Dreieck: "Ich denke, wir sind ein
magisches Elfeck."
30.10.2010, WERDER BREMEN VS. FCN: 2:3
Was immer sich Bremen ausgedacht hatte wurde dann wertlos. Bereits kurz nach dem Halbzeitpfiff gab es dann ein wichtiges Tor, psychologisch ebenso super passend: Ekici verwandelte einen Abpraller nach Schiebers Torschuss durch Nachschuss nach bester Mintal-Manier zum 1:2. Dann schüttelten die Glubberer Chance nach Chance aus dem Ärmel, Bremen gelang fast nichts mehr gegen den Kreiselmäher Simons vor dem Strafraum und seinen Gefährten hinten. Ausser weiten Bällen kam nicht mehr viel von den Hanse-Städtern. Dann der wichtigste Treffer: Zweimal Aluminium durch Gündogan und Schieber und ausgerechnet Gündogan netzte nach Dribbling dann entgültig ein. Sah aus wie Scheibenschießen. Schmeichelhaft dann der zweite Bremer Treffer in der Nachspielzeit durch Pizarro.
HELDEN
Almog Cohen: Im defensiven Mittelfeld hatten die Bremer zwangsweise immer mit ihm zu tun, denn er war überall. Prädikat Gattuso. Mußte dann rotgefährdet für Hegeler ausgewechselt werden.
Simons/Wolf/Nilsson: Hatten zentral nach superschwacher Schwimmstunde in den ersten 30 Minuten alles im Griff.
Das goldene Dreieck: Gündogan, Schieber und Ekici sollten spätestens nach diesem Spiel deutschlandweit im Fußball bekannt sein. Die Nachberichterstattung in den überregionalen Medien sprach aber ein anderes Urteil. Vielleicht ganz gut so.
Mike Frantz: Wehrte als Ein-Mann-Mauer einen Bremer Freistoss heldenhaft ab.
STIMMEN ZUM SPIEL
MEHMET EKICI (BESCHEIDEN NACH DEM SPIEL): "Wir haben noch nichts erreicht."
DIETER HECKING: "Kompliment, aber wir dürfen die ersten 30 Minuten in der Bewertung nicht vergessen."
WERDER COACH THOMAS SCHAAF: "In der zweiten Halbzeit haben wir grausam gespielt. Es hat nichts mehr funktioniert. Wir haben - gefühlt - keinen Zweikampf mehr gewonnen. Deshalb ist es ein verdienter Sieg für Nürnberg."
ILKAY GÜNDOGAN: "Wir müssen uns bei Raphael bedanken, dass wir überhaupt noch eine Chance auf den Sieg hatten. Er war überragend."
ILKAY GÜNDOGAN: "Grundsätzlich ist es mir ja scheißegal, ob man uns ernst nimmt. Die beste Antwort geben wir ja mit den Siegen."
RAPHAEL SCHÄFER NACH DEM BREMER FÜHRUNGSTREFFER: "Ich dachte: Na toll, heute kriegen wir wieder drei oder vier Stück."
28.10.2010, SV ELVERSBERG - FCN: 0:3. AFFENTRETZEN
Der Glubb zu Gast in Elversberg im Rahmen der zweiten Runde
DFB Pokal hatte dann doch nicht den Charakter einer Schlacht
sondern war eine ziemlich klare Sache. Zum Schluss hin, als
beim Bezirksligisten die Kräfte schwanden, hatte es dann fast
etwas von Affentretzen, denn ein Glubbspieler war immer
schneller am Ball als der nächste Saarländer. Allerdings Hut ab
vor dem kleinen Verein, der in der ersten Runde den
Bundesligisten Hannover 96 im Elfmeterschießen nach Hause
befördert hatte. Als Glubberer hätte man im letzten Jahr die
Befürchtung gehabt, dass die Profis vom Valznerweiher so ein
Spiel auf die leichte Schulter nehmen. Ein Weiterkommen war
aber gerade auch wegen der zu erwartenden Prämie für den Verein
unverzichtbar. Normalerweise ein Vorzeichen, dass alles in die
Hose geht. Aber die Mannschaft 2010 ist halt einfach eine
Wucht. Nach langsamen Antasten und Taktieren in der ersten
Halbzeit war es klar, wer das Spiel bestimmte.
Da Elversberg mit zwei Viererketten vor dem Strafraum so eine
Art Maginot-Linie errichtete, musste die Artillerie also den
Gegner knacken. So war es klar, dass Standarts für Punktgewinn
zu sorgen hatten, und der Mann für diese Fälle, Mehmet Ekici
besorgte das wie immer mit internationalem Niveau. Schieber
nahm seine Ecke kurz vor der Pause (perfektes Timing) per Kopf
auf die Hörner und netzte ein. Dann kam dann noch die
umstrittene Elfmeterszene, bei der Pinola mit einer halben
Schwalbe den nächsten sicheren Standart (Elfer verwandelte er
selber) holte. Halbe Schwalbe? Ganz Fussballdeutschland
bezeichnet das als Schwalbe, der erfahrene Glubberer kennt aber
Pinolas Sturmläufe, die meistens von einem sehr holprigen
Laufstil geprägt werden. Man meint immer, er fällt gleich von
selbst auf die Nase wenn er Richtung Strafraum holpert. Sieht
schräg aus, da reicht eine gegnerische Fußspitze für den Fall
und so war es halt mal wieder. Ausgerechnet der zur Zeit außer
dem Sturm wohl wertvollste Neuzugang Timmy Simons köpfte dann
zum 0:3 Endstand.
Fazit: War ein hartes Spiel für Elversberg, denn sie rannten
ständig ohne Erfolg entweder hinter dem Ball oder einem
Nürnberger her, meistens beidem. Ballbesitz für den Glubb lag
wohl bei 80 %. Die speziellen Gesetze des DFB-Pokals galten an
diesem Abend aber nicht. Gruß und Tschüss ins Saarland, ihr
wart tapfer, denn immerhin habt ihr ja Hannover in der ersten
Runde entsorgt.
STIMMEN ZUM SPIEL
Julian Schieber: "In der zweiten Halbzeit
verließen Elversberg ein wenig die Kräfte, deshalb stand das
Spiel auch zu keiner Zeit auf der Kippe."
SV-Trainer Günter Erhardt: "Glückwunsch an die
Gäste... nach dem Elfmeter waren wir geknackt."
23.10.2010, KOLUMNE IM .rcn 144
DIE KOLUMNE
DER WAHRE GLUBB
Heft .rcn 143 November 2010
Ewald Funk
23.10.2010, FCN - VW WOLFSBURG: 2:1. BERECHTIGT GEWONNEN.
Diego labert den Schiri von der Seite aus an, unser Pino ist da natürlich auch vor
Ort, eh klar. :-)
Bereits nach 10 Minuten schoss sich Ilkay Gündogan sein Geburtstagsgeschenk. Nach einem Pass von Schieber schiebt er platziert ein. Keine Chance für Marwin Hitz, der den verletzten Benaglio im VW-Tor ersetzt. Es hätte noch dicker kommen können für die Elf von Trainer McLaren, denn der Glubb hatte einige gute Szenen, noch besser der 30-Meter Hammer von Pino. Verfehlte das Tor nur knapp. Nach 30 Minuten kam aus heiterem Himmel der Ausgleich durch Grafite, der schneller am Ball war als sein Bewacher. Mehr Chancen hatte Volkswagenburg aber vorher nicht. Die zweite Halbzeit begann ohne Schwung, dafür machten sich die Gäste mit einigen dummen Fouls und der Schiri mit einigen zweifelhaften Entscheidungen unbeliebt bei den Fans. Das war aber nach der 60. Minute vergessen, als Frantz einen Torschuss von Gündogan ins Netz lenkte. Wurde auch Zeit, aber es waren ja noch 30 Minuten zu halten. Schieber hätte mit einer Großchance vor dem gegenerischen Tor direkt vor der Nordkurve den Sack noch zu machen können. Schön auch das "auf Zeit spielen" der Glubberer in den letzten Spielminuten, dass die Wolfsburger zur Weissglut brachte. Genial auch der Freistoss vor dem VW-Tor, den die Jungs nicht aufs Tor schossen, sondern zur Eckfahne passten, um dort etwas Affentretzen mit den kochenden Wolfsburger Verteidiger zu machen. So rettet man das Ergebnis über die Zeit, das nur kurze Zeit gefährdet war, denn auch der Glubb hatte wie z.B. Schieber mit dem Kopf noch Chancen. Das Ergebnis war verdient und Leute, dieses Spiel hat tierischen Spaß gemacht im Stadion! Vor allem weil das Tor der Wölfe kurz vor Schluss berechtigt nicht gegeben wurde. Davon hat man bei uns in der Nordkurve aber nicht viel bemerkt.
TOP
Juri Judt: Spielte heute sein 100. Spiel für den Glubb. Wie immer solide Leistung, wenn es etwas zu meckern gab, dann seine etwas bescheidene Grundschnelligkeit und mangelnde Risikobereitschaft beim Angriff. Trotzdem immer ein Leistungsträger.
Mike Frantz: Wuselte wie immer wie ein Blöder. Er hat die gesunde Portion Verrücktheit, mit der man die Mannschaft nach vorne peitschen kann.
Julian Schieber: Wohl der fleissigste Rackerer vorne. Hatte Wolfsburg mal den Ball, war er die erste Hürde, die zu nehmen war für die Volkswagenkicker. Das war früher immer unter Harrys Würde.
Jens Hegeler: Ein begnadeter Dribbler, der jederzeit zwei, drei gute Verteidiger austanzen kann. Wenn da nicht immer seine übertriebene Lässigkeit wäre. Ein laufwunder oder Ackerer ist er nicht.
Raphael Schäfer: War diesmal vor allem bei den Standarts sicher und hatte keine seiner berühmten Aussetzer. Was wären wir ohne so einen Keeper?
Die gesamte Abwehr: Hatte das berüchtigte gegnerische Angriffsvolk mit Grafite, Dzeko und Diego meist gut im Griff. Jeder der vier Verteidiger hat seine ganz besonderen Stärken, und das läuft gerade gut zusammen: Nilsson schmucklos sicher, Pino als einer der wenigen wirklichen Linksverteidiger, Judt mit seiner braven aber sehr effektiven Art und Wolf, unser Schlachtross für besondere Fälle.
FLOP
Zu meckern gibt es nix beim Glubb.
Diego: Sind wir froh, nicht so eine Diva in der Mannschaft zu haben!
STIMMEN ZUM SPIEL:
Ilkay Gündogan: "Wir waren besser, weil wir ein Tor mehr geschossen haben.2
Mike Frantz: "Wenn man gewonnen hat, ist es immer verdient."
Steve McClaren (WOB-Trainer): "Nach neun Spielen haben wir nicht genug Tore und nicht genug Punkte. Heute haben wir nicht um den Sieg gekämpft."
Dieter Hecking: "Das Spiel gegen Wolfsburg haben wir jetzt abgehakt, ab sofort gilt die volle Konzentration dem Spiel gegen den SV Elversberg."
NN: "Manager Dieter Hoeneß betrat erstmals die Kabine und las den VfL-Profis zehn Minuten lang die Leviten."
16.10.2010. FC ST. PAULI VS. FCN: 3:2
Fünf Tore in einem Spiel gab es selten beim Glubb. Meistens kommt wohl das berühmte 2:1 vor, am Millerntor aber luden die Glubberer den Gegner leider zum Toreschießen ein. Wo früher die Abwehr nach Standarts felsenfest stand, herrschte nun das Chaos. Die einzige Möglichkeit Tore zu machen für eine Mannschaft wie die vom Kiez waren Standarts. Und so fielen die Tore. Leider war es eins zuviel auf seitens Freudenhaus.
Mal ganz ehrlich: gegen Pauli DARF man einfach nicht
verlieren, oder?
Zurück ins Spiel. Vorher glichen die Glubberer in der Fremde
eigentlich nach jedem Hamburger Treffer immer wieder aus.
Leider nur einmal zu wenig. Da half auch Jungstar Mendler (19)
nichts, der es in den wenigen Restminuten seines Einsatzes
gleich zur gelben Karte brachte. Klar, Schiri war ja ein
gewisser Herr Gagelmann, der aber ansonsten halbwegs ordentlich
pfiff, sieht man vom Hühnchen ab, was Raphael Schäfer mit ihm
zu rupfen hatte. "Halts Maul und geh!" soll Gagelmann gesagt
haben, als dieser ein Foul an Simmons monierte, welches zu
einem Tor führte.
Egal, wenn der Glubb so weiter gespielt hätte wie in der ersten
Halbzeit, sähe das Ergebnis anders aus. St. Pauli wußte
eigentlich über weite Strecken nicht wohin mit dem Ball und war
zunehmend verzweifelt ob der Ordnung und Disziplin der Beton-AG
aus Nürnberg. Dann aber begann eine unterhaltsame zweite Hälfte
mit schönem St. Pauli-Rumpelfussball und der Ball war
meistens... hoch in der Luft. Tja, so haben wir damals am
Bolzplatz auch angefangen. Wie auch immer. Spiel abhaken und
gegen die Wölfe daheim besser machen!
Ob man das Spiel auf die leichte Schulter nehmen sollte? Wohl
nicht. Wertvolle Punkte blieben liegen, ein Unentschieden wäre
eine schöne Party gewesen und ein Dreier die Genugtuung, dass
die Bauern in der Tabelle nicht vorbei ziehen können. Aber
immerhin kommt langsam Ordnung in diese verrückte Vorsaison,
denn Mainz verlor gegen Hamburg, die Bauern gewannen selbst
gegen Hangover und der momentan schnittige BVB führt nun die
Tabelle an. Lediglich der Relegationsplatz ist noch mit einem
komischen Verein aus dem Pott belegt, dessen Kader so teuer wie
das Max Morlock-Stadion ist und dessen Trainer mitsamt seines
Claqueur-Stabes momentan von Waterloo zu Waterloo marschiert.
Köln kriselt eh schon im zweiten Jahr. Oder schon im dritten?
Und bei Stuttgart hängt die rote Laterne, schon im zweiten Jahr
eine Mannschaft, die noch schlechter startet als der Glubb 2008
und 2009.
TOP
Jens Hegeler tanzt durch die Pauli-Abwehr wie
eine Balettprofi und gibt quer durch zu Ekici, der natürlich
den Pfosten trifft. Allerdings prallte der Ball diesmal nach
fünf mal Aluminium des Türken endlich ins Tor.
Glückwunsch!
Schieber rackert, bleibt aber trotz guter
Leistung erfolglos. Bin trotzdem froh, dass wir keinen
Charisteas mehr vorne haben!
Cool: Die Gartenstühle am
Millerntor-Spielfeldrand statt Trainerbank von Recaro.
Beide Fangruppen kamen ohne affiges Gehabe
einfach auf den Punkt und feuerten ihre Mannschaft an.
Andy Wolf mit seinem zweiten Saisontreffer auf
dem Weg zur
Torjägerkanone.
War ein Scherz. Nicht
akzeptabel: Sein Fast-Eigentor.
FLOP
Marek Mintal spielte übrigens auch wieder mit
die letzten Minuten. Was ihm das helfen soll, weiß nur Hecking.
Wie wäre es mal mit Anfangsaufstellung, von mir aus statt
Eigler, und dann mal über die lange Distanz ins Spiel
finden?
Jens Hegeler ließ sich ständig den Ball vom
Fuß klauen. Seine Technik in allen Ehren, wann kommt er endlich
in der ersten Bundesliga an?
Raphael Schäfers Strafraumkontrolle.
Überhaupt gegen St. Pipi zu verlieren. Das geht gar
nicht.
Raphael Schäfer übt Manöverkritik zu den Standarts: "Wir waren bei den zweiten und dritten Bällen nicht konsequent genug"
Dieter Hecking: "Mund abwischen, Wolfsburg schlagen!"
Raphael Schäfer zum Thema Schiri: "Als ich Gagelmann auf ein nicht geahndetes Foul angesprochen habe, bekam ich nur als Antwort: ‚Halt dein Maul und hau ab!' Wenn ich so als Spieler zu einem Schiedsrichter sprechen würde, bekäme ich sofort Rot"
Per Nilsson: "...Es ist kurz nach dem Spiel schwer zu sagen, was schief gelaufen ist, weil wir so noch nie gespielt haben."
Andreas Wolf: "Das Problem ist, dass wir ein Gegentor zu viel bekommen haben..."
Andy Wolf zum Thema Schiri: "Wir wussten schon vor dem Spiel, dass Gagelmann tabu ist. Bei dem darfst du gar nix sagen."
02.10.2010. FCN VS. SCHALKE 04: 2:1
Hymne mit der Flötenpassage am Anfang.
Jones hätte auch schon für die Sense gegen Ekici Rot sehen können, wer durch Magath für wen eingewechselt wurde, war manchmal etwas rätselhaft. Fast schon eine Kapitulation, denn richtig flüssig lief es nur beim Glubb. Ausgerechnet Andy Wolf, der beim Ausgleichstreffer nach Konter durch Schalke zu langsam zurück in die Verteidigung trottete, schoss den Siegtreffer. Wieder einer dieser Situationen, wo man in der Kurve nicht richtig sieht, ob er jetzt drin ist oder nicht. Glück hatte Wolf auch, dass er nicht Gelb sah für sein vermeintliches Handspiel in der ersten Hälfte.
Unterm Strich war das ein mühsam erkämpfter Sieg, ein tolles Spiel und im ausverkauften Stadion das zweite Saisonhighlight nach dem Stuttgart-Heimspiel. So kann es weiter gehen!
STIMMEN ZUM SPIEL:
Andy Wolf: "Den habe ich irgendwie reingeschummelt, aber Tore sollten eigentlich Aufgabe der Stürmer bleiben."
Mike Frantz: "Die letzten beiden Heimspiele waren unglaublich. Der 12. Mann stand toll hinter uns."
Felix Magath, Schalke-Trainer: "ach dem Platzverweis in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft zwar mehr Initiative ergriffen, konnte ihre Überlegenheit allerdings nicht nutzen.2
Peer Kluge, Ex-Glubberer, vor dem Spiel: "Schwer zu sagen. Trainer Dieter Hecking ist ein Fuchs, er weiß genau, wie er gegen uns spielen lässt."
Was danach geschah:
Tage nach dem Spiel wurde Dieter Hecking vom DFB-Sportgericht zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Beim SPiel gegen den HSV war er auf die Tribüne verwiesen worden. Zuerst hieß es 4000 EUR, der DFB reduzierte die Strafe darauf um 1000 Euro. Hecking wird den Betrag der Robert-Enke-Stiftung zukommen lassen.
MItte der Folgewoche wurde ein neuer Vorstand gewählt und der Aufsichtsrat erweitert. Gut, dass mit dem sehr jungen Ralf Preisl (Rechtsanwalt) mit hohem Abstand auch eine Art Kontaktperson zu den Fans in den erweiterten Aufsichtsrat gewählt wurde. Statt dem scheidenden Franz Schäfer (vielen Dank von hier aus!) wird der Verein nun von der Doppelspitze Woy und Bader geführt. Auch Meerrettichkönig Schamel kam als zweiter in das Kontrollgremium. Man wird sehen, wie die neue Führungsebene funktionieren wird! Wir freuen uns, denn hausbackener Stil wird wohl nicht mehr sein in Nürnberg und somit sollte es mit etwas mehr Respekt von außerhalb mal klappen...
25.09.2010: EINTRACHT VS. FCN: 0.2, BITTER!
Ansonsten habe ich das Spiel verdrängt. Gut so, nach vorne schauen, denn ich will die Schalker endlich einmal gegen Nürnberg verlieren sehen! Punkt.
TOP:
Ilkay Gündogan. Ließ endlich einmal wieder seine wahre Klasse aufblitzen.
Dominic Maroh. Fügte sich super ein für Wolf. Zeigte wieder einige seiner berüchtigten Grätschen, bei denen er mit chirurgischer Präzision dem Gegner den Ball vom Fuß klaute.
FLOP:
Juri Judt. Nicht sein Tag. Hatte in der Abwehr Probleme und deswegen gelang ihm nach vorne auch nichts.
Javier Pinola. Auch ein Fussballgott hat einen schlechten Tag. Er hatte heute zwei gleichzeitig. Am Anfang zu schläfrig kostete es den Sieg, gekas zum Zuge kommen zu lassen.
Mike Frantz. Verschwendet seine Kraft einfach immer an der falschen Stelle und ist dann fertig. Sollte in seiner Freizeit einfach noch mehr Kondition trainieren.
ZITATE:
Dieter Hecking: "Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen … So wie meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit gespielt hat, hätte sie sich eigentlich belohnen sollen. In sechs Spielen haben wir nun fünfmal Latten- und Pfostenschüsse gehabt."
Eintracht-Trainer Michael Skibbe: "Insgesamt stand das Spiel lange auf Messers Schneide. Mit Glück sind wir als Sieger vom Feld gegangen."
Raphael Schäfer: "Wir können uns heute so richtig ärgern. Es wäre mehr drin gewesen."
Jens Hegeler: "Es war eine ärgerliche Niederlage."
Ilkay Gündogan: "Aufgrund der ersten viertel Stunde hat Eintracht Frankfurt heute gewonnen... Wir haben uns richtig klasse Torchancen erarbeitet und herausgespielt. Dann ist es besonders bitter, so ein Spiel nicht zu drehen sondern noch das 2:0 zu bekommen."
ALEZ, ALEZ... FCN VS. VFB, 23.09.2010: 2:1
Als dann Linksverteidiger Pinola eiskalt den Mittelstürmer markierte und am Rand der Nachspielzeit die erneute Führung erzielte war klar: Schon allein wegen diesem Spiel hat sich die Dauerkarte für 2010/2011 gelohnt!
Erneut war es ein Spiel gegen Stuttgart, in dem mit offenem Visier gekämpft wurde und das durch hohen Unterhaltungswert geprägt war. Den Herren der Sportschau ab 23 Uhr war das aber entgangen wie so oft wenn es um den Glubb geht. Egal, die Fans blieben extralang im Stadion und feierten ihre Mannschaft! Und man stimmte das "Legende"-Lied noch einmal nach dem Spiel an. Kommt selten vor...
STIMMEN ZUM SPIEL:
Andy Wolf (rote Karte) nach dem Spiel: "Ich kann der Mannschaft gar nicht genug dafür danken, dass sie noch einmal zurückgekommen ist"
Javier Pinola am nächsten Tag (über sein Tor): "Ich musste immer wieder an diese Szene denken und habe kaum geschlafen"
Der Stuttgarter Fanblock zum Schiri nach dem nicht gegebenen Tor wegen Stürmerfoul an Simmons: "Schieber, Schieber, Schieber..."
Der Nürnberger Fanblock nach drei Minuten zur 1:0 Führung durch Julian S.: "Schieber, Schieber, Schieber..."
VfB-Trainer Christian Gross: "...Leider hat uns dann die Frische zum Schluss gefehlt."
Dieter Hecking: "Man konnte sehen, dass die Mannschaft dazugelernt hat und unbedingt gewinnen wollte."
fcn.de im Vorbericht: "Keine Bange, der Club gewinnt 2:1 – tippen wir jetzt einfach mal, abgesichert vom Blick in unsere unbestechliche Club-Glaskugel"
Bild Zeitung (weiß auch immer schon am Vortag was passiert: "Pikant: Ausgerechnet VfB-Leihgabe Julian Schieber (21) macht den Franken Mut: „Heute gibt’s den ersten Sieg."
Top:
-Zuerst mal die gesamte Mannschaft!
-Schon wieder Juri: Wer ist eigentlich Dieckmeier?
-Ausgerechnet Schieber, und das nach drei Minuten.
-Pinola: Traumpass auf Schieber zum 1:0
-Simmons: Wer ist eigentlich Ottl?
-Schieber: Traumpass auf Pinola zum 2:1
-Endlich stand Maroh mal wieder auf dem Rasen. Da gehört er auch hin.
-Hegeler, Nilsson und Eigler machten ihren Job unauffällig aber nicht minder motiviert.
-Das Schiri-Gespann inklusive vierte Offizielle Bibiana blieb gerecht.
-FCN – VfB: Flanken 14 - 8, Abseits 1 - 6, Pässe angekommen (%): Wolf, Judt, Pinola 100 (%)... Wolf?
Flop:
-Holzfacharbeiter Andy Wolfs überflüssige Gelb-Rote Karte.
-Die Stuttgarter Standartsituationen.
19.09.2010, BAYER LEV VS. FCN: 0:0
Auch wenn ich die ersten zehn Minuten nicht gesehen habe,
dürften die nicht anders gewesen sein als das Spiel danach. 70
% Ballbesitz für die Chemiekicker, die sich nicht unbedingt in
der Torbilanz nieder schlugen. Hinten mauern und auf Konter
lauern wäre beinahe wieder aufgegangen, wenn wir einen fähigen
Stürmer mehr vorne gehabt hätten. Man merkte die Disziplin im
Glubbspiel besonders, als selbst Stürmer erst ab der
Mittellinie angriffen. Nur eine Frage der Zeit, bis der
Catenaggio von Hecking Thema in der Sportpresse sein wird, denn
im Gegensatz zur letzten Saison sind wir nicht unerfolgreich.
In der letzten Saison hatten wir an gleicher Stelle null Punkte
und ein Torverhältnis von 0 zu 11, jetzt haben wir drei Points
und 3:4.
GUT:
Timmy Simmons räumte hervorragend ab und 95 % seiner Pässe
kamen beim Mitspieler an.
Jens Hegeler tanzte einmal fünf Vizekusener Ex-Vereinskollegen
aus, bevor ihm endlich einmal jemand den Ball vom Fuß klauen
konnte. Wenn der so weiter macht, holt ihn Heynkes per
Sonderdekret schon an Weihnachten wieder zurück an den
Rhein.
Juri Judt spielte erneut hinten solide und vorne sicher. Wieder
schlug er einen traumhaften Pass über das dreiviertel
Spielfeld. Sein Vorgänger Dieckmeier spurtete erst immer durchs
halbe Spielfeld um die Flanke dann hinters Tor zu setzen.
WENIGER GUT:
Das Foul von Wolf an Kiessling. Ob er eigentlich Breno rächen
wollte und deswegen Kies mit Reinartz verwechselte wissen wir
nicht. Wollen es auch gar nicht. Diskussionen über den
anwesenden Jogi Löw, ob denn Kies in die Nationalmannschaft
soll oder sich bei Rudi Völler nicht vorgestellt hat, gibt es
in Nürnberg gottseidank erst gar nicht.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Mike Frantz: "Im Endeffekt wäre sogar ein Sieg
drin gewesen, aber dafür waren unsere Aktionen vorn zu
wenig."
Dieter Hecking: "...In der Pause bin ich dann
doch etwas lauter geworden, weil so ein Spiel auch schnell nach
hinten losgehen kann. Ich bin heute nur teilweise
zufrieden."
Jens Hegeler: "Ich habe bei der Besprechung so
zwei Stunden vor dem Spiel erfahren, dass ich spiele. Das war
natürlich toll, wo doch Familie und Freunde hier sind. Wir
stehen richtig gut in der Defensive, jetzt müssen wir die
Konter noch besser ausspielen. Je länger das Spiel dauerte,
umso mehr war für uns drin."
Jupp Heynckes (BayLev-Trainer): "...Der Club
stand gut organisiert und ist zum Teil rustikal zur Sache
gegangen.
Peter Hermann (BayLev Co-Trainer und Ex-Glubb
Co-Train-er):-): "Ich freue mich auch für Juri Judt, er hat es
wirklich verdient."
Martin Bader zur Leihe von Hegeler: "Eine
solche Klausel (Anm. wie bei Reinartz) gibt es diesmal nicht.
Jens wird definitiv die nächsten zwei Jahre in Nürnberg
spielen"
kicker: "Die Franken zogen der "Werkself" mit
einer exzellenten Defensivleistung den Zahn und entführten
einen Punkt aus der BayArena."
11. SEPTEMBER 2010, HSV VS. FCN: 1:1
Lob und Tadel:
++ Almog Cohen. Drückte dem Spiel gehörig einen Stempel auf. Der Spielertyp zeckige Nervensäge mit südländischem Temperament tut dem oft biederen Glubb sehr gut!
++ Christian Eigler. Wie immer der erste beim meckern, brachte aber alle mit seinem Lattenkracher zum Schweigen. Läuft mittlerweile in einer Halbzeit soviel wie früher in zwei.
+- Javier Pinola. Schaute beim 1:0 der Hamburger zu, statt zu klären, besserte aber durch seinen eiskalten Elfer die öde Bilanz der Glubberer beim HSV wieder auf: Das letzte Tor des Glubb in Hamburg datierte aus der saison 2004/2005.
-- Albert Bunjaku. Verzweifelt langsam an sich selbst. Sein Luftschwinger vor dem leeren Tor und der unsinnige Distanzschuss war der Gipfel, mit dem er sich nun für die Ersatzbank qualifiziert.
+- Markus Wingenbach. (Schiedrichter). Nicht unumstritten seine Entscheidungen, aber insgesamt professionell, denn wer sieht schon fast so gut wie die zeitlupe hinterher?
++ Juri Judt. Gewann zunehmend an Sicherheit und holte sich Grätschbälle wie Maroh (den wir sehr vermissen). Juri verzichtet auf die schleppenden Spieleröffnungen von Nilsson und Wolf und stürmt in der Regel sofort. Gegen Ende ein Traumpass auf Frantz!
+- Julian Schieber. Versuchte immer in Bewegung zu sein und ist sein Geld wert. Aber die erste Großchance aus spitzen Winkel hatte Bunjaku früher rein gemacht. Er am Samstag nicht.
Stimmen zum Spiel:
Raphael Schäfer: "Solche Spiele sind der Schlüssel zum Klassenerhalt."
Dieter Hecking: "Bei der großen Chance von Bunjaku konnte man sehen, dass der HSV unruhig wurde."
Dennis Diekmeier über Juri Judt: "Ich kenne ihn nicht so richtig gut... nur, dass er hinten rechts mein Nachfolger ist. Ein schweres Erbe."
Javier Pinola vor dem Elfer: "Ich wollte einfach ein Tor schießen“"
HSV-Keeper Rost: "Ich weiß nicht, ob man den pfeifen muss oder nicht, aber meine Hände kann ich mir nicht abschneiden."
HSV-Trainer Veh: "Wenn man 1:0 in Führung geht, muss man sein Ding nach Hause fahren"
Pressezitat Die Welt: "Die Entscheidung des Schiedsrichters Markus Wingenbach ist vertretbar. Die Fans pfeifen ihn nach dem Spiel aus. Doch auch sie wissen, dass der HSV selbst schuld ist, dass es zum Rekord nicht reicht."
28.08.2010: STADIONBERICHT FCN-FREIBURG, 1:2
Über den Schiri brauchen wir kein Wort verlieren, denn der wirkte -mmmh- etwas unsicher. Schiri-Bashing wollen wir aber nicht anstimmen, vielleicht würden dem modernen Referee manchmal elektronische Hilfsmittel wirklich gut tun. Nicht dass irgendwann mal einer von den Fans aufgeknüpft wird.
Die Glubb-Abwehr präsentierte sich an den Außenpositionen gewohnt gefestigt und in der Innenverteidigung zerrissen. Es scheint wirklich zwischen Nilsson und Wolf kaum Kommunikation stattfinden und wenn schon Wolf spielen muß als Kapitän, sollte man es einmal mit Maroh statt Nilsson probieren, bzw. den ebenso etwas flapsigen Simons einmal pausieren zu lassen.
Man darf dem Sturm nicht unbedingt Vorwürfe machen, aber wenn 34 Freiburger hinten drin stehen, geht halt auch mit Spielklasse nichts, das muss dann über die Standarts gelöst werden. So wie Freiburg, die bekamen einen Elfer und damit war das Spiel wieder offen. Wie immer: Der Druck, denn die Glubberer in den letzten Minuten aufbauten, sollten sie mal direkt nach Treffern einsetzen um die Führung auszubauen. Eins kassieren sie eh meistens noch...
Fazit: Die Stimmen zum Spiel sagen eigentlich alles, so schlecht war der Glubb beileibe nicht und eine Krise sollte nicht herbei geredet werden. Lediglich in der Innenverteidigung sollte etwas neues ausprobiert werden.
STIMMEN ZUM SPIEL
Andy Wolf: "Freiburg hat aus wenig sehr viel gemacht."
Dieter Hecking:
"wir sind weit davon entfernt, in Panik zu verfallen und alles Schlechte herbei zu rufen. Mein Team hat ein ordentliches Bundesligaspiel gemacht."
"Besser als in den ersten 40 Minuten können wir nicht spielen."
"Wir haben uns zwei, drei Fehler zuviel erlaubt, dabie war Freiburg doch schon am Boden."
Robin Dutt (Freiburg/Trainer): "letztendlich ist der Club hochverdient in Führung gegangen, da er einfach aggressiver gespielt hat."
Mehmet Ekici: "Wir waren die bessere Mannschaft, haben gut nach vorne gespielt."
Martin Bader: "Die haben doch nicht gewonnen, wir haben verloren."
Raphael Schäfer: "Bitter, dass wir uns mal wieder selber geschlagen haben"
Per Nilsson zum Elfer: "Einer von uns hätte den Ball wegschlagen müssen"
LICHTBLICKE: Mehmet Ekici (Standarts, Technik), Robert Mak (sucht sofort den Abschluss), Pinola-Judt (Routine), Schieber (Fleiss, nach dem Tor endlich als Fan mal nach Herzenslust "Schieber, Schieber" rufen können ohne den Schiri zu meinen).
21.08.2010, AUSWÄRTSBERICHT: GLADBACH-1.FCN 1:1
Zum Spiel, über 80 Minuten war der Clubb dominant, immer wieder spielten Gündogan, Ekici, Hegeler und Simons mittels schnellen Mittelfeldkombinationen die Borussen schwindelig. Die Borussen selbst versuchten angesichts der Hitze jede Bewegung zuviel zu vermeiden und unsere Anfangs wieder einmal unsicher wirkende Innenverteidigung mit "Capitano" Wolf und Nilsson stand damit doch sicher. Bei Juri Judt war immer wieder zu spüren, dass er zu Offensivsolos im Stile Dickmeiers ansetzen wollte, leider fehlte ihm dafür etwas die Schnelligkeit. Defensiv ist er sicherlich stärker als sein Vorgänger und wohl einer der Spielintelligentesten im Team. Er war der einzige, der bei einer Spielunterbrechung wenige Schritte in das Seitenaus lief und die nächste Trinkflasche nahm. Der Rest der Mannschaft rannte zum Teil über den ganzen Platz zur Auswechselbank um dort Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Nach einigen vergebenen Anfangschancen des Clubbs flankte schließlich Juri in der 15 min. toll aus vollem Lauf auf Hegeler und wir führten verdient. Gladbach änderte seine Spielweise nicht und ihr Sturm stand laufend im Abseits. Unser neuer Galasek Simons machte toll die Räume im Mittelfeld dicht, ist aber noch nicht komplett bei uns angekommen, unterliefen ihm doch einige, gegen andere Gegner tödliche Fehler. So verlor er in der 31. min. einen Zweikampf gegen Idrissou, der anschließend Wolf alt bzw. grau aussehen ließ und zu diesem Zeitpunkt ziemlich unverdienten Ausgleich einnetzte. Das Gegentor zeigte, unser Clubb scheint 2010 deutlich weiter zu sein, als in der Aufstiegsaison letztes Jahr. Alle Spieler behielten die Ruhe, selbst nach der verletztungsbedingten Auswechslung (was hatte er eigentlich, hat jemand darüber berichtet?) des sehr guten Pino, er wurde gut durch Bieler ersetzt, gab es keinen Bruch im Spiel. Das Mittelfeld ist mit Ekici, Hegeler technisch wohl stärker besetzt. Nur der Sturm ist nach wie vor Problemzone. Unser WM-Fahrer Albertchen fiel nur durch die blondgefärbten Haare auf und Schieber schaffte es, die tausendprozentige Chance zum Sieg nicht reinzuschieben.
In den letzten 10 min., auch durch die Eingewechselten, raffte sich Gladbach auf und drückte ziemlich stark. Zum Glück ohne viele zwingende Chancen und dank des sicheren Schäfer und der Abseitsregel blieb es beim insgesamt wohl gerechtem Unentschieden. Mal schauen was die Saison so bringt, beim letzten erfolgreichen Saisonauftakt, Sieg in Stuttgart, wurden wir Pokalsieger, bei Unentschieden müsste nach aller Logik am Ende ein Tabellenmittelfeldplatz stehen. Zurück zur Sauna, das Stadionschwitzen wurde kaum zu glauben bei der 20. min. Shuttlebusfahrt zum Bahnhof noch gesteigert.
Roland Hornauer
22.08.2010, STADIONBERICHT: BVB-VIZEKUSEN 0:2
BVB Fans sicher anders vorgestellt.
Etwas, was sich am nächsten Tag bei der Rückfahrt aus dem Westfalenstadion wiederholen sollte. Nur war es eine U-Bahn/Stadtbahn und Dortmundfans, die mit mir mehr schwitzten als ihre Lieblinge und klatschnass am Bahnhof ankamen. Das Spiel in Dortmund selbst war eine parallele zum Gladbachspiel. Eine lethargisch wirkende Heimmannschaft wurde von einer technisch starken, schnell spielenden Mannschaft auseinander genommen. Der Unterschied zum Clubb, Leverkusen hat auch einen guten Sturm in dem unser Kieß ständig für Gefahr sorgte. Auch wenn Ballack einige Fehler unterliefen, fast als Einzigen in der Mannschaft, hätten weder Gladbach noch unser Clubb eine Chance gegen Leverkusen in dieser Form gehabt. Es wäre eigentlich an der Zeit die Rückhohlaktion Kießling zu starten.
Roland Hornauer
(Da er eh kaum in die Nationalmannschaft berüfen wird, kann
ihm der Glubb sogar eine Nichtnominierung
GARANTIEREN! Wer war der letzte Berufene außer
Köpke anno dunnemal? EF)
24.07.2010, FCN - PSV EINDHOVEN, NACHSCHLAG.
in Nürnberg eine gute Figur abgegeben: Angelos Harrysteas.
24.07.2010, FCN - PSV EINDHOVEN
Das muss man den Wohnwagenfahrern lassen, wie schnell sie
die Grenzen unserer eigentlich gar nicht so jungen und
unerfahrenen Defensive aufzeigten. Das war feiner Fußball. Na
gut, wer PSV im Namen führt, hat natürlich
auch Pässe Schnell
Vorwärts zu spielen, aber dann gleich so
schnell und direkt. Eigentlich kann man froh sein, dass es nur
1:0 hieß und dass viele Bundesligavereine ein derartiges
international gefordertes Tempo nicht drauf haben. Ansonsten
scheinen manche der neuen Spieler vielsprechend zu sein, andere
wie Nilsson haben noch nicht gezeigt, weshalb sie geholt
wurden. Abwehrunsicherheitsfaktoren haben wir um unseren Kaptän
schließlich schon lange im Kader. Schade, dass es noch vier
Wochen bis zum Start in Gladbach dauert bzw. nach der
momentanen Form unseres Albertchen Bunjaku ist es eigentlich
ganz gut. Vielleicht wird bis dahin auch wieder unser
Topstürmer Harry der unvergeßliche Hertha-Abschießer Charisteas
gefunden und taucht in Mannschaftsnähe auf. Bei der letzten
Fahrt nach Gladbach hat er zumindest am Bahnsteig in Nürnberg
eine gute Figur abgegeben.
Roland Hornauer
24.07.2010, FCN - PSV EINDHOVEN: MÜDER KICK.
Immer wieder schön beim alljährlichen Fest: Grummelnde Nörgler mit Thekenhalbwissen um einen herum, denn nur einmal im Jahr kauft man sich ja Karten für die Haupttribüne. Diese Nörgler sind meist Rentner ohne jeglichen Optimismus, die schon 318 Glubbabstiege mitmachen mußten und vergessen, dass der Verein gerade die letzten Jahre endlich klare Ziele verfolgt und sich neu strukturiert. Zum lachen gehen die grundsätzlich in den Keller.
Die Stimmung war meist auf dem Niveau leere Bahnhofshalle.
Eh klar, die Ultras boykottieren das Volksfest ja jedes Jahr.
Einer bekam aber tosenden Applaus und hat ihn auch verdient:
JO MNARI wurde mit Spalier, Blumen und
Umarmungen von der Mannschaft verabschiedet und wird uns sehr
fehlen! Wechselt nun in die zweite Liga zum FSV.
Mit 0:1 nach einem fatalen Konter der Holländer unterlag der
Glubb vor gerade einmal 20.000 Zuschauern bei Niesel, Regen und
mitunter auch kurzen Sonnenscheinphasen. Dominanz und
Ballbesitz lagen zwar beim Glubb, aber das Spiel hatte die
typischen unglücklichen Fehler, die dem Glubb wie Hundescheiße
am Fuß kleben: Dumme Tore (eiskalt ausgekontert von den
Holländern), Schwächen im Angriff (wie immer vorne nur
Rumpelfußball) und fehlender Mannschaftsgeist (Paß zum
Mitspieler meistens Fehlanzeige). Natürlich hatte das Spiel
keinen ernsten Hintergrund und irgendwie dann aber schon, aber
wichtig war vor allem wie sich die "Neuen" im Glubbkader neben
den Arrivierten gaben. Hier ein paar Splitter:
MEHMET EKICI
Fiel uns am positivsten auf. Tanzte oft an zwei- drei Holländer
vorbei Richtung Tor und schoß fast alle Standarts, für einen
Neuling ein super Einstand, von dem wir uns noch viele Einsätze
wünschen.
ILKAY GÜNDOGAN
Von ihm sah man nicht viel, aber wenn, dann fiel wieder seine
grandiose Übersicht mit dem richtigen Passspiel auf.
