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FREITAG, 27.01.2012 HANNOVER 96 VS. FCN: 1:0

Ein neuer Spieltag, ein Spiel gegen eine Mannschaft, gegen die ein  Sieg eigentlich hätte "drin" sein müssen. Als Fan kann man sich wieder mal aufregen. Hlousek im ersten Spiel toll, im zweiten eher zurückhaltend, wenig offensiv und manchmal fast ängstlich. Über den Schiri wird in der Presse genug geschimpft. Wir hätten für ein Unentschieden wohl diesmal viermal einnetzen müssen. Und die Liste wird lang: Gegen Bremen zählt Mendlers Treffer nicht, Gladbach der Reuß-Elfer durch Pino (Schwalbe?), gegen Stuttgart kriegt Wolle den Ball an die Hand (Elfer?), gegen Freiburg wurden weder Elfer noch Esswein-Treffer gepfiffen, Hoppenhausen mit Rambo Ibisevic... Und dann klappt gegen Hannover in der ersten Halbzeit gar nichts und die Glubberer sind etwas weit von der Bundesligareife entfernt. Kann man sich als Fan auch mal zwei Spieltage hintereinander freuen? Shultzie hat das Spiel im Niedersachsenstadion zusammen gefasst.

Guten Morgen, verehrte Clubstars!
 
Eigentlich sollte man ja meinen, dass die Herren Profis bei einem Spiel, dessen Anstoß erst um 20.30 Uhr erfolgt, also zu einer Zeit, in der selbst die hartnäckigsten Studenten bereits ihren Wochenendeinkauf erledigt haben, doch bitteschön ausgeschlafen aufs Spielfeld einlaufen. Aber was war das bitte wieder für eine erste Halbzeit in Niedersachsen? Sieht man einmal von Almog Cohen ab, so scheinen sich die anderen Protagonisten ob den Kurzpassspiels des Europaleague-Teilnehmers noch den Schlaf aus den Augenwinkeln gerieben zu haben. Allen voran Neu-Pino-Ersatz Adam Hlousek, der ja ein ums andere Mal defensiv von Stindel schwindelig gespielt wurde, und seinen Offensivdrang dadurch begrenzte, indem er in seinen Lauf gespielte Pässe abfing, um das Spiel wieder vors eigene Tor zu verlagern.
 
Beim Gegentor vergaß Hlousek dann, dass offensive Flügelspieler auch gerne mal die Frechheit besitzen, einen Ball maßgerecht auf einen Strafraumspieler zu flanken, anders kann ich mir nicht erklären, wieso er unbeteiligt der Szene zusah ohne einzugreifen. Und vor dem Tor konnten sich dann Wollscheid und Maroh nicht einigen, wer denn nun Abdellaoue am Torschuss hindern solle, und so stands 0:1...
 
Das Pausengewitter von Dieter Hecking wird man wohl selbst noch am Valznerweiher als dumpfes Grollen vernommen haben, jedenfalls kam nach der Pause eine komplett andere Mannschaft aus der Kabine. Leider jedoch - mal  wieder - ohne die nötige Durchschlagskraft. Dass kurz vor Schluss dann auch noch Didavi den möglichen Ausgleichstreffer von Hegeler verhinderte, nunja, das passte ganz gut ins Freitagsbild aus Hangover.
 
Erlaubt sein müssen aber noch ein paar Zeilen zum Thema Schiedsrichter, auch wenn ich nicht die Szene in der 59. Minute nicht als spielentscheidend erachten mag. Aber gleich 2 Tätlichkeiten den verhinderten Karatekas Emanuel Pogatetz innerhalb von nicht einmal 10 Sekunden zu übersehen, da gehören entweder große Tomaten auf die Augen, oder aber eine Portion seltsamer Humor. Auch wenn der Club davon nichts mehr haben wird, aber ich hoffe doch schwer, dass die DFL da eingreifen wird und diesen nahkämpfenden Österreicher für geraume Zeit aus dem Verkehr ziehen wird. Erst ein Ellenbogencheck, dann noch hinterher ein Faustschlag ins Genick von Wollscheid, das hat mit Fußball oder gar Fair Play rein gar nichts mehr zu tun!

Marcus Schultz

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Wie kann ein Schiri das nicht sehen? Die Bilder sind eindeutig. Klare Tätlichkeit. Rote Karte, Elfmeter für uns, eine halbe Stunde elf gegen zehn. Und dann weiß ich nicht, ob Hannover als Sieger vom Platz gegangen wäre."

Dieter Hecking: "Man muss doch vom Schiedsrichter verlangen können, dass er den Überblick behält. Das war bereits das siebte Spiel in dieser Saison, in dem ich so eine Schiedsrichter-Entscheidung zu monieren habe. Das ist sehr ärgerlich, weil es Punkte kostet. Jetzt habe ich langsam die Schnauze voll!"

Philipp Wollscheid: "Ich kann mir unsere heutige Leistung einfach nicht erklären. Das war leidenschaftslos, ohne Kampfkraft. So darf man sich nicht präsentieren"

Emanuel Pogatetz: "Er wollte mich wegblocken, ich wollte mich freimachen. Eine ganz normale Rangelei. Wenn, dann war es eher ein Foul an mir."

Mirko Slomka: "Im Strafraum muss man sich schon mal ein bisschen wehren. Allerdings darf man das nicht mit der Faust tun."

Raphael Schäfer: "Schade, dass wir nichts mitgenommen haben. Wir haben die große Chance verpasst, uns ein wenig den Druck zu nehmen."

Raphael Schäfer: "Wir sollten uns von der zweiten Halbzeit nicht zu sehr blenden lassen, die Chancen für den Ausgleich hatten wir nicht."

Dominic Maroh über den Schiedsrichter: "Er hat das Spiel nicht entschieden."


COHEN DER ZERSTÖRER. 21.1.2012, FCN - TANTE HERTHA: 2:0

Was wurde nach dem Spiel herumdiskutiert und Spieler gelobt... nur nicht das Spiel selbst. Dabei war das doch OK, oder? Der mutige Esswein, die Bank namens Maroh, der solide Rechtsverteidiger (!) Hegeler, Schwindligspieler Didavi, ein super Neueinkauf namens Hlousek und 92 Minuten kampfbetonter Rumpelfussball mit zwei Toren für den Glubb. Dass es nicht 2:2 stand, ist vor allem Almog Cohen zu verdanken, der zweimal unermütlich den Ball von der Linie kratzte.

Cohen der Zerstörer... der kleine Treibauf dürfte sich bestimmt schon beim einen oder anderen Mittelfeldspieler in der Liga auf die Hassliste gespielt haben. Aber nicht wegen unfairen Mitteln sondern wegen seiner possierlichen Anhänglichkeit im Stile einer hungrigen Hyäne. Gerade der Israeli ist offensiv ständig in der Kritik, er spiele zuviel Fehlpässe und Aufwand und Ertrag stünden in keinem Verhältnis zueinander. Was Almog aber im Hertha Spiel auf dem Zettel hatte waren vor allem seine zerstörerischen Läufe im Mittelfeld. Mal ehrlich, die Herthaner schauten sich doch bei Ballannahme ständig subtil um, ob nicht schon wieder dieser blauhaarige Wadenbeißer händerudernd angerannt kommt und ihnen das Leben schwer macht. Weiter auf der Liste. Cohens zweimal von der Linie kratzen. Und der klug und schnell ausgeführte Freistoss zu Hegeler, der auf Eiglers Kopf passte. Dieser vergab an die Latte. Fast ein Tor. Unter dem Strich die Frage: Wie hätte unser Spiel ohne diesen Wadenbeißer Almog ausgesehen? Vielleicht ein Tor mehr, aber sicher auch ein-zwei mehr für den entnervten Gegner. Deswegen bei aller Kritik: Sonderlob für den destruktiven "Spielgestalter".

Ansonsten lobte die Presse den Kick in allerhöchsten Tönen. Not gegen Elend, Grottenkick, unterstes Niveau, schwaches Match, von Fehlern beider Mannschaften nur so gespickt... Die Antwort Heckings nach der Begegnung in der Hinrunde hätte die gleiche nur mit veränderten Daten sein können: "1. Spieltag, Auswärtssieg, 3 Punkte, der Rest ist mir Scheißegal!" sagte er damals nach zähem Spiel. Frisch aus der zweiten Liga aufgestiegen, wurde damals in Berlin vor Anpfiff nur noch darüber diskutiert, wie hoch der Glubb verlieren würde. Jetzt war man sich sicher, dass der frische Coach Skibbe einen Bonus für den Verein mit dem altmodischen Frauennamen geben wird. Doch nicht seine sondern unsere Jungs wurden für ihr Herzblut wieder belohnt, sie haben alle Ausfälle kompensiert und Esswein hatte endlich mal seinen Stammplatz mit einem glücklichen Tor bestätigen können. Niemand in der Mannschaft hatte dann den zweiten Treffer so verdient wie Maroh, der zwar nur den Fuß hinhalten musste, sich aber ein halbes Jahr lang ohne zu meckern auf die Bank setzte, während Klose in der Innenverteidigung Lorbeeren einfuhr. Das Ergebnis ist letztendlich verdient und korrekt und dem eines 1000. BL Spiels würdig, in zehn Jahren steht das in den Chroniken und interessiert vom Zustandekommen keine Sau mehr.

Der Glubb hatte es richtig gemacht. Im Hertha Kasten klingelte es viermal (traditionell werden ja Tore für Nürnberg auch nicht immer gleich gezählt und man wartet vor dem Jubel erstmal was dem Pfeifer so einfällt), also sind zwei gezählte eine gute Quote. Spaß beiseite, Gagelmann pfiff professionell, die beiden überzähligen Abstauber wahren berechtigte Abseitsentscheidungen.

Fazit, bitte auch den Schluss lesen: Sollte jemand glauben, damit seien die Fans für das verkackte Derby versöhnt, dann liegt er meilenweit daneben. Könnte ich tauschen, ein Sieg gegen Fürth wäre mir tausend mal lieber gewesen als dieser Auftaktsieg gegen eine fahrige Mannschaft auf Augenhöhe im Abstiegskampf. Versöhnung war das noch lange nicht, also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Außerdem fehlen dem Glubb eine Pokalmillion, die Strafe wegen den Zigarettenbürschle kommt jetzt ja demnächst noch dazu. Salopp gesagt, ist jetzt das erste Prozent vom Derbyschmach wieder gut gemacht, für Siege gegen übermächtige Gegner gäbe es mehr... Das verdrängen wir jetzt aber mal alles und sind lieber stolz auf eine Mannschaft, die auch mit 4-4-2 ziemlich rumpelig spielt, aber es jetzt verdammt nochmal kapiert hat, wofür die Fans ins Stadion kommen.

Ewald Funk

Dieter Hecking: "...Natürlich war der eine oder andere Fehlpass zu viel dabei, dafür haben wir heute versucht, Fußball zu arbeiten."

Michael Skibbe (kennt Abstiegskampf noch nicht so gut, trotz vorheriger Stelle): "...Wir haben besonders in der ersten Halbzeit das Spiel kontrolliert und hatten eine richtig gute Torchance."

Michael Skibbe (macht den Schweinsteiger): "Allerdings war der Boden sehr schwer zu spielen und..."

Dominic Maroh: "Nach der Enttäuschung im Pokal wollten wir etwas gut machen, vielleicht auch zu viel. In der Tabelle sieht es jetzt schon besser aus; gegen einen Mitkonkurrenten musst du so ein Spiel auch gewinnen."

Standen vor 1000 Bundesligaspielen für den Glubb auf dem Platz: Gustav Flachenecker, Stefan Reisch, Karl-Heinz Ferschl, Heini Müller und Richard Albrecht. Das war der erste Spieltag der neuen Bundesliga am 24. August 1963

 

Einer der das leider nicht mehr erleben durfte war ein ehemaliger Trainer.

NACHRUF WILLI ENTENMANN!
Abseits von Liga und Pokal trauern wir über den leider verstorbenen Willi Entenmann, bis ins Alter selber sportlich hoch aktiv. Er war einer der erfolgreichsten Trainer der jüngeren Glubbgeschichte, unter seiner Ägide gelang ein 3:1 gegen die Bauern. Und er holte den Glubb nach tiefem Fall auch wieder aus der Regionalliga heraus... Shultzie macht das:

Der ruhmreiche 1. FC Nürnberg hatte in seiner nunmehr fast 112-jährigen Geschichte viele Trainer. Selbst absolute Insider tun sich schwer, da alle noch zusammen zu bekommen. Darunter Schuhkartonverschwinder Jeff Vliers, 41-Tage-Trainer Rudi Kröner, Revolten-Niederschläger Heinz Höher, Zampano Max Merkel, Pokalsieger Hans Meyer. Vielen, wie Thomas von Heesen, weint man keine Träne hinterher. Anders bei dem Trainer, der am 3. Januar von uns gegangen ist: Willi Entenmann.
 
Der Bilderbuch-Schwabe und Realschulsportlehrer Willi Entenmann trat 1991 die Nachfolge von Arie Haan am Valznerweiher an. In seiner ersten Amtszeit tat er sich als unheimlich volksnaher und bodenständige Persönlichkeit hervor, der bei den fränkischen Fans einfach gut ankam. In einem Interview kurz vor seinem Tode sagte er einmal, dass eines der schönsten Komplimente für ihn gewesen sei, als eine Marktfrau auf dem Hauptmarkt ihn mit "unser Trainer" anredete. Ironie des Schicksals war es, dass ausgerechnet dieser beliebte Coach nach einem 2:0 Heimsieg gegen die ungeliebten Landeshauptstädtler vom damaligen Präsidenten-J.R. aus Lauf, Gerhard Voack, entlassen wurde. Doch als "sein Club" im Mai 1996, mit eineinhalb Beinen schon aus der 2. Liga abgestiegen, rief, da ließ er sich nicht lange bitten, es war ihm eine Herzensangelegenheit, dem Club zu helfen.
 
Mit ihm wurde die Tretmühle Regionalliga auf schnellstem Wege durchquert, er führte den Verein auf direktem Wege wieder zurück in die 2. Liga. Doch auch ein Michael A. Roth hatte dann nicht die Geduld, ihm dort eine Eingewöhnungszeit zu gewähren und löste ihn bereits nach wenigen Spielen wieder ab. Jedoch blieb Willi Entenmann bei den Clubfans immer unvergessen! Ich kann heute noch die schallenden "Wiiiiiilllllliiiiiiiiiiii" Rufe hören, mit denen die komplette Nordkurve "ihrem Willi" die Sympathie bekundete. Er war mit Sicherheit einer der beliebtesten Übungsleiter, die jemals am Valznerweiher tätig waren.
 
Willi Entenmann starb am 3. Januar in einem Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen an Herzversagen. Willi, wir werden Dich niemals vergessen!

Shultzie



20.12.2011 FCN - WESTVORSTADT: 0:1. UNSER SENFT...

Es gibt peinliche Momente im Leben. Versehentlich mit offenen Hosenstall vor Publikum eine Rede halten, beim Bewerbungsgespräch den Namen des Ansprechpartners vergessen oder nicht an den Geburtstag des Partners zu denken. Man kann auch vor dem leeren Tor an den Pfosten hauen. Das passierte dem Fürther Edgar Prib letzte Woche. In vielen Glubberer-Foren wurde diese Sequenz auf youtube verlinkt und höhnisch verspottet. Genau dieser Edgar Prib hat dann im Derby das einzige Tor des Spieles geköpft. Leider ins Nürnberger. Ein Frankenderby im eigenen Haus zu verlieren ist nicht nur hochnotpeinlich sondern geht einfach gar nicht. Das darf nicht passieren. Wenn man schon eine Nuklearfirma auf dem Trikot hat, darf man dieses fußballerische Fukushima als Spieler mit seiner ganzen Willenskraft einfach nicht zulassen!
Auch betriebswirtschaftlich eine Katastrophe: Derbyniederlage.

Selten war eine Niederlage gegen Zirndorf-Nord demütigender als die im 254. Derby zuhause im Frankenstadion. Und dabei haben die Fürther einfach nur ihre Hausaufgaben gemacht und verdient gewonnen:

Erstens: Sie haben sich darauf vorbereitet, den Gegner studiert und die Schwächen analysiert. Ein derart unkreativ spielender Gegner wie der Glubb der Vorrunde ist leicht auszurechnen. Man muss nur die immer selben Laufwege zustellen und früh ein Führungstor schießen. Der Glubb-Angriff und die Spieleröffnung läuft eh immer nach dem gleichen Schema ab. Und ein frühes Führungstor des Gegners lässt die Träger des Glubbtrikots regelmässig einknicken. Der Torwart braucht immer ewig für das Zuspiel, womit mit Überraschungskonter nicht zu rechnen ist.

Zweitens: Sie nahmen das Derby ernst. Nach den Anfangsminuten hatten sie ihre Angst abgebaut und merkten, dass man nur hart spielen muss, um unsere Mimosen zu besiegen. Allerdings verwechselten die Grünen das oft mit Unsportlichkeit. Fußball ist kein Rugby und ich kann einen Gegner nicht einfach rammen sondern sollte mich noch im Rahmen der Genfer Konvention bewegen. Fussball soll später mal ein Event für die ganze Familie werden...

Half nichts: Fahnen schwenken...

Drittens: Als Zweitligist kann man im Pokal eigentlich nichts verlieren, vor allem wenn der Gegner nur einen Almog Cohen hat. Ab dem Führungstreffer läuft die Zeit für einen und die Glubberer werden es hinterher halt auf den Schiri schieben. Außerdem schüren die Medien vorher genug Erwartung, welche die ausreichend entlohnten Jungstars nicht immer durch die sogenannte "abgerufene" Leistung erfüllen können.

...noch mehr Fahnen schwenken...

Ich hatte während der 90+5 Minuten jedenfalls nicht das Gefühl, das die als Glubbspieler verkleideten Stars das Derby richtig ernst nahmen. Sicher, einige Glubberer waren hochmotiviert, aber sie konnten ihre Kollegen leider nicht von der Wichtigkeit des Spiels überzeugen. Und so spielte der Rest wieder wie bei einer der beliebigen unzähligen Niederlagen der Hinrunde. Wir haben ja noch genug Zeit, wird schon... oder halt nicht. Beim Derby muss man halt die ganze Zeit Gas geben. Als die Herrschaften in Rot das mal zehn Minuten in der zweiten Halbzeit umsetzten, fiel auch prompt ein Tor. Was aber leider vom Schiri wieder aberkannt wurde. Kennt man als Glubbfan ja zur Genüge. Aber dann muss man halt noch eins mehr schießen... wenn man es kann.

Auf jeden Fall haben die Westvorstädter mit der üblichen Zeitschinderei und viel unsportlicher Holzerei ihr Törla über die Zeit gerettet und so irgendwie Respekt verdient weil sie wie oben aufgeführt halt den Sieg einfach gewollt haben. Dann wünschen wir ihnen von mir aus den Aufstieg, aber nur wenn wir drinbleiben. Dann gibt es auch bald wieder einen Derbysieg für uns.

...und das Christkind himself.

Die bitterste Pille: Nicht zu vergessen unsere vogelwilden Buben von der Ultra-Fraktion. Derartige Aktionen wie das Stürmen des Spielfelds und die Schneeballschlacht mit den Fürthern gehen gar nicht. Genauso wie Pyro aufs Spielfeld schmeißen durch die grüne Gegenfraktion. Da kann man sich eigentlich nur noch fremdschämen. Lösung? Unsere Ballsportler sollten halt einfach auch mal verdient gewinnen, dann haben diese sogenannten Fans auch keinen Grund für Randale. Aber der Umkehrschluß hinkt hier natürlich. Überhaupt: Ob viele bei den Ultras auch schon mal selber Fußball gespielt haben? Zum Kommentar Büskens/Hecking, aber nicht falsch verstehen: Bitte nicht so argumentieren, Fußball sei ein Familiensport und ein Event für die ganze Familie... Randale mal weggeschoben, die hat wirklich nichts im Stadion verloren, aber ob das ein Modell für die Zukunft ist, mit der ganzen Familie ins Stadion zu gehen? Ich gehe doch zum Fussballgucken, um dem Gemecker zuhause zu entfliehen! Mit der Familie gehe ich halt zum Davis-Cup oder zu Holyday On Ice, weil Fussball steht für Schweiss, gesunde Härte, filigrane Technik, Athletik, Bierdunst und völlig ungewissen Ausgang. Nochmal: Distanzieren möchte ich mich trotzdem klar von der Ultrafraktion, die sich auch sonst gerne unsportlich und mit stierem Blick beim Einlaß im Stadion vordrängelt, um dann drinnen "Für die Ultras" ihren 14-jährigen Nachwuchs mit der Sammelbüchse hinzustellen. Die Choreo war wirklich supertoll, was da auf die Beine gestellt wurde verdient Applaus. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass man als friedlicher Fan jetzt die nächsten Monate diese Randale der Krawallbrüderfraktion unter den Ultras um die Ohren gehauen kriegt. Und der Verein sicher auch.

EINTRÄGE INS KLASSENBUCH

Das Klassenziel von 1,2 Millionen Fernsehgelder für die nächste Runde und für das Prestige wurde nicht erreicht. Positiv aufgefallen sind doch einige Spieler, je nach Sichtweise wo man im Stadion saß. Zum Thema Hegeler fällt mir heute lieder einfach nichts mehr ein. Esswein hingegen nahm seinen Job sofort nach der Einwechslung sehr ernst, Cohen spielte seine Rolle wieder perfekt, Eigler streckenweise ebenso und viel Mut brachten auch die paar Rotleibchen auf die Beine, die sich bei der Nordkurve nach dem Spiel für die Unterstützung bedanken wollten. Kapitän Schäfer kann man hier vorbildlich eintragen, der in Leverkusen durch tolle Reflexe glänzte und beim Derby eher dadurch, dass er abseits des Spielfeldes ohne zu zögern sofort und mit viel Schneid zu schlichten versuchte, als eine Eskalation der Randalierer drohte und andere längst in der warmen Kabine waren.

Fazit: Jungs, eine Derbyniederlage ist vom Anspruch des FCN her unverzeihbar und ein Vertrauensbruch an die Fans. Ihr habt viel gut zu machen. Fangt schon mal an, wir sehen uns am 21. Januar gegen Hertha! Denn wir sind der Glubb! Nicht der Glubb sind die 300 Zigarettenbürschle vom harten Kern, im Gegensatz zu den anderen 35.000 Glubbfans im Stadion.
EF


17.12.2011, VIZEKUSEN - FCN: 0:3. NUR GETRÄUMT?

Samstag Nachmittag. Nach dem 0:2 für den Glubb dachte ich, ich wäre im falschen Film, nach dem 0:3 simste ich an Shultzie, dass der Schiri jetzt langsam was für Vizekusen tun müsste und nach dem Spiel fragte ich mich, ob das jetzt nur ein Traum war. Mitnichten, denn Vizekusen hatte nicht auf ganzer Linie einen schlechten Tag erwischt, die Glubberer waren einfach besser, konzentrierter, motivierter und schossen auch das Führungstor. Also diesmal lief endlich alles anders als die letzten Spieltage.
Am 7. März 2010 führte - zumindest in der 55. Minute - schon einmal 3:0 gegen Pillenhausen. Und hielt ein 3:2. Diesmal ein zu-Null.
Das Unfassbare: Der Glubb schießt auswärts gegen eine Spitzenmannschaft die Führung und gibt diese zäh und kämpferisch nicht mehr aus der Hand. Und schon verlaufen Spiele ganz anders als zuletzt gewohnt. Der Schiri pfeift fair, eine Notelf zeigt ungewohnte Talente, jeder Feldspieler spielt wie man das nach dem Motto auf seinem Trikot erwartet und die Glücksgöttin muss nicht einmal über Gebühr belastet werden, um von einem verdienten Sieg zu sprechen. Noch unfassbarer aber ist ein Artikel, der bereits vormittags auf der Webseite der SZ erschien, die ja bekanntlich hauptsächlich vom Nabel der Bundesliga aus der Säbener Strasse hofberichtet:

www.sueddeutsche.de

Wer solche Artikel nicht nur lesen sondern auch deuten kann, sollte den Absatz im Bezug auf die möglichen Käufe in der Winterpause genau durchgehen, denn Bader gibt hier eine Liste von Spielern an. Meine Vermutung: Das sind die, welche nicht kommen werden, weil MB ja immer jemanden holt, den vorher niemand auf der Liste hatte.

Spielten die Glubberer etwa die letzten Male gar nicht sondern waren das nur verkleidete Aushilfen? Wollte sich Bayer schon auf die zugelosten Barca konzentrieren? War die Pille defekt? Hohn und Spott über die Pillendreher auszuschütten verbietet sich nach dem Spiel: Die sind schließlich selber in der fachlichen und finanziellen Lage, Trainer- und Spielerprobleme zu lösen. Haben außerdem einen Sponsor der sich mit Chemie auskennt und ab Sommer auch einen weiteren, guten Innenverteidiger. Bei Standarts sah man auf dem Bildschirm oft den beim Glubb früher gelobten Leih-Verteidiger Stefan Reinartz im Kusen-Trikot an der Seitenlinie im Hintergrund beim Warmlaufen. Ja, den hätten wir auf Rechts aktuell gut gebrauchen können, nachdem sich wegen Chandlers Rot-Sperre Ersatzmann Judt auch noch diese Woche verletzt hatte. Aber Hecking schaute auf seine Spieler, dachte an den Vidosic-al-Verteidiger-Fehler und setzte auf Erfahrung: Feulner verteidigte überraschend und äußerst ordentlich auf Rechts und fügte zu Judts sonstiger Leistung vor allem bravourös das Segment Offensive dazu. Schade für den Oberfranken Feulner, dass er gegen Tante Hertha zum Rückrundenauftakt seine Gelbsperre absitzen muss. Auffallend: Es gab eigentlich an keinem Nürnberger Spieler aus der Grundaufstellung etwas zu meckern. Eigler probte schon mal den Ehrgeiz für das Derby gegen Zirndorf-Nord mit einer Bananenvorlage auf Didavi und füllte alle Spielfeldpositionen ausser Torwart und Schiri zäh ackernd aus. Pekhard brachte mit einem Kopfball sogar Jungkeeper Leno zur Verzweiflung, der ausgerechnet an diesem Abend als neuer Stern am deutschen Torwarthimmel gehypt ins aktuelle Sportstudio eingeladen wurde und dort auch ein bißchen die drei Treffer vom Nachmittag erklären musste. Didavi haute gleich am Anfang zur ersehnten Führung einfach drauf und Hegeler wurde endlich mal wieder mit einem Tor entlohnt. Und das gegen seinen Stammverein... Nicht zu vergessen Maskenmann Maroh, der hinten mit Wollscheid routiniert rackerte, als hätte er die ganze Vorrunde schon gespielt. An Plattenhard gefielen einzig die Standarts, eine neue Spielerposition für ihn sollte man sich noch überlegen. Und Cohen in der Startelf funktionierte diesmal brav als defensiver Mittelfeld-Terrier gegen seine eingeteilte Zielperson. Und dann noch Alt-Keeper Schäfer, der die brisanteste Kusener Chance auf Anschlusstreffer mit einer selbstlosen Gesichtsabwehr gegen Derdiyok verhinderte. Stand auch sonst immer da, wo der Ball gerade angesaust kam.

Fazit: Unverhofft kommt oft. Und die Sticheleien der ganzen Fans anderer Vereine braucht man sich zumindest bis Dienstag 19 Uhr erstmal nicht mehr anhören. Hoffen wir, auch darüber hinaus.

STIMMEN ZUM SPIEL

FAZ: "In der Champions League will Leverkusen Barcelona herausfordern. In der Bundesliga reicht es beim enttäuschenden Hinrundenkehraus nicht einmal für Nürnberg."

Bayer 04-Trainer Robin Dutt: "Es war ein hochverdienter Sieg für den Club." ... "Heute ist es besser, wenn man als Trainer mal ruhig ist."

Philipp Wollscheid: "Heute hat man gesehen, dass wir eine Mannschaft sind, die in Liga eins gehört."

Jens Hegeler: "Es war heute ein günstiger Spielverlauf, das frühe 1:0 hat uns geholfen."

Werkself-Fans im Stadion (Gesang): "Außer Leno könnt ihr alle gehen."

Martin Bader vor Tagen zur Diskussion der neuen Ruhe im Verein: "...die Zeiten sind vorbei beim 1. FC Nürnberg, dass wir uns einen Trainer waidwund schießen lassen."

Michael Ballack vor Monaten beim letzten Aufeinandertreffen: "Der Club hat mit seiner rustikalen, körperbetonten und aggressiven Spielweise über das Ziel hinausgeschossen. Das hatte mit Fußball nichts zu tun."
 

11.12.2011 FCN-HOPPENHAUSEN: 0:2 WENN VIEL SCHATTEN DA IST, WO IST DANN DAS VIELE LICHT?

Wo viel Licht, da auch viel Schatten sagt der Volksmund. Im Frankenstadion war am Samstag auf Seiten des Glubbs viel Schatten, Licht sah selbst der größte Optimist wenig. Natürlich sind die Spieler auch nur Menschen. Natürlich gehört der Abstiegskampf nun alljährlich wohl zur selbstgewählten Rolle des Glubbs nach der neuen Ausrichtung des Kaders. Tradition kann man nicht kaufen, sagt man zu Hoffenheim. Aber mit Tradition kann man sich auch die Fans nicht ewig kaufen. Und so blieben mittlerweile sogar viele Dauerkartenbesitzer daheim. Außerdem war in der zweiten Halbzeit für viele einfach der Tiefpunkt erreicht, und sie gingen früher. Ich blieb bis zum Schluss, wie immer. Applaudiert habe ich nicht. Warum auch? Das Stadion war zum Schlusspfiff nur noch halb voll, her mit den Sorgenkindern der Liga, Nürnberg baut euch auf!
Kurz vor Abpfiff. Die meisten Fans waren schon auf dem Heimweg und hatten nach der x-ten Niederlage die Schnauze voll.

Gebetsmühlenartig werden wir nun schon seit etlichen Spieltagen auf den nächsten eingeschworen mit den üblichen Plattitüden von Verein und Glubb, beim nächsten Mal würde es besser werden. Man kann hin und her analysieren, Statistiken auswerten und Formkrisen, den Schiri, den unsportlichen Gegner und von mir auch dem Rasenstrich oder dem schlecht aufgepumpten Spielgerät die Schuld geben. Man könnte vielleicht auch mal aufhören, die Schuld woanders zu suchen und Kritik nicht verdrängen sondern auch ernst nehmen.

Ich persönlich finde brottrocken und ernst, jeder Spieler des 1. FCN hat am Samstag im Rahmen seiner momentanen Möglichkeiten das Beste gegeben. Die Mannschaft hat sich halt noch nicht "gefunden", es wäre schön, wenn das vor April den Herren noch gelingen würde. Auf keinen Fall vor dem nächsten Spiel irgendwo Bratwürste für einen guten Zweck grillen, sonst explodiert noch das Forum auf der Glubb-Facebookseite. Ob das Niveau des Spiel jetzt nun zweitklassig war, soll jeder für sich ausmachen. In der letzten Spielzeit bekamen bei der üblichen Glubb-Herbstdepression junge Talente eine Chance, selbige finde ich dieses Jahr leider noch nicht. Was könnten wir nach diesem Spiel eigentlich damit verlieren? Jogi würde sagen "Die Schbieler müschen den haischen Atehm ihres internen Konkurrenten im Nack-Ken schbühren!" Neidisch schaut man auf Vereine wie Augsburg, die fast die gesamte Hinrunde Woche für Woche vor den Latz geknallt bekamen und allen Grund für Herbstdepression hätten. Am besten einfach mal deren letzte Spiele gegen schwere Gegner betrachten. Jammert da jemand? Steht deren Trainer zur Diskussion?
 

Bekam unter Gejohle mehr Applaus als die Mannschaft: Ein aufs Spielfeld gestürmter Fan wollte mitspielen und wurde an der Eckfahne abgeführt.

Ich kann nur wiedergeben, wie die Stimmung im Block war. Kopfschütteln in einer Tour, ansonsten betretenes Schweigen. Nicht mal "Hecking raus"-Rufe von den etwas Unsachlichen. Über die ständigen Fehlpässe wird nicht einmal mehr gemeckert, sondern nur noch beißend ironisch kommentiert. "Ey Simons, du spielst aufs falsche Tor!" oder "Innenverteidigung, ihr sollt das Spiel eröffnen, net den Gechner anspielen!"

Damit den sich vor dem Spiel (im Gegensatz zu unserem Verein) offensichtlich sehr wohl über ihren Sparringspartner kundig gemachten Hoppenhausenern die Arbeit etwas leichter gemacht wurde, ließ Hecking unverändert zum letzten Spiel in Hamburg antreten. War ja schließlich ein tolles Spiel gegen den HSV, außer drei Toren zuwenig. Sehr positiv am Samstag: Der Glubb kam nicht in der zweiten Minute in Rückstand sondern erst fünf Minuten vor der Pause. Torchancen gab es nach dem Warmlaufen und Aufwachen trotzdem einige, die Atmosphäre auf dem Feld scheint wohl sehr bissig gewesen zu sein, denn es regnete gelbe und rote Karten. Über die Spielzeit aufgeteilt faire 50:50, ein statistisch toller Wert für den Schiri Drees. Da ist es doch gleich nebensächlich, dass Chandler vom Glubb seine in der 43., Compper von Hoppenhausen aber erst in der 90. Minute bekam. Nach der Halbzeit merkte man schnell, dass der Glubb den Sieg auch nicht erringen würde, wenn das Tor doppelt so groß gewesen wäre. Der trickreiche Freistoß eines gebürtigen Kölners kurz vor Schluß hat dann das Stadiondach trotzdem nicht beschädigt. Selbst 15 Minuten Nachspielzeit wären wohl eher Strafe als Chance gewesen...

Fazit: Liebe Spieler, Teambuilding ist angesagt! Schaut Euch die Rocky-Filme von mir aus bis zum Erbrechen an und erkennt die Botschaft. Das ist die selbe wie aus Galaxy Quest: "Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!" Spielt beim nächsten Mal in leuchtorangenen Trikots, damit ihr Eure Mitspieler besser erkennt. Und besinnt euch auf euer Können, ihr könnt das besser und jede Mannschaft kann ein Spiel jederzeit komplett drehen! Den nächsten Dreier einfach in Leverkusen abgeben und stattdessen die Fürther studieren! Und so fallen lernen, dass selbst schlechte Schiris auch mal dem Gegner Rot zeigen müssen.

KLASSENBUCH

NOTENDURCHSCHNITT: 5 Versetzung gefährdet

BESONDERHEITEN: Sonderlob für Maroh: sitzt seit Monaten auf der Bank und spielt jetzt ohne Jammern wie ein Verrückter... und das meist gut. Didavi: lieferte tolle Bälle, meistens leider für Hoppenhausen. Plattenhard: trotz Schnitzer noch einer der aktiveren, lief sich oft frei und winkte meistens meilenweit frei links vergeblich. Schäfer: hält momentan leider nicht mehr, was er verspricht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Strahlt leider die Gewinnermentalität einer zeternden Marktfrau aus. Bunjaku: kleines Strohfeuer am Schluss, löblich. Pekhard: magels verwertbarer Zuspiele eine arme Sau, sollte sich vielleicht auch mal als Arschloch wie Ibisevic benehmen. Hegeler: nur 4 statt 5 - die ersten 20 Minuten gerechnet. Merkwürdig: früher stand Hecking nicht so teilnahmslos am Spielfeldrand, sondern verteilte Zettel und schrie Taktikbefehle.

EF

STIMMEN ZUM SPIEL

TIMOTHY CHANDLER: "Gegen Leverkusen und Fürth müssen wir dann noch einmal alles geben."

RAPHAEL SCHÄFER: "Und so ist es auch gekommen. Wir haben das Spiel heute 0:2 verloren, dieser Fakt steht."

MANNI BREUCKMANN (MODERATOR): "Eine erschreckende Leistung und nicht Bundesligareif"

FANBERICHT SUPPORTERS CLUB-N (leere Internetseite): "Keine Leistung - Kein Bericht!"
 

SHULTZIE:
"ich gestehe, ich habe das spiel samstag nicht live gesehen. aber ich habs mir dann doppelt hart gegeben und mir - obwohl ich die zusammenfassung bereits gesehen hatte - das spiel nochmals in voller länge angesehen! und ganz ehrlich? natürlich war das ein foul vor dem 1:0, natürlich war die rote karte gegen chandler viel zu hart. aber auch ohne diese beiden szenen hätten wir das nie und nimmer gewonnen!
 
was für ein pomadiger auftritt! im gegensatz zum hsv-spiel waren nichtmal didavi und esswein noch brauchbar, einzig maroh grätschte was der rasen hergab und pekhart, nunja, der kann einem echt leid tun! der rackert, rennt und läuft, und das mittelfeld rückt niemals entsprechend nach und er steht allein auf weiter flur... da muss sich schleunigst was tun! und damit meine ich nicht die trainerbank, sondern vielmehr in sachen kader. mindestens noch ein stürmer, umstellung auf ein spielsystem mit 2 stürmern und leute wie hegeler einfach zur 2. mannschaft schicken! und ganz ehrlich? in der presse wird jetzt wieder auf dem plattenhardt rumgehackt, weil er 2x nicht den ibisevic am schuss gehindert hat. aber wieso bitteschön haben chandler beim ersten und hegeler beim zweiten tor den überhaupt flanken lassen, wo war die innenverteidigung? und ich will nicht noch mehr baustellen aufmachen, aber an guten tagen hat auch der schäfer mal sowas gehalten..."