JURI JUDT
Steht natürlich im Fokus, ob er Diekmeiers Posten ausfüllen
kann. Er kann, wer sonst, aber auf seine ureigene Weise.
Mischte oft vorne mit und überraschte durch Dribblings und
Vorstöße sogar bis zum Strafraum. Bekommt von uns jetzt den
Spitznamen "Lionel" Judt.
DOMINIK MAROH
Er trug den Ball immer als einziger in die gegnerische Hälfte.
Stammplatzgarantie, hoffentlich!
ALMOG COHEN
Bissig, wendig und super motiviert. Von ihm wollen wir noch
viel mehr sehen! Dürfte in der Saison emsig gelbe Karten
sammeln.
TIMMY SIMONS
Hätte bei seinem spektakulären Rückheber eigentlich ein Tor
verdient gehabt. War zwar meist unauffällig, aber sonst sehr
routiniert und fehlerfrei. Offensiv und als Lenker haben wir
von ihm aber mehr erwartet.
ALBERT BUNJAKU
Dank seiner neuen Frisur (Modell Mantafahrerdisko) kriegten wir
uns fast nicht mehr ein, spielerisch blaß.
JULIAN SCHIEBER
Braucht noch einige Monate auf der Weide!
MIKE FRANTZ
Wie immer emsig und hartnäckig, eine wichtige Säule im
Offensivspiel.
ROBERT MAK
Wohl noch zu jung für die erste Mannschaft.
JENS HEGELER
Überraschte durch sichere Ballführung, brachte die gegnerische
Verteidigung einige Male in Unruhe.
PER NILSSON
Leistete sich einige schwere Patzer. Sollte sich für die
kommenden Spiele ran nehmen, denn Kauf statt Ausleihe
garantiert sicher nicht den Stammplatz.
Fazit: Man hatte das Gefühl, dass die
Niederlage höher ausfallen hätte können, wenn die Holländer
wirklich Gas gegeben hätten. Meist im gemeinsamen Mittelfeld
spielte sich das Spiel ab, vieles auch in der gegnerischen
Hälfte.
Ewald Funk
TESTSPIEL: FCN VS. PAOK THESSALONIKI, WILLI SACHS STADION / SCHWEINFURT
tragen.
Also gut, Tickets im Vorverkauf gelöst, Familie eingepackt und pünktlich im Willy-Sachs-Stadion eingelaufen. Immerhin stehen bei PAOK Saloniki Nationaltorwart Konstantinos Chalkias sowie der eine oder andere WM-Teilnehmer auf dem Platz. Empfangen werden wir von einer lautstarken Gruppe griechischer Fans, die mit Bussen aus Berlin, Stuttgart und Nürnberg angereist sind und durch hartnäckige Unflätigkeiten bestechen. Der Kick vor 3250 Zuschauern hat die Spannung einer Folge der ZDF-Serie SOKO 5113. Die Griechen haben ein zweiwöchiges Trainingslager im benachbarten Bad Brückenau in den Knochen und auch die Nürnberger wirken alles andere als frisch. Nach 40 Minuten trifft Neuzugang Philipp Wollscheid per Kopf für die Franken. Ein echtes Aufbäumen ist danach nicht festzustellen. Erst als der eingewechselte Club-Ersatzkeeper Alexander Stephan bei einem Abschlag patzt und einen griechischen Angreifer anschießt, kann PAOK Thessaloniki durch Athonasios Papazoglou ausgleichen. Typisch Club: natürlich in der Schlussminute.
Trotz Remis haben sich die gefühlten 500 griechischen Sportheim-Wirte aus Franken gefreut, dass mal ein Verein aus ihrer Heimat in ihrer Wahlheimat spielt. Das letzte Spiel in Schweinfurt mit griechischer Beteiligung ist 40 Jahre her. Dabei trafen der FC Schweinfurt 05 und PAOK Saloniki im Endspiel um ein A-Jugend-Turnier aufeinander. Damals versuchten 3.500 griechische Fans nach einer strittigen Elfmeter-Entscheidung auf den Schiri einzuprügeln. Der flehte die Schweinfurter Spieler an: "Bleibt auf dem Platz - die Griechen schlagen mich sonst tot!" Saloniki gewann damals mit 3 zu 2. Na dann, Jamas!
Wolfram Hanke
ENDLICH: DER NEUE 6ER IST DA!
Damit hat wohl keiner gerechnet, aber hier wurde genau die richtige Spielerpersönlichkeit verpflichtet, die dem jungen Team sicher gut tun wird.
Hier schon mal ein paar Eindrücke:
Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob denn nun wirklich
jemand Andreas Ottl vermißt, der ja als einziger Bauernspieler
bei Lahms Hochzeit auflief.
Denn Simons scheint mit seiner internationalen Erfahrung genau der Schaltkreis zu sein, der in dem jungen Glubb-Team fehlt, damit es als Gesamtheit funktioniert. Timmy hat zwar einen etwas kuscheligen Vornamen, ist aber von der Gestik, Härte, Abgebrühtheit und der Frisur das genaue Gegenteil von Ottl, also was wollen wir mehr?
HERR M. AUS A. HAT ENDLICH HERAUS GEFUNDEN...
LA OLA POR PINOLA!
-Seine Familie (Frau und zwei Kinder) und er sind seit fünf Jahren gut in Franken verwurzelt.
-Er ist zwar nicht der Kapitän, aber mit Schäfer der emotionale Führer der Mannschaft.
-Die Fans verzeihen ihm hier, daß er durchschnittlich in jedem dritten BL-Spiel ein Gelbe kassiert.
-Er hat als einziger Spieler immer Sprechchöre hinter sich.
-Der Zug für ihn in der argentinischen Nationalmannschaft ist wohl nun angefahren.
-Finanziell möchte ihn der Glubb unbedingt behalten und Bader und Woy haben sich hierbei wohl vorbildlich verhalten.
-Der neue Kader des Glubb läßt auf Spielfreude statt Depression in der neuen Saison hoffen.
-Kluges Schicksal in Schalke (fällt kaum noch auf) kann als schlechtes Beispiel gedient haben.
-Nichteinhaltung von Deadlines bei seiner Entscheidung wurden vom Glubb ungerügt toleriert.
Wir freuen uns auf die neue Saison mit Pino und möglichst viel Freudentränen!
WECHSELBÖRSE... SO TIPPT UNSERE HOOD:
Endgültiger Stand 24.06.2010
Wer kommt?
Rubin Rafael Okotie (Austria Wien)
Christoph Sauter (FSV Mainz 05)
Dario Vidosic (MSV Duisburg, war ausgeliehen)
Matthew Spiranovic (Urawa Red Diamonds, war ausgeliehen)
Julian Schieber (VfB Stuttgart, ist ausgeliehen)
Per Nilsson (1899 Hoffenheim)
Robert Mak (Manchester City)
Almog Cohen (Maccabi Netanya)
Wer geht?
Thomas Broich (Brisbane Roar FC)
Dominik Reinhardt (FC Augsburg)
Jaouhar Mnari (FSV Frankfurt)
Daniel Klewer (Karriereende)
Daniel Gygax (FC Luzern)
Eric Maxim Choupo-Moting (Hamburger SV, war ausgeliehen)
Mickael Tavares (Hamburger SV, war ausgeliehen)
Havard Nordtveit (FC Arsenal, war ausgeliehen)
Breno (FC Bayern München, war ausgeliehen)
Andreas Ottl (FC Bayern München, war ausgeliehen)
Marcel Risse (Bayer Leverkusen, war ausgeliehen)
ZWISCHENSTÄNDE:
Bleibt (Stand 14.06.2010)
Javier Pinola, Abwehr (1. FC Nürnberg)
Zugänge (Stand
11.06.2010)
Robert Mak, Mittelfeld (Manchester United II)
Zugänge (Stand 07.06.2010)
Per Nilsson, Abwehr (TSG 1899 Hoffenheim)
Zugänge (Stand 02.06.2010)
Almog Cohen, Mittelfeld (Maccabi Netanya)
Christoph Sauter, Sturm (Mainz 05 U19)
Rubin Rafael Okotie, Sturm (Austria Wien)
Julian Schieber, Sturm (VFB Stuttgart, Leihspieler)
Matthew Spiranovic, Abwehr (Urawa Reds, Ende Leihzeit)
Dario Vidosic, Sturm (MSV Duisburg, Ende Leihzeit)
Abgänge (Stand 02.06.2010)
Jaouhar Mnari, Abwehr/Mittelfeld (FSV Frankfurt)
Marcel Risse, Sturm (Bay. Leverkusen, Ende Leihzeit)
Daniel Klewer, Tor (Karriereende)
Daniel Gygax, Mittelfeld (FC Luzern)
Thomas Broich, Mittelfeld (Brisbane Roar)
Dominik Reinhardt, Abwehr (FC Augsburg)
Håvard Nordtveit, Abwehr (Arsenal Res.)
Mickaël Tavares, Mittelfeld (Hamburger SV, Ende Leihzeit)
Eric Maxim Choupo-Moting, Sturm (Hamburger SV, Ende
Leihzeit)
Noch nicht 100 %ig klar: Breno, Abwehr, Andreas Ottl,
Mittelfeld
Und hier die Tipps vom 20.5.:
Axel Ballreich, Concertbüro Franken:
Wer geht?
Diekmeier plus die Leihspieler.
Wer geht? (schlimmste Befürchtung)
Ottl
Wer bleibt?
Harry (leider) und alle, die uns "gehören" mit
Ausnahme von Dennis Diekmeier, siehe oben.
Wer kommt?
Julian Schieber vom VFB und Nilsson von Hoffenheim, sowie der
Österreicher mit der dunklen Hautfarbe.
Mani Bischof, Sektion Stadionverbot
Wer geht?
Hoffentlich der Euro Harry. Und bringt uns unsere Euros wieder.
Dann Risse, Bunjaku, Mnari, Gygax (wer war das gleich wieder?),
Diekmeier, Ottl, Nordveidt, Maxim. Ausser Konkurrenz: Hecking
& Bader (wohl eher nicht, verdammt!)
Wer geht? (schlimmste Befürchtung)
Pinola, Wolf, Gündogan
Wer bleibt?
Mintal, Schäfer, Stolper Harry (befürchte ich)
Wer kommt?
Sergio Fabian Zarate, Dieter Eckstein, Alain Sutter *träum*
Hans Meyer
Tom Pawlik, Agentur Selbstlos
Wer geht?
Mintal, Ottl, Ouzo-Harry, Diekmeier, Tavares.
Wer geht (schlimmste Befürchtung)
Breno,
Wer bleibt?
Hecking, Breno, Pino, Ilkay.
Wer bleibt: (schlimmste Befürchtung)
Choupo, Ouzo-Harry
Wer kommt?
Nilsson, Sauter, Cohen, Gekas (im Tausch mit Ouzó-Harry-unser
Betrag für Griechenland)
Bernd Harbauer (Universal Music)
Wer geht?
Harry (hoffentlich - spielt eine Hammer-WM und wir können ihn
für 10 Mio verticken), Nordveidt, Gygax und Mnari können von
mir aus auch – der Rest MUSS bleiben!
Wer geht (schlimmste Befürchtung)
Diekmeier und Schokopudding.
Wer bleibt?
Pino (sowieso), Gündogan bleibt – wo soll er denn hin?) der ist
noch zu jung.
Wer kommt?
Cohen (ist das der sohn von Leonard? Bestimmt Nilsson aus
Hoffenheim, vielleicht der fränkische Schwede - heißt Michael
Görlitz und kommt von Halmstad BK.
Shultzie, Musikhaus Thomann
Wer geht (hoffentlich)?
Tavares - kein großer Verlust. Choupo-Moting (Chappi-Dingdong
:-), Risse, Mnari, Gygax, Nordtveit, Charisteas.
Wer geht: (schlimmste Befürchtung)
Gündogan (Leverkusen), Pino (Lazio)
Wer bleibt?
Hoffentlich der Rest.
Wer kommt?
Der eine -ic aus Bielefeld, Hugo Almeida (frommer Wunsch? Wäre
endlich mal ein Knipser.), Per Nilsson.
Name: Ewald Funk, .rcn
Wer geht
Schoko-Pudding, Risse, Bunjaku, Mintal, Mnari, Gygax,
Diekmeier, Ottl, Nordveidt, Harry
Wer geht (schlimmste Befürchtung)?
Gündogan
Wer sollte gehen?
Alle zurück gekehrten Australier.
Wer bleibt?
Pino, und die, welche eh sicher bleiben wie Judt und so.
Wer kommt?
Cohen, Nilsson, Sauter, der schwedische Jungstürmer aus Franken
(Namen vergessen)
DIE KOLUMNE "DER GLEINE GLUBB" HEFT .rcn 139 28.05.2010, DER GLEINE GLUBB
GESCHAFFT! FCA-FCN, 17.05.2010 0:2
Kurzer Rückblick zum Augsburg-Spiel: Die Augsburger bekamen Gott sei Dank vom Glubb bereits von Beginn an aufgezeigt, dass es doch einen Klassenunterschied gibt in diesem direkten Vergleich. Sicher wären die Fuggerer zu einem besseren Spiel in der Lage gewesen, vor allem vor eigenen Publikum. 2000 Glubbfans waren aber lauter als die Schwaben, und somit geht der Klassenverbleib auch aufs Konto der FCN-Fans. Zurück zum FCN-Stigma: Das Karma des Glubb traf diesmal die Schwaben. Augsburg hatte ja schon einmal vor nicht langer Zeit am letzten Tag den Aufstieg von der dritten in die zweiten Liga vergeigt. Solche Geschichten kann der Glubb auch gut. Allerdings hat der die besseren Fans! Wir sind der Glubb!
STIMMEN ZUM SPIEL:
Augsburgs Trainer Jos Luhukay: "Wir können uns die nächsten Tage besinnen und uns über einen dritten Platz und ein DFB-Pokal-Halbfinale freuen."
Glubb präsi Franz Schäfer: "Ich freue mich auch, in meiner kurzen Amtszeit als Präsident, keinen Abstieg erlebt zu haben."
Dominic Maroh: "...aber jetzt haben wir es wieder gut gemacht und ich freue mich einfach nur auf die Party!"
Raphael Schäfer: "Nach fünf Minuten war mir klar, dass wir das heute schaffen. Man hat den Klassenunterschied dann doch gesehen."
Andy Wolf: "Augsburg hätte am Ende vier Tore machen müssen. Sie hatten vorher den Mund ein bisschen zu voll genommen."
Christian Eigler: "Jetzt wollen wir erstmal feiern und zwei bis drei Wochen abschalten, dann sehen wir in die neue Saison."
FCA-Keeper Jentzsch: "Klar bin ich enttäuscht. Unterm Strich muss man aber sagen, Nürnberg war in den beiden Spielen besser."
Kommentator Mehmet Scholl zum Ellbogencheck von Thurk gegen Maroh: „Klar Rot. Warum schlägt der Thurk da zu? So was ärgert mich, das hat er nicht nötig."
HELDEN DES SPIELS:
-Gesamte Glubbmannschaft. Weil sie eine Mannschaft waren.
-Choupo, weil der Gefoulte normalerweise nie den Elfer treten darf. Er schon.
-Gündogan: Wegen seiner Distanzschüsse oft in der Kritik, gesund gespritzt zeigte er das Gegenteil.
ANTIHELDEN DES SPIELS:
-Einzelne Augsburger Spieler, die den sowieso milden Schiri mit ständigem Gemecker auf den Keks gingen.
-Einzelne Augsburger Spieler, die durch Rugby statt Fußball auffielen und sich hinterher auch noch beklagten, beim Glubb würde mit versteckten Fouls gearbeitet.
-Ex-Glubberer Dominik Reinhardt. Trotzdem gute Besserung.
-Augsburgs Michael Thurk, er hätte sich professioneller in Erinnerung behalten können.
-FCA-Traore, seine angeblichen Erstligaangebote hat er sich verdient mit einer roten Karte versemmelt.
FCN VS. FCA, 14.05.2010 1:0, HIER REGIERT...
Ersatzbank aus angerannt.
Enttäuschend aus unserer Sicht: Der ehemalige Glubberer -und Ausleihe an Augsburg- Dominik Reinhardt. Kurz vor der Relegation vertraglich nun fest an die Fuggerstädter gebunden sorgte durch sein rüdes Abwehrverhalten für Erleichterung. Und zwar, dass er bei Augsburg bleibt und nicht wieder zum Glubb kommt. Vor dem Spiel erklärte er noch: "Der Club muss in der kommenden Runde zweitklassig spielen, so leid es mir auch tut“. Ohne Worte.
Auch wenn in der Berichterstattung heute eher kolportiert wird, der Glubb hätte mit Glück und knapp gewonnen, so läßt das Auftreten und die spielerische Klasse doch auf einen Erfolg im Rückspiel in Augsburg hoffen. Mit dem selben Einsatz ist das zu packen, und sogar ein 0:0 in Augsburg würde reichen. Eine glückliche Schiedsrichterwahl der DFL vorrausgesetzt. Statistisch sieht das Hinspiel gut aus:
Schüsse auf das Tor:
FCN 24 FCA 7
Flanken:
FCN 37 FCA 11
Ballbesitz:
FCN 62% FCA 38%
Fouls:
FCN 8 FCA 17
STIMMEN ZUM SPIEL:
Erstaunliche Parallelen: Das Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft am frühen Abend in Aachen gegen Malta, die Stimmen hierzu hätten auch gut zum Glubb gepaßt, umgekehrt auch...
Bundestrainer Jogi Löw: "Es waren einige Tore zu wenig. Wir haben uns zwar viele gute Möglichkeiten herausgespielt, aber auch einige zu lässig vergeben" ... "Das Ergebnis ist zu niedrig ausgefallen."
Lukas Podolski: "Was man bemängeln kann, ist, dass wir noch das eine oder andere Tor hätten mehr machen müssen"
FCN-Stürmer Eigler: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, nur die Chancenverwertung hätte besser sein können"
Raphael Schäfer: „...natürlich wäre ein zweites Tor noch schöner gewesen."
Mike Frantz: "Heute wäre noch mehr drin gewesen, aber wir sind gewarnt."
Dieter Hecking: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie den verschossenen Elfmeter weggesteckt hat."
WEITERE STIMMEN:
Dominik Reinhardt (Augsburg): "Das war heute kein Offensivfeuerwerk von uns, wir wollten den Club eigentlich in die Verzweiflung treiben und gezielte Nadelstiche setzen."
Simon Jentzsch (Augsburg): "Das ist ein anderer Fußball, der in der 1. Liga gespielt wird."
UNSERE HELDEN DES SPIELS:
Choupo-Moting (dribbelte diesmal sicherer, band meist zwei Gegenspieler)
Eigler (das neue Phantom des Glubb)
Frantz (Mitreißende Motivation)
Judt (verteidigte fast fehlerlos und stürmte, ohne seinen Posten hinten zu vergessen, wer ist eigentlich Diekmeier?)
Pinola (trotz kurzer fahriger Phase Weltklasse vorne und hinten, Schade um die gelbe, hoffentlich war dies nun nicht seine letzter Auftritt für Nürnberg)
Gündogan (seine Wendigkeit ist überirdisch, seine Ballverluste bügelt er meist)
ANTIHELDEN DES SPIELS:
Babak Rafati (Schiri mit schlecht kaschiertem Defizit in Punkto Fairness)
Dominik Reinhardt (Treten und Großmaul statt Technik)
Uwe Möhrle, Jonas De Roeck, Daniel Baier, Michael Thurk (Die anderen Gelbsünder der Augsburger)
Michael Thurk (Bestätigte sein Image als linke Zecke)
AUFGESCHNAPPT: FORENBEITRÄGE
AZ Forum: "War ein Klassenunterschied zu sehen. Was will Augsburg in Luga 1? Das wäre ein neues Tasmania Berlin."
NZ Blog: "Was war gestern nur mit den Augsburgern los? So hat man die doch die ganze Saison nie erlebt! Offenbar hat der Club eine echt lähmende Ausstrahlung, nicht nur auf sich selbst."
Clubfans-United: "Dieser Thurk ist mir höchst unsymphatisch klar, dass er sich Pino ausgesucht hat zum provozieren, der ist als Hitzkopf ja auch sofort mit dabei. Nichts anderes tat dieser Augsburger Spieler 90 min lang."
Clubfans-United: 1:0 klingt erst mal nicht so toll, aber der Club wird auch im Rückspiel ein Tor machen und Augsburg machte auf mich gestern nicht den Eindruck, als ob sie überhaupt ein Tor erzielen könnten."
Clubfans-United: Und eigentlich hat der Club gestern eigentlich fast alles richtig gemacht. Und dass wir keine Tormaschine sind, war ja bekannt."
DANKE FÜR NICHTS! FCN-KÖLN AM 08.05.2010: 1:0
Stimmen zum Spiel:
Dominic Maroh: "In der Winterpause hätten wir gerne die Option der Verlängerung gezogen, wenn uns die jemand angeboten hätte."
Andreas Wolf: "Wir sind als Erstligist natürlich Favorit und wollen und werden dieser Rolle auch gerecht werden. Wir werden 180 Minuten Vollgas geben!"
Marek Mintal: "Das Spiel in Bochum hat uns heute gar nicht interessiert, wir wollten diesen Sieg und haben ihn errungen."
Faszination-Nordkurve.de: "...das erste direkte Freistoßtor des FCN in der Bundesliga seit Ivica Banovic vor fünf Jahren in Kaiserslautern bei Hans Meyers Einstand!"
Es ging um nichts mehr, denn die Relegation für den Glubb wurde woanders entschieden. Gut so. Als positiv muß aber vor allem die Zuschauerunterstützung angesehen werden. Nun folgt die Relegation und in Augsburg hat man nichts zu verlieren und ist heiß darauf, Nürnberg die Suppe zu versalzen. In der Augsburger Allgemeinen konnte man interessantes lesen:
"Die Nürnberger halten sich immer noch für zu gut, als dass sie in die zweite Liga strafversetzt werden könnten. Das hielten sie 2008 ganz ähnlich. Nach dem DFB-Pokalsieg hat man es lange Zeit für eine Laune des Schicksals gehalten, dass man im unteren Tabellendrittel umhergeisterte. Am Ende stieg der Club ab. Die Nürnberger nehmen, wann immer es geht, jede erdenkliche theoretische Chance wahr abzusteigen." Weiter unten steht folgendes: "Die Nürnberger haben eine unterdurchschnittliche Bundesliga-Mannschaft, die sich in unterdurchschnittlicher Form befindet und einen Negativ-Lauf hat. Der FC Augsburg hat die beste Rückrunden-Mannschaft der zweiten Liga. Viel spricht nicht für den FC Nürnberg."
Hierzu die Nürnberger Abendzeitung:
"Der FCA hat bis auf die Millionen von Mäzen Walther Seinsch und eine große Tradition als Zweitliga-Kind wenig vorzuweisen. Und so darf es gerne auch bleiben!"
Bild Nürnberg:
"Einen Extra-Motivations-Schub bekam der Club gestern aus Schwaben. Dort kommentierte die Augsburger Allgemeine..." (siehe oben)
Stimmen zum Relegations-Derby:
Andreas Ottl: "Es wird eine sehr schwere Aufgabe. Sie wissen genau, was auf sie zukommt"
Ex-Glubberer und jetzt-Augsburger Dominik Reinhardt: "Auch wenn es nun gegen den Club geht, möchte ich natürlich mit dem FCA unbedingt aufsteigen."
Raphael Schäfer zur Relegation im letzten Jahr: "Die wollten uns damals in einer Hälfte besiegen, obwohl man zwei Spiele Zeit hat."
WIR GRATULIEREN DEM VEREIN ZUM 110TEN!
Von der allseits geforderten rot-weißer Kollektivbeflaggung
sieht man heute in Nürnberg leider nicht viel. Wir trinken aber
im Stillen ein Gläschen auf die 18 Mann, die sich am 4. Mai
1900 in der Burenhütte auf der Deutschherrenwiese trafen, das
ist hier gleich um die Ecke!
Der Aufstiegsrasen aus 2009 gedeiht übrigens wieder, siehe Bild!
01.05.2010 HSV : FCN: 4:0 WINKE WINKE!
Martin Driller (Ex-Glubberer) 5.5.2010:
„Es gibt in der Bundesliga sicher keinen zweiten Verein, der so wenig fußballerische Kompetenz in seinen Führungsgremien sitzen hat. Darum wiederholt sich in Nürnberg der gleiche Trott alle paar Jahre wieder.“
Dieter Eckstein (Ex-Glubberer) 5.5.2010:
„Die Mannschaft muss sich jetzt zusammenreißen, da müssen die Socken qualmen und die Spieler müssen Blut schwitzen“
Reinhold Hintermaier (Ex-Glubberer) 5.5.2010:
„Gerade in so einem Spiel brauchst du einen erfahrenen Mann wie Mintal, der einen Namen hat und torgefährlich ist. Selbst wenn er schlecht spielt, bindet er immer zwei Gegenspieler und in diese Lücke kann dann zum Beispiel Albert Bunjaku stoßen“
Hans Meyer, Ex-Trainer, 05.05.2010:
Schauen Sie doch einmal, wo diese junge Mannschaft herkommt: Aus der zweiten Liga, im Winter vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Und jetzt können wir aus eigener Kraft drin bleiben! In Berlin, wo ich ja auch gearbeitet habe, würden sie doch alle mit Kusshand mit euch tauschen! Ich find’s gut, wie Dieter Hecking ruhig und souverän eine Linie, die er in der Rückrunde verfolgt hat und die ihn auszeichnet, durchzieht.
Schultzie, 03.05.2010:
"Fast die gesamte Rückrunde beschwörte die Mannschaft immer die fanstastischen Fans, die ein großer Rückhalt seien und so weiter. Wann zahlt die Mannschaft denn diese einzigartige Unterstützung endlich zurück?"
Raphael Schäfer 3.5.2010: "Wenn wir so gegen Köln spielen, steigen wir ab. Das ist ein Endspiel, ein Spiel, das wir uns so ausgesucht haben. ... Es muss eine Menge passieren in dieser Woche." Kommentar: Was soll da noch passieren? Die könnten die zweite Mannschaft antreten lassen, die blamieren uns vielleicht nicht so...
Fan 2010 im AZ-Forum, 3.5.2010: "Schon lange
war das Auswärtsspiel in Hamburg geplant, wir waren uns sicher
nach dem Spiel gemeinsam mit Hamburgern und Pauli-Fans zu
feiern haben viel Geld investiert für Bahntikets und
Eintrittskarten. Bis 15Uhr 30 war alles super. Und plötzlich
bekommst du von deiner Lieblingsmannschaft deinem Verein den du
immer die Treue hältst eine voll in die Fresse! Da laufen 11
Mann rum denen wir scheiß egal sind die keinen Charakter und
Einstellung haben, keine Moral und einen Funken Ehre besitzen
sich Willenlos vorführen lassen. Ein Trainer der völlig
Emotionslos da sitzt und hinterher lapidar in die Kamaras sagt
wir haben halt einen Fehler gemacht, das Trainerteam konnte die
Spieler nicht emotionalisieren."
FCN : BVB, 24.04.2010: 2:3, DER NÄCHSTE MATCHBALL VERGEIGT!
Geburtstag. Bekennt alle Farbe: Das
Rathaus und die Burg machen es auch!
Lichtblick an diesem strahlend schönen Aprilnachmittag waren
- wie schon so oft der Pino - der als einer der einzigen
Spieler den angemessenen Biss zeigte. Wie die Dortmunder. Die
gingen immer zügig zum Ball und ließen den Glubberern kaum
Platz zum Spielaufbau. So lange, bis der Fehlpass zwingend kam,
und schon war der BVB am Angreifen. Das möchte man gerne mal
vom Glubb sehen. Aber die schauen lieber zu (inklusive Pino),
wie z. B. beim wichtigen dritten Tor, welches den Glubb leer
ausgehen ließ und den BVB in die internationale Klasse rutschen
ließ. So einfach ist Fußball, da braucht es nicht einmal einen
Barrios, den hätte mein Sohn auch reingenetzt im Nachschuß.
Wenn drei verteidiger dabei zuschauen, klappt das. Da kann man
eigentlich auch Absicht unterstellen.
Nun geht es im vorletzten Endspiel gegen den HSV, denen es nach
Fulham eigentlich um nichts geht, aber die haben ja gerade
Labba rausgeschmissen. Und gegen Mannschaften direkt nach dem
Trainerwechsel haben wir ja in dieser Saison immer verloren.
Dann sind wir mal gespannt, wie unsere Ballkünstler am 1. Mai
rennen.
STIMMEN ZUM SPIEL:
BVB Fun-Trainer Jürgen Klopp: "Das heute
war ein schweres Spiel... Vorallem bei Standards und Kopfbällen
waren die Clubberer gefährlich." (??)
Mike Frantz: "Es war wichtig, dass wir nach
dem schwachen Spiel gegen Freiburg eine Reaktion gezeigt haben
... Die gleiche Leistung müssen wir nun gegen Hamburg zeigen."
(???)
Mike Frantz: "Die gleiche Leistung müssen wir
nun gegen Hamburg zeigen, vielleicht sind die ja auch nach dem
Spiel gegen Fulham ein bißchen müde."
Raphael Schäfer: "Den Dortmundern wurde es
heute zeitweise zu einfach gemacht, sie wurden regelrecht zum
Tore schießen eingeladen. Gegen Hamburg wird es schwer, wir
hatten schon gegen Wolfsburg auf eine gewisse Müdigkeit gehofft
und wurden eines besseren belehrt. Der Abstieg ist für mich
keine Option, wir werden das schaffen – auch wenn wir bis zum
letzten Spiel kämpfen müssen."
Andreas Ottl: "Selbst nach dem 1:3 kamen wir
wieder zurück. Wir sind nun auf Platz 14 und haben es
glücklicherweise selbst in der Hand, mit dem Thema Abstieg
endgültig abzuschließen."
KOLUMNE: DER GLEINE GLUBB: HEFT 138 (MAI)
Wenn diese Ausgabe bereits eine Woche draußen ist, dürfte
die Frage nach dem Klassenerhalt für den ruhmreichen Glubb
beantwortet sein. Wie viele Nerven in den beiden Spielen bei
den Fans dran glauben müssen, weiß ich nicht. Ich beneide aber
Mannschaften, die vor Wochen bereits alles klar gemacht haben,
und nicht absteigen. Die ihre Hausaufgaben erledigt haben,
während unsere Profis weiter so wirken, als wären sie nicht
wirklich drastisch abstiegsgefährdet, sondern andere. Sowohl
beim Meistertitel, als auch in der Abstiegszone ist momentan
eines klar: Noch gar nichts. Denn die Tabellenschlusslichter
dienen sich als Punktelieferant und Aufbaugegner für die da
oben an, nach der Heimpleite gegen den BVB (klasse Fans,
Respekt!) liegen alle Teams so eng beieinander, dass wohl erst
am 8. Mai zuhause gegen Köln die Würfel fallen. Je nachdem wie
die anderen spielen. Wer wird Meister? Wahrscheinlich Schalke,
zumindest für wenige Minuten wie 2001. Wer steigt ab? Nicht
einmal Hertha muss zwei Tage vor Ligaschluss schon fest für die
zweite Liga planen. Fast wie in der Formel 1, wo man manchmal
das Gefühl hat, dass ein knapper Saisonschluss bewusst von den
Teams manipuliert wird, damit die Werbegelder tüchtig fließen.
Warum die Relegation 2009 für den Glubb so perfekt gelang? Weil
die Cottbusser Spieler in Gedanken schon längst wo anders
waren, meistens bei ihrem Spielerberatern, die bereits die
ersten Angebote von anderen Vereinen auf dem Tisch hatten.
Glubb gegen BVB lief genau so, wie die voran gegangenen zwei
Niederlagen, man hatte immer das Gefühl, dass hier keine
überzeugten Glubberer auf dem Platz standen, sondern
Vollstrecker einer Trainertaktik. Und dass sich jeder durch
Einzelaktionen eher anderen Vereinen anbietet, als einem der
traditionsreichsten Vereine der Bundesliga zu dienen. Liebe
Leihspieler, liebe Wechselwillige, wir wollen Euch hier in
bester Erinnerung behalten und ihr wollt doch nicht später von
euren früheren Fans gellend ausgepfiffen werden, wie kürzlich
erst Kluge und Zwetschge, oder? Also lernt den Satz auf dem
kleinen Plastikplättchen auf euren Trikots endlich auswendig
und verhaltet euch so auf dem Platz, wir sind hier nicht in
Wolfsburg oder Hoffenheim. Um es mit Heiner Stuhlfaulths Worten
zu sagen: „Eine Niederlage sahen wir als Blamage für unser
Heimatstadt an!„
Ewald Funk
VORSCHAU ENDSPIEL NR. 1 FCN VS. BVB AM 24.04.2010
gelbe Skulptur darstellen soll?
1. Ein Hundekothaufen
2. Homer Simpson im Faschingskostüm
3. Der Eyjafjalla
Nerlinger:
"Für das Spiel gegen Dortmund hab ich ein gutes Gefühl. Zum
einen, weil schlechter als in Freiburg ist nicht mal dem
Ruhmreichen möglich. Und zum anderen fällt der beste
"Dortmunder" ja aus, nämlich der Herr Kapitän Wolf. Der hat ja
in Freiburg aus einer grottenschlechten Mannschaft nochmal
negativ herausgeragt... Ich nehme mal an, dass Judt oder
Nordveit in die Innenverteidigung rutschen werden. Und sooo
überragend waren die Dortmunder letztes Wochenende ja auch
nicht. Wobei, ich denke für den Klassenerhalt müssen auf jeden
Fall noch 6 Punkte her, und am besten mit 3 jetzt gleich am
Samstag mal anfangen...
Viele Grüße, Nerlinger"
Mintal:
"Hm - das wird schwer - wir müssen über 90 Minuten laufen und
kämpfen und wenn der Gegner dann kein Tor schießt könnten wir
sogar 2:1 gewinnen... :-)"
AUSLANDSEINSATZ: RAPID WIEN : MATTERNBURG, 3:0 (23.3.2010)
17.04.2010, SC FREIBURG-FCN: 2:1. DEN LETZTEN MATCHBALL VERSPIELT, IHR SCHLAFMÜTZEN!
Versager ein Straftraining.
Muß der Glubb jetzt wieder von vorne anfangen? Erst die
halbe Mannschaft feuern und ein Jahr finanzielle Durststrecke
in der zweiten Liga planen? Nach dieser blamablen
Auswärtsniederlage ist entgegen allen Statistiken und
Rechnereien durch unverbesserlichen Optimisten der knallharte
Abstiegskampf wieder Gegenwart am Valznerweiher. Trainer
Hecking erwähnte eigentlich oft genug in den letzten Spielen,
dass es die Mannschaft einfach immer zu leicht nimmt. Beim
letzten Spiel wollte er vor Anpfiff einen Wecker in die Kabine
stellen, diesmal gegen Freiburg wieder das alte Leid: Wir bauen
selbst die letzte Gurkenmannschaft auf und angesichts der
restlichen Spiele gegen grollende Dortmunder (wegen der
verpassten Chance an diesem Wochenende, dazu 0:4 Niederlage im
Hinspiel), sauere Hamburger (4:0 verloren im Hinspiel) und
sorglose Kölner (im Hinspiel 3:0 verloren) ist sogar eines noch
möglich: Dass uns das Schlusslicht Hertha noch überholt.
Ob die Spieler denn mal das kleine Schildchen auf ihrem Trikot
durchgelesen haben? Darauf steht: "Es ist eine Ehre für
diese Stadt, diesen Verein und die Bewohner Nürnbergs zu
spielen. Möge all dies immer bewahrt werden und der großartige
FC Nürnberg niemals untergehen."
HELDEN DES SPIELS:
Raphael Schäfer: Hielt was zu halten war, wie
immer. Rastete Gottseidank trotz grottiger Leistung seiner
Mannschaft nicht vollständig aus.
Javier Pinola: Kämpfte und machte wie immer
einen sauberen Job. Ihm könnte man nach diesem Spiel nicht böse
sein, wenn er immer Sommer wechseln würde. Hab da so ein dummes
Gefühl...
TIEFPUNKTE:
-Wenn Freiburg schon keine Kiste zustande bringt, hilft der
Glubb halt durch Eigentor. Und läßt sich dadurch auch noch
einschüchtern.
-Ständige Fehlpässe.
-Einfallsloser Rumpelfußball.
-Berechenbare Spielzüge.
-Deutliche Loser-Mimik immerfort: "Wohin soll ich denn den
Ball spielen/werfen"-mit Achselzucken gepaart.
.Überschrift in der NN: Andreas Ottl ist weiter vom
Klassenverbleib überzeugt.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Raphael Schäfer: "Wir haben als Mannschaft
verloren. Das hat kein Einzelner verbockt."
Hecking in der Pressekonferenz danach, wie
nach (fast) jedem Spiel dieses Jahres: "Ich hätte mir
gewünscht, dass wir das ganze Spiel wie die letzten 10 Minuten
angehen."
Hecking: "Wir haben als Team versagt. Jeder
hat sein eigenes Ding gemacht. Als wir dann aufgewacht sind,
war der Zug schon abgefahren."
Dominic Maroh nach dem Spiel: "Der Trainer hat
jedem Spieler einzeln angesprochen und ihm erklärt, was er von
ihm erwartet."
11.04.2010 FCN : VOLKSWAGENBURG, 0:2 GUTE PARTIE, ABER...
Drei Punkte nach unten wartet immer noch der Relegationsplatz, sechs nach unten Hertha (Auch wenn die sich momentan beim DFB nach oben klagen wollen, Preetz: "Skandal"). Klar ist im Tabellenkeller noch gar nichts, denn Freiburg wird mit Sicherheit nach Nürnberg (Samstag) gegen Wolfsburg, Köln und Dortmund keinen soo leichten Gegner haben und sich deshalb gegen den Glubb anstrengen. Man muß immer mit dem Unerwarteten rechnen. Ich glaube nicht an die angeblichen Auflösung der Freiburger nach der 4:0 Schlappe durch Bremen. Schauen wir uns doch mal die Schlagzeile aus dem Jahr 2007 an.
Hier verkündet damals ein gewisser Misimovic "Wir bleiben
drin" und freut sich, weil der neue Trainer von Heesen "etwas
gebracht hat". Wie das weiter ging, wissen wir. Wenn der Glubb
nun patzt gegen Freiburg? Und die anderen gewinnen? Und die
Wechselgerüchte plötzlich konkret werden? War schon das
Hinspiel am Hinrundenende gegen Köln Arbeitsverweigerung einer
streikenden Mannschaft, dürften Abganggerüchte in der
Mannschaft ab Ende April bis zum letzten Spieltag diesmal bis
dahin einen deftigen Schwelbrand erzeugen, der durch schlechte
Ergebnisse tüchtig Sauerstoff bekommen könnte und zuhause gegen
Köln das Wachkoma vom Schalke-Spiel 2007 entflammen
könnte.
Helden des Spiels:
Gündogan: Tanzte wieder mal durch
Körpertäuschung die Gegenspieler reihenweise aus. Mittlerweile
fragt man sich, wer war eigentlich dieser Kluge damals?
Hoffentlich bleibt Ilkay... Aber: Wenn da nicht sein fataler
Fehlpaß auf den Gegenspieler gewesen wäre, der nach zwei
Stationen zum 0:1 geführt hatte.
Pino: Symphtomatische Szene, als er
40-Millionen-Dzeko dermaßen frech den Ball vom Fuß klaute und
sofort zum Gegenangriff überging. Dafür gab es Szenenapplaus.
Maroh schaffte das auch einmal mit einer seiner präzisen
Beingrätschen ohne Foul.
Antihelden:
Fast der gesamte Sturm des Glubb: Tordrang
hört für sie generell immer am Sechzehner auf. Dann beginnt ein
nerviges Querpaßspiel, statt mal gerade drauf zu halten und
durchzubrechen. Nichts dergleichen passierte mit wenigen
Ausnahmen. Als wenn der Strafraum vermintes Gelände wäre.
Schüsse innerhalb des Sechzehners waren derart harmlos, dass
man fast vermuten könnte, Bestechung wäre im Spiel. Ja, war
natürlich auf keinen Fall der Fall, völlig absurde Vermutung
meinerseits!
Zwetschge: Bekam als Ex-Glubberer fast nur
Pfiffe, schade, aber auch kein Wunder nach dem Vorfall beim
Hinspiel.
Stimmen zum Spiel:
Glubb Manager Bader zur ersten Halbzeit: „Wir
wollten nicht ins offene Messer laufen“
VFL Trainer Köstner vor dem Spiel: "Bei uns
herrscht Müdigkeit, auch im Kopf. Und wir werden auf eine mit
Leidenschaft kämpfende Mannschaft treffen.“
Dominic Maroh: "Das Tor war wie
zugenagelt."
Glubbtrainer Hecking nach dem ersten nicht
gepfiffenen Elfer: "Vielleicht war ihm da noch die Sicht
verdeckt, den muss er vielleicht nicht sehen."
Glubbtrainer Hecking zum zweiten nicht
gepfiffenen Elfer: "Ich sage das nicht oft, aber heute ärgere
ich mich über diese Entscheidungen. Albert Bunjaku werden klar
die Beine weg gezogen, das muss man sehen!"
Glubbtrainer Hecking zum dritten nicht
gepfiffenen Elfer: "Außerdem gab es auch ein Handspiel im
Strafraum. Mit einer Führung im Rücken hätte das Spiel auch
anders laufen können. In der zweiten Halbzeit waren wir viel
besser. Diese Niederlage schmeckt uns natürlich überhaupt
nicht."