04.12.2011, HSV - FCN: 2:0, MUTTER THERESA DER LIGA

Och wie drollig, kaum hat der Glubb mal einen dreckigen Arbeitssieg gegen Lautern daheim geschafft, werden die  Ellbogen wieder eingefahren. Und das in einem nicht ganz unwichtigen Auswärtsspiel gegen einen wirklich nicht überlegenen "Weltklasseclub" aus Hamburg. Schade.

Nach zehn Spielminuten dachte ich mir, toll, die spielen ja wirklich überlegen, wahrscheinlich kriegen sie beim ersten wirklich gefährlichen Konter der biederen Hanseaten ein Ei, dann knicken sie wieder ein, und verlieren dann zu Null. Wieder einmal sollte mich die Realität einholen. Kein Aufbäumen nach dem Tor, kein Kratzen, kein Beißen. Die übliche Schicksalergebenheit, weil wir sind ja der Glub und haben ja nicht schon die halbe Saison hinter uns. Und den Klassenerhalt erledigen wir halt dann in den letzten beiden Spielen. Am besten gegen Vizekusen. Kein Spieler reißt die anderen mit, dafür versucht man vornehmlich durch Einzelaktionen, ein Tor zu erzielen und patroulliert ansonsten gerne bei Kontern den Gegner im respektablen Sicherheitsabstand.

Mein Mitleid für Pekhard, der zweimal Aluminium traf und auch für Hecking, der sich am Spielfeldrand den Auftritt seiner Kunstfussballer ansehen mußte, um danach wieder schönen Fußball leider ohne Ergebnis kommentieren mußte. Mitleid auch für den einen oder anderen unermüdlichen Spieler, vor allem den tapferen Maroh, vielleicht auch bisweilen Ackerer wie Esswein oder Chandler, dessen Freundin vor dem Spiel bei ihm einen Wunsch wie letzten am Spieltag wohl vergessen hatte. Und nicht zuletzt Mitleid für die vielen mitgereisten Glubbfans, die sich hernach Hohn und Spott anhören mussten. Wie ich selber auch. Ein guter Bekannter aus Hamburg schickte mir zwei Stunden vor Anpfiff schon das Ergebnis per Mail (Name geändert), kein Witz:

Betreff:     Mein Tipp
  Datum:     Sun, 04 Dec 2011 13:00:13 +0100
     Von:    "xxx Müller"
      An:    redaktion@rcnmagazn.de, xxxxx.Hxxxxxxx@uxxxxxx.com

Sehr geehrte Herren,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen vorab das Ergbnis des heutigen Spiels Ihres Clubs mitteilen:

2:0

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Schwxxxx


Vielleicht hat er auch nur einfach die Zeit auf seinem PC zurück gestellt, egal... Ich hatte wie immer einen Hals nach dem Spiel und der Sonntag war versaut.

Haaaaallo! Gibt es noch irgend einen Patienten in der Liga? Kommt zum Glubb, wir bauen euch wieder auf, unser Punktepolster reicht ja endlos und füllt sich scheinbar immer wieder von selber auf! Ihr braucht ganz einfach nur schnell ein Tor gegen uns schießen, das holen wir dann nie wieder ein. Pirscht euch einfach von hinten an uns ran, da kann man sich einfach den Ball von unseren aufmerksamen Spielern klauen oder man geht zu dritt auf Hegeler los, der schenkt euch den Ball dann nach kurzen Kabinettstückchen für die Galerie freiwillig. Stellt euch einfach hinten rein, unsere Stürmer verlieren die Lust, wenn ihnen ein paar mal nichts gelungen ist. Man kann das ja dem Schiri in die Schuhe schieben, oder Fortuna, oder ...ääh, hatten wir schon mal schwierige Platzverhältnisse? Oder weil die eigenen Fans nicht laut genug angefeuert haben? Die Anreise nach Hamburg war auch sicher anstrengend. Ich weiß ja nicht wie es Euch Lesern geht, aber in meinem Job fragt niemand, ob mir gerade das Symnoseband zwickt.

Mein Fazit? Ich kann diesen Hegeler nicht mehr sehen. Auch wenn er sich bemüht, wir brauchen keinen Zirkusartisten sondern einen Strategen im Mittelfeld. Da können die Statistiken noch so toll sein, laßt den armen Filou doch einfach mal auf der Bank urlauben und stellt den Cohen rein und schaut was passiert. Mag sein dass Schäfer die Mannschaft hinten ordnet, aber die zwei Eier hat er früher mal gehalten. Und wenn ich mir Augsburg anschaue, die hören auch nicht nach dem 1:0 das Spielen auf und haben sogar noch viel weniger Punkte als wir...

Shultzie übernimmt diesmal den Spielbericht, hier seine Hommage an das Hamburg-Spiel...

Habe fertig.

Ewald Funk

 

04.12.2011, HSV - FCN: 2:0

Das heutige Spiel gegen die Fischköppe war mal wieder sowas von typisch, dass einem nur zu sagen bleibt, dass der Glubb einfach ein Depp ist und bleibt! Nie war es in den vergangenen Jahren einfacher, dem Bundesliga-Dino HSV daheim mal die Grenzen aufzuzeigen. Aber dafür sollte man das kleine Fußball-Einmaleins beherrschen... Was wird da getrickst, wie oft will man den Ball mit Hacke-Spitze zum eigenen Mann spielen, doch leider gewinnt man dadurch keine Spiele! Die Kugel muss einfach mal in die Kiste rein, aber Pekhart mit Latte und Pfosten, Drobny zweimal in letzter Sekunde gegen Didavi, Esswein zweimal knapp neben den Kasten. So trickst man sich schnurstracks in Liga 2.

Aber wie will man da Abhilfe schaffen? Es ist kein Marek Mintal mehr da, der wieder einmal in einer schwierigen Lage eine Serie mit Torerfolgen startet, kein Julian Schieber, der den Ball einmal aus dem Nichts über die Linie bugsiert. Vielleicht fehlen einem Tomas Pekhart oder einem Alex Esswein einfach mal ein Erfolgserlebnis, aber es sind ja auch noch andere Spieler auf dem Feld! Und auch da ist keinerlei Torgefahr zu erahnen, so wie bei Eiglers Schuss, Entschuldigung, Schüsschen, kurz nach Beginn der Partie. Ein Robert Mak, auf dem rechten Flügel für Eigler gekommen, hatte der eigentlich mehr als zwei Ballkontakte? Ich habe nicht einmal einen bestrittenen Zweikampf gesehen! So bleibt nur die Hoffnung, dass vielleicht Albert Bum-Bunjaku wieder fit wird und zur Form der vorletzten Saison zurück findet. Oder vielleicht doch ein Transfer in der Winterpause?

Ich gebe zu, ich bin auch kein Freund von solchen Transfers, aber wir brauchen einfach mal einen Stürmer, der auch mal aus einer halben Chance ein Tor macht! Und mir fiele da spontan Patrick Helmes ein, von Magath aussortiert, weil er nur ein Abschlussstürmer sei, der nicht nach hinten arbeitet. Das wäre doch genau das, was der Ruhmreiche bräuchte! Dafür Cohen statt Hegeler wieder auf die zweite 6er-Position, dann haben wir einen Spieler, der Helmes den Rücken freihält und nach einem verloren Zweikampf - im Gegensatz zu Schönspieler Hegeler - auch mal nachsetzt! Und dann solche Aussetzer im Defensivverhalten, einfach haarsträubend! Da wird in den Interviews das Spiel wieder schön geredet und die Schuld dem Schiedsrichter in die Schuhe geschoben, der vor dem 0:1 von Guerrero nicht auf Stürmerfoul entschieden hat. Aber mal ganz ehrlich, zum einen habe nicht mal ich als parteiischer Zuschauer ein Foul gesehen, zum anderen darf einem Routinier wie Timmy Simons sowas auch nicht passieren... Dementsprechend wurde er für mich auch folgerichtig - übrigens zum ersten Male seit dem 1.7.2010 in einem Pflichtspiel - ausgewechselt.

Anstatt also in das kommende Heimspiel gegen Stanis Hoppenheim mit 18 Punkten von Platz 11 aus hineinzugehen nun also doch wieder mit 15 Punkten von Platz 15. Und dann wieder so ein richtungsweisendes Spiel, das unbedingt gewonnen werden muss... Mein armes Herz...

Shultzie

 

STIMMEN ZUM SPIEL:

Haben wir uns gespart.

DIE UNZENSIERTEN KOMMENTARE AUF FCN-FACEBOOK (Zitate)

Thema 1: "Am Mittwoch grillen die Club-Profis wieder ab 18 Uhr auf dem Christkindlesmarkt für einen guten Zweck. (link)"

-Amen !
-Trainiert mal lieber!
-Tore schießen, statt Würstel verkaufen! Eine ganze Region fiebert mit dem Club und die verkaufen für einen guten Zweck Würstel.....der Erhalt der Bundesliga wäre für den Club-Fan sicher auch ein "guter" Zweck!
-bin ja gespannt ob die jungs wenigstens die reinmachen! wenn schon keine tore dann wenigstens würstchen in die semmel!
-So lange es keine höness wörscht sind
-Die sollten lieber das KÄMPFEN üben!!!! Abstiegskampf ist kein Grillabend unter Freunden!!!
-.. es ist doch unglaublich, was hier sog. "FANS" alles so ablassen! Man ist offenbar geistig nicht fähig, Dinge zu trennen... ja ja, in deren Augen sind das alles nur "Fussballmaschinen", ..... das sind MENSCHEN!!... vielleicht mal darüber nachdenken...falls man dazu überhaupt in der Lage ist.... Mund halten ist oftmals besser!
-statt drei im Weggla, döffens a gern mal drei Punkte sein!!
-Vielleicht können sie wenigstens das, wenns schon zum Fußballspielen nicht reicht
-Profis??? Check i niad stoplerer oder Unfähigkeit trifft eher zu naja vll Treffens ja a grillbude wenn's scho as Tor nicht treffen
-spielerisch war das in hamburg doch gar nicht schlecht es muss halt mal eingenetzt werden
-hört halt mit dem gemaule auf. die aktion ist super!!! und rund um die uhr trainieren wie das manche von euch wollen is ja wohl absolut kontraproduktiv. dann geht nämlich gar nix mehr.
-leute das spiel in hamburg war nicht so schlecht von uns.. wir haben einsatz gezeigt nur die tore nicht gemacht, das kann doch gegen hoffe schon anders ausschaun, wenns da ned klappt, dann wirds sehr eng werden für den club und auch für hecking. denn am letzten vorrundenspieltag gehts nach leverkusen..
-ich schimpgt hier alle über den Club und wenn unser Verein dann Absteigt steht ihr alle da und heult euch die Augen aus dem Kopf, als es am Anfang der Saison gut gelaufen ist da waren alle Glubberer und jetzt auf einmal wird wieder voll auf die Spieler eingehackt und ich muss dem chaster da recht geben das die spieler das für einen guten zweck machen und man sollte das auch mal honorieren glaube die wenigsten hier würden sich auf den Christkindlesmarkt stellen und grillen also denkt mal drüber nach bevor ihr euch euere mäuler drüber zerreist

Thema 2: "Heimspielzeit = CLUBmagazin-Zeit! Stellt wieder einem unserer Profis eure Facebook-Fragen, die schönsten stellen wir diesmal Daniel Didavi und drucken sie im CM 08 gegen 1899 Hoffenheim ab. Legt los!"

-Daniel, was sind deine Ziele diese Saison noch mit dem Club?
-dida zurück ins ländle oder direkt nach madrid ?
-Wann haust du mal deine Bude rein.? (;
-Spielt lieber mal gscheid und GEWINNT !!!!
-"profis"??? naja... was die jetzt alle zusammen leisten ist zweite liega reif.... kaum hat club paar gute spieler, werden die wieder verkauft! WOFÜR???? TOLL der club hat dann geld und spielt dafür einfach nur scheisse! => weniger besucher bei heimspielen =>> weniger einnahmen.... WO IST DA DER SINN??????
-..wann schiesst ihr endlich mal tore ;-)
-Was macht ihr in der ersten Liga?
-Warum sind wir zu doof so ein Spiel zu verlieren wie das gegen den HSV?....
-Ob er weis wo das Tor steht!!!
-wenn wir gegen HsV nich gewinnen gegen wen dann ?
P.S. Trainiert mal lieber das wir mal gewinnen :D


Für die anderen Fussballsachverständigen in der Republik, die vom Glubbspiel gegen Lautern wenig mitbekommen haben, liest sich ein 1:0 nach einem knappen Ergebnis zweier Kellermannschaften. Nun, der Glubb war entgegen dem Tiefpunkt gegen Schalke wie ausgewechselt, dominierte die Partie und profitierte von einer schwachen und fahrigen Mannschaft aus roten Teufelchen in Weiß. Chandler nahm sich endlich ein Herz und zog mit links einen echten Hitzlsberger mit 105 km/h ins Tor. Seine Freundin hatte ihn gebeten, ein Tor zu schießen. Sie kann gerne öfter kommen und vor allem derartige Wünsche vor den Spielen äußern. Hecking wird sicher nicht eifersüchtig sein... aus dem Stadion diesmal ein Bericht von Roland Hornauer:
Ein Törchen zum 1. Advent: Chandler

Nun, der Glubb war entgegen dem Tiefpunkt gegen Schalke wie ausgewechselt und dominierte die Partie und profitierte von einer schwachen und fahrigen Mannschaft aus roten Teufelchen. Chandler nahm sich endlich ein Herz und zog mit links einen echten Hitzlsberger mit 105 km/h ins Tor. Seine Freundin hatte ihn gebeten, ein Tor zu schießen. Sie kann gerne öfter kommen und vor allem derartige Wünsche vor den Spielen äußern. Hecking wird sicher nicht eifersüchtig sein... aus dem Stadion heute ein Bericht von Roland Hornauer:

1. FC Nürnberg : FC Kaiserslautern 1: 0 (1 : 0) 26.11.2011

Acht sieglose Spiele in Folge und dann kommt Kaiserlautern in das heimische Geläuf. Kann doch eigentlich gar nichts anderes wie einen Dreier geben. Nur ganz genauso waren die Überlegungen vor fast genau einen Jahr. Am 20.11.2010 kreuzte der damalige Aufsteiger Kaiserslautern auf und die gesamte Nordkurve diskutierte nur noch über die Höhe des Sieges. Unterstützt wurde sie dabei von der genialen Aufstellung unseres Trainers Hecking. Die gelernte Offensivkraft  Dario Vidosic, unser australischer Wunderstürmer bekam bunte Fußballschuhe verpasst und wurde als rechter Verteidiger aufgeboten. Nach Heckings Plan sollten die Pfälzer damit so verwirrt werden, dass ein Clubsieg locker eingefahren werden kann. Alle mit Langzeitgedächtnis werden sich erinnern, der Plan ging völlig in die Hose und nach drei Angriffen lag Lautern 3 : 0 in Front und gewann das Spiel 3 : 1.


Ach ja, damals gab der völlig unbekannte Philipp Wollscheid mit der Nummer 38 sein Debüt als Einwechselspieler und seit dieser Zeit, d.h. nach einen Jahr ist er Stammspieler in unserer Innenverteidigung. Ein Jahr Clubbinnenverteidigung ist den Pillenclub bei Köln 7 Millionen Euros wert und unser Philipp wechselt bekanntlich zum Saisonende nach Leverkusen. Mit dem Geld können wir ja den Andi Wolf zurückholen und wir bekommen dann wieder eine erfrischend fehlerhafte Innenverteidigung. Genug Vergangenheit, auf dem Weg zum Stadion, wechselte das Fanbefinden zwischen blanker Angst - "wenn mer des heute vergeign, stehn wir bis Schluss unten drin" - und Zuversicht - "heut pack mers endlich". Na ja, die Heimbilanz mit 11 Siegen, 9 Niederlagen und 7 Unentschieden sah ja nicht so berauschend aus. Im Stadion bei der Präsentation der Aufstellung gab es fetten Sonderapplaus für den erstmals in der Startelf stehenden Innenverteidiger Dominic Maroh und gellende Pfiffe für seinen Partner Wollscheid.


Zum Spiel: Nach den letzten Auftritten waren unsere Helden ungewohnt konzentriert, aufmerksam, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und versuchten schnell und direkt zu spielen. Ab der ersten bis zur letzten Minute war der Clubb dominant. Eigler und Esswein arbeiteten sehr gut nach Hinten mit und so hatten die Pfälzer währende des ganzen Spiels keine Chance. Plattenhardt ersetzte Pino vollkommen und behauptete sich gegen Lauterns Spielmacher Tiffert. Maroh war in der Abwehr überragend und so konnte sich Wollscheid den einen oder anderen Patzer leisten. Nach 13 Minuten war es so weit, Timothy Chandler fing einen Pass ab, hob den Kopf, schoss aus 16 Metern platziert zum 1 : 0 ein. Das war es eigentlich, denn die Betzebuben beschäftigten Schäfer nur mit harmlosen Standards. Simons und Hegeler als Doppelsechs machten das Mittelfeld dicht. Unser Mittelstürmer Pekhart erinnerte erstmals mit seiner Spielweise an Markus Schroth in seinen Glanzzeiten als Clubberer. Daniel Didavi spielte unglücklich als 2. Spitze und hätte eigentlich mindestens ein Tor schießen müssen. Esswein dagegen, hätte er rechtzeitig abgegeben, hätte mehr als 2 Tore vorbereitet. Damit ist eigentlich schon die 2. Halbzeit erzählt. Chancen über Chancen für den Clubb. Fast alle unkonzentriert, leichtfertig oder mit einer Prise Pech (Eigler Volley aus 9 Metern) vergeben. So souverän wie unsere Helden agierten, so zittrig wurden die Fans. Klar wer seine Chancen so leichtfertig vergibt, der kriegt noch den unverdienten Ausgleich. Nicht so dieses Mal, inklusive Nachspielzeit blieb der Club aufmerksam und ließ keine Chancen der Pfälzer zu. Nachdem unser Gattuso Cohen eingewechselt wurde, war dies eigentlich eh klar. Nach diesen überzeugenden Sieg haben wir hoffentlich für alle Zeiten Platz 16 oder schlechter verlassen und sind jetzt, vor der sonntäglichen Bauernpleite gegen den Karnevalsverein bei Frankfurt, 13.. Ärgerlich war Schiedsrichter Welz bei seinen Kartenvergaben, vier gelbe Karten für uns, bei gleicher Regelauslegung hätte Lautern drei Mal Gelb-Rot sehen müssen. Stattdessen bekam Kouermaha nur einmal und viel zu spät Gelb. Eigentlich wurscht, wenn so ein wichtiges Spiel so überzeugend gewonnen wurde. Am Rande, für das kommende Pokalderby wurden diverse Sprechchöre wie "Tod und Hass dem Kleeblatt Fürth" in der Kurve eingeübt und die Ultras haben ihre "Anti-FÜ"-Kollektion erneut aufgelegt. Hoffentlich gibt es bis dahin noch ein paar Punkte in der Bundesliga.

Roland Hornauer


STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Man hat ihr den unbedingten Willen angemerkt, die Negativ-Serie zu beenden. Dass wir das ein oder andere Tor mehr hätten machen können, steht außer Frage."


Marco Kurz (Trainer Lautern): "Ich will allerdings nicht vergessen, dass Nürnberg uns in allen Belangen überlegen war und deshalb verdient gewonnen hat."

Timothy Chandler: "Es war wichtig, dass wir das Tor früh gemacht haben. Unser einziger Fehler war, dass wir nicht ein zweites Tor nachgelegt haben."

Dominic Maroh: "Das Gefühl heute war überwältigend, nach so langer Zeit mal wieder gebraucht zu werden."


19.11.2011 SCHALKE - FCN: 4:0 BLAMORÖS!

Was für ein grausames Spiel! 13 Minuten hat der Glubb im Rahmen seiner Möglichkeiten forsch mitgespielt, dann reicht ein Huntelaar mit seinem Treffer nach Patzer der Hintermannschaft aus und das Selbstvertrauen der Glubbspieler klappt zusammen wie ein Kompaktregenschirm, den man auf Minigröße zusammenschieben kann. Nach dem Spiel war ich erstmal ein Woche bedient, denn das Spiel hat mich fatal an die letzte Partie unter Oenning in Köln erinnert, wo am Ende der Hinrunde die Mannschaft überdeutlich und sehr sehr unprofesionell gezeigt hat, was sie von ihrem Fußballlehrer hält. Gar nichts mehr.

Also Freunde jetzt ist Schluß mit lustig und beim nächsten Spiel wird alles besser, zieht jetzt nicht mehr. Die Signale waren deutlch.

Mal sehen, wie die nächste furchterregende große Stadt in Nürnberg zu Gast ausschaut...


Man braucht nur eins und eins zusammen zählen und das Statement von Hecking nach dem Spiel sich auf der Zunge zergehen lassen, denn er sprach der Mannschaft bisweilen Bundesligareife ab. Ich würde das schon fast Arbeitsverweigerung nennen, was auf dem Platz geschah, denn sie spielten nicht mehr zusammen, unsere Jungs. Bei den meisten fehlte Leidenschaft und es gab Frustfouls statt Einsatzbereitschaft. Gut dass der Schalker Trainer Stevens so nett war, und den Finger in die Wunde legte, und nur das eigene Spiel als "nicht gut" bezeichnete. Das hat gesessen. Die üblichen Sprüche der Spieler liegen mir immer noch schal im Magen. Ich kann diese Spieleranalysephrasen von dem Zusammenhalt in der Mannschaft nicht mehr hören, wenn es optisch keine Mannschaft mehr ist. Das sind klare Zeichen und wenn dann der Trainer auch stinkesauer ist, stimmt etwas nicht mehr. Schon bei der Rückpassorgie, pardon, beim Testspiel gegen Ingolstadt bemerkte man, welche wichtige Rolle alte Hasen wie Eigler und Schäfer spielen, und wie wenig ihnen von der jungen Legion zugehört wird.

Was dem Glubb hilft ist Lust am Fussball. Wenn man aber nach dem ersten Gegentor gleich aufgibt, löst man das eigene Schicksal von dem des Vereins. es passiert einem ja nichts, der Spielerberater wird das schon mit dem nächsten Verein auskarteln und unter den Teppich kehren. Und das geht auf die Nerven genauso wie schlechte Schiedsrichter oder Adduktorenzerrungen oder das Symnoseband.

Spiel für Spiel, Niederlage für Niederlage wurde einem erklärt und beteuert, das es beim nächsten Mal besser wird. Nein, nicht das nächste Spiel ist entscheident, sondern die Aussage, dass man ja noch einige Spiele bis zum Saisonende habe und somit wird der Klassenerhalt als feste Größe am Horizont aufgezeigt. Nur Schade, dass man zuviel Zeit verschendet hat, und der Tank bereits sehr leer ist. Wahrscheinlich reicht es gar nicht mehr bis zum Ziel.

Das Schalke Spiel war kein Endspiel, es war schon eins danach... um die goldene Anananas. Es liegt nun an Mannschaft und Trainer, sich mit den Fans wieder auszusöhnen. Den diesmal gab es einen wirklichen Bruch.  EF


Einer der beliebtesten Spieler war wohl bisher  Wolle Wollscheid, als der am 21.11. zum Chat bereit stand, wurden trotz Aufforderung im Vorfeld auf FCN-Facebook kaum Fragen gestellt, sondern eher Feststellungen eingetragen. Auszug gefällig?

"Geht nur noch ums Geld und das auch schon bei den jungen Spielern..."

"Die soll'n lieber Trainieren als am pc zu hocken!"

"kämpft endlich mal sonst habt ihr bald keine zuschauer mehr reißt euch endlich den arsch auf gegen lautern"

"Ist euch das eigentlich egal, dass die Fans in der Kurve stehen und völlig fertig sind mit den Nerven oder auf Schalke Rotz und Wasser heulen? Ihr wirkt, als gehe euch das alles nix an."

"Fühlt man sich gut ohne Lust auf den Platz zu gehen und entsprechend zu verlieren?"

"wann begreift ihr was ihr uns an tut? Wir stecken jeden hart verdienten Euro in euch rein um euch verlieren zu sehen"

"Wenn ein normaler Mensch 7 wochen so eine Leistung in der Arbeit abliefert wie ihr zur Zeit auf dem Fußballplatz, wäre er vermutlich schon längst am Arbeitsamt!"

".. die zeit für fragen ist vorbei - wir wollen einfach nur punkte sehen !"

"Ihr könnt alle Fußballspielen warum macht ihr das nicht , spielt ihr gegen eueren Trainer."

"80 min. Arbeitsverweigerung war das am sa."


Am 22. November dann platzte dieBombe und die Kommentare wurden noch schärfer...

Wollscheid geht im Sommer nach Leverkusen.


GLUBB: TEST GEGEN INGOLSTADT

11.11.11: TESTSPIEL FCN VS. FC INGOLSTADT: 3:0
Der Rohbau Mitte November.

Gleich nach Anpfiff eine achtzigprotzentige Chance der Audistädter, geht knapp am Tor vorbei.

Riesengebrülle am Platz, das sind aber nicht die Fans sonder Schäfer, der alle wach schreit, dazwischen fangen andere Spieler auch damit an. Die Niederbayern schreien ebenso wie die Verrückten... Ist heute wie am Fischmarkt, nur aggressiver. :-)

Distanzschuss von Eigler, Kirschstein klärt knapp. Langsam wacht der Glubb auf. Ring Ring!

7. Minute: Tekerci aus der A-Jugend (!) zum 1:0 für den Glubb durch Flanke, die sich ins Tor senkte. Der wendige Technikspezialist kann auch schießen. Erinnert etwas an Ivan Saenko, ist aber schneller im Anzug und rennt wie ein Wiesel. Und ist hochmotiviert. Der Ex-Fürther im Tor der Ingolstädter sah hier bei dem Bananenheberflankenball ziemlich alt aus.

Die Schanzer spielen jetzt auch gut mit und profitieren von den üblichen Fehlpässen der Glubberer, 2-3 gute Konterchancen waren aber dabei. Beim Glubb: Wie immer langweiliges Hin- und Hergeschiebe statt Spieleröffnung, viele Rückpässe, niemand nimmt sich ein Herz. Lediglich Frantz schmeißt manchmal alle nach vorne oder hilft hinten aus. Didavi ist ganz klar auch Aktivposten. Hegeler mitunter auch, leider spielt er in der Liga vergleichsweise bescheiden.

Juri heute links als Verteidiger und unterirdisch. Verliert Bälle oder traut sich keine Tricks, trägt keinen Ball mal Richtung 16er. Verteidigt solide, rettet immerhin einmal auf der Linie, aber das war es dann auch. Wehe es sagt noch jemand etwas über Pino! Das hier ist noch schlechter. Drüben ersetzt Kamavuaka Chandler, das liegt ihm nicht besonders, er macht aber einen guten Job, nur halt nicht mehr. Maroh solide, Wollscheidt eine Klasse besser als die anderen. Selbstsicher und agil. Traditionell das Gegenteil: Seine Spieleröffnung.

10. Minute etwa. Daß ein Gnom wie Almog Cohen locker einköpfen kann spricht nicht für die Ingolstädter Hintermannschaft. Die Flanke kam von - wem wundert es - Frantz.

Standarts sind heute fast alle gefährlicher. Feulner ist ja krank. Zur Halbzeit steht es 2:0, Hecking brieft die Mannschaft, alle hören geduldig zu.
 

Weiter geht es, Hegeler und Didavi verlieren viel Zeit in Zweikämpfen. Ab und zu aber Offensivdrang, Didavi ist hierbei weniger selbstverliebt und dafür kreativer und vor allem durchdacht. Hegeler wiederum holt mehr hohe Bälle vor der Abwehr bereits herunter. Didavi denkt aber immer einen Spielzug weiter, was man von Hegeler weniger beobachten kann.

Und wieder Frantz, er prüft diesmal den eingewechselten Keeper Özcan. Tekerci spielt ebenso drei Schanzer schwindlig und der platzierte Schuß ins lange Eck ist dann aber zu zaghaft oder nicht gut genug getroffen. Wäre ein tolles Solotor gewesen.

Klement kommt für Didavi und reiht sich zentral vor der Innenverteidigung ein. Die Schanzer lassen jetzt nach. Manuel Zeitz kommt für Cohen, der sogar Applaus bekommt. Für sein Pensum berechtigt! Lief wohl dreimal soviel wie Eigler, aber nur für Schandmäuler. Eigler bewegte sich einfach, ähem, gezielter... :-)

Schon wieder tanzt Tekerci wie ein Blitz an den Audis vorbei und legt punktiert auf Frantz' Kopf, der sicher einnickt. 3:0. Frantz wird fünf Minuten vor Ende ausgewechselt und darf erst nach weiteren fünf zum Duschen, weil er sofort von sehr jungen Autogrammjägern umringt wird. Für ihn kommt George, zu spät um beurteilt zu werden.

Trotz der frühen Tore wirkte der Glubb anfänglich ziemlich unsicher und seltsam rückwärtsorietiert. Flottere Gegner hätte sicher öfter Tore aus einfachem Pressing erzielen können. Wollscheid defensiv eine Klasse für sich. Hegeler glücklicher als in der Bundesliga. Fouls machte eigentlich nur der FCI. Als vier Jungspunde am Platz standen, ging nach vorne die Post ab. Matchwinner war wohl der vor Spielfreude sprühende Tekerci, Komplettausfälle gab es keine, eher die Taktik war ein Ausfall. Zumindest was die Mannschaft daraus machte. Fazit: Viel zu statisches Geschiebe hinten und im Mittelfeld, gegen Schalke wäre das Selbsmord. Offensiv aber untadelig, die Defensive meist auch, Mittelfeld eher nicht vorhanden.

EF


NACHTRAG VON SHULTZIE ZU FREIBURCH:

Auch im Steigerwald kocht es bei einem Glubbfan noch ziemlich... auch fünf Tage nach dem Spiel.

Zuerst zum Tthema Schiri: Pino foult einen Freiburger an der Eckfahne, ein Foul wie es 'zig hundert andere in jedem Spiel gibt, aber er kriegt Gelb. Dagegen darf der Barth mit unfairen Mitteln abräumen, was er nur vor die Beine kriegt. Das eigentlich reguläre Tor von Esswein abzuerkennen grenzt in meinen Augen an Realitätsverzerrung, schlimm ist nur, dass sich ein sogenanntes Fachblatt wie der kicker auch noch auf die Seite der (angeblich) Unparteiischen schlägt und schreibt, das Tor sei regelkonform aberkannt worden. Aber durch das Abfälschen ist weder eine neue Spielsituation entstanden, noch haben die Clubstürmer den Keeper irritiert!
 
Aber es wäre wirklich zu einfach, die Niederlage auf den Schiri abzuwälzen! Was da am Platz herumlief war wirklich unterirdisch! Feulners Standards waren auf Diekmeier-Flanken-Niveau, da hätte ich mir Ecken und Freistöße von Platte wieder hergewünscht, der ist da um Klassen besser! Fehlpassquote, dass es einem die Schamesröte ins Gesicht treibt, wollten Klose und Simons da einen Andy-Wolf-Gedächtnis-Spielaufbau zelebrieren?  


Zum Glück gab es Lichtblicke, allen voran Mike Frantz, von seiner Sorte bräuchten wir noch ein paar! Und entgegen der früheren Jahre hat er sogar mal 75 Minuten durchgehalten, bevor er unters Sauerstoffzelt musste! Dann noch Esswein, der wenigstens mal was probiert, auch wenn ihm nicht alles gelingt, aber immer noch besser als vom Anstoßkreis zurück zum Keeper zu passen...
 
Im Augenblick bin ich einfach ratlos, was soll bis in 14 Tagen auf Schalke denn besser werden? Meine Hoffnungen ruhen auf Maroh und Wießmeier, und darauf, dass sich einige bei ihren Nationalteams mal etwas Selbstvertrauen holen. Und natürlich darauf, dass der Hecking mal anständig dazwischen haut, denn so geht's übers Pokalaus im Derby schnurstracks in die zweite Liga...


Schultzie


05.11.2011 FCN - FREIBURG: 1:2. SPIEL UND SPASS IM FRANKENSTADION

Der Nachmittag hätte so schön werden können. Fleissig gewesen am Vormittag, früh aufgestanden, alles erledigt und dann ab ins Stadion, denn heute muß ein Dreier her! Schließlich stand am Samstag statt Jugendwahn die geballte Erfahrung auf dem Platz, nachdem einige verletzte "Mannschaftssenioren" wieder im Kader standen. Der Schluß in der Nachspielzeit mit dem Elfer unter Mithilfe von Klose und Stephan war dann die krönende Kacke auf dem stinkenden Misthaufen.
Die Choreo diesmal sehr bunt in der Abendsonne...

Die Meinungen über das Spiel teilen wir heute mal auf fünf verschiedene, teils fiktive Zuschauer-Charaktere auf. Wie würden die urteilen? Hier geht es los mit dem

NEU-DAUERKARTENBESITZER

"Jetzt habe ich mir nach der tollen Saison im letzten Jahr endlich mal eine Dauerkarte gekauft, nachdem sich der Glubb wohl dauerhaft in der ersten etablieren kann. Pfeiferdeckel! Ich habe dieses Jahr noch kein gutes Spiel gesehen und das nächste Mal bleibe ich zuhause und verleihe meine Karte an meinen Nachbarn, dann war der auch mal bei einem Fussispiel. Heute war eine Frechheit! Von der tollen Abwehr keine Spur, das sind doch alle verwöhnte Jungspunde, und der Pino hatte auch nach zehn Minuten wieder seine erste Gelbe. Und die etablierten waren auch nicht besser, das Gegentor geht voll auf die Kappe vom Schäfer. Und der Schiri war bestimmt geschmiert, so wie der gepfiffen hat!"
 

Auch von hier ein Gruß ans Ehrenamt!

 

DER FUSSBALLSACHVERSTÄNDIGE

"Das Mehr an erfahrenen und wieder genesenen Spielern konnte heute nicht die erhoffte Dominanz erbringen. Wieder einmal baute der Club den Gegner unnötig auf und kassierte auch noch kurz nach der Führung den Gegentreffer durch einen katastrophalen Fehler von Raphael Schäfer, der auch schon vor der Verletzung oft unter seinem früheren Niveau agierte. Zu viele individuelle Fehler im Zuspiel auf dem Platz brachten die eher farblosen Freiburger ins Spiel und hielten die Partie in der Balance, statt dass ein Heimvorteil zu erkennen war. Aktivposten beim FCN waren zum einen Esswein, der sich oft die Bälle auch noch selber erkämpfen mußte und zum anderen Frantz, der das Karma vom Elferverursacher aus der vorvorherigen Partie völlig abgelegt hatte und ständig für Unruhe im gegnerischen Starfraum sorgte. Außerdem lenkte er den strammen Schuß von Pekhard noch ins Tor und verdiente sich den Schützentitel. Feulner im Mittelfeld wirkte farblos und ohne Impulse. Während der Sturm heute relativ gut agierte, passierte hinten und im Mittelfeld fast gar nichts. Es fehlt nach wie vor eine eingespielte Grundmannschaft, die man dann durch Einwechslungen dem Spielverlauf anpassen könnte. Den Elfmeter der Freiburger hat man geben können, Essweins Tor aber hätte nach meinem Derfürhalten zählen müssen."

MEIN SOHN (12)

"Jeden Samstag im Stadion die selbe Scheiße mit den sch.... Schiris, ich habe bald keine Lust mehr, das ist doch heute mal wieder ein voller Witz gewesen. Was haben wir bloß verbrochen, dass wir jedesmal nur noch verpfiffen werden."

DER ALTFAN

"Also so etwas hat es früher nicht gegeben. Ich glaube die verdienen alle a bisserl zuviel heutzutage. Unten die Ultras sind so besuffen, die feiern auch wenn der Glubb schlecht spielt und a jeder hat eine Bierflaschen in der Hand vor dem Spiel. Und unsere Herren auf dem Platz können nicht einmal gescheit abspielen, des klappt ja in jeder Altherrenmannschaft besser! Von dem Schäfer hab ich jetzt schon wieder die Schnauze voll, und von den Schiris erst recht. Der Pino hat gleich wieder a Gelbe kassiert, der Gegner kann foulen was er will, die Karten bleibt drin. Und das mit dem nicht gegebenen Tor war ein Witz, ich hab mir des extra danach nochmal hinterher im Fernsehen angeschaut. Eitz frage ich mich, wenn wollen'sen etz eigentlich noch schlagen? Und des Pokalderby wird des Jahr a Blamage, aber wos für ahne!"

ICH SELBER

"Hatten wir eigentlich in der letzten Saison zuviel Dusel, wo wir doch solche Spiele dann immer durch ein Tor kurz vor Schluss gewonnen hatten? Jetzt machen das Tor die anderen Mannschaften und wir stehen seit etlichen Spielen ohne Punkte da. Wenn ich mir Augsburg gegen die Bauern in der Zusammenfassung angeschaut habe, dann haben die Fuggerer gegen den Tabellenersten mehr fürs Spiel getan als der Glubb heute gegen den Letzten. Auch wenn man die Partie zwei Tage sacken läßt, ich habe immer noch einen Hals: Auf den Schäfer mit seiner Slapstickeinlage, auf Klose, unseren König der Spieleröffnung mit seinem dunkelsten Moment der Saison dazu. Auf Feulner, der keinen einzigen vernünftigen Standart gebacken bekommt. Auf Hegeler, von dem außer selbstverliebten Rumgeschwanze nichts, aber auch gar nichts für die Mannschaft kommt. Der Sturm braucht sich heute weniger Vorwürfe machen. Pino machte gleich wieder mehr Alarm als Platte, Esswein wie immer trickreich und mit Zug zu Tor, Frantz ganz der alte brandgefährliche Kämpfer mit Löwenherz und Eigler wie immer sehr unbequem und körperbetont. Immerhin wurde Pekhard mal öfters in Szene gesetzt, der blieb seine Transfersummen-Gegenleistung aber wieder schuldig. Schlimm das Mittelfeld und die Spieleröffnung. Klose hatte glaube ich eine Paßgenauigkeit im einstelligen Prozentbereich und statt Feulner hätte es Cohen sicher auch nicht schlecht gemacht. Aber da hätte man defensiver spielen müssen und es mal mit Konter probieren sollen. Natürlich sieht man das aus der Kurve nicht im Detail, aber von den besseren Plätzen hörte man über den arroganten Schiri nur Pfiffe. Mit dem Spiel ist der Abstiegsrang und der Saisontiefpunkt erreicht und wie schon gehabt labert sich die Mannschaft heraus, beim nächsten Spiel werde das besser. Hecking würde ich außer der Hegeler Einwechslung keinen Vorwurf machen, eher der Mannschaft. Ich las bei Clubfans-United im Blog, ob denn "Schäfer die Aufstellung diktiert" habe? Dem kann ich nur weinend zustimmen. Wann wird eigentlich Rakovsky wieder gesund? Vielleicht übernimmt der mal die Spieleröffnung. Die Fehlpassquote war katastrophal und ein System im Aufbau war nicht zu erkennen. So machen wir uns zur Lachnummer und nächste Woche werde ich immer noch nicht heruntergekühlt sein, meine Herren! Warum müssen wir immer zwei Tore mehr als der Gegner schießen, damit wir mit Ach und Krach ein Unentschieden bekommen?" EF

STIMMEN ZUM SPIEL

Raphael Schäfer offiziell (Bild): "Herzlich willkommen im Abstiegskampf!"

Ex-Fürther und Jetzt-Freiburger Stefan Reisinger: "Danke für die zwei Tore. Wir hätten hier nichts getroffen."

Dieter Hecking über Mike Frantz: "Mike hat Kampf und Leidenschaft gezeigt, die Eigenschaften, die wir unbedingt brauchen. Auch Eigler, Esswein und Pekhart haben gut gekämpft."

Tim Klose: "Ich bin fassungslos. Es tut mir so leid. Ich weiß nicht, wie ich das verkraften soll."

Dieter Hecking zur Schiedsrichter-Leistung: "Es wäre nicht gut, wenn ich jetzt die Wahrheit sagen würde."

Freiburgs Trainer Marcus Sorg: "Ob der Sieg verdient ist oder nicht, sollen andere entscheiden."

ARD Live Ticker: "Esswein nimmt Maß aus 20 Metern, Barth fälscht unhaltbar ab. Das Tor zählt allerdings nicht, weil Schiri Dingert einen Nürnberger im passiven Abseits gesehen haben will. Fehlentscheidung, denn ein Freiburger fälscht den Ball ab, und niemand behindert das Sichtfeld des Torhüters. Das Tor hätte zählen müssen. "


29.10.2011: FCB - FCN 0:4 DERBY IN NORDÖSTERREICH

Nachdem die Bauern dieses Jahr scheinbar auf Jahrzehnte unschlagbar sind, war es natürlich müßig, über etwas anderes als eine hohe Niederlage nachzudenken. Den Samstag kann man eigentlich auch vorher abhaken, eine Folter ist es allemal sich das Spiel in der Stamm-Sportsbar anzuschauen. Gleich drei Hürden sind zu nehmen: Eine handvoll Embryos -einer davon im Bauerntrikot- sitzen mit im Lokal und schreien bei jedem Tor der Münchener so laut, als wäre es der Gewinn des Pokals. Naja, in dem Alter ist man ja auch mit mancherlei Schwärmereien fehlgeleitet und steht z.B. musikalisch auf Justin Bieber oder sowas. Die zweite Folter ist dann das Spiel selber und die Zeit bis zum ersten Tor der Lichtgestalten. War ja diesmal kurz. Und das schlimmste ist wohl Firtz von Thun und Lassnix als Hofberichtkommentator immer noch scheinbar tragbar bei Sky. Seine Verhaspler sind immer toll. Diesmal rutschte ihm statt "dem Bayern-Torwart Manuel Neuer" doch ein herzhaft-neutrales "unser Torwart" heraus und die ganze Kneipe lachte, als er bei der Einwechslung von Julian W. berichtete, der "80-jährige Wießmeier" würde gerade das Feld betreten. Forderung: Alkoholverbot im Stadion nein, in der Sprecherkabine schon! Unser eigener Kommentator kann das auch, Roland war in München, hier sein Bericht.
Der Münchener Hustinettennär Anno 2011.

WUNSCHERGEBNIS ERZIEHLT

An einen schönen Herbsttag fährt Clubbfan natürlich gerne mit dem ICE 527 Wendelstein, dank Nutellagutschein um 10 Euro preisermäßigt, zu den Österreichern, um in der Arroganzarena beim Derby gegen die Bauern mitfiebern zu können. Der Zug war, vermutlich wegen Ferienbeginn, proppenvoll und ab Stinkolstadt, auch Seehofer/Haderthauer-Center genannt, war wegen Nebels keine Sonne mehr zu sehen. Kurz vor München war der Nebel dann plötzlich weg, ein gutes Omen? Egal, es war noch Zeit bis zum Anpfiff und so machte ich mich auf in`s Münchner Gärtla. Schon ein bißchen gewöhnungsbedürftig, das Gärtla weit weg vom Stadion, direkt neben dem Marienplatz zu finden. Heißt auch anders, die Österreicher sagen Viktualienmarkt dazu. Wäre für uns Norisstädter aber auch nicht schlecht, wenn das Gärtla neben dem Hauptmarkt wäre. Mancher Einkaufsbummel ließe sich so bei einer Halben oder Maß gut überstehen. Das kulinarische Angebot im Münchner Gärtla war überraschend gut. Biere vom Münchner Hofbräuhaus, zwar nur drei Sorten (Weizen, Bier, Radler), aber immerhin eine Auswahl. Dazu gibt es sehr viele kulinarische Leckereien an zahlreichen Marktständen. Sehr gewöhnungsbedürftig, durch das Gärtla laufen sehr viele Touristengruppen und zahllose Touris lassen sich mit einer Halben fotografieren. Wenn Clubbfan den Touris folgt, landet er automatisch beim Hofbräuhaus. Eine ätzende Gegend, ein Bauernfanshop verschandelt das historische Ambiente. Direkt gegenüber gibt es ein 60er Fanshop, haben wir gegen die nicht irgendwann mal gespielt und ein Benny Lauth hat gegen uns fast immer getroffen?

Mia sann mia und schiffa do hi, wo mir wolln!

Egal, wir sind ja nicht beim Historikertreffen. In der U-Bahn-Station versucht eine erschreckend deutliche Stimme, die Österreicher sind vermutlich schwer von Begriff, die Fußballfans in die U-Bahn zu lotsen.

Solang no net apfiffa' is, trinka ma no an Prosecco in der Laundsch!

An der Arroganzarena fällt auf, vor dem Stadion gibt es keinen Bierausschank mehr, gut dass vorher das Gärtla besucht wurde. Es wird auch keine Stadionzeitung mehr verkauft. Fans die nicht verlieren können und "Wir san mia" Kappis tragen, sind wohl mit dem Lesen überfordert. Genauso überfordert ist der gemeine Bauernfan mit dem Einführen der Eintrittskarte in das elektronische Kartenlesegerät. In meiner Schlange war ich wohl der Erste, der dies ohne Hilfe geschafft hat. Ähnlich geschickt, sind die Einlasskontrolleure. Trotz einer sehr oberflächlichen Durchsuchung, liegt wohl an meiner seriösen Erscheinung, hat es doch der Nordösterreicher geschafft, sich an meiner Maiplaketten vom DGB blutig zu ritzen. In der Arroganzarena im Clubb-Block ist die Stimmung verhalten optimistisch. "Wenn mehr 3 : 0 verlieren, wäre ich zufrieden", "gegen die ham mir keine Cance", "ich wäre schon mit einen 4 : 0 glücklich". Ähnlich die Wettquoten, 1,15 für einen Bauernsieg, 7,0 für ein Unentschieden und 14,5 wenn unsere Nachwuchself einen Dreier mitnimmt. Die Statistik schaut ähnlich aus, 27 Bundesligaspiele gab es in Nordösterreich, 3 hat der Clubb gewonnen und 20 die Bauern. Auffällig, vor dem Spiel werden die Bauernspieler viel individueller warmgemacht und die Durchsage der Aufstellung wird durch die elektronische Werbebanden begleitet und quasi unterstützt. Kurz vor Spielbeginn wird mittels laut zu hörenden Pulsschlag die Spannung gesteigert, klar wenn die Heimfans das Kartenlesegerät am Eingang nicht bedienen können, müssen sie mit allen Mitteln auf das Event aufmerksam gemacht werden.

Sogar der Glubb bekam in der zweiten mal eine Ecke.


Zum Spiel: 88 Sekunden 1 : 0, 19. Min. 2 : 0, 39. Min. 3 : 0, 41. Min. Gesang, "2. Liga Nürnberg ist dabei", 66. Min. 4 : 0, Wunschergebnis erreicht. Das war es eigentlich. In keiner Sekunde kam Derby-Stimmung auf. Auf dem Platz hat es nie gebrannt, unsere junge Mannschaft bekam eine Lerneinheit verpasst. Das Spiel war ein gefühltes Erlangen-Süd gegen Paderborn. Der Stadionsprecher der Bauern war zu doof, die Clubbaufstellung zu lesen, er kündigte einen Weißmeier statt unseren Helden Wießmeier als Einwechselspieler an und ab der 81.min. wurde ein friedliches und hörbares "Schlagt die Bayern die Schädel ein" angestimmt. Dank ICE war ich ratz-fatz kurz nach 20.00 Uhr daheim und konnte unseren Trainer drei Stunden später im Sportstudio sehen und hören, wie er das Wunschergebnis erklärte.

Roland Hornauer


26.10.2011. POKAL ERZGEBIRSCHE AUA - FCN: 1:2

Unser Oli im zünftigen Bus unterwegs nach Aue im wilden Östen. Eine Kombi wie Nitro und Glyzerin. Beide haben es überlebt, hier unser Olibericht, der ja eigentlich Schalker Fan ist aber nobody's perfect.

DFB Pokal 2. Runde, 26.10.2011, 20.30hr, Sparkassen-Erzgebirgsstadion FC Erzgebirge Osnabrück - Holland 1:2

Den Sombrero auf, die Doc Martens an – ach ne, das war ein anderes Spiel... dennoch machten wir uns frohgelaunt mit Reisepass und Visum an diesem schönen Mittwoch auf ins schöne, fremde Aue, denn unter den 16.397 Plätzen sollte doch auch noch ein Platz für uns erlebnisorientierte Groundhopper sein. Was gab es all für Schauermärchen von den bösen, gewaltbereiten Ossis... nun, in Aue leben jedenfalls keine. Kein Bengalo, kein Rauch, Nichts. Selbst die Security kam aus Chemnitz und hatte mit Aue nichts am Hut. Dafür Polizei und SEK vom Feinsten – natürlich alles auf Steuerzahlers Kosten. Was machen die nur, wenn Dynamo kommt? Egal, nach treudeutschem Liedgut (oli, ich will es lieber nicht wissen, was das für Lieder waren! EF) und acht Seidla Bier, raus aus dem Kleinbus und rein ins Stadion.

Ausverkauft? Offiziell ja, aber in der Realität Nein. Massig Karten für allerlei Blöcke. Fies nur vom gemeinen Aueraner, daß er alle Clubfans mit Karten für allerlei herrlichste Plätze nur in den F-Block gezwängt hat, der natürlich massig überfüllt war. Und dann der Schock: Osnabrück gegen Holland! Stuhlfauth, Bruns und Volkert hätten sich diese augenverätzenden Neonshirts niemals übergezogen! Da redet man groß von Tradition und Max-Morlock-Stadion und dann läuft man in den Signalwesten der Müllabfuhr auf! Wo sind die schönen, weißen Auswärtstrikots geblieben? Nach zehn Minuten Fußball und der ersten Kopfballchance für Oranje wendete sich ein Großteil der angereisten Fußballpromillenz dem sympathischen Bierstand hinter dem Block zu. Das Wichtigste aus Halbzeit eins: Es gab Hasseröder, Glühwein und Kaffee und – Leberkäs. Das nennt man in der ehemaligen Zone „Wiegebraten“. Selbstverständlich hat man in Aue nicht damit gerechnet, daß zum Spiel der Spiele auch noch Zuschauer kommen, die hungrig und durstig sind. Daher gab es in Halbzeit zwei die Bratwurst statt im Semmel/Brötchen in der Serviette. Mit Senf. Gibt’s nicht? Gibt’s doch. Und gaaaar nicht heiß. Alexander Esswein (64.) und Joker Julian Wießmeier (68.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Entscheidung und den tapfer kämpfenden Veilchen gelang durch Ronny (das war klar!) König nur noch der Anschlusstreffer (79.). Hausaufgaben gemacht, Mund abwischen, ins Gestrüpp pinkeln und wieder heim in die ehemalige BRD. Natürlich nicht, ohne vorher eine Stunde im Stau zu stehen, denn die massiv anwesende Staatsgewalt aß lieber eine Bratwurst (pur, ohne the Serviette) oder surfte mit dem Diensthandy auf Facebook, statt den Verkehr zu regeln. Hat denen ja auch keiner gesagt... kann man nicht wissen... merkt man auch nicht und wenn 150 Autos hupen... ist bestimmt so ein West-Ritual Mann, Mann, Mann – ohne Regeln geht im Erzgebirge echt nix voran.

Fazit: Pflichtsieg, scheiß Trikots, keine Gegner weit und breit und als nächstes bitte keinen Gegner, bei dem Julian Draxler spielt. Danke. Bitte. Glück. Auf und Ab.

Oliver "OB" Betzelt


22.10.2011, FCN - VFB: 2:2, VERSCHENKTE PUNKTE

Vielleicht hat es ja zwischenzeitlich jemand bemerkt, aber mit einem weiteren spärlichen Punkt durch das Spätzlespiel trudeln unsere Recken nunmehr geradewegs in Richtung Abtiegszone. In der kommenden englischen Woche muß der Glubb ja nun Mittwoch nach Erzgebirge Aua im Pokal und danach zu den Bauern am kommenden Wochenende in die Fröttmaninger Rosette.
Geheime Botschaft: Was verbirgt sich hinter dem Slogan "Die Liebe höret nimmer auf..."? Und heißt es auf schwäbisch nicht eigentlich ...höret nemmie auf...?

In der üblichen was-wäre-wenn-Prognose vor dem Spiel käme der Glubb bei einem Sieg bis auf zwei Zähler an die Spätzle heran, selbige würden bei einem Sieg ihrerseites kurzzeitig auf Platz zwei marschieren. Themawechsel. Schon vor dem Anpfiff im Stadion war eine gewisse Lethargie im Stadion zu spüren, so richtig wollte man die Recken einfach nicht anfeuern... was wird passieren? Welche Halbzeit wird diesmal versemmelt und welcher Spieler versemmelt seine todsichere Chance oder versemmelt diesmal etwa der Schiri? Alle drei Fälle wurden dann erfüllt, juchu! Und die Choreo der Ultras war - sorry - diesmal zwar schön aber doch rigendwie eher Westvorstadtnivea. Hab absichtlich nicht Niveau geschrieben.

Zum Auftakt gab es dann erstmal eine tolle Freistoßvariante der Schwaben, bei der gleich drei Spieler über den Ball liefen und die Kirsche letztendlich ganz weit weg von der Mauer zu einem sich frei spurtetenden Österreicher gekickt wurde, der knapp den Volleyschuß verfehlte. Sah aus wie tausend mal geübt, aber peinlich figuriert. Immerhin. Dafür hatte man ja die Weltmannschaft Stuttgart zu Gast, von denen darf man solche Kabinettstückchen erwarten. Dann aber gab der Glubb simpel einfach Gas und rannte dreimal gegen das Südkurventor an, bis schließlich Papa Simons das machte, was vorher eine Zeitung titelte: "Simons wird es schon richten". Nach Geplänkel und Abprallern verwandelte der golden Belgier auf feines Zuspiel von Tasci zum Auftakttor für den Glubb, über das man sich in der neunten Minute naturgemäß nie besonders freut. Zuviel Sicherheit, viel zu früh und so. Mir wäre ein 1:0 durch Timmy in der 90. Minute auch lieber gewesen. Die Taktik des frühen Störens bringt den VFB weiter in Bedrängnis, statt dies aber über die gesamten 90 Minuten zu praktizieren, läßt man dem Gegner lieber seine Chancen... Die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten sorgten weiter für ein Niveau des unteren Tabellendrittels, von der Tribüne aber aus war der Kick mit drei Bier im Gesicht trotzdem ganz unterhaltsam. Gegen Schiris und Pässe zum Gegener ist man ja mittlerweile fast immun. Hegelers feiner Direktfreistoss schließlich brachte in der Nachspielzeit sogar etwas Kitzel ins Spiel. Ganz bitter: Klose wurde durch einen gegnerischen Spieler auswechselreif geschubst und Grätschen-Maroh durfte deswegen endlich einmal wieder spielen und zeigte seine effektiven Rutschpartien.

Nachdem den Schwaben in der zweiten Hälfte minutenlang immer noch nichts gelang, legte sich beim Schiri Wingenbach dann so etwas wie ein Schalter um, und er griff aktiv ins Spielgeschehen ein. Ja, ihr habt richtig gelesen, ein Schiri ist unantastbar und blabla, aber mit drei Bier im Gesicht und diverser TV-Studien danach bleibe ich bei der kühnen Behauptung: Der Elfer war eine ziemlich exklusive Entscheidung dieses blau gewandeten Referees. Und die beinflußte nachhaltig das Spiel. Als Dank bekam aber Elder Statesman Timmy Simons, ansonsten immer ein Gentleman, gleich dazu noch eine Gelbe serviert von unserem Exklusivschiri, der später unter Ovationen des Publikums die Arena verließ. Ich hätte ihm gerne auch den Regenschirm gehalten und im richtigen Moment weggezogen. Zurück zum Elfmeterpunkt. Natürlich hielt Stephan den Elfer nicht, auch wenn das sein Job ist. Er will ja auch die Nummer 1 werden. Wohin er bei der Flanke im letzten Spiel gesegelt ist... nun, das fiel wohl auch unter dieses Bestreben.

Welcher Voodoozauber den emsigen Esswein gerade daran hindert, nach genialer - oft eigener - Vorarbeit einfach kalt einzunetzen ist mir schleierhaft. Hecking dachte sich dann, jetzt sei eigentlich der Zeitpunkt für seine eigene und ganz persönliche, exklusive Entscheidung des Spiels soweit. Und er brachte Juri Judt, der dem Spiel hernach auch eine deutlichen Stempel aufdrückte, nämlich keinen. Später erfuhr ich, dass wohl Chandler dafür nach vorne ging... Oder hatte die Einwechslung doch einen? Pech für den Schiri nämlich, denn Wollscheid köpfte gleich nach einem Standart zur erneuten Führung ein. Damit die ständigen Rufe des Nürnberger Publikums nach einem ehemaligen Leihspieler aus Stuttgart mit Vornamen Julian endlich verstummten, zückte der Pfeifenmann dann auch irgendwann zur Feier des Tages ein Gelbe gegen den Torwart der Schwaben. Wegen Ballwegkickens. Diese Gelbe ist halt billig, tut nicht weh und besänftigt das Publikum. Weil es ja dann schon die 84. Minute war, kam dann auch pünktlich der Ausgleichstreffer durch die agilen Gegner. Der Tag hätte ja so schön werden können, denn Stuttgart war bisher immer ein dankbarer Verlierer.

Natürlich ist diese Schreibe jetzt einseitig, unkorrekt und nicht ritterlich und blabla, aber ich will mich einfach auch nächste Woche noch sehr genau an dieses Drecksgefühl von liegen gebliebenen und wichtigen Punkten vor dem Abstiegskampf erinnern. Und nicht wieder sagen, beim nächsten Spiel wird alles besser, wenn der Groll verlaufen ist...

Alles was der Glubb jetzt tun muß, ist einfach noch einen Deut besser werden und die Schlafenszeit innerhalb des Spiels weiter zu reduzieren. Und vielleicht auch mal ein Spiel defensiv zu überstehen um dann mit den Krankenhausrückkehrern und einer eingespielten Mannschaft all den Strohfeuern der Hinrunde tüchtig den Arsch im neuen Jahr zu versohlen.

Ewald Funk

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Der Elfmeter, der zum 1:1 führt, ist für mich eine Frechheit. Wenn so etwas gepfiffen wird, dann gute Nacht deutscher Fußball."

Bruno Labbadia: "...Zum Elfmeter: Für den Nürnberger Verteidiger ist es da natürlich schwer, auszuweichen."

Jens Hegeler: "Nach der Pause haben wir es einfach nicht mehr geschafft, den VfB von unserem Tor fern zu halten."

Philipp Wollscheid: "Beim Elfmeter springe ich rein, um den Schuss zu blocken. Es fällt mir schon schwer diese Entscheidung zu verstehen. Als ich den Pfiff gehört habe, war ich einfach fassungslos. Es ist schon bitter, mit nur einem Punkt dazustehen. Nach dem Spielverlauf wäre ein Sieg in Ordnung gewesen. Mit der Einstellung von heute werden wir aber noch genug Punkte holen."

Timmy Simons: "Klar, der Schiedsrichter muss schnell entscheiden. Aber als Kapitän darf ich ja noch nachfragen. Und dann habe ich halt die Gelbe Karte bekommen..."

Bums, da war er drin. Kopfball Wollscheid, der "Elfmeterverursacher".


20.10.2011: PELLE NILSSON...

...im Star FM Morgentalk.

U.a. tippt er den kommenden BL-Spieltag:

KLICKEN


15.10.2011, VFL WOLFSBURG - FCN: 2:1. NERVEN... MEINE NERVEN!

Wut liegt im Trend.
Wutbürger wurde Wort des Jahres...
...und Glubbtrainer Hecking hielt laut Presse nach dem Spiel eine Wutrede.
Mit Wut im Bauch schreibt es sich übrigens schlecht einen Nachbericht. Deswegen war angesagt, das Volksburg-Spiel in Ruhe sacken zu lassen und erstmal die Fresse zu halten. Mit der gehörigen Distanz wandert der Fokus über die verschenkte Partie gegen die nicht gerade überragenden Magath-Medizinball-Boys dann eher hinüber zu den einschlägigen Medien und ihrer Berichterstattung. Die Zeitung mit den vier Buchstaben erkannte in Wolfsburg nicht nur, dass der Glubb verlor, sondern titelte auch, was man besser machen muß.

"BILD-Analyse nach Horror-Spieltag: Das muss sich beim Club schnell ändern" war die Überschrift und jeder der auf Lösungen hoffte fand aber nur drei Punkte, die so überschrieben wurden. Abschluss-Schwäche, Defensiv-Schwäche, Standard-Schwäche. Tja, mehr gibt es ja fast nicht an Fehlerquellen und die Lösung ist, es "...sollte am Samstag gegen den VfB mal wieder ein Sieg her." Heureka! Fussball ist so einfach!

Rückblickend war sogar die traditionell stiefmütterliche Behandlung im Fernsehen noch fair, wo weitgehend konstatiert wurde, der Glubb habe die zweite Halbzeit dominiert und nur mit Pech verloren. In meinem privaten Umfeld wurde die Niederlage aber eher auf dem Blindflug Stephans, den fehlenden Torriecher Essweins und Frantz' unglückliches Foul im Strafraum reduziert. Hach, wenn das alles gewesen wäre! Mich nervte eher der fehlende Biß und diese fast pomadige Lässigkeit der Restmannschaft über weite Strecken. Man hatte echt das Gefühl, der Glubb sitzt gerade mit zehn Punkten Vorsprung auf einem Champions-League Platz und nicht am Abgrund zum Abstiegsstrudel. Jetzt aber heißt es, nachdem die Kellerkinder der Liga am Spieltag alle gepunktet haben: Willkommen, heißgeliebter Dämon Abstieg, da bist du ja wieder! Nebenan in Mainz -ebenfalls tief gefallen dieses Jahr- fragte ein verwunderter Tuchel nach seiner Niederlage sogar "was ist Abstiegskampf?". Bin ich froh, dass sich Hecking nie zu so einer Aussage herablassen würde.

"In unserer gegenwärtigen Form können wir Bayern uns nur noch selber schlagen" prophezeite erst die Tage ein gewisser Bastian Schweinsteiger an der Tabellenspitze. Pah! Sowas kann der Glubb schon lange, wie am Samstag deutlich zu sehen. Ein System war nicht erkennbar, die Mannschaft zeigt auch keinerlei Fortschritte bei den Kardinalschwächen Spieleröffnung, Standarts und Mittelfeldkreativität. Auch wenn es unfair ist, persönlich zu werden, aber einen Hals bekomme ich bei Jens Hegeler. Falls möglich, bitte das Spiel noch einmal anschauen und die Nummer 13 beobachten. Vor allem wenn das Spielgeschehen mehr als drei Meter von ihm entfernt stattfindet. Hegeler, unsere Ausgeburt an Spritzigkeit, irrlichtert meist teilnahmslos in irgendwelchen offenen Räumen umher, und wenn er nicht gerade mal den Ball vertändelt oder ihn sich vom Fuß klauen läßt, liegt ihm eine Unterstützung benachbarter Spieler oder vielleicht der überraschende Pass so fern wie Daniela Katzenberger von einem Physikstudium. Welchen Vertrag Hegeler hat, dass er immer wieder aufgestellt wird, ist mir nicht bekannt. Da richtet ja Cohen mit seinem Gerudere nicht soviel Schaden an, auch wenn der nur defensiv zu gebrauchen ist. Effektiv war beim Glubb nur Eigler, der in den wenigen Minuten seiner Einsatzzeit nur eine effektive Chance hatte, und die nutzte. Fazit: Nachdem das erstrebenswerte klettern in der Tabelle nun schon einige Spiele immer auf den nächsten Spieltag verschoben wurde, frage ich hier ganz offen: Liebe Mannschaft, wen wollt ihr denn jetzt überhaupt schlagen?

Schade dass ausgerechnet die gescholtenen Stephan, Esswein und Frantz sonst eigentlich eher die Aktivposten in der Mannschaft waren. Obwohl: Mannschaft im klassischen Sinne waren sie an diesem Samstag eher nicht... wir warten eigentlich nur noch auf die Meldung, dass der vereinslose Zwetschge auf dem Nürnberger Flughafen gesichtet wurde. LINK

EF

P.S., Kommentar von Marcus "Günther Koch":
Wenn ich sehe, dass jetzt in der Presse und der öffentlichen Wahrnehmung auf Esswein, Stephan und Frantz herumgehackt wird, dann bitte ich diejenigen, doch einmal die Scheuklappen abzunehmen: Außer Esswein war am Samstag kein Spieler in der Lage, sich überhaupt eine zwingende Torchance zu erarbeiten. Natürlich muss er die Dinger machen, aber fragen sollten wir uns, wieso gegen eine solch schwache Wolfsburger Verteidigung nicht mehr Chancen heraussprangen! Genauso die Kritik an Alex Stephan. Natürlich fliegt er bei 0:1 unter der Flanke durch! Aber mit 2 Riesenparaden hat er überhaupt den Club noch im Spiel gehalten! Und dass Mike Frantz extrem übermotiviert den Strafstoß zum 1:2 verursacht hat, nun ja, er war wenigstens engagiert bei der Sache, nur einen Bruchteil dieses Engagements würde ich gerne mal bei Jens Hegeler sehen! Er bringt vom Können und vom Talent her wirklich alles mit, um ein herausragender Bundesligaspieler zu werden. Aber dazu bedarf es auch Einsatz, Engagement, Wille - aber das kann ich bei ihm leider nicht entdecken, so lustlos wie er immer über den Rasen trabt, als sei er gerade beim ersten öffentlichen Auslaufen nach dem Gewinn der Meisterschaft...
Mit aufsichtsrätlichen Grüßen
Der Koch, der Günther"

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Mich kann heute nichts trösten, ich bin stinksauer. Das ist eine Niederlage, mit der ich nicht gut leben kann. Was mich heute am meisten gestört hat, war, dass die Mannschaft nicht gespürt hat, dass sie einen Gegner vor der Brust hat, der nicht stabil war."

Timm Klose: "Das war heute einfach enttäuschend, wir wollten gewinnen ... Auf die zweite Halbzeit missen wir unbedingt aufbauen. Da haben wir aggressives Pressing gespielt und Wolfsburg unter Druck gesetzt. Wir müssen alles Positive mitnehmen, wir haben das Potential, sind jung und lernwillig."

Philipp Wollscheid: "...in der zweiten Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt."

Jens Hegeler, auf der FCN Homepage: "Wenn ich mich selbst im Fernsehen sehe, denke ich... ...der schaut ein bisschen träge aus."


1.10.2011, FCN - FSV MAINZ 05: 3:3. HINTEN JUCKT'S!

Statistisch geschehen enden Unentschieden meist 1:1. Ein 3:3 gab es im Frankenstadion schon seit Jahren nicht mehr. Wer der beiden Verlierer danach denn nun glücklicher war? Mainz wahrscheinlich, dessen Trainer Tuchel sich endlich auf dem richtigen Weg sieht. Beim Glubb ist das anders herum, der Sturm machte zwar endlich Tore aus dem Spiel heraus, aber leider eins zuwenig. Und in der Abwehr war diesmal viel Luft, nach oben und für den Gegner. Wie ich Gegentore durch ehemalige Glubberer und Österreicher hasse! Kurz vor Abpfiff sagte mein Sohn, das Spiel hätten wir gewinnen können, wenn wir nach dem 2:0 nicht aufgehört hätten, Fußball zu spielen. Ein Satz den Robbie Mak wenige Minuten später bei den Interviews genauso sagte. P.S.: Mak machte das Spiel seines Lebens und kam in die Kicker Elf des Tages! Auch im Stadion: Ronald McHornauer, unser Mann in Block 9-11. Hier sein scharfer Senf:
Freitag Abend: Der Nightliner der Bruchweg-Boys on tour right in the heart of nuremberg...

 

Der Karnevalsverein macht einfach keinen Spaß!

8. Spieltag, bislang 10 Punkte geholt, da grübelt man auf dem Weg ins Morlockstadion wirklich, wohin geht die Saisonreise? Wieder wie letzte Saison, nach einen Dreier in die obere Hälfte oder nach einer schon öfters erlebten Niederlage gegen Mainz 05 in die Niederungen des Abstiegskampfes? Trotz dieser bedeutenden und richtungsweisenden Gedanken tobte vor dem Stadion der Wahlkampf. Je weniger ein Gremium zu entscheiden hat, umso höher sind wohl die Begehrlichkeiten in dieses zu kommen. In den nächsten Tagen wird auf der Glubb-Mitgliederversammlung ein Teil des Aufsichtsrates neu gewählt.  Um Aufsichtsratmitglied zu werden, ließ Jochen Kohler Bierfilze verteilen. BAC, das "Bündnis aktiver Clubmitglieder"  beschränkte sich auf einen Flyer, um nach Ralf Peisl im letzten Jahr nun Chris Ehrenberg als zweiten Fanvertreter in den Aufsichtsrat zu bekommen. Immerhin sah man auch ein Banner. Wie entscheidend und wichtig dieses Gremium ist, zeigt, dass die schwarze "überall dabei und drin sein Nase"-Markus Söder nicht wieder für ein Mandat antritt. Im knallheißen Stadion - warum ist die Sommerpause eigentlich nicht im Oktoberhochsommer -  gibt es wie inzwischen glücklicherweise üblich wieder eine schöne Choreographie der Ultras. Wir im 911 dürfen rot-schwarze Fahnen schwenken und zum Anpfiff Konfetti schmeißen. Muss von den anderen Blöcken geil ausgesehen haben. Vielleicht setzt der neue Aufsichtsrat mal durch, dass die Choreographien der Saison auf den Leinwänden gezeigt werden, als Vorprogramm oder in der Halbzeit.

Wahlkampf am Frankenstadion


Zum Spiel: Mainz fängt passiv und behäbig an und unser Clubb spielt wie die Mainzer sonst. Schnell, auch gedanklich, agressiv und ab Ballgewinn geht es turbomäßig rasch und direkt auf das Mainzer Tor. Gleich beim ersten Angriff nach 5 Minuten schepperts und Feulner erzielt das 1:0. So geht es weiter und 15 Minuten später schießt Mak das 2:0.  Genial, weiter so und alleine das Mainzspiel hat für ausreichend Freibier zum Saisonende gesorgt. Schöne Gedanken bzw. Wünsche, nur unsere Mannschaft hat was dagegen. Urplötzlich nach 32 Minuten kippt das Spiel. Unsere Verteidigung übersieht, dass auch am langen Pfosten gespielt werden kann, nach einen Freistoß segelt der Ball dahin, ungedeckt köpft ein Mainzer nach innen und Bungert nickt dank schlafender Innenverteidiger zum 1:2 ein. Jetzt sind die Rollen komplett vertauscht, der Clubb ist  passiv und behäbig, Mainz dagegen agressiv, schnell, spielbestimmend und bezieht weiter - im Gegensatz zur Clubb"verteidigung" - den langen Pfosten in das Spiel mit ein. Kurz vor der Pause wird eine Ecke per Kopf auf den langen Pfosten verlängert, der in Nürnberg bereits bekannte Choupo-Mouting (leider im falschen Trikot gegen das falsche Tor aufgelaufen) schießt und sein Schuß geht abgefälscht zum 2:2 in das Tor. So schnell ist ein sicherer Sieg futsch. Nach der Pause wird es noch schlimmer. Der gute Mak startet in der 52. Minute zu einen tollen Solo, der Mainzer Torwart kannn seinen plazierten Schuß gerade noch mit dem Fuß abwehren. Aus seinen Abpraller entsteht ein schneller Konter mit einer Flanke, genau auf den langen Pfosten (!) und Schluchtenscheißer Ivaneschitz köpft zur Mainzer Führung ein. Jetzt ist der Clubb und besonders die bisher so gut spielende Innenverteidigung komplett von der Rolle und bettelt förmlich um weitere Gegentreffer. In dieser Phase sind die großen ständig bewegten Schwenkfahnen im 911 wirklich von Vorteil, das Grauen ist nur teilweise sichtbar. Zum Glück will Mainz keine Geschenke und in der 82. Minute gewinnt Wollscheid mal wieder einen Zweikampf, passt schnell nach vorne auf Mak, dieser dribbelt sich auf der Außenlinie durch und sein guter Querpass wird von Pekhart zum noch glücklichen Ausgleich verwertet.

Die bescheidene Anzahl der Mainzer Gäste mit ihrer farbigen Choreo vor dem Spiel.

So bleiben die Fragen, geht es in dieser Saison nach oben oder unten und was kann ein Aufsichtsrat eigentlich tatsächlich bewirken, unbeantwortet an diesem schönen Sommernachmittag.

Roland Hornauer


STIMMEN ZUM SPIEL

Robert Mak: "Das Remis war wie eine Niederlage. Ein 2:0 darfst du einfach nicht mehr hergeben."

Trainer Dieter Hecking zu den vermehrten Pfiffen von der Tribüne: "Ich wäre auf der Tribüne auch unzufrieden gewesen. Fans haben das Recht zu pfeifen."

Trainer Dieter Hecking: "Wir haben nicht nach vorne gespielt, sondern den Gegner aufgebaut, indem wir teilweise vom Mittelfeld den Ball zum Torwart zurückgespielt haben. Damit haben wir das falsche Signal gesendet."

stern.de: "Mainz schenkt Nürnberg einen Punkt"

spox.com: "Mainz verpasst in Nürnberg den Befreiungsschlag"

 

 


24.09.2012, GLADBACH - FCN: 1:0, GÄHN!

Eigentlich kann man das gesamte Spiel in einem Satz erklären. Aufgrund mäßiger Mannschaftsleistung und vieler individueller Fehler verliert der Glubb gegen die momentan fröhlich aufspielenden Gladbacher auswärts und verdient aufgrund eines schmeichelhaften Elfmeters, aber jeder gratuliert Alexander Stephan für seine bisher beste Bundesligaleistung. Mehr brauchen wir dazu eigentlich nicht schreiben.
Wieder einmal verloren gegen die Überraschungsmannschaft der BL: Mainz - pardon - Hoppenheim - pardon: Gladbach
...deshalb unten auch die Kolumne (unten) aus dem druckfrischen .rcn, ab 30.9.2011 wieder überall in Nordbayern gratis zu haben.

Zunächst aber die besten Zitate aus diversen Foren und von den Protagonisten:

Dieter Hecking: "Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen. Wenn wir einen Punkt mitgenommen hätten, wäre das nie und nimmer verdient gewesen."

Dieter Hecking: "So einen Elfmeter gibt man nur, wenn man sich zu hundert Prozent sicher ist ... Und deshalb ärgere ich mich schon über die Art und Weise, wie diese Niederlage zustande gekommen ist."

Dieter Hecking: "Ich muss mich totlachen, wenn ich höre, dass Pino mit dem Unterarm geschoben haben soll."

Timm Klose: "Wir haben die Bälle nur nach vorne geschlagen. Da war zu viel Respekt und Angst dabei ... Im Grunde haben wir uns selbst geschlagen."

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Nürnberg ist ein unangenehmer Gegner und schwer zu schlagen. Wir hatten aber mehr Chancen. Ich bedauere, dass es nur für ein Tor gereicht hat."