Marcel Risse: "Wer hätte vor der Saison
gedacht, dass wir gegen den deutschen Meister so gut
spielen."
Dominic Maroh: "Es gibt Tage, da kannst du
zwei Mal 90 Minuten spielen, ohne das Tor zu treffen. Heute war
so ein Tag."
03.04.2010, FCN : MAINZ, 2:0: VOLLE LATTE AN OSTERN.
Trotz Überzahl, die ja manchmal nur statistisch auf dem
Platz passiert, können die im Abstiegskampf sorglosen Mainzer
zufrieden sein mit dem Ergebnis. Der Glubb sowieso, denn
Lattentreffer sind halt einmal nur Unglück und nicht
spielerisches Unvermögen.
Meine Helden:
Mike Frantz
Machte schon wieder ein Tor und untermauerte seine steigende
Form. Wurde ja auch mal Zeit zu Saisonabschluss.
Ilkay Gündogan
Agierte souverän im Mittelfeld und bekommt nach nur zwei
technisch überragenden Spielen bereits das Prädikat "Zwetschge
II".
Michael Weiner
Der Schiri ließ sich nicht beeindrucken und zückte sofort die
Rote Karte für eine Unsportlichkeit, die keinen Platz im
modernen Fussball haben sollte: Nachtreten.
Marcel Risse
Hat zwar immer noch keine Kiste geschossen, glänzte aber durch
eine hervorragende Partie und gab zwei wichtige Vorlagen.
Martin Müller
Der ehemalige .rcn Cheffe hatte früher mit Fußball überhaupt nichts am Hut und bevorzugte American Football, weil dies "schneller und intelligenter" sei. Gegen Mainz war er aber mal dank gesponserten Tickets im Stadion. War sehr angetan und meinte "wenn das immer so läuft bin ich öfter dabei!"
Eher keine Helden:
Albert Bunjaku
Blieb eher farblos, kämpfte aber trotzdem tapfer.
Immerhin.
Stimmen zum Spiel:
Club-Trainer Dieter Hecking: „Wir waren zwar in
Überzahl, aber auch da muss man erst einmal so spielen.“
Maxim Choupo-Moting: „Beim 2:0 habe ich mich kurz
angeboten, konnte den Ball dann annehmen und ihn noch irgendwie
reinstochert."
Bild-Zeitung: Auch
bemerkenswert: Neben dem Argentinier Pinola und dem Schweizer
Bunjaku standen gegen Mainz neun deutsche Spieler in der
FCN-Startelf.
Ilkay Gündogan: „Vom Trainerwechsel haben alle
profitiert.“
Marcel Risse: „In der Truppe komme ich mit jedem sehr
gut aus. Das sieht man auch auf dem Platz."
Club-Trainer Dieter Hecking: "Gündogan, Risse,
Frantz und Choupo sind jedoch Jungs, die jedem Gegner richtig
weh tun können. Im Moment sind sie spielentscheidend.“
27.03.2010 BREMEN - FCN: 4:2
Wie es kam? Zuerst spielten die Glubberer wie eine
Schülermannschaft und ließen sich zwei schnelle Tore aus
Standarts einschenken. Beide Male war Chouppo nicht unschuldig,
denn er deckte Mertesacker nicht gerade glücklich. Und wir
dachten, HSVler hassen die Bremer? Überraschend auch Diekmeier
im offensiven Mittelfeld! Der Pausenstand von 3:0 war
uneinholbar. Umso besser, als sich die Glubberer noch bis zum
3:2 heran tasteten und in der letzten Minute sogar Schäfer nach
vorne ging.
Meine Helden:
Juri Judt machte das Spiel seines Lebens. Oder war es Ivan
Saenko als Juri Judt verkleidet? Oder lag es an der anstehenden
Vertragsverlängerung? War auf jeden Fall toll, wie aus einem
passiven Verteidiger plötzlich ein zaubernder Stürmer
wurde.
Mike Frantz mit seinem Gernd Müller-Tor. Sein erster
Bundesligator überhaupt.
Stuttgart gewinnt gegen die Bauern. Köln gewinnt gegen
Hannover, Schalke gegen Vizekusen und Frankfurt schlug Bochum
am Vortag. Naja, WOB hat gegen Mainz auch gewonnen.
Eher kein Held:
Diekmeier brannte darauf, gegen seinen Ex-verein ein Tor zu
schießen, vergab aber im Sturmlauf vor Hildebrandt eher
kläglich.
Club-Trainer Dieter Hecking: „Wir wollten dann
die zweite Halbzeit gewinnen und Schadensbegrenzung. Dass es
dann so gut läuft, hätte kaum jemand erwartet."
Werder-Trainer Thomas Schaaf: „Mit der zweiten
Halbzeit sind wir nicht so zufrieden. Solche Spiele muss man
anders nach Hause fahren."
Torschütze Mike Frantz: „Es hat in der
Vorrunde Spiele gegeben, die haben wir nach so einer ersten
Halbzeit ganz deutlich verloren."
20.03.2010 HOPPENHEIM - FCN: 0:0
Weitere Höhepunkte waren die Einwechslungen, wo auf
Nürnberger Seite Mintal, Charrysteas und sogar Boakye mal
spielen durften. Auch wenn Trainer Hecking sonst immer Glück
mit seinen Wechseln hat, passierte heute eher nichts.
Höhepunkte? Für die weiblichen Fans auf Block 1 wohl, als sich
Dennis Diekmeier das Trikot auszog um es zu verschenken, direkt
vor dem Block. Die Mannschaft hat sich bedankt bei den
Fans.
Die Statistik war ausgeglichen, fast gleiche Zahlen bei Fouls,
gewonnenen Zweikämpfen und so weiter. Einzig Hoppenheim hatte
6:1 Abseitsstellungen zu beklagen.
Die anderen Ergebnisse des Spieltags: Borussia gegen Vizekusen
3:0, Frankfurt gegen die Bauern 2:1 und Wolfsburg verliert
gegen die Hertha 5:1 zuhause am Tag darauf.
Stimmen zum Spiel:
Hoppetrainer Rangnick nach dem "fahrlässig
verspielten Sieg": „Im Auslassen von Torchancen sind wir sehr
großzügig“,
Glubbtrainer Hecking: ...wir sind spielerisch
noch nicht so weit, um Mannschaften wie Hoffenheim unter Druck
zu setzen“
Glubbtrainer Hecking: "Das ist eine zufriedenstellende
Zwischenbilanz, aber kein Ruhekissen."
Glubbverteidiger Dominic Maroh: "Wir sind nach
dem Spielverlauf mit dem Punkt zufrieden. Wir haben uns
vorgenommen so viele Punkte wie möglich in der Rückrunde zu
holen."
Ralf Rangnick: "Wir hätten das Spiel gewinnen
müssen. Wenn man solche Chancen auslässt, muss man sich am Ende
ärgern. Wir sind mit dem Unentschieden noch nicht raus aus dem
Abstiegskampf."
13.03.2010 HERTHA BSC - FCN: 1:2
Tante!
Unser Lidl-Ticketprofi Roland Hornauer war vor Ort in der Hauptstadt, in der die Presse die Stimmung extrem aufgeheizt hatte:
Aufholjäger zum Absturz gebracht oder zum Glück
trifft Fan sich im Leben öfter (Lidl Tour vierter und letzter
Teil)
Fahrten mit der Bahn sind immer spannend, dieses Mal war der
ICE 10 Minuten zu früh am Berliner Hauptbahnhof und der Zug
zurück war auf die Minute pünktlich, so ist halt die Bahn. Mein
neues Image der Stadt: In Berlin erwarten einen Hauptstädter
mit deutlich höher getragenen Haupt, sie haben eine große
Schnauze und sind in Gestalt der Herthafans sehr aggressiv und
feindlich gestimmt.
Aber der Reihe nach. Gleich im Fanshop am Hauptbahnhof beim
Ticketkauf gab es den ersten Dämpfer. Eine junge Frau sprach
mich an, „ würden sie die Mütze mit oder ohne Bommel nehmen“,
„kommt darauf an für wen es ist“. „Ich habe sie als älteren
Herren angesprochen, weil es soll für einen älteren Herren
sein“. Klar, dass ich zur rosafarbenen Herthamütze mit
möglichst großen Bommel geraten habe. In der S-Bahn zum Stadion
ging es weiter - mit Glubbschal und -Mütze leicht als Glubberer
zu identifizieren , riefen kleine Kinder in meine Richtung
„Scheiß Nürnberger“, ein Jugendlicher fragte mich, „sind sie
Schläger?“, ein anderer wollte wissen, ob ich ein Hooligan bin.
Zwei zivil gekleidete Jungs erzählten, „wir gehen heute nur ins
Stadion, weil die Ostkurve nach einer Niederlage das Stadion
stürmt“. Lustig war eine Frau, fragte sie doch tatsächlich, ob
der Clubb schon einmal abgestiegen ist. Einen Rekordabsteiger
diese Frage zu stellen! Tssss... Hauptstadtignoranz pur. Im
Stadion auf dem Weg zum Platz durch das Osttor, war nur der
penibel kontrollierende Sicherheitsdienst freundlich. Ansonsten
feindselige Blicke, laute Absteigerrufe in meine
Richtung, „nächstes Jahr könnt ihr zu Union fahren“ usw.. Im
Stadion selbst, welches trotz wahnsinnig teuren Umbau zur WM
2006 über nicht genügend WCs verfügt (und deshalb stehen rings
um das Rund nach wie vor Toilettencontainer), herrscht eine
knisternde Stimmung. Die Container können nach der Saison nun
sicherlich einer anderen Verwendung zugefügt werden. Die
Herthafans in der Ostkurve halten zu Beginn große Buchstaben
mit dem Text ABSTEIGER? hoch. Auf den Videowürfeln werden
frühere Tore der Hertha gezeigt, dass einige davon aus der
letzten Zweitligasaison der Berliner sind, soll wohl auf die
nächste Saison schon einstimmen. Fußball wurde natürlich auch
gespielt.
Unser Helden spielten, als kann einen nach drei Spielen ohne
Niederlage und als Leverkusenbesieger beim Tabellenletzten
schon gar nichts passieren. Ohne Kampf, ein bisschen Hacke
hier, Spitze da, unkonzentriert und fahrlässig präsentierten
sich unsere zehn Feldspieler fast alle gleich schlecht. Nur
Andi “Querschläger“ Wolf spielte wieder einmal noch schlechter.
Hertha spürte dies und spielte Nürnberg schwindlig. Großchance
um Großchance wurde entweder fahrlässig vergeben oder vom
überragenden Schäfer pariert. Dass es zur Halbzeit nicht 5:0
stand, sondern nur 1:0, war allein unserem Torwart zu
verdanken. In der Halbzeitpause muss Hecking wohl beim
verlassen der Kabine 10 Füße gehabt haben, denn auf einmal
spielte der Clubb als wäre jedem von ihnen in den Arsch
getreten worden. Zuerst nur dominant ohne Torchancen, nach dem
Ausgleich durch unseren „Albertchen“ nach Ecke von Risse
häuften sich die Chancen und wir bewiesen, dass nicht nur die
Berliner das Aluminium treffen konnten.
Einen zusätzlichen Kick gab es als unser Europameister Charry
eingewechselt wurde. Mehrfach legte er gekonnt seinen
Mitspielern zu Großchancen auf, versemmelte aber selbst eine
unnachahmlich dilettantisch. Und schaffte sogar eine Flanke
exakt in den einzigen Teil des Spielfeldes zu zirkeln, wo weit
und breit kein einziger Spieler stand. Alles vergessen, Harry
machte in der Nachspielzeit auf feinen Pass von Gündogan das
entscheidende Tor. Was will man mehr von einem griechischen
Superstürmer und Goalgetter? Sensationelle Quote, alle 22
Monate ein Tor für Nürnberg! Hoffentlich reicht die
Vertragslaufzeit für das nächste Tor noch aus. Nach dem
Schlusspfiff blieb unseren Helden keine Möglichkeit sich von
uns feiern zu lassen.
Blitzschnell, schneller als jeder Sprint in der ersten
Halbzeit, rannten sie in das Stadioninnere, als Fans aus der
Ostkurve die Ankündigung umsetzten und das Stadion stürmten.
Die Bilder davon wurden ja gleich bundesweit verbreitet. Die
Ultraaktionen der letzten Zeit leisten dem Kampf gegen den
kommerziellen Fußball einen massiven Bärendienst. Wer Stadien
stürmt und dort fackelt braucht sich nicht wundern, wenn er
dann irgendwann im reinen Sitzplatzstadion sitzen muss. Nicht
unerwähnt darf aber nicht bleiben, dass die Berliner
Boulevardpresse die Stimmung extrem angeheizt hatte. Wer in
großen Lettern eine Mannschaftsaufstellung mit 9 x „Angsthase“
abdruckt, schürt Fanaggressionen. Angesichts der Berliner
Aggressionen hielten sich die Clubfans zurück und verzichteten
auf Schmähgesänge in Richtung Berlin. Im Mai 2008 als der Clubb
in Berlin verlor und den Abstieg schon fast sicher machte,
verhielten sich die Berliner da völlig anders.
Um das Stadion herrschte schließlich das Chaos, vollgestopfte S-Bahnen fuhren gefühlte Stunden nicht ab und Herthafans stänkerten sich selbst an. Im ICE dann waren nur strahlende Gesichter zu sehen. Auch wenn ein Unentschieden gerecht gewesen wäre, ein Auswärtssieg ist viel schöner. Vier Spiele ungeschlagen, 7 Punkte aus vier Lidltickets, was will ein Clubbfan mehr?
Roland Hornauer
HELD DES TAGES
Angelos Charisteas: Versemmelte nach Gündogans
Querpass in der 80. Minute fast vom Elfmeterpunkt aus. Der
finale Pass erneut vom selbstlosen Gündogan in der 93. Minute
hatte was von konstruierter Therapie für sensible griechische
Fussballerseelen.
Hertha Manager Michael Preetz: Hatte feuchte
Augen ohne sich zu schämen. Wem soviel Pech so nahe geht, der
hat abseits vom Kommerz noch wahre Liebe zum Verein.
Respekt!
STIMMEN ZUM SPIEL
Hertha Manager Michael Preetz: "Unsere
Sicherheitskräfte haben richtig reagiert, sie sind
zurückgewichen und haben deeskalierend gewirkt. Ich bin 14
Jahre in diesem Verein, das geht mir sehr nahe. Jetzt kann uns
nur noch ein blau-weißes Wunder helfen."
Hertha Manager Michael Preetz: "Wir
intensivieren unsere Planungen für die 2. Liga."
Albert Bun-Bun-ja-ku: "In der ersten Halbzeit
hat Raphael uns sensationell im Spiel gehalten. Der Trainer hat
uns dann in der Kabine gefragt, ob wir wissen, worum es geht.
Dann lief es in der Tat besser und am Ende haben wir den Konter
überragend gesetzt."
Glubbkäptn Andy Wolf zum Sturm der Fans nach
dem Spiel: "Wir standen in der Kurve und haben von weitem nur
eine Menge gesehen. Die Gedanken, die durch den Kopf gehen,
sind erst einmal: Beine in die Hand und die eigene Haut
retten."
Andy Wolf: "So wie wir die erste Halbzeit
gespielt haben, war sie die schlechteste der Saison." (Anm.
EF: Die wievielte "schlechteste" war das eigentlich schon in
dieser Saison?)
Glubbtrainer Dieter Hecking: "Hertha hat in
der ersten Hälfte ein überragendes Spiel gemacht, bei ihnen hat
alles gepasst. Schäfers Leistung war sensationell. Wir wussten,
dass die Hertha stark agieren wollte und waren trotzdem
überrascht, wie stark."
Hertha Spieler Pal Dardai vor der Partie über
seine Mitspieler: "Unsere Truppe ist einfach zu nett. Das sind
durch die Bank fast alles liebe Schwiegersöhne. Es fehlen die
Schweine, die fiesen Charaktere."

Zwei zivilgekleidete Jungs vor dem Spiel, „wir gehen heute nur ins Stadion, weil die
Ostkurve nach einer Niederlage das Stadion stürmt“.

Michael Preetz: "Unsere Sicherheitskräfte haben richtig reagiert, sie sind zurück-
gewichen und haben deeskalierend gewirkt.

Hier zelegt der Mob die Herthaner Ersatzbank.
07.03.2010, FCN - VIZEKUSEN: 3:2, SERIE UND KREUZBAND GERISSEN!
Niemand hatte nur im Traum daran gedacht, dass es in der 55.
Minute 3:0 für den Glubb stehen würde. Aber jeder hatte es
insgeheim gehofft. Mein Schwager grinste etwas skeptisch, warum
ich auf dem Weg ins Stadion dem Leierkastenmann Geld ins
Körbchen lege. "Weils hilft!". Hatte es. Sehr offensive
Aufstellung, Hecking zeigte sich wie gewohnt unberechenbar, was
die Taktik angeht. Das sollte man jetzt mal als dickes
Kompliment sehen! In der ersten Halbzeit zeichnete sich ab,
dass er damit richtig lag, noch vor dem ersten Tor vermisste
keiner Harry, der nicht einmal auf der Bank saß. Gut, dass
Maroh dort Platz genommen hatte, denn nach Brenos schlimmer
Verletzung wäre es ja furchtbar gewesen, wenn ein Judt oder
Bieler gegen Kießling und Co. hätte verteidigen müssen. Schade,
dass wir Breno nicht mehr im Areva Trikot sehen werden, denn
Rummenigge holt ihn bereits zur Reha heim ins Bauernreich.
Weiter im Spiel. Das war so etwas wie eine erzwungener
Schulterschluss und ein jetzt-erst-recht für die Glubberer. Der
sonstige Stolperer Chouppo ließ sich ausnahmsweise heute nicht
mehr die Bälle vom Fuß klauen, sondern legte jeglichen Respekt
ab und machte das Spiel seines Lebens. 8 Minuten nach Brenos
Abtransport hieß Erics Antwort 1:0, und da er ja einen
Doppelnamen hat, machte Maxim ein paar Minuten nach
sensationellem Diekmeier-Sprint inklusive Paß die Pausenführung
2:0 klar. Gegen Hertha steht dann hoffentlich sein Nachname
Choupo-Moting Pate!
Sehr spät wirkte dann die Kabinenpredigt von Osram Heynkes in
der Pause für seine Drittkusener. Denn ausgerechnet der
Senegalese Tavares, nicht immer ein Ausbund an
Torgefährlichkeit, traute sich etwas und holperte den Ball auch
noch zum 3:0 ein. Der Viertkusener Schlussmann Adler war
stinkesauer auf seine Abwehr, schließlich schaut ganz
Deutschland jetzt genau auf unseren Nationaltorwart. Und der
Adler fliegt halt gerade in etwa so wie unsere Adler bei der
der Olympiade in Pisser Mountain, pardon, Whistler Mountain.
War sonst noch was? Ja, zwei schnelle Gegentore, denn als
Glubbfan sollte man ja nie unter einer Herzfrequenz kurz vor
dem Infarkt im Stadion weilen. Zwei Minuten Nachspielzeit, dann
haben die Fünftkusener Feierabend gehabt und ihre Serie war
gerissen. Reinartz allerdings tat sein Schnitzer gegen Breno
ziemlich leid. Aber in 5 Spieltagen spielt sein Verein ja noch
gegen die Bauern, und Brenos Verein wird das übermotivierte
Takling sicher nicht vergessen. Witzig auch: Osram brachte für
Reinartz dann ausgerechnet Barnetta, um etwas mehr
Schnelligkeit ins Spiel zu bringen. Dessen Vorname:
Tranquilo.
Halbwegs passabel: Schiri Dr. Jochen Drees. Zumindest in der
Kartenbilanz: 5 gelbe Kartons für die Kusener, nur die übliche
eine für den Glubb (der übliche Pino-Meckerkarton). Klar meinte
man streckenweise, es werde gerade mal wieder massiv gegen den
Glubb gepfiffen, aber immerhin ließ er nur angezeigte zwei
Minuten jeweils nachspielen. Klingt besser, als wenn drei da
stehen. Sind ja eh immer drei. Der Reinartz hätte aber locker
Rot sehen müssen, gerade als Allgemeinarzt hätte Drees den
Kreuzbandriß per Nahdiagnose sofort diagnostizieren müssen. :-)
Drees war es übrigens auch, der das berüchtigte Regenspiel
gegen die Volksburger im April 2008 im Frangnstadion abbrechen
ließ. Hat nichts genützt, wir hatten ja auch das Nachholspiel
gewonnen.
MEINE NEGATIVHELDEN DES SPIELS:
Andreas Wolf: Wieder mal teilweise grottige
Leistung, schaffte aber diesmal einen richtig gefährlichen
Vorstoß. Fast wie im Poggalspiel.
Javier Pinola: Hetzte mehrere Male vergeblich
Stürmern hinterher, was ist denn los? Aber meckern!
Marcel Risse: Machte richtig Druck gegen
seinen alten Verein, verstolperte aber dann ausgerechnet eine
tausendprotzentige Chance frei stürmend gegen den
herauslaufenden (!) Adler.
HELDEN DES SPIELS:
Breno: Schade. Der hätte sich bestimmt bei uns
noch wohl gefühlt. Aber Harry wird ja jetzt Vizeweltmeister mit
den Griechen, ist danach 6 Mio. wert und wird dann nach
Wolfsburg verkauft. Von den sechs Mille kaufen wir dann einen
halben Breno und die andere Breno-Hälfte wird durch eine
"Breno-Anleihe" finanziert, die plötzlich durch die Decke geht.
Im Gegensatz zur Glubbanleihe.
Eigler: Weil er verletzungsbedingt
fehlte.
Harry: Weil er fehlte.
Ilkay Gündogan: Gewinnt langsam an Sicherheit,
genau der Zauberer, der uns seit Zwetschge fehlt.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Glubbtrainer Hecking zum Breno-Vorfall: "Auch
andere Mannschaften haben Verletzte, dann muss die Mannschaft
eben noch enger zusammen rücken."
Glubbtrainer Hecking zur Frage, ob Bunjaku
wieder gegen Hertha stürmen wird: "Wer sagt denn, dass
Albert spielen wird?"
Kusenstürmer Kießling auf die Frage, ob man
den Glubb unterschätzt habe. "Auf gar keinen Fall." Später:
"Wir hatten den Club nicht so mutig und offensiv
erwartet."
Leberkusen Trainer Heynckes: "Wenn man so
spielt, kann man nicht erfolgreich sein."
Glubbkeeper Raphael Schäfer als gebranntes
Kind zum Reinartz-Foul: "Es gibt Vorfälle, da wird man für sehr
viel weniger gesperrt."
Glubbtrainer Hecking zur Frage, ob der Glubb
damit 'jetzt mal weg sei': "Weg sind wir nicht, aber auf Platz
15."
Glubbkäptn Wolf warnt vor dem Hertha Spiel:
"Das ist vielleicht die letzte Chance für Hertha, noch da unten
raus zu kommen."
Stefan Reinartz' Prognose vor dem Spiel : "1:0
für Bayer Leverkusen. Aber ich werde versuchen, ausgerechnet
dieses Tor nicht zu schießen!"

Um halb Vier sah das Ergebniss richtig schick aus!
KLEINER EINWURF ZUM THEMA "UNPARTEIISCHE"
Wir zitieren mal Spiegel Online:
"Bevor Kerner zum nächsten drückenden Thema der Sendung,
nämlich Übergewicht, überleitet, wird auf einmal der
Sportjournalist im Boulevardmann hellwach. Und da wurde es
tatsächlich einmal hochinteressant an diesem späten Abend. In
einer E-Mail an Amerell, aus der der Moderator zitiert,
schreibt Kempter: "Gleich spielen die Bayern.
Hoffentlich fliegen sie raus. Dann können wir darauf
anstoßen." Zur Erinnerung: Schiedsrichter werden im
Fußballdeutsch auch Unparteiische genannt. Aber im deutschen
Schiedsrichterwesen scheint tatsächlich nichts mehr an seinem
Platze zu sein.
Die Karriere Kempters dürfte nach dieser E-Mail mehr oder
weniger erledigt sein. Wie sagt Amerell dazu? "Ich finde das
sehr bedenklich."
Amerell weiter an anderer Stelle:
Er bezeichnete sich auf Kerners Nachfrage selbst als
bisexuell: "Das könnte man so ausdrücken." Er betonte, dass er
mit Kempter "keine Liebesbeziehung" gehabt habe, sagte aber
auch: "Ich mochte ihn sehr, sehr gern. Ich glaube, im
Umkehrschluss war es genauso." Dreimal sei es zwischen ihnen zu
"körperlichen Beziehungen" gekommen. Dass Kempter an die
Öffentlichkeit gegangen sei, erklärte sich Amerell so:
"Vielleicht war er eifersüchtig."
Hier der direkte Link zum ganzen Artikel:
27.02.2010, BOCHUM - GLUBB: 1-1, DIE TORE(N) WAREN IM GLUBBERER-BLOCK!
mal wieder mehrere Hundert Club-Anleihen und Image.
Der Reihe nach, erstmals überpünktlich, trotz viermaligen
Umsteigens konnte ich mich schon ab 12.10 Uhr akklimatisieren
und Ruhrpottluft in Grönemeyers gehuldigter Stadt schnuppern.
Immer wieder erstaunlich, Bochum ist wohl die Stadt, wo die
Fans des Heimatvereins deutlich in der Minderheit sind. Der
Portier in der Unterkunft outet sich als Fortuna
Düsseldorf-Fan, alle in der Pizzeria, von den Beschäftigten bis
zu den Gästen waren für SC 04, auf den Weg zum Stadion
begleitete mich ein Stück ein HSV-Fan, bis ich dann dort die
ersten VFL-Fans sah.
Das Stadion selbst ist mein Lieblingsstadion in der Bundesliga.
Ganz eng und ganz nah am Rasen, ohne modischen Schnickschnack,
den Charme der 70er Jahre versprühend, mitten in der Stadt,
direkt an der Straße liegend, man kriegt trotz der nur 30.768
Plätzen immer Karten, inzwischen sogar beim Kartenvorverkauf in
Erlangen. Beim Betreten des Blocks riecht man den Rasen und und
und... Hier ist das Spiel keine Show einzelner Stars, sondern
immer heißumkämpfter Mannschaftssport, hier malocht zumindest
die Heimmannschaft immer. Eigentlich wollte ich was zu den
unterschiedlichen Wetterbedingungen schreiben, erst Regen, dann
Nebel ohne Sicht der Tore, dann Sonnenschein, doch nach 9
Verletzten, 3 davon schwer, finde ich das Abfackeln der
Bengalos zu Spielbeginn und damit die Verneblung der einen
Stadionhälfte nicht mehr so prickelnd.
Zum Spiel, wieder einmal war unser Clubb optisch dominant,
besonders in der 2. Spielhälfte. Bochum hatte kaum Ballbesitz,
wenn aber, dann spielten sie ganz schnell nach vorne. Eine ganz
vernünftige Taktik, zählen doch Tore und nicht der Ballbesitz.
Auffällig die Kopfballstärke der Heimelf, bei jeder
Standardsituation musste man Angst haben. Dabrowski gewann z.B.
jeden Kopfballzweikampf und hätte Sekunden vor der Halbzeit
eigentlich das 1:0 erzielen müssen. Wie schon gegen Gladbach,
schaffte es der Clubb nicht, sich zwingende Torchancen zu
erarbeiten. Eigentlich zuwenig, wenn man hinten drin steht,
darf eigentlich nicht auf Zufallstreffer gespielt werden. Aber
in dieser Saison wollen die Berliner und die Hannoveraner ja
unbedingt schlechter als der Clubb dastehen und mit den Punkt
aus dem 0:0 gegen Bochum gelang der „Sprung“ auf den
Relegationsplatz.
Kämpferisch hat ein Großteil der Mannschaft alles versucht,
schwach blieben Tavares mit einigen haarsträubenden
Abspielfehlern und wie inzwischen gewohnt Andi Wolf, jedes Mal
wenn der Ball in seine Nähe rollte war das Schlimmste zu
befürchten und der eine oder andere Querschläger, Fehlpass etc.
entstand, zum Glück ohne Folgen. Stark waren Gündogan, in jeder
Sekunde spürbar, er wollte es seinen alten Verein zeigen und
Maroh, der den kurzfristig ausgefallenen Breno gut ersetzte.
Extrem dumm verhielt sich unser einziger gefährlicher Stürmer
„Albertchen“ Bunjaku. Nach doofen Handspiel die 5. gelbe Karte
zu bekommen, kurz vor Schluss nach Abseitspfiff den Ball
wegzudreschen bedeutet einfach nach gelb-rot zu betteln. Schön
die Bochumer Schlusszeremonie. Als Rekordabsteiger hat man sich
die Fanverabschiedung „Absteiger“, „Absteiger“ redlich
verdient. Die jeweiligen Antworten „Bochumer Arschlöcher“,
„Nürnberger Arschlöcher“, „ihr seid Scheiße wie der FCB“ und
„ihr seid Scheiße wie der S-04“ hätten auch ein bisschen
phantasievoller ausfallen können. Ach ja, bei der sonntäglichen
Heimfahrt konnte ich dann die Dienstleistung der Bahn extensiv
nutzen, Dank Sturmtief „Xynthia“ stand mein ICE 5 Stunden und
13 Minuten regungslos im Frankfurter Hauptbahnhof.
Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL:
Glubb-Trainer Dieter Hecking: „Ich war sehr
zufrieden wie Dominic Maroh und die Mannschaft den Ausfall von
Breno aufgefangen haben. Zu meiner Mannschaft: Es sieht optisch
ganz gut aus, aber die letzte Geilheit vor dem Tor fehlte mir.
Natürlich kann man mit einem Auswärtspunkt leben, aber das muss
sich in den nächsten Wochen ändern. Wir wollen dann den
Befreiungsschlag machen.“
Bochum-Trainer Heiko Herrlich: „Es war heute
sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, da bitte ich um
Verständnis. Es hat mich gefreut, dass so viele Zuschauer da
waren.“
FUNDSTÜCK:
Spiegel Online, 01.03.2010. "Mauern ist die
Waffe der fußballerisch Armen: 15 Treffer fielen am 24.
Spieltag der Bundesliga. Selbst Topteams verteidigen inzwischen
lieber, als den Erfolg im Angriff zu suchen. Ein ästhetisches
Vergnügen ist das nicht."
20.02.2010, FCN - BAYERN MÜNCHEN: 1-1, ZITTERN ZUM SIEGREICHEN UNENTSCHIEDEN!
Zuschauer das Unentschieden.
Bevor wir das selbe schreiben wie die anderen, lassen wir uns das von den Protagonisten selber erklären.
STIMMEN ZUM SPIEL:
FCB-Trainer Louis van Gaal: "Wir haben eines unser besten Spiele gemacht. Nürnberg ist mit elf Spielern in der eigenen Hälfte gestanden, wir haben ein sehr schönes Positionsspiel aufgezogen, aber wir haben die Tore nicht geschossen. Nürnberg hat unglaublich gekämpft, hatte eine Chance und es war ein Tor."
FCB-Trainer Louis van Gaal: "Nürnberg hat die richtige Strategie gewählt und war bei der Abwehrarbeit agressiv. Ich bin nicht einverstanden mit der negativen Berichterstattung der Journalisten, da es eins der besten Spiele in diesem Jahr war. Breno hat ein gutes Spiel gemacht."
FCB-Trainer Louis van Gaal zum Glubb-Trainer, als die Journalisten Hecking fragten, mit welcher Strategie man die Bayern 'knacken' kann: "Nicht soviel erzähle!"
FCB-Trainer Louis van Gaal: „Ich hoffe, dass Sie auch so gut gegen meine Konkurrenten spielen."
FCB-Kapitän Mark van Bommel: "Wir hätten mehr verdient gehabt. Nur 30 Sekunden lang haben wir nicht gut defensiv gearbeitet. Am Ende kommt ein 1:1 raus, unverdient, aber das passiert manchmal."
FCN-Trainer Dieter Hecking: „In der ersten Halbzeit haben wir defensiv vieles richtig gemacht, aber nach vorne haben wir uns zu wenig zugetraut. Die logische Konsequenz war, dass die Bayern einen Angriff richtig gut rausspielen und das Tor machen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Gott sei Dank den ersten Fehler von Bayern gleich bestraft zum Ausgleich. Dann haben wir gemerkt, es geht was, wenn wir als Mannschaft kompakt auftreten. Über die Leidenschaft haben wir uns den Punkt verdient, obwohl es ein glücklicher Punkt war.“
Andreas Ottl: "Es ist ein Punktgewinn für uns. Wir haben auf der Tabelle einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht ... Was wir uns vorgenommen haben ist uns gelungen."
DIE KOLUMNE HEFT .rcn 136 20.02.2010, DER GLEINE GLUBB
Der DFB aber hält am alten Schirisystem fest, obwohl hinterher dank moderner Fernsehtechnik mittlerweile reihenweise Fehlentscheidungen aufgedeckt werden. Fußball lebe halt von dieser Spontansituation. Jetzt fragt sich der Leser doch sicher, warum wehrt sich denn der DFB so vehement gegen diese – wie ich meine – Unterstützung seiner Schiris? Wer kühn ist, sagt einfach, weil sie vor etwas Angst haben. Wahrscheinlich davor, dass man sich als Spieler UND als Zuschauer nach dem Match sagen kann: „Also der schnelle Videobeweis ist schon eine tolle Sache, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich verdient verloren habe. Eben, weil wir nicht gut genug waren. Und das nächste Mal werde ich Selbstvertrauen haben, es besser zu machen und zu kämpfen, weil es sich lohnt. Und nicht nach drei Fehlentscheidungen schon in der Pause keine Lust mehr haben…“ Schalke-Bootcamp-Leiter Quälix Magath sagte ja Mitte Februar erst über die Schiris: „Leider haben wir die Situation, dass Amateure über Profis entscheiden.“ Ganz anders, und das passt jetzt zum Spiel gegen die Bauern, antwortete weiland Sepp Herberger auf die Frage, warum so viele Menschen zum Fußball gehen: „Weil sie net wisse, wie’s ausgeht!“
Ewald Funk
12.02.2010, BORUSSIA - FCN: 2-1, SCHLUSS MIT LUSTIG!
Unterirdisch! Mehr kann man zur ersten Halbzeit nicht sagen. Und das sollte im Vordergrund stehen als Resumee, und nicht die Schiedsrichterleistung. Mit derart lascher Einstellung gegen eine nicht einmal überragende Mannschaft wie Gladbach reicht es gegen die Bauern nicht einmal zu einer einstelligen Niederlage.
Hier der Bericht unseres rasenden Gewerkschaftsbosses Roland aus der Faschingshölle:
wärmen...
ARSCHKALT UND KEINE PUNKTE
Soll Fasching wirklich lustig sein?
Der Reihe nach. Der Ausflug am Faschingswochenende in das Rheinland mittels Lidl-Ticket, ICE 624 ab Nürnberg nach Düsseldorf einen Tag vor dem Spiel begann mit einer Überraschung, hatte doch die Mannschaft unseres Rumreichen den gleichen Zug wie ich gewählt. Wie eine Schulklasse verteilten sich die Helden über den ganzen Bahnsteig. Trotz der arktischen Temperaturen teilweise nur mit Trainingsanzug bekleidet, ein richtiger Profi kennt halt keine Kälte wie unsereins, der sich warmtrinken musste. Natürlich konnte ich mich nützlich bzw. um den Club verdient machen. Unseren überragenden griechischen Bomber „Harry“ wies ich den richtigen Bahnsteig (hoffentlich bekommt dies mein Fanclubkollege und Vorsitzender der Anti “Harry“ Fraktion in der Nordkurve Manny nicht mit, dass ich dafür sorgte, dass Harry in Gladbach auflaufen konnte), Pinola wünschte ich „Good Luck“, was diesen sicherlich die lange Fahrt versüßte und unseren Trainer ließ ich ungestört das Handy bedienen.
Bis Düsseldorf waren wir in einen Zug und liefen gemeinsam durch den Bahnhof voller besoffener maskierter Narren, begleitet von aufbauenden Rufen wie „Scheiß Nürnberger“. Inmitten der Weiberfastnacht in der Düsseldorfer Innenstadt verlor ich dann die Mannschaft. Bei Minus 6 Grad, eisigen Wind und ständigen Schneetreiben, also gefühlten Minus 15 Grad sah ich sie dann am nächsten Abend im Gladbacher Borussenpark wieder. Erstes Aufatmen beim Warmmachen, sichtbar ohne Behinderung durch die Verletzung konnte unser Torwart Raphael Schäfer das ganze Programm vor dem Spiel absolvieren. Wäre er ausgefallen, wäre es auch nicht so schlimm gewesen, unser Ersatzkepper Alexander Stephan spielt ja auch immer "zu Null", haha. Endlich - kurz vor dem Erfrieren - begann das Spiel. Unser Club dominierte im Mittelfeld, leider aber nur dort. Sehr pomadig, ohne Leidenschaft und Engagement kam in den ersten 45 Minuten keine zwingende Torchance zustande. Im Gegensatz zur Borussia, die mehrmals ohne Mittelfeldgeplänkel, trotz des extrem rutschigen Geläufs, schnell und gefährlich konterte. Fast immer war dabei Andi Wolf die Schwachstelle in der Abwehr. Er hat wohl zu lange bei der Weiberfastnacht mitgemacht. Das Eins zu Null der Borussen lag mehrfach in der Luft, bis es schließlich nach einer Kette von Fehlern (Pinola, Breno und natürlich unser Andy aus Ansbach) fiel. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es zum Glück bei nur einen Gegentor.
In der 2. Halbzeit spielte der Club endlich wie eine Mannschaft, die sich gegen den Abstieg wehrt. Sofort machte mit etwas Glück der in der ersten Halbzeit unsichtbare Albert Bunjaku den Ausgleich. Von Minute zu Minute wurde die Borussia immer unsicherer. Breno verteidigte überragend und gewann Zweikampf um Zweikampf. Nicht nur das Mittelfeld wurde dominiert, sondern es kam jetzt sogar zu einer Reihe von Angriffen. Hoffnung machte sich breit, auch wenn die Borussen nach wie vor ab und an gefährlich konterten und die besseren Torchancen hatten. Dank eines überragenden Schäfer im Tor dachte eigentlich das komplette Stadion, dass die Clubführung nur eine Frage der Zeit ist. Nur die Rechnung wurde ohne Fifa-Schiedsrichter Meyer gemacht. 34.297 Zuschauer sahen ein klares Foul an Schäfer im Fünfmeterraum, nur Meyer und seinen Assistenten waren die Augen zugefroren. Schäfer konnte deshalb nicht abwehren und Rob Friend (von wegen Freund) schoss den Gladbacher Siegtreffer. Wie zum Hohn wurde das irreguläre Tor gleich anschließend an der Videowand gezeigt, doch auch diese Aufklärung änderte die „Tatsachen“entscheidung der Pfeife in Gelb nicht. So kommt es, wenn der Schiri das Düsseldorfer Fastnachtmotto „Jeck we can“ verinnerlichte. Ach ja, bei der Rückfahrt am Samstag habe ich dann die Mannschaft nicht mehr gesehen.
Roland Hornauer
Auszug aus der Bild-Zeitung: Wo währe der Glubb, wenn er SchiedsRICHTER gehabt hätte:
"Die größten Tomatenanfälle:
2. Spieltag: Bunjaku steht in Frankfurt (1:1) beim „Siegtreffer“ nicht im Abseits – 2 Punkte mehr!
11. Spieltag: Bunjaku wird gegen Bremen (2:2) beim „3:0“ wegen Handspiels zurückgepfiffen. Falsch – 2 Punkte mehr!
12. Spieltag: Kluge erzielt gegen Mainz (0:1) kurz vor Schluss den Ausgleich. Schiri Kempter sagt zu Unrecht „Abseits“ – 1 Punkt mehr!
14. Spieltag: Im Heimspiel gegen Freiburg (0:1) wird Pinola von Du Ri Cha im Strafraum klar weggecheckt – 1 Punkt mehr!
10. Spieltag: Beim Stand von 0:0 wird Bunjaku in Hoffenheim (0:3) von Simunic im Strafraum umgelegt – Ende offen!
22. Spieltag: Matmour foult vorm 2:1 Keeper Schäfer – 1 Punkt mehr!
Fazit: Rechnet man die Fehlentscheidungen FÜR den Club dagegen, würden die Franken mit 19 Punkten auf Rang 15 stehen. Auch so kann man absteigen...
STIMMEN ZUM GLADBACH-SPIEL
Kapitän Andy Wolf in einem Interview mit der NZ auf die Frage, wieviel Punkte der Glubb jetzt noch bräuchte, um drin zu bleiben: "Ich habe keine Ahnung, wie viele Punkte man am Ende brauchen wird. Wir müssen nur schauen, dass wir genügend holen."
Glubb-Präsi Schäfer über den Schiri Meyer: "So ein Blinder darf Fifa-Schiri sein!"
Glubb-Präsi Schäfer über den DFB: "Bei den Schiris stinkt der Fisch doch schon vom Kopf her!"
Sportdirektor Martin Bader: „Jeder im Stadion hat gesehen, dass das ein klares Foul von Matmour an Schäfer war, da bedarf es keiner Kommentare. Wenn der Unparteiische das nicht sieht, so ist das für mich unbegreiflich."
Sportdirektor Martin Bader, nachdem er nach dem Spiel eine Stunde vor der Kabine des Schiris vergeblich wartete: „Er sagte, dass er sich nicht zu äußern brauche, weil die Medien ihr Urteil schon gefällt hätten. Unfassbar. Ich hoffe, dass uns der DFB künftig von ihm verschont.“
Quälix Magath eine Woche vor dem Spiel über die Schiris: "Leider haben wir die Situation, dass Amateure über Profis entscheiden."