Timothy Chandler: "Es lag heute nicht nur an der Abwehr, alle haben viele Fehler gemacht."

faszination-nordkurve.de: "In allen relevanten Kategorien waren die Gladbacher deutlich überlegen: 58%:42% Ballbesitz, 55%:45% Zweikämpfe, 82%:75% angekommene Pässe, 21:8 Torschüsse ... Doch die beißende Ungefährlichkeit vor dem Tor treibt dem geneigten Beobachter durchaus Sorgenfalten auf die Stirn. Immerhin fiel das letzte Tor des FCN aus dem Spiel heraus am 27. August gegen Augsburg."

sportmedienblog.de "Und ohne Reus wird aus der 1-0-Borussia schnell eine 0-0-Borussia."

nn-online.de: "...absteigen sollte diese Elf nicht, dazu ist – trotz des sehr jungen Kaders – schon zu viel Substanz vorhanden. Die einzige Gefahr ist eine mentale Krise, etwa resultierend aus einer Niederlagenseerie..."

Alexander Stephan: "Adam Matysek hat mir gesagt, ich soll beim Elfmeter flach in die linke Ecke gehen, Daems schießt halbhoch, deswegen hat es leider nicht gereicht, obwohl ich mit den Fingerspitzen dran war."

Blogger Michael Fischer zu Marco Reus: "Tausendmal gesehen, tausendmal sollte nix drauf geschehen. Lernt man schon in der Schiedsrichter-Grundschule."

n-town.de: "...mit Stephan im Tor. Der Ersatztorwart des Ersatztorwarts hatte als Ersatztorwart Uphoff auf der Bank dabei ... ABER Tatsache ist eben, dass die Favre-Jungs heute nix zusammengebracht haben und ohne “Kirchers Marienerscheinung” wir mit einem, zwar glücklichen, Punkt nach Hause gefahren werden ... Ich wäre weiterhin für technische Hilfsmittel, wenn der Mensch versagt."


.rcn152 Oktoberheft
DIE KOLUMNE
DER WAHRE GLUBB


Werte Freunde des runden Leders, diesen Monat hätte ich um ein Haar mal gerne eine Kolumne über den Glubb, aber ohne Glubb geschrieben. Grund? Es passiert einfach soviel Skurriles – bei anderen Vereinen. Ganz groß bei Drucklegung dieser Ausgabe: die Causa Breno. Wir erinnern uns an den stämmigen Brasilianer mit den Rastalocken, der uns im Frühjahr 2010 von den Bauern ausgeliehen wurde und so wunderbar in der Verteidigung ausgeholfen hatte. Der sitzt gerade in U-Haft, quasi wegen Fluchtgefahr, und hat seine Villa in Grünwald angeblich selbst angezündet. Wurst-Uli poltert derweil, dass er so etwas in unserem Land nicht für möglich gehalten habe und wie die Münchener Staatsanwaltschaft sich gerade aufführe, das sei Wahnsinn. Da wird mir doch ganz schummrig, denn das kenne ich nur aus dunklen Science Fiction-Filmen, dass sich Wirtschaftsbosse über das Gesetz stellen und in diesem Ton Judikative wie Exekutive zurechtweisen. Naja, ich bin ja auch nur Musikjournalist und wenn ich Sportvereinpräsis mit Wirtschaftsbossen gleichsetze, also wenn man keine Ahnung hat… ihr wisst schon, sagte ja mal Dieter Nuhr. Nächster Fall: Ralf Ragnick. Chronische Erschöpfung, peng, Rücktritt als Trainer auf Schalke und schon gewinnt Herne-West nach der Bauern-Pleite gegen Freiburg. Weiter geht es an der Küste: Mad aus Münster geht in den Zwangsurlaub als Trainer beim Hamburger Statistenverein nach einem 0:1 gegen Gladbach, während Hecking nach dem selben Ergebnis gegen den selben Verein eine Woche später felsenfest auf der Nürnberger Bank sitzt. Oenning bekam vor der Fahrkarte noch einen Treueschwur von seinem Präsidium in die Medien posaunt, da wusste selbst der letzte Depp, dass er jetzt bald viel Zeit am Piano verbringen darf. Ein Stück weiter an der Küste entlang haben sie einen tollen Torwart, der neben Kung Fu auch als Greifer sehr fundiert ist und soeben gegen – endlich sind wir wieder daheim – den Glubb die dritte Arschkarte seiner Karriere wegen Unsportlichkeit bekommen hat. P.S.: Wenn Wiese weiterhin als Nationaltorwart geführt wird, werde ich aber auch mal laut wie Wurst-Uli! Menno, Memo! Ja, das Bremen-Spiel, bei all dem Zinnober um Unwetter und das zweite nicht gegebene Mendler-Tor gab es doch auch Gänsehaut. Ekici schoss ein tolles Tor, leider auf der falschen Seite und das falsche Trikot hatte er auch an. Schön fand ich, dass er auf Torjubel verzichtete wie mein lieber Schieber. Und als Andi Wolf nach dem Spiel – auch im falschen Trikot – eine Runde durch sein altes Wohnzimmer Franggnschdadiohn schritt, pfiff auch keiner, sondern es wurde geklatscht. Es gibt sie noch, die schönen Momente. P.S.: Schön, dass wir beim Glubb nach der unterirdischen Leistung gegen Gladbach endlich wieder auf dem Boden der Tatsachen sind, zuviel Lob für die junge Mannschaft wäre doch gar nicht fränkisch, also: baßd scho!

Ewald Funk

 

Letzte Schlagzeilen

28.9.2011
Breno sitzt in Stadelheim, Robin Hood, aus Nürnberg, Pinola will "seinen Freund" helfen...

22.9.2011
Ralf Ragnik gibt völlig überraschend seinen Job als Schalke-Trainer ab. Akute Erschöpfung, er brauche eine Pause.

20.9.2011
-Die Villa des ehemaligen Nürnberger Leih-Verteidigers Breno in München-Grünwald ist komplett ausgebrannt. Der Spieler kam leicht verletzt ins Krankenhaus, seine Familie war nicht im Haus.

19.9.2011, 18 Uhr
-Bremens Tim Wiese wurde nach seiner Notbremse gegen Nürnberg für drei Partien gesperrt.
-Lothar Matthäus soeben als Nationaltrainer von Bulgarien abgesetzt
-Michael Oenning entgegen voriger Schonzeitverlängerung gegen Stuttgart heute doch als HSV-Coach entlassen
-Arne Friedrich kündigt freiwillig bei Wolfsburg
-Weder Lothar Matthäus noch Arne Friedrich sind beim HSV vorerst eingeplant

17.9.2011, FCN - WERDER BREMEN 1:1, DREES DER REGENMACHER

Das hätte einfach ein Dreier sein müssen, verdammt!

Gegen Mannschaften in Grün regnet es bei Glubb-Heimspielen überproportional oft sehr stark. So auch am Samstag, als ein kurzer Starkregen den Rasen im Frankenstadion in eine ziemlich wässrige Marschlandschaft verwandelte. Das kam den Weserländer Deichhirten ziemlich gelegen, spielten sie doch in Unterzahl gegen einen ziemlich fitten Glubb. Der aber versuchte zwar fit aber auch etwas verzweifelt, eine Kiste im dicht zugemauerten Bremer Tor unterzubringen. Das gelang ausgerechnet einem Verteidiger: Philipp Wollscheid. Und das unter Mithilfe eines nicht vorhandenen Bremer Innenverteidigers. Endlich ein Kopfballtor von Wolle - leider einmal zuwenig. Und noch was: Wir erinnern uns an die Wasserschlacht gegen WOB, die auch ein gewisser Dr. Drees pfiff, damals spielten noch Dribbler wie Saenko beim Glubb und der Himmel weinte aus Kübeln...

Der Wollscheid-Ausgleich.

Die Zeitung mit den vier Buchstaben titelte "selten war Bremen mit einem Unentschieden so glücklich". Kann man als Kompliment für Nürnberg sehen, immerhin flog bei den Hansestädtern der anerkannte Karate-Experte Tim Wiese von der Wiese, nachdem er Eigler nach einer mißglückten Offensivaktion außerhalb des 16ers festhielt. So mußte Schiri Drees Rot pfeifen, obwohl Mendler den Ball bereits zum 1:0 im Bremer Tor versenkt hatte. Jeder erinnert sich noch an den Karate-Sprung gegen Bauern-Müller, nachdem Wiese vor einigen Monaten bereits einmal vom Platz flog, früher gab es auch schon mal einen weiteren Platzverweis für den Mann mit der sorgsam gegelten Halbweltlerfrisur von der Küste. Auf eine Nationaltorwartempfehlung wird spätestens jetzt hoffentlich auf Bundesebene verzichtet. Egal, nein nicht egal, aber Drees pfiff ab und Nürnberg mußte fortan das Spiel machen, während Werder zwar ohne Marin aber mit Pizza bequem auf Konter lauern konnte. Das taten sie dann auch mit freundlicher Unterstützung durch gezielte Pfiffe des Unparteiischen, die gerne weniger kleinlich und vor allem an der richtigen Stelle hätten ausfallen dürfen. Das übliche Spielchen, Bremer fällt, Schiri pfeift, Nürnberger dürfen fallen, aber auf keinen Fall nahe dem Abseits stehen. Da kann man manchmal schon fast eine Paranoia aufbauen, wenn die eigene Mannschaft nicht nur durch den Gegner ständig am Spiel gehindert wird, sondern auch durch die Judikative! Gespielt wurde auch: Mehmet Ekici schoß dann aber nach feinem Zuspiel von Alexander Stephan ein Tor, schade dass er jetzt grün trägt und beim falschen Verein spielt.

Ende der ersten Halbzeit, durch Drees natürlich pünktlich abgepfiffen, auch wenn Wieses Auswechslung drei Minuten dauerte.

Ein zur Zeit furchtbar hipper sogenannter Starkregen (früher war das halt einfach heftiger Regenschauer) ging dann auf die Gegend um das Stadion nieder und setzte kurz vor Ende der ersten Halbzeit das Feld unter Wasser. Deswegen wurde auch die zweite Halbzeit verspätet angepfiffen, was Sinn machte, aber den Fischköppen sicher nicht ungelegen kam. Gut ins Konzept passte den grünen Gästen auch die miese Flankenarbeit der Nürnberger und die immer selbe Angriffsschemata, die man von der Tribüne bald schon im Vorraus kommentieren konnte.  

Wer als nächstes zu wem spielt, konnte man auch ohne das Nostradamus-Diplom vorraussagen. Auch Heckings Einwechslung von Wießmeier (für den eifrigen Esswein) und Mak blieben ohne Wirkung. Zumal Esswein noch eher ein Spieler war, der Unerwartetes tat und so vorraussehbare Situationen vermied. Natürlich möchte man nicht überheblich werden, aber mit Pekhart und vielleicht einem Frantz wäre das Spiel sicher noch gewonnen worden inklusive Verbesserung der ohnehin schon guten Tabellenbilanz. Und so blieben auf der To-Do-Liste für Nürnberg dann die Sparte Fernschüsse und Zug zum Tor leider nicht abgehakt. Immerhin hat Wollscheid die Kopfballbilanz der Innenverteidigung verbessert. Anständig dann der sehr kräftige Applaus für den Neu-Bremer Andy Wolf, der im Gegensatz zum Ex-Schalker Neuer in der alten Heimat viel herzlicher und sportlicher empfangen wurde.

 


Unterer Rand Nordkurve: Pitschnaß, gefeiert wird gröhlend trotzdem.

EINTRÄGE INS KLASSENBUCH

Schiri Drees: Nachsitzen und Regeln pauken, wartete nicht den Vorteil ab, sondern pfiff noch vor dem Tor Mendlers Wieses Rote.

Mehmet Ekici: Verwechselte beim Torschuss den Kasten. Verzichtete aber sportlich auf den Torjubel.

Philipp Wollscheid: Anerkennung für sauber nach unten gedrücktem Kopfball ganz nach Trainervorgabe.

Timm Klose: Machte seine Hausaufgaben und schaltete sich zunehmend in den Angriff mit ein. Die hohen Bälle der Bremer erreichten so gut wie nie ihren Bestimmungsort.

Alexander Stephan: Schreibt bitte jetzt hundert mal: "Ich soll nicht den Gegner anspielen."

Markus Feulner, Alexander Esswein, Timmy Simons: Wie immer Fleißnoten.

Jens Hegeler: Seufz

Alexander Bunjaku: Noch keine überragende Leistung für den Sitzengebliebenen.

Andy Wolf: Nachtrag trotz Weggang, Danke Andi!

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben gezeigt, dass wir Bremen schlagen können."

Christian Eigler: "Drei Punkte hätten es heute eigentlich sein müssen, gerade weil Werder nur die eine Chance hatte."

Alexander Stephan: "Das Gegentor nehme ich auf meine Kappe."

Philipp Wollscheid: "Heute hat es mit dem Kopfball endlich geklappt, aber wir werden auch weiter daran arbeiten."

Mehmet Ekici: "Das Wiedersehen heute in Nürnberg war nicht einfach."

Andreas Wolf: "Natürlich habe ich mir in den Stunden vor dem Spiel viele Gedanken gemacht. Vor allem als wir mit dem Bus vorgefahren sind und ich zum ersten Mal nicht „Die Legende“ gehört habe, war das komisch für mich."

Tim Wiese: "Das ärgert mich natürlich. Ich wollte den Ball klären"

Ewald Funk


11.9.2011, 1.FC KÖLN - FCN, 0:2. GEFÄLLT MIR: DAS SOLBAKKEN-SYSTEM

Mitleid mit dem gemeinen Köln-Fan? Naja, wie in der Presse einen Tag nach dem Spiel oft zitiert, hat sich der 1. FC Köln in erster Linie selbst geschlagen am 11.9. Der Vorstand holte den Trainer Solbakken, bzw. bezahlte Franchise für sein System, und er stellte die Spieler zusammen. Ob diese Spieler das System wirklich umsetzen können? Mit einem Kader aus eher leicht querköpfigen Stars? Ist nicht unser Problem, das hat man gestern gut gesehen, denn der Glubb machte einfach sein Ding und den Kölner Kader mit seinen schillernden Protagonisten möchte ich ja nicht so als Fan am Valznerweiher haben. Das ist jetzt als Lob an Bader und Hecking zu verstehen.
Kölle, mer stunn zu dir! Aber wir sinn fei immer nu' der Glubb!

Also ich bin ab jetzt Fan vom Solbakken-System, wo man - laut Hegeler vor dem Spiel - irgendwo im Raum verteidigt. Dadurch hatte der Glubb eigentlich immer total viel Platz zum spielen. Vor allem im Mittelfeld wurden unsere Vorstöße zwar optisch registriert, taktisch aber nicht immer attackiert. So konnte man ohne lästige Gegenspieler meist munter Richtung Rensing marschieren, der frisch genesen, am Sonntag wohl die ärmste Sau im Kölner Trikot war. Angeblich soll auch Jeromel eine arme Sau wegen zwei verschuldeter Elfer für Nürnberg gewesen sein. Sein nerviges Theater wegen der Fouls die in seinem Universum keine waren, erhöhte aber nur das Augenrollen bei Schiri Weiner, der eigentlich beide Clubs gerecht mit genug Karten und Verwarnungen versorgte und beim Klassenleiter "der kicker" eine "Eins" bekam. Das Spiel endete übrigens mit einem spannenden 2-2-2-5-3-System. Zwei Tore, zwei Elfer, zwei rote und fünf gelbe Karten und drei Punkte für den Glubb, frei nach fcn.de.

Die Glubberer haben diesmal NICHT die erste Viertelstunde verschlafen. Vielmehr schoß der Rheinländer Esswein zum Aufwachen für die Domstädter vom Rhein gleich nach einer knappen Minute gegen den gastgebenden Außenposten. Half aber wenig, Pekhart machte es dann aber nach einigen Minuten richtig, und zimmerte einen Direktschuß nach Anstauber gegen den rechten Kölner Torwinkel, der das Gehäuse tüchtig zittern ließ. Fortan war auch der letzte Kölner Spieler wach, und das Publikum langsam ruhiger. Der Kölner Käpt'n Geromel allerdings war immer noch nicht wach, und zog zweimal nicht seinen Fuß weg, als der Ball ihn im Strafraum längst passiert hatte. Beide Male hätte er einfach seinen Fuß weglassen sollen und sich nicht hinterher darüber beschweren, dass unser belgischer Mannschaftspapa Simons die Summe der gehaltenen Elfer eines Herrn Rensing weiter ganz klein hielt. Auf Null nämlich.
 

Architektonisch ein Zuckerle: das Kölner Stadion mit einem flotten Mix unterschiedlicher Baustile. Ein paar gotische Wasserspeier wie am Dom möchten wir aber noch anregen...

Spielbestimmend war auch Schiri Weiner, der einerseits tüchtig verwarnte und andererseits den Kick trotzdem nicht aus dem Fluß gleiten ließ. Zumal es die Kölner auch nach der gelb-roten Karte an Pekhart und der kölschen Angriffs-Wutattacke inklusive Anschlusstreffer durch Chihi nicht schafften, anständig und fortwährend Druck aufzubauen. Die Glubberer hingegen brachten es auch bei einem 3:2-Konter wie zum Schluß durch den eingewechselten Plattenhardt nicht auf die Reihe, ein beruhigendes 1:3 zu erzielen.

Zu Weiners Entscheidungen: Beide Elfer waren vertretbar und in der Zeitlupe keine Schwalben. Podolskis Tor war klar Abseits, Pekharts hohe Beine sicher diskussionswürdig, sollten an der Kölner Klagemauer aber um des himmlischen Friedens Willen als berechtigt kleben bleiben. Miso Breckos Frustfoul gegen Feulner aber war ein Frustfoul ohne Sinn, und mit oder ohne Feulners Fall-Choreographie einfach überflüssig. Der Kölner wurde dafür inzwischen für drei Spiele gesperrt.

Fazit: Als Glubberer möchte man auf keinen Fall einen solchen Kader wie den Kölner auf dem Platz stehen haben. Zur Abrundung des streitsüchtigen Haufens hätten die Kölschtrinker am besten noch "Verleihnix" Diego ausleihen sollen, dann wäre das gallische Dorf komplett gewesen und die Kölner Lokalpresse hätte Munition für dutzende Rekordauflagen gehabt und dazu noch Hilfe gegen die Krise in der dortigen Druckindustrie dazu. Wie so oft hängen Spiele an einem seidenen Faden, aber das Glück des Tüchtigen muß man hier nicht einmal bemühen. Schiri hin und her, man kommt so oder so zu der Erkenntnis, dass der Glubb einfach besser war. Ein Lob auch an die Kölner Fans, die es diesmal unterlassen haben, mit Fäkalienbechern zu werfen. Seit gestern wird zurückgeschossen: Solbakken kickt jetzt mit Plastikflaschen aufs Publikum. Hat sich aber sofort danach entschuldigt. P.S.: Letzteres bitte als Humor verstehen!

EINTRÄGE INS KLASSENBUCH

Jens Hegeler: Der kölsche Jung im Glubbtrikot irrlichterte leider zu viel als vogelwilder Techniker durch die Kölner Reihen und verlor haufenweise Bälle mit seinem nervigen Ballett. Blieb auch nach dem Ballverlust meist seltsam unbeteiligt stehen und ließ die anderen Stürmer hinten verteidigen. Hat zwar bei Hecking scheinbar immer noch Kredit, jedoch würden ihm zwei Spiele auf der Bank gut tun. Als Joker hatte er ja zuletzt in Berlin gut gestochen.

Javier Pinola: So langsam wirkt er wie ein alter Mann, seine Tempovorstöße versanden wie immer häufig. Lediglich seine Flanken sind immer noch sinnvoller Bestandteil des Spiels. Enttäuschend: Hat nicht mal die sonst bei ihm zum guten Ton gehörende gelbe Karte bekommen.

Schiri Weiner: Viele Glubberer wußten schon vorher, dass Nürnberg mit Pfeifer Weiner verlieren würde. Ganz ohne Satire: Alle seine Entscheidungen waren mit oder ohne Zeitlupe nachvollziehbar und fair. Pfiff ausgeglichen und zeigt damit Rafati deutlich die Rücklichter im Poesialbum unserer Lieblings-Referees. Somit positiver Eintrag ins Klassenbuch...

Alexander Stephan: Verhinderte mit "der Hand Gottes" bei einem Querpaß den er um Zentimeter abfälschte, den Kölner Ausgleich. Ließ sich sonst nicht aus der Ruhe bringen. Kann man verstehen, schließlich sind seine Vorderleute inzwischen viel besser als der Hühnerhaufen in Weiß, der Stephans letztes Spiel in Köln auch das letzte Spiel von Oenning werden ließ.

Michael Rensing: Hielt einen Distanzknaller von Eigler und entweder er oder seine Pfosten hielten Köln im Spiel. Respekt! Ein Keeper von der unterhaltsamen Sorte, das war nach seinem Smalltalk mit Chihi klar...

BESTNOTEN: Fast die ganze restliche Mannschaft, vielleicht ist auch Klose und Wollscheid positiv hervorzuheben, wie auch Feulner, Esswein und der Klassensprecher Simons.

STRAFARBEIT... bekam Pekhart für seine artistischen Ballannahmen kurz unter der Schneefallgrenze. Bremser mußte von der Bank auf die Tribüne.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Dieter Hecking zu den Schiri-Entscheidungen: "Ich habe mir aber nach dem Spiel die Szenen noch einmal im Fernsehen angesehen und da muss ich sagen: Muss man so akzeptieren."

Dieter Hecking: "Ich habe vor dem Spiel eine Statistik gesehen, dass ich hier noch nie gewonnen habe. Ich habe der Mannschaft gesagt, die hätte ich gerne ausradiert. Es ist schön, dass meine Spieler mir zugehört haben..."

Stale Solbakken (Trainer 1. FC Köln): "Ich bin sehr unzufrieden mit großen Teilen des Spiels. Diese Leistung war so nicht akzeptabel und ist eine sehr große Enttäuschung für mich. Nach zwei guten Leistungen war das ein Schritt zurück."

Spox.com Blog "Ich wäre heute gerne im Stadion gewesen. Dann hätte ich den Sky Kommentator nicht anhören müssen, der wohl mit Nürnberg Trikot, Schal und Fähnchen in seiner Kabine gesessen hat und erst bei der roten Karte gegen Brecko mal eine unparteiische äußerung tätigte..."

Stale Solbakken (Trainer 1. FC Köln) is not very amused: "Ich bin very down. Das war so nicht akzeptabel, und das habe ich den Spielern auch gesagt. Das für mich die größte Enttäuschung, seit ich hier in Köln bin"

Michael Rensing über Adil Chihi (Köln): "Ich versteh mich super mit ihm, und er ist ein Riesenfußballer, aber ich habe ihm schon tausend Mal gesagt, dass er nicht in der eigenen Hälfte seine Scheißdribblings ansetzen soll. Vorne kann er dribbeln, wie er will."

Michael Rensing spricht auf: "Wir sind eigentlich zu gut, um da unten rumzukrebsen und gegen den Abstieg zu spielen. Wir haben alle keine Lust, dass es wieder so eng wird wie im letzten Jahr."

EF


27.08.2011: FCN-FCA, 1:0. EIN TOR MEHR GESCHOSSEN ALS DER GEGNER...

Nachdem wir in den letzten beiden Spielen wie ein wunderschöner Schwan unter Beifall und Lob baden gingen, sollte es diesmal mindestens ein Punkt gegen unseren Relegationspartner aus der vorletzten Spielzeit werden. Zuhause versteht sich. Nun, die Abwehr  verdiente ein Lob, der Sturm hatte aber mit dem Runden ins Eckige so seine Probleme.
Der ultrafahnige Stand vor dem Stadion.

Mit etwas Distanz zum Spiel nach einer Woche fragt man sich, wie der Glubb denn gegen die vorderen Teams in der Liga bestehen soll, wenn er sich gegen einen Aufsteiger wie Augsburg (ohne bisherigen Sieg in der Bilanz) schon so schwer tut? Dagegen spricht aber, dass keine Mannschaft bereits in den ersten Spielen der Saison ihre spätere Form an den Tag legt, da ist noch alles drin für jeden. Ob das für Ausgsburg auch zutrifft, steht in den Sternen, denn die technische Qualität lag klar auf Seiten der Glubberer und hier vor allem in der Verteidigung. Der blutjunge Rakovski im Tor deutete erneut seine kommende Klasse an, wenn er weiter bis zu Schäfers Genesung derart modern mitspielt und mit etwas Glück und Reaktionsvermögen einen Elfer hält, möchte ich nicht in Raphas Haut stecken. Der Jugendwahn geht schließlich um in der Bundesliga. Doch er machte auch Fehler: Ein Abklatscher auf einen Augsburger. Andererseits hatte er auch nur einen einzigen ernsthaft gefährlichen Ball zu parieren. Seine beiden Vorderleute verdienen ebenfalls ein Lob, denn insbesondere der Luftraum gehört ihnen ganz allein, auch am Boden hatten die Fuggerstädter Stürmer einen frustrierenden Tag von der Nürnberger Hintermannschaft geschenkt bekommen.

Langsam scheinen gerade die Glubb-Spieler aufzublühen, die einen Spieltag mal nicht aufgestellt wurden. Das zeigte sich bei Esswein, der gegen die Zecken nicht im Aufgebot stand und nach seiner Einwechslung genau das tat, wofür er geholt wurde: Alarm über seinen Flügel zu machen. Das hat Eigler an seiner Stelle 60 Minuten leider vermissen lassen. Nachdem Bum Bunjaku nun auch drei Spiele pausieren muß, erwarten wir von dem dann eine sogenannte Explosion.

Das zu einem angeblichen "Derby" hochstilisierte Spiel war unter dem Strich eine - auch wenn das arrogant klingt - lehrreiche Stunde für die bayrischen Schwaben, denn für die Bundesliga fehlt es ihnen noch etwas an Qualität. Aber das Problem kennen wir ja beim Glubb noch von früher...

Tagesabrechnung: Punktgleich mit dem angeblich um ein Jahr älteren Verein aus der Sinsheimer Gegend überherbsteln wir über die Länderspielpause nun in der Mitte der Tabelle und fänden es gar nicht gut, nach dem kommenden Spielen gegen Köln oder Bremen weiter unten zu stehen.

LICHT UND SCHATTEN, LOB UND KRITIK

KLOSE: Vorne mal wieder ein Chancentot. Ansonsten: Unser Peter Crouch in der Abwehr. Miro pflückt mit der Birne alles hohe herunter und überrascht neuerdings sogar mit anständiger Spieleröffnung nach vorne. Ebenso...

WOLLSCHEID: Probiert mittlerweile auch Spieleröffnung. Diese könnte aber auch gerne etwas exakter sein. Trotzdem muß Pino jetzt nicht mehr als alleiniger Reisender den Ball über die Mittellinie tragen.

PEKHART: Auch wenn ihm ein Treffer pro Spiel gut zu Gesicht stünde, hatte er ohne Tor mit dem klugen Assist für Esswein wieder einmal eine unentbehrliche Tat pro Spiel aufzubieten. Dies stand für Eigler an diesem Spieltag noch auf der To-Do-Liste. Pekhart hingegen ackerte auch sonst sehr gefällig, leider war aber das Ganze nicht gefährlich.

CHANDLER: Wie immer ohne nachzulassen gleichzeitig hinten und vorne zu finden, Judt sieht seit Monaten nur noch seine Rücklichter.

SIMONS: Tauchte kaum in der Nachberichterstattung auf, seine Pässe kamen aber zu 90 % zum Mitspieler, eine Quote von der Duracell-Cohen noch träumt.

WIESSMEIER: Ging nur optisch etwas unter, weil er ja nicht Kloses Novitzki-Gardemaß hat oder eine Frisur wie dieser Davids von Augsburch. War aber emsig und wer weiß, ob das Feulner besser gemacht hätte, der kurzfrsitig vor dem Spiel beim Aufwärmen Urlaub durch einknicken verschrieben bekam.

PINO: Außer, dass er den Altersdurchschnitt bei Nürnberg deutlich nach oben drückte, machte er einen soliden Job mit dem üblichen Quotenschnitzer. Langsam wird seine Grundschnelligkeit in der Defensive aber ein kleines Problem.

DOMINIC MAROH: Endlich mal wieder auf dem Platz, wir vermissen deine chirurgischen Grätschen!

STIMMEN ZUM SPIEL:

AUGSBURGS MANAGER RETTIG KANN NICHT MEHR VIEL FÜR QUALITÄT AUSGEBEN: "Wir können nur zum Studententarif einkaufen."

AUGSBURGS MANAGER RETTIG ZUM SPIEL: "Das war ein typisches 0:0-Spiel - nur muss man dann auch 0:0 spielen."

DIETER HECKING SIEHT ES ANDERS UND HAT RECHT: "Wenn man alle Chancen zusammen zählt, dann haben wir heute verdient gewonnen."

AUGSBURGS TRAINER LUHUKAY HAT AUCH RECHT: "Durch unser harmloses Spiel nach vorne mussten wir heute Lehrgeld zahlen - Glückwunsch an Nürnberg."

ALEXANDER 'EINSTEIN' ESSWEIN: "Vor dem Tor habe ich noch überlegt, ob ich den Ball ins ins lange oder kurze Eck mache - ich habe mich dann für das lange entschieden. Zum Glück ist das gut gegangen."

P.S.:

FRAGE AN ANDY WOLF IM FERNEN BREMEN, "NERVT SIE IHR RUF ALS (GELB-)SÜNDER? "Es ärgert mich – vor allem, weil ich gar nicht so oft foule. Ich meckere fast nie und bin nie tätlich geworden. Dass ich gern offensiv spiele, ist doch okay."


DER WAHRE GLUBB, DIE KOLUMNE .rcn 151 UND KURZBERICHT BVB - FCN AM 20.8.11, 2:0

Sommerpause vorbei für die Printausgabe, hier die gedruckte Kolumne aus Heft 151 vom 25.8.11 und unten Zitate nach dem BVB-Spiel...

Willkommen, liebe Leser in der Saison 2011/2012, ein herzliches Hallo auch an alle fußballhassenden Frauen, Bauernfans und Teebeutelfreunde aus der Westvorstadt! Ich grüße letztere besonders, weil mir durch viele zuverlässige Quellen zugetragen wurde, dass auch Ihr unser Amateurgeschreibsel über den Glubb gerne lest. Wirt Norbert vom „Zum Bühler“ in Gostanbul möchte jetzt sogar seinen Gastrostopper in der Kolumne haben, weil sofort nach Anlieferung die halbe Kneipe erstens das Heft und zweitens die Glubb-Kolumne aufschlägt. Wohlan! Ach, fast vergessen! Willkommen auch Tante Hertha zurück in der ersten Liga. Danke für die drei Punkte am ersten Spieltag! .rcn-Schönschreiber Roland war in Berlin, sein Bericht auf unserem Blog rcnmagazin.de > der wahre Glubb ist inzwischen schon für den Pulitzer Preis nominiert worden. Auf seinem Weg mit der Berliner S-Bahn wurde seitens der Hertha-Fans nur noch über die Höhe der Packung diskutiert, die Nürnberg bekommen würde. Kam anders. Hätten wir da nicht gegen ängstliche Berliner gewonnen, lägen wir jetzt hinter Viva Colonia und dem Hamburger Statisten Verein, kurz HSV, der gerade von den Norditalienern demontiert wurde. Im Blickwinkel des Geschehens: Der Pianist, in Hamburg inzwischen Herzblatt-Michi genannt, wie auf der eilends gegründeten Facebook-Gruppe „Michael Oenning feuern“ zu lesen war. Also ich finde Michi gut, der hat z.B. damals Gündo-an (neue Sprechweise bei Kommentatoren) geholt, welcher gerade für gutes Geld vom Glubb zu den Zecken ging. Dadurch wurde der von mir und vor allem meinen Sohn hochgeschätzte Ilkay auch von der Nürnberger Hundescheiße befreit, die an seinem Schuh klebte. Die kriegt man nicht weg, da hilft nur Schuhwechsel. Denn kaum war das Abi hier in der Noris erledigt und ein sauberes Paar BVB-Schuhe angezogen, rief der Jogi an und berief ihn in die Nationalmannschaft. Seitdem zünde ich jeden Tag eine Kerze an meinem Wollscheid-Hausaltar an und bete, dass der Gute nicht zu schnell einen Anruf von Jogi bekommt, kaum dass er neue Schuhe woanders angezogen hat. Über das Hangover-Heimspiel schreibe ich mal nichts, weil ich die Partition auf meiner Festplatte da oben bereits formatiert habe. Das Thema Zecken allerdings verursacht Schmerzen. War doch die erste Halbzeit gegen den BVB richtig geil, zumindest wenn die 100% Chancen unserer Jungs auch versenkt worden wären.

Und jetzt ist Schluss mit Humor, hier kommt eine Ansage nach dem Dortmundspiel: Auch wir werden wieder gewinnen und uns einspielen, absteigen will keiner. Und kaum ist unser Käpt’n krank, kreisen überall die Geier und loben den 18-jährigen Ersatztorwart für eine ganze Parade in 90 Minuten. Was sich wohl Rapha auf dem Krankenbett denkt, über die überall aufflammenden Kritiker? Leute, Familienvater Schäfer hält seit Jahren für uns seine Knochen hin und hielt bei jedem Scheißwetter sommers wie winters seinen Kasten sauber, was soll das Gemecker, kaum dass er zwei Tage auf dem Klinikbett liegt? Ball erstmal flach halten! Ewald Funk

NACHBERICHT BVB - FCN AM 20.8.11, 2:0

Adulte Zecke in seiner typischen Trikotfarbe, Vorderansicht. Quelle: Baxter

Der gemeine HSV-Fan kann einen schon leidtun, nach jedem Spiel muss sich der ehemalige FCN-Trainer Oenning rechtfertigen und Defizite erklären. Da ist unser Hecking schon aus einem anderen Holz geschnitzt, er verzichtet schon mal auf Erklärungen und zeigt uns Fans, dass er selber auch so sauer ist wie sie. Macht die Ergebnisse nicht besser, aber tut nicht so weh in der Glubbererseele.

Schön, dass der Glubb voll im Visier der Medien stand. Hatte man doch mit Patrick Rakovsky einen 18-jährigen als Ersatz für den verletzten Rapha im Tor stehen. Sein Debut war bewundernswert cool und modern geprägt, sprich, der Keeper spielte auch mit und teilte die Bälle auch schnell wieder aus. Der Dortmunder Sieg war schmeichelhaft, aber irgendjemand muss doch den Zecken mal ein paar Punkte gönnen. Irgendjemand muss ja Meister werden, damit Geld keine Titel kauft im Fußball, sprich, die Bauern sich auf ihre Championsleague konzentrieren können. Als Glubberer weint man auf jeden Fall der ersten Halbzeit nach, wo man früh in Führung gehen hätte können. Und Jens Hegeler hätte den Sololauf mit einem besseren Heber reinsetzen müssen. Bei den Dortmundern hingegen gehen unmögliche Eier wie der Abpraller in der zweiten Halbzeit rein.

Komisch aber, dass sobald eine Bundesliga Mannschaft einen 18-jährigen aufs Feld stellt, alle Journalisten wie im Affekt die Notizblöcke zücken und ihre medialen Scheinwerfer auf jedes Kickerküken richten, welches mal unter 20 aufs Feld hoppelt. Natürlich sind Mendler, Wießmeier, Mak, Plattenhardt und eben Rakovsky für ihr Alter schon sehr weit, ihr medialer Schatten verdeckt aber auch viel verdiente, reifere Spieler die eine Partie tragen und die jüngeren auch anpeitschen. Wer spricht denn noch über den 30-Meter Hammer von Pinola, den Weidenfeller kaum halten konnte, über Feulners rastlosen Einsatz in der Dortmunder Hälfte, seine Standarts. Oder über Cohen, der wie ein Staubsauger den BVB die Luft im Mittelfeld nahm. Simons wurde in die Kicker-Elf des Tages gewählt.

Als im Spiel der Glubb in der ersten Hälfte über weite Strecken die Macht übernahm war der Sky-Sprecher meistens damit beschäftigt, über Götze, Illy und weitere Lichtgestalten zu salbadern. Wann gibt es endlich auf dem Bezahlkanal alternative Kommentatoren? :-)

Fazit: Wie vorher gut gespielt, Lob von allen Seiten und die Punkte bekam jemand anders. Eine Abschlussschwäche hatten die Dortmunder auch, denn beim ersten Tor mußßte man ja nur drauf hauen, beim zweiten war es pures Glück. Wird Zeit, dass wir auch wieder Glück haben und gegen Augsburg einen guten Tag und Schiri erwischen.

STIMMEN ZUM SPIEL


Patrick Rakovsky: "Das zweite Tor hat mich geärgert, weil ich vielleicht einen Tick zu weit vorne war. Insgesamt war es eine super Defensivleistung der Mannschaft."

Jürgen Klopp: "Hut ab, was das schon wieder für eine gute Truppe ist. Nürnberg hatte schwerwiegende Abgänge, doch davon ist kaum was zu sehen. Er hat schon wieder tolle Talente im Kader!"

Timmy Simons: "Wir brauchen Punkte und nicht eine gute Leistung.

Manager Bader: "Wir hatten nicht nur in der ersten Halbzeit gute Chancen, sondern auch in der zweiten, als Julian Wießmeier die Möglichkeit zum Ausgleich hatte. Wir sind gut gestanden, zwei Tore waren ärgerlich, aber das war der individuelle Unterschied in der Klasse..."

EF


13.08.2011: FCN VS. HANGOVER: 1:2. TJA, DIE EFFIZIENZ...

Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast lautet eine alte Weisheit von professionellen Zahlenjongleuren. Tenor in der Berichterstattung über das zweite Glubbspiel in der noch jungen Saison war jedenfalls die unbestechliche Statistik über ein Chancenverhältnis von 6:2 und eine hohe Quote beim Ballbesitz für die Glubberer. Über die Effizienz im Abschluß bei den Nürnbergern wurde nichts aufgeführt, die Effektivität der Westfalen war mit zwei Torschüssen und zwei Treffern, einer dabei durch Elfer, allerdings sehr ausgeprägt an diesem herrlichen Samstagnachmittag.
Tolle Choreo, bei der wir gerne mitgemacht haben. Die Dringlichkeit dieser Forderung steht bei uns allerdings nicht so vordringlich auf der To-Do-Liste...

Traditionell beginnt ein Spiel im Frankenstadion meist mit einem bedächtigen ins-Spiel-finden unserer Mannschaft, Experten nennen das Abtasten. Ich nenne das gerne verpennen, weil uns diese behäbigen Minuten immer am Schluß fehlen. Und der Glubb regelmäßig Gegner einstampfen würde, wenn er so spielen würde wie in den letzten zehn Spielminuten... Rückstand und Einläuten der 80. Minute vorausgesetzt. In diesen letzten zehn Minuten pennten diesmal vor allem die 96er, das aber absichtlich. Was auch effektiv ist bei einer komfortablen 1:2 Führung bei einem Gegner mit mangelnder Chancenverwertung im Abschluss. Und bei einem Schiri, der wohl meistens an etwas schönes ganz weit weg dachte, als sich die Gäste Bälle für Abstoß, Ecke oder die vielen Freistöße völlig entspannt zurecht legten. Apropos, Freistöße gab es viele, vor allem wenn der Gegner gerade grazil fiel oder der Glubb gerade einen Konter startete. Schnelles Umschalten war hier nicht, zuhause vor dem Fernseher hätte ich das auch Ärger vielleicht des öfteren mit der Fernbedienung getan.

Da wir diesmal auf dem Taubertal Festival weilten, hatten wir eine entsprechend lange Anreise. Gute 90 Minuten pure Auto-Anreise für 90 Minuten Kick ist schon ein deftiges Stückchen. Aber über solche lange Wege zum Stadion lachen bestimmt Glubbfans von der Rennsteig-Pampa oder aus Wunsiedel-Kongo, für die ist das ein normales zweiwöchiges Procedere. Wunderschön dann die Choreo der Nordkurve, der Autor dieser Zeilen befand sich direkt unter dem "t" von "fordert" und sang mal wieder die Legende, ohne etwas zu sehen. Kollege Woll-Fram aus Schweinfurt war jedenfalls mehr beeindruckt, er saß im 14er und konnte alles überblicken:

Findet die Nordkurve gut: Wolle aus Schweinfurt...

Beeindruckend auch sein Kartenpreis, denn ein Fuffi für zwei Tickets auf dem freien Markt vor dem Stadion waren für einen Gelegenheitsbesucher wie ihn etwas üppig.

Zum Spiel: Hannover ist bereits in der letzten Saison ein kleines Phänomen gewesen. Da sie kaum die Mannschaft verändern mußten, sollte das auch in dieser Spielzeit so bleiben. Keine größeren Verletzungsausfälle vorrausgesetzt. Der Glubb verlor das Spiel nicht nur wegen verpatzter Torchancen, sondern konnte den Druck auf die 96er nur über kurze Zeit erhöhen. Da wäre mehr drin gewesen, denn 96 sah unter Druck nicht ganz so stabil aus. In der überregionalen Presse wird nun sicher verstärkt erwähnt werden, Nürnberg habe mit Schieber und Ekici wichtige Kreativspieler und Standartspezialisten verloren und deswegen zuhause erstmal verloren. Diese Meinung kann ich nicht teilen, weil Illy in der Rückrunde erstens eh wenig spielte und Feulner statt Memo auch ganz anständige Standarts schießt. Hier muss sich der richtige Mann innerhalb der Mannschaft vielleicht erst noch finden. Was nützt einen ein kreativer Paßgeber, wenn die Stürmer die typischen Laufwege noch nicht kennen. Deswegen also hier lieber mal die aufgefallenen Einzelspieler etwas kommentiert, statt fehlende Ordnung kritisiert:

Cohen: Wie gewohnt unser Mittelfeldmotor und Wadenbeißer. Allerdings nur defensiv. Schade, viel Aufwand ist zwar publikumswirksam, aber letztendlich nach vorne nicht hilfreich.

Hegeler: In rein körperlicher Größe und der Körpersprache wie immer das Gegenteil von Cohen. Wirkte wieder auf seltsame Art zu lässig, verlor Bälle, wurde aber leider auch zu selten angespielt. Verspielte wie schon oft die Chance, beim Glubb eine wichtige Nummer zu werden.

Eigler: Ein alter Fuchs, das merkte man sofort nach der Einwechslung. Lief sich immer frei, war fleissig und sogar meist lauffreudig. Warum macht er solche Spiele nur, wenn er nicht in der Startelf steht?

Feulner: Bemühte sich, die Rolle der Schaltzentrale auszufüllen. War nicht sein Tag.

Pekhard: Verdient ein gesuchter Interviewpartner für die Presse nach dem Spiel. Macht einen super Job in Sachen Ballbehauptung und Kopfballüberlegenheit. Wie wird die Presse reagieren, wenn er mal keine böse Überraschung für die nächsten Gegner sein wird, weil er unter verschärfter Bewachung steht? Und: Stand leider zu oft im Abseits.

Simons: Hatte einen schlechten Tag, sonst paßgenau, diesmal eher fahrig.

Chandler: Nach hinten solide aber nicht fehlerfrei, nach vorne wie immer wichtigster Mittelfeldüberbrücker neben Pinola.

Klose: Wir empfehlen eine Hypnosetherapie. Ziel: Wenn er die Mittellinie übertritt, soll er glauben, er sei ein eiskalter Top-Stürmer. Dann klappt es bestimmt auch mit der Chancenverwertung.

Esswein: Lob dafür, Unruheherd zu sein. Darauf kann man schon mal aufbauen.

Schäfer: So eine Art Legende, aber mit Macken, an die man sich auch nach Jahren nicht gerne gewöhnt. Reagiert auch als Mittdreissiger leider immer noch zu oft cholerisch.

Wollscheid: Durch seine Spieleröffnung und Abspielfehler meiner Meinung nach noch lange kein Nationalmannschaftsthema.

Pino: Wiegt seine oft katastrophalen Patzer immer als Mittelfeldmotor mit Tordrang auf. Hoffentlich noch lange...

Fazit: Weh getan hat, dass sich die neue Mannschaft beim ersten Heimspiel nicht mit Ruhm bekleckert hat. Leute! Wir haben tolle Fans, aber Unterstützung gibt es in Nürnberg nicht gratis liebe Zugänge und Stammspieler! Wenn eine ausgebuffte und sonst meist harmlose Mannschaft wie Hannover zusammen mit einem schwachen und kleinlichen Schiri zusammen kommen, muß man anders reagieren. Total nervig die Spieleröffnung nach dem immer gleichen Muster. Typisches Beispiel: Schäfer versäumt traditionell einen modernen Abwurf und rollt zu Chandler, der bereits attackiert wird. Querpaß zu Klose, der zu Wollscheid weiter gibt. Das geht so lange hin und her, bis es Pino zu bunt wird und der dann furchtlos nach vorne marschiert. Oder Chandler auf der anderen Seite zum Sprint starten kann. Wenn das nicht klappt, dann ballert Schäfer nach vorne, einer der langen Jungs wird den Ball schon herunter fischen. Erinnert fatal an das alte Meyer-System mit Koller als einzige Spitze.

Aber das ist ja erst der zweite Spieltag, bis Weihnachten kriegen das die Jungs schon zurecht gebogen!

STIMMEN ZUM SPIEL:

Mirko Slomka (H96): "Wir hatten Glück, Qualität und Zieler"

Timm Klose zu den letzten zehn Minuten: "Ich glaube, dass jeder gesehen hat, dass wir gekämpft haben, alles gegeben haben und den Ausgleich unbedingt wollten."

Markus Feulner: "...Danach haben sie uns eiskalt erwischt und wir mussten uns erst einmal sammeln..."

Tomas Pekhart: "...kann ich mir nur bedingt über mein zweites Tor im zweiten Spiel freuen."


06.08.2011: WILLKOMMEN ZURÜCK IN DER BUNDESLIGA, TANTE HERTHA

06.08.2011: HERTHA BSC VS. FCN, 0:1

"1. Spieltag, Auswärtssieg, 3 Punkte, der Rest ist mir Scheißegal!" sagte Trainer Dieter Hecking als Fazit nach dem Spiel zum Sky-Reporter... und ließ diesen dann mit seinem Mikro allein stehen. Kommt da etwa eine Spur der lang vermisste Hans Meyer - Humor durch bei dem gebürtigen Westfalen? Betrachtet man die Nachberichterstattung in den überregionalen Medien, wurde der Glubb trotz Dominanz nicht gerade mit Lob überhäuft. Kann uns auch egal sein, als graue Maus hat man es in der letzten Saison ja auch schon sehr weit gebracht. Und die Rolle der Heulsuse überlassen wir doch gerne anderen.
Olympiastadion: Sogar die Aschenbahn ist in Hertha-Blau!

Am ersten Spieltag hatten zumindest die Bauern allen Grund dazu: Ihre Partie ging verloren gegen Gladbach und Schiri Rafati, eine Allianz, die die Glubberer nur zu gut kennen. Siehe auch letzte Saison: KLICK Außerdem: Köln patzte gegen Wolfsburg, Schalke versagte beim VFB und Vizekusen gegen Mainz.

Wir hingegen hielten durch geschickte Taktik das eigene Spielfelddrittel über 90 Minuten weitgehend frei von jeglichen Berliner Spielern. Unser Bericht aus Berlin diesmal von unserem Schreibsenior Roland Hornauer:

Auch ohne Harry lohnt sich eine Reise nach Berlin
Bundesligaeinstand nach Maß


Zur Erinnerung am 26. Spieltag in der Saison 2009/2010 im März 2010 besiegelte der glückliche Siegtreffer unseres griechischen Superstars Angelos "Harry" Charisteas, der inzwischen bei dem international bekannten griechischen Spitzenverein Panetolikos Agrinio spielt, letztendlich fast schon den Abstieg des Hauptstadtclubs mit seinen aggressiven Fans (der Platz wurde nach Spielende gestürmt). Der völlig unverdiente Sieg bei der Hertha in Berlin brachte uns in die Relegation gegen Augsburg und damit zum Klassenerhalt.

Ein Jahr 2. Liga muss ja auch nicht schaden, die Perspektiven werden zu recht gerückt, neue Freude auf die Bundesliga kommt auf und die gegnerischen Teams werden mit einigen Respekt eingeschätzt. So haben wir Clubberer es ja oft genug selber mitgemacht, manchmal auch mehr als ein Jahr 2. Liga. Bei den gemeinen Hauptstädtern ist das Jahr 2. Liga scheinbar gedanklich ausgeblendet worden. In der S-Bahn zum Stadion, das S steht für Sauna in der schwülheißen Hauptstadt, wurde nur über die Höhe der Packung die Nürnberg bekommt geredet. Der Sieg war schon vor Anpfiff klar und eingetütet.

Das Stadion selbst wirkt dank der vereinzelten Gerüste, herumstehenden Container und Cateringwohnwagen im Außenbereich nach wie vor wie eine fast fertige Baustelle. Der Sponsor der Berliner hat ein kleines Stück eines ICE vor der Ostkurve aufgestellt. Imagegerecht liegt das ICE-Teil auf einen Sattelschlepper, so ist es wenigstens immer mobil. Der Blick in völlig durch geschwitzten Klamotten auf das Olympiabad von 1936 lässt kurz den Gedanken entstehen, habe ich die richtige Location gewählt? Dank eines Carlsbergs - Glühwein wurde nicht verkauft - und den angebotenen Sangria (gab es ohne Strohhalme und Kopfschmerztabletten) und dank der frischen Brise im Oberrang des Stadions, war das Stadion dann doch die richtige Platzwahl. 61.118 fanden sich dort ein. Klar, nach einen Jahr Bundesligapause, im einwohner-schwachen Berlin und an einen sehr warmen Samstag im August beim Spiel gegen den Tabellensechsten der vorherigen Saison würden in Nürnberg auch nicht mehr als 15.000 Zuschauer kommen. Trotzdem die Kulisse hat gepasst und was in Berlin eher selten ist, es gab zwei Choreos. Die Ostkurve der prolligen Hauptstadtfans war blau-weiß und davor wurde ein großes Banner (ein Arm der die Herthafahne hochhält) vor dem Block zum Stadiondach hochgezogen und mit einigen Mühen, das Spiel lief schon über 200 Sekunden, herunter gezogen. Die Clubbfans boten ebenfalls ein schönes Bild, zahllose rote Luftballons wurden beim Einlaufen hochgehalten und ganz brav so entsorgt, dass kein einziger das Spielgeschehen belebte.
 
Die Berliner Ostkurve hatte unseren Raphael nicht vergessen, angeblich soll er einen Finger beim letzten Berlinsieg in diese Richtung gehalten haben (fotografische oder filmische Belege davon gibt es bis heute nicht). Jeder Ballkontakt unseres Keepers wurde mit "aufmunternden" gellenden Pfiffen begleitet. Doof wie die Berliner nun mal sind, trugen einige Schäfer-Trikots, nur der Name war mit „Raffael“ falsch geschrieben.

Zu Beginn der 2. Halbzeit als Schäfer vor der Ostkurve spielen durfte, wurden zahlreiche Fahnenstangen und Latten drohend geschwenkt. Dies waren die gefährlichsten Berliner Szenen während der gesamten 90 Minuten. Berlin erspielte sich keine einzige Torchancen, bei Ballverlusten zogen sie sich schnell, fast ängstlich in die eigene Hälfte zurück, um vor dem Sechzehner einen Verteidigungswall aufzubauen. Bei Ballgewinn blieb ein Großteil der Mannschaft hinten stehen und schaute zu, wie glücklose Stürmer meistens mittels Fehlpass uns den Ball zurück gaben. Ihr neuer Torwart Kraft zeichnete sich dadurch aus, dass er den Ball mehrfach unbedrängt bei Abstößen oder Abschlägen direkt in das Seitenaus beförderte, nachdem er ewig gewartet hat, bis er sich von der Kugel trennte. Zu den beiden anderen früheren Bayern „Stars“: Christian Lell glänzte durch peinliche Stockfehler und Andreas Ottl tauchte von Minute zu Minute – stand er in der 2. Halbzeit überhaupt auf dem Platz? - immer mehr ab. Siegergene sind halt doch nicht so einfach zu kaufen. Beim Clubb waren fast alle in der Defensive hochkonzentriert und das Berliner Spiel wurde meist schon weit vor dem eigenen Tor unterbunden. Etwas unkonzentriert wirkte unser linker Verteidiger Pino. Lag vermutlich an seinen genialen Gegenspieler Patrick Ebert. Immer wenn dieser auf der Außenbahn völlig frei stand, trabte er Richtung Platzmitte zu Pino. Mein Sitznachbar meinte dazu, "Fußballer sind von Haus aus doof, die suchen sich einfach immer ihre Gegenspieler". Der Clubb spielte taktisch brilliant, knüpfte in der Defensive an den guten Leistungen der letzten Saison an. Die Hertha wurde komplett aus dem Spiel genommen und wirkte von Minute zu Minute immer hilfloser.

Der Clubb war zusätzlich in den Zweikämpfen deutlich aggressiver, schneller, auch gedanklich und Berlin spielte wie ein Aufsteiger, der das Niveau der neuen Liga noch nicht kennt. Überragend unsere fehlerlose – wann hatten wir dies schon in den früheren Jahren? – Innenverteidigung mit Wollscheid und Klose. Die gesammelte Bundesligaerfahrung von 19 plus 0 Spielen ließ einfach keine Torchance zu. Leider folgte auf die jeweils sehr gute Defensivarbeit nicht eine ebenso gute Angriffsleistung des Clubb. Die entscheidenden Zweikämpfe gingen meist verloren bzw. der letzte „tödliche“ Pass kam häufig nicht an. Der Clubb hatte zwar ein extremes Übergewicht an Chancen, aber die zwingenden Torchancen fehlten. Bis zur 80. Minute, wo bekanntlich Hegeler 20 Sekunden nach seiner Einwechslung den hüftsteifen rustikalen Maik Franz vernaschte und von der Torauslinie, zum Glück winkte der Linesman nicht, auf Pekhart passte und der sofort einnetzte. Endlich, der verdiente Siegtreffen war da und das Spiel gelaufen. Leider haben die Herthafans auch in der 2. Liga nicht die Gastfreundschaft gelernt. Nach dem Auswärtssieg wurden die Clubbfans auf dem Weg zur S-Bahn und dort wiederholt angepöbelt und die eine oder andere Hauptstadtglatze wartete nur auf einen Anlass zum Zuschlagen.
 
Der Sieg selbst wurde im neuen fränkischen Biergarten „Republik Frank und Frei“ an der Köpenickerstraße bei Bratwürsten (einzige Alternative war Obazter oder Kraut pur), Spalter Bier, Gutmanns-Weizen (in der speziellen Preußen-Version, die Hefe bleibt in der Flasche), Held-Bier oder Schanzenbräu angemessen mit etlichen anderen Clubb-Fans bzw. Franken gefeiert. Die Biergartenbetreiber haben sich übrigens den Radlersonderpreis der Bundeshauptstadt verdient. Schenkten sie doch erst das Bier ein und waren erstaunt, warum die Limo die Luft nicht mehr verdrängte. So sind die Hauptstadtgastronomen! Noch mal zur Gastfreundschaft, es gibt doch auch sehr sehr angenehme Berlinbewohner. Lisa, Fan von Hertha und nette Begleiterin unseres Stadionbesuchs gab mir als Gewinner ein Spalter als Verliererin aus. So schön können Auswärtssiege enden!

Roland Hornauer

STIMMEN ZUM SPIEL

Trainer Markus Babbel (Hertha BSC Berlin): "Heute haben wir zuviel Angst, zuviel Respekt gehabt und sind ohne Mumm angetreten. Vom ganzen Auftreten her war es enttäuschend. Die Spieler haben sich zu sehr unter Druck gesetzt. Wir müssen ohne Respekt auftreten. Wir werden genauso zielstrebig weiterarbeiten wie in den letzten Wochen."

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Man muss der neuen, jungen Mannschaft ein Kompliment machen, vor 60.000 ein solches Spiel zu zeigen. Wir müssen aber im Umkehrspiel noch besser werden. Aber: erster Spieltag, drei Punkte geholt - fertig."

Keeper Raphael Schäfer zu dem Flitzer-Fan, der ihm auf dem Spielfeld besuchte: "Er war friedvoll und hatte nur zwei, drei zu viel getrunken."

Gladbach-Präsidiumsmitglied Hans Meyer: "Die Nürnberger machen dieses Spiel gegen den Ball zusammen mit Dortmund, mit Mainz so ziemlich am besten, wenn sie es so durchziehen, sind sie schwer zu schlagen."


30.07.2011, DFB-POKAL, ARMINIA BIELEFELD VS. FCN: 1:5

Ich bin mir sicher, hätten die Bauern sich den Oberfranken Feulner gekauft und dieser hätte im Poggal gegen Braunschweig einen Hattrick erziehlt, wäre er jetzt der größte Hype seit der Erfindung des Rades. Feulner ging aber vom BVB mit 35 Minuten Spielpraxis aus der letzten Saison zum Glubb, erziehlt einen Hattrick im ersten wirklich ernsten Saisonspiel namens Poggal - und keinem interessiert es. Gerne kann es so weiter gehen. Ohne Scheiß.
Packte seinen Hammer aus: M. Feulner

Medienignoranz sorgt auch für Ruhe im Puff. Außerdem sollte man nicht immer so jammern. Und: Wir haben Entlastungspromis, die uns den Druck von der Mannschaft nehmen. Glück gebracht hat uns in dieser Beziehung schon immer Supermario Basler, dem in der Regel bestimmt vor dem Saisonbeginn die auflagentechnisch günstigsten Thesen und Warmluftemissionen von seinen Blöd-Kollegen zum exhalieren vorgelegt werden. Letztes Jahr sah er uns als Abstiegskandidat Nr. 1, diese Saison ähnlich und empfiehlt, schon mal für das Unterhaus zu buchen. Und der Umzugswagen für Hecking sei sicher auch flott organisiert. Nimmt man diese Prognose, haben wir ja schon mal einen Glücksbringer, Daumen hoch Mario, super!

ANPFIFF AUF DER ALM

Basler hatte Samstagnachmittag nach dem 1:0 durch die Arminia auf der Alm daheim vor dem Fernseher sicher gleich weiter gezappt. Recht gehabt mal wieder... In der Zwischenzeit aber ließ sich der Glubb durch die frühe Führung des DSC nach holprigen Start nicht beeindrucken und als die gegnerische Abwehr "einen der besten Distanzschützen der Bundesliga so zum Schuss kommen..." ließ, wie uns der Bielefelder Almhirte und Innenverteidiger Thomas Hübener nach dem Spiel über unseren Neuzugang aufklärte, war der Ausgleich da. Der habe "...schon einen unglaublichen Schuss" (Hübener), was der gebürtige Scheßlitzer Feulner dann bei seinem zweiten Tor zur Führung, einem fein gezirkelten Freistoß bestätigte. Sein drittes Tor noch vor Beginn der Halbzeit war dann auch wieder ein Distanzhammer in bester Hitzlsperger-Manier, falls den noch jemand kennt. Also stimmt das wohl mit dem tollen Distanzschützen Feulner, auch wenn die Fans auf transfermarkt.de eher Reus, Kroos und Robben als Distanzkönige bejubeln und 20 Meter noch keine wirkliche Distanz ist. Weiter: Auch wenn manche Pässe bei den Nürnbergern noch immer nicht ankamen, reichte es in der zweiten Spielhälfte noch für zwei weitere Treffer und auch für lange Gesichter bei den leidgeplagten Bielefelder Fans. Und dabei war die Arminia doch immer noch so ein kleiner Angstgegner, auch zu Zweitligazeiten. Der Klassenunterschied war dann in der zweiten Hälfte deutlich zu sehen, für das Auftaktspiel zur ersten Liga gegen Tante Hertha sollten aber beim Glubb noch an einigen Stellen Fahrwerksabstimmungen statt finden und vor allem auf die Konzentration geachtet werden. Aber Hecking weiß schon was er tut...

Die überregionalen Medien ignorierten dann wie gewohnt die Begegnung, und da die einzige offene Wunde beim Glubb, die Wechselgelüste von Dominic Maroh nicht zur deutschlandweiten Beunruhigung taugen, kann es uns als supergraue Maus der Liga mal wieder recht sein, dass wir in aller Ruhe und bescheiden den Klassenverbleib ins Visier nehmen dürften.

LOB ZUM SPIEL FÜR:

Robert Mak: Schon wieder getroffen, lief fast soviel wie zuletzt ein Cohen. Vorne und hinten.

Tomas Pekhard: Verteidigte vorne viele Bälle, zog gegnerische Spieler auf sich und kann bei Standarts Mitspieler rüffeln, dass er deren Haarausfall oben am Scheitel besser sehen kann als sie selbst. Köpft dann wie aus dem Nichts eine Kiste. Ihn deshalb als Phantom zu bezeichnen, ist 20 Tore zu früh.

Markus "The Hammer" Feulner: Siehe oben.

...den Rest der Mannschaft: Ließen sich nicht durch die gegnerische Führung aus ihrem Plan schubsen, hier deutlich zu gewinnen. Auch in der zweiten Halbzeit ließen sie es nicht zu, mit 3 Toren Vorsprung  noch mit 4:3 heim geschickt zu werden. Wie es zum Beispiel am selben Tag eine Werksmannschaft aus dem Rheinischen schaffte. Einträge ins Klassenbuch bekam beim Glubb eventuell Wollscheidt, der etwas zu locker begann. Vielleicht auch Chandler, der sich einmal nicht nationalspielerreif austanzen ließ und Eigler, der gegen seinen Exverein etwas übermotiviert spielte. Aber das waren nur Kleinigkeiten.

BESTE SZENE: Auf Sky. Feulner schießt die dritte Granate. Kameramann schwenkt auf die Tribüne und zoomt zu Martin Bader, der mit kaum erkennbaren Grinsen völlig entspannt da sitzt und wie ein Pate mit hochgezogenen Brauen an seiner Kippe zieht und genüßlich ausbläst.


CHRONOLOGISCHER AUSBLICK AUF DIE HINRUNDE:

Hertha auswärts: Am besten die spielen daheim so wie gegen Real kürzlich. Nämlich grottig. Auftaktspiele taugen aber nicht für Euphorie, es gilt also in der Hauptstadt diese beim Gegner nicht aufkommen zu lassen.

Hangover daheim: Bei dem Spiel wird es für Hecking um seine Berufsehre gehen, und den 96ern um eine Standortbestimmung, ob die letzte Saison nicht nur ein schöner Traum war mit tonnenweise Glück obenauf. Ich persönlich fordere Rache für die letzte Begegnung!

BVB auswärts: Was nicht passieren wird: Ich würde gerne Kloppo mal wütent sehen. Man darf ja mal träumen. Spielte der BVB bis dahin schon mal international? Wie auch immer, erwarten darf man bei diesem Spiel nichts, wünschen aber schon: ein Stolperunentschieden, was den Zecken später die Herbstmeisterschaft kosten wird.

Augsburg daheim: Heimspiele müssen gewonnen werden. Wir haben Erfahrung mit diesem Gegner, der Gegner keinen Thurk mehr und der bayerische Rundfunk wird wegen den Augsburgern danach sicher auch über das Spiel berichten, hehe!

Köln auswärts: Mit etwas Glück ist in Kölle zu der Zeit schon die Kacke am dampfen, und wir können das ausnutzen. Eines der machbaren Spiele auf dem steinigen Weg zu hoffentlichen 40 Punkten am Saisonende.

Bremen daheim: Machbar. Andy hat bis dahin mit etwas Glück schon die erste Gelbsperre und muß nicht gegen seinen Ex-Verein antreten. Arnautovic dann vielleicht zwangsweise auf der Bank und Memo wünsche ich gute Besserung.

Gladbach auswärts: Machbar, gegen glückliche Relegationsgewinnler muß gesiegt werden.

Mainz daheim: Ich kann den Tuchel nicht leiden. Die EL Quali gegen einen rumänischen Verein haben sie aktuell mit Unentschieden schon mal vergeigt, das Pokalspiel gegen Zweibrücken war auch nicht der Bringer und Fußballspiele werden immer noch mit Herz und nicht mit Matchplänen entschieden. Ergo ein Vorteil für uns.

WOB auswärts: Machbar, wenn Bum Bunjaku und Benaglio das letzte Drittel einer langweiligen Partie gegen eine Magath-Mannschaft auf dem Platz stehen würden und diese dann in letzter Minute durch einen tödlichen Glubb-Konter für uns entschieden werden würde.

Die Spätzle daheim: Mit etwas Glück fällt die Begegnung in die traditionell schwache Startphase der Stuttgarter, Vorteil für uns: Ein Trainer mit Westvorstadt-Erfahrung trainiert den Gegener. Egal was passiert, Schieber sollte auf jeden Fall Höflichkeitsapplaus mit einem Schuß Dankbarkeit bekommen.

Bauern auswärts: Ich enthalte mich der Stimme. Entlassungen nach dem Spiel sind aber diesmal unrealistisch.

Freiburg daheim: Heute ist ein Dreier Pflicht und wichtig! Und dieser Cissé soll bitte auf keinen Fall vor unserer Kurve Grund zum Jubeln haben, abseits seiner sachlich unbestrittenen spielerischen Klasse.

Schalke auswärts: Hoffentlich kein Freundschaftsspiel. Es sei denn, Schalke wird durch ein Unentschieden Herbstmeister vor den Bauern oder das Spiel wird abgesagt, weil die Stadtwerke auf Schalke den Strom abgesperrt haben und der Rasen nicht mehr ins Stadion gerollt werden kann.

Kaiserslautern daheim: Sollte so laufen wie die letzte Begegnung. Lautern wünscht sich eine ruhige Saison ohne Aufregung, den Gefallen sollten wir ihnen spielerisch nicht machen.
 
HSV auswärts: Wäre mir lieber, wenn Oenning hinterher etwas erklären müsste. Das kann er gut und laut eines HSV-Fans könne er sogar dem Papst ein Kondom verkaufen.

Hoppenhausen daheim: Die Statistik spricht gegen uns, neugierig bin ich auf die Blutwurst mit Vanillesoße-Kombination Stani/Hoppenhausen. Hoffen-tlich gehen die Renditekicker dann ohne Punkt heim.

Vizekusen auswärts: Der Druck in diesem Spiel lastet sicher nicht auf uns so kurz vor Weihnachten, wo sich die Dutts und Ballacks sicher bestenfalls noch um die Vizeherbstmeisterschaft bemühen werden.

E.Funk


16.7.2011: FCN VS. AJAX AMSTERDAM: 2:0 (SAISONERÖFFNUNG IM FRANKENSTADION)

Die Wochen der Mutmaßungen und Luftschreibereien in den Boulevardblättern sind vorbei, also beschäftigen wir uns nach wohltuender Sommerpause auch wieder mit unserem Glubb. Samstag war nämlich wieder Saisoneröffnung, wo man sich als Fan die neuen Spieler begutachten kann im Rahmen des üblichen Familienfestes mit Bierbetankung, Kinderbespaßung und Autogramm-Marathon (ca. 200.000 schrieb die Mannschaft laut FCN). Doch mehr interessiert: Wie gut sind die Neuzugänge, wie gut harmonieren sie mit den altgefahrenen Spielern und wer ist denn überhaupt noch da in der Mannschaft?
Fiel nicht nur durch seine Frisur auf: Alexander Esswein.

Vor dem Spiel die traditionelle Mannschaftsvorstellung, bei der die Gladiatoren einlaufen und wie immer humorvoll und kurz kommentiert werden von Gong-Stadionsprecher Seibelt. Flügelass Frantz hatte leider immer noch die lange Trainingshose an und  musste auch nach dem Spiel (als Zuschauer) wieder fort zur Reha, was für ihn langsam und nachvollziehbar zum nervigen Geduldsspiel wird. Applaus bekam jeder, erwartungsgemäß am meisten schallte es bei Schäfer, Pino - und neuerdings - Cohen im Rund. Almog hat es geschafft in der Hierarchie bei den Fans in nur einer Saison an die Spitzengruppe der Beliebtheitsskala zu tanzen (und zu fuchteln). Witzig auch: Bei der Nennung von Julian (Wießmeier) brüllten alle ein trotziges "Schieber" aus der Nordkurve. Beruhigend auch, dass finanzielle Leistungsträger wie ein Harrysteas beim Glubb wohl Vergangenheit sind.

ERSTE HALBZEIT

Anstoss um 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, die Aufstellung der ersten Spielhälfte bestand zum Großteil aus Spielern der letzten Saison plus der Neuzugänge Didavi, Esswein und Feulner. Schon nach kurzem Abtasten rieb man sich aber die Augen, denn beim Glubb funzt so einiges von Beginn an so richtig! Allen voran Esswein ist Gold wert, der Ex-Dynamo-Stürmer demonstrierte auch gegen einen Champions-League-Verein freches Tricksen und hatte einen Antritt wie einst Diekmeier. Allerdings kamen Essweins Bälle im Unterschied zu Dennis auch dort an, wo sie hin sollten. Wenn Didavi mal Spielgestalter werden will, hat er sich an diesem Tag auch wärmstens empfohlen. Leihgaben aus Spätzlehausen sind scheinbar echt lohnend für den Glubb! Außerdem wird er wohl der Mann für die Standarts, bis zum super-zuverlässigen Ekici ist aber noch Luft nach oben für ihn. Oder wie eine Tageszeitung schrieb: Die Mannschaft muß sich erst noch an seine Bälle gewöhnen.

Und dann Robbie Mak, wir rieben uns erneut die Augen: Der verteidigte plötzlich auch hinten! Und war nach vorne auch eminent gefährlich. Früher oder später sollte sich in der Bundesliga also herum sprechen, dass mit dem komischen Vorjahressechsten und Rekordabsteiger aus Nürnberg auch 2011/12 wieder zu rechnen ist...

ZWEITE HALBZEIT

Komischerweise begann die zweite Halbzeit mit der selben Mannschaftskonfiguration wie in der ersten. Es war schließlich noch kein Tor gefallen, aber es lag eins in der Luft. Denn die zwei neuen Flügelzangenkombis Pino auf Esswein links und Chandler auf Mak rechts machten ständig Alarm bei den Kasrollers. Und so zirkelte Mak nach kurzer Ecke von Didavi eine wunderbare Bananenflanke im besten Christian Eigler-Manier direkt ins lange Eck. So hatte die "erste" Garnitur ihren Job gemacht und Hecking wechselte munter. Judt, Maroh, Klose, Plattenhardt, Wießmeier, Bum Bunjaku, Cohen, Hegeler und unser neuer Peter Crouch, Tomas(ch) Pekhart zogen aufs Feld. Hier klappte nicht alles so auf Anhieb, aber auch diese Garnitur machte ihr Tor, und das durch unser freches Kücken Markus Mendler. Die Chancen der Holländer hielten sich insgesamt in Grenzen, richtig markant blieb nur deren quirliger Linksaußen in Erinnerung mit einigen sehenswerten Dribblings. Schäfer parierte mitunter auch stramme Torschüsse, trotzdem waren diese eher selten. Sehr bizarr die Auffassung des Ajax Trainers Frank De Boer, seine Mannschaft habe die zweite Halbzeit "dominiert".

FAZIT

Der Glubb darf so weiter machen. :-)

 

Wer bei dieser Mannschaft in typisch fränkisches Pessimistengejammer verfällt, muss halt in den Ronhof gehen (Wo die Westvorstadt ausgerechnet gegen die wenig beliebten Bankforter Absteiger tags zuvor verlor, als Saisoneinstand und das nach 2:0 Führung). Andererseits: Der Glubb wird sicher auch nicht durchmarschieren, aber einiges läuft bisher einfach genial: Dieses Jahr haben wir:

-ein hoffnungsvolles Offensivmodell

-einen Trainer, der die momentanen Umschalt- und Flankenschwächen defensiv erkannt hat und sicher noch einige interessante Laufwegmodelle einstudieren wird.

-Und für jeden Posten bei Verletzung einen richtig guten Backup!

-Außerdem sind wir nicht der Millionenclub mit 40 Mille Einkaufskorb und dementsprechend unter Erfolgszwang. Bin mir sicher: Einen der ganz großen Clubs wird es dieses Jahr wieder tüchtig beuteln, denn sie sind ja alle zum Erfolg verdammt.

MATCHWINNER

ALEXANDER ESSWEIN
Empfahl sich für einen Stammplatz durch dynamischen Antritt und technisches Können. Zusammen mit Pino, der links ja auch gerne offensiv geht, sollte es in dieser Saison für manche Vereine bei Kontern sehr gefährlich brennen auf der linken Seite.

DANIEL DIDAVI
Technisch gut und Übersicht bewahrend war er überall zu finden, fleissig und laufstark dazu, empfahl er sich durchaus für einen Stammplatz.

MARKUS MENDLER
Frech wie immer hatte er einfach den Mut durchzumarschieren und belohnte sich nach Assist von Pekhard mit einem Tor.

RAPHAEL SCHÄFER
Hoppla, was ist plötzlich mit Rapha los? Erstklassige Reflexe auf der Linie hatte er schon immer. Aber neuerdings macht er richtig moderne Spieleröffnungen und sucht nicht gestenreich nach Anspielpartnern sondern wirft den Ball sofort fast bis ins Mittelfeld zur schnellen Ausführung. Wir rieben uns positiv überrascht die Augen!

ROBERT MAK
Hat viel dazu gelernt und arbeitet nun auch hinten mit, ist trotzdem vorne zur Stelle und schoß ein richtig schönes Eigler-Tor wie weiland gegen Fürth im Heimderby.

.. UND VIELE WEITERE SPIELER
Klose, Pekhard und Feulner als Neuzugänge waren ebenso tadellos, genauso wie Nilsson, Wollscheid oder auch Maroh. Schwierig zuzuordnen von der Tribüne aus, denn man kennt die "Neuen" optisch noch nicht so und verwechselt Gestik, Laufstil und Frisur mitunter. Bum Bunjaku sollte seine Haare wieder blond färben, damit man ihn wieder erkennt.

VERLIERER

EINE MINDERHEIT AJAX ANHÄNGER
Die holländischen Ajax-Fans, die am Nachmittag im O'Shea's-Biergarten in der Nürnberger Innenstadt randalierten, Bedienungen beleidigten und dann ohne zu zahlen gehen wollten. Nicht aber mit Nürnberger Schupos! Die Spacken saßen zumindest zum Wochenbeginn noch in Untersuchungshaft. Keine schöne Duftmarke von ausländischen Fans, aber sicher nur eine Minderheit.

PINO
(leider auch) Grund: Offensiv wie immer saugut, hechelte er den gegnerischen Stürmern leider oft ziemlich hinterher. Die Gegner sollten als in der Saison nicht allzu spritzige Stürmer auf seiner Seite aufstellen.

Wer Fans hat, die sich derart geduldig in die Warteschlange stellen, braucht sich als Verein keine Sorgen machen.

Ewald Funk


26.06.2011: KOLUMNE DER WAHRE GLUBB AUS HEFT 150 ZU ROCK IM PARK MIT MANDO UND PELLE

Rechts unten: Ein Bild für die Galerie: Mando Diao dankbar im nagelneuen Glubbtrikot Saison 2011/12, spendiert vom FCN und überreicht von Pelle im Mando-Trikot. Dass die Sportteile 1a Herzogenauracher Profiqualität sind und durchaus im Handel einen Hunni kosten, blieb den privat eher bescheidenen Jungs nicht verborgen.