Glubb-Trainer Dieter Hecking: „Wir haben in der ersten Halbzeit ein schlechtes Spiel gemacht ... Es bedurfte einer klaren Ansage in der Halbzeit."
Borussen-Trainer Michael Frontzek: „...Wir waren über weite Strecken feldüberlegen..."
06.02.2010, FCN – VFB 1:2: NICHT JEDE NIEDERLAGE IST EINE KAPITULATION!
So langsam wird es langweilig. Wieder mal toll und mit Herz gespielt, und ausgerechnet der Ex-Fürther Hilbert netzt zur späten Führung für die nicht gerade überragenden Schwaben ein. Vorangegangen war eine ausgeglichene Partie mit leichtem Überhang für den Glubb. Bringt aber herzlich wenig. Noch viel schlimmer ist aber die Verletzung von Glubkeeper Schäfer und seine wiederholte Ausrasterei.
Sicher verständlich, aber gerade im Spiel gegen seinen temporären Ex-Verein, bei dem er nie glücklich wurde, das Bein aufgeschlitzt zu bekommen... da sollte man sich schon nervlich als Vizekapitän im Griff haben. Sein Gegenpart Herr Lehmann im VFB-Tor hatte es nicht einfacher, der 40-jährige wurde bei Ballbesitz regelmäßig ausgepfiffen, weil er in der ersten Hälfte etwas divenhaft das Spiel verzögerte: Er bat um ärztliche Behandlung. Wir dachten schon, er will sich ein Taxi rufen.
>>Fußballspiel in einer schwäbischen Stadt: Zur Seitenwahl wirft der Schiedsrichter eine Münze in die Luft. Es gab 2000 Verletzte.<<
Zu Beginn des Spiels zeigte die Nordkurve eine schöne Choreografie gegen die neuerdings merkwürdigen Spielzeiten, bei denen so langsam das ganze Wochenende mit Bundesliga zugepflastert wird. Anpfiff. Die Führung der Spätzletruppe durch Gebhardt sorgte allerdings nicht für Ruhe am Platz, denn der Glubb drückte ohne Wimpernzucken aufs Gas. Bis zum Schluß, nachdem 10 Minuten nach Wiederanpfiff Bu Bu-Bunjakuuuh den angeblich passionierten Strabofahrer Herr Lehmann überwand und die Partie wieder offen war.
>>Rezept für schwäbische Tomatensuppe: roter Teller und heißes Wasser.<<
Es folgte ein Spiel, welches nie langweilig wurde und noch einiges an Emotionen bot. Sogar der Abwehrtank Breno ließ sich zu einer Rangelei verleiten (gelbe Karte), außerdem sorgte eine Diskussion des Hertha-Schiedsrichters Zwayer mit seinen Kollegen wegen eines Fouls an Mintal für Zündstoff. Eklatante Schwäche des Glubbs aus unserer Sicht: Das Abwehrverhalten des Käptns und Diekmeiers ständige Stellungsschnitzer. Wir empfehlen: Bankdrücken für Wolf und Diekmeier ins Mittelfeld mit Risse als Kompagnon statt Eigler und dabei hinten Maroh statt Wolf.
>>Ein schwäbisches Ehepaar wandert durch die Alpen und fällt in eine Gletscherspalte. Am nächsten Tag hören sie eine Stimme von oben rufen: "Hallo, hier ist das Rote Kreuz!" Darauf ruft der Schwabe zurück: "Mir gäbet nix!"<<
Auf jeden Fall ist die Mannschaft nun gefestigt und verstärkt, um mit jedem Gegner mithalten zu können.
>>Was sagt ein Schwabe, wenn ihn seine Frau im schwarzen Negligé überrascht? - "Um Gottes Willa, isch ebbes mit dr Oma?"<<
Gegen Gladbach wird der Glubb wohl nun auf Schäfer verzichten müssen und angesichts unseres zweiten Torwarts wird uns schon himmelangst. Hoffentlich steht die Abwehr am Freitag! Bei den Fohlen muss unbedingt gepunktet werden, sonst klappt das nicht mehr mit Eurer Glubbanleihe!
Wir bedanken uns bei:
Prinz Albert Bunjaku, der sich langsam unersetzlich schießt.
Dieter Hecking für die richtige Auswechslung: Den Mut zu haben, Eigler vom Feld zu nehmen und auch mal Risse wieder eine Chance zu geben. Wolf ging ja von selber vom Feld.
Diekmeier, dessen Seite nach seinen Vorstössen offen wie ein Scheunentor war. Pino kann nicht zwei Angreifer gleichzeitig abfertigen.
Der ganzen Mannschaft für keine Minute Aufgabe sondern 93 Minuten bedingungsloser Kampf.
Ewald Funk
STIMMEN ZUM SPIEL:
VfB-Trainer Christian Gross: "Das war für uns das erwartet schwere Auswärtsspiel gegen eine stark aufspielende Mannschaft aus Nürnberg.
Christian Eigler: "Es hat heute nicht sein sollen. Wir brauchen aber Punkte, uns nutzt es nichts nur gut zu spielen."
Albert Bunjaku: "Ich hätte heute lieber kein Tor gemacht und dafür gewonnen."
Glubb Präsident Franz Schäfer: "Das war ein Schlag ins Kontor, das hat richtig weh getan!"
Dieter Hecking über die Mannschaft: "Sie hat alles in die Waagschale geworfen. Was soll ich ihr vorwerfen? Dass sie nach dem Ausgleich auf den Sieg gedrängt hat?"
Jens Lehmann über die Schussballistik von Bunjaku: "Ich war auch verwundert, dass der Ball so runterfiel."
Dominic Maroh: "Wenn man so blöd verliert, ist man ein, zwei Tage deprimiert. Aber wir werden wieder aufstehen."
Raphael Schäfer als er seine tiefe Fleischwunde durch Tasci entdeckte: "Du machst den Stutzen runter und siehst aus wie ein Karnickel am Küchentisch."
Raphael Schäfer über Tasci: "Wenn man im Fünfer so reingeht, nimmt man bewußt in Kauf, dass etwas schlimmes passieren kann."
30.01.2010, HANGOVER 96 - FCN: 1:3
Habe die Ehre! Niedersachsen liegt den Glubberern, schon Wolfsburg war toll im Herbst. Diesmal Hangover mit neuem Trainer, im Vorfeld laut 96-Trainer Slomka lag die Bringschuld freundlicherweise bei den Gästen aus Nürnberg. Haben wir gerne erfüllt, Mirko!
Unser rasender Reporter Roland war vor Ort.
Extrem gastfreundliche Niedersachsen...
Entgegen der deutlich sichtbar zur Schau gestellten Zuversicht gingen allen Clubfans im ICE nach Hannover doch immer wieder ängstliche Gedanken durch den Kopf. Eine weitere Auswärtspleite und das rettende Ufer ist gefährlich weit weg. Selbst zum Relegationsplatz 16 wären es dann schon 7 Punkte und damit mindestens 3 erfolgreiche Spieltage in Serie gewesen. Unbeeindruckt von diesen Fangedanken traten unsere Helden dann im eiskalten Niedersachsenstadion vor nicht einmal 27.000 Zuschauern auf.
Nach 10 Eingewöhnungsminuten dominierte unser Clubb und verwies Hannover in die Rolle einer ängstlichen und völlig verunsicherten Gastmannschaft. Wann sieht man als Clubbfan schon mal, dass Pressing nur von der Gastmannschaft gespielt wird? Phasenweise kam Hannover minutenlang nicht aus der eigenen Hälfte heraus. Auffällig beim Club, Maroh fand nach anfänglichen Unsicherheiten an der Seite von Breno zur alten Stärke zurück und niemand vermisste Andi Wolf.
Eigler ackerte für drei, Ottl und Neuausleihe Tavares hatten das Mittelfeld im Griff und Mintal hatte einige spielerische Glanzpunkte. Eigentlich fiel Bunjaku ab, doch netzte er drei Mal überragend und immer zum richtigen Zeitpunkt ein. Was wollen wir von einen Stürmer eigentlich mehr?
Nur einmal kurzes Zittern beim Anschlusstreffer von Jiri Stajner, warum trifft er eigentlich immer ausgerechnet gegen uns? Zum 2:1 also, nun begann wieder bei uns routinierten Fans das Zittern. Sollten wir nach soviel Überlegenheit das Spiel noch aus der Hand geben? Von wegen, wir haben ja Bunjaku und nach glänzenden Zuspiel unseres griechischen Sturmregisseurs Harry „spiel weiter so“ Charisteas stellte er nach nur 3 Minuten - aber gefühlte Ewigkeiten - in der 69. Minute den alten Abstand und Endergebnis zum 3:1 her.
Ach ja, die Niedersachsen sind schon komische Menschen, massenhaft verließen sie schon weit vor Spielende das Stadion. Schade, dass es neben Wolfsburg keine weitere Bundesligamannschaft aus diesem Bundesland gibt, schließlich wären mehr als 2 Auswärtssiege nicht schlecht.
Roland Hornauer
Wir bedanken uns:
"Prinz Albert" Bunjaku: Zweimal den Torhüter getunnelt! 100 % ige Chancenverwertung!
Dieter Hecking: Lag mit Mintals Einsatz goldrichtig, plötzlich ist Marek ein As im offensiven Mittelfeld.
Mickael Tavares: Ohne Spielpraxis sofort mit traumhaft sicherem Stil mit dabei. Zusammen mit Ottl nun endlich ein Mittelfeld, dass seinen Namen verdient. Als wäre er schon seit ewig dabei.
Diekmeier: Er kann es doch: Exakt flanken. Zumindest beim zweiten Glubbtor.
Hannover: Hielten uns einen Spiegel vor, so spielte der Glubb zuletzt in der Hinrunde selber.
Dieter Hecking: Wechselte zum Schluß noch Nordveith ein, dachte also trotz allem Trubels noch an die dadurch verminderte Ausleihprämie.
Euro-Harry: Wie zuletzt ein super Ackerer, diesmal dazu ein guter Passgeber. Und früher Störer des Gegners.
Stimmen zum Spiel:
Geburtstagskind Raphael Schäfer (31): "Ich habe mich vorhin schon für Alberts Geburtstagsgeschenk bedankt. Er hat einen guten Job gemacht ... Wir haben lange dran gearbeitet, jetzt haben wir endlich einen Sieg erspielt. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie da unten raus will."
Dieter Hecking: „Nicht ich spiele gegen Hannover 96, sondern meine Spieler spielen gegen 96!"
23.01. GLUBB VS. ZWIETRACHT FRANKFURT: 1:1
Ja, die Glubberer und die Frankfurter, eine alte Hassliebe zwischen Lebkuchencity und Zankfurt. Da gibt es doch Anekdoten... "Haste mal en Euro?" fragte ein Obdachloser einen gepflegten jungen Mann im dunklen Anzug an der Hauptwache in Frankfurt. "Nee, tut mir leid. Ich schnorre selbst", antwortet dieser und ging weiter..." Die hessischen Fans aus der Punker- pardon, Bankermetropole hatten eine zündende Idee und machten sich mittels Rauch unsichtbar, obwohl sie damit auf sich aufmerksam machen wollten.
Wer's hat...
Gewonnen haben sie deswegen nicht. Aber wir Glubberer haben uns schon geärgert, immerhin haben wir Franken gegen Frankfurt seit sechs Spielen nicht mehr verloren, darunter auch ein schönes Pokalhalbfinale 2007 mit deutlichem Sieg. Und im Hinspiel (Herbst) hatte Bunjaku auch den Siegtreffer erziehlt, wobei der Linienrichter wohl beide Augen zudrückte und den Treffer aberkannte. Frankfurt hatte vorher fünfmal nicht verloren, dazu kam die Gelbsperre von Pino, für den Bieler einsprang, also nicht gerade ein Spieler mit Biss gegen die naturfrechen Äppelwoischubser.
Im Stadion angekommen waren wir erstmal neugierig auf die neuen Nachbarn! Block 3 nebenan wurde als neuer Stimmungsblock gepriesen und verpaßte das Prädikat "Chilling Lounge" nur knapp. Also in 5 sind wir ja nun keine Schrei-Kanonen, aber dort drüben? Das muß besser werden, Kollegas! Egal, nun haben auch wie in Block 5 diese viehgatterartigen Kombisitze / Handtuchhalter. Pflicht nun, weil sollte mal wieder ein Länderspiel in Nürnberg bei der WM heuer sein, könnte man diese Gatter mit einem Spezialschlüssel in Sitzplätze umwandeln. Aber Südafrika wird schon funktionieren... Unser Urteil zu den orthopädischen Stumpen: Wenn das Spiel mal wieder tröpfelt, weil beide Mannschaften Beton rühren, kann man sich fabelhaft dagegen lungern und sich bemitleiden. Wir werden uns aus einem Fahrradtrinkflaschenhalter aber noch einen Getränkehalter zum einhaken basteln, denn sowas wie im Kino fehlt an den Dingern. Dann treten diese sogenannten Fans meinem Sohn nicht immer das Bier, pardon, Getränk am Rand (Boden) um, und meckern auch noch wenn man sich beschwert.
Zum Spiel: Nach der Wichtigtuerei der Zankfurter Fans mittels Böller, Bengalos und Rauch begann das Spiel zaghaft. Käptn Wolf bekam dann seine fünfte Gelbe, hatte seine Flatrate damit also voll und zahlt jetzt mit einmal Bankdrücken gegen Hangover. Als in der 27. Minute ausgerechnet Bieder-Bieler einen Freistoß genau richtig trat, sodass der Ball von Eiglers Schulter ins Tor tröppelte, war alles toll. Es war klar, dass das nicht der Endstand sein würde, denn die erstaunlich verhaltene Eintracht brauchte dann nur einen groben Schäfer-Fehler, um ausgerechnet kurz vor der Pause den Ausgleich zu erziehlen. 13 Minuten Führung, typisch Glubb halt.
Entweder waren die Zankfurter Zwietracht-Räuchermännla so laut, oder die Stimmung der Glubbfans war so mies.
Zum Ergebnis fällt uns nur eine Zeile der Sportfreunde Stiller ein: Wie lange sollen wir noch warten, bis bessere Zeiten starten?
Wir danken:
-Harry: Hat neuerdings wie ausgewechselt seine Kämpferseele entdeckt und rennt wie ein wildgewordenes Karnickel übers Feld.
-Breno: Souverän. Eine Art Abwehr-Tank, der aber auch supersicher dribbeln kann und Gegner in den Wahnsinn treiben dürfte. Beste Szene: Als er den Bieder-Bieler in den letzten Minuten bei einem Standart einfach zur Seite stieß nach dem Motto "Schluß mit dem Sandkastenspielchen, her mit dem Ball!"
-Diekmeier: In der Abwehr wieder mal gut, wenn da nicht immer diese wichtigen Schnitzer wären. Sollte ins Mittelfeld. Und: Sein minutenlanges Suchen bei Einwürfen, die immer er machen muß, strahlt Unsicherheit auf die ganze Mannschaft.
-Judt: Haben nur noch Mitleid. Machte sich fast in die Hose, als er in der Frankfurter Hälfte einmal den Ball hatte und nur einen Gegner vor sich hatte. Rückpass. Arrrgh! Im Block heißt er neuerdings "Fürther Doppelagent".
Stimmen zum Spiel:
Andreas Ottl: "Wir müssen das Glück erzwingen damit auch der Erfolg zurück kommt."
Frankfurt-Spieler Patrick Ochs: "...aber man muss zugeben, dass Nürnberg besser war und wir nur durch Konter gefährlich wurden."
Stimmen später:
Frankfurts Vorstandsmitglied Klaus Lötzbeier zur Pyroshow im Nürnberger Gästeblock, der dem Verein 10.000 EUR an den DFB kostete: "Unser Konto an Vorbelastungen ist jetzt prall gefüllt und die Lage ist ernster, als mancher denkt. Wir bewegen uns auf einem sehr schmalen Grat. Nochmalige Verfehlungen dieser Art könnten erhebliche Folgen haben."
17.01.2010, SCHALKE 0:5 - FCN: 1:0
Da muß erstmal ein Westfale kommen, um dem mürrischer fränkischen Durchschnitts-Berufspessimisten wieder das Lachen ins Gesicht zu zaubern. Wir reden jetzt hier nicht vom Münsterländer Oenning und dessen Weggang sondern von Dieter Hecking, dem neuen Trainer des Glubb. Auch wenn das Spiel gegen die Knappen verloren wurde, es war eine völlig neue Nürnberger Mannschaft, die auf Schalke gefühlt gewann. Denn zweimal retteten die Fingerspitzen von Schalkes Neuer und danach jeweils der Pfosten die Schalker.
Endlich hat der Glubb mal wieder gleichwertig mitgespielt, der Schiri war auch fair und alles hat einigermaßen gepaßt. Ottl eröffnet den Angriff endlich einmal auf neue Varianten und Breno war stark wie einst Maroh in der Verteidigung. Ausgerechnet Robin "Hood" Pino machte den entscheidenten Fehler, als der angespielte Kuranyi, der von Diekmeier ziemlich schwach gedeckt wurde. Das reichte für den Verlust dringend benötigter Punkte. Wer aber Diekmeier kritisiert, sollte eins nicht vergessen: Dennis hat im entscheidenten Konter gegen Wolfsburg beim Sturmlauf ABGEGEBEN, Charisteas gegen Schalke nicht, obwohl Gygax todsicher besser vor Neuer stand.
Nachdem aber an diesem Spieltag alle Kellerkinder gewonnen hatten -außer dem Glubb- sieht die Situation hernach nicht besser aus. Und Frankfurt wird kein einfaches Eisen, wir sind uns sicher, dass dann der Knoten platzen w... ääh muß! Auch wenn die bisherige Heimbilanz gegen Frankfurt bisher mit 31:32 eher ausgeglichen war. Oktober 2007 war es am schönsten. Da gewann der Glubb 5:1. Solche hohen Siege gab es seitdem selten...
Unbedingt lesen:
OFFENER BRIEF VON DIETER HECKING AN DIE GLUBB-FANS
STIMMEN ZUM SPIEL:
Dieter Hecking Tage später zum ersten Sieg der Hertha seit langem, während der Glubb unglücklich verlor: "Warum soll sich der FCN denn kleiner machen als die Hertha, verdammt noch mal!"
Dieter Hecking direkt nach dem Spiel: "Die schießen einmal aufs Tor und stehen auf Platz zwei. Das ist doch ein Witz!"
Andreas Ottl: „Wir müssen einfach mehr aus unseren Chancen machen. Wir haben uns unter Wert verkauft.“
Torwart Raphael Schäfer, nur einmal geprüft (und der war drin): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir sind noch nicht tot, das hat man heute gesehen"
Raphael Schäfer als Wahrsager: „Wir schlagen Frankfurt, Hannover verliert in Mainz. Danach beträgt unser Rückstand auf 96 nur noch zwei Punkte. Dann haben wir sie im direkten Duell vor der Nase – spätestens dann sind wir wieder im Geschäft! Ob vier oder fünf Punkte Rückstand ist doch völlig egal. Wir brauchen so oder so zwei Siege um das aufzuholen.“
Glubb-Präsi Franz Schäfer an seinem Geburtstag: "Natürlich wünsche ich mir nichts sehnlicher als drei Punkte gegen Frankfurt und am Ende den Klassenerhalt. In meiner gut einjährigen Amtszeit will ich wirklich nicht als Abstiegs-Präsident in die Annalen eingehen."
Der ehemalige Torjäger Klaus Fischer aus Bodenmais in der Halbzeitpause auf Sky: "Charisteas muss quer spielen, dann steht es 1:0 für den 1. FC Nürnberg. In der Situation, in der sich der 1. FC Nürnberg befindet, ist es eine TODSÜNDE, dass Charisteas nicht quer spielte."

Januar 2010. Die Bild kennt ihn jetzt schon: Magaths neuen Verein nach
dem Vizemeistertitel mit Schalke!
AUF GEHT'S NÜRNBERG!
Wir haben uns auf unserer Website in den letzten turbulenten Wochen betont ruhig zu den aktuellen Geschehnissen beim Glubb gehalten. Erst mal sehen was passiert nach dem Oenning-Weggang... Zumindest Manager Bader hat inzwischen beim Neuaufbau der Mannschaft seine Hausaufgaben gemacht und im Rahmen seiner zur Verfügung stehenden Möglichkeiten das Beste für den Verein heraus geholt.
für das Glubb-Mittelfeld!
Dass Kluge zu Schalke wollte um endlich auch mal Champions League zu spielen ist verständlich. Wir werden ihn vermissen und finden, er wäre auch dazu noch mehr als 1,5 Mio. wert gewesen. Aber noch schmerzlicher wäre wohl gewesen, Schäfer oder Pinola bereits jetzt abgeben zu müssen und nicht erst bei Abstieg im Sommer.
So stehen 2010 jetzt nur noch wenige einstige Pokalsieger als Spieler auf dem Platz in Nürnberg. Die Abwehr ist nun fast überbesetzt, was aber darauf schließen läßt, dass man sich gegen weitere Abgänge vor dem Ende der Transferperiode rückversichert hat. Im Sturm sollte man mit den vorhandenen Spielern auskommen, denn die treffen vielleicht auch mal besser, wenn sie aus dem Mittelfeld exakter bedient werden. Und hier fehlt hinten und vorne einer wie der Zwetschge... aber vielleicht kommt ja noch jemand aus Wolfshausen, Becks-Dorf oder der Stadt um St. Pauli herum.
Somit ergibt sich für die Glubberer fast die selbe Ausgangsposition wie im letzten Jahr um diese Zeit, damals stieg man in der Rückrunde aus dem Tabellenkeller über die Relegation sogar auf. Dieses Halbjahr gilt es eigentlich nur, drei Plätze höher zu stehen im Mai, und das sollte zu schaffen sein. Denn erfahrungsgemäß kacken manche mittelprächtige Mannschaften im April und Mai noch kräftig ab, wenn sich Mannschaften langsam auflösen, weil man die Saison über nie über das untere Drittel der Tabelle kam. Wie Heckings Stil funktioniert, wird man sicher nicht gleich am Sonntag in Gelsenkirchen sehen. Auf geht's Nürnberg, wir stehen zu Dir!
ZITATE:
Trainer Dieter Hecking zur aktuellen Debatte um das kaputte Dach der Arena auf Schalke: "dann sollen sie das Dach halt aufmachen. Fußball ist doch ein Freiluftsport."
Peer Kluge, jetzt auf Schalke: "Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich spielen dürfte, denn gegen den ehemaligen Verein ist man immer besonders motiviert."
Zwischendurch hier etwas Entspannung, es geht um die WM im Sommer in Südafrika.
Diese Fragen über Südafrika wurden auf einer südafrikanischen Tourismuswebseite gestellt und vom Webmaster der Seite beantwortet. Dieser hatte offensichtlich richtig gute Laune!
F: Werde ich in den Straßen Elefanten sehen? (USA)
A: Hängt davon ab, wie viel Alkohol Sie trinken.
F: Ist es sicher, in den Büschen in Südafrika herumzulaufen? (Schweden)
A: Hm - es ist also wahr, was man über die Schweden sagt!?
F: Wie läuft die Zeit in Südafrika? (USA)
A: Rückwärts. Bleiben Sie nicht zu lange, sonst sind Sie zu klein, um allein wieder zurückzufliegen.
F: Gibt es ATMs (Geldautomaten) in Südafrika? Und können Sie mir bitte eine Liste von diesen in Johannesburg, Kapstadt, Knysna und Jeffrey's Bay schicken? (GB)
A: An was ist Ihr letzter Sklave gestorben?
F: Können Sie mir Informationen über Koalabärenrennen in Südafrika schicken(USA)
A: Aus-tra-li-en ist die große Insel in der Mitte des Pazifiks. Af-ri-ka ist der große dreieckige Kontinent südlich von Europa, Wo es keine... ach, vergessen Sie's. Sicher, Koalabärenrennen finden jeden Dienstagabend in
Hillbrow statt. Kommen Sie nackt.
F: Welche Richtung ist Norden in Südafrika? (USA)
A: Sehen Sie nach Süden und drehen Sie sich dann um 180 Grad.
F: Kann ich Besteck in Südafrika einführen? (UK)
A: Wieso? Nehmen Sie doch die Finger, genau wie wir.
F: Gibt es Parfum in Südafrika? (Frankreich)
A: Nein, brauchen wir nicht. WIR stinken nicht!
F: Können Sie mir die Regionen in Südafrika nennen, wo es weniger Frauen gibt als Männer? (Italien)
A: Ja, in Nachtclubs für Schwule.
F: Feiern Sie Weihnachten in Südafrika? (Frankreich)
A: Gelegentlich - das heißt ungefähr einmal im Jahr.
F: Gibt es die Beulenpest in Südafrika? (Deutschland)
A: Nein. Aber bringen Sie sie doch mit!
F: Werde ich dort Englisch sprechen können? (USA)
A: Sicher - wenn Sie diese Sprache beherrschen, können Sie sie auch dort sprechen.
F: Bitte schicken Sie mir eine Liste mit den Krankenhäusern, die ein Serum gegen Klapperschlangenbisse besitzen. (USA)
A: Klapperschlangen gibt es nur in A-me-ri-ka, wo Sie herkommen. In Südafrika gibt es nur vollkommen harmlose Schlangen - diese können sicher gehandhabt werden und eignen sich hervorragend als Spielkameraden für
Hamster und andere Haustiere.
F: Gibt es Supermärkte in Kapstadt, und gibt es das ganze Jahr über Milch? (Deutschland)
A: Nein, wir sind eine Nation von streng veganischen Beerensammlern. Milch ist bei uns illegal.
F: Regnet es eigentlich in Südafrika? Ich habe im Fernsehen noch nie gesehen, dass es regnet. Wie wachsen dort dann die Pflanzen? (UK)
A: Wir importieren alle Pflanzen voll ausgewachsen und buddeln sie hier ein. Dann schauen wir zu, wie sie langsam eingehen.
21.12.2009: MICHAEL OENNING IST NICHT MEHR TRAINER DES 1. FCN
Ging schnell. Nach der Sitzung des Präsidiums wurde die Beurlaubung von Trainer Michael Oenning beschlossen. Bader bleibt im Amt.
Wie in unserem Bericht von heute morgen (unten nächster Absatz) angekündigt, wurde MOE nun beurlaubt.
Auch auf fcn.de ist schon darüber zu lesen. Unten in der nächsten Zeile schon ausgewählte Links zum Thema:
und weiter am 22.12., Hecking neuer Trainer:
20.12.2009, 1. FC KÖLN - FCN 3:0: ENTLASSEN KOMMT VOM LOSLASSEN!
(21.12., 12 Uhr) So, endlich ausgestanden. Selbst die größten Optimisten haben dem Glubb in Köln keine großen Chancen im letzten Spiel der Hinrunde 2009 eingeräumt. Die schlimmsten Erwartungen wurden durch eine totale Arbeitsverweigerung der Spieler noch unterboten. Man sollte sich also schon mal von einigen Spielern verabschieden, meistens aber muß dann der Trainer gehen. Minütlich erwarten wir die Meldung vom Rauswurf des Trainers über die Nachrichtenkanäle...
arbeit eingestellt.
Nachbar Fürth machte überraschend schon am Samstag Abend reinen Tisch und hat seinen treuen Schleifer Möhlmann nach etlichen Niederlagen entlassen, am Valznerweiher ist für Montag (21.12.) Nachmittag eine Präsidiumssitzung anberaumt und wir sind eigentlich nur noch neugierig. Vor allem darauf, wer Oennings Nachfolger wird. Schade für den Trainer, aber selbst der letzte Blinde sah gestern, dass hier garnichts mehr paßt.
Vor dem Spiel schickte Kloster-Wirt Frank Walther (Kloster = Nürnberger Kultkneipe) per SMS schon mal vorsorglich eine Hinweismail mit Steilvorlage an seine Freunde, in der er die Fussballübertragung in der Kneipe weise ankündigte: "Ab 17:30 Uhr live im Kloster: Die Schmach von Köln!". Und er hatte Recht. Zum Spiel gibt es nicht viel zusagen, totale Arbeitsverweigerung, sinnloses Gestolpere und von Taktik oder Willen keine Spur. Wenn man jetzt fies wäre, würde man die zahllosen Fehlpässe an die gegnerischen Spieler sogar als mutwillig und Absicht bezeichnen. Positiv: Bunjaku und Risse, Alexander Stephan blieb wie immer im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten. Der Rest der Mannschaft ergab sich ziemlich schnell und düpierte auch noch die 2000 bei Scheißwetter nach Köln gereisten Fans. Ausgerechnet der Jungspund Ilkay Gündogan musste seine Mannschaftskollegen dazu bewegen, sich bei den mitgereisten Fans zu bedanken.
Wir sind jetzt neugierig, wer alles gehen wird und wer kommt. Bis Mitte Januar gegen Schalke wird ganz viel passieren, das steht fest! Und wie im letzten Jahr werden unter einem neuen Trainer sicherlich einige junge, hungrige Spieler einen Neuanfang wagen. Passieren kann alles, Hauptsache nicht Loddarmatthäus!
Hier die Liste der Spieler, denen ich persönlich keine Tränen nachweinen werde:
-Juri Judt (hinten Grobmotoriker, vorne Fehlpassgarant. Fazit: Überfordert in der ersten Bundesliga)
-Isaac Boakye (Frohnatur hin und her, verliert seit Wochen jeden Ball)
-Angelos Charisteas (Sicher opportun motiviert, schürt durch seinen Gehalt letztendlich nur Mißgunst bei den Kollegen)
-Andreas Wolf (Ja, ich weiß, ein Held. Aber: Seit Wochen ein Schatten seiner selbst, ein Mannschaftskapitän artikuliert sich in schwierigen Situationen anders)
-Christian Eigler (Danke, paßt schon!)
-Eric Maxim Choupo-Moting (Wer vor dem Spiel (HSV-Spiel) tönt, wie er den Torjubel zelebrieren wird, paßt besser zu den Bauern)
-Pascal Bieler (Man muß lange überlegen, um etwas positives zu ihm zu finden. Ich überlege immer noch...)
-Dario Vidosic (Vor ihm würde nicht mal ich als 45-jähriger Angst haben)
-Matthew Spiranovic (Wünsche ihm eine schöne WM! Im Tipp-Kick)
-Thomas Broich (Sollte sich an der Uni einschreiben oder was mit Musik machen. Fairerweise sei aber gesagt... nein, er hatte genug Zeit zu zeigen, was er drauf hat. Und er hatte nichts drauf.)
-Alexander Stephan (braucht noch ein paar Jahre auf der Weide, Klewer wäre der bessere Mann gewesen.)
Stimmen zum Spiel:
Club-Präsident Franz Schäfer: "Zwölf Punkte aus 17 Spielen sind selbst für einen Liga-Neuling zu wenig, und drei Gegentore hier, das ist die größte Blamage."
Club-Präsident Franz Schäfer: "Wir brauchen zwei, drei neue Spieler und können zehn, zwölf abgeben, weil sie nicht bundesligatauglich sind."
Michael Oenning: "Das ist die schwierigste Situation meiner Trainerkarriere."
Glubb-Manager Martin Bader zu den Kluge-Wechselgerüchten: "Wir denken gar nicht daran, eine Stammkraft im Winter abzugeben."
Club-Präsident Schäfer ebenso VOR dem Spiel (laut Bild zeitung): „Schalke will Kluge und Peer will zu Schalke.“
Club-Präsident Schäfer: "Es war meine Absicht, keinen zu entlassen. Aber Zeit und Ereignisse überholen manchmal Aussagen."
Marcel Reif, TV-Kommentator zum Status seines Moderatoren-Kollegen Oenning: "0:1, 0:4, 0:4 und 0:3 – wie das in Serie passiert, fürchte ich, dass das das Ende einer Reise ist. Wenn sie ihn entlassen, dann hoffe ich, dass es zügig und anständig über die Bühne geht."
E. Funk
12.12.2009, FCN-HSV 0:4: AUF DER SUCHE NACH DEM GEIST VON WOLFSBURG.
Die lasche Vorführung einer Ansammlung von Einzelspielern, irrtümlicherweise als erste Mannschaft bezeichnet sorgte für Zündstoff. Mächtig Rabatz beim letzten Spieltag der Hinrunde im Frankenstadion: Sprechchöre (Oenning raus!), bengalisches Feuer in der Nordkurve (laut Website Nordkurve ursprünglich als Abschied von den alten Rängen geplant), Krawalle vor der Geschäftsstelle (nach dem Spiel durch aufgebrachte Fans) und die verzweifelte Suche der Spieler auf dem Platz nach einem Leitwolf, der ihnen sagt, was sie jetzt tun müssen. Nachdem die Spieler auch in der dritten Partie keine Besserung an den Tag legen, sollte der Verein jetzt besser nicht aufgebrachte Fans an den Pranger stellen. Einige Medien nahmen ihm diese Entscheidung aber ab.
Blamage gegen Hamburg. Laut Verein hat sich aber nur die Nord-
kurve von ihren alten Plätzen verabschiedet. Und dies auch nicht mit
dem Verein abgesprochen! Böse, böse!
Im Blätterwald der Presse rauscht es gewaltig, aber das war ja beim letzten Spiel auch schon so.
Vorschnell wird jetzt wieder ein Trainerwechsel gefordert, wo doch als allernötigstes eine Art Zwetschge Misimovic im Mittelfeld viel viel wichtiger wäre? Vor genau einem Jahr sah es doch auch nicht besser aus, oder? Und am Ende wurde alles gut. Noch nicht einmal direkt nach der Winterpause.
Wir machen es einmal nicht so wie Trainer Oenning und plaudern luftleere Phrasen, sondern fangen ein bißchen Stimmung in der Nordkurve vom letzten Samstag auf. Da stehen übrigens Leute, die zahlen jeden Monat Geld für diesen Verein.
-Erstmals in der Saison verließen viele Fans die Ränge lange vor dem Schlußpfiff.
-Die in der Zeitung zitierten "Oenning raus!"-Rufe waren lauter als beschrieben und zogen sich durch die gesamte zweite Halbzeit.
-Die Personalie Eigler ist einer der Hauptaufreger in der Nordkurve. Verständlich. Oder gab es von diesem "Stürmer" schon Glanzszenen in der Hinrunde? Wer sieht, wie Harry plötzlich rennen kann und Bunjaku kämpft, der versteht nicht, warum ein Eigler wie zuletzt ein ganzes Spiel durchstehen -pardon- spielen darf.
-Andere Trainer stehen bei solchen Leistungen am Spielfeldrand und feuern an, geben taktische Hinweise, führen die Mannschaft. Oenning bleibt sitzen wie einst von Heesen und erklärt somit nonverbal seinen Bankrott den Fans gegenüber.
-Ein Kapitän der am eigenen Posten überfordert ist und mit seinen suchenden Gesten beim vermeindlichen Spielaufbau die eigene Mannschaft verunsichert, sollte die Binde abgeben. Am besten an den, der von ihm den Ball gerne abgeschoben bekommt und dann als einziger fehlerfrei über die Mittellinie tragen zu imstande ist. Jeder weiß, dass der ungenannte Außerverteidiger nicht Diekmeier ist.
-Natürlich muß ein Trainer selber wissen, wen er wann auswechselt und vor allem wen nicht. Es gehört auch Glück dazu, den richtigen zur richtigen Zeit einzuwechseln bzw. vom Feld zu nehmen. Oenning hatte monatelang viel Glück dabei. Aber er sollte mittlerweile auch wissen, dass man einen Mintal nicht aus dem Spiel nimmt, wenn die Kurve eh gerade stocksauer ist. Mit einer Herausnahme von Eigler statt Mintal hätte er sich am Samstag zumindest Unterstützung von den Rängen erkauft, was der Mannschaft mehr geholfen hätte als ein Stolperer wie Eric Maxim Choupo-Mouting.
Das Spiel ist schnell erklärt. Erste Halbzeit Glück für die Torhüter auf beiden Seiten. Der Glubb verschlief wie immer den Anfang, diesmal aber den der zweiten Halbzeit. 46. Minute, die Abwehr schläft. 0:1. Danach Kapitulation der Heimmannschaft inklusive Blamage vor ganz Fussballdeutschland. Anschließend Verleihung des Ehrentitels "Aufbaugegner Nr. 1" (Hertha kämpft mittlerweile angeblich wieder). Wie beim letzten Spiel: Mit Herz waren nur Pino, Kluge und Bunjaku dabei.
Humorvolle Vorrausschau:
Oenning wird nach der Niederlage in Köln den Kohl machen: "ich gehe nicht". Ein Aufsichtsratmitglied wird protestieren und überstimmt werden. Eigler wird neuer Kapitän, Judt Vizekäptn und Ex-Präsi Roth danach mit Verdacht auf Herzattacke aus Florida ins Klinikum eingeflogen. Die Fans in Block 7, 9, 11 und 13 verweigern den Umtausch ihrer Dauerkarten und feiern fortan im Gärtla ihre Spiele. Schäfer randaliert nach der Auftaktniederlage auf Schalke und fährt mit dem Taxi heim. Pino hat die Schnauze voll und macht den Netzer (wechselt sich selber aus) und verkauft sich selber an den Meistbietenden. Dietmar Hopp zahlt genug, eine Glubbfan-Initiative wird gegründet, die die Mehrheit aller SAP Aktien kaufen will um Pinos Wechsel zu verhindern und scheitert mangels Kapital. Das Projekt "neue Geschäftsstelle" wird mangels Zeichnung der Anteilsscheine durch Glubbfans auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach anhaltenden Niederlagen erhält die komplette zweite Mannschaft Profiverträge und schlägt sich unter Trainer Galasek, der im Eiltempo in Tschechien seinen Trainerschein gemacht hat, achtbar bis zum Relegationsplatz am Saisonende und verhindert den Aufstieg der Vestenbergsfürther.
Das war ein Witz. Aber Tatsachen haben wir hier drin ja schon oft genug genannt.
Kein Witz hingegen die Kommentare nach dem Spiel:
Mike Frantz: „Es war eigentlich ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Hälfte. ... Für die Fans tut es mir Leid und ich habe Verständnis.“
Andi Wolf: „Es bringt nichts, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken. Ich habe Verständnis für die Unzufriedenheit der Fans. Sollen sie klatschen oder sich freuen? Das ist doch absolut nachvollziehbar!“
Javier Pinola: "Es ist keiner allein Schuld an der Lage - wir verlieren und gewinnen alle zusammen."
Michael Oenning: "Klar kann ich verstehen, dass die Fans jetzt enttäuscht sind, da wir momentan in einer sehr schwierigen Phase sind. In Köln können wir wieder erfolgreich spielen, wenn wir aus unseren Fehlern lernen. Ich glaube an uns und denke, dass wir eine realistische Chance in der Tabelle haben. Wir haben den Kopf hängen lassen, sind aber gefestigt genug für die Liga. Dass es irgendwann mal bei uns klemmen wird, war vorhersehbar."
Glubb Manager Martin Bader zu seinen Wechselgerüchten (17.12.): "Das ist völlig aus der Luft gegriffen. Es gibt definitiv keinen Kontakt. Mich interessiert nicht, was in Hamburg passiert, ich habe in Nürnberg genug zu tun. Und es steht mir auch nicht zu, irgendwelche Dinge aus anderen Städten zu kommentieren."
Martin Bader zur Reformpolitik in der Winterpause (16.12.): "Einschneidende Veränderungen können auch Spieler betreffen."
Martin Bader zu den Mitaufsteigern Freiburg (16.12.): "Da ist nach dem 0:6 gegen Bremen oder nach dem 0:5 gegen Leverkusen keiner auf die Idee gekommen, der Mannschaft gleich die Bundesligatauglichkeit abzusprechen."
Ex-Präsi MichaelARoth aus Florida (16.12.):
Zur Mannschaft- "Wie gut oder schlecht sie arbeiten, zeigt ja die Tabelle."
Zur neuen Geschäftsstelle- "Wollen die denn auf goldenen Sesseln sitzen? In noch größeren Büros? Der Bau ist zum jetzigen Zeitpunkt unnötig. Die Mannschaft hat tolle Räume. Da muss nur ein bisschen desinfiziert und neue Farbe aufgetragen werden. Wenn investiert werden muss, dann in die Mannschaft."
Faszination-Nordkurve.de: "Eine der am häufigsten geäußerten Kritiken an Oenning ist, dass er während des Spiels zu ruhig sei, sich zu wenig bewege, zu wenig ins Spiel einzugreifen versuche. Man kann diese Kritik als oberflächlich und unsachlich abtun, sie symbolisiert aber das Kernproblem des Verhältnisses. Oenning ist den Fans zu ungleich, es gibt nun mal auf den Tribünen jedes Fußballstadions nur wenige (Achtung, Klischee) Chopin liebende, Goethe lesende, Klavier spielende Sportlehrer. In sportlich erfolgreichen Zeiten übersieht man als Fan derartige Unterschiede, in sportlich schlechten werden sie dem Trainer um die Ohren gehauen."
Michael Oenning zum Thema Christian Eigler (16.12.): "Bei aller Kritik, weil er derzeit keine Tore schießt, darf man eines nicht vergessen: Christian hat einen großen Aktionsradius und lässt sich auch den Schneid nicht abkaufen. Er gibt alles für die Mannschaft und den Verein."
Marek Mintal (16.12.): "Wenn wir in Köln so wie in Wolfsburg spielen und gewinnen, kehrt wieder Ruhe ein und kann Weihnachten gefeiert werden."
05.12.2009, BORUSSIA DORTMUND - FCN 4:0: AB ZUM NACHSITZEN!
Ach was haben alle getönt vor dem Spiel und von Wolsburg nachgeschwärmt. Das Ergebnis gegen DO war schmeichelhaft und die Leistung auf dem Platz grottig. Neue Ideen wie man das Ganze bezeichnen sollte brauchen wir uns nicht einfallen lassen, denn die vielzitierte "Schülermannschaftsleistung" die in diversen Medien gebraucht wurde, trifft es einfach.
Auf der FCN Website wird wie halt immer das Thema nach einer Niederlage weitgehend tot geschwiegen. Da ist ablenkend von Pinola (herzlichen Glückwunsch) die Rede, der Samstag Papa wurde um 16:45 Uhr... da hatte er den Kampf in Dortmund auf dem Platz auch schon fast hinter sich. Oder es ist vom tollen Herbstligameister FCN II die Rede und wir sagen hier auch mal herzlichen Glückwunsch. Die zweite Mannschaft hätte das in Dortmund sicher auch nicht schlechter hin gekriegt als die "planlose Thekenmannschaft".
Aber es gibt ja Möglichkeiten zur Artikulation für den enttäuschten Fan: Am Dienstag, 08.12.09 werden "Club-Profis" beim Haxn Liebermann auf dem Nürnberger Hauptmarkt am Christkindlemarkt Bratwürste für einen guten Zweck verkaufen. Da brat ich mir doch einer einen Storch! Wir sind gespannt, wer dann da den Mut hat, hinterm Grill zu stehen. Wahrscheinlich kommt Spiranovic, Kaya, Mnari, Broich und Risse (letzterer im Rollstuhl).
Auf jeden Fall ist die Geduld als Fan nun entgültig vorbei. Wir beschränken uns auf unsere üblichen Klugscheißertipps und verzichten auf die Trainerdiskussion. Das machen andere. Hier unsere -wie immer- völlig unqualifizierten Feststellungen zum Samstag:
-Diekmeier hat durch seine Angriffsläufe und zu langsamen Rückzug hinten Tore ermöglicht.
-Wolf führte nach dem Duschen zwar eine Brandrede, läuft aber seit seiner Verletzung der eigenen früheren Klasse mit mitreißenden Vorstössen nur noch hinterher. Und nicht erst seit diesem Spiel. Da hilft auch seine ehrliche Selbsteinschätzung nicht, Wolf spielt schlecht. Schon länger.
-Taktik: Von Anfang an hinten rein stellen hätte einiges verhindert. Hätte man dann ja in der Pause ändern können.
-Raphael Schäfer fehlt als Einpeitscher, Torwart und Pitbull in der Abwehr.
-Kluge sollte neuer Mannschaftskapitän werden. War ein Witz... aber er peitscht schon nach vorn, dumm nur: Ihm hört wohl keiner zu... :-)
-Gut dass Judt jetzt Gelbsperre hat. Da kann er schon mal nicht mehr in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden.
-Harry wurde zu spät eingewechselt. Mußte wohl erst aus München anreisen.
-Alternative: Man sollte dieses Spiel auf Bestechung untersuchen. So schlecht spielt kein vernunftbegabter Spieler. Könnte man meinen.
-Schade: Nur Stephan, Kluge und Bunjaku haben wirklich Fußball gespielt. Oder es zumindest versucht.
Gegen den HSV sehen wir rabenschwarz, da werden auch keine Statistiken etwas helfen. Den Optimismus begraben wir hiermit kommentarlos und lassen andere sprechen. Sagt alles...
Deutsches Sprichwort: "Der Schäfer ist verdächtig, der dem Wolf zu Gevatter steht."
"Wenn der Wolf alt wird, dann reiten ihn die Krähen." Deutsches Sprichwort
"Wenn der Wolf erlegt ist, beißen ihn alle Hunde." Französisches Sprichwort.
Andreas Wolf in der Abendzeitung-Version: "So werden wir absteigen, das ist klipp und klar. Da muss sich jeder straffen, jeder muss sich hinterfragen, ob es so richtig ist, ob er das richtige tut. Oder ob er alles für den Erfolg gibt. Und, dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr!"
Andreas Wolf (Langversion): "Ich weiß, dass ich heute unterirdisch gespielt habe. Ganz sicher: Ich würde uns gnadenlos auspfeifen, wenn ich uns zusehen müsste. So werden wir absteigen, das ist klipp und klar. Jeder muss sich hinterfragen, ob er das Richtige tut oder ob er alles für den Erfolg gibt. Das war heute keine Mannschaft auf dem Platz! Wer heute den Knall nicht gehört hat, soll abhauen und sich etwas anderes suchen! Und dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr! Heute hat sich auf dem Platz doch nur die Leistung der letzten Trainingseinheiten widergespiegelt. Und das ist doch schon länger so. Wir müssen wieder lernen uns zu wehren. Und ich werde beim nächsten Training damit beginnen, denn ich will nicht absteigen. Ich weiß nicht, ob es nur unser Anspruch ist, dass am Ende drei Teams noch schlechter sind als wir. Meiner ist es nicht.”
Glubb Blog: “Fan vom FC Nürnberg zu sein, ist wie wenn einem jedes Wochenende die Frau verlässt.”
Michael Oenning, Trainer:
"Man muss ganz deutlich trennen: Es gibt immer eine sachliche Analyse nach außen, aber auch interne Ansprachen. Sie können versichert sein, dass wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen."
Nach dem Spiel: "Wenn wir 0:4 verlieren, habe ich auch nicht alles richtig gemacht."
Vor dem Spiel: „So eine Viertelstunde wie gegen Freiburg passiert uns nicht mehr.“
BVB-Trainer Jürgen Klopp: “Nürnberg hat versucht, Fußball zu spielen, aber wir haben die Räume heute gut zugestellt und unsere Möglichkeiten direkt genutzt. ... ,ich wünsche den 1. FC Nürnberg dennoch nur das Allerbeste für die kommenden Aufgaben.“
Dennis Diekmeier: „Wir werden diese Woche ganz hart trainieren, um nächste Woche gegen Hamburg wieder da zu sein.“
Ein ungenannter FCN Aufsichtsrat: „Zwei freie Tage nach einem 0:1 zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wie Freiburg hätte es bei einem Trainer Felix Magath nicht gegeben."
28.11.2009: FCN VS. SC FREIBURG, 0:1. WO IST BEHLE... PARDON, CHARISTEAS?
Die neue Taktik beim Glubb: Nur gewinnen, wenn es wirklich keiner erwartet. Alle haben einen Sieg erwartet am letzten Samstag. Freiburg reichte zum Sieg nur eine ihrer wenigen Chancen, dem Glubb nicht einmal über 40 Flanken.
leider zu spät gedämmert.
Schon rumort es in der Presse, da hätte doch ein kopfballstarker Stürmer her gemusst. Und der soll angeblich schon seit langem beim Glubb spielen und die 9 als Rückennummer tragen. Ein klassisches Phantom also. Allerdings nicht auf dem Spielfeld, denn da haben wir ja schon ein Phantom mit der Nummer 11, sondern abseits. Ja genau, die 9 steht gerade richtig im Abseits. Angelos Charisteas sagte erst kürzlich, er könne der Mannschaft ja nicht helfen, wenn er nur auf der Tribüne zuschauen würde. Das hat er am Samstag angeblich bis 20 Minuten vor Abpfiff. Die Presse allerdings hat ihn selbst dort nicht gesichtet, er wurde auch wahlweise in einem Münchener Café gesehen, wie auch schon früher manchmal in Frankfurt beim Kumpel Amanatidis und auch im Nürnberger Burgviertel.
Sein Verein bzw. seine Mitspieler üben sich gerade darin, völlig unberechenbar zu sein. Wo man beim Billard z.B. das Loch ansagt und trifft, da folgen bei Glubbspielen meistens Ergebnisse, die nie den Erwartungen vorher entsprechen. Manche Hobby-Tipper verzweifeln gerade an den Ergebnissen des FCN. Wetten? Hoppla, das ist ein anderer Skandal, mit dem wollen wir am Valznerweiher nichts zu tun haben, denn der natürliche Gegner des Glubb ist nicht immer der direkte Spielgegner sondern laut Kurve auch DFB und Schiri. Manchmal nachvollziehbar.
Ob der Schiri Babak Rafati Schuld an der Heimniederlage hat, darf verneint werden, denn diesmal fielen immerhin keine umstrittenen Tore und Freiburg konnte mit 4 erhaltenen gelben Karten schon ein Quartett aufmachen. Bitter auch, dass ausgerechnet der Ex-Fürther Reisinger seine persönliche Rache für das Derby der letzten Saison nahm und den Siegtreffer erzielte. Vor dem Spiel hatte der Glubb die besseren Karten: Freiburg bekam zuletzt ein Klatsche und die Abwehr der Breisgauer gilt als Schießbude der Nation, außerdem mußten die Schwarzen auf Stammkräfte verzichten. Glubbtrainer Oenning schließlich sagte nach dem Spiel: "Ich glaube nicht, dass einer auf den Platz gegangen ist und gedacht hat, heute lassen wir es ruhiger angehen."
Zweimal Pfosten durch Kluge und Choupo, 69 % Ballbesitz, 42 Flanken, 20 Schüsse, 8:4 Ecken, ein trostlose und torlose Bilanz aus Nürnberger Sicht. Zumindest Ersatztorhüter Alexander Stephan hat einen guten Job gemacht, ein Einpeitscher wie der gesperrte Schäfer kann er in seinem ersten Bundesligaeinsatz nicht sein, dass wird ihm keiner verübeln.
Noch ein Kommentar:
10 Minuten reichen nicht... Von Roland Hornauer
Der Sieg war bei allen fest gebongt. Zuletzt gute bis sehr gute Spiele gegen Bremen, Mainz und Wolfsburg, dazu die Heimpleite von 6:0 der Freiburger gegen Bremen, alles andere als 3 Punkte gegen Lieblingsgegner Freiburg war für die komplette Clubfamilie nicht vorstellbar. So dachte und spielte leider auch die Mannschaft. Pomadiger Standfußball, planlos in das Niemandsland gedroschene Bälle machten es Freiburg leicht die ersten Minuten zu dominieren, das 1:0 zu schießen und sich dann als netter Gast dem Clubniveau, mit Ausnahme einer kämpfenden Abwehr, anzupassen. Wenn schon Kapitän Andi Wolf auf`s Kämpfen verzichtet und sich auf seine „spielerische“ Möglichkeiten beschränkt, dann wird es schwierig. Fast schien es, dass ab der 80 min. die Wende kommt. Plötzlich ging ein Ruck durch den Club und auf einmal gab es Chancen. Konsequenterweise blieben diese ungenutzt und der Gesamteindruck eines völlig misslungenen Auftritts gegen einen Mitaufsteiger blieb ungetrübt. Es kann nur besser werden. Vielleicht wenn beim nächsten Heimspiel Sascha Ciric nicht nur als Halbzeitpausenunterhaltung auftritt, sondern in der Startelf steht.
Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL:
Freiburgs Trainer Robin Dutt: „Heute, das muss mir der 1. FCN verzeihen, bin ich gut gelaunt. ...das Spiel heute stand unter besonderen Vorzeichen, da der 1. FCN gegen den Meister gewonnen hat und wir daheim gegen Bremen 0:6 verloren haben."
Andy Wolf: "Wir hatten fest mit einem Sieg gerechnet."
Dennis Diekmeier: "Wir haben die ersten 15 Minuten verpennt."
Glubb Präsi Schäfer: "Im Vorfeld ist doch nur über die Höhe des Sieges diskutiert worden."
Glubbtrainer Michael Oenning: „Wir haben unsere Chancen liegen lassen und konnten den Gegner nicht zu Fehlern zwingen. ... Wir wollen nach vorne schauen und unsere Chance in Dortmund zu punkten nutzen."
"Schon interessant, dass die Mannschaft kollektiv nicht weiß, was sie tun soll und jeder dann hilfesuchend zum anderen schaut."
Ex Glubberer Ivica Banovic: "So weit sind die noch nicht, sie machen es gut gegen Werder oder Wolfsburg, aber sie tun sich schwer, ein Spiel gestalten zu müssen."
Ex Fürther Stefan Reisinger: "bei uns in Freiburg ist es sogar noch ruhiger als in Fürth."
Glubbtrainer Michael Oenning zu der Pressebehauptung, Charisteas sei am Spieltag in einem Münchener Promibistro gesehen worden sein: "Charisteas kann in seiner freien Zeit machen, was er will.." Und: "Das ist im Moment gar nicht meine Baustelle."
FIELEN NEGATIV AUF:
-Eric Maxim Choupo-Moting ließ sich bei fast jedem Angriff den Ball vom Fuß klauen.
-Eigler agierte wieder einmal träge und bekommt ab jetzt das Prädikat Stümerphantom.
-Kluge veranstalte eine Reihe völlig unnötiger Fehlpässe.
-Daniel Gygax der Wechselbalg: Vom Spielgestalter in Wolsburg zum Versteckspieler.
-Diverse Freiburger Schauspieler und Spielverzögerer.
IN EINEM SATZ:
Mit dem Druck und der Laufbereitschaft der letzten zehn Minuten hätte der Glubb das Spiel in der ersten halben Stunde klar gemacht.
21.11.2009 VFL WOB : GLUBB, 2:3 ENDLICH HABEN WIR MAL DAS GLÜCK!
Rückblickend betrachtet ganz klar das Spiel des Jahres für den Glubb. Da werden schon mal Erinnerungen wach an das Pokalfinale gegen Spätzlehausen. Und endlich hatten die Glubberer auch mal das Glück. Und sie haben die ersten Tore geschossen, die anderen haben nachgezogen und nicht umgekehrt.
Vor dem Spiel war die Stimmung in Wolfsburg siegessicher. Auf der VFL Website konnte man folgendes lesen: "...dabei konnten sich die Franken zwar bisher 58 Einschussmöglichkeiten herausarbeiten, verwerteten aber letztlich nur 15,5 Prozent – zu wenig , um die Erfolgsserie der Wölfe am Samstag tatsächlich zu beenden." Nun, wer wessen Erfolgsserie beendet hat, wissen wir, Danke Wolfhausen! Schön, dass unsere neun Spiele dauernde Auswärtsmisere beendet wurde!
WOB war schon immer garant für spaßige Spiele. Ihr erinnert Euch noch ans sensationelle Regenspiel im Frankenstadion, wo man fast die Surfbretter auspacken konnte: Es war die einzige Partie in der Bundesliga, die wegen schlechter Wetterbedingungen nicht zu Ende gespielt werden konnte. Das Nachholspiel gewannen die Franken mit 1:0. Ein torloses Spiel im Oberhaus gegen die Volkskicker gab es noch nie.
Gleich nach dem Anstoss schwärmten die Glubberer aus und machten klar, dass man mit einer Extraportion Motivation nach Wolfhausen gefahren war. Besser als bisher ging es gegen das VFL-Tor, leider war die Ausbeute wie gewohnt. Der mit einem Endloskredit ausgestattete Eigler hatte ganz schöne Chancen vergeigt, Bunjaku aber mutiert langsam zum Dribbelkönig im gegnerischen Strafraum und nervt die gegnerischen Verteidiger. Auf der Gegenseite übte man sich in der allerbesten Glubb-Tugend, der Abschlussschwäche. Vor allem der Dzeko war da ganz stark, Grafité durfte ja später elfmetern. Der kluge Paß von FCN-Peer auf Rotbackli mit dem Abstaubertor brach das Spiel auf, fortan gab es nur noch Schlagabtausch. Ausgleich, erneute Führung durch den Nati-Bunjaku und massig turbulente Szenen. Aber in der 93. Minute hatte nur Kluge die Nerven bewahrt, als 3 Glubberer den Wolftorwart wie die Geier umkreisten. Held aber war Diekmeier, der das späte Tor durch seinen energischen Sturmlauf einleitete, das massive Trikotziehen des Wolfsburger Abwehrspieler ignorierte er. Eigler wäre in dieser Situation schon... nein, ich lasse es lieber. Mit dem Schiri war man in diesem Fall zufrieden, ein andermal nicht. Er hätte ja abpfeifen können...
Ob Juri Judt nach seinem Foul mit Elfmeterfolge und dem Einlauf der Mannschaft hinterher noch lebt wissen wir nicht.
Am 26. erging die Meldung, Schäfer wäre bis zur Winterpause gesperrt.
Ewald Funk
GANZ VIELE STIMMEN ZUM SPIEL:
Michael Oenning: "Das war ein Spiel, über das man tagelang reden kann. Ich gönne meiner Mannschaft vor allem die Art und Weise wie sie das Spiel gewonnen hat."
"Wir hätten mehr Tore machen müssen, dann wären wir ruhiger gewesen, aber dasselbe kann ja Wolfsburg auch sagen."
Armin Veh (Trainer Wolfsburg): "Das letzte Gegentor darf einer erfahrenen Mannschaft nicht passieren."
"Man muss aber auch bedenken, dass wir kaum Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Länderspielpausen und den vielen Nationalspielern in unserem Team hatten."
Dominic Maroh (Club-Spieler): «Das war eines der emotionalsten Spiele, das ich persönliche und wahrscheinlich auch viele andere je erlebt haben ... Zuletzt haben wir auswärts viel Lehrgeld bezahlt. Aber heute haben wir mal ein Ausrufezeichen gesetzt."
Albert Bunjaku (zweifacher Torschütze): "...denn wir haben immer gesagt, dass wir guten Fußball spielen können. Das hat uns fast schon keiner mehr geglaubt."
Grafite: "Ein Unentschieden wäre daher gerechter gewesen, aber Nürnberg hat am Ende intelligenter gespielt. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen und es am Mittwoch besser machen."
Christian Gentner (WOB): "Es war insgesamt ein offener Schlagabtausch, auf den wir uns völlig unnötig eingelassen haben. Jetzt haben wir gegen zwei Aufsteiger sechs Gegentore bekommen."
07.11.2009, FSV MAINZ VS. FCN: 1:0. EIN KLUGES TOR!
ein Shirt mit Masmanidis hintendrauf gekauft und lernt schon mal
die Blocknamen auswendig. Was solls, war billig, das Shirt.
Vor allem die zweite Hälfte war äußerst sehenswert, denn
Mainz schwamm ganz schön! Mehr darüber zu verlieren wäre ein
Schmarrn, denn außer den vergebenen Großchancen braucht sich
keiner beim FCN auf dem Feld schämen. Bader beschwerte sich
hinterher in der Schirikabine, und erntete Achselzucken. Über
das klare Handspiel von Hoogland im eigenen 16er wollen wir
jetzt mal nicht mehr reden. Im zweifel für den Angreifer gilt
ja, aber scheinbar nicht für den Glubb.
Das Nürnberger Mittelfeld agierte nicht immer glücklich, denn
der beste Paß in der ersten Halbzeit kam ausgerechnet von einem
Mainzer, der Bunjaku zum Abstauber in einem Riesenbogen
anköpfte. Den Ball hätte sogar Harry reingemacht.
Wir wünschen Diekmeier gute Besserung, hoffen auf
Torschußtraining in der Länderspielpause und sehen wieder am
21.11. in Wolfsburg.
Ewald Funk
STIMMEN ZUM SPIEL
Dominic Maroh: "Ich habe gerade gehört, dass
es ein reguläres Tor gewesen ist. Das ist sehr ärgerlich, das
zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele."
Albert "Einstein" Bunjaku: "Ich hatte zwei
Riesen-Chancen, die ich machen muss."
Trainer Michael Oenning: "In dem Spiel waren
einige diskussionswürdige Szenen."
Trainer Michael Oenning: "Natürlich hat das
Einfluss auf unsere Arbeit. Mainz zeigt doch, wie befreit man
mit ein paar Punkten mehr aufspielt."
Raphael Schäfer zur Schiedsrichter- bzw
Linienrichterentscheidung: "Ich sage gar nichts, weil sonst
wieder die lieben Herren vom DFB kommen und das für mich sehr
teuer wird."
Trainer Michael Oenning zur Schirileistung:
"Soll ich jetzt zum obersten Gerichtshof gehen? Wir werden die
Tore definitiv nicht zurückbekommen."
Club-Manager Bader: „Ich dachte, es gelten die
gleichen Regeln für alle. Wenn das einmal passieren würde, aber
uns passiert das permanent.“
Club-Manager Bader: „Das ist ja nicht das
erste Mal in den letzten Wochen, dass wir um ein
überlebenswichtiges Tor gebracht worden sind."
Peer Kluge: "Mir war gleich klar, dass mein
Tor kein Abseits war. Das häuft sich in dieser Saison mit den
Fehlentscheidungen."
Trainer Thomas Tuchel (Mainz): "Der Abpfiff
des Schiedsrichters war dann eine sehr große Erleichterung für
mich und für das Team."
Forumsgast Teo: "Vom Glück verfolgt - doch der
Glubb ist schneller!"
Samstag, 31.10.2009: FCN-WERDER, 2:2 NACH UNNÖTIG LANGER VERLÄNGERUNG
Bester Bremer an diesem Tag nach Einschätzung vieler Fans war der Schiri, der ein ziemlich klares Tor nicht gab. Von den Stars wie Özil, Frings, Rosenberg oder Marin sah man nicht viel. Aber von Hunt gleich zweimal viel, als der dann nach dem Anschlusstreffer glücklich durch die günstigen 3 Minuten Nachspielzeit (für was eigentlich 3 Minuten?) traf. Ein gewisser Judt soll angeblich für seinen Abwehrfehler vor dem Ausgleichstreffer einen schweren Einlauf verpaßt bekommen haben. Über die Stadtgrenze wurde er aber - soweit wir wissen - nicht zurück geschickt.
Unterm Strich hat sich das bewahrheitet, was ich zu meinem Nachbarn beim Halbzeitpfiff gesagt habe: "Dumm nur, dass wir sicher in der Nachspielzeit wieder ein Ei reinkriegen." So war es. Trotzdem war es toll im Stadion zu sein, weil eine Mannschaft wirklich alles gegeben hat und das Gefühl vermittelte: "Mit Euch pack'mers!"
Der Konjunktiv zum Spiel.
Zu jedem Spielkommentar kann man mittlerweile die übliche was-wäre-wenn Kolumne einbauen. In diesem Spiel stellt sich die Frage, wie eindeutig das Spiel wohl gewesen wäre, wenn der erste Bunjaku Treffer gezählt hätte, wenn es diese 3 Minuten Nachspielzeit nicht gegeben hätte und und wenn Diekmeier nicht so schnell vom Platz ging und er weiter gegen seinen Ex-Verein stürmen hätte können. Als Verteidiger.
Ewald Funk
STIMMEN ZUM SPIEL
Dominic Maroh: „Der Punkt ist für uns fast wie eine Niederlage."
Dennis Diekmeier: „Der Schiedsrichter hat uns signalisiert, dass ein Wechsel für mich durch meine frühe Gelbe Karte besser wäre."
Thomas Schaaf: „All das, was wir in letzter Zeit gut gemacht haben und souverän rüber gebracht haben, ist uns heute nicht gelungen.
Michael Oenning: „Für den neutralen Zuschauer war das heute ein tolles Spiel."
"Wir müssen nicht weiter jammern", fordert Kapitän Andreas Wolf, "sondern nach vorne schauen und in Mainz etwas holen."
Juri Judt auf die Nachfrage zu einem Statement nach dem Spiel: "Mich heute nicht!"
24.10.2009 1899 HOPPENHEIM : FCN (3:0)
Wieder mal ein zu Null kassiert, wieder mal ein Klassenunterschied. Allerdings erst, als der Hopp-Truppe ein sehenswerter Treffer und ein schnelles Nachfolgetor gelang. Danach knickten die Oenninge wieder ein und ließen sich am Händchen gehalten noch zu einem 3:0 überreden.
Nachdem es im Pokal daheim nur zu einer 0:1 Niederlage kam, erwischten die zu Beginn beherzt aufspielenden Glubberer in der Rhein-Neckar Arena eigentlich einen guten Start. Wie die Hoffenheimer in der Abwehr agierten (Spieler sofort doppeln) und im Sturm einfach das tun, was man im Sturm tun muß, nämlich Tore schießen, das sollten sich unsere mental viel zu harmlosen Valznerweiherstars vielleicht mal gebetsmühlenartig in der Videoanalyse geben. Wenn schon das Training keine Früchte zeigt (Standarts). Theoretisch hätte das Spiel über Kampf und Laufbereitschaft Unentschieden ausgehen können, dazu hätte es aber mehr Glück zur richtigen Zeit bedürft, oder wie man halt Schiedsrichterentscheidungen heutzutage erklärt, als Bunjaku im 16er umgesenst wurde und Michael Weiner mit seinem Pfeifchen... ähem zur Ecke klärte.
Müßig, über das Spiel noch weiter nachzudenken, immerhin wurde Bochum von unserem nächsten Gegner Werder Bremen ebenso auseinandergenommen und rutschte in der Tabelle zugunsten des FCN auf den Abstiegsplatz. Nun warten wir also auf einem Relegationsplatz aufs nächste Spiel bzw. die nächste Heimniederlage und hoffen, das Pizarro am Samstag nicht allzu eifrig an seiner im Kicker angekündigten Torjägerkanone arbeitet. Wie wäre es mal wieder mit einem "Scheißspiel"?
Dem Glubb zuzuschauen macht auf jeden Fall (außer im Hertha Spiel) wenig Spaß. Natürlich war der Glücksschuß des Hoppenheimers Ebert ein schwerer Schlag, aber danach war das Spiel bereits abgehakt in den Köpfen der Glubbspieler, das merkte man an der Gestik. Was ich mir dabei als Zuschauer denke, sollten sich die Spieler mal vor Augen halten: Mir ist Wurstwasser, wenn wir dann untergehen und von mir aus 5 Eier hinten rein kriegen, Hauptsache wir haben auch mal 3 selber geschossen. Was können wir denn noch verlieren? Liebe Spieler, Euer sofortiges Schwanz einziehen und die übliche Niederlagenverwaltung geht mir auf den Keks! Und zwar richtig!
Stimmen zum Spiel:
Trainer Ralf Rangnick (Hoffenheim): "Den Nürnbergern hat man angemerkt, dass sie zuletzt gewonnen hatten."
Trainer Michael Oenning: "Wir haben zwar kein Tor geschossen, aber speziell in der ersten Halbzeit kein enttäuschendes Spiel gezeigt."
Albert Bunjaku: „Wir haben gut angefangen, dann kriegen wir diesen Sonntagsschuss."
Albert Bunjaku: "Der Schiedsrichter hätte Elfmeter pfeifen müssen. Denn Josip Simunic trifft mich im Strafraum klar am Fuß. Der Schiedsrichter wird sicher kein Freund mehr von mir."
Raphael Schäfer: „Es wäre zu einfach, es auf den Elfmeter zu schieben."
Und als Zuckerle obenauf der Spielbericht aus Ollis Sicht:
"Im Stadion traf man auch die üblichen Verdächtigen aus FO, LIF, CO und überall, gesellte sich dazu und harrte der Dinge. Aus FO erhielt ich sogar einen flüssigen Gruß, danke hierfür. Pünktlich zum Spiel erschien noch eine weiter Autobesatzung vom Fanclub sowie der Bensheimer, der anscheinend endlich ausgeschlafen hatte.
Ekelhaft war nicht nur die Stadion-Currywurst (ich will wieder nach Wattenscheid!), sondern auch das Publikum. Vor ein paar Jahren in der Regionalliga Süd nicht mal einen Bus ins gelobte Schweinfurt auf die Beine gebracht, standen am Rasen doch tatsächlich etliche Riesenfahnen-Schwenker und das „treue“ (ja ja – eine Kollegin wies mich zuletzt darauf hin, dass auch Spötter sterben müssen!) Publikum schwenkte die blau-weißen Schals wie wild zur Hymne „Hoppe, Hoppe Rotz und Schleim, wir kommen alle aus dem Heim“ (Angabe ohne Gewähr - weil Scholzi während des Liedes so laut blökte, habe ich den Text nicht genau verstanden). Dann hielten noch die „aktiven Fans der TSG Hoffenheim“ (Brüller) Spruchbänder hoch, mit denen sie die Vereinsführung aufgrund der „Sponsorenfreundlichkeit“ kritisierten. Hallo? Das ist ungefähr so, als ginge man regelmäßig (bzw. max. seit 3 Jahren) in einen Swingerclub und würde sich beschweren, dass hier zu viel gevögelt wird (ich entschuldige mich bei der Damenwelt, Gruß Diego M.)!!! Dieser Verein ist mittlerweile ein gespielter Witz! Aber ein ganz schlechter! Eines vorab, ich bin Gegner von Gesängen, die die Mutter einer bestimmte Person dem Rotlichtmilieu zuordnen (gibt es dafür Beweise, wäre es eine andere Sache). Oder dass sich Leute permanent ins Zeug legen gegen dieses Konstrukt zu sehr wettern, egal ob verbal oder militant.
Wenn ich auch dafür ein gewisses Verständnis habe...
Leute, damit eines klar ist: Diese Gebilde, samt Onkel D. und seinen „Fans“ darf niemals verharmlost oder gar gleichberechtigt anerkannt werden. Es sollte mit grober Missachtung gestraft werden. Aber leider warten die Journaille, Onkel Theo vom DFB (dessen Sohn völlig überraschend bei der TSG einen Posten hat) und all die anderen Berufsbetroffenen und Allesversteher dieser Welt darauf, dass sie wieder über die bösen „Hooligans“ herziehen können. Nicht, dass mich das Gejaule derer noch aufregen würde, aber es wäre wieder mal PR für „das Gebilde“. Es ist leider nicht mehr wegzubringen aus der Welt. Aber wenn es mit derber Missachtung gestraft wird, vielleicht verschwindet es von selbst. Egal, genug davon.
Die erste halbe Stunde hatten wir das Spiel im Griff, spielten richtig gut. Der Penner an der Pfeife verweigerte einen klarer Elfer und es kam wie es kommen musste. Ein Sonntagsschuss kippte das Spiel am Ende hieß gar 0:3 aus Sicht des neunfachen deutschen Meisters. Was soll ich mehr darüber schreiben, die Wechsel des Herrn Oe. Versteht wahrscheinlich nicht mal er selber. Bereits vor dem Schlusspfiff verließen wir das Stadion. An der Treppe außerhalb stand ein Spruch gesprüht „Guten Tag TSG, Gute Nacht Fußball“ – wahre Worte." Holly B.
17.10.2009, FCN : HERTHA BSC. AUFWERTUNG DER SCHWEIZER FRANKEN
Als Glubbfan mußte man sich bei beruflichen Telefonaten deutschlandweit die vergangenen Wochen einiges anhören. "bei Euch klappt es ja momentan gar nicht, oder?" Meine Antwort: "Des werd scho widder!". Wurde auch Zeit, und gut, dass der Glubb nicht wieder einen tollen Aufbaugegner gegen Mannschaften abgab, die auch gerade in einer Krise stehen bzw. gerade einen turbulenten Trainerwechsel hinter sich hatten.
Allerdings machte es die alte Dame Hertha den Glubberern leicht und spielte auch wie eine hüftlahme Großmutter. Aber den Spielstil kannten wir ja aus den Partien gegen Hannover, Bochum oder Leverkusen. Der Torwart der Herthaner konnte einen schon leid tun. Als dritter Mann direkt in die Bundesliga geschubst, in vorherigen Spielen trotz korrekter Abwehr per Kopf gescholten mußte er sich auch noch tunneln lassen. Am meisten gefreut hat uns allerdings der erste Torschütze. Gygax, in letzter Zeit sogar beim Training von Zuschauern beleidigt, zeigte, warum er schon 30 Länderspiele für die Eidgenossen bestritt. Als es danach sein Landsmann Bunjaku zweimal zappeln ließ, waren die Schweizerfestspiele perfekt und die beiden Alpenländler rehabilitiert.
Manchmal gehen Gelegenheitsglubberer nur in Erstligaspiele, weil sie prominente Spieler der Gastmannschaften sehen wollen. Dass an diesem Tag in der Bealina Abwehr der renommierte Arne Friedrich stand, war fast nicht zu bemerken. Dafür ging Oennings 4-4-2-Punkte Plan auf.
Tragisch auch, dass Diekmeier ausgerechnet wegen einer Grasallergie passen mußte. Dieses Leiden ist nicht ideal, oder habt ihr schon einmal einen Bäcker mit Mehlallergie gesehen? Dennis mußte wegen der ambulanten Medikamente ausgerechnet wegen Einspruchs der Dopingbehörde passen und hätte an diesem Tag sicher einige Meter an der Außenlinie gemacht. Was wichtig ist, denn er wird bei weiter konstanter Leistung sicher zu Saisonende nicht mehr zu halten sein. Schließlich kann ihn schon jetzt kaum ein Abwehrspieler halten. Sehr zu loben auch einige sonst eher unberücksichtigte Spieler. Zum einen war das Mike Frantz, oder war es Risse verkleidet als Frantz? Zum anderen der als Juri Judt verkleidete Javier Pinola, den es damit gleich zweimal auf dem Platz gab: Judt greift an, Judts Pässe kommen an, Judt stürmt, Judt tanzt die Gegenspieler aus... was immer er auch vor dem Spiel gegessen hat, er sollte dies öfter tun. Pinola selber diesmal gewohnt giftig in seinem Jubiläumsspiel. Sonst eher kurz vor der roten Karte, waren es diesmal seine Gegenspieler, die er zur Verzweiflung brachte, oft trug er den Ball weit nach vorne, wollte endlich ein Tor. Und in der Abwehr war er danach wieder schneller. als Charisteas vom Mittelkreis zum Sechzehner braucht. Apropos, wer war gleich wieder dieser Harry, von dem es heißt, er habe eines der letzten Spiele lieber ohne zuzuschauen in einem Restaurant verbracht?
Gerüchte... Gerüchte, letztendlich hoffen wir auf mentale Stärke gegen Hoppenheim auswärts und einen Schiri dort ohne SAP Aktien im Halfter. Der aktivste überhaupt war Eigler, zumindest was audiophile Genüsse angeht, niemand redet und diskutiert so viel wie er. Aber meist mit dem Schiedsrichter. Ewald Funk
Stimmen zum Spiel:
Albert Bunjaku (Alberthornbläser): „Der Sieg ist auch für Dennis.“
Michael Oenning (Glubb-Trainer): "Der eine oder andere hat heute das Herz in beide Hände genommen."
Friedhelm Funkel (Hertha Noch-Trainer): "Einige Spieler sind sich der Lage offenbar nicht bewusst und versuchen immer noch, Fußball zu spielen."
Der Schwamm (Fan): "Wenn der Club im kommenden Spiel noch eine Schippe drauflegt und mal clever seine Konter fährt, ist mir gegen Hoffenheim nicht bange. Dass die keine Götter sind, haben sie zuletzt öfters bewiesen."
Knulpe (Fan): "Hab gestern Maroh, Eigler, Kluge, Spiranovic und Bieler in Schweinau getroffen. Die waren grad aufm Weg zu ihrem Bandraum oben im Fernsehturm. Wußte gar nicht dass die zusammen in ner Band spielen. Bin mit ihnen mal hochgedüst und hab mir die Probe angehört. Echt geile Rockmucke!"
Dennis Diekmeier (Grasfresser): "Das ist bitter, ich wollte spielen und erfahre dann im Bus auf dem Weg zum Stadion, dass ich nicht spielen darf..."
Mike Frantz: "Gegen Hoffenheim wird es ein ganz anderes Spiel, aber wenn wir wie heute die gleiche Körpersprache und Präsenz zeigen, wird es für jeden Gegner schwer."
03.10.2009: LEVERKUSEN VS. GLUBB. 4:0
Spiel.
Schäfer schaut nach vorne, keiner ist anspielbar. Ball aus Verlegenheit zum Zentralverteidiger, der spielt dann zu Pino, Querpaß auf die andere seite, keine Paßmöglichkeit. Hin und her in der Verteidigung, bis es Pino links zu bunt wird. Er geht bis zur Mittellinie und im Doppelpaßspiel mit dem bereit stehenden linken Stürmer geht es nach vorne. Wo der Ball meist versandet. Im Mittelfeld wird in erster Linie der gepflegte Rückpass gespielt, originelle Kombinationen finden nicht statt und ein schneller Sololauf mit Volldampf aufs Tor wird nie ausprobiert. Merkmale: Den Ball trägt ausnahmslos Verteidiger Pino über den Mittelstrich. Diekmeiers Flankenläufe finden kaum mehr statt.
Die Paßgenauigkeit vom Schalke-Spiel ist fast gänzlich verschwunden. Der Gegner kann immer sein Spiel in Ruhe aufbauen, weil kein Glubbstürmer früh stört. Zeit und Kondition hätten sie ja dazu, unsere Stürmer, da vorne selten was zu tun ist.
Bei Standartsituation kann man eigentlich aufs Klo oder Bier holen gehen. Kommt eh nichts dabei raus für den Glubb. Wie man das besser macht, zeigt Leverkusen durch den direkt verwandelten Freistoß von Toni Kroos in der zweiten (!) Minute. Seit dem Abstieg 2007 habe ich keine wirklich spektakuläre Ecke oder Standartsituation vom Glubb mehr gesehen. Kann man das nicht üben?
Die letzten Glubbspiele glänzten durch Lustlosigkeit, mangelnde Laufbereitschaft und einen Haufen gelbe Karten bzw. unsinnige Fouls. Wenn die Tendenz so weiter geht, dass man nicht einmal gegen Kellermannschaften, die durch Trainerwechsel vermeintlich geschwächt sind, gewinnt... und einen willkommenen Aufbaugegner markiert, dann gute Nacht.
Man kann nur noch neidisch nach Fürth schauen. Die verlieren zwar schon mal 4:0, gewinnen aber auch mal hoch. Beim Glubb trifft vorne keiner, schon gar nicht mehrmals. Schlimm: Wenn die Fans wie gegen Bochum eine derart grottige Leistung mit Pfiffen quittieren, wird das von der Bank aus auch noch angeprangert. Hallo? Wo wäre der Glubb schuldenmäßig, wenn nicht in der letzten Saison oft 40.000 Zuschauer ins Frankenstadion gekommen wären?
Vorschlag. Ab sofort sollten bei Gesprächen mit der Presse folgende Worte nicht mehr benützt werden. Wir können sie alle nämlich nicht mehr hören:
-Lehrgeld
-Rotation
-Psychokrise
-Rückpaß
-Sturmschwäche
-Heimschwäche
-Laufbereitschaft
-Heimvorteil
-Standartsituation
Viele Grüße, und schön Standarts üben, liebe Spieler! da helft ihr euch nämlich auch selber.
26.09.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT – DER GLEINE GLUBB
19.09.2009: FC BAUERN MÜNCHEN VS. GLUBB
ODER: EINE ODE AN FRITZ VON THURN UND TAXIS...
Peitschen und Trompeten ins Vereinsschlauchboot getrieben.
Luja sog I!
Ewald Funk
22.09.09 GLUBB GEGEN HOPPENHEIM: 0:1 (POKALAUS)
Das Spiel war dann letztendlich bitter. Unter uns: Die Schiedsrichterleistung merkwürdig, was die Nordkurve allzu oft mit deutlichen Sprechchören quittierte.
Insgesamt sah man temporeichen Offensivfußball, vor allem
von den blauen, die auch individuell einfach mehr Klasse
hatten. Langsam wird es dunkel um den Glubb, und statt
altbekannte Glubb-Schwächen (leicht auszurechnender
Spielaufbau, Standarts, Stürmerschwäche) abzustellen, beginnt
das Gefasel von psychischer Verfassung der Spieler.
Stimmen zum Spiel:
Glubbspieler Thomas Broich: „Wir müssen für
Bochum jetzt schnellstmöglich die Beine und den Kopf wieder
frei kriegen.“
Glubbspieler Maxim Choupo-Moting: „Wir haben
das Tor nicht gemacht, so ist Fußball."
Glubbspieler Juri Judt: "...aber die
Mannschaft war dieses Mal einfach noch zu stark für uns.
Glubbspieler Dennis Diekmeier: "Wir müssen das
Spiel heute einfach abhaken und weiterhin an unseren Schwächen
arbeiten... und weiterhin als Team zu kämpfen."
12.09.2009 FCN - BORUSSIA FOHLENGLADBACH
Ausgerechnet der mit einem blauen Auge versehene Peer Kluge trifft gegen seinen langjährigen Verein. Papa Meyer holte ihn damals mit nach Nürnberg, seitdem ist die Frankenberger Wuselbiene im Mittelfeld des Glubb eine feste Größe. Pardon, meist ist er ja eher bewegungsaktiv anstatt fest.
Das gilt für einen anderen Spieler um so mehr: Christian
Eigler. Natürlich hat er den Bonus, in fast jedem Spiel
phantomgleich eine tolle Aktion zu gestalten, und auch am 12.9.
hat seine Vorlage an Kluge entscheidend zum ersten Dreipunkter
der Saison beigetragen. Aber die Pfiffe, als er in der 78ten
Minute für Charry vom Feld ging waren eindeutig. In der
heutigen NN ist die Rede von dem fleissig ackerndem,
bewegungsaktiven Eigler, wo sich niemand erklären kann, warum
er ausgepfiffen wird. Hallo? Haben die Kommentatoren ein
anderes Spiel gesehen? In einigen Spielsituationen hätte Eigler
locker einnetzen können, wenn er sich nur zum Ball bewegt
hätte. Statt dessen blieb er einfach stehen. Das sah aus wie
Arbeitsverweigerung... und deswegen sind ein Teil der Fans
sauer. Vielleicht hat Eigler auch Angst vor einem Abseits, kann
ja auch sein. Man kann alles zerreden, aber ohne Grund wird man
nicht ausgepfiffen. Das wird wohl seine Gründe haben, die nicht
in diesem jetzigen Spiel begründet sind... seine
Laufbereitschaft findet halt schon immer nur dann statt, wenn
seine Kritiker wegschauen.