Nachdem die Saison gütlich mit dem sechsten Tabellenplatz ausklang und das Trara um die Transfers meist bei anderen Clubs durch die Medien lärmte, war ein gewisser Herr Bader beim Glubb extrem fleißig und machte seine Hausaufgaben. Durch die Abgänge bedingt klafften eigentlich ziemlich dicke Löcher in der Nürnberger Mannschaft, die aber ziemlich schnell durch günstige, sinnvolle und hoffnungsvolle Einkäufe bei gleichzeitig weniger Ausleihen wieder gestopft wurden. Pekhard und Klose kommen später zum bereits beginnenden Training, da sie bei der U21-EM mit ihren Nationalteams gerade ziemlich weit vorne sind. Die beiden Hoffnungsträger zauberte Bader als Neueinkäufe wieder einmal wie aus dem Nichts aus seinem Hut.
 

Nicht zu ersetzen allerdings sind der sensitive Nimbus eines Marek Mintal und die fränkische Bodenständigkeit eines Andy Wolf, der Ende Juni auf den Boulevardschlagzeilen innerhalb nur einer Woche nacheinander mit Russland, Frankfurt und den Inselaffen in Verbindung gebracht wurde. Wolf als eine Art moderner Vasco de Gama des Fußballs quasi, zuhause in der Welt, nachdem er 295 Jahre für den Glubb spielte. Mein Gott, wie werden wir sie in der Kurve alle vermissen! Bei wem plärren wir jetzt „Fußballgott“ in der Mannschaftsaufstellung? Wie gut, dass Pino noch da ist…

Eine schöne Auflockerung waren Rock im Park und der Besuch in der zur Umkleide verwandelten VIP Lounge im Stadion. Allerdings bei Mando Diao, die Besuch hatten vom Glubb-Innenverteidiger Pelle Nilsson, der extra seinen Urlaub mit seiner Frau unterbrach, um das Festival zu besuchen. Bei einem kurzen Pressetermin gab er geduldig Auskunft über seine Eindrücke bei den zahlreich erschienenen Journalisten und überreichte den vier Mando Jungs (Drummer Samuel ist nicht mehr mit von der Partie) brandneue FCN-Trikots mit mandofizierten Rückennummern. Netter war dann die kleine exklusive Plauderei mit Pelle, der hervorragend Deutsch spricht und durch seine sympathische Art eigentlich fast zu nett für einen Innenverteidiger wirkt. Ich schilderte mein Gefühl, dass bei den letzten drei Spielen die Glubberer nicht wirklich gewinnen wollten bzw. die Europaquali nicht Priorität hatte. Pelle widersprach. „Wir alle wollten den fünften Platz! Aber Mainz war das Problem. Die sind intern mit der hundertprozentigen Ansage bei uns aufgelaufen, auf gar keinen Fall zu verlieren. Diese Maßgabe wurde mir danach auch von alten Bekannten am Telefon bestätigt. Na, und nach dem Unentschieden gegen Mainz war für uns natürlich die Europaqualifikation nicht mehr zu erreichen. Das hat uns schon gewurmt.“
Ewald Funk

P.S.: Auch Gustav hatte bei RIP was zum Glubb zu sagen:


10.06.2011, AB HEUTE: FCN-DAUERKARTEN IM FREIEN VERKAUF

Wenn Campingstühle mit Trikotträgern vor den beiden FCN-Fan-Shops in der Innenstadt und am Valznerweiher stehen, heißt das meist eins: Die nicht verlängerten Dauerkartenplätze gehen in den freien Verkauf. Nicht wenige Fans saßen heute wieder die halbe Nacht vor den Türen...
Saßen schon die halbe Nacht: Glubberer vor dem Innenstadt-Fanshop Ludwig-
straße.

Ab heute, Freitag 10. Juni 2011 startet der Verkauf von ca. 4000 Dauerkarten für die Saison 2011/12 in den freien Verkauf. Es sind noch ca. 4000 Dauerkarten in den Bereichen Südkurve, Gegentribüne, Haupttribüne und auch noch Stehplätze in den Blöcken 1, 3 und 5 verfügbar. Letztere werden wohl durch die Wartenden gleich über den Tisch gehen, den der Online- und Telefonverkauf starten erst ab 12 Uhr Mittag. Wer das vergessen hat und die Zeit dazu, sollte sich also schleunigst auf den Weg machen, denn z.B. vor der Ludwigstraße stehen schon lange Schlangen.

Die Preise für die Dauerkarten wurden im Gegensatz zum Vorjahr nicht erhöht. Die Vorteile einer Dauerkarte sind die Stammplatzgarantie (Im Stehblock eher ein Wunschtraum), eine Preisersparnis gegenüber Einzelticketverkauf. Außerdem kann die Dauerkarte wenn man verhindert ist (für Fans absolutes NoGo) auch an Freunde und Bekannte für das Spiel weiter gegeben werden. Kostenlos VGN fahren ist ebenso mit drin wie Vorkaufsrecht für eventuelle Relegationsspiele (was wir vehement fürchten) und (möglichst viele) Pokalspiele im eigenen Stadion. Topspielzuschlag wie etwa gegen die Bauern ist mit der DK auch von gestern, das "ausverkauft" braucht man auch nicht fürchten.

Achtung: Für die Stimmungsblöcke 9 und 11 in der Nordkurve gibt es keine Plastikkarte, sondern nur Einzelkartensätze, weil viele Fans dieser Blöcke ihre Karten in der Vorsaison "verloren" hatten und diese Blocks auf wundersame Weise stets völlig überfüllt waren. Der Verein mußte ständig Karten nachdrucken, mit der neuen Regelung können einmal verlorene Karten nicht mehr ersetzt werden. Man "verliert" also als Fan nur einmal einen Eintritt, sofern man die restlichen Karten-Papiervordrucke zuhause aufbewahrt.

Infos und links von der HP fcn.de:

Die Karten können dann wie folgt bezogen werden (gilt ab 10.6.):

-Im Service-Center am easyCredit-Stadion     ab 9.30 Uhr

-Im Fan-Shop in der Ludwigstraße                   ab 9.30 Uhr

Im Fan-Shop am Valznerweiher                       ab 9.30 Uhr

Im Online-Shop                                            ab 12 Uhr

Telefonisch unter 0911-2173-333            ab 12 Uhr


31.05.2011, ANDY WOLF GEHT

DIE SCHAFE WEIDEN WEITER, DER WOLF MUSS WEITER ZIEHEN...

Nach gefühlten 139 Jahren beim Glubb macht Andy Wolf den Anfang und verabschiedet sich mit einem offenen Brief von seinen Fans, noch bevor der Boulevard aus gut informierten Quellen klappert. Im Brief (u.a. in der morgigen AZ abgedruckt) weist er Vorwürfe zurück, es ginge ihm nur ums Geld. Die schlechte Kommunikation durch MB und Trainer Hecking scheint wohl auch ein Grund gewesen zu sein, im harten Profigeschäft noch ein stimmiges Plätzchen zu finden. Der Name Wolf und Urgestein werden aber für immer bestehen bleiben.
 

Sagt laut Servus vor dem Abschied: Wolf

Hier der offene Brief im Wortlaut, zu finden auch auf der Webseite vom Supporters Club Nürnberg:

"Offener Brief an alle Clubfans

Liebe Clubfans,

nachdem nun nach 14 ereignisreichen Jahren beim Club für mich leider die Zeit des Abschieds gekommen ist, ist es mir ein Bedürfnis mich bei Euch zu verabschieden. Wir haben zusammen so viele schöne und bewegende Momente, aber auch einige Tiefschläge erlebt. Ich möchte keinen dieser Momente missen, denn das alles hat uns zusammengeschweißt und geformt. Ich möchte mich einfach bei Euch für die unvergleichliche Unterstützung in all den Jahren bedanken. Das hat mir immer Kraft gegeben, wenn es mal nicht so lief und es war unglaublich schön, wenn es mal gut gelaufen ist. Durch Euch habe ich gelernt, dass es beim Club "nicht nur um Fußball" geht. Das wird mir nun schon ziemlich fehlen, denn der Club war MEIN Verein, seit ich in den 90ern zum ersten Mal mit meinen Kumpels in der Nordkurve gestanden bin, und er wird auch immer ein Teil von mir bleiben.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich mir meinen Abschied mal etwas anders erhofft hatte. Die ganzen Spekulationen und die Darstellung in den Medien waren aus meiner Sicht leider oft nicht ganz korrekt – das gehört aber nunmal zum Geschäft. Ich kann Euch nur sagen, dass ich sehr gerne weiter in Nürnberg geblieben wäre und hier vielleicht auch eines Tages meine Laufbahn beendet hätte. Es wäre gelogen, wenn es im Profigeschäft nicht auch um Geld gehen würde. Ihr könnt mir aber glauben, dass für mich das Geld nicht der ausschlaggebende Punkt war. Meiner Meinung nach sollte auf menschlicher Basis eine gewisse Wertschätzung vorhanden sein, und die konnte ich leider nicht vorfinden. Wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass mich der Trainer und der Verein wirklich weiter mit an Bord hätten haben wollen, wäre es nicht am Finanziellen gescheitert. Ich habe mir hier in Nürnberg in 14 Jahren etwas aufbauen können, meine Familie und meine Freunde sind hier und ich habe erst letztes Jahr ein Haus gebaut. Das alles ist mir deutlich wichtiger als "der letzte Euro".

Manchmal läuft es eben anders als man denkt. Zu diesem Zeitpunkt kann ich auch noch nicht sagen, wo mich mein Weg hinführen wird. Ich kann und möchte mir irgendwie gar nicht vorstellen, gegen Euch und "meinen Club" zu spielen…

Auf jeden Fall möchte ich Euch für unsere gemeinsame Zeit und die einzigartige Unterstützung von ganzem Herzen danken. Ich war nie ein großer Redner, aber das musste ich einfach nochmal loswerden. Für mich wird es wohl nie mehr das Gleiche geben. Bleibt wie Ihr seid und unterstützt die Jungs weiter so! Engagiert Euch weiterhin so für den Club und haltet die Augen offen! Es war mir eine Ehre für Euch zu spielen.

Vielleicht bis bald…

Mit rot-schwarzen Grüßen
Euer Andy Wolf"

Nüchtern betrachtet sind Spieler wie Wollscheid im direkten Vergleich sicher kurzfristig "besser", die Frage ist nur, wie lange Wollscheid noch bleibt, da sich der Glubb in der Abwehr schon betont luxuriös verstärkt hat. Klar ist Wolfs schrotiges Abwehrverhalten Old School, im gelbe Karten sammeln ist er auch sehr rührig. Aber das liegt wohl auch am Image, was Spieler mit der Zeit beim Schiri einfach haben. Zurück zum direkten Vergleich: Unbezahlbar waren schon immer Wolfs trotzige Läufe nach vorne, wenn es mal nicht so lief beim Glubb. Vorstöße, wo er die ganze Mannschaft mitgerissen hat. Das müssen die Wollscheids und Marohs noch lernen. Apropos: Ob Maroh noch die neue Saison erleben wird, ist fraglich. Wir tippen mal auf Augsburg oder so... Mein Sohn wird sein Trikot mit der Rückennummer 5 auch in Zukunft gerne tragen, und zwar nur für Andy. Waren das noch Zeiten wie im Relegationsspiel, als er das Stadion zum Hüpfen aufgefordert hatte.


KOLUMNE DER WAHRE GLUBB AUS HEFT 149 ZUM SAISONABSCHLUSS

Ich spiel jetzt einmal Politiker, die sind ja wahre Schöngeister im grundsoliden Aufhübschen von eher bescheidenen Ergebnissen: „Saisonende auf dem sechsten Platz nach drei nicht über die Zeit geretteten Unentschieden muss nicht negativ gesehen werden. Immerhin war das statistisch gesehen die beste Rückrunde für den Glubb seit der Erfindung des Zauberworts Wundertüte. Besser so, nicht in der neuen Saison Euro League spielen zu müssen, denn unser Kader hat dafür in der Breite nicht die erforderliche Qualität und eine Kriegskasse dafür ist strukturell im aktuellen Geschäftsmodell nicht vorgesehen. Dafür hätte man drei Wollscheids gebraucht.“
Timmy bedankt!

So. Und jetzt meine Version als Fan. Drei Niederlagen in Folge als Abschlussgeschenk für den unantastbaren 11er und als Endresultat die goldene Ananas riecht für mich schon halb wie wenn ich als Bergsteiger damit zufrieden wäre, im letzten Basislager vor dem Everest wieder umzukehren, weil der Aufstieg bisher ja schon ganz schön anstrengend war. Und dann das stürmische Wetter, allmächt, och nee!

Hallo? Sind wir jetzt hier in der Westvorstadt mit der Lizenz zur Unaufsteigbarkeit? Mit der genetisch festgelegten Erstligaparanoia? Die Erde ist keine Scheibe und man fällt nicht jenseits des Relegationsplatzes irgendwo hin runter, Mann! Sehr vermissen werde ich allerdings den grandiosen Charakter dieser Saisonmannschaft, die gerade nicht der Glubb-Depp war, sondern sich trotz Gegner, DFB, Pfosten und diversen Schiri-Pfeifen immer zurück kämpfte. Vermissen werde ich unsere Abwehrschrotflinte Wolf, der das Kündigungsschreiben getarnt als unterirdischen Vertragsentwurf bekam, trotz seines Künstlernamens „Urgestein“ im Spielerpass. Der Marek saß heute Abend bestimmt auch weinend im Fernsehsessel, und freute sich wie ich über den nächsten Pokalgewinn des Glubb. Sah zumindest so aus, das weinrote Trikot der Gewinner aus Herne West, der Kluge und der Harry waren auch dabei, aber die anderen Spieler kannte ich bisher noch nicht im Kader. Vermissen werde ich auch die Ekicis, die Schiebers und die Gündogans, die laut Fachpresse ein Jahr später schon bei Real spielen werden. Und unser Abwehrgladiator Wollscheid wahrscheinlich schon früher als wir denken können in Vizekusen.

Bin ich froh, dass jetzt Pause ist! Der wahre Glubb? Der heißt für mich Simons oder Pino, denn die beiden stehen im August zusammen mit Schäfer wenigstens wieder todsicher auf dem Platz. Und wenn der Pekhard nix trifft, ja mei, dann geht halt der Schäfer mal für eine Weile in den Sturm.

Ewald Funk
 


AUS DIE MAUS, LETZTER SPIELTAG, 14.5.2011 HANGOVER VS. FCN: 3:1

Wie in den letzten beiden Spielen gegen Hoppelhausen und dem BVB gelang dem Glubb leider nur eine halbstündige Dominanz auf dem Platz, der Rest war die übliche Schicksalsergebenheit. Man hat ja bald Urlaub, für den Europapokal sind wir eh zu dünn aufgestellt und Platz 6 hat eh keiner erwartet. Die meisten Daheimgebliebenen Fans dürften in der Kneipe oder vor dem Sky-TV eh ab der zweiten Halbzeit auf Konferenz umgeschalten haben. Nichts ist so spannend wie ein Abstiegskampf, an dem der Glubb mal ausnahmsweise absolut unbeteiligt ist bzw. Schadenfreude hat natürlich keiner. Niemals!
 
Jetzt ist gut, Sommerpause!
Allein die Aufstellung sagte einiges aus, denn Hecking ließ potentielle Wechsler oder die "Senioren" auf der Bank oder experimentierte einfach. Hegeler später für Cohen, Plattenhardt für Pino, Nilsson für Wolf... Traumstart für den bisher eher unbekannten Mittelfeld Allrounder Julian Wießmeier. Der gebürtige Nürnberger zielte in seinem ersten Bundesligaspiel unmittelbar nach dem Deutsch-Abi und 18 Jahre jung den Ball elegant über den zu weit heraus geeilten H96-Torhüter Zieler und der Lupfer war drin wie einst Eiglers Kullertor gegen die Bauern. Die Hausherren ließ man dann zunehmend ins Spiel kommen und gab das alles her, was man gemeinhin einen angenehmen Abgang nennt.

In der Konferenz wurde es dann richtig spannend, weil bisweilen sogar Quälix Magath mit seinen Wölfen nach früher Hoppelhausener Führung mit der vollen Tasse Tee in der zweiten Liga stand. Bankfurt stieg dann aber letztendlich direkt ab, weil der Däumling die letzten Wochen eh nur kryptisches Zeug redete, und die frühe Führung gegen den Meister BVB noch lange nicht hieß, dass eine Meisterschalenbereifte Jung-Elf nicht doch noch aus Ehrgeiz gewinnen möchte. So kam es dann auch, auf den roten Trikots des Absteigers stand aber gottseidank nicht FCN. Super Choreo der mitgereisten Ultras für Mintals allerletztes BL-Spiel im wahren Trikot.

Im Gegensatz zu vielen anderen Glubbfans sind wir froh, dass endlich Ruhe einkehrt, und in der Bundesligapause endlich mal Zeit zum Rasenmähen am Samstagnachmittag bleibt. Ein Saisonrückblick folgt erst, wenn wir wieder Lust dazu haben und zwischendrin gibt es dann noch genug Neues im Rahmen der zu erwartenden Transfers.

STIMMEN ZUM SPIEL UND SONSTIGE ZITATE:

Dieter Hecking: "Wenn wir in der zweiten Halbzeit das 2:1 machen, läuft das Spiel ganz anders."

Mirko Slomka (Trainer 96): "Dieter, du hast mir das Leben auch schwer gemacht. Ihr habt eine tolle Mannschaft und seid auf Platz sechs durchgestartet."

Pelle Nilsson: "Aber wenn wir die gleiche Einstellung zu Training und Spiel und den gleichen Mannschaftsgeist wieder hinkriegen, werden wir auch 2011/12 viel Spaß haben."

Raphael Schäfer zur nächsten Saison: "Es wird ein schweres Jahr. Wenn wir irgendwo zwischen neun und elf landen, wäre es richtig gut. Mit Platz sechs dürfen wir jedenfalls nicht rechnen."

Manager Bader zur neuen Saison: "Mir ist nicht bange, dass wir einen guten Kader bekommen, wir haben so ein großes Selbstbewusstsein entwickelt, dass wir gute Spieler finden werden."

Mehmet Ekici im Januar 2011: "Es wäre für meine Entwicklung sehr gut, ein zweites Jahr zu bleiben."

Mani Schwabl am 7.4. über Mehmet Ekici: "Bayern wird ihn schon nicht zurückholen"

Mehmet Ekici am 7.4.: "Mir gefällt es in Nürnberg. Das Umfeld, die Stadt, die Kollegen – und zu meiner Familie in München ist es auch nicht weit. Ich kann mir gut vorstellen, hier zu bleiben."

Mehmet Ekici am 7.4.: "Ich habe 13 Jahre das Bayern-Trikot getragen. Das ist mein Verein."

Am 19.5. stand fest: Ekici wechselt zu Werder Bremen.

7.5.2011 FCN VS. HOPPENHEIM: 1:2. TSCHAU MAREK, TSCHAU EUROPA, TSCHAU ILKAY, MEMO, JULIAN UND UND UND

Es gibt Spieltage, die werden zur Randnotiz. Der 7. Mai gegen Hoppelheim war so einer. Dass es Tränen geben wird, wußte wir. Schließlich war es Marek Mintals letzter Einsatz auf heimischen Rasen für seinen geliebten Glubb. Ob es am Schluß auch Tränen der Freude geben würde wegen einer weiteren Chance für Europa-Quali am letzten Spieltag? Das hat sich dann schnell zerschlagen...
 
Es gibt und gab nur ein' Marek! Mintal! Fußballgott! Mensch!

So hatte bei besten Wetter zwar die Führung für den Glubb und die Führung der königsblauen Fußballtruppe auf Schalke beste Vorraussetzungen ergeben, aber Hoppelhausen glich nach einem Standart kurz vor der Pause aus, nachdem Memo und Eigler mal wieder Aluminium trafen. Hegeler war später dann auch routiniert-erfolgreich als Chancentot tätig, und dem eingewechselten Fußballgott Mintal wollte trotz 200 % Zuspiel der Mitmannschaft und hochgradiger Motivation des Marek-Denkmals himself leider nichts mehr zu holen. Lange Gesichter gab es dann noch durch den typischen Glubb-Gegentreffer kurz vor Schluß... und ganz viel Frust, weil wir diese Legionärstruppe wieder nicht besiegen konnten. Es war zum kotzen.

Ganz groß war auch die Verabschiedung von Timo Ochs, Pascal Bieler, Mehmet Ekici, Julian Schieber und Ilkay Gündogan. Mein Gott was verläßt da an Klasse den Glubb zumindest bei den letzten Drei. Jeder weiß, dass wir in der nächsten Saison definitiv nicht noch einmal um Platz 5 spielen werden. Es sei denn, die anderen Mannschaften spielen wieder so unterirdisch wie in dieser saison.

Wer aber beim Abschied von Marek trockenem Auges blieb, war definitiv nicht anwesend im Stadion. Wenn Wolf nun auch geht, stehen mit Schäfer und Pino dann nur noch zwei Urgesteine am Platz und der Glubb sollte dann die jüngste Bundesligaelf der nächsten Saison darstellen. Sah man Mintals Einsatz an diesem Tag, er hätte mit längerem Zeiteinsatz sicher noch einiges bewegt in dieser Saison... Geschrieben wurde viel über die Legende Marek in der Presse, dem wollen wir nichts mehr hinzufügen. Wie immer wurde aber dieser große Moment der Wertschätzung durch das treue heimische Publkum kaum in der nationalen Berichterstattung erwähnt.

Den ganzen Rest haben wir vergessen...

TOP:

-Wollscheidt ist nun torgefährlichster Verteidiger der laufenden Saison. Und stand am Anfang der Saison noch nicht einmal im engeren Kader.

-Die Konfettiaktion der Ultras, zum Teil schon Monate vorher vorbereitet. Wir haben das Material in unserem Block vollständig aufgebraucht, da wurde nichts umsonst vorbereitet!

-Glubb bereits in den neuen Trikots.

-Einfallsreichtum der Tagespresse für Mintal-Spitznamen: Der brave Soldat Schweijk...

FLOP:

-Wollscheids Fehler zum Führungstreffer der Hoppelheiner, wurmte den armen Spieler hinterher noch bis aufs Blut. Kopf hoch! Pino macht auch ständig Fehler und bleibt - momentan zumindest noch - Publikumsliebling.

BERICHT VON ROLAND HORNAUER:

Es war im ausverkauften Frankenstadion alles gerichtet zu einen Fußballfest, zu einer stim-mungsvollen Verabschiedung (wann hat dies der Clubb eigentlich schon mal hinbekommen?) bei frühsommerlichen Temperaturen. Kurz vor Spielbeginn eine gigantische Konfetti-Choreo fast des kompletten Stadions, nur die Haupttribüne war ausgenommen (von den Edelfans in den Fresslogen, finanziert auf Geschäftskosten und damit zumindest zu einen nicht geringen Teil von uns treuen Steuerzahlern ist ein Mitmachen auch nicht zu erwarten), in der Pause erstmals seit langen eine "Ultras" unabhängige Choreo aus roten und schwarzen Luftballons mit Marek-Spruchband im 3er, alle Spieler in Warmmach-Shirts mit der Nr. 11 und den Text "Es war mir eine Ehre...", Freibier nachdem Spiel. Zusätzlich sollte der erste dreier gegen den Angstgegner, gegen die alte Traditionself aus Hoffenheim her. Und es passte alles. Wollscheid schoss in der 16. min. das 1:0. Das Spiel plätscherte anschließend als müder Sommerkick dahin. Beide Mannschaften taten nur das Nötigste, der Schiri hätte abpfeifen müssen. Bis zur 40. min. ein Stellungsfehler nach einer Standardsituation, wurde diese Gegentorquelle nicht gegen Ende der Vorrunde für immer ausgemerzt, den 1:1 Ausgleich erbrachte. Danach verflachte das Spiel noch mehr. Nur die Nordkurve sorgte immer wieder mit Marek Mintal Chören für emotionale High-lights. Unser aktueller Hans Meyer hörte die Signale und ab der 63 min. spielte endlich Marek mit. Einige Minuten später hatte das Phantom seine Chance und er zog aus ca. 11 Meter stramm und platziert ab. Blöderweise wusste Hoffenheims Torwart Starke nichts vom histori-schen Spiel und er verhinderte mit einer Glanzparade, die Krönung von Mareks Abschiedsvor-stellung auf heimischen Boden. In der 86. min. machte Wollscheid endlich mal einen Fehler, war ja unglaublich wie lange er nahezu fehlerfrei in der Innenverteidigung agierte, dumm nur dass die elendigen Spielverderber aus Hoffenheim dies zum 2:1 Siegtreffer nutzten. Nach Abpfiff gab es Emotionen, Tränen satt, auf dem Rasen, bei Marek, den Mitspielern und bei fast der komplet-ten Nordkurve und dem Rest des Stadions. Unbeschreibliche Szenen spielten sich ab, Marek schmetterte mit uns "die Legende lebt" und, und, und. Danke, Dakujeme Marek. Roland Hornauer
 

Die letzte Saison in der ein gewisser Gündogan für den Glubb spielte...
STIMMEN

Dieter Hecking: "Unterm Strich eine unnötige Niederlage, aber vielleicht ist das heute in dieser besonderen Situation auch nebensächlich. Auch hier noch einmal Danke an Marek Mintal, er hat sich immer als Musterprofi gezeigt, ich ziehe den Hut vor ihm."

Marek Mintal: "Das beste in diesen acht Jahren waren die Fans, die mir immer Kraft gegeben haben. Wo es jetzt für mich hingeht ist noch offen."

Raphael Schäfer: "Sowas wie heute erlebt man ganz selten, es geht nicht der Spieler Marek Mintal, sondern ein Freund. Der Abschied hier war genau die Bühne, die Marek verdient hat."

Mehmet Ekici: "Die Zeit beim Club war für mich sehr positiv. Mir wird die Mannschaft fehlen, denn wir hatten eine sehr familiäre Atmosphäre. Und charakterlich war das hier der höchste Level. Ich will kein Leihspieler mehr sein, ich brauche einfach Sicherheit."

ALLES GUTE GLUBB! HEUTE WIRD DER FCN 111 JAHRE ALT!

Am 14. Mai 19 Uhr trafen sich 18 junge Männer in einer Nürnberger Wirtschaft zur Vereinsgründung. Hat sich gelohnt! Wir gratulieren recht herzlich für die vielen Emotionen gerade der letzten Jahre. Das war wie ein Saunagang. Tränen der Freude beim Zug durch die Altstadt nach dem Pokalsieg, Aufstiegsrasen (der lebt noch) von 2009, Abstieg 2008 und all die anderen Kleinigkeiten und großen Momente in turbulenten Zeiten. Aber noch nie war es so befriedigend wie 2010/11. Gestern habe ich Post bekommen, Pino beschreibt seine Emotionen und freut sich im Serienbrief, wenn ich meine Dauerkarte verlängere. Werd ich!
 
Lebt auch 2011 noch: Der Aufstiegsrasen 2009.
Schade dass so viele Spieler zum Saisonende den Glubb verlassen. Marek Mintal, Ilkay Gündogan, Julian Schieber Mehmet Ekici... Zumindest für Schieber baut der Verein schon vor und verpflichtet den zweitbesten tschechischen Torjäger der letzten Saison, wir freuen uns auf Tomas Pekhart:
www.fcn.de/news/

Hier auch zwei aktuelle Trailer:

Hommage an den Glubb (1)

Das neue Trikot 11/12 (Leider nicht ohne Sponsoraufdruck erhältlich.)

SAMSTAG, 30.04.2011 BVB - FCN: 2:0

Hach was wäre das für ein würziges Spiel gewesen, wenn unsere Jungs vor sagenhaften 7000 mitgereisten Glubbfans nicht nach einer halben Stunde den Biss verloren hätten. Bis dahin wackelte Dortmund nämlich mächtig und die Spieler wurden zusehends nervös. Aber leider mußten wir dann das alberne Gehoppel von Klopp und die vielen jubelnden Fans in diesen komischen Bienenkostümen ertragen.
 
Quelle: Axa
Verabschiedet hat sich wohl auch Ilkay Gündogan innerlich, denn als er eingewechselt wurde ging auch nicht mehr viel mehr im Nürnberger Mittelfeld als vorher. Er spielt ja wohl demnächst im Bienenkostüm. Hochwahrscheinlich. Allerdings könnte ihn Oenning für die Kaderverjüngung beim HSV angeblich auch gut brauchen und selbige sollen in das Pokerspiel mit eingestiegen sein. Weitersteigern!

Es muß schon ein Scheißgefühl gewesen sein, wenn man als Fan hunderte von Kilometern fährt und die Mannschaft nach einem Gegentor innerlich schon kapituliert, obwohl sie vorher das Rezept gegen die Zecken aus Dortmund schon in der Tasche hatte. Außerdem ließ man alle Europaträume fahren und stellte schon mal die Weichen für zwei furchtbar langweilige Saisonabschlußspiele. Nur als Fan darf man träumen, dass man zumindest noch am Mainzer Karnevalsverein kratzt, sollten die noch einmal patzen. Immerhin gibt sich Hannover illusionsfrei, was die CL angeht, und die sind unser letztes Spiel. Fazit: Kein schönes Spiel, wenn man dem deutschen Meister beim Zieleinlauf zur Meisterschaft Spalier steht.


STIMMEN ZUM SPIEL

Raphael Schäfer ist Europa jetzt egal...: "Wir können stolz sein, egal ob wir am Ende Fünfter oder Sechster werden"

Andreas Wolf (hat aktuell seine Vertragsverlängerung mit weniger Grundgehalt und mehr Bonus für Einsätze abgelehnt): "Diese Stimmung wollten wir vermeiden. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben unnötig das 0:1 kassiert ... Dortmund ist am Anfang nicht viel eingefallen, so haben wir das Spiel positiv gestaltet. Es ist wichtig einen guten Abschluss zu haben und am besten gewinnen wir dafür jetzt zu Hause."

Christian Eigler: "Die ersten dreißig Minuten haben wir gut gespielt. Dortmund war ängstlich und wir hatten sie im Griff. Europa wird jetzt eng, aber trotzdem ist es eine gute Saison."

Julian Schieber anderntags zum Mintal Abschied: „So ist es eben im Fußball. Man fühlt sich in einer Einheit sehr wohl und geht doch auseinander.“

Dieter Hecking tage später über die Saison: "Aber auch Raphael Schäfer, Javier Pinola oder Andy Wolf haben eine Schippe draufgelegt." (Anm.: Pinola? Wann?)

Rubin Okotie zum ORF als Saisonrückblick (nur wenige Einsätze im ersten Kader beim FCN): „Ich will mich in Deutschland durchsetzen. Nach einem Jahr schon nach Österreich zurückkehren, würde ich nicht gut finden." ... "Ich wechsle sicher nicht zu einem Verein, zu dem mein Berater guten Kontakt hat, sondern zu einem Verein, wo mich der Trainer will."

23.04.2011, FCN VS. FSV MAINZ 05: 0:0

Da fährt Sky modernste 3-D Technik auf, Riesen Aktion, tolles Wetter, tolle Stimmung - zumindest am Anfang - und dann mauert sich Mainz zum Unentschieden und der Glubb kann sie in der Tabelle nicht überholen. Und ganz Fussballdeutschland schaut zu.

Man kann es auch anders sehen. Oder Mainz hatte die einzig wirkliche Torchance. Oder Mainz hatte Glück, dass Ekici's Freistoss an den Pfosten nicht reinging. Oder Elfer gibt es nur für die Gäste im Frankenstadion... Oder wasweißich... Fazit: Wir haben wieder einmal ein Tor zu wenig geschossen und die über 60 % Ballbesitz waren meist hin- und hergeschiebe der Verteidigung vor der Spieleröffnung. Leider nicht sehr fruchtbar.
 

Alles schaut zum Ball. Heute in 3d.

Hier der Bericht von unserem Erlanger Kugelblitz Roland Hornauer, ich selber habe den Spielverlauf irgendwie vergessen.

 

 

 

 

 

 

 

 



Clubb gegen Mainz - das Europapokalendspiel endet torreich 0 zu 0!

Die Meinungen der Experten gingen nach dem Spiel in der S-Bahn zum Hauptbahnhof doch ziemlich auseinander. Von "grottenschlechtes Spiel", "wir haben eine fürchterliche Gurkentruppe ohne einen Stürmer", "nächste Saison sind alle weg und wir müssen mit einer ganz anderen Elf spielen", "die spielen doch eine hervorragende Saison", "schau doch erstmal, wo wir in der Tabelle stehen, bevor Du den Mund aufmachst" oder "schon wieder hat der Schiri uns verpfiffen, der Drecks-DFB hat was gegen uns" flogen die Analysefetzen wild durcheinander. Tatsächlich trafen im ausverkauften Frankenstadion mit dem Tabellenfünften und -sechsten zwei taktisch äußerst hervorragend aufgestellte Mannschaften aufeinander, die sich leider gegenseitig neutralisierten. Torchancen blieben, obwohl beide Teams versuchten schnell nach vorne zu spielen, Mangelware und resultierten aus Standards (Ekici`s Freistoss an das Aluminium) oder groben Abwehrschnitzern (einmal Wollscheid, mehrfach Pinola). Trotzdem blieb es bis zur letzten Sekunde spannend und dass der Clubb keinen Dreier machte lag nicht am Schiedsrichter - Tore müssen halt schon selbst geschossen werden. Vom Kopf her wäre es gut, wenn wir den Europapokal verpassen. Unser Clubb würde es schaffen den Europapokal zu holen und gleichzeitig in die Fürther Liga absteigen. Vom Gefühl her wären natürlich weitere Eurospiele einfach geil. Ach ja, Dieter Hecking hat die Hans Meyer-Stufe erreicht. Nachdem Pino einen fürchterlich schlechten Tag erwischte, dachte ich mir, wenn der Hecking konsequent ist, dann muss er, gerade wenn gute Junge auf der Bank schmoren, wechseln und prompt wurde Plattenhardt für Pino eingewechselt. Unglaublich, der Clubb kann in dieser Saisan jeden Abwehrspieler mit Ausnahme von Dario Vidosic fast gleichwertig ersetzen.
Roland Hornauer


16.04.2011, FCK VS. FCN, 0:2: NÄCHSTER BERG ERKLOMMEN

Besser man erinnert sich nicht an das Hinspiel im Frankenstadion, wo Hecking nach dem 3:1 verkündete, die Niederlage ginge auf seine Kappe. Eigentlich war es der arme Vidosic. Australischer Stürmer, der an dem Tag die rechte Seite verteidigen mußte. Zum Vorteil für die Pfälzer, die innerhalb kurzer Zeit drei Tore schossen. Immerhin: Ein gewisser Robert Mak erziehlte damals den Ehrentreffer, außerdem wurde ein gewisser Philip Wollscheidt als Verteidiger eingewechselt. Beide sollten ihren Weg machen. Wollscheidt ist Stammkraft, Mak traf am Betzenberg.
 
Für eine tolle Atmosphäre auf dem Betzenberg sorgte Glubb-Torhüter Schäfer, der im Vorfeld die Stimmung anheizte, weil er meinte, so eine tolle Kulisse wie auf dem Betzenberg gäbe es mittlerweile in vielen anderen Stadien. Nun, die Wolfsburger und Hoppenhausener Arena meinte er damit wohl nicht. Zum Spiel: Das Fernziel der 22 Punkte in in der Hinrunde wurde nun mit 24 weiteren auf insgesamt 46 erhöht, zum Vergleich: Gladbach hat gerade 26 im Köcher. In der ganzen Saison. Das Match auf dem Betzenberg war auch eine kleine Rache für das Hinspiel, das in seiner Schlussphase mit einer roten Karte und dem verschossenen Elfer von Wolf einiges bot. Man begann in Lautern defensiv und abwartend, und tastete sich langsam nach vorne. Hegeler, Paß zu Chandler, schöner Sturmlauf über rechts und fein und exakt auf Eiglers Kopf gezirkelt für ein 1:0 nach Maß. Neben einem nicht gegebenen Elfer wegen eines Fouls an Wollscheidt war da auch noch eine schöne Tanzeinlage von Cohen durch die gegnerische Abwehr. Die roten Teufel auf der Tribüne freuten sich dann so sehr über eine Glubb-Ecke, dass Ekici sogar mit Bierbechern beworfen wurde. Lauterer-Verantwortliche und Spieler glätteten dann aber die Wogen. Die berühmte Lautern-Offensive in der zweiten Halbzeit blieb dann zwar nicht aus, dank Schäfer schlug sie sich aber auch nicht in einem Ergebnis nieder. Kosmetische Korrektur des Ergebnisses folgte dann in der Nachspielzeit durch ein weltmeisterliches Solo von Robert Mak, der drei Lauterer stehen ließ und narrte. Ehrentreffer, allerdings für uns diesmal.

TOPP:

-Timmy Simons: Einer der besten auf dem Platz ohne dass es jemand bemerkte.

-Erneut tolle Leistung von Wollscheidt, Cohen, Chandler und Ekici.

FLOPP:

-Pelle Nilsson mußte zur Strafe für seinen Aussetzer während des Spiels die Schuhe von Raphael Schäfer binden.

-Ekici muß nach der Saison zurück nach München. Viel Spaß auf der Bank, Du wirst uns fehlen!

-Bald wird wohl Mintals letztes Speil für Nürnberg kommen, wir weinen jetzt schon irgendwie...

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Wir sind verdient als Sieger vom Platz gegangen, denn wir haben von der ersten Sekunde an auf Sieg gespielt ... Der nächste Sonntag kann ein denkwürdiger Nachmittag werden. Wir warten darauf, dass Mainz patzt."