Fazit: Anstrengende Zitterpartie. Vielleicht
hätte Eric Maxim Chuopo-Moting, den wir jetzt einfach mal
Chuppo oder Modeng (fränkisch) nennen, mehr durch seinen
auffälligen Tordrang bewegt, wenn er früher für Eigler
eingewechselt worden wäre. Vielleicht hätte Diekmeier die
Partie mit seinem Fast-Eigentor entschieden, vielleicht haben
die sturmschwachen Gladbacher das Spiel durch ihren Mangel
entschieden, der Schiri hat diesmal das Spiel nicht
entschieden. Mitentscheidend war aber todsicher ein gewisser
Raphael Schäfer. Wieder einmal. Das Modewort Scheißspiel
möchten wir nicht gerne verwenden, weil das erst demnächst
gegen die Bauern passieren sollte. Der neuerdings im
Glubbjäckle stehende Oenning wird da sicher wieder eine
Aufstellung zaubern, die keiner vermutet hätte.
(LUSTIGE) STIMMEN ZUM SPIEL:
Torschütze und Ex- Gladbacher Peer Kluge: "Es
war nicht unser bestes Spiel, aber endlich ein
erfolgreiches."
Nochmal Peer Kluge: "Ich wurde ausgewechselt,
weil ich einen geschwollenen Fuß habe - aber so ist Fußball, da
gibt`s immer mal `was auf die Knochen!"
Raphael Schäfer: "Schön, dass wir am Ende zu
Null gespielt haben, dafür werde ich bezahlt."
Christian Eigler: "So ein "Scheißspiel" muss
man auch einmal gewinnen! Als einzige Spitze hat man viel
Arbeit, das kostet Kraft. Wir haben vorne im Sturm viele
Alternativen..."
Maxim Choupo-Moting: "Es macht einfach Spaß,
hier zu spielen und ich werde alles für den 1. FC Nürnberg
geben."
Martin Bader: "Die Mannschaft weiß jetzt, dass
sie ein schlechtes Spiel gewinnen kann."
Havard Nordtveit: "Der Trainer macht sich
nichts daraus, junge Spieler zu bringen, das ist fantastisch
für uns."
Michael Oenning: "Jetzt können wir unbekümmert
nach München fahren. Das hat sich die Mannschaft heute über 90
Minuten hart erarbeitet."
Michael Frontzeck vor dem Spiel: „Ich zweifle an, dass
sie vor ausverkauftem Haus in der eigenen Hälfte auf uns
warten.“
Michael Frontzeck nach dem Spiel: "Wir wussten das
Nürnberg einige gute Konterspieler hat, was sie heute auch
gezeigt haben..." (?)
08.09.2009: ANDY WOLF FÜR ZWEI BUNDESLIGASPIELE GESPERRT
Mußte das sein? Warum bekommt ein rüder Spieler der
Bohemians für sein provozierendes Verhalten keine Strafe ausser
einer Gelben, während Glubbkapitän Wolf für seine
Kurzschlußreaktion neben der Arschkarte gleich für zwei
BL-Spiele zuschauen muß? In den Foren kocht es gerade und die
Schranken der Sportlichkeit werden da auch oft überschritten.
Hier ein Zitat aus dem AZ-Forum: "Also ich stand an diesem
Freitag am Spielfeldrand, genau neben dem Trainer von den
Tschechen... Der Andy wurde auf der anderen Seite vom Spielfeld
rüde gefault, Rot würdig, aber kann man auch nur Gelb geben.
Wolf steht auf, schreit den Tschechen an. Dieser tut im gleich
und sie stehen Kopf an Kopf. Der Prager Spieler gibt unserem
Captain nen Kopfstoß erwischt ihn aber nur leicht. Andy
revanchiert sich und erwischt ihn aber deutlich stärker. Der
Tscheche fällt übertrieben um und wird danach behandelt. Andy
sieht Rot, der Prager Gelb. Das wars.Und was sagen wir?"
Innerlich kocht es in uns genauso. Aber wir sind ja
Optimisten.
Sicherlich ist es Schade, dass Wolf ausgerechnet bis zum Spiel
gegen die Bauern gesperrt ist. Aber ist das nicht vielleicht
auch ein gewisser "Jetzt erst recht"-Impuls für die Mannschaft?
Funktionierte ein Pinola als zentraler Verteidiger nicht
zuletzt hervorragend? Ist da nicht ein Nordtveit, der zuletzt
gegen Stuttgart glänzte, als er gefordert wurde? Und hat sich
beim Glubb nicht immer etwas gerade zum Guten gewendet, wenn
Not am Mann war? Eins ist sicher: Diese Sperre braucht kein
Mensch, vor allem wenn Schiedsrichter weiterhin ungescholten
davon kommen. Gerade wenn sich in Videoanalysen hinterher eine
klare Fehlentscheidung ergibt. Ein Polizist muß sich im
öffentlichen Leben auch für begangene Fehler verantworten, ja
nicht einmal Politiker sind immun. Wie immer muß man sich als
Glubbfan wieder der schweren Bürde bewußt sein, dass andere
Mannschaften nur gegen Fußballer antreten müssen, der Glubb hat
meist noch einen weiteren Gegener am Platz. Und Andy Wolf hat
nun auch genug Zeit darüber nachzudenken, ob man manchmal sein
Temperament nicht etwas besser unter Kontrolle halten
sollte.
Die AZ titelt "Oenning ist sauer" ...auf Andy Wolf. Selbiger
Trainer sagt „Der Kapitän hat sich ohne Not von Bord gespült.
Da hat Andy uns einen Bärendienst erwiesen.“ Oenning weiter:
„Alternativen habe ich schon im Kopf.“
Stimmen zum Gerichtsurteil:
Roland: "Zum Glück ist ja Andi gegen die Bauern gesperrt. So bleibt mir dieses Jahr in der Arroganzarena erspart zuzusehen, wie er hilflos hinter Ribery her stolpert."
Bernd: "Sach mal spinnen die!!! - das war
in einem verfickten freundschaftsspiel!!! Ich schicke gleich
einen suicide bomber nach frankfurt... :-)"
29.08.09: VFB STUTTGART VS. GLUBB
VIER-EINS-VIER-EINS MAL STUTTGART ERGIBT 0:0
Stuttgart ist bei unseren Helden vom ruhmreichen Club immer für eine Überraschung gut, in jeder Hinsicht. Vier der letzten Spiele gingen dort siegreich aus.
Stuttgart steht aber auch für das gegenwehrlose Abschlachten
beim 0 : 3 im April 2008 unter einen Konzepttrainer. Dieses Mal
waren die Vorzeichen gemischt nach dem katastrophalen
Heimauftritt gegen Hannover wo Jiri Stajner alleine reichte, um
die Clubabwehr schwindlig zu spielen. Andererseits sind die
Schwaben zur Zeit daheim geschwächt, ist doch ihre
Untertürkheimerkurve komplett abgerissen. Was es heißt in einer
Baustelle, in einen ¾ Stadion zu spielen hat ja der Club Ende
der 80er Jahre selbst schmerzlich erleben müssen. Zum Spiel
selbst, wieder einmal überraschten die Rot-Schwarzen. Nicht der
Champions League-Teilnehmer, sondern der Bundesliganeuling
dominierte eindrucksvoll das Spiel. Die erstmals praktizierte
4-1-4-1 Taktik, vor der Viererabwehrkette spielte Havard
Nordtveit eine Art Mittelfeldlibero, dann machte eine 2.
Viererkette die Räume eng und vorne Angelos „Harry“
Charisteas... ging genial auf. Sie sorgte für Ballgewinne
ohne Ende, blitzschnell wurde über außen gekontert und eine
Chance nach der anderen erarbeitet. Einziges Manko, selbst
Großchancen wurden versemmelt bzw. der alte Lehmann oder der
Pfosten stand im Weg und der Schiri machte auch noch mit und
pfiff mehrmals fälschlicherweise Abseits. So wuchs unter den
Fans die Nervosität, schließlich sorgt der Fußballgott in
solchen Fällen fast immer dafür, dass ein dummes Gegentor kurz
vor Schluss zu einer unglücklichen Niederlage führt. Nicht so
in Stuttgart, kurz nachdem Pinola völlig Freistehend aus 9
Metern am Tor vorbei „zielte“ war das Spiel vorbei. Bleibt die
Frage, Frust über einen leichtfertig verspielten Sieg oder
Freude über ein Unentschieden?
Roland Hornauer
STIMMEN ZUM SPIEL:
Michael Oenning: „Ich denke, dass wir eine
gute Antwort auf das gegeben haben, was die vergangene Woche
über uns hereingesprasselt ist...Dieses Spiel gibt mir die
Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
VfB-Teamchef Markus Babbel: „Wenn man die 90
Minuten anschaut können wir mit dem Punkt zufrieden
sein.“
Dominic Maroh: "Für mich persönlich war es ein
besonderes Spiel, mit vielen Freunden, vielen Verwandten auf
der Tribüne. Da war es besonders toll, dass wir kein Gegentor
bekommen haben."
Andy Wolf: "Stuttgart war heute die
glücklichere Mannschaft."
23.08.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT 131– DER GLEINE GLUBB
Zuvor schon wurde der Glubb durch das Los auserkoren, nach Mitteldeutschland zu fahren zur ersten Pokalrunde gegen Dräsdn. Die haben zwar ein Erstligastadion und Tradition, spielen aber in der dritten Liga. Drei Glubb-Tore waren es dann auch, die den Klassenunterschied ausmachten und die natürlich nicht von unseren Stürmern erzielt wurden. Bis dahin war eigentlich alles im Lack und zumindest in diesem Landstrich Deutschlands hat man nun Respekt vor dem FCN. Mitte August dann Bundesligastart gegen die Gasproms, die uns vor zwei Jahren in aller Fanfreundschaft in die zweite Liga beförderten. Doch der Glubb war wie immer sehr hilfreich und baute selbst Stürmer mit Ladehemmung wie Kuranyi auf, der gleich zweimal traf, allerdings ins Nürnberger Tor. Mittelfelder Mintal schoss den Ehrentreffer. In Frankfurt eine Woche später traf dann sogar mal ein Stürmer und der sichere Heimsieg gegen Hannover kehrte sich ins Gegenteil um: Der Glubb baute die Hannoveraner auf. Optimistisch gesehen darf der Glubb wie Fürth letztes Jahr denken: Wir wären viel weiter, wenn die Tore, die wir erzielen, auch vom Schiri mal als solche erkannt werden. Mein ganz persönlicher Notfallplan? Ein Spielmacher muss schnell her, für weiblichen Escortservice für Schiris sollte man sich mal Preise einholen und außerdem sollten die Jungs mal ruhig Standards üben. Und zwar bis das Flutlicht eingeschaltet wird. Ewald Funk
22.08.2009: 1.FCN - HANNOVER 96
wiederholt werden mußte.
Das Fazit von unserem Mitarbeiter Shultzie lassen wir jetzt mal so stehen. Er hat Recht. "das war eine mehr als verdiente heimniederlage, da hats von hinten bis vorne nicht gestimmt. wobei ich die öffentliche meinungsmache, der kader sei nicht bundesligatauglich absolut nicht nachvollziehen kann, meiner meinung nach hatten die herrschaften einen rabenschwarzen tag und haben dazu nach dem punkt in frankfurt gedacht, die 3 punkte nimmt man gegen hannover so im vorbeigehen mit... vielleicht der richtige dämpfer zur richtigen zeit! schäfer und oenning sind in ihren analysen nach dem spiel ja auch mehr als deutlich geworden."
Stimmen zum Spiel:
Angelos Charisteas: „Wir haben heute einfach schlecht gespielt."
Raphael Schäfer: „Spielerisch klappt vieles, aber uns fehlt im Moment der klare Zug zum Tor.“
Club-Trainer Michael Oenning: „Wir werden nun versuchen, aus Stuttgart etwas Zählbares mitzunehmen.“
Stajner: „Ich bin überglücklich.... Jetzt wird alles besser.“
Michael Oenning: "Wir haben Vieles versucht, aber immer das Falsche gemacht.“
15.08.09 BANKFORT GEGEN GLUBB: 1:1
dauerhaft, Judt (l.) kam gegen Ende.
„Damals waren Ordner bei Bundesligaspielen durchaus mit Pförtnern zu vergleichen. Die Mehrzahl bestand aus alkoholkranken Taugenichtsen, die im richtigen Leben nichts zu melden hatten und nun für zwei Stunden etwas Autorität und Macht an die Hand bekamen.“ (Aus Alexander Hoh: „IN KLEINEN GRUPPEN, OHNE GESÄNGE! – UNTERWEGS MIT DEN HAMBURG HOOLIGANS“)
Holly: "Die Arena-Card können sich die Bankfurter übrigens in ihren Hintern schieben. Dieses unverschämte Geschäftsgebaren unterstütze ich nicht mehr. Im Block die üblichen Verdächtigen geprüft und die Spiele begannen. FFM ging früh in Führung und der Heimmob rockte das Stadion. In Halbzeit wendete sich das Blatt nach den Einwechslungen von Ernie (Hari) und (Al)Bert für Bewegungslegastheniker Eiglo und Stolper-Issac. Ausgleich und Pogo in Togo bzw. Gästeblock. Nürnberg gab von nun an auf dem Platz und auf den Rängen den Ton an, die mächtige Heimkurve war gelähmt und die verblödeten Pöbler auf Sitzplatz neben dem Gästemob hielten ihr vorlautes Mundwerk. Leider konnte Oennings Bubi-Truppe keinen Treffer mehr erzielen, aber immerhin war der erste Punkt im Sack." Holly DeLuxe
Stimmen zum Spiel:
Glubb-Trainer Michael Oenning: „Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Beide Mannschaften haben viel investiert, beide wollten unbedingt gewinnen."
Eintracht-Trainer Michael Skibbe: „ir haben ein attraktives Spiel gesehen, der Club wird mit seiner Spielweise noch für Furore sorgen.“
Glubb-Kapitän Andreas Wolf: „Wir sind nach Frankfurt gefahren, um zu punkten. Das haben wir heute gemacht und können damit sehr gut leben.“
Glubb-Keeper Raphael Schäfer: „In der Bundesliga ist es einfach wichtiger, dass die Defensive steht, als in der zweiten Liga. ...Das ist ein Lernprozess, den wir sehr schnell hinbekommen.“
Glubb-Torschütze Albert Bunjaku: „...und ich hoffe, dass wir beim nächsten Heimspiel gleich drei Punkte behalten können.“
08.08.2008 GLUBB VS. SCHALKE 0,5
Highlight auch mal wieder die Bahn. Pünktlich zum Ligaauftakt wurde Samstag Nachmittag an der Bahnstrecke nach Feucht die Strecke gesperrt, da hier ein neues S-Bahn-Gleis vorbereitet wird. Großartig übrigens die Bauleistung auf den neuen Haltepunkten: Wer auf der neuen Linie von Neumarkt zu den Glubbspielen will, muß wohl bis HBF durchfahren und dann wieder einige Stationen zurück zum Stadion (selbe Strecke), da die Höhe des Bahnsteiges am Frankenstadion eine andere als bei der neuen Strecke ist. Für Rollifahrer aus NM sieht es in feucht düster aus, auf dem nagelneuen Bahnsteig wurde auf einen Rollstuhlaufzug verzichtet.
Stimmen zum Spiel:
Club-Trainer Michael Oenning: "Wir haben viel in das Spiel investiert, weil wir gewinnen wollten und wir wollten prüfen, ob wir wettbewerbsfähig sind. Die Antwort: ein klares Ja.
Kevin Kuranyi (Schalke): "Es ist wichtig, dass wir mit Schalke eine gute Saison spielen."
Angelos Charisteas: "Das Ergebnis ist natürlich nicht gut für uns. Ich werde alles geben, um dem Team zu helfen."
Raphael Schäfer: "In der Bundesliga kannst du dir keine Fehler leisten."
Dennis Diekmeier: "Wir müssen nächste Woche gewinnen."
Christian Eigler: "In der ersten Liga geht es anders zur Sache."
1.8.2009 DFB POKAL ERSTE RUNDE: DYNAMO DRESDEN VS. FCN
für ihre Fankultur.
Michael Oenning: "Es war mehr ein Fußballfest als ein Fußball-Fight vor einer tollen Kulisse. Dieser fußballverrückten Stadt tut eine solche Arena gut.“
DD Trainer Ruud Kaiser: "Wir waren vorne chancenlos, Nürnberg war vor allem in der Handlungsschnelligkeit um Klassen besser und sie haben uns weggespielt.“
Dominic Maroh: „Wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr machen können.
Etwas getrübt wurde der Ausflug nach Dresden bei diversen Fans. So berichtete unsere Schalker Sau Olibär von einer abenteuerlichen Fahrt nach Mitteldeutschland mit seiner befreundeten Ultragemeinde. Nahezu an jeder Ausfahrt standen auf der Zielgeraden grüne Autos. Fast wie früher auf dem Transit, nur dass die früher in Zivil und im Wartburg lauerten waren.
Kurz vor Dresden wurde dann einfach mal der ganze Bus gefilzt und unser Olibär wurde nicht ins Stadion gelassen. Selber Schuld, wenn man das falsche T-Shirt trägt. Die Ordnungskräfte hatten auf jeden Fall eine Fibel dabei, in der man nachschauen konnte, das ein "KC"-T-Shirt nicht is Stadion darf. Für das nächste mal leihe ich dem Olli dann mein Old School Glubbshirt aus, da steht außer FCN nichts drauf und er hat mal was gescheites an und nicht... lassen wir es.
Oli erzählt: "Die Bollizeierer haben alle Busse ab "Dresdener Kreuz" in Empfang genommen und erst einmal gründlichst gefilzt. Danach immer zwei Busse mit Eskorte zum Stadion, in den Block getrieben und nach dem Spiel wieder in die Busse getrieben, wieder paarweise aus der Stadt ekotiert und JEDE Ausfahrt und JEDEN Parkplatz gesperrt - bis zur Landesgrenze nach Bayern." Auf den Parkplätzen bei Rast wurden sie meist provoziert von jungen Polizisten.
Schade, aber als Gesetzesvertreter sollte man schon politisch gebildet sein und sich deeskalativ verhalten. Aber summasummarum: Das ist eine andere Fanwelt als die unsrige.
31.05.2009: GLUBB VS. GODDBUS
Eiglers Traumtor war mal wieder ein Fall fürs Kabinett und Mintal krönte die Saison mit dem 2:0. Mit etwas Ehrgeiz seitens der Glubberer wäre sogar ein für die Cottbusser weitaus desaströseres Ergebnis drin gewesen, aber die Mannschaft hat sicher auch an diesem Tag etwas sportlichen Anstand gezeigt und sie machten es einfach milde.
Und die Energie erlosch. Ihre Fans begannen zu winken, manch
ein Glubberer hatte ein Deja Vu, denn vor einem Jahr noch
machten wir gegen Schalke auch schon winke winke. Allerdings zu
unserer Mannschaft. Sehr viel Respekt auch dem Schiedsrichter,
denn als die Gastfans mächtige Böller und Rauchbomben zündeten,
um die Begegnung zum Abbruch und zu eventuellem neuen
Spielansatz zu bringen, ließ sich die sportliche Leitung nicht
beeindrucken. Nach kurzer Pause spielte man einfach
weiter.
Die zweite Halbzeit dauerte trotzdem ewig, neben der Böllerei
im Cottbusser Block mußte auch noch etwas nicht sein. Als sich
Issac Boakye verächtlich gegen Ende auf den Ball setzen wollte.
Schäfer wurde am Ende sogar noch vom Platz gestellt, aber nur
durch Auswechslung, und so bekam sein Stellvertreter Klewer zur
ersten Spielzeit in dieser Saison: 10 Minuten.
Nach dem Schlußpfiff brachen alle Dämme. Ein böses Foul: Die
strohdummen Mitarbeiter der Security-Firma, die aufs Feld
stürmende Glubbfans trotz der angekündigten Öffnung der Tore
einfach nieder rissen und teils sogar würgten. Wie blöd muss
man sein, Menschenmassen noch aufhalten zu wollen, wenn sie in
hundertfacher Übermacht einfach nur an einem vorbei rennen
wollen? Unsere Empfehlung: Nachsitzen!
Dann begann die Party... und sie dauerte lang! Ach... Andy
Wolfs Ansprache war dann allerdings etwas mißglückt, hämisch
das Anti-Fü-Lied zu singen wäre vielleicht nicht angebracht
gewesen. Aber egal, der lange verletzte Kapitän war halt
einfach überwältigt, weil die Stadiontore geöffnet wurden und
sogar das halbe Gärtla von nebenan ins Stadion rannte.
Stimmen nach dem Spiel:
Oenning zu Pinolas Leistung nach langem
Gelbkartenabonnement: "Ich glaube, der spielt gar
nicht mehr Foul"
Dominic Maroh an die Fans: „Ihr seid in der
Liga einzigartig! Auch auswärts hören wir oft nur die Club-Fans
von den Rängen.. Ich denke so ein Jahr wie dieses werde ich so
schnell nicht nochmal erleben."
Christian Eigler: "Der Druck war noch größer
als in Cottbus. Zum Glück haben wir die zwei Tore gemacht. Dann
war klar: Fünf Tore schießen die nicht."
Daniel Gygax: "Der Trainer hat die richtige
Mischung aus Autorität und Spaß gefunden."
Raphael Schäfer: "Der Trainer hat einen großen
Anteil an unserem Erfolg. Er hat der Mannschaft wieder ein
Gesicht gegeben."
Stefan Reinartz: "Mit meinem Wechsel habe ich
alles richtig gemacht."

Zündeln hat den Cottbusser Fans nichts genützt, Spiel lief nach kurzer Pause wieder weiter!

Sah noch vor Weihnachten anders aus. Alles wird am Ende gut!

Schlußpfiff! Wir waren mal kurz weg...

...und der Käptn war zwar auch meistens mal weg, hält aber
trotzdem dann eine kleine Singstunde. Wer nicht hüpft der
ist ein Fürther, und überhaupt....

...feiern wir alle, zerlegen den Rasen weil wir sind der Glubb!
28.05.2009 RELEGATION: GODDBUSS VS. GLUBB
Der Kommentator der Übertragung im Fernsehen war natürlich anfangs parteiisch für die Ostler, denn eine ganze Region fieberte vor dem Spiel mit. Seit dem Jahreswechsel verbesserte sich die Mannschaft des FCN zunehmend, nur hat das in Fussballdeutschland noch keiner mitbekommen. Das war aber am Donnerstag, 28.05.2009 vorbei. Das Geheimnis keines mehr, denn den Klassenunterschied sah sogar ein Blinder mit Krückstock.
Der Kommentator staunte nur noch, als die Glubberer das Spiel langsam aber sicher in den Griff bekamen und die Cottbuser Hälfte mit überfallartigen Kontern überzogen, während die Abwehr wie gewohnt hinten wie ein Bollwerk stand. Vor allem mit Torwächter Schäfer, dem wohl 20 % aller Lorbeeren für die Erfolge der Saison locker zugesprochen werden können.
Vorne? Der oft kritisierte Boakye spielte die Gegner schwindlig, während sich das Phantom zurück hielt. Alle Dämme brachen nach Eiglers kühnen Stocherer zum 2:0. Nach dem Schlußpfiff feierte zwar niemand allzu ausgelassen, aber über der Region lag ein seliges Grinsen. Drei Auswärtstore bei Null Gegentreffer, dass die Partie so eindeutig werden würde, glaubte niemand. Und in Cottbus machte sich Ratlosigkeit breit. Und die Medien schwenkten um, das liebste Kind hieß fortan FCN und Michael Oenning war über Nacht ein Wundertrainer. Die schönsten Sieger sind halt die, die vorher keiner auf der Rechnung hatte.
Stimmen nach dem Spiel:
Energie-Keeper Gerhard Tremmel: "Es ist
schwierig, nach so einem Desaster Worte zu finden. Die
Aussichten sind nun ganz schlecht."
Energie-Manager Steffen Heidrich: "Ich bin
völlig fertig und leer"
Peer Kluge: „Energie Cottbus ist nicht
irgendwer, die haben den Deutscher Meister VfL Wolfsburg hier
geschlagen."
Glubb-Manager Bader: "Wir haben uns eine gute
Ausgangssituation erarbeitet, müssen aber am Sonntag höllisch
aufpassen."
Glubb-Trainer Michael Oenning: „Das ist für
uns alle schon sehr überraschend, hier 3:0 zu gewinnen. Auch in
unseren kühnsten Träumen haben wir uns das nicht so
ausgemalt."
Energie-Trainer Bojan Prasnikar: „0:3 ist ein
sehr schweres Ergebnis."
stern: "Nürnberg schießt Cottbus ab"
Der Spiegel: "Nürnberg kickt letzten Ost-Club
ins Abseits"
Lausitzer Rundschau: "Energie blamiert sich in
77 Ländern"
NN: "Club-Team um Torwart Schäfer bleibt auf
dem Boden: Club-Kapitän Schäfer: «Wir haben noch nichts
erreicht»"
Süddeutsche Zeitung: "Energie erlischt...
Schon nach dem Hinspiel ist die Relegation so gut wie
entschieden, weil Nürnberg beim 3:0 in Cottbus schon wie ein
Erstligist stürmt - und so mit einer alten Relegationsregel
bricht."
11 Freunde: "Nürnberg pulverisiert
Cottbus"
27.05.2009 VOR DER RELEGATION AUFGEHEIZTE STIMMUNG
Bildzeitung: (ganz Deutschland drückt dem FCN die Daumen) "Denn während bei Cottbus keiner der zehn Torschützen aus der vergangenen Saison einen deutschen Pass besitzt, wird Nürnberg (7 Deutsche unter 14 Torschützen) immer mehr zur Brutstätte deutscher Nachwuchs-Erfolge!"
Stimmen vor dem Spiel:
Cottbus-Kapitän Timo Rost, der früher für den FCN spielte, war sich vor dem Hinspiel sicher: "Wir werden die Nürnberger wegbrezeln."
Energie-Torwart Gerhard Tremmel wird angesichts der bevorstehden Duelle zwischen dem einzigen Ost-Bundesligisten und dem fränkischen Traditionsclub pathetisch: "Es geht fast um alles."
Oenning, "...am Ende wird sich Qualität durchsetzen."
In Nürnberg gabe es beim Hinspiel dann sogar Public Viewing auf der Wöhrder Wiese inklusive Party danach.
26.05.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT – DER GLEINE GLUBB
vor dem Stadion!
Natürlich hat sein Instrument „Die Legende lebt“ im Repertoire. Und da man ja nicht abergläubisch ist, aber irgendwie ein kleines bisschen; haben wir bei jedem Heimspiel etwas Kleingeld in sein Kästchen geworfen.
Der gut gelaunte Rentner freut sich immer über den Obulus, und seit unserer regelmäßigen Schmiergeldaktion für die Glücksgöttin via dem Drehorgelmann hat der Glubb daheim auch nicht mehr verloren.
Man erinnere sich: Als am 25. Mai im letzten Spiel gegen 60
Benny Lauth zum 2:1 traf, war das das erste Gegentor seit dem
Derby gegen Vestenbergsfürth im November.
Nun steht also ein Relegationsdoppel gegen Goddbus an, ziemlich
genau, wenn diese (Juni-)Ausgabe vom Drucker kommt. Ob es mit
dem Aufstieg dann über diese beiden Killerspiele noch geklappt
hat, stand bei Drucklegung noch nicht fest, aber auch ohne
Aufstieg darf der Glubberer zufrieden sein. Mitte Januar stand
in dieser Kolumne noch, der FCN sei so weit von einem
Aufstiegsplatz entfernt, wie Hans Meyers Borussen vor dem
Meistertitel, aber mittlerweile sieht es doch ganz gut aus.
Auch wenn die Relegation im Nachhinein schief ging, etwas
anderes als der unbedingte Aufstieg kommt gar nicht in Frage.
Der „Leierkastenmo“ Walter Birkner glaubt fest daran, auch wenn
er sich wegen der spärlichen Rente keine Dauerkarte leisten
kann.
P.S.: Eigentlich ist bei dem netten alten Herrn die Kulanz
des FCN als Traditionsverein einmal gefordert, allein aus
Gründen des Aberglaubens! Also, Dauerkarte für Walter
Birkner!
24.05.2009 FCN : 1860 MÜNCHEN
Spiel bei Kaiserwetter.
Ganz klammheimlich wurde Pino ausgewechselt, für ihn kam Ilkay Gündogan und machte sein erstes Spiel in der ersten Mannschaft. Toll, wie er dribbelnd durch die gegnerische Abwehr unerwartete Pässe eröffnete! Von dem wollen wir in Zukunft mehr sehen!
Nun geht es in die Relegation und der Gegner heißt Rostock. Keine leichte Nummer, eher eine undankbare Aufgabe mit Kämpfen bis aufs Messer. Aber wie verkündete die Mannschaft via Spruchband schon vor dem Spiel? „Mit Euch pack mer’s!“
STIMMEN ZUM SPIEL
Martin Bader: „Wir haben alles versucht, vor allem in den letzten 20 Minuten - auch um Marek noch zum orschützenkönig zu machen."
Marek Mintal: „Torschützenkönig zu sein ist nichts Neues für mich.2
Christian Eigler: „Aber egal, wie die Relegation ausgeht, uns brauchen die nächsten Jahre nicht bange zu sein.“
Javier Pinola zur Relegation: „Die Chancen stehen 50/50, aber wir sind Nürnberg!“
Michael Oenning: "wir haben nach über 900 Minuten heute erst ein Gegentor kassiert, Pino und Schäfer haben beide nicht die fünfte Gelbe Karte bekommen, Gündogan hat sein Debüt gefeiert – ich kann mich nicht beschweren."
1860 Trainer Ewald Lienen: "Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr Paroli bieten müssen, da war fast ein Klassenunterschied, wir waren haushoch unterlegen."
Böller (NN): "Die Zweitliga-Bayern"
Cottbus-Trainer Prasnikar: "Angst haben wir keine – weder vor Nürnberg noch vor Marek Mintal. Denn sonst bräuchten wir gar nicht hierher zu fahren."
17.05.2009: SCHON WIEDER NERVENKITZEL
17.05.2009: Hansa Rostock : 1. FCN: 0:0
Mann Jungs, warum macht ihr es immer so spannend? Und warum kann man nicht manchmal alles vorher klar machen und nicht alles immer auf den letzten Drücker? Das war das Resumée des vorletzten regulären Ligaspieles in dieser turbulenten Zweitligasaison 08/09.
WEITER UNTEN NEUE INFOS ZU DEN RLEGATIONSSPIELEN!
Aufstiegambitionen des Glubb.
Bei aller angeblichen Todfeindschaft: Nachbar Fürth ist auf
keinen Fall zu beneiden. Schon wieder wurde ihnen ein
todsicheres Tor durch den Schiri aberkannt. Wer halbwegs Augen
hat im Kopf hat und die Fernsehzeitlupe vom Wochenende
verfolgte, für den war klar. Der Ball war hinter der Linie und
der Spielverlauf zuhause im Ronhof gegen Mainz wäre vielleicht
ein anderer geworden. So aber hat Fürth die letzte Chance auf
einen Aufstieg via Relegation verpaßt und Mainz jubelt über den
80%igen zweiten Platz und somit dem Direktaufstieg.
Der Glubb zeigte in Rostock eine beherzte erste Halbzeit, die
angeblich beste auswärts in dieser Saison. Als Resumée aber
können die üblichen Schwächen für ein nicht gewonnenes Spiel
gelten: mangelnde Chancenverwertung halt, wie immer. Tolle
Abwehr, supertoller Torwart, flüssige Kombination im
Mittelfeld, aber vorne geht einfach gar nichts. Boakye hatte
mal wieder nur einen Zweck: Gegenspieler binden, ab und zu mal
ein lichter Moment mit einem tollen Paß, aber ansonsten war er
der Mr. Ballverlust. Ein Posten, den vorher Marco Engelhardt in
der gegnerischen Hälfte innehatte. Mintal war mal wieder
Phantom, verpaßte die Führung nach tollem Bunjaku-Querpaß.
Vidosic war zwar beherzt, wurde ansonsten aber gut abgeschirmt.
Eigler fand mal wieder kaum statt vor der Auswechslung und
Bunjaku kam nach der Einwechslung auch kaum ins Spiel. Wer
Ausschnitte aus dem Fürther Spiel sah, wußte, welche Art
Spieler der Glubb vorne brauchen könnte: Allagui oder Boncé,
die dort motivierte Konter fuhren. Am besten Diekmeier gleich
ins Mittelfeld.
Den Rostockern kann für den Klassenerhalt nur alles Gute
gewünscht werden, denn sie waren kein leichter Gegner, man
denke nur ans Hinspiel zuhause, wo sie grauenhaft abkackten.
Trotz beleidigender Transparente in Rostock "...Wessis
besiegen!". Überhaupt: Im letzten Spiel werden die Mainzer
einen Teufel tun, und trotz Heimschwäche zuhause gegen
Oberhausen verlieren. 1860 kann sich wohl auf ein langweiliges
Spiel einstellen, in dem der Glubb seine Spieler für die
Relegation schont und ein Unentschieden oder sogar ein Sieg für
die Löwen drin sein sollte. Die Münchner können mit aktuell 39
Punkten wegen des Unentschiedens gegen Aachen unter dem neuen
Trainer Ewald Lienen praktisch nicht mehr absteigen.
Da am Sonntag wichtige Punkte für das Selbstvertrauen
verschenkt wurde, kann man sich schon mal auf die Relegation
einstellen. Und wenn alles beim alten bleibt, dann vielleicht
gegen Bielefeld. Da könnten dann die beiden Ex-Arminia Spieler
Eigler und Boakye zeigen, was sie drauf haben. Wieviel
Glubbfans am Wochenende mal wieder kurz vor dem Herzinfarkt
standen, weiß man nicht. Aber die Spieler sollten sich so etwas
mal hinter die Ohren schreiben und in den Relegationsspielen
unbedingt alles geben, als wäre es ein wirkliches
Endspiel!
INFO FÜR DAUERKARTENBESITZER:
18.05.2009: "Vorraussichtlich nicht" heißt die Antwort der
Geschäftsstelle auf unsere Anfrage, ob denn die Dauerkarten
auch für das Relegationsspiel im heimischen Stadion gelten.
Eine offizielle Info wird es im Laufe des Montags, 18.05.
geben.
19.05.2009: Dauerkarten gelten nicht für die möglichen Relegationsspiele. Dauerkartenbesitzer haben aber ihr Vorkaufsrecht für den Platz. Bis Dienstag, 26.05. in den Fanshops oder direkt nach dem 60er Spiel an den Stadionkassen.
Mehr Info: Direkt beim
FCN
STIMMEN ZUM SPIEL:
Michael Oenning: „Es wäre tragisch, wenn Hansa
die Klasse nicht hält. Einfach toll, wie hier Fußball gespielt
wird.“
Dennis Diekmeier: „Es war sehr
anstrengend."
Peer Kluge: „Naja, ich hab schon gedacht, dass
Fürth doch den ein oder anderen Punkt machen wird."
13.05.2009, FCN VS. VFL OSNABRÜCK: MEINE NERVEN!
Mitch (Mitte, mit dem Panterabart)
Wie lenkt man sich ab und sorgt für Tore durch Voodoo? Im
Block 5 schicken wir in solchen Momenten den Mitch aufs Klo
oder zum Bierholen. Das hatte beim Hinrundenspiel gegen Rostock
prima funktioniert, denn jedesmal fiel ein Tor, der gute sah
nur eins von insgesamt 4 Treffern im Hinrundenspiel gegen
unseren nächsten Gegner. Schon vor dem Spiel gab es in der
Presse einen Aufreger: Neben der unchristlichen Anstosszeit von
wochentags 17:30 Uhr fiel der Fairnessgarant Dominik Maroh
durch einen Trainingsunfall aus. Dafür waren Mintal und Boakye
wieder dabei.
Und die beiden machten ihre katastrophalen Rotsünden der
letzten Woche wieder wett. Mintal setzte sich mit zwei Treffern
wieder an die Spitze der Torschützenliste der zweiten Liga.
Zusammen mit einem Duisburger. Der leider immer noch zu oft
kritisierte Boakye, beschäftigte wie immer 3 Gegner
gleichzeitig bei seinen Dribblings (und verlor dabei leider
auch wieder oft den Ball), legte aber traumhaft zum Abstauber
und Führungstreffer für Mintal auf. Warum er dann ausgerechnet
ausgewechselt wurde und nicht Eigler, weiß kein Mensch. Apropos
Eigler, zumindest motiviert war er diesmal. Sonst eher nicht
mit dem Prädikat "Laufbereitschaft" ausgestattet, hatte er
vielleicht ein bißchen ein schlechtes Gewissen. Schließlich war
er es, der vor dem Derby am lautesten tönte und ein Tor
versprach, das Vidosic dann schoß.
Leider zu oft vergessen: Pino. Hinter mir im Block meckert so
ein heiserer weiblicher Zellhaufen mit Überbreite immer gegen
Pino. Da ist jetzt Ruhe, dafür wird halt über Eigler gemeckert.
Pino macht auf jeden Fall seinen Job wie in alten Zeiten und
könnte wohl sogar noch eine Giraffe bei der Kopfballabwehr
übertrumpfen. Gut, dass der Glubb-Kader so gut aufgestellt ist,
dass fast jeder Spieler eine würdige und motivierte Vertretung
bekommt. Nur Schäfer ist wohl unersetzbar. Hoffentlich muß der
Glubb nicht in die Relegation und es kommt dann zum
Elfmeterschießen. Dann hätte wohl Klewer den ersten Einsatz in
dieser Saison.
Fazit: Muß das sein, daß man als Fan mit
Herzflattern bis zur 86. Minute warten muß, um unheimlich
wichtige drei Punkte wirklich sicher im Sack zu haben?
Stimmen zum Spiel:
Raphael Schäfer: „Es ist toll, dass wir wieder
ohne Gegentor geblieben sind, aber umso weniger wir darüber
reden, desto besser."
VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz: "Denkt immer
daran, dass wir gegen Fürth 5:1 gewonnen haben…“
Javier Pinola: „...aber wir haben heute wieder
zu Null gespielt. Jetzt werden wir uns Ausruhen, Schlafen und
eine Massage bekommen – wir werden alles tun für den nächsten
Sieg.“
Michael Oenning: "Erstaunlich ist auch die
Leistung eines Pinola, der nun seit acht Spielen mit neun
Gelben Karten aufläuft.
Zahlen für den FCN:
57 % Ballbesitz
Meiste Ballkontakte: Bieler (88)
Meiste Fouls: Boakye (5, vielleicht deshalb die
Auswechslung)
Gelungene Pässe gesamt: 73 %
RANDNOTIZ 15.5.2009:
Nach unserer Spontanumfrage unter 5 uns bekannten Glubbfans
wußten 100 % gar nicht, dass folgende zwei Spieler noch beim 1.
FCN Gehalt beziehen: José Gonçalves und Aleksandar Mitreski.
Die sind jetzt schon raus. Mitreskis Vertrag wurde
erwartungsgemäß nicht verlängert. Er sollte damals den
Dauerpatienten Andy Wolf in der Abwehr ersetzen, war aber
selber dauernd krank. Der englische Patient Gonçalves, nur
ausgeliehen von einem englischen Verein und als
verletzungsanfällig bekannt, wird wieder zurück
geschickt.
10.05.2009, SPVGG GREUTHER FÜRTH VS. FCN: S' WAR WIEDER DERBY!
Anfangsphase wieder gelöst.
Rund ums Stadion gab es Sicherheitsvorkehrungen wie bei einem Staatsbesuch (äußerer Ring, innerer Ring) und im heimischen Frankenstadion traf man sich zum volksfestartigen Public Viewing bei kostenlosem Eintritt. Inklusive einer Forchheimer Coverband, die zum Pausentanz mit heftigem Rock aufspielte. Stolz wurde die Zuschauerzahl von 16.000 verkündet, also etwas mehr als im ausverkauften Ronhof. Hätte das nicht gereicht, mit einem kurzen Aufruf wie bei der Wetten daß?-Saalwette hätte man die Besucherzahl sicher noch temporär aufstocken können.
Was dem Glubb in der Hinrunde an Pech und Schiris widerfuhr, wandte sich nun im Endspurt für ihn: Mainz patzte zur selben Spielzeit, und ein weiteres Kerzchen flackerte somit am Aufstiegsaltar der Glubbfans. Nur so richtig zufrieden war eigentlich keiner mit dem schmeichelhaften und diplomatischen Ergebnis, welches den Glubb in der Tabelle aber immerhin weiter vorne setzte. Die Selbstschussanlagen an der Stadtgrenze wurden also wieder abgebaut und der Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Fürth konnte wieder frei gegeben werden. Nach dem Spiel saßen die beiden Landsmänner Mnari und Allagui (mit Indianerkopfbinde) einträchtig zum Smalltalk am Spielfeldrand. Es bleibt also spannend bis zum Schluß.
Stimmen zum Spiel:
Dominic Maroh: „Uns hilft dieser Punkt mehr als den Fürthern."
Stefan Reisinger: „Am Mittwoch müssen wir über die gesamten 90 Minuten noch siegeswilliger auftreten. Freiburg ist bereits aufgestiegen, vielleicht treten die etwas lockerer an."
Michael A. Roth: „Mir wäre am liebsten, die Fürther stiegen mit uns auf – aber in der Relegation."
Michael Oenning: „Nach der Partie waren alle Spieler ausgepowert wie zwei Boxer, die durch den Ring taumeln."
30.04.2009, KOLUMNE: DER GLEINE GLUBB HEFT 128
Kolumne aus dem Heft 128 (Mai 2009), verfasst am 25.4.2009
"DER GLEINE GLUBB"
’S WIDDER DERBY!
Das Wort Derby könnte eigentlich von „derb“ kommen, denn wenn es um das renommierteste Städtederby im Fußballdeutschland geht, kann kaum ein Kräftemessen unserer fränkischen Stichelorgie zwischen Nämberch und Fädd das Wasser reichen. Höchstens 60 gegen die Bauern, aber spielen beim FC Hollywood eigentlich noch Bayern mit? Auch wenn „Bayern“ noch in deren Vereinsnamen steht? Egal, es ist wieder Derby!
Am 10. Mai 2009 findet Glubb gegen Vestenbergsfürth zum 253. Mal statt. Wir erinnern uns: Am 23.11. stand auf der Website greuther-fuerth.de im Neuigkeitenteil im Gegensatz zu sonst nur ein Satz: „Die SpVgg hat trotz einer 1:0-Pausenführung durch Stefan Reisinger das Derby mit 1:2 verloren.“ Für die Glubberer war das allerdings einer der wenigen Lichtblicke in dieser grottigen Hinrunde. Bereits im Vorfeld des Spieles gab es kuriose Szenen. Die Bahn-AG hatte schon einmal vorgesorgt und den Zugverkehr zwischen Fürth und Nürnberg wegen Bauarbeiten still gelegt. Klar, der Nürnberger Hauptbahnhof ist ja in der Regel Operationszentrale der Glubbfans, die gerne mit der S-Bahn ins Frankenstadion fahren und so würden die verfeindeten Fans sich ja treffen. Oder sollte man sagen, die Krawallmacher unter den Fans? Treffen sicher, bevorzugt auf die Nase. Fürther Fans sollten mit der U-Bahn fahren und wurden von hinten ins Stadion geleitet. Ein paar wollten sogar mit einem „Adler“-Nachbau in die Noris einlaufen.
Doch nun schwört das Kleeblatt Rache in der Rückrunde: Am 18. März wurde bekannt gegeben, dass der zweite direkte Vergleich im Ronhof stattfinden wird. Somit verzichtet die SpVgg auf fette Einnahmen, denn hätte das Spiel in Nürnberg statt gefunden, müsste man auch als FCN-Dauerkarteninhaber fürs eigene Stadion Karten kaufen. Und so sollen die meisten Glubbfans im Ronhof draußen bleiben, denn der FCN erhielt nur 3000 Karten, und die waren so schnell weg, dass beim Bestellfax in Fürth sogar der Toner zweimal ausgewechselt werden musste. Im Gegenzug braucht der Glubberer nun aber seine angestammte Heimat nicht zu verlassen, denn im Frankenstadion gibt es jetzt Public Viewing vor den Anzeigetafeln. Ausgerechnet die Glubberer verdienen jetzt auch noch am Standort Ronhof für das Derby (Anm.: Mittlerweile ist das Public Viewing im Frankenstadion eintrittsfrei), das Kleeblatt lässt sich derweil die Mindereinnahmen von seinen Sponsoren abfedern. Wir hoffen, dass der Bessere gewinnt, wir sind ja schließlich erwachsen.
Früher war das anders, da zogen die Glubberer brandschatzend durch die Fürther Königstraße, da gingen schon mal eine Schaufensterscheibe oder diverse Nasenbeine zu Bruch. Die Glubb-Mannschaft duschte sich damals grundsätzlich nicht in den maroden Katakomben des Ronhof. Altstar Dieter Nüssing: „Wir wollten uns ja keinen Fußpilz holen!“
Klassiker: Eine Meldung aus den 60er Jahren: „Es scheint für die Cluberer ungefährlicher mit bloßen Händen in ein Kreuzotternest zu greifen, als sich um einen Fürther Spieler zu bemühen.“ (Club-Vereinszeitung vom Juli 1960)
26.04.2009 AUSWÄRTSHEIMSPIEL IN BANKFORT: SPIELBERICHT
ROT-SCHWARZER FRANKFURTAUSFLUG
Unser Mitarbeiter Roland Hornauer war vor Ort.
Nach wunderbarem Beginn – trauriges Ende
Einen tollen, sonnigen Frühlingssonntag nutzten tausende
Clubberer zu einer rotschwarzen Kolonnenfahrt auf der Autobahn
nach Frankfurt. Aus allen Pkws flatterten rotschwarze Schals
bzw. bekannte Winkelemente wurden deutlich sichtbar innen und
außen präsentiert. Schon der Stau vor dem Parkplatz zeigt, der
Club hat ein Heimspiel in Hessen.
AUSWÄRTS AM SONNTAG GEGEN FSV FRANKFURT
FCN-Fanbeauftragter Bergmann erzählte der NN, Frankfurt hätte für ihr Heimspiel bis Montag 1500 Karten verkauft. Für Clubfans wurden 4000 Karten angefordert, weil das Spiel durch Umbauarbeiten in der FVS Spielstädte ins riesige Waldstadion verlegt wurde. Die 4000 waren schnell weg, also orderte man 2000 nach. Die sind nun auch weg. Da das Stadion große genug ist, kann man kartenlos nach Frankfurt fahren. Vorsichtige Schätzungen gehen von ca. 15.000 Glubberern aus, die sich hoffentlich rechtzeitig am Sonntag über die A3 nach Frankfurt wälzen werden. Prost!
19.04.2009 FCN : ST. PAULI
fantastische Friseure! Wie wäre es mit Zoe?
Glück ist außerdem, dass nun der Gegner bei den gegnerischen "Toren" immer im Abseits steht und wenn Papa Schäfer im Tor mal nicht schnell genug am Ball ist, das heimische Aluminium mitverteidigt. Außerdem wächst Pinola neuerdings als Wolf-Vertretung zu einem traumhaft sicheren Innenverteidiger heran und die Schiris belegen ihn auch nicht mehr nach jedem Wadenstreichler mit Gelb. Dominik Maroh ist ja mittlerweile eh bekannt für die Abwesenheit von Fehlern in seiner Feldarbeit. Der Club hat nun drei große "A"'s als Garant für das Dichthalten hinten: Abwehr, Aluminium und Abseits.
Was die Jungs aber in der ersten Halbzeit gegen die Kiezrenner abgeliefert hatten, war Schäfer in der Kabine eine Gardinenpredigt wert und Oenning sicher auch ein paar grimmepreisverdächtigen Tatsachen. Am Ende stand es dann 2:0 für den Glubb und drei Punkte für das Vorrücken auf den zweiten Tabellenplatz. Aachen patzte ja durch ein Unentschieden beim 14. der Tabelle Wehen. Und Kaiserlautern verlor durch das Unentschieden bei den diesjährig unglücklichen 60ern wichtige Punkte auf die Gipfelgruppe.
Vestenbergsfürth hat durch ein 1:0 gegen den Tabellenletzten immerhin noch alle Chancen dieser Welt, vielleicht klappt es ja doch noch für die Playmobilisten, denn zwei Bundesligisten stünden der Region doch gut zu Gesicht in der nächsten Saison. Dann wäre auch gleich zweimal jährlich Derby! Apropos. Beim Derby dürfen ja nur ausgesuchte Vielauswärstfahrer in den Ronhof. Dafür gibt es im Frankenstadion nun Public Viewing, die Karten gehen weg wie warme Semmeln. Allerdings sind die Tickets limitiert, denn wie sähe es denn aus, wenn Vestenbergsfürth auf Mehreinnahmen im Frankenstadion als Austragungsort verzichtet und der Glubb selber am Auswärtsspiel verdient und mehr Zuschauer vor der Anzeigetafel im Easygreddid hat, als insgesamt allein in die Playmobilarena passen?
Doch zurück zu den heiligen Hamburgern und ihrer respektablen Leistung ohne Lohn, es gab auch Stimmen zum Spiel:
Peer Kluge: „...rechnen bringt jetzt nichts. Wir müssen die letzten sechs Spiele der Saison hochkonzentriert angehen.“
Dominic Maroh: „Wir gucken nur auf uns, haben unsere tollen Fans im Rücken, das ist ein sehr wichtiger Faktor.“
Pascal Bieler: „Sensationell... hatten Dusel, und machen dann nach einem Standard das 1:0 – und dann noch von mir, noch dazu ein wichtiger Treffer.“
Raphael Schäfer: „Wir dürfen uns keine Fehler erlauben, jeder muss heiß bleiben, weiterkämpfen, sonst kriegen wir auf den Sack.“
Michael Oenning: „Wir sind jetzt in der Situation, dass wir etwas Verteidigen müssen... Die Leistung war und ist ein Stück davon entfernt, was die jüngsten Ergebnisse vorspiegeln"
Isaac Boakye, Überschrift über sein Interview im Stadionmagazin: "I have A Dream!"
Martin Bader: „Es wäre schön, wenn wir am Ende der Saison dort stehen würden, wo wir heute sind.“
Statistik:
-Siebtes gegentorloses Spiel daheim in Serie.
-Der FCN hat statistisch Gesehen die beste Abwehr der Liga, und da ist die Klatsche gegen Aachen mit eingerechnet.
-Seit 683 Minuten ist Glubb-Keeper Raphael Schäfer unbezwungen.
09.04.2009: OBERHAUSEN : FCN
Blogg:
shultzie:
Kniet nieder vor mir, ich bin das ORAKEL! :-) Donnerstag
morgen beim Rauchen hat mein Kollege mich nach meinen Tipps
gefragt. Beim Glubb hab ich den 3:0 Auswärtssieg vorausgesagt,
und auch die 1:0 Heimniederlage der Teeblätter gegen Rostock
hab ich getippt... :-)
Zunull:
*niederknie* ich weine hier schon wieder tränen, weil ich
wegen privattermin nicht gegen pauli ins stadion kann.
andererseits: vielleicht hilfts? :-)
ich finde das gut, dass die beim glubb allweil nicht alle
schreien nach dem wochenende, als wären sie schon längst
aufgestiegen. immerhin sind es ja noch mehr spiele als man
denkt. im gegensatz zur presse, die jubilieren alle wie die
blöden...
shultzie:
oha, na aber vielleicht hats ja die gleiche auswirkung wie
deine verhinderung durch abwesenheit beim 3:0 gegen ahlen...
;-) ich denke mal dass oennings art, die dezente und sachliche
zurückhaltung auf alle im verein etwas abgefärbt hat. und zu
recht, weil noch ist nichts erreicht, und auch wenn jetzt der
letzte spieltag gespielt wäre, dann gäbs noch immer 2
relegationsspiele! und die - beim derzeitigen stand - gegen
meyers fohlen... ;-) aber ganz ehrlich, so ne nervenaufreibende
relegation brauch ich wirklich nicht haben...
Zunull:
stimmt, oennings art ist schon wohltuend, und baders auch.
der reagiert professionell auf die ständige fragerei, wann er
denn jetzt genau in hannover anfängt. wenn ich mal mit
niedersachsen telefoniere, was beruflich ja oft vorkommt, sage
ich immer zuerst: "ihr kriegt den bader nicht!" ich fand seine
aussage in dem interview vom wochenende ganz nett. er sagte, er
habe in nürnberg noch einiges vor. und in der pause beim
oberhausen spiel hatten die fernsehreporter ja auch den hack
von den fürthern und den bader am mikro. und der bader war voll
des lobes für die vestenbergsfürther aubauarbeit. ist doch auch
professionell und kein gehetze, was nur druck auf die
mannschaft erzeugt. von meyer habe ich zur zeit keine
interviews gehört. hat er immer noch solche geriatrische
ausfälle beim blubbern vor dem mikro?
shultzie:
vom meyer hab ich nicht so viel mitbekommen in der letzten
zeit, vielleicht auch weil seine fohlen jetzt schon auf platz
16 rangieren und die große kritik abgeebbt ist. oder es liegt
einfach daran, dass ich die 1. liga momentan nicht wirklich
verfolge... ;-) wenns optimal läuft ändert sich das ja in der
kommenden saison wieder...
also wenn bader gehen würde, das wär schon suboptimal! ich
mein, ich hab ja das ganze manager-drama beim club seit
fleschenberg miterlebt, wer da nicht alles schon diesen posten
hatte, volkert, geenen... der bader ist der erste, der den
namen "manager" oder "sportdirektor" wirklich verdient! und mal
abgesehen von der
winterpause, als der aro den bader am liebsten losgeworden
wäre, hält sich ja auch der präsi wohltuend aus dem
tagesgeschäft zurück, und das ist ja auch ein gutes
zeichen...
ZuNull:
spinnst? :-) jetzt fang bloß nicht vom aufstieg an, da gibt
es noch viel zu viele andere mannschaften in reichweite. ich
rede frühestens dann davon, wenn wir das derby unbeschadet
überstanden haben. ja, baders weggang wäre echt katastrophal.
ich glaube eher, dass der roth noch vor baders vertragsende
2010 abdankt. ich würde den job nicht gerne machen wollen. aber
dich werde ich als offenen brief natürlich vorschlagen, denn
ein orakel was recht behält ist gold wert für einen
fussballclub. man weiss schon vorher, wie die mannschaft spielt
und wieviel zuschauer kommen und so. da kann man sich darauf
einstellen und ein paar semmeln mehr schmieren oder den
trantüten in den stadionkiosken mal einen kaffee spendieren.
vielleicht schauen die dann mal etwas wacher. :-)
07.04.2009: DER WOLF IM GIPSFUSS
So schön das sichere 2:0 daheim gegen Koblenz auch war, die erneute schwere Verletzung von Verteidigungsminister Andreas Wolf trübt die Stimmung doch ganz erheblich. Die regionale Presse überschlägt sich mit Meldungen, dass der Wolf erfolgreich operiert wurde. Das klingt ja fast, als wäre gerade einem Politiker das Leben gerettet worden. Trotzdem gute Besserung an den Leitwolf.
Der im Pessimismus erfahrene Glubbfan befürchtet allerdings
einen Einbruch in der bislang unter Wolf nahezu uneinnehmbaren
Festung Glubb-Verteidigungs-Kinderriegel oder wie der sonstwie
noch heißt gerade. Ein paar kleine Baustellen sind uns aber
beim Spiel trotzdem aufgefallen.
Pinola
Trainer Oenning hat schon Recht, wenn er -wie in der
Abendzeitung zu lesen war- die Einstellung mancher
Schiedsrichter zu dem Argentinier folgendermaßen beschreibt:
"Die haben ihn schon auf der Rechnung bevor es losgeht." In der
Regel bekommt er eine Gelbe in der ersten Halbzeit für Fouls,
für die andere Spieler nicht einmal eine mündliche Verwarnung
bekommen. Ist die zweite Liga nun härter oder pfeifen vor allem
die Schiris hier zweitklassig? Wir finden letzteres
treffend.
Eigler
Lauffreude sieht anders aus. Klar, Eigler ist bekannt für seine
selbstbewusste und eigenwillige Spielweise, mannschaftsdienlich
ist er trotzdem immer. Nur trifft er halt leider zu selten für
einen Stürmer. Und wenn da nicht immer seine Urlaube wären: Er
steht in manchen Momenten zwar innerhalb des Spielfelds,
scheint aber gerade ganz woanders zu sein. Im Urlaub? Schon in
der Kabine? Man weiß es oft nicht.
Boakye
Traumhaft seine Technik. Traumhaft seine Spritzigkeit.
Traumhaft seine Ballabschirmung. Traumhaft seine zeitweilige
Übersicht. Leider ist letztere halt oft vergessen und der
Eigensinn gewinnt die Übermacht. Und leider trifft er in
letzter Zeit mal wieder garnicht. Wie gegen Koblenz, als er vor
dem freien Tor im 5er vertändelte. Er ist die Schachtel
Pralinen beim Glubb: man weiß nie, was einen heute
erwartet.
Bunjaku
Kann was, hat man bei seinem Blitztor neulich gesehen. Wo er
jetzt gerade laboriert, wissen wir nicht. Über seine momentane
Verletzung ist ähnlich viel zu erfahren wie über diesen
dubiosen Geisterspieler namens Aleksandar Mitreski, der wie
José Gonçalves angeblich noch beim Verein ist.
Wolf
Es ist zum Haare ausraufen! Warum liegen diese idiotischen
Werbeplanen direkt neben dem Spielfeld herum? Kann man die
nicht woanders auslegen? Zum Beispiel über dem Gästeblock?
Hoffen wir, dass Wolfs Verletzung die alternativen Spieler
anspornt, und dass Pinolas Gelbkarma nur für die
Außerverteidigerpostion gilt. Hoffentlich zieht sich Pinos
nächste Gelbsperre noch bis nach dem Derby hin. Und bitte
Fussballgott, laß Maroh niemals verletzt sein!
Und der Rest...
Na, da ist es doch tröstlich, dass der slowakische
Tarnkappenbomber Marek "Fussballgott" Mintal wieder öfter
trifft. Und dass das junge Mittelfeld mit Rissereinartzfrantz,
die erst nach der Geburt voneinander getrennt wurden, oft für
Unruhe beim Gegner sorgen. Solange Diekmeier unverletzt
verteidigt, wird man auf die Hälfte des Mittelfeldes auch in
Zukunft verzichten können, weil der die Bälle wenigstens nicht
schon in der eigenen Hälfte vertändelt, sondern per Expreß
ziemlich flott nach vorne trägt. Eiglers geniale Momente
gepaart mit Diekmeiers Grundschnelligkeit und Mintals
Schussgewalt wären der Stürmer, der uns noch fehlt. Bis dahin
hat der Glubb... leider keinen Sturm.
Ausblick:
Oberhausen auswärts am Donnerstag sollte nicht zu leicht
genommen werden, auch wenn die schon so gut wie alle Hoffnung
auf den Aufstieg haben fahren lassen. Man sollte nicht
vergessen, dass es der Club beim Heimspiel gegen Oberhausen
(2:1) nicht einfach hatte. Fürth tritt daheim an gegen die
glücklichen Fischköppe aus Rostock an, denen tatsächlich mal
wieder ein Sieg letzte Woche gelungen war. Und einen
Doppelaufstieg Vestenbergsfürth und Nürnberg in die erste
Division wird es wohl langfristig nicht geben, dafür blockieren
Freiburg und Mainz die ersten Plätze momentan einfach zu
ungünstig. Lieber Fussballgott, laß sie am Ostermontag
Unentschieden gegeneinander spielen! Und wer hämisch in den
Ronhof schielt, weil dort Kapitän Felgenhauers Vertrag -wie
jetzt schon bekannt wurde- nicht verlängert werden wird, der
soll froh sein, dass solche Diskussionen beim Glubb nur solange
nicht in Erscheinung treten, wie die Mannschaft gewinnt. Wenn
der mögliche Aufstieg in den nächsten beiden Spielen verblödelt
werden würde, was wäre dann für ein Rauschen im
Blätterwald!
Freuen wir uns auf eine spannendes Fussballostern und
hoffentlich rennt Schäfer als Kapitän bis Saisonende nicht
dauernd wieder übers halbe Spielfeld!
Ewald Funk
27.03.2009, KOLUMNE: DER WAHRE GLUBB HEFT 127
Hier die Langversion aus unserer beliebten Kolumne über den Glubb im aktuellen Aprilheft. Unser Mitarbeiter Schuller aus Bamberg hat gleich beim Austeilen spontan Ovationen von den Blitzlesern gekriegt, die sich das Heft immer gleich krallen. "Recht habt ihr, des stimmt fei echt!"
Um was es geht? Um die Leichen im Keller beim FCN.
ist nicht Ivan Saenko sondern unser Ex-Prakitkant
Maze.
DER GLEINE GLUBB KOLUMNE
HEFT 127, 27.03.2009
WAS MACHT EIGENTLICH…
So langsam gewöhnt man sich an den nahenden Frühling. Irgendwie entspannend. Genauso wie beim Glubb. Nachdem man nach der Klatsche von Aachen, dem Schweinespiel gegen Wiesbaden, dem Herumgestochere gegen Mainz und dem depperten Unentschieden gegen Duisburg endgültig alle Hoffnung auf einen etwaigen Aufstieg fahren ließ, lebt es sich gleich entspannter. In Vestenbergsfürth spricht derweil Chef Hack offen vom Aufstieg, während großkotzige Clubberer auf den traditionellen Endspurthänger der Teebeutel vertrauen. Und plötzlich passiert es! Fürth kriegt tatsächlich eine Klatsche, Spitzenreiter Freiburg patzt mehrmals und ein unantastbarer Mintal greift beim Glubb unerwartet mittels flottem Dreier Mitte März gegen Ahlen flugs nach dem Seil der Gipfelgruppe. Unsere Parole: bescheiden bleiben. Seien wir froh, dass die Mannschaft nach knapp 40 (!) Stunden Zweitligaspielzeit auch mal langsam eingespielt ist.
Wer allerdings Oenning und Bader kritisiert, sollte doch mal auf die Leichen im Keller des FCN schauen. Was wäre denn gewesen, wenn alles im alten Tram weiter gemacht hätte und wir immer noch die Vorruhestandstruppe aus "erfahrenen" Spielern der letzten Saison gehabt hätten? Wir haben die Aservatenkammer mal geöffnet und nachgeschaut, also, was macht eigentlich…
ANGELOS CHARISTEAS?
Die Leihe durch Bayer 04 Leverkusen erfolgte am 2. Februar
2009. Grund für Leverkusen war der Abgang des ebenfalls
griechischen Stürmers Theofanis Gekas. Vorgesehen ist
Charisteas in erster Linie als Ergänzungsspieler, da die beiden
Stammstürmer Stefan Kießling und Patrick Helmes eine sehr
erfolgreiche Hinrunde spielten. Das erste Spiel von Harry bei
Leverkusen war übrigens das erste Bundesligaspiel, das
Leverkusen wegen des Umbaus des eigenen Stadions in der
Düsseldorfer LTU arena austrug und dadurch mit 33.000
Zuschauern das bis dato bestbesuchte Leverkusener
Bundesliga-Heimspiel der Geschichte.Als Leverkusen am 4. März
im Viertelfinale des DFB-Pokals 2008/09 gegen Bayern gewann,
wurde Charisteas in der 89. Minute eingewechselt und bereitete
das 4:2 durch Kießling vor. Deshalb "Pass beim
Bauernspiel".
HONORATIO GLAUBER
Sitzt bei Manchester City, bisher noch kein Spiel. Zitat von
der Homepage von Manchester City: "He is yet to make his first
appearance for City, but he has featured on the bench on
several occasions." Also hat er bis dato noch keinen einzigen
Einsatz absolviert...
JAQUES ABARDONADO?
Kam von der Saisonpause mit zuviel Speck an den Hüften wieder
zurück aus Fronkraisch und wurde daraufhin wieder zurück zu den
Froschfressern abgegeben. Daraufhin schloss er sich dem FC
Valenciennes an. Dort hatte er seinen ersten Einsatz am 13.
September, dem 5. Spieltag der Ligue 1 2008/09.
JAN KOLLER?
Die bisher einzige Schuhnummer 50 im Glubbkader ist in Russland
untergetaucht: Bei Krylja Sowetow Samara, kennt jeder, oder? In
seiner besten Dortmunder Zeit ersetzte er als Feldspieler nach
dessen roter Karte einmal Jens Lehmann: Für eine
Bundesliga-Geschichte der besonderen Art sorgte Jan Koller am
9. November 2002. Im Auswärtsspiel seiner Dortmunder beim FC
Bayern hütete Koller ab der 67. Minute das Tor seines Teams,
nachdem der damalige Dortmunder Keeper Jens Lehmann vom Platz
gestellt worden und das Auswechselkontingent des BVB zu diesem
Zeitpunkt schon ausgeschöpft war. Koller streifte sich Lehmanns
Trikot über und zeigte einen der besten Auftritte eines
torhütenden Feldspielers in der Bundesliga. Vom
Kicker-Sportmagazin wurde Koller nach diesem 12. Spieltag sogar
in die „Elf des Tages“ berufen – auf der Torhüterposition.
Hätten wir das nur früher gewusst! Denn damit sind wir auch
schon bei…
JAROMIR BLAZEK?
Das Torwartgenie ist zurück bei Sparta Prag. Blažek spielte in
der zweiten Mannschaft am zweiten Spieltag, in der ersten erst
am zehnten. Nicht gerade prall…
ROBERT VITTEK?
Spielt jetzt beim OSC Lille in der 1. französischen Liga. Die
Statistik von 889 Spielminuten in 16 Spielen (laut der Website
des OSC) und 2 erzielte Tore (bei 0 gelben oder roten Kartons)
spricht doch wohl eher dafür, dass der gute Robert, der ja
eigentlich mal zu seinem Traumverein Real Madrid wechseln
wollte, wohl doch seine Karriere eher zum Edel-Joker (passend
zu seinem Phlegma) hinentwickelt hat.
NICKY ADLER?
Ist bei Neururers Zebras. 10 Spiele bisher, 1 Tor für den
Stürmer. Immerhin.
MICHAEL BEAUCHAMP?
Im Juni 2008 teilte der Club den Weggang Beauchamps zum
dänischen Erstligisten Aalborg Boldspilklub mit. Im ersten
Champions League Spiel für seinen neuen Verein wurde Beauchamp
wegen einer Notbremse vom Platz gestellt. Allerdings beging
nicht er sondern sein Teamkollege Michael Jakobsen das Foul,
wobei Schiedsrichter Matteo Trefoloni daraufhin diese
Fehlentscheidung traf. Pech!
JOSHUA KENNEDY?
Souverän torlos ebenfalls beim KSC. In 1029 Einsatzminuten
keine Bude. Ob Karlsruhe jemals wieder Spieler beim Glubb
kaufen wird? Wir schlagen spontan mal Dominik Reinhardt vor.
Pardon, der hat ja jetzt gegen Hoffenheim das Laufen gelernt!
:-)
CHUNLY PAGENBURG?
Stand Mitte März: Letzte Wocher erster Treffer für Erfurt,
diese Woche zweiter Treffer gegen Paderborn. Sein Vorname
Chhunly, den er von seiner kambodschanischen Mutter hat,
bedeutet übersetzt „Glück im Frühling“. Hat er also. Um sich
voll und ganz auf seine Karriere als Fußpallprofi zu
konzentrieren, brach Pagenburg eine Lehre zum Bankkaufmann ab.
3. Liga: 5 Spiele - 2 Tore
MARCO ENGELHARDT?
Zurück beim KSC. Seine Karriere entwickelt sich in etwa wie der
Tabellenplatz seines neuen Vereins, der bei Redaktionsschluss
den letzten Platz von Meyers Gladbachern überreicht bekam.
Einsätze: 6. Ausgewechselt: 4 mal. Tore: Null. Ausführlich:
Nach einem schwierigen Saisonbeginn 2007/08, bei dem er zum
Formaufbau sogar für drei Spiele in die 2. Mannschaft
abkommandiert wurde, kam er im Laufe der Spielzeit wieder
regelmäßig zum Einsatz und war als erfahrener Spieler im
Abstiegskampf im Saisonendspurt wieder Stammspieler. Dennoch
stand am Ende der Abstieg des 1. FC Nürnberg in die 2.
Bundesliga. Dort konnte er seinen Stammplatz erneut nicht
halten. Er kam in der Hinrunde 2008/09 auf zwölf Einsätze,
wobei er nur zweimal über die volle Zeit spielte. In der
Winterpause der Saison 2008/09 kehrte Engelhardt zum
Erstligisten Karlsruher SC zurück. Er unterzeichnete einen
Vertrag bis ins Jahr 2012.
JAN KRISTIANSEN?
Nach dem Abstieg aus der ersten Liga verließ der Pokalheld den
Club ablösefrei, um nach Dänemark zurückzukehren. Bei Brøndby
IF unterschrieb er einen Fünf-Jahres-Vertrag. Dort hat er in
der Statistik in über 20 Spielen immerhin 6 Tore geschossen und
steht punktgleich mit anderen auf Platz 2 der Torschützenliste.
Was bei diesem Club aber nicht viel zu heißen scheint...
LARS JACOBSEN?
Ende August 2008 wechselte zum FC Everton nach England. War bis
Weihnachten verletzt. Kennen wir ja von seiner Zeit beim Glubb.
Hat dann kürzlich am 21. März endlich seinen ersten Einsatz
gehabt, saß also bei Everton allein 3 Monate auf der Bank.
Einen haben wir noch. Der kann gerne wieder kommen. Schnief.
ZWETSCHGE MISIMOVIC?
Misimovic war der erste Spieler, der aufgrund des Abstiegs den
Wunsch äußerte, den Verein zu verlassen. Zur Saison 2008/09
wechselte er für eine Ablösesumme von 3,9 Millionen Euro zum
VfL Wolfsburg. Dort kam er in der ersten Saisonhälfte auf fünf
Tore und zehn Vorlagen und wurde vom Kicker zum besten
offensiven Mittelfeldspieler der Hinrunde ernannt. Am 30.3.2009
schoss er für die Nationalmannschaft Bosniens gegen Belgien ein
Tor. In der aktuellen Saison schoss er für die Wölfe vom VfL
Wolfsburg in 24 Spielen 6, beim Glubb in 28 10. Muss also noch
ein bißchen Gas geben. War aber laut kicker der beste
Vorbereiter der Liga.
Ansonsten: Entspannt bleiben, Hauptsache die Metropolregion
hat in der nächsten Saison zumindest eine
Erstligamannschaft!
Ewald Funk/Matthias Görres
16.03.2009: "A" WIE AUFSTIEGSAMBITIONEN
"D" WIE DERGLUBBISADEPP ODER AUCH
DUISBURG
9.3.2009: Immer wenn vor dem Spiel große Töne
gespuckt werden erlebt man so seine Überraschungen. Glubb gegen
die Zebras hat halt leider so blödes Karma, dass der FCN in
Duisburg seit der Währungsreform nicht mehr gewonnen hat. Oder
war es noch länger? Wir meinen natürlich die Währungsreform,
als aus Reichs- D-Mark wurde! Peter Neururer wollte nicht,
Michael Oenning wollte schon: Den Neururer zum Friseur
schicken! Hat leider nicht geklappt, weil es nicht hat sein
sollen und der Glubb eh manchmal ein ganz schöner Depp ist.
Ausgerechnet Mintal, der unantastbare, macht diesen idiotischen
Querpaß zum perfekt bedrängten Kluge, dem passiert ein Foul und
die Zebras kriegen einen Freistoß. Und so wie Boakye in der
ersten Halbzeit ziemlich kitzlig aus 4 Meter vor dem Tor mit
Spielermauer aber dennoch sicher verwandelte, schoß Duisburg
ausgerechnet in der Nachspielzeit (Gab es gegen Mainz
komischerweise nicht; als Mintal vor dem Tor..) den Ausgleich.
Was wäre wenn hin und her... So war der Aufstiegsdruck erstmal
wieder weg. Wäre ja noch schöner. Und Cheffe und Präsi Roth
wollte ganz gerne auch mal von Mintal "wieder ein Tor
sehen".
BLOG:
ZuNull: ja das haben die jungs mal wieder herrlich vergeigt! ausgerechnet der kluge war schuld mit seinem foul. das hätten sie sowas von sicher heim fahren können und der lispelnde neuruhrer hätte zum firseur gemusst. so eine scheisse! aber ich habe meine aufstiegshoffnung eh schon fahren lassen im letzten spiel.
Hage: ja, seit gestern ist sie bei mir endgültig begraben. ich trage heute trauer. ;-) was wäre das für eine schöne dramaturgie gewesen... mit dem schweizer als matchwinner.
ZuNull: oh mann, ja, eingewechselt und mit einem ballkontakt die führung gleich vollstreckt. das interview mit önning danach war der hammer. der hat gekocht. der war sowas von stinkesauer!
Hage: ich hab sofort auf den aus-knopf des fernsehers gedrückt. wollte keine ausflüchte hören. aber hab ich wohl was verpasst... ?
ZuNull: oh ja, der war im premiere interview stinkesauer. der hat förmlich gekocht und einen richtigen praß auf die mannschaft gehabt. unnötiges foul in ballbesitz, gelbe (kluge) und das alles kurz vor schluss. gegen schäfer hat er nichts gesagt, aber so geladen und genervt habe ich ihn noch nicht gesehen. der falsche moderator, und er wäre explodiert. und das gefällt mir an oenning. der ist menschlich. der van heesen hätte wahrscheinlich emotionslos in die linse gestarrt und was plattes gesagt. ich hätte dann den fernseher eingeschlagen.
"A" WIE AUFBAUGEGENER ODER AHLEN
13.03.2009: Freitag, der 13. Für den Glubb
hoffentlich ein Glückstag. In der Zwischenzeit haben wir hier
schon Parolen wie "Mintal ist langsam aber schon antastbar"
ausgegeben. Da kommt er, der Marek, und ballert drei Tore rein,
ganz so wie Präsi Roth es gewünscht hat. Auch gleich soviel,
daß er in der internen Torschützenliste neben Boakye schon fast
zweistellig rangiert. Und genau diese Zahl haben andere Stürmer
in der zweiten Liga schon locker auf dem Konto. Zum Beispiel
die Vestenbergsfürther mit ihrem Alagui. Scheiße, nach dem 4:0
des Glubb daheim gegen die Kreisligamannschaft aus Ahlen
(Hinrunde: Grottiges 1:1) ist er plötzlich wieder da, der Druck
für den Verein, es doch noch zu packen. Aber da müsste schon
Freiburg und Westvorstadt dauernd patzen. Huch, die Freiburger
haben ausgerechnet gegen Neururers Friseurgesellen gepatzt und
Fürth... macht das unglaubliche! Führen 0:1 und verlieren 5:1!
Och Menno!
Blog:
shultzie: könntest ruhig öfter dem stadion fernbleiben, wenn das phantom dann immer dreifach trifft? ;-) ich hoff mal, dass jetzt nicht schon wieder alle aufstiegsluft wittern und dann total verkrampfen, wenns kommenden montag mal wieder um "die letzte chance" geht, doch noch an den aufstiegsplätzen dran zu bleiben... ich bleib dabei, noch ein jahr liga 2, das wär das beste!
ZuNull: also ich geh beim nächsten mal natürlich wieder ins stadion, ob es dir paßt oder nicht. dann bleiben wir halt in der zweiten liga. :-) nach dem abstieg hieß es, egal, dann können wir clubfans endlich wieder mit der u-bahn zum derby fahren. das schlimme ist, theoretisch können wir das jetzt, aber karten dürften kaum welche zu bekommen sein. können die im ronhof nicht schnell noch ein paar biertische hinter dem zaun stellen, damit man von außen auch was sieht?
shultzie: biertische hintern zaun?
wäre keine schlechte idee, aber die werden die tische wohl aus
plaste machen, playmobil-tische eben! ;-) bin mal auf montag
gespannt. gygax wird wohl für frantz spielen, der dafür vom
hrubesch in die U21 berufen wurde, trotz verletzung. die
freiburger scheinen ja auch leicht angeschlagen zu
sein, mal schaun was da geht! ich hab ja immer noch die
hoffnung, dass die ziemlich indisponierten ahlener nicht nur
für 3 punkte und fürs torverhältnis gut waren, sondern
vielleicht auch dafür, dass beim
ex-bundesliga-und-zweitliga-torschützenkönig endlich der
berühmte knoten geplatzt ist! das bier für montag abend hab ich
jedenfalls schon heute in der mittagspause besorgt! ;-)
ZuNull: na hoffentlich haste am montag dann auch durscht! für das nächste printheft bereite ich gerade eine kleine rückblende über die bader/oenning-veränderungen im personalsektor vor. und zwar nicht über die, die eingekauft wurden, sondern über die, welche ausgemustert wurden. wir haben mal etwas recherchiert und wir sind auf erstaunliche ergebnisse und statistiken gekommen. wenn dir etwas darüber hinaus bekannt ist, kannste auch was dazu beitragen. aber nur gesicherte infos.
FCN : MAINZ: ABSCHIED VOM "A"-WORT
Nachdem gegen Wehen ein Abseitstor für den Glubb gegeben
wurde, schickte man diesmal gegen Mainz einen überkorrekten
Schiedsrichter, der das Spiel völlig verpfiff. Symptomatisch:
Mintal in der letzten Minute vor dem leeren Tor, will
durchziehen, Schiri pfeift vorher ab. Ohne Verlängerung zu
geben, was bei den zahlreichen Schauspielereien der Mainzer
durchaus angebracht sein sollte. Aber Abseits war es
wahrscheinlich. Wie halt die anderen drei Tore.
In der Presse rauscht es derweil gewaltig, wie immer, wenn es
bei einem Fußballverein auf dem Spielfeld nicht funktioniert.
Auf der Tribüne haben 10.000 kleine Fußballtrainer bereits ihr
Erfolgsrezept parat, jetzt fängt auch noch die lokale Presse
an, Oennings Truppe auseinander zu nehmen. Und die Artikel
werden in der Regel auf FCN-Website geflissentlich
übergangen.
Zunächst schrieb die Bild-Zeitung "Drei wesentliche Gründe",
warum es der Club nicht packt. Wenig später packt die
Abendzeitung noch eins drauf: "Fünf Gründe für die
Club-Misere". Wir bei .rcn könnten auch 11 Gründe nennen,
würden aber gerne alles auf einen Nenner bringen. Unser
Credo:
AB JETZT: RÜCKPASSVERBOT
Weil: Schon seit fast zwei Jahren wird beim
FCN nur noch für die moderne Spielstatistik gespielt. Als ob 63
% Ballbesitz in der Endabrechnung ein 0:0 besser machen würden.
Gegen Wehen tat das Hin- und Hergeschiebe regelrecht weh, als
in der zweiten Halbzeit dann die jüngeren Neuzugänge
eingewechselt wurden (Lob an Oenning), bekamen die Angriffe der
Glubberer plötzlich so etwas wie Gefährlichkeit. Und das
schnelle Angriffspiel ist halt einmal die einzige Möglichkeit,
Tore zu erzielen, wenn man in der Saison von -von mir aus- 129
Freistößen und Eckbällen nur einen reinmacht, muß man halt
stürmen. Druck machen. Dann gibt es Abpraller und Torwartfehler
und irgendwann wird ein Stürmer schon mal am richtigen Platz
stehen und die Tore machen, die ein Mintal oder Vittek früher
reingemacht haben. Und offensive Mittelfeldspieler für so einen
Job hat der Glubb ja genug.
Michael Mittermeier sagte in seinem aktuellen Comedyprogramm er
hasse "Bremser". Und der Glubb hat derzeit eine halbe
Mannschaft voller Bremser, die nie was riskieren.
Warum die Moral früherer Leistungsträger
langsam am Boden ist, dürfte klar sein. Sie alle denken derweil
schon an den Plan B: Bei welchem Verein sie in der nächsten
Saison am besten Erstklassig spielen können. Dumm nur, dass
keiner mit dieser Leistung einen Mintal, Mnari oder Pinola
kaufen will. Die wohl einzigen Spieler, die bisher über aller
Kritik standen waren Schäfer und Wolf. Bei den Alten. Die
jungen Neuzugänge halten ihren Mund und stürmen.
Noch ein paar Kurzcharakteristika:
Juri Judt: Enttäuschung pur, mit seiner
Fehlpassquote von fast 90 % und dem zaghaften Geschiebe kommt
er gleich nach Engelhardt und kann am besten gleich eine
Dauerkarte für die Bank lösen. Stand beim Einwurf gegen Wehen
ständig halb im Spielfeld.
José Gonçalves: Wieviel Fans müssen eigentlich
Stadionkarten kaufen, damit allein sein Gehalt finanziert ist?
Wozu ist der noch da?
Aleksandar Mitreski: Sollte der mal wieder
spielen, dann nur als Ersatz für einen verletzten Verteidiger.
Lebt der eigentlich noch?
Daniel Gygax: "In Nürnberg werde ich sicher
einigen Spaß haben!" sagte er bei der Verpflichtung. Oh ja,
Spaß habe ich mit Dir, lieber Daniel. Irgendwie finde ich aber,
dass Du vorne mehr bewegen könntest.
Marek Mintal: Auch wenn er heilig gesprochen
ist, ein bißchen Urlaub könnte ihm gut tun.
Peter Perchtholt: Recht rüde im Spiel, würde
vielleicht ganz hinten in der Abwehr besser aussehen. Denn als
Mittelfeldspieler würde ich ihn nicht bezeichnen.
Isaac Boakye: Traumhafter Techniker, schießt
auch im Aufwärmtraining immer ins Tor, aber nie nach Anpfiff.
Sollte man mal in den Hochseilgarten schicken, damit er weiß,
wie Teamgeist geschrieben wird.
Javier Pinola: Das waren noch Zeiten, als er
den Ball vom eigenen Sechzehner aus in den gegnerischen
getragen hat. Bei Standarts sollte er in Zukunft... ach, kurz
gesagt: Ein bißchen Urlaub würde ihm auch gut tun!
Dominik Reinhardt: Das Einzige, was ich
vermisse, sind seine Fernschüsse und langen Einwürfe.
Angelos Charisteas: Hat seine Spielfaulheit
eigentlich jemand von denen irgendwie vergessen, die jetzt laut
rufen, dass er doch nicht so schlecht war? Er war wirklich
schlecht!
Albert Bunjaku: Offensichtlich bindet er den
Ball gut vorne. Hoffentlich redet er sich nach einem Spiel der
verpassten Chancen jetzt nicht etwas ein.
Ewald Funk
KOLUMNE 27.02.2009: DER WAHRE GLUBB HEFT 126
Ewald Funk
ALEMANNIA AACHEN : 1. FCN, 15.2.2009
Dass Fasching beflügelt, sah man bei dem Debakel in Aachen.