Lautern-Coach Marco Kurz: "...Man darf auch nicht vergessen, dass wir gegen gute Nürnberger gespielt haben."

Christian Eigler: "Das Tor geht zu 50 Prozent auf Timothy. Er spielt mir den Ball wunderschön von rechts zu, ich muss nur noch hochspringen und mache das Tor."

9.4.2011, FCN VS. FCB, 1:1: KOA DERBYSIEG: EIGLER BEURLAUBT VAN GAAL

Gefällt den Landeshauptstädtern nicht mehr: Louis der erste von Bayern. Nachdem er schon mit Alkmaar den Abschied aus dem UEFA Cup im Frankenstadion feiern durfte, mußte das selbst ernannte Feierbiest aus Holland nach dem 1:1 Sieg des Glubbs nun erneut ausscheiden: Aus dem Kader des Rekordmeisters, und das nach einem erneuten Spiel im Max Morlock-Stadion. Leider schoß der Glubb an diesem Tag nicht die nötigen zwei Tore Vorsprung, die man als Nürnberger braucht, um mit dem üblichen aberkannten Tor noch eins mehr als der jeweilige Gegner zu haben. Nennen wir es halt Glubb-Pech statt Bayern-Dusel.
 
Abgepfiffen: Hegelers Treffer in der Nachspielzeit.

Wunderschön: Die Glubb-Choreo beim Einlauf durch die Nordkurve, so etwas wird man im Schlauchboot so nie zu sehen bekommen. Wer ko, der ko!

Wo waren eigentlich Breno und Ottl, die "Alt"-Nürnberger? Ob Ottl wie vorab angekündigt nach dem Spiel in der Glubb-Kabine war, wissen wir nicht, schließlich sei für ihn "der Klassenerhalt mit dem FCN einer seiner größten Erfolge gewesen". Er ist wohl bei Hertha kommende Saison eingeplant, sofern Hertha nicht unglücklicherweise in die Relegation kommt und gegen die furchterregenden Fürther spielen muß...

Warum aber der Holländer Van Gaal entlassen wurde? Zumindest durch ihre individuelle Klasse spielten die Bauern ja nicht schlecht, es war auch kein Spiel um den Trainer hinaus zu ekeln wie der Glubb gegen Köln im vergangenen Winter, es war vielmehr... ach, einfach zuviel Geld auf einmal auf dem Rasen. Hannover tauscht nun mit dem Bauern den dritten Platz, und so bieder Hannover auch ist, derart viel rummeckern wie Vizekusen oder vor allem die Bauern tun sie nicht. Der BVB ganz oben hat eh keinen Grund dazu.

Ziemlich nervig auf dem Platz: das ständige Rumgemecker der Münchener am Schiri, am Linienrichter und auch am Ball, der halt leider zum Fussball wie der Name schon sagt, dazugehört. Der FC Hollywood sorgte durch Pinos Aussetzer (vielleicht war er auch einfach durch die Sonne geblendet) für eine schnelle Führung, und begab sich danach eher streckenweise auf das Niveau einer Tretertruppe. Bis zur Pause wurde dann Gündogan mit Gehirnerschütterung vom Holzhackers-Toni ausgeschaltet, ein Münchener Verteidiger, der irgendwie versucht so gut wie Wollscheidt zu sein, säbelte Chandler dann derart "gekonnt", dass dieser auch noch mit seinem Gesicht bremsen mußte.

Die zweite Halbzeit war dann wieder eher unsere. Auch wenn die Bauern gefährliche Konter setzten, reicht halt ein Unglücksrabe im Tor und Eigler bei uns als Mann für gewisse Tore. Zumindest zum Unentschieden. Der Kraft's-Bub im Bauern-Tor bekam in der zweiten Halbzeit auch immer schön Applaus von uns aus der Kurve: Wir riefen immer "Neuer, Neuer!" so laut wie wir konnten. Immer wenn er den Ball hatte. Neuer! Aber so neu ist er doch gar nicht! Trotzdem sagte Bratwurst Uli am nächsten Tag sichtlich gezeichnet von der Nacht, "damit hätte die Scheiße doch schon angefangen" als das Feierbiest den erfahrenen Butt den Kraft vor die Nase bzw. in den Kasten stellte. Schon unterhaltsam dieser Club aus München. Bei uns nehmen die Verantwortlichen nicht das "Scheiße"-Wort in den Mund, hier fliegen die Trainer nur, wenn man 2:0 gegen die Bauern gewinnt (Willi Entenmann) und bei uns wird immer abgepfiffen, bevor wir gewinnen. Meinetwegen halt auch, wenn ein Foul anders gedeutet wird oder es zählen Tore, die keine waren.

Auf der Webseite der Bauern liest sich der Spielbericht auch sehr selbstbewußt: "...gingen die Münchner schon in der 4. Minute durch den zehnten Saisontreffer von Thomas Müller in Führung und hatten danach alles unter Kontrolle ... Danach überließen die Münchner zunächst den Gästen das Spiel, zogen sich zurück und kontrollierten das Geschehen ... Die Nürnberger blieben harmlos ... Die Bayern erhöhten nun immer mehr den Druck, von Nürnberg war abgesehen von zwei Distanzschüssen durch Javier Pinola (71.) und Ekici (73.) kaum mehr etwas zu sehen ..." Und so weiter.

FLOPP:

Schiri Knut Kircher: Behandelte die Ballmillionäre aus München immer aufmerksam zuhörend. Nach der geringsten Spielunterbrechung stand meist ein Millionär vor ihm, salbaterte und meckerte mindestens eine halbe Minute, vor allem der Herr mit dem Karpfenkopf (Zitat japanischer WM-Kommentar), den wir alle aus der Chipswerbung kennen. Der moserte einmal besonders ausgiebig, und kickte im Weggehen erbost den von Nürnberg zurechtgelegten Freistoßball zurück... und bekam natürlich keine Karte.

Die Spielzeitaufteilung: 60 Minuten Nettospielzeit, 10 Minuten Behandlungspause für zusammen getretene Nürnberger, 5 Minuten Zurechtlegen beim Abstoß durch Herrn Kraft, 5 Minuten Auswechslung usw. und mindestens 10 Minuten Gesprächstherapie beim Schiri durch Münchener Spieler. Fazit: Einmal eine Minute, einmal zwei Minuten Nachspielzeit, so hatte der FCB allein durch sein FC Bayern-sein (30 Min.) erhebliche Spielanteile ohne etwas produktives zu tun.

Pinola: Hat seinen katastrophalen Schnitzer, der zum 0:1 führte leider nicht ausmerzen können. War aber leider in der ersten Hälfte links zu oft allein gegen zwei Bauern.

Toni Kroos: Auf den besten Weg zu Mike Hanke 2, Gehirnerschütterung für Gündogan, holzte außerdem Pino stillos nieder.

TOPP:

Timothy Chandler: Deaktivierte weitgehend diesen meckernden Franzosen auf Links bei den Bauern. Mischte außerdem gleichzeitig offensiv tüchtig mit. Sorry Juri, aber weder Diekmeier noch du kannst den Ami momentan das Wasser reichen!

Almog Cohen: War meistens schneller am Ball als der jeweilige Gegner, bis auf Müller beim 0:1.

Schiri Knut Kircher: Natürlich "kostete" er uns "gefühlt" den Sieg. Dass er aber trotzdem bei der ständigen Meckerei der galaktischen Weltstars aus München ruhig blieb, verdient höchsten Respekt. Zumindest bis Arjen Robben nach Abpfiff das Wort ergriff.

ZITATE NACH DEM SPIEL:

Christian Eigler: "Es macht Spaß, Derbys zu spielen..."

Andreas Wolf: "Das Foul in der Schlussphase war für mich ein klarer Elfmeter an Philipp. Trotzdem haben wir einen hochverdienten Punkt. geholt."

Mario Gomez über Robbens Ausraster: "Er war wie wir alle sehr, sehr enttäuscht. Aber das ist erstens keine Art und zweitens darf das nicht passieren."

Dieter Hecking: "Wir haben in der Pause gesagt, wir gehen jetzt mit fliegenden Fahnen unter oder wir kämpfen uns zurück, und letzteres haben wir gemacht. Wir haben den Punkt letztendlich verdient."

Louis van Gaal (Ex-Trainer München): "Wir haben sehr gut angefangen, aber wir hätten in der ersten Halbzeit mehr Tore machen müssen, weil da war Nürnberg nicht Nürnberg. In der zweiten Halbzeit war Nürnberg wieder mehr Nürnberg und hat mehr Druck gemacht, da hatten wir wieder mehr Schwierigkeiten." (Siehe auch den Spielbericht auf der FCB-Homepage)

 


3.4.2011 1.FC KÖLN VS. FCN: 0:1

Fast hätten wir das Spiel verdrängt, hier der Bericht von unserem Auslandsreporter Ronaldo Hornauer.
 
Voll Kölle: Spiel mit Niedecken und Cheerleadern...
Tolle Serie hielt 91 Minuten und 50 Sekunden

Selten entspannt sind inzwischen die Auswärtsfahrten. In der Gewissheit, dass meine Auswärtsserie hält und ich in dieser Saison das 4. Unentschieden sehe, machte ich mich aus dem sommerlichen Mittelfranken in das kühle Köln. Dort angekommen setzte natürlich beim Italiener am Rhein pünktlich ab 13.00 Uhr der vorher gesagte Regen ein. Kein Problem, wenn man unter`m Schirm die Mafiatorte verdrückt und erst recht kein Problem, in einer Saison wo seit gefühlten unglaublich ewigen Zeiten das Abstiegsgespenst für unseren Clubb endlich einmal ein unbekanntes Wesen geworden ist. Schon komisch, eigentlich sorgenlos, überlegt man doch laufend hin und her. Europa League wäre schon toll, aber die Gefahr wäre natürlich auch groß, dies wieder mit einen Abstieg in die Niederungen Fürths zu verbinden. Egal, wir nehmen wie es kommt. Erstmal wird die übervolle Straßenbahn zum Müngersdorfer Stadion genommen. Nach äußerst flüchtigen Einlaßkontrollen enterte ich den Kölner Karnevalstempel. Erstaunlich in fremden Stadien ist doch manches anders. Die Einlaufkids posierten und wurden dank ihrer Eltern häufiger fotografiert als später die beiden Mannschaften. Ein Teil der Einlaufkids hatte Buchstaben am Rücken, die „FC Osternest“ ergaben, bettelten so die Kölner um ein Ei im Netz oder sollte ein entsprechendes Merchandiseprodukt beworben werden? Als eine weitere Merchandiseaktion, wohl als Nachwirkung zum Kamellenwerfen im Fasching, wurden unter anderen Geißbock-Shorts in die Menge geschossen. Diese, insbesondere der männliche Teil, hechtete wie wild danach. Vermutlich sind die Geißbock-Shorts notwendiger Bestandteil rheinischer sexueller Ausschweifungen. Weiter ging es mit einem Auftritt der Kölner Cheerleaders, hat eigentlich ein anderer Verein so was? Und schon war es kurz vor 15.30 Uhr und die Kölner Hymne von „De Höhner“ wurde angesimmt. Erstaunlich, das komplette Stadion samt Logenbesucher singt begeistert mit. Insbesondere beim Refrain

Mer schwöre dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo dir FC Kölle
Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer
Halde immer nur zo dir FC Kölle!
Ov jung oder alt - ov ärm oder rich
Zesamme simmer stark FC Kölle
Durch dick un durch dünn - janz ejal wohin
Nur zesamme simmer stark FC Kölle.

Aber der Kölner singt nicht nur solch unverständliche Texte, er redet auch so. Was eine Tribünenkommunikation extrem erschwert. Man bräuchte Simultandolmetscher Fränggisch – Kölsch. Eine Besonderheit noch bei der Hymne, zu Beginn werden wie bei unserer „Legende lebt“ die Schals hoch gehalten und im letzten Drittel über dem Kopf gekreist, schaut gut aus, besser als bei den Traditionalisten in Hoffenheim. In der Pause wurde mit Wolfgang Niedecken, eine Kölner „Sehenswürdigkeit“ präsentiert. Anlass war sein 60. Geburtstag und begleitend wurde ein neuer Song von Niedecken eingespielt, wo oh Wunder der FC natürlich eine Rolle spielt. Kurz vor Halbzeitende bekommen die Kölner vom Stadionsprecher den Hinweis, „meine Damen und Herren, bitte nehmen Sie die Plätze ein für die zweiten 45 Minuten“. Ohne diesen Hinweis würden die Kölner vermutlich noch jetzt vor den Bierständen stehen, aber so füllte sich das Müngersdorferstadion wieder schnell. Erstaunlich, die Ersatzspieler wurden, als sie langsam Richtung Aufwärmbereich trabten, freundlich beklatscht.

Meine Güte, ein Fußballspiel fand ja auch noch statt. Beide Mannschaften spielten, als wären sie im Gedanken bei den folgenden Derbys (wir gegen Bauern Lynchen, Köln in Gladbach). Ein zerfahrenes Gekicke, unterbrochen durch zwei Großchancen von Hegeler, einer Tätlichkeit von Youssef Mohamad gegen unseren Andi, warum fliegt und wälzt er sich immer so theatralisch, der ab diesen Moment der Buhmann der Kölner Zuschauer war, ein klares Elfmeterreifes Foul gegen Andi, wieder hebt er ab wie ein Airbus und ein toller Schuss von Marek kurz vor Schluss. Als ich schon Zufrieden, wieder hält meine Auswärtsserie, in Gedanken den Heimweg plante, rafften sich die Kölner in den letzten 10 Sekunden zum einzigen sehenswerten Angriff auf und meine Serie ist gerissen. In dieser Saison auch wurscht.

Roland Hornauer

19.03.2011, FCN VS. WERDER: 1:3, SCHIRI WEINER AUF AUGENHÖHE MIT RAFATI

Hier ging es richtig rund. In der Presse wurde von einer "unglücklichen" Schiedsrichterleistung gesprochen. Das ist meist die freundliche Untertreibung, die wir hier auch gerne offen als "unterirdisch" beschreiben wollen. Parteiisch darf man ja nicht schreiben, also belassen wir es bei Dieter Heckings Kommentar, die Leistung des Schiris Weiner sei "genauso schlecht wie die unserer Mannschaft" gewesen. Nach dem schmeichelhaften Wolfsburg-Ergebnis bekam der Glubb die Quittung für unkonzentriertes und einfallsloses Spiel gegen eine oft ungenaue, aber übermotivierte Bremer Elf aus dem unteren Tabellendrittel rund um den alten und neuen Liebling der Glubbfans, Möchtegernrocker Thorsten Frings. Ja, wir haben verloren. Aber sauer sind wir nach vier Tagen immer noch.
 
Sind das die braven Werder-Fans? Bengalos in der 49. Minute.
Bezeichnend, als Schiri Weiner auf dem Weg in die Kabine brüsk den Schutz durch Regenschirme abwimmelte, weil ihm die Fans aus Respekt über seine tolle Leistung eine im Fussball vor allem in München populäre Bierdusche angedeihen lassen wollten. Auch Frings schoß seine Ecken in der zweiten Halbzeit vor der Nordkurve unter einem warmen Regen aus Ovationen, Tempo-Taschentüchern und Feuerzeugen. Lieber Thorsten, beim nächsten Spiel nehmen wir halt dann Streichhölzer mit, dann passiert dir nichts mehr. Aber sag Deinen Fans auch, dass Bengalos im Gästeblock nicht schick sind.
Elfer. Das schlimme ist jedes Mal, Schäfer wird ihn nie halten. Sorry Rapha...
Das Spiel war in der ersten Hälfte eher zerfahren und abwartend. Mal ehrlich: Was Bremen teilweise an Pässen ins Leere zauberte und wie Glubbspieler ständig getreten wurden, zeugte nicht unbedingt von einer fairen und konzentrierten Mannschaft. Vor allem nicht eine, die durch ruhige Vereinsführung und die momentan bundesweit vergleichsweise ungewöhnliche Nibelungentreue an Trainer Schaaf eigentlich ein gutes Image hatte. Das war eher Gladbach Version 2.0 ohne rote Karten. Da der Glubb dann nach der Bremer Führung ausglich, stand ein Punktgewinn in unseren Augen in greifbarer Nähe und wir wollten unbedingt das E-Lied am Ende singen. Doch dann griff der schillernde Polizeirat Weiner noch stärker ins Spielgeschehen ein und glänzte durch Phantomecken, eine nichtige Gelbrote Karte für Chandler und außerdem fiel er noch auf die starke schauspielerischer Leistung eines Peruaners herein, dessen Namen irgendwas mit einer Mafiatorte zu tun hat. Am Schluß waren dann ca. 47.000 der 48.000 Zuschauer hingerissen, weil es niemand für möglich gehalten hatte, dass wir noch einmal so einen tollen Schiri wie Rafati bekommen würden. Lieber Herr Weiner, getreu ihrer Linie, die sie im Spiel verfolgten, war Okoties Außennetztreffer in Halbzeit zwei eindeutig ein Treffer! Aber Hallo, die ganze Nordkurve hat es gesehen. Und sowieso dauernd "Ecke" gerufen, wenn sie auf Einwurf für Bremen entschieden haben.
Blickfang neben dem Stadion: Schlageroma Berg und ihr Porno-LKW.

Mittlerweile stellen sich die gegnerischen Mannschaften gut auf den Stil des Glubbs ein, man hatte sich auch vorgenommen, auf dem Platz nicht mehr über Schiri-Entscheidungen zu schimpfen. Aber wenn es dieser derart brilliert, gehen auch dem erfahrensten Spieler die Gäule durch. Und Trainer auch. Getreu dem Greinmeicherla Osram hätte man eigentlich gleich intervenieren müssen, dass die Nürnberger Spieler vor dem Getrete der Bremer geschützt werden müssen.

STIMMEN UNSERER MITARBEITER:

Pino: "Genau, das Spiel war völlig neben der Spur. Und der einzige, der einem Spiel wieder in die Spur helfen kann ist der Schiri. Und der hatte nicht einmal eine Ahnung, was eine gerade Spur ist. Nicht dass jetzt Nürnberg zum Greinmeicherla werden sollte, aber dem Wurst-Uli ist es doch auch Wurst, was andere über ihn denken. Er macht einfach den Mund auf. Osram hätte nach diesem Spiel gesagt, der Schiri habe die 6-Millionen Beine von Gündogan nicht ausreichend geschützt, aber wenn 45.000 lauthals pfeifen und Schieber rufen, hatte das schon einen Grund. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass Weiner sich die Maske vom Kopf reißt und Rafati darunter zum Vorschein kommt.

Ich bleibe dabei, der Hecking wird das in der Nachbearbeitung schon hindrehen, dass die Jungs in Köln konzentrierter sind und zur alten Frische zurück finden und sich diese unsportliche Niederlage als Erfahrung für die jungen Spieler niederschlägt.

Ich bleibe auch dabei, dass der Schiri hier eine spielentscheidente Rolle inne hatte, wenn ungerecht gepfiffen wird und der Gegner das auch noch ausnutzt, hast du als Spieler auch keinen Bock mehr. Wie würdet ihr reagieren, wenn Euch ein Polizist ohne nachvollziehbaren Grund einen Punkt in Flensburg aufbrummt, Du Dich nicht wehren kannst und in Sichtweite ein anderer Autofahrer grinsend Verstöße am laufenden Band produziert und dabei grinst, weil das nicht geahndet wird."

Shultzie: "das kann ich nur genauso unterschreiben! gut, der glubb hat schlecht gespielt, der biss der vorwochen hat gefehlt. aber wennst dann noch einen schiri wie den weiner gegen dich hast, dann kann da ja nix bei rauskommen... gut, die szene als ekici von silvestre getroffen wurde, da muss man nicht elfer geben. und das trikotzupfen von wollscheidt bei pizarro, da war der pizza einfach zu gerissen. aber wenn ein frings 90 minuten auf dem platz stehen darf, obwohl er clubspieler reihenweise von hinten mit gestrecktem bein gefällt hat, und ein chandler wegen zweiter witzsituationen mit gelb-rot vom platz gestellt wird, dann wird der fußball ad absurdum geführt! da war dann der angebliche strafstoß schäfer an pizarro nur noch das i-tüpfelchen...
 
wirklich geärgert hat mich dann nur die reaktion von weiner nach dem spiel, der sich keiner schuld bewusst war und den schwarzen peter dem publikum zugeschoben hat! wenn ein referree nicht mehr zu selbstkritik fähig ist, dann gehört der aus dem verkehr gezogen! wie hat hecking so schön nach dem spiel gesagt? "was sich der mann in schwarz erlaubt hat, war genauso katastrophal wie unsere leistung"

Hans Meyer jr.: "Das war ja wohl nix - mal wieder dank eines großartigen schiris - wenn man schon unterirdisch spielt kommt auch noch ein noch unterirdischerer pfeifenkopf dazu - na ja, sehen wir es mal so - nach dem beschiss gegen gladbach haben wir dann sie serie gestartet,... Das kann gerne nochmal passieren.  Schöne woche!"


TOPP:

Die NN in der Einzelkritik zu Timothy Chandler: "Heißt blöderweise nicht Torsten Frings, flog deshalb nach seinem zweiten Foul vom Platz. Frings durfte weiterfoulen."

Die NN in der Einzelkritik zu Christian Eigler: "Spielte auch mit." Punkt.

Die Schweigeminute vor dem Spiel zum Gedenken der Opfer in Japan. Es war wirklich mucksmäuschchenstill im Stadion.


FLOP:

Fast alles. :-)

STIMMEN ZUM SPIEL:

Javier Pinola: "Natürlich ist es nicht gut gelaufen, doch von einer Krise kann keine Rede sein.“

Andreas Wolf: "Gegen zwölf Mann ist es schwer zu gewinnen."

Dieter Hecking: "Der (Anm.: Schiri) hatte überhaupt keine Linie. Chandler fliegt für zwei lächerliche Vergehen runter, Frings darf dagegen ungestraft um sich treten."

Ulrich Gräber (Areva Geschäftsführer zu Japan): Ich habe natürlich Verständnis für diese Emotionen. Dennoch sind wir gut damit beraten, die Debatte sachlich zu führen. Sinn des Moratoriums der Bundesregierung ist es, vor dem Hintergrund der Ereignisse die Sicherheit der bestehenden Kernkraftwerke erneut zu überprüfen und zu bewerten. Wir werden hier in allernächster Zukunft mit all unserem Wissen und unserer Kompetenz massiv gefordert sein."
 


12.03.2011, VFL WOLFSBURG VS. FCN: 1:2

Im August tippte ein gewisser Mario Basler in seiner "Super Mario gibt Gas"-Bild-Kolumne für den FCN auf den letzten Platz. "Für Nürnberg-Anhänger gibt es was Neues für das iPhone: Die „Appstieg“! Da erfährt der Club-Fan, wie viele Tage sein Team noch in der Bundesliga spielt. Vorab: Sind weniger als 365 Tage – Nürnberg wird Letzter!" Heute, nach dem 26. Spieltag steht der angeblich "Letzte" auf Platz 6, auch wenn er mit einer Extraportion Glück das samstägliche Spiel gegen Littis Frösche gewonnen hat.

Hier nochmal unser Beweis: Der Weizenbierfan und Ex-Bauern-Spieler Basler hatte im August nicht recht: http://www.bild.de/super-mario-gibt-gas/

Gefällt uns: Die aktuelle Rückrundentabelle...

Zum Spiel: Dabei darf man in erster Linie Hecking, Simons und Schäfer danken. Hecking weil er Nilsson kurz vor Schluß zur Ergebnissicherung brachte, welcher dann prompt den Siegtreffer in der Nachspielzeit erziehlte. Simons weil er relativ unbemerkt ein Top-Stellungsspiel hinlegte und Ordnung in die Glubbelf brachte, die über weite Strecken eher auf die Wölfe reagierte, statt zu agieren. Und Raphael Schäfer stand eigentlich bei allen eindeutigen Torchancen der Niedersachsen genau an der richtigen Stelle.

 


Highlight war schon mal der Gegentreffer nach früher Führung der Grünen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Philipp Wollscheid goldrichtig direkt nach Standart in die Torecke, unhaltbar für Benaglio und psychologisch perfekt kurz vor dem Gang in die Kabine. Und dann die Einwechslung von Nilsson durch Hecking kurz vor Schluß. Der Schwede traf zu seinem ersten Bundesligator per Kopf ähnlich unhaltbar platziert. So werden Tore gemacht! Aufreger waren mal wieder diverse Schirientscheidungen. So wurde Pinolas grenzwertiger Abwehrblock zur Verhinderung eines Abstaubertreffers im Strafraum nicht gepfiffen, ein Wolfsburger Tor hingegen nicht, hier lag ein ähnlicher Block vor, allerdings gegen Nürnbergs Wollscheid. VW-Trainer Litti kochte an der Seitenlinie, kein Wunder, denn für ihn ging es heute um Alles oder Nichts. Man wird sehen, ob der Reigen der Trainerrauswürfe der letzten Tage vor ihm nicht halt macht...


TOP:

Mehmet Ekici: Eine absolute Bank bei Standarts, ohne ihn hätte der Glubb in dieser saison einige Punkte weniger auf dem Konto...

Der Sturm: Die letzten 19 FCN-Treffer wurden von zehn unterschiedlichen Torschützen erziehlt, das ist Ligaspitze, trotz Eiglers Viererpack gegen ST.P "5.0"!

Andreas Wolf in der ersten Hälfte: Wieder mal einige happige Aussetzer. Machte aber offensiv in der zweiten alles wieder gut.

Frank Rost (HSV): Sagt auf Sky am selben Spieltag mal gehörig seine Meinung zum Wechseltheater nicht nur beim HSV. Zurecht... Der neue Trainer Oenning bekennt sich am nächsten morgen aber klar zu seinem Elder-Tormann und zu offenem Konzept: "Für mich steht er im Tor. Alles andere weiß ich nicht" KLICK

FLOP:

Jens Hegeler: Wirkte erneut farblos und war bescheiden motiviert. Rieb sich in Schwanzereien auf. Ob sein Stammplatz mittlerweile wackelt?

Ilkay Gündogan: Nicht wirklich schlecht, überzeugte aber mehr durch Technik wie als Schaltzentrale.

Jan Polak (VFL): War gegen seinen Ex-Club zwar motiviert, schoß aber leider kein Eigentor.

Angelos Charisteas (selber Spieltag als Schalker): Bringt beim Glubb monatelang nix auf die Reihe und schießt ausgerechnet auf Schalke ein Abstaubertor.

Christian Eigler: Hat natürlich nach St. Pippi Heldenschutz, der Unterreichenbacher war aber für seine Mitspieler am Samstag eher Unerreichbacher.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Dieter Hecking: "Dieses Glück, auch solche Partien mal unverdient zu gewinnen, haben wir uns in den letzten Wochen hart erarbeitet."

Andreas Wolf: "Wir wollen erst 44 Punkte, dann setzen wir uns neue Ziele. Meister werden wir aber nicht mehr."

Per Nilsson zu seinem Tor in der Nachspielzeit: "Ich glaube, es war mein erster und einziger Ballkontakt"

Diego (VFL): "Ich habe bisher immer um Titel und noch nicht gegen den Abstieg gespielt. Jetzt wird es immer komplizierter"

 


SAMSTAG (FEIERTAG) 5.3.2011, FCN VS: ST. PAULI: KOAN ABSTIEGSKAMPF MEHR?

Hilfe, wir sind schon wieder erfolgreich! Allmählich weiß man schon gar nicht mehr wohin mit seiner Freude: das war das Resumée vom 25. Spieltag der Saison 10/11. Vier Buden allein durch Schieber-"Ersatz" Eigler, Bauern verloren, Verletzungsausfälle voll kompensiert und trotzdem besonnen-bodenständige Kommentare der FCN-Protagonisten nach dem Spiel. Und: Fast volle Hütte, das Eventpublikum kommt endlich wieder zu den Glubbspielen...
Das Ende für Pauli begann nach zwei Spielminuten mit Wollscheidts Premieretreffer...
Die Berichterstattung in den überregionalen Medien nimmt langsam furchterregende Züge an: Mehrere Minuten auf diversen Kanälen, Sport 1 spricht von der Mannschaft der Stunde, in der Abendsportschau sagt der Sprecher "die Nürnberger machen mir langsam Angst", Spiegel online widmet dem FCN sogar einen ganzen Artikel, lediglich das ZDF war etwas sparsam in seiner Sportschau. Klar, der Fokus lag hier in München, wo sich die Übertragungswagen mit ihren Kameras eher am Stadionausgang als am Spielgeschehen postieren. Im Studio ähnlich, Ex-Leichtathlet Poschmann leitete schließlich das aktuelle Sportstudio, seine Hintermannschaft scheint wohl ähnlich gepolt zu sein wie ihr Moderator.

Kommen wir zum Spiel. Fast ausverkauft, strahlender Sonnenschein, und die ganze Stadt voller Pauli-Rock'n'Roll-Piratenflaggen-Fußballanarchisten, die zu Gast waren in einer Stadt mit einem wirklichen Traditionsverein. Das Argument "Geld schießt Tore" als Meckerei durch die selbsternannten Piraten zieht hier nicht. Die politische Leitung in der Noris ist halt auch rot gerade, Spontis gibt es auch genug (am Kiez in Gostanbul) und wir haben sogar jede Menge einheimische Fans des Modeclubs. Die glühten vor dem Spiel in diversen Szenekneipen schon mal mit ihren angereisten Freunden vor. Alles strömte dann zum Frankenstadion. Die Bahn war mal wieder hoffnungslos überfordert. "Die lernen es wirklich nie" murmelte fast jeder zweite frustrierte Fahrgast, als man wieder vor völlig überfüllten OPNV-Wagens stand. Wieviel Geld muß man eigentlich sammeln, um den S-Bahn-Betreibern einen zusätzlichen Wagen zu spendieren? Nun gut, kein gutes Omen für das Spiel, wir kamen so spät ins Stadion dass wir nicht mal dem Drehleierspieler spenden oder die Glubbhymne direkt vor Anpfiff mitsingen konnten. Fürs Anstoßbier im Stadion reichte es auch nicht. Aber ehe wir halbwegs unbequem im proppenvollen 5er-Block standen, klingelte schon das 1:0 gegen St. Pippi. Getreu dem Motto, "jeder sollte mal" servierte Verteidiger Wollscheidt seiner Oma zum 70. sein erstes Bundesligator, jetzt muß unbedingt Juri und Pelle mal eins schießen und Schäfer sollte mal einen Elfer machen dürfen, dann wären die wichtigsten Spieler alle gesegnet. Aber das ist Zukunftsmusik.

So richtig kam Pauli nicht ins Spiel, zumal es nach einer Viertelstunde dank quasi eingestellter Abwehrleistung der Paulis 3:0 hieß. Selten war ein Spiel so schnell langweilig geworden, und - verdammt - das war ein geiles Gefühl! Anfangs der zweiten Halbzeit ließ man die Hanseaten dann auch am Geschehen teilnehmen, was diese aber eher als Strafe statt als Geschenk annahmen. Wahrscheinlich waren sie gedanklich auch schon beim nächsten Spiel. Für zwischenzeitigen Beifall sorgte dann Hannover auf der Anzeigetafel, die zuhause die Bauern gerade mit 3:1 demontierten. Zum Schluß hin hübschte dann Neu-Fußballgott Eigler mit "unwichtigen" Toren die Statistik auf und bestätigte die Serie, dass bei Glubb-Pauli die Franken entweder fünf oder gar kein Tor schossen. Fünf für uns diesmal, Gottseidank! An Europapokalträumen beteiligen wir uns an dieser Stelle nicht, sondern konzentrieren uns noch auf die kommenden offenen Rechnungen gegen die Bauern, Mainz und FCK. Ach, wenn ich einen Wunsch frei hätte: es dem BVB mal richtig schwer zu machen.

TOPP...:
-Die gesamte Mannschaft (fast)
-Die Stimmung auf den Rängen
-Der Glubb läutet die närrischen Tage ein
-Die Anzeigetafel bei den Einblendungen aus Hannover
-Es gab im Stadion entgegen aller Befürchtungen kein Leichtbier
-St. Pauli Fans haben meist mehr Hirn als Frankfurter Ultras
-Marek Mintals Einwechslung machte wirklich Sinn und hatte keinen belächelten Edeljokercharakter - er legte das letzte Tor auf.
-Der Kalif - kurz vor Schluß eingewechselt - empfiehlt sich gleich gegen das kommende WOB-Spiel.
-Der Rückrundenstart 2011, im Gegensatz zum letzten Jahr.
-Schiri Wingenbach
Entspanntes Auslaufen durch Genießen der Nordkurvenstimmung
nach dem Abpfiff.
...UND FLOP:

-Jens Hegeler: Hatte mal wieder einen seiner "Ismirwurscht"-Tage. Herrgott, was könnte der Knabe auf die Beine stellen, wenn er das Herz von Cohen hätte!
- St. Paulis hochgelobtes Kämpferherz

STIMMEN ZUM SPIEL:

Dieter Hecking: "Und ich bin eben gefragt worden, ob ich die Karte von Europa studieren würde - nein, habe ich gesagt, die Karte von Niedersachsen habe ich drauf, denn Wolfsburg ist unser nächster Gegner."

Christian Eigler: "Auch für ein 5:0 gibt es nur drei Punkte. Bei einem 5:0 gegen die Bayern würden wir heute natürlich länger ausgehen."

Christian Eigler: "Im Profifussball habe ich noch nie vier Tore in einem Spiel geschossen, das letzte Mal muss in der A-Jugend gewesen sein."

St. Pauli Trainer Holger Stanislawski: "Glückwunsch an Dieter! Glückwunsch an Nürnberg! Für uns war das Spiel nach ein paar Minuten vorbei."

Ilkay Gündogan: "Es hat sich wie mein erstes Bundesligaspiel angefühlt."

NN Einzelkritik zu Raphael Schäfer: "Konnte an diesem Nachmittag nicht überzeugend nachweisen, dass er beim 1. FC Nürnberg zu recht als Torwart angestellt ist. Musste keinen Ball halten, trug aber immerhin ein gelbes Torwarttrikot."

Spiegel online: "Mit 17 Punkten ist Nürnberg zweitbeste Mannschaft der Rückrunde hinter Borussia Dortmund (18 Zähler)."
 

25.03.2011, SCHALKE 05 VS. FCN: 1:1 FELIX GEFÄLLT MIR NICHT MEHR...

Die Basisdemokratie via Internet macht auch vor Einkaufsweltmeister Felix Magath nicht halt. Das Mißfallen an ihrem großen Vorsitzenden machten die Schalker Fans durch kreative "Gefällt mir nicht (mehr)" Transparente im Facebook-Design publik, die beim Auswärts-Unentschieden in der "auf Dingsda"-Arena im blau-Weißen Fanmeer hochgehalten wurden. Auch wenn Felix jetzt mit den Fans bloggt, sind nicht wenige Anhänger unzufrieden. Sind wir froh, dass die Leistung und Peripherie des Glubbs hier in Franken gerade professionell und modern nach vorne marschiert. Einziger Wermutstropfen: Der Kopfball von Mendler (18) hätte als Rache für das Draxler (18) - Ei aus dem Pokalspiel drin sein müssen. Hecking will dem jungen Glubbstürmer deswegen aber nicht den Kopf waschen, sondern ihn statt Straftraining "nur" auf die Streckbank legen.

Hier aber endlich der Bericht aus der Knappen-Arena mit Schlitz im Dach von unserem Schreibkönig Roland Hornauer.
 

Unglaubliche Auswärtsserie hält - Bericht aus dem Gelsenkirchener Bier Plörre Tempel

Es ist faszinierend zu sehen, wie viele junge Menschen ein Schalke Heimspiel zu einer Familienheimfahrt nutzen. Um 12.00 Uhr war der Bahnsteig in Essen gefüllt von jungen Schalkefans, deren Taschen, Rucksäcke oder Trolleys freudig von einem Elternteil zwecks Weiterfahrt abgenommen wurden. Was fiel bei der Anreise noch auf? Die Ruhrpöttler setzen den Kommerz viel schneller um. Bei uns fährt die S-Bahn zum „Frankenstadion“, schon in Bochum heißt das Stadionziel unisono „Veltins-Arena“. Passend zum Namen war der erste Gesang in der Straßenbahn „Scha la la  - Schalke 04“. Gleich anschließend folgte „Schalke und der FCN“ und man fühlt sich als einziger Clubberer in der Tram pudelwohl. Ein Gefühl was vor, während und nach dem Spiel voll erhalten blieb. Die Fanfreundschaft ist halt nur bei Auswärtsspielen so deutlich spürbar. Nur freundliche, häufig anerkennende Blicke, öfters Lob für meinen Hans Meyer Schal, „schöner Schal“ und viele nette Gespräche.