Allerdings beflügelte die Narrenzeit eher die Mannschaft von
der Holländischen Grenze. Und das lag in erster Linie an Lewis
Holtby, der wohl seinen Glückstag hatte. Solche Sonntagsschüsse
gelingen sonst nicht immer, bzw. nur im Training. Schon nach
kurzer Zeit stand es 2:0, als Boakye zumindest noch einen
Anschlusstreffer via Kop gelang. Sein zweiter Treffer später
war dann auch das Einzige, was der Glubbsturm über weite
Strecken zu bieten hatte und wenn die Abwehr diesmal
konzentrierter gewesen wäre, hätte ein Unentschieden noch milde
gestimmt. 4:1 in der Halbzeit ließ auf eine Standpauke in der
Kabine hoffen, aber der Endstand war dann eigentlich nur noch
traurig. Solche Ergebnisse kriegt normalerweise nur Fürth
geregelt, allerdings gewinnen die dabei. Man darf gespannt sein
auf das Spiel gegen den Tabellenletzten Wiesbaden am 22.2.2009.
Vielleicht beflügelt der Fasching diesmal die Heimmannschaft.
Und hoffentlich steht die Abwehr -diesmal mit Pino- dann wieder
besser. Bis dahin erstmal Pressesperre und Wunden lecken.
Stimmen zum Spiel:
Raphael Schäfer: "Wir haben ein schlechtes
Spiel gemacht, die Gegner haben ein sehr gutes Spiel
gemacht."
Christian Eigler: "In der ersten Halbzeit
hatten wir schon Ballbesitz nach vorne, haben aber hinten die
Tore reinbekommen."
DER WAHRE GLUBB BLOG
16.2.
ZuNull: ...was für ein
Scheißwochenende! Naja, die Niederlage hat vielleicht auch was
gutes: Keiner flippt aus wegen Größenwahn. Und Fürth hat nur
ein Unentschieden geschafft. Hoffentlich schafft der Club auch
mal selber so einen Erdrutschsieg.
shultzie: naja, so ein
scheisswochenende wars eigentlich gar net, die teebeutel haben
nur unentschieden gespielt, die bauern sind auf den 4. platz
abgerutscht - nur halt das 2:6 war schon extremst
heftig... ich habs ja net gesehen, ich war unterwegs und hab
dann schnell mal bei kicker.de in den ticker geschaut - und da
stands schon 1:4!!! ich hab gedacht mich tritt ein pferd! aber
ich gewinne dem ganzen auch was positives ab - besser jetzt so
ne klatsche als im endspurt! falls einer am rtäumen war,
gestern ist er mit sicherheit wieder auf den boden der
tatsachen geholt worden! und für die jungspünde wars sicher
auch heilsam, sowas passiert denen garantiert nie
wieder...
Shultzie: Oh hätten wir doch nur
die tiefen der 2. liga bereits hinter uns!
ZuNull: oh ja, wie recht du hast. spielt
eigentlich pino am sonntag wieder oder ist man nach 5 gelben 2
spiele gesperrt? :-) ansonsten liegt auf andy wolf eine
tonnenschwere last!
im netzt stand, dass beim aachen spiel viele spielerbeobachter
da waren, holland und bundesliga, die alle nach den glubb
youngstern ausschau hielten. die haben sich dann aber eher auf
den aachener holtby konzentriert. hat auch was gutes, weil ich
die jüngeren vom kinderriegel auch in der nächsten saison in
nbg sehen will.
Shultzie: nee, pino ist gegen wehen wieder
dabei! und ich bin mir sicher, dass der käptn auch drauf
brennt, endlich wieder unter spieltagsbedingungen an nen ball
zu treten! ich hoffe nur, dass es nicht so ein comeback wie das
von mintal nach seinem ersten mittelfußbruch...
spielerbeobachter aus holland und der bundesliga? na dann ist
das ja noch ein grund, das 2:6 positiv zu sehen, denn der glubb
soll ja kein ausbildungsverein werden, sondern die talente
sollen das grundgerüst für die zukunft sein! und wenn man dann
so wie bremen jedes jahr einen leistungsträger abgeben muss,
dann kann man denke ich doch gut damit leben... aber erstmal
sollen die sich an den holtby halten, denn franz, maroh und
consorten sind erstmal nicht auf dem markt! ;-)
ZuNull: und vor allem oenning ist unantastbar.
:-)
Shultzie: oh ja, absolut!!! ein fachmann mit
einem unglaublichen fachverstand und einer mehr als sachlichen
und doch gleichzeitig motivierenden art... wenn selbst marcel
reif noch heute von ihm als co-kommentator schwärmt...
;-)
ZuNull: du meinst sachverstand statt
fachverstand. habe heute was neues zur "fanfreundschaft" glubb
- schalke gelesen: "ich hab eigentlich nichts gegen kirchen,
solange nicht ein gelsen davor steht."
FCN : KAISERSLAUTERN, 9.2.2009
Nachdem in der Vorrunde die Punkte in der Pfalz gebelieben
sind, war man diesmal sehr gespannt. Wenn es heute nicht
klappen würde mit einem Dreier, könnte man das "A"-Wort gleich
begraben. Außerdem mußte Rache her für das Hinspiel. Dass es
aber ein so deutlicher Sieg mit derart hoher Dominanz durch die
Glubberer werden würde, daran hätte keiner geglaubt. Das Wetter
war nicht gerade der Hit: Ein eisiger Wind im Stadion ließ das
Bier im Becher fast gefrieren und in der zweiten Hälfte sorgte
General Winter auch noch für nasskalten Schneeregen.
Erfreulich aber etwas anderes: Bereits in der 4. Minute
servierten Pinola und dann Frantz einen Ball ohne Umschweife
auf Eigler und es stand 1:0. Die Holzhackerbuben aus
Kaiserslautern war natürlich sauer und drücken ziemlich nach
vorne, aber unsere schwarze Perle Boakye dachte nach einem
starken Solo mal ausnahmsweise nicht an sich, sondern an Frantz
und der knipste ein zum 2:0. Der Schrei von Eigler, als er per
Notbremse bei einem Abstauber von Hornig abgesäbelt wurde,
hörte man bis Schwabach, der Lauterer sah dafür die Arschkarte
mit Blick vom Spielfeldrand und der Glubb einen Elfmeter. Die
vergebene Chance dürfte für Pino wohl der letzte Elfmeter in
der Rückrunde gewesen sein. Schade nur, dass die Heimelf nicht
noch weiter drückte und die fortan angeschlagenen Holzer vom
FCK nach Art Greuther Fürth entgültig deklassierte. Leider
fehlen uns hier eben das klassische Vollstrecker-Sturmduo. Man
denkt wehmütig an Leute wie Schroth oder Vittek, die aus der
zweiten Reihe ballerten und wo der eine oder andere Abpraller
dann letztendlich von einem gerade herumstehenden Stürmer
entgültig versenkt wurde.
Schade auch, dass Publikumsliebling Pino dann Gelb sah, denn er
ist somit gesperrt. Und das heißt für das nächste Spiel, daß
Schäfer nicht mehr weiß, wem er der Ball nach Aufnahme geben
soll. Und dann nach vorne drischt, was gleichbedeutend mit
Ballverlust ist. Es sei denn, Boakye kriegt ihn, der holt fast
jeden herunter. Frantz bekam dann kräftig aufs Schienbein von
dem rüden Lauterner Torwart und humpelte vom Platz wie einst
Wolf beim ersten Heimspiel in der Vorrunde. Mintal machte dann
wie so oft alles klar. Bei ihm gibt es Spiele, an denen alles
an ihm vorbei läuft, heute nicht. Typisch, wie eiskalt er den
Ball am Torwart vorbei gestippt hat. Bunjaku durfte dann als
neuer Stürmer kurz nach dem Tor sogar noch für Boakye
eingewechselt etwas rennen, fand aber irgendwie gar nicht ins
Spiel. Wie auch nur in der letzten Viertelstunde, in der alles
klar war. Erschreckend die Spieldominanz der Glubberer, aber
ebenso erschreckend die schlechte Stürmerbilanz, diese
Baustelle ist weiter offen, dass darf man auch siegestrunken
nicht vergessen.
Und da wären wir schon beim Thema: Harry hat heute keiner
vermisst. Was macht der jetzt eigentlich in Leverkusen? Schon
Tore geschossen? Überhaupt schon gespielt?
Statistik:
Ballbesitz: 1. FCN 68%, 1. FCK 32%
Zitate:
Christian Eigler: "Mein Schwiegervater hat vorher auf 4:0
getippt."
Raphael Schäfer: "...gegen Aachen wird es am Sonntag genauso
wichtig."
Peer Kluge: "Im nächsten Spiel kann 'Pino' schon einmal keinen
Elfmeter schießen, da er gesperrt ist." (lacht)
Mike Frantz: "Endlich spielen wir so, wie wir
trainieren."
Michael Oenning: "Das frühe Führungstor hat natürlich geholfen,
gleich ins Spiel zu finden. Der Elfmeter und die darauf
folgende Rote Karte war dann spielentscheidend. In der zweiten
Halbzeit hätten wir viel mehr Tore schießen müssen..."
GLUBB-BLOG
Zunull: Charry ist wech.
shultzie: habs auch eben über twitter gelesen! jedenfalls spart der glubb sich jetzt nen ganzen batzen gehalt, auch wenns erstmal nur bis zum ende der saison is... freitag gegen Augsburg hätte er ja eigentlich meine prophezeiung wahrmachen können, aber es war halt leider wie immer, das spiel gemacht, aber vorne nix reinbekommen! es hat aber auch bissi das glück gefehlt, der schuss vom frantz wenn reingeht, dann gewinnen wir das spiel...
Zunull: Und vom harten Hans hört man auch nichts gutes: Bin froh, dass der nicht mehr da ist. Irgendwie wirkt er gar nicht gut auf mich in dem video... http://www.spiegel.de/video/video-49850.html
shultzie: Oha, ich war ja auch einer,
der den guten Hans als Nachfolger von TvH haben wollte, aber
wenn ich das jetzt so sehe und mir anschau, was er da in
Gladbach lostritt, dann bin ich ja wirklich mehr als froh, dass
der Oenning da ist! Unterschiedlicher gehts ja auch nicht,
Oenning lässt mit vielen jungen stürmen, und Meyer verteidigt
mit ner Rentner-Gang... Ich glaub mal, wenn nicht wirklich noch
ein Wunder passiert, dann ist Gladbach kommende Saison in der
2. Liga...
Zunull: und ich würde
lachen, wenn gladbach in die relegation muss gegen fürth... und
gewinnt.
shultzie: lach, das wäre dann natürlich die krönung! wobei, beim spiel in fürth, da sind dann 10% vorstädtler, 40% gladbacher und 50% glubbfans - also dann 90% des stadions hinter gladbach... *g*
Zunull: ja, so schauts aus. wir haben ja auch das einzige lokale derby, wo das auswärtsspiel im eigenen stadion vor (sicher) 20 % fürthern und 80 % glubberern statt findet.
shultzie: wobei ja selbst die 20% immer noch verwundern... wennst mal rein objektiv das betrachtest, die spielen seit jahren ständig in der 2. liga ganz vorne mit, aber fans mobilisieren, das kriegen die einfach nicht gebacken...
KOLUMNE 23.01.2009: DER WAHRE GLUBB HEFT 125
ERHOBENEN HAUPTES IN DIE RÜCKRÜNDE?
23.01.2009
Am Mittwoch fand bei naßkaltem Wetter der vorletzte Test in der Rückrundenvorbereitung für den Glubb statt. Traditionell geht das gegen die Mannschaft aus der benachbarten tschechischen Bier- und Autometropole Pilsen.
Gefühlte 80 % Spielanteil für die Ruhmreichen in der ersten
Halbzeit waren das eine, das Debut des begehrten
U19-Verteidigers Dennis Diekmeier das andere auf der positiven
Seite des verdient gewonnenen Spiels. Diekmeier, und das kann
gesagt werden, ist mit einer derart fabelhaften
Grundschnelligkeit ausgestattet, dass die tschechischen
Verteidiger nur noch hinterher hecheln konnten. Wir vermuten
zwei Gründe für die Spurts: Zum einen galt es Euro-Harry mit
Flankenbällen zu versorgen, da ja Roy Hodgson von Fulham auf
dem Balkon neben dem Platz den potentiellen Neueinkauf
beobachtete, zum anderen den Stammplatz für Dominik Reinhardt
streitbar zu machen. Und den hat Reinhardt durch Diekmeiers
beeindruckende Odonkor-Spurts über 30-40 m sicherlich verloren.
Etliche Chancen brauchte dann auch Harry, bis er endlich nach
55 Minuten einnetzte und zufrieden vom Platz gehen konnte. Und
er bekam Applaus! Vielleicht war es ja auch sein letzter
Auftritt? Trotz aller Für- und Widers: Irgendwie ist es doch
schade, denn Harry wird einen zumindest als Unikat fehlen. Das
andere Unikat betrat in einem Anzug aus 100 % Trainings den
Platz: Andy Wolf schaute direkt von der Bank aus zu und muß
wohl um seinen Stammplatz bei vollständiger Genesung noch nicht
bangen.
Weitere Akzente setze mal wieder die fast fehlerlose Abwehr,
die zwar wenig zu tun hatte, weil die Achse Mintal, Kluge und
Mnari schon gar nichts durch ließ. Eigler beeindruckte durch
seine besonnene Art, statt blind aufs Tor zu stürmen die Bälle
lieber gezielt zu servieren, genauso wie der technisch wie
körperlich astreine Boakye, der sich mit seinen zwei Treffern
nun an die Spitze der Glubb-Torschützenliste köpfte. Wenn die
Mannschaft nun diesen Fußball weiter zelebriert, dann brauchen
wir in der zweiten Liga gar nicht mehr ankommen, sondern sind
dann mal weg im Mai. Aber Vorsicht! Keine 1:0 Vorsprünge mehr,
auf denen man sich ausruht! Und es könnte ganz anders
laufen.
LETZTER TEST GEGEN KARLSRUHE AM
SAMSTAG
Samstag ist dann das letzte Vorbereitungsspiel vor dem
Rückrundenstart gegen die Fuggermannschaft am kommenden
Freitag, 30.1. Diesen Samstag geht es ausgerechnet gegen einen
Erstligisten mit zwei interessanten Spielern. Zum einen spielt
beim KSC ja nun bekanntlich Engelhardt, unser ehemaliger
Pokalheld und Dribbeltänzer von der Mittellinie. Der sorgte
durch seine Traumpässe für den Gegner für einige skurrilen
Szenen zuletzt beim Glubb. Zum anderen steht im Kader des KSC
im Angriff ein gewisser Joshua Kennedy, unsere Sturmperle aus
der Zeit, als im Angriff beim Glubb gerade das Vakuum herrschte
und Zwetschge mehr Tore schoß als der Sturm. Apropos Kennedy:
Wir haben mal nachgeschaut und fanden seine beeindruckende
Statistik auf der KSC-Homepage:
Spiele:
16
Einwechslungen: 4
Auswechslungen: 7
Spielminuten: 1029
Tore:
0
Torvorlagen:
0
Scorer-Punkte: 0
Beeindruckend, nicht? Vor allem das Verhältnis Ein- und
Auswechslungen mit der deutlichen Tendenz zum Verlassen des
Spiels. Aber mein Gott, wichtig war ja laut Trapp schon immer
"auffe Platz". Und gegen Augsburg sollte eine Duftmarke gesetzt
werden, die den anderen Vereinen im Unterhaus gewaltig stinken
sollte.
Kommentare:
Zunull: war ein nettes spiel.
wozu braucht man heutzutage eigentlich noch rechtsaußen, wenn
man verteidiger wie diekmeier hat. der braucht jetzt nur noch
die schusswucht von rominik deinhardt...
shultzie: ich habs nur im web
gelesen, dass sie 3:1 gewonnen haben... aber das erklärt dann
auch, wieso 5 vereine aus der ersten liga den dieckmeier zur
kommenden saison verpflichten wollten! ich sags ja, die sollen
weiter auf den jugendkurs setzen, denn auch wenn man sicher
nicht immer alle halten kann, bremen machts ja vor dass man
trotzdem erfolgreich sein kann, wenn man jedes jahr 1 oder 2
leistungsträger abgeben muss... und besser mal nen jungspund
für kleines geld verpflichtet, der sich nicht durchsetzt,
als
millionen für griechische ex-em-helden...
sag mal, hast du was läuten hören, dass fulham oder
middlesborogh den euro-harry kaufen wollen? noch jetzt im
winter? angeblich für 1,5 mio, hier im job hat der tommy das
gerücht gestreut...
Zunull: ja, und der bader ist wahrscheinlich sauer, weil fulham so lange wartet mit einer entscheidung, weil wir ja dafür auch wieder einen neuen stürmer dann brauchen. an den gerüchten ist definitiv was dran. eigentlich pfeifen es die spatzen schon von den dächern, dass charry schon so gut wie weg ist. glaube das läuft dann so, dass charry plötzlich doch noch geht und nur auf ausleihe, die vereinsführung den stürmer von erfurt für 350.000 gleich kaufen muss, statt im sommer ohne ablöse oder so. der eine stürmer aus frankreich (wunschkandidat) kostet ja auch 1,5 mille laut england angebot glaube ich. oder es kommt dümmer und alles scheitert und harry bleibt bis saisonende. dann kriege ich aber einen koller.
shultzie: also ich sags dir ganz ehrlich: lieber sollen die den harry ablösefrei ziehen lassen, aber dann isser weg. wenn ich bedenke, dass der allein mehr verdient als maroh, bieler, risse, reinartz und dieckmeier zusammen, dann ist das in meinen augen trotzdem noch ein gutes geschäft... oder sagen wir zumindest, dass die ablöse drin sein sollte, die sie für den erfurter benötigen.
Zunull: ja, da haste recht. ich denke der harry wird es schwer haben in england, da geht es ja etwas ruppiger zu als hier und wenn er über 2 monate kein tor macht wie der kennedy haha wird er wieder zurück geschickt. und dann haben wir den salat. beim testspiel kam mir die erste halbzeit schon so vor, als wäre sie auf die occasion harry zugeschnitten, soviel wurde da auf ihn direkt geflankt.
shultzie: da scheint der bader
wirklich seine hausaufgaben gemacht zu haben! und was ich harry
auch immer wieder vorhalten muss, er zeigt stets seinen einsatz
im training anscheinend. wenn ich da an die hängepartie mit
saeko im sommer denke? trotzdem denke ich,
dass es für beide seiten besser ist, wenn er wechselt. denn
ganz ehrlich, bei den clubfans kriegt er nur dann noch einen
fuß auf den
boden, wenn er in der rückrunde minimum 10 buden
macht...
Zunull: 10 tore von charry? von was träumst du nachts? :-) na vielleicht macht der 10 tore beim gästeslalom in kleinarl, aber nicht im franggnstadion auffe platz. schade dass stuttgart damals kurz vor dem glubbabstieg nicht so desolat war wie gestern gegen die bauern. 3:0 gegen hat der glubb gegen stuttgart verloren damals kurz vor saisonende, und gestern kriegen schaben ääh schwaben so richtig eins in die maultasche vom fc hollywood.
Zunull: wenn der Oenning so
weiter macht, wird er bei den pressekonferenzen bald so gut wie
meyer. gestern hat er die journies frei nach helge schneider
mit "hefte raus, klassenarbeit!" begrüßt. heute stand das in
der zeitung: "Auch wenn er scheinbar noch über wenig Erfahrung
als Profi-Coach verfügt – Oenning weiß, was er will, strahlt
eine natürliche Autorität aus und lässt sich von niemandem auf
der Nase herumtanzen. Auch von den Fans des «gefühlten
Erstligisten» 1.FCN nicht, deren Leidenschaft er sehr schätzt.
Und er illustrierte dies an einem konkreten Beispiel: Als er
gegen Hansa Rostock beim Stand von 3:0 Marco Engelhardt
einwechselte und die Fans pfiffen, «hat mich das geärgert».
Also wechselte er wenig später Ioannis Masmanidis ein («Ich
sehe, wer im Training gut arbeitet, und das hatte er»). Als das
Pfeifkonzert noch lauter tönte, habe er sich gedacht, «jetzt
gebe ich sie euch alle», und mit Angelos Charisteas auch noch
den dritten beim Club-Anhang kritisch beäugten Spieler
gebracht."
RÜCKRUNDEN-WARM UP IN DER NÜRNBERGER ROFA
Zum einen schoss Junior Chunly Pagenburg gleich das erste Tor im neuen Jahr, zum anderen köpfte gestern im Endspiel ausgerechnet Euro-Harry sensationell zum Gleichstand für den Glubb ein, und das vor den Augen einiger Spielerbeobachter aus der englischen Premier League. Somit dürfte die geforderte Ablösesumme von 1,5 Mille für Bader leichter durchzusetzen sein.
Daheim freut man sich als Glubbfan schon wie ein Schnitzel auf Ende Januar. Runde zwei Wochen vor dem Beginn der Rückrunde feiert der Nürnberger Sender Radio Gong 97.1 mit den Clubfans den Beginn Saison am 30.01. mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Stadionsprecher Guido Seibelt wird dabei auch an den Plattentellern mitmischen.
Guido hatte als Radiosprecher übrigens früher einmal beim
".rcn Soundcheck" mitgemischt, das waren die Redaktionscharts
mit Plattenbewertungen in den früheren .rcn-Heften bis etwa
2004. Und er hatte dabei einen ziemlich coolen Musikgeschmack
offenbart, zumindest damals standen bei ihm Bands wie die Foo
Fighters hoch im Kurs. Mittlerweile ist er im Nürnberger
Funkhaus bei Gong zum Programm-Koordinator aufgestiegen.
Nachdem Fußballnürnberg sehnlich auf den Start der Rückrunde
wartet, haben sich Radio Gong und Rockfabrik Nürnberg etwas
einfallen lassen und lassen es am Samstag, den 17.01.09 gehörig
mit der „Club Rückrunden Party“ krachen. Unter anderem wird
Original Spielerkleidung verkauft, denn das Team vom
FCN-Fanshop ist vor Ort mit einem schönen Stand. Dazu gibt es
eine große Verlosung und unter den Preisen sind einige Karten
für Spiele des Club in der ersten Hälfte des neuen Jahres
dabei. Außerdem stehen diverse weitere Fanartikel noch zur
Verlosung bereit.
Guido wird natürlich auch die bekannten Hits aus dem Stadion
auflegen. Beginn der Veranstaltung ist bereits um 20 Uhr und
wer im echten Fan-Outfit kommt, zahlt nur die Hälfte des
regulären Eintritts von 6 EUR. Unter "echtem Cluberer-Outfit"
ist natürlich nicht ein schwarz-rotes Schweissband zu
verstehen, ein Trikot sollte es schon sein. Ob Fürther Fans den
doppelten Eintritt bezahlen sollen, ist uns bisher noch nicht
bekannt. Und ob ein neuer Einlaufsong für die Rückrunde beim
Auflegen ausprobiert werden soll, ebenso nicht, wir von .rcn
würden das aber auf jeden Fall begrüßen und empfehlen die
Berliner Beatsteaks, denn in Berlin wurde ja der Pokal
gewonnen!
GLUBB: EIN ENGEL VERLÄSST DIE STADT
ging es dann bergab.
So manchen Clubfan dürfte schon aufgefallen sein, dass es gar nicht auffällt, wenn manche frühere und jetzige Spieler zuletzt kaum auffallen. Oder denkt noch jemand an Blazek, Kennedy, Beauchamp, Benko, Glauber oder aktuell Leute wie "Bandscheibe" Mitreski, Unglücksrabe Breska oder Spitzenjoker Harry? Besser, den Fokus auf die jungen Renner zu richten, auch wenn man sich erst daran gewöhnen muß, dass die wirklich rennen.
Der Münchner Millionär Eberhart Herrmann versucht seit über 14 Jahren zu beweisen, dass er nicht verrückt ist. Er bekämpft zwei der berühmtesten deutschen Psychiater sowie den Freistaat Bayern und seine Ex-Frau. Er ist einer der erfolgreichsten Teppichhändler Deutschlands. Steht so im Spiegel. Um den erfolgreiche Nürnberger Teppichhändler ist es Gott sei Dank etwas ruhig geworden, denn der Roth hat etwas Ruhe verdient. Reicht schon wenn wenigstens bestimmte Spieler ausgepfiffen werden und nicht der Präsi. All das, was Anfang der Saison schief lief, scheint plötzlich wie weggblasen. Aufbruchsstimmung, neue, junge Spieler werden geholt und plötzlich allerorten nur Optimismus. Der Kurve ist das alles recht, endlich mal wieder was zu feiern! Warum jetzt nicht auch junge Musik beim Einlaufen läuft, wissen wir nicht, aber müssen es wirklich die Rentnerpolkarocker und Schunkelklampfer von Status Quo sein? Wie wäre es denn mal mit Beatsteaks "Hand In Hand", Rammstein "...hier kommt die Sonne" oder Deichkind "Hört ihr die Signale? Die Saufsignale?" Prost Kurve! :-)
Wo am Valznerweiher das junge Gemüse erfolgreich sprießt, legt Extrainer Meyer in Gladbach Wert auf solide greifte Spätlesen. Und holt sich seinen alten Kapitän Galasek, der trotz Überbrückungsgastspiel bei Banik Ostrau übrigens immer noch in Franken wohnt, um die Gladbacher aus der Bundesliga-Tiefgarage zu holen. Man wird sehen, welchem Altersdurchschnitt die Zukunft gehört. Keiner in Nürnberg wünscht Meyer etwas schlechtes, aber der Knaller wäre so ein Relegationsspiel um Auf- und Abstieg am Saisonende Glubb gegen Gladbach schon.
Überhaupt! Apropos nicht mehr auffallen, Van Heesen lebt! Und will auf Zypern ausgerechnet einen weggelobten Clubspieler! Masmanidis ist im Gespräch, wobei wir finden, dass der Grieche so schlecht nun auch nicht wieder war, er hatte eben nie Gelegenheit länger durchzuspielen. Und was wünschen wir uns zu Weihnachten? Einen englischen Verein, der für Harry einen fetten Betrag hinblättert. Mal sehen, ob er das Tempo in der Premier League verkraftet?
1860 MÜNCHEN : FCN 1:1 (14.12.2008)
...setzte sich am Sonntag, 14. Dezember eine wahre Invasionsarmee an Glubbfans zum Hinrundenfinale und "Derby" auf den Weg in die Arroganz-Arena in München in Bewegung. Soviel Verkehr auf der A9 südwärts nach München konnte man zuletzt bei der Maueröffnung 1989 beobachten! Über 100 Fanbusse waren unterwegs und im Fröttmaninger Schlauchbootstadion waren die Ränge etwa zur Hälfte mit Glubbfans besetzt. Saisonrekord in der zweiten Liga, denn neben einem halben Frankenstadion voller Glubbfans waren noch einmal soviele 60er-Anhänger anwesend. Die hellblauen Fans hatten in den letzten Monaten ja ähnlich viel Talfahrt zu beklagen wie der Glubb. Auch sie spielten erst vor wenigen Monaten noch ziemlich weit oben mit in der ersten Bundesliga mit, besiegten sogar zweimal in einer Saison die Bauern und danach ging es im freien Fall bergab bis ans Ende der zweiten Liga.
Auch wir setzten uns gen Süden in Bewegung mit einem guten Gefühl, endlich erhobenen Hauptes auch auswärts fränkische Torkultur sehen zu können. Nicht zuletzt eingeladen von drei netten Löwenfans von der ausgeschlafenen Sorte. Und wie so viele andere Glubberer nützten wir auch den Saisonabschluss, um einmal das Beton-Plastikmonument in Münchens Norden zu besichtigen. Wie in vielen anderen High-Tech Stadien hat auch hier der Kommerz Überhand genommen. In den Oberrängen zu flotten 25 EUR saßen meist etwas brav bis zurückhaltende Gelegenheitszuschauer, die eher durch bescheidene Zuschauerreaktionen auffielen. Der Nürnberger Familienblock ist in der Regel lauter. Das Spiel begann nach Maß!
Eine ruhige Weihnachtszeit und Transferphase in der Winterpause, in der traditionell mehr geschrieben als gespielt wird, bleibt zu wünschen. Und wir fuhren wieder zurück nach dem Spiel mit einem Unentschieden, was eine gefühlte Niederlage war. Aber immerhin besser gelaunt als die Fürther Delegation nach ihrer Auswärtsniederlage bei den Löwen neulich. Die Löwen-Sprechchöre mit den "Nürnberger Arschlöchern" waren zwar nicht so laut wie die Frankenstadion-Nordkurve gegen die Westvorstadt, die hellblaue Choreografie gegen die Allianz-Arena und pro Grünwalder Strasse aber ganz nett. Und völliger Blödsinn ist auch diese aufladbare Allianz Arena-Card im Schlauchboot. Als Gast muß man sich solch eine aufladbare Karte kaufen, drei Bier kosten natürlich ein paar Cent mehr als die erste Guthabenstufe mit 10 EUR. Und so läßt man den Auswärtsgerstensprudelkonsum einfach bleiben, weil zu umständlich und eigentlich gefühlte Schikane bzw. Abzocke. Hoffentlich fällt den Nürnberger Stadionbetreibern derartiger Nonsens nicht auch noch ein. Immer schön bodenständig bleiben!
FCN : ROSTOCK 4:0 (4.12.2008)
Und wenn der fussballerische Säulenheilige des Glubb, Marek Mintal, nach der Rot-Sperre einen gewohnt phantomenalen Einstand abfeuert, ist er noch schöner. Und dabei fing es etwas kitzlig für den Glubb an, als die Hansekogge einige Male gefährlich vor der von einem wie immer tadellosen Schäfer gehüteten Nordkurventor aufkreuzte. Die Effektivität des Rostocker Angriffs war aber Gott sei Dank so stark wie die unseres griechischen Sensibelchens in dieser Saison. Zumindest wenn er das Nürnberger Trikot an hatte. Der Fussballgott setzte dann aber bereits in der 9. Minute den Startschuss für einen endlich einmal akzeptablen Fussballabend in der Max Morlock-Arena. Mike Frantz machte dann mit seinem fabulösen Drehschuss nach einer halben Stunde deutlich, dass die jungen Glubbspieler keine Eintagsfliegen sind. Wenn einer ein Tor überhaupt einmal mehr als verdient hat, dann ist das Peer "Horst" Kluge mit seinem... Kopfballtor! Und der Unantastbare machte dann mit seinem 4:0 in der zweiten Halbzeit endlich einmal den Sack wirklich zu. Bei uns im Balkanblock tat sich unerhörtes: Man war sich einig, heute hat es sich gelohnt dabei zu sein. Und da kann man auch schon mal ein Bier oder vier holen. Das tat der Mitch an diesem Abend gleich zweimal, und jedesmal fiel in seiner Abwesenheit ein Tor für den Glubb. Er wird das in Zukunft wohl immer tun müssen, wenn die Ruhmreichen ein Tor brauchen. Als Gast anwesend: Der Schweinfurter Penis-Redakteur Wolfram, auch wegen seiner Kopfbedeckungen seit jeher das "wollene Kondom" genannt. Er war das letzte Mal am 20. Oktober 2007 im Frankenstadion, damals siegte der Glubb 5:1 gegen die Frankfurter. Wolle sollte also in der Rückrunde 2009 öfters dabei sein! Gegen die Frankfurze hatte er seinen Sohn dabei, der Kantersieg half aber nichts: Klein Wolle symphatisiert immer noch mit dem FC Hollywood...
Unser Auslaufbier zum Aufwärmen an diesem frostkalten Abend nahmen wir dann stilgerecht bei Monster Magnet im Löwensaal ein.
KOLUMNE 23.11.2008: DER WAHRE GLUBB BLOG
Um es ein für alle mal klarzustellen, die neue Parole ist ab sofort: „Der Glubb is kaa Depp, weil mir san der Glubb!“
Warum sagt jeder nach der regelmäßigen Trauervorstellung im Frankenstadion nach dem Abpfiff immer „Der Glubb is a Depp“, nachdem er vorher laut „Wir sind der Glubb!“ skandiert hat? Das Ingolstadt-Spiel war da wenigstens mal ein Lichtblick, denn wo sonst Profis auf dem Platz amateurhaft Chancen vergeigen bzw. es gar nicht erst versuchen, spielten Amateure profihaft. Sprich: Knapp ein Drittel der Feldspieler bestand aus Amateuren der zweiten Mannschaft. Und siegte 3:0, so wie es halt ohne Bremser und mit etwas Herz überall besser läuft. Begleitet wurde das Ganze durch den Kindergarten im Vorstand, wo ich den Maulkorb für Roth jetzt nicht unter den Teppich kehren, sondern Herrn Bader in Schutz nehmen will. Denn der hat wie ein Teppichhändler gefeilscht und Thomas von Geweesen alle Wünsche auf der Einkaufsliste erfüllt. Und Finanzminister Woy kann man jetzt wohl auch nicht als Versager bezeichnen, wenn der Verein im Gegensatz zu manchen Mittelfränkischen Unternehmen noch etwas weiter entfernt ist vor dem Schild „50% Rabatt wegen Geschäftsaufgabe! Alle Teppiche müssen raus!“ Vor 2 Jahren, am 8. April 2006, sagte mal ein gewisser Herr Meyer nach 5 Spielen ohne Niederlage süffisant „Ich bin schwer enttäuscht, weil ich eigentlich dachte, wir werden nie mehr verlieren.“ Derselbe Trainer freute sich über den geschenkten Teppich zu seiner Vertragsverlängerung und sagte später auf die Frage, ob er nicht Angst vor Entlassung durch den als Trainerkiller bekannten Präsidenten habe: „Nein, ich entlasse mich in Zukunft nur noch selber.“ Wie uns Hans Meyer fehlt! Hätten die ihn nicht wenigstens als Pressesprecher, Einflüsterer für Oenning oder Stadionsprecher halten können? Wie ging es uns „unter“ ihm noch gut, ein Blick auf die Tabelle im ersten Quartal 2007 sagt alles, als in 11 verfickt guten Spielen sogar der FC Hollywood mit 3:0 heim geschickt wurde.
MAKE DERBY, NOT WAR!
„Derby is war“ stimmt doch grammatikalisch gar nicht, ihr radikalen Vollpfosten! „Derby is wahrlich kein Zuckerschlecken“ heißt es vollständig, und bevor ihr das nächste Mal in den Ronhof einbrecht und die Nordtribüne voll schmiert, macht doch erst mal vor der eigenen Haustür sauber! Unweit des Frankenstadions, in der Regensburger Straße stadteinwärts, steht – von täglich mehreren tausend Pendlern auf dem Weg in die Arbeit gesehen – „Scheiss FCN“ und drunter „Greuther Fürth“. Das Derby. Nun, ich denke die Entscheidung des diesmal professionellen Schiris den Ausgleich in der zweiten Halbzeit noch zu geben war gerecht. Genauso wie das Endergebnis. Eigler, normalerweise kein Bewegungsmonster, hat den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen können mit seinem Traumtor, nachdem er in letzter Zeit oft die Bewegungsfreude eines Charisteas zeigte. Das frühere Kurvenidol Pinola brachte mal wieder einen Schnitzer, der sich gewaschen hatte, als er den Kleeblatt Torjäger Allagui einen Traumpass auflegte, den aber Schäfer verhinderte. Tja, wieder einmal musste beim Glubb ein Verteidiger, dazu noch „Amateur“, das Tor schießen, dass der Sturm nicht zuwege brachte. Gratulation an Maroh! Und auch Gratulation an Fürth, denn die brachten die Fehlpässe genauso gut hin wie der Glubb!
KOLUMNE 26.10.2008: DER WAHRE GLUBB BLOG
Wie bereits im letzten Heft angedroht, wird das monatliche Bejammern des ruhmreichen Glubbs nun in einer festen Kolumne abgefrühstückt, hier also Folge zwei, denn die Legende lebt.
Schließlich müssen wir diesen typisch fränkisch-melancholischen Trauergesang vor jedem Anpfiff im Easy-Gredid immer von der Tribüne aus mitsingen, und der Text impliziert ja schon mit Sätzen wie „Auch wenn der Wind sich dreht“ die Achterbahnfahrt, die der gemeine Glubbfan mitzumachen hat. Es gab im August 2006 zum Beispiel einen glücklichen Saisonauftakt, bei dem der Glubb die Bundesliga anführte und im Mai 2007 den Pokal gewann, da waren erschreckend ruhmreiche Höhepunkte dabei, als im Februar auch noch die Bauern mit 3:0 heim geschickt wurden. Von da an begann eine beispiellose Fahrt in den Keller und bereits am 5. Spieltag nach dem Abstieg und der finalen Vollstreckung durch diesen kruden Ruhrpottverein mit den blauen Trikots fand man sich in der zweiten Bundesliga kurz vor den Abstiegsrängen auf Platz 14 wieder. Zuhause bei der 0:1-Niederlage gegen Duisburg eskalierte die Stimmung der stets loyalen Fans in der Nordkurve und sie sangen kollektiv „Wir ham die Schnauze voll, wir ham die Schnauze voll!“ Das habe ich in den letzten beiden Jahren noch nie erlebt! Auswärts gegen Ahlen dann eine schreckliche Vorstellung der Glubberer, im Blätterwald der Region rauschte es bereits verdächtig, während Erzfeind Fürth derweil einen guten Lauf zu haben schien. Emotionslos dann gegen Freiburg die Tribüne betreten, kurz vor Anpfiff. Und dann passierte das, was ich zwei Jahre lang immer bei der jeweiligen gegnerischen Mannschaft gesehen habe, aber nie beim Glubb: Die Spieler bildeten einen Kreis und schworen sich aufs Match ein! Und gewannen! Verdient! Das war wie der erste Sex nach einem Jahr Festungshaft, man wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. Toll auch wieder mein Balkan-Block! Bei Beginn der zweiten Halbzeit (noch 0:0) schreit ein etwas beleibter Fan direkt hinter uns „Du Scheiß Slowakensau, renn jetzt endlich amol!“ Kumpel Frank und ich drehen uns um und verteilen einen stechend-tödlichen Blick, schließlich steht gerade dieses Spiel unter dem Motto „Zeig Rassismus die rote Karte!“ 20 Minuten später. Die angebliche Slowakensau, auch Phantom genannt, hat zum 2:0 eingeledert. Unser Hitzkopf von vorhin singt kraftvoll mit beim Mintal-Loblied, wir stellen ihn zur Rede, er gibt klein bei. Hoffentlich hat er sich bis zum nächsten Spiel einen Hirnschrittmacher einpflanzen lassen, denn wer denken kann, ist klar im Vorteil. Leider stand bei Drucklegung noch nicht fest, ob die waidwunden Koblenzer nach ihrer Rekordklatsche das kurze Glubb-Glück wieder zunichte gemacht haben, aber wenn irgendwann statt Status Quo beim Einlaufen im Frankenstadion auch mal coole Musik läuft, welche die Gegner einschüchtert, statt sie zum Grinsen zu bringen, könnte es aufwärts gehen.
Achtung: Unsere Website rcnmagazin.de wird ab Hefterscheinung komplett überarbeitet auf einem neuen, schnelleren Server liegen und wir haben auch gleich einen festen FCN-Blog mit eingebaut. Unter „Der wahre Glubb“ gibt es unzensiert bis zur ersten Abmahnung unser unqualifiziertes Geschwafel zum Thema FCN. P.S.: Hans Meyer, viel Glück bei den Preißn!
KOLUMNE 26.9.2008: DER WAHRE GLUBB BLOG
Eigentlich könnte man jedes Editorial im Heft mit ein paar humorvollen Seitenhieben auf den ruhmreichen FCN zumoddern. Da hat aber meine Chefin zuhause etwas dagegen, sie will ein sauberes Einleitungswort. Also dachte ich mir, da machen wir doch einfach dauerhaft eine Extrakolumne in der Printausgabe auf und selbige können dann alle Fans der Bauern oder Frauen im allgemeinen einfach überlesen.
Ich bin mir aber sicher, die Frauen werden sie trotzdem lesen. Als Mann lässt man doch auch nicht die Cosmopolitan im Arztwartezimmer liegen, sondern schnappt sich das Magazin und blättert sofort weiter zum Kapitel über die weibliche Beziehungspsychologie, oder?
Wohlan! Ist ja schon ganz schön was passiert diese Saison! Heesen ist gewesen, Meyer tritt dem Glubb in die Eier, der Glubb strahlt jetzt selbstständig mit dem neuen Atom-Sponsor und wir fragen uns die ganze Zeit: Was macht eigentlich Jaromir Blažek? Hütchen aufstellen für Petr Čech, zu Barfuß Betlehem gewechselt oder befindet sich Sparta Prag nun auch schon auf einem Abstiegsplatz? Egal, diese Baustelle ist erledigt, denn ohne ihren besten Spieler, Interimskapitän und Torwart Raphael Schäfer, hätte der Glubb wohl schon nach fünf Spieltagen die 60er vom Tabellenende verdrängt. Und sonst? Dieses Jahr sitze ich nicht mehr im Einser sondern stehe, also Block 5. Ich nenne ihn jetzt schon liebevoll „Balkan-Block“, weil der eigentlich schon ein typischer Nordkurven-Fanblock ist, aber innerlich so zerstritten ist wie der Kossovo. Zur Erinnerung: Als im letzten Spiel der vergangenen Saison die angeblichen Glubbfreunde Schalke 05 schon 2:0 führten, fing der 5er Block als erstes an, mit weißen Tüchern zu winken und sang „Darum sagen wir, auf Wiedersehn!“ Im Balkan-Block läuft das so: Neulich, beim Aachen Spiel, schreit einer Richtung Trainerbank „Jetzt nimm doch endlich diesen Griechen raus!“ Sofort ein Zwischenruf zwei Reihen weiter vorne: „Ey spinnsd du? Dä Harry is haid dä Bäsde Mann am Bladdz!“ Tja, wie sagte schon Kollege Bierl neulich? „Der Glubb bringt mich noch ins Grab!“ Da hat er Recht, denn als Wahlfürther hat er es doppelt schwer als Glubbfan und kann nur neidisch zum Ronhof schauen. Frotzelnde Kollegen gibt es gratis dazu.