Schade, dass wir nur in Schalke so empfangen und behandelt werden. Um in den Bier Plörre Tempel zu kommen, müssen etliche Plörreverkaufsstände passiert und sogar ein Hügel erklommen werden, der höher ist als der Bieberer Berg. Im Stadion dann ist der Kommerz an allen Ecken und Enden zu finden. Fast an jeder Wand hängen Werbeschilder. Dagegen ist unser Frankenstadion ja richtig nackt. Gleiches gilt für die Stadionzeitung, „auf Schalke Spieltagsausgabe Schalker Kreisel“. Auf 14 (!) Seiten sind die Schalke Partner mit insgesamt über 450 Werbekästchen abgedruckt, dazu kommen noch 23 ganzseitige Anzeigen plus weitere Halbseitige, Werbung satt auf insgesamt 84 Seiten. Gut dagegen, das Spielerposter, zum Spiel passend Peer Kluge, ist nicht eingeheftet, nur beigelegt und die Rückseite unbedruckt. Das Heft der Schalker Fan-Initiative „Schalke Unser“, darf nur außerhalb des Bier Plörre Tempel verkauft werden, macht dafür vieles wett. Da wird nicht verbissen ernst wie bei „Ya Basta“ der eigene Standpunkt verkündet, sondern die Schreiberlinge gehen wunderbar ironisch auf Schalker Geschichten ein. Der Titel „Viel Luft nach oben“ mit abgebildetem kaputtem Stadiondach und das Inhaltsverzeichnis „Was steht drin? Und wo wir den Artikel möglicherweise abgeschrieben haben“, mögen als Belege dienen. Natürlich wimmelt es auch im Stadion von Plörreverkaufsständen. Nicht einmal teuer 3,60 Euro für 0,5l, wenn man eine Knappencard hat. Allerdings sollte man sich, nicht nur von den Nachwirkungen her, vor zuviel Plörre hüten. Die genialen Erbauer des Stadions haben nämlich statt einer Pissrinne Urinale in die Herren-WCs gebaut und damit einen permanenten Stau geschaffen. Trotz Kommerz an allen Ecken und Enden, auch Fouls, Abseits und nicht nur Ecken und gelbe Karten werden zu Werbeeinblendungen am Videowürfel genutzt, gibt es auch andere Eindrücke. Der Stadionsprecher kündigt das Pokalspiel am 2.3. wie folgt an, „Mittwoch DFB Pokal in der Arroganz-Arena, oh sorry Allianz-Arena“. Noch mal zur Fanfreundschaft, über Lautsprecher wird „Die Legende lebt“ gespielt und alle Schalker hören ruhig und freundlich zu.
Die Mannschafts-aufstellung unseres Clubbs wird laut hörbar verlesen. So viel Freundlichkeit schlägt dem Schalker Diktator nicht entgegen. Auf seine Facebook - Seite anspielend, wird immer wieder ein großes Transparent „Felix gefällt uns nicht mehr“ in der Schalker Nordkurve hochgehalten. Zum Spiel, nachdem die Mannschaften nicht nur ein Fahnen- sondern auch ein Trommlerspalier beim Einlaufen passiert haben, ging es los. Unser Clubb stand wie seit Wochen gewohnt sicher und ließ wenig zu. Bei Schalke war der sehr einsatzbereite Peer, vielleicht holen wir Dich doch zurück, Kluge und ein äußerst agiler Senor Raul die Auffälligsten. Überragend die beiden Torhüter, wobei unser Raphael noch etwas mehr hochkarätige Chancen entschärfte. Bei uns war wie immer das Kollektiv überragend, selbst die verletzungsbedingten Ausfälle von Judt, Ekici der viele spielerische Glanzlichter setzte und der eigentlich unersetzbare Pino, wurden wett gemacht. Wer dies vor drei Monaten behauptet hätte, hätte die Eselsmütze tragen müssen. Lediglich in der Schalker Drangphase zwischen der 50. und 70. Minute habe ich unseren „Gattuso“ Cohen, als Abräumer im Mittelfeld, vermisst. In der 2. Halbzeit entwickelte sich ein hochdramatisches und packendes Spiel. Jede Mannschaft hatte Torchance auf Torchance. Wir nutzten sehr gut die Räume und spielten immer wieder die Schalker Hintermannschaft aus. Doch neben der Führung durch Hegeler und dem Ausgleich durch Senor Raul in der 52. Minute fielen keine Tore mehr, trotzdem blieb es extrem spannend bis zur letzten Sekunde. Damit haben sich die beiden Mannschaften endlich einmal wieder der Fanfreundschaft angemessen verhalten. Ein gerechtes Unentschieden, 1 : 1 ist in dieser Saison mein Standardergebnis bei den Auswärtsfahrten, das kann gerne so bleiben.

Roland Hornauer

19.02.2011, FCN VS. ZWIETRACHT BANKFURT: 3:0, ZIMMER MIT AUSSICHT NACH EUROPA

Huch, hülfe, wir sind erfolgreich! Zumindest über Nacht hüpfte der Glubb nach dem vor allem in der zweiten Halbzeit mitreißenden Spiel voller einerseits Fehlpässe und andererseits furioser Torszenen auf den sechsten Tabellenplatz. Man kann Statistiken bemühen, wie lange es her ist dass der Glubb vier Spiele in Folge gewann, man kann sich aber auch einfach freuen, weil die Kombination aus individueller Klasse beim Glubb und desolater Gegner uns einen Höhenflug beschert. Am Freitagabend waren dann auch endlich einmal mehr Zuschauer im Stadion.
Zufriedenheit nach dem Spiel: Die Mannschaft feiert derweil in der Kurve.
Die mitgereisten Frank'n'Furter Fans beeindruckten zunächst durch die tüchtige Verspätung, was dazu führte dass das Spiel später angepfiffen wurde. Gleich nach der Platzwahl zündeten sich der Hesse dann im Gästeblock selber an, sang Sprechchöre wie "Deutscher Meister wird nie der FCN" und böllerte auch noch beim ersten Frankfürther Tor, was aber wegen der berühmten Abseitsregel nicht gegeben wurde.

Das Spiel begann erwartungsgemäß: Bankfurt wollte das Spiel mit rüden Fouls und langen Unterbrechungen kaputt machen, man hat ja Gekas, der immer für ein Tor in der 85. Minute einer typischen Schweinepartie gut ist und somit die moderate Hinrunde der Mannschaft aus Mainhattan begründete. Amanatidis kehrte auch zurück aus der Verbannung Tribüne und wurde auf dem Grün eingesetzt, bewegte aber nicht viel. Die Großchancen beim Glubb häuften sich hingegen über das ganze Spiel, vor allem Hegeler hätte - allein vor dem Tor und Nikolov - den Torreigen früher eröffnen können. Bis zu diesem war das Spiel durch taktische Winkelzüge geprägt, oft holte Trainer Hecking Spieler zu sich an den Spielfeldrand, um neue Strategie-Maßnahmen zu installieren. Ob das wirklich funzt? Man hat schon das Gefühl, aber es ist auch eine psychologische Maßnahme, die dem Gegner Respekt einflößt. Denn das wirkt besser als ein gestikulierender Trainer, der seine Mannschaft von der Seitenlinie hilflos dirgierend anbrüllt. Oder nach dem Spiel in der Pressekonferenz Schutz für seine Spieler vom Schiri vor den "bösen" Nürnbergern einfordert.

In der zweiten Halbzeit merkte man: Hier will keiner mit einem Unentschieden heim gehen. Es ist schon eine Freude, dass der Glubb kaum eine Freistossvariante zweimal ausprobiert, man hat einfach jedesmal eine neue Idee im Köcher. Zum Beispiel dass nicht Ekici sondern Schieber aufs Tor ballert. Memo paßte also quer zu Julian, der lange wartete und dann die volle 110 km/h-Granate Richtung Netz abfeuerte. Absicht oder bedrängt einfach drauf gehalten: Drin, und zwar mit schönen Grüßen und einer tüchtigen Portion Wut, man möge hier heute Abend doch endlich mal Fussball spielen. Angeblich war die Variante auch wirklich  so nicht geplant. Dann der eingewechselte Robert Mak. Er bekam im Bankfurter Strafraum den Ball abgeluchst, holte ihn sich augenblicklich wieder und hob den Ball aus typischer Eigler-Position über den Torwart ins Netz. Damit hat er sich bei den Fans mit nur einer pfiffigen Aktion in die Herzen gespielt, und Frankfurt gab auf. In der Schlussminute dann die Schaumkrone der Woge der Begeisterung: Cohen zimmerte aus 20 Meter einen sehenswerten Fernschuß zum 3:0-Entstand ins Netz und sorgte damit für einen Feier-Abend in Nürnberg. Daheim in Israel hat sich Almog damit wohl zum Volkshelden hochgespielt, der kleine Gattuso hüpfte fast 20 Minten lang nach dem Spiel wie ein tollwütiges Rumpelstilzchen herum, hüpfte (er ist ja kein Fürther) und herzte jedem, der nicht schnell genug auf den nächsten Baum kam... Sonderlob für Wollscheidt, der durch überlegte Gestik, hünenhafte Präsenz, gesunde Härte und stechende Abwehrläufe keine Bestätigung für seinen Stammplatz mehr braucht. Er hätte sein Beinahe-Tor in der Frühphase verdient gehabt.

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Das 3:0 war vom Spielverlauf her vielleicht zu hoch – ich wusste gar nicht, dass Almog so weit schießen kann. Jetzt können wir uns am Wochenende auf die Couch legen."

Raphael Schäfer: "Siege machen Spaß! Deshalb spielen wir Fußball."

Mehmet Ekici: „Bei der letzten Siegesserie 1989 war ich nicht einmal geboren, ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt geplant war.

Ioannis Amanatidis (Eintracht Frankfurt): "Das ist halt so, wenn man anfängt an sich zu zweifeln. Dann macht es knacks im Kopf, wenn man davon spricht, dass man von Anfang der Rückrunde an kein Tor schießt."

Raphael Schäfer:  "Wir wissen alles einzuschätzen, aber von mir aus, können wir gerne noch weitersiegen."

Eintracht-Torwart Oka Nikolov zum Schieber-Freistoß: "Den sollte man halten."

12.02.2011 VFB STUTTGART VS. FCN: 1:4

Unser geschätzter Sachverständige Shultzie spielte uns einen interessanten Brief zum Spiel zu... lest selber:
 
"Mahlzeit Herr Bobic,
 
ich wollte mich nochmals in aller Innigkeit für unser starkes Auftreten am vergangenen Samstag entschuldigen. Aber wir waren ja noch gnädig und haben es bei den 4 Treffern belassen und das Ergebnis im relativ niedrigen einstelligen Bereich gehalten. Im Gegenzug hierfür wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie auf folgendes Tauschgeschäft eingingen: Sie belassen Ihren Spieler Julian Schieber bei unserem aufstrebenden Verein und bekommen hierfür einen von Ihnen mehr als dringend benötigten Innenverteidiger, nämlich unseren Spieler Maroh. 

Mit spätzeligen Grüßen

Martin Bader"
 
Aber jetzt mal ernsthaft, ich kann mich an kein Auswärtsspiel der vergangenen Jahre in der 1. Liga erinnern, welches ich so entspannt habe genießen können! Nach dem mehr als glücklichen Anschlusstreffer kurz vorm Pausenpfiff und der Hereinnahme von Cacau in der Halbzeit hatte ich zwar mit einem Aufbäumen der Schwaben gerechnet, aber die Glubberer haben ja wirklich rein gar nix anbrennen lassen!
 
Erstaunlich finde ich auch, dass wir nicht nur 11 Spieler haben, sondern auch Leute wie dieser Chandler, die sich nahtlos in die Mannschaft einfügen wenn mal wieder ein etablierter ausfällt. Und Samstag auch mal Hut ab vorm Käptn, das war denke ich sein stärkstes Spiel seit dem Pokalsieg!
 
Sehr fein fand ich auch die Reaktionen von Schieber, dass er keine Jubelorgien angezettelt hat. Der Schäfer wird ihm da schon so ein paar Geschichten erzählt haben, wie die schwäbischen Fans reagieren, wenn man vorher sich für nen anderen Verein eingesetzt hat. Aber er hat absolut Vollgas gegeben und war der beste Mann auf dem Platz - das zeigt, was dieser junge Mann für einen super Charakter hat! Und Hecking am Sonntag bei Doppelpass, dem war das Dauergrinsen ins Gesicht gefräst, und er hat immer wieder drauf bestanden, dass es zu einfach sei immer nur zu sagen, der Gegner sei schlecht gewesen, sondern man müsse auch endlich einmal akzeptieren, dass seine Mannschaft einfach nur hervorrageden Fußball spielt!

Shultzie

STIMMEN ZUM SPIEL

Julian Schieber: "Ich bin davon überzeugt, dass die Stuttgarter den Klassenerhalt packen"

Timothy Chandler: "Dass wir so hoch gewinnen hätte ich vorher nicht gedacht, aber an den Sieg haben wir immer geglaubt."

Andreas Wolf: "...aber es war nicht so einfach, wie es vielleicht ausgesehen hat."´

Mehmet Ekici: "...aber das Ziel ist immernoch der Klassenerhalt."

Dieter Hecking: "Ich gehe mit der Leistung meiner Mannschaft komplett konform ... Wenn diese Mannschaft weiter so auftritt - und es gibt keinen Grund, warum sie das nicht tun sollte -, glaube ich, dass wir das Ziel Klassenerhalt heute erreicht haben."

Spox.com: "Ratloser VfB taumelt der 2. Liga entgegen"

Die Welt: "Heimdebakel – Stuttgart taumelt Richtung Abstieg"

Timmy Simons in der Bild: "Lass doch die Jungen in der Zeitung stehen! Die kämpfen noch um Image, mehr Gehalt oder einen großen Transfer. Ich habe das alles hinter mir." "Zufriedenheit ist der größte Feind des Erfolges. Ich will jedes Spiel gewinnen. Auch in Dortmund."
 

5.2.2011, FCN VS. VIZEKUSEN: 1:0

Für alle Nichtfranken: Ein "Greinmaicherla" ist auf Hochdeutsch eine Heulsuse, also jemand der gerne jammert. Das war früher Andreas Möller. Nach dem ersten Februarsamstag 2011 wurde der Bayer-Trainer und verdiente Ex-Fussballer Jupp "Osram" Heynckes sicher öfter am fränkischen Stammtisch so genannt. Don Jupp war nicht zufrieden mit dem Spiel in Nürnberg. Zumal der Schiri seine Spieler nicht vor den Holzhackern aus Nürnberg "geschützt" hat. Uns ist neu, dass der Unparteiische parteiisch sich um Spieler kümmern muss, sind Vizekusener Beine denn mehr Wert als Nürnberger?
 
Da isser drin! Eiglers Tor-des-Monats-Bewerbungs-Sonntagnachmittag-Ausgeh-Schuß...

Könnten wir als Glubberer eventuell auch so sehen, als Ballack gleich in der elften Minute Cohen nicht ganz sauber säbelte und Schiri Kirchner den Israeli auch nicht "schützte". Aber die Punkte blieben halt in Nürnberg, weil die Mannschaft zäh und im Kollektiv den Kusener Spielaufbau -sofern erkennbar- bekämpfte. Unterm Strich war der Glubb einer noch früheren Führung (als Cohen frei vor Adler scheiterte) sogar näher, als die Rheinländer einem armseligen Punkt. Die erste Halbzeit war trotzdem etwas fahrig, nach der Pause aber wurde einen Gang höher geschaltet. Der Glubb war ja an diesem Tag bisher nicht der Depp und hat nicht kurz vor der Pause den Rückstand kassieren müssen. Dafür witterten die Glubberer Morgenluft. In der 60. Minute dann Eiglers Sonntagnachmittagsausgehschuss an den Pfosten vom Eck ins Netz, das Ganze nach geschickter Passage durch Rolfes' Beine. Ein Tor für die Ewigkeit, und das an seinem 100. Erstligaeinsatz!

Ausgerechnet Reinartz als ehemalige LEV-Leihgabe hatte um ein Haar den Ausgleich in den letzten Minuten vollstreckt, ein gewisser Juri Judt hatte aber was dagegen und stand auf der Linie goldrichtig. Nach dieser erneuten Torverhinderung auf Linie durch Körpereinsatz sollte Juri langsam auf den Posten eines Ersatztorwarts gehoben werden, und Schäfer sollte ihm schon mal einen Kasten Bier spendieren als Dankeschön. Spieler abschließend hervorzuheben war bei dieser Schlacht nicht angebracht, wir tun das trotzdem. Wenig Beachtung fand nämlich in der Presse Dominic Maroh, der seit Wochen klaglos von der Bank zuschaut wie Wolf agiert. An diesem Samstag hat man Wolf (Gelbsperre) nicht vermisst, denn Maroh ersetzte ihn ohne Tadel (OK, ein Schnitzer - und Spieleröffnung eher nicht vorhanden). Weitgehend ohne rüde Fouls oder gelbe Karte.

So durften wir nach dem Sieg schon wieder das Legendenlied ein zweites Mal am selben Spieltag trällern  und mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Niederlage der Bauern in Köln auf der Anzeigetafel kommentieren. Einmal wenn man pro-Bauern gewinnt, verlieren die ausgerechnet bei einem Tabellenschlußlicht und verdaddeln sich alles.

LUSTIGE SCHLAGZEILEN NACH DEM SPIEL

AZ: "Bayer Heulkusen"

Bild: "Club wehrt sich gegen Heulsuse Heynckes"

AZ: Eiglers Traumtor ein weiterer Schritt vom "Vergeigler" zum Publikumsliebling

Bild: Israel feiert Club-Star Cohen

AZ: Herz schlägt Geld

Kicker: Eigler schockt die Heynckes-Elf

Bild: Bader: "Fußball ist ein Männersport"

NN: Nürnbergs Mann für ganz besondere Tore - Christian Eigler aus Unterreichenbach lässt sich und seinen Club nie hängen

STIMMEN ZUM SPIEL:

Kusentrainer Jupp "Osram" Heynckes: "Nürnberg hat nicht Fußball gespielt. Zum Teil war das ganz unfair ... (zu Hecking) "Darauf muss deine Mannschaft nicht stolz sein. Und du auch nicht..."

Glubbmanager Bader: "Ich wüsste nicht, warum wir uns für eine leidenschaftliche Darbietung schämen sollten. Fußball ist ein Männersport – und ich glaube, dass alle Leverkusener das Spiel beenden konnten."

Jupp "Osram" Heynckes: "Sie spielen einen rustikalen Fußball, aber heute sind sie über das Ziel hinausgeschossen ... Leider hat der Schiedsrichter meine Spieler nicht geschützt." 

Ex-Glubberer Reinartz: "Sehr unangenehmer Gegner, rustikal, viele Fouls, sie wollten unseren Spielfluss kaputtmachen." (Anm: Welchen Spielfluss?)

Dieter Hecking nach dem Spiel: "Es hat sich nichts verändert, zu Platz 16 sind es nach wie vor sieben Punkte."

Manager Martin Bader: "Ich verstehe eins zu eins, warum man Almog den Gattuso von Israel nennt. Auch er ist eine Waffe für die bestimmten Momente."

Christian Eigler über seine Fähigkeit, immer die wichtigen Tore zu schießen: "Wir führen eben selten 4:0 oder 5:0, so dass ich das unwichtige sechste Tor machen könnte."

Juri Judt: "Ich freue mich jede Woche, dass ich in der ersten Liga spielen darf."

Vizekusen-Leihgabe Jens Hegeler: "Eine Mannschaft wie Bayer hat natürlich eine höhere Qualität, da muss man eben Aggressivität und Zweikampfstärke hineinwerfen."

Ewald Funk


29.01.2011, FCN VS. HSV: 2:0

29.01.: Die Jugendauswahl aus dem hauseigenen Nachwuchsleistungszentrum besiegt den HSV mit 2:0 und keiner kriegt es überregional mit. Gut so, von mir aus kann sich die bundesweite Journaille gerne weiter mit den Kloppos, Slomkas und Magaths der Liga beschäftigen oder sich an den Krisen allerorten zwischen Stuttgart 21, Glatzbach und Bremen laben.
Simmons verwandelt endlich einen Glubbelfer (rechts), Pino kann nicht hinsehen (links).
Traditionell geht es am 31.1. auf dem Transfermarkt kurz vor Ende des Zeitfensters zu wie bei "Wulle aufm Wühltisch" (berlinerisch für "Wie bei Woolworth auf dem Wühltisch"). Auf Schalke und in Golfsburg ist gerade der Kaufrausch ausgebrochen, und beide Vereine veranstalten gerade ein Wettrüsten wie nichts gutes. Sogar der Ex-Glubberer Polak hat eine neue Heimat (VFL W) gefunden, bis zuletzt setzte man sogar noch auf Ivan Saenko's Rückkehr in die Bundesliga. Die NN vermisste in dem von Sarkasmus triefenden Artikel von heute (1.2.) eigentlich nur noch Jan Koller.

Zurück zum Spiel gegen den HSV. Bestes Wetter, erwartungsvolle Stimmung. Wird die bunte hanseatische Millionentruppe wie die siebte Legion über Nürnberg hinwegrollen? Wird sogar Pianist Oenning von der Ersatzbank aufspringen und werden die TV-Moderatoren frohlocken? Nun, die Nürnberger hätten durch Robert Mak am Ende fast noch das 3:0 erziehlt und sind durch das zu Null endlich (nach 16 Spielen) sogar erstmals wieder ohne Gegentor. Ab der 70. Minute war ich mir ziemlich sicher, dass unser Glubb den Dreier heute behält. Verdient, wie ich meine. Die "B-Mannschaft" des FCN unter der Führung von Simmons, Pino und Käptn Wolf legten ein sauberes Spiel hin. Einzig der Käptn war mit seinen Gedanken irgendwie woanders, hatte manchmal deutlich sichtbare Angst, den Ball hinten anzunehmen und überlegt weiter zu reichen. Paß ging dann meist zu Judt, Pino oder Wollscheid, letztere machten oft etwas daraus. Wolfs finale Karte zur Gelbsperre war dann noch die Krönung seiner eher bescheidenen Tagesform. Allerdings darf man nicht vergessen, dass momentan neben all den Schattenseiten seine erfolgreichen Spielzüge kaum Beachtung finden. Wären sie halt bloß etwas häufiger...

Eigentlich sollte man keine Einzelspieler heraus stellen, denn hier gewann eine Mannschaft gegen eine Zweckgemeinschaft, hier gewann Leidenschaft gegen sogenannte Leistungsabrufer und Jugend gegen ausgewiesene Großverdiener. Von der Fanseite her ein faires, friedliches Spiel und vielen Dank auch an den HSV Block für das Transparent "Pro Max-Morlock-Stadion".

Gegen die Pillendreher wird es am Samstag allerdings deutlich schwerer, man sollte also nicht übermütig werden.

STIMMEN ZUM SPIEL

Armin Veh: "Wir haben nicht ansatzweise das gezeigt, wozu wir fähig sind. Wir waren schwach wie zu alten Zeiten. Das ist nicht zu erklären"

Dieter Hecking
auf die Frage, wann ihm die Idee Mendler für Ekici zu bringen: "Am Morgen im Bett, da hat man oft die besten Einfälle."

Armin Veh darauf: "Und was lernt man daraus? Dass man länger im Bett bleibt"

Armin Veh: "Nürnberg war trotz 120 Minuten Pokalspiel auf Schalke besser. Man hat keinen psychologischen Vorteil für uns gesehen. Ich dachte, dass wir 200 Minuten in den Knochen haben“

Armin Veh über den Linienrichter Kampka (Arzt, 28) "Das war niemals eine Rote Karte. Das sehe ich komplett anders. Der 12- oder 13-Jährige da an der Linie..."

FAZ: "Der HSV als Aufbaugegner"

AZ: "Oenning ohne Manieren.
Beim HSV ist Ex-Trainer Michael Oenning froh, als Assistent von Armin Veh "nicht mehr in der Vaerantwortung zu stehen". Es geht ihm ja "nur um Projekte" - oder einen hochdotierten Job? Jedenfalls ließ Oenning am Samstag jeglichen Anstand vermissen, hatte sogar Probleme, sich mit FCN-Offiziellen normal zu unterhalten. Peinlich!"

POKALKRACHER, 26.01.2011: HERNE-WEST VS. FCN, 3:2

Wir hatten uns soviel vorgenommen! Und wenn Blitz Eigler nach der frühen Führung auch noch seinen Abstauber reingemacht hätte, wäre das Spiel sicher anders gelaufen. Erhobenen Hauptes verabschieden wir uns also aus dem Pokal, hätten wir gewonnen wäre das nächste Los wahrscheinlich Bauern gewesen. Egal.
 
Schade, nix is' mit weiteren Einnahmen für den Gündogan-Fond

Nein, nicht egal. Ohne Verdrängung war das nicht zu ertragen, von einem Milchgesicht aus dem Pokal geworfen zu werden, der zuvor mit einem Bauerntrick unseren Käptn hat aussteigen lassen und gleich drauf gehalten hatte. Schäfer war zumindest noch mit den Fingerspitzen dran! Und dabei fing es so gut an, als Schieber nach vier Minuten zum ersten Mal einnetzte. Und dann kam nur zwei Minuten später Eiglers besagter Schieber nur wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

Bereits in der 14. Minute glichen die Schlümpfe aus, als Antwort legte Schieber wieder einen nach, das war dann die 32. Minute. Soviele eigene Tore hat der Glubb wohl die ganze Saison noch nicht in der ersten Halbzeit geschossen. Man sah, wie schwer sich teuer aufgestellte Gegner mit einer kratzbürstigen Glubbmannschaft tun. Acht Minuten nach Wiederanpfiff der Ausgleich, dann begann die Leidenszeit der Glubberer, die sich tapfer wehrten. Wer nicht im Stadion war, litt doppelt, ob er nun ZDF oder Sky guckte. Denn die Alternativen waren ein Schalke Fan und Ex-Leichtathlet als Fußballkommentator im ZDF mit seiner gewohnt unterirdisch-fundierten Moderation, oder ein Adliger Bauernfan auf Sky. Da kamen einen schon die Tränen aus Freude... Das Ende in der 119. Minute werden wir schon irgendwann mal rächen.

BESCHWERDEBRIEF ANS ZDF

Keine Sorge, auch wir haben ans ZDF geschrieben. Antwort war exakt dieselbe, die Ihr vielleicht auch bekommen habt, bzw. die man überall in den Foren lesen kann. Deshalb nur die Mail:

Sehr geehrte Programmverantwortliche,
ich will nicht noch mehr Wasser auf die Mühlen kippen und mich unsachlich über die Moderation des Pokalspiels am Dienstag Abend im  ZDF durch Herrn Poschmann äußern, wie das gerade in Fankreisen getan wird. Also versuche ich als Journalist und Herausgeber eines  Kulturmagazins  sachlich zu bleiben.
Mit fairer Berichterstattung eines sportlichen Ereignisses hatte das nichts zu tun, was Herr Poschmann an diesem Abend abgeliefert hat. Ich  kann verstehen, wenn sein Herz für Schalke schlägt und er kann dies gerne in der Kantine des ZDF, am Spiegel seines Autos oder als  nicht sichtbares Trikot unter dem Anzug bei der Moderation demonstrieren. Im Kopf muß man aber als respektierter Journalist einer  renommierten öffentlichen Sendeanstalt die Neutralität wahren und ausgeglichen und fair moderieren und nicht seine Vorbildfunktion für  unseren Berufsstand in derartiger Position vernachlässigen. Meiner Meinung nach war Poschmann nicht der richtige Mann für dieses Spiel  und einfach überfordert. Für eine ausgeglichene Berichterstattung muß sich der Moderator vorher ausreichend informieren, da er dies im  Fall Schalke sicher nicht machen mußte, hätten zehn Minuten auf der Wiki-Seite über den FCN sicher gereicht.
Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als respektierte Namen Sport kommentierten. Wie gut, dass ich vor Jahren den Fernseher aus meinem  Leben entfernte. Im Falle ZDF bin ich enttäuscht, eine derartig unterirdische Moderation geboten zu bekommen. Ich habe mir das Spiel in  einer Sportsbar angeschaut, als die Sky Berichterstattung begann und Fritz von Thurn und Taxis als Moderator offenbar wurde, wechselte man unter Beifall auf ZDF. Als Fazit möchte ich mit Verlaub sagen, hier letztendlich die Auswahl zwischen Teufel und Beelzebub gehabt zu  haben.
Mit freundlichen Grüßen, Ewald Funk

STIMMEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Am Samstag müssen wir gegen den HSV wieder aufstehen und das Glücksmoment erzwingen."

Martin Bader: „Dass Poschmann kein Fußballspiel kommentieren kann, ist ja bekannt. Doch wir sind sauer, wie respektlos der Sender mit dem FCN umgeht.“ ...  So war beim Nachbericht im Frühstücksfernsehen von Zweitligist Aachen die Rede, aber nicht vom Club. Bader: „Und von den vielen Interviews, die sie unbedingt nach dem Schlusspfiff gebraucht haben, wurde auch kein einziges gesendet.“

Club-Blog: "Man sollte Poschmann mal sagen, dass auch in Franken Rundfunkgebühren gezahlt werden"

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Warum Einlaufkinder nicht größer als 1,40 sein sollten. Quelle: clubfans-united.de,  Originallink: http://twitpic.com/3uu4nh


22.01.2011, SC FREIBURG VS. FCN: 1:1

Auch wenn das Ergebnis mit einem Unentschieden dürftig ausfiel, immer noch besser als kurz vor Schluß mit  2:1 bedröppelt nach Hause zu fahren. 1:1 heißt sicherer Punkt statt gar keinem gegen unseren "Angstgegner", auch wenn der diesmal angeblich ersatzgeschwächt war... Es war also quasi ein Besuch in der Schwarzwaldklinik.
Wir erinnern uns noch. Dr. Brinkmann und seine Crew.

So freut man sich auf das sehenswerte Tor von Schieber, noch mehr vielleicht, dass sich Zögling Okotie durch seinen Assist endlich einmal freuen durfte. Bei diesem Spiel sollte Hecking aufgegangen sein, dass man mit Doppelspitze doch mehr erreicht als mit einem Alleinunterhalter. Das 1:0 für Freiburg fiel übrigens durch eine geschickte -pardon- unglückliche Kopfballverlängerung von Käptn Andy Wolf auf Johannes Flum. Dieser erzielte somit durch gegnerische Unterstützung das 500. Bundesligator der Freiburger.

TOP:
-Klar der Wut-Hammer von Schieber. Ansonsten überlegen wir gerade verzweifelt nach einem weiteren Lichtblick.

FLOP:
-Dutts Gejammer vor dem Spiel, er habe keine Spieler mehr und überlege, den Platzwart aufzustellen. (Wechselte dann aber munter drei weitere Spieler aus, wo kamen die denn plötzlich her?)
-Und täglich grüßt der Glubb mit einer verschlafenen ersten Halbzeit.

STIMMEN VOR DEM SPIEL:

NZ: "Club-Visite in der Schwarzwaldklinik. NÜRNBERG - Club-Gegner Freiburg ist zur "Schwarzwaldklinik" mutiert. Trainer Robin Dutt muss 15 Ausfälle beklagen."

Robin Dutt (Trainer Freiburg): "Nürnberg hat den größeren Druck" und müsse gegen die ersatzgeschwächten Freiburger gewinnen, falls das nicht passiere dürfte bei den Glubbfans "keine große Begeisterung da sein"

Dieter Hecking darauf angesprochen: "Der soll nicht so viel Scheiße labern."

STIMMEN NACH DEM SPIEL:

Dieter Hecking: "Das war ein gerechtes Unentschieden. Die erste Halbzeit war nicht der große Knaller ... Das von Julian war ein super Tor."

fcn.de: "...Okotie. Der letztgenannte legte mit seinem ersten Ballkontakt Julian Schieber den Ball vor, der ihn mit einem beherzten Kick aus gut 15 Metern unter die Latte drosch (56.). Was für ein Riegel – das Bewerbungsschreiben fürs Tor des Monats in seinem 50. Bundesligaspiel sollte damit unterwegs sein."

Robin Dutt: "Wir haben wenigstens elf Spieler zusammen bekommen und vor der Mannschaft ziehe ich den Hut." (Wechselte dann aber munter drei weitere Spieler aus, wo kamen die denn her?)

 

19.1.11, POKAL OFFEBACH VS. FCN 0:2 TIMMY BEDANKT!

Unser Kollege Roland ist frisch vom urlaub aus Island zurück und hier auch schon sein Bericht von der Reise nach Frankfurts Vorstadt zum Abschiedsspiel für den Bieberer Berg.
So voll dürfte der alte Bieberer Berg wohl nie mehr sein.

Eigentlich waren keine Probleme zu vermuten, als ich zusagte, mit dem Fanmobil vom Fanclub Clubbock mit nach Offenbach zu fahren. Doch gleich der erste Anlauf ging ja schief. Klar, wenn der Manager der Offenbacher Kickers Andi "Schwalbe" Möller am Sonntag vor dem Termin vor Weihnachten angesichts der Schneefälle öffentlich die Frage stellte, wer soll den vielen Schnee denn räumen? Dann wird dass natürlich nichts mit einen schönen Pokalfussballjahresabschluss. Vermutlich hat dies die Fifa unter Blatter Sepp zwischenzeitlich geändert, aber bislang dachte ich immer, die Heimmannschaft muss räumen - so macht es gegen Freikarten ja auch der Verein in Erlangen-Süd der in den Niederungen der 2. Liga spielt.

Zum Nachholtermin musste ich leider auf die Mitfahrgelegenheit verzichten, da ich "dummerweise" tagsüber in Frankfurt weilen musste und am nächsten Tag von Frankfurt Richtung Ferien, raus aus dem Winter, nach Island düsen wollte. Brav wie ich bin, folgte ich den Internetanreisetipps des OFC per S-Bahn und landete in einen völlig unbeleuchteten Stadtpark. Dank der uralten Flutlichtanlage war die grobe Richtung zum altehrwürdigen Bieberer Berg erkennbar und ich erklomm die OFC-Kultstädte gut 45 Minuten vor Beginn. Vor Spielbeginn war vom eigentlich bekannten Offenbacher Mob auf der Gegengerade, die Stehplatztribüne ist nach Waldemar Klein, den früheren Offenbacher M.A.Roth, benannt, wenig zu hören.

Während sich die Mannschaften aufwärmten kam die Durchsage, dass wegen der chaotischen Verkehrssituation - dabei hatte es nicht geschneit - im hessischen Hochgebirge, der Anpfiff um 15 Minuten verschoben wird. Tatsächlich war der Clubfanblock noch ziemlich leer, allerdings kommen die Ultras ja öfters "freiwillig" später und auch die heimische Haupttribüne war noch ziemlich frei. Gegen 19.00 Uhr war das Stadion mit Ausnahme der Fans vom Clubbock eigentlich voll und es hätte pünktlich angepfiffen werden können. Na gut, so ging das letzte große Spiel in diesen schönen alten Stadion halt 15 Minuten später los.

Es begann ein typischer, ausgewogener Pokalfight. Entgegen der üblichen Gepflogenheiten waren aber unsere Helden konzentriert und erlaubten den Drittligisten wenig. Nach 10 Minuten hätte Ekici eigentlich einnetzen müssen, doch eine Mischung aus Torwart, Dusel und Unvermögen verhinderte unser 1:0. Ekici ist halt mehr der Standardschütze wie er 10 Minuten später mit seiner Ecke bewies, als unser Oldie Simons im Nachschuss das 1:0 zu erzielte. Genau im richtigen Moment, schließlich trafen die Freunde vom Clubbock gerade im Stadion ein.

Am Bieberer Berg ist es extrem wichtig die Tore mitzubekommen, da zumindest vom Gästeblock aus zwar ein hässlicher blauer Baustellencontainer zu sehen ist, aber eine so simple Sache wie eine Anzeigentafel nicht zu erkennen ist. Ein Drittligist braucht halt keine Eintrittsgelder mehr. Wahrscheinlich gibt es am ganzen Bieberer Berg keine, damit der Fan nicht laufend an unerfreuliche Ergebnisse erinnert wird.

Nach dem 1:0 war das Spiel eigentlich gelaufen. Die Klassenunterschiede waren deutlich erkennbar. Offenbach hatte nur eine gefährliche Chance, die unser Pokal-Raphael souverän klärte. In der 2. Hälfte zog kurzzeitig etwas Staub und Nebel durch den Nürnberger Block. Da haben die Sicherheitskräfte wohl einige vergessen zu fragen, ob sie entsprechendes Material dabei haben. Nach einem weiteren Ekici-Standard köpfte in der 66. Minute Hegeler unseren Goalgetter Simons auf den Arm und der Ball wurde routiniert zum 2:0 eingelenkt. Fahrlässig wurden noch diverse gute Chancen der diesjährigen Pokalhelden verdattert bzw. gute Kontermöglichkeiten vergeben, doch die Offenbacher blieben harmlos und von der berüchtigten Offenbacher Fankulisse war wenig zu vermerken.

Dafür wurde mehrfach "über Schalke fahren wir nach Berlin" laut und deutlich skandiert. Es war kein spannendes, aber dafür aus Glubb-Sicht schönes Pokalspiel. Für die Offenbacher Fans, so zumindest ihre Äußerungen auf der Rückfahrt in der S-Bahn war es das Spiel des Jahrzehnts, dies sagt alles über die traurige Offenbacher Situation. Es war aber auch ein wehmütiger Abend, es war das letzte große Spiel in einer Traditionsarena, in einem schönen alten Stadion. In den nächsten Tagen wird abgerissen und gebaut und am Bieberer Berg wird eine "moderne" Arena im gewohnten Einheitsstil entstehen und ein Teil Fußballgeschichte ist damit weg. Zurück waren die Wege im Stadtpark sogar beleuchtet und grüne Weibchen und Männchen in Rüstungen und zum Teil zu Pferde sorgten dafür, dass niemand vom Weg abkam. Zur Belohnung durfte der Erfolgsschal dann sogar den Gullfoss sehen. Roland Hornauer

STIMMEN ZUM SPIEL

Raphael Schäfer: "Wir haben die Zuschauer nicht ins Spiel kommen lassen"

Dieter Hecking: "Der Bieberer Berg hat heute nicht gebebt."

Wolfgang Wolf (Ex-Glubbtrainer, jetzt OFC): "Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, sie hat alles gegeben und Nürnberg das Leben sehr schwer gemacht."

Christian Eigler: "Es hat heute von Außen vielleicht leicht ausgesehen, aber es war schon ein schweres Stück Arbeit. "

Raphael Schäfer: „Timmy Simons ist eben ein alter Sack. Der weiß, wo er stehen muss.“

Timmy Simons: "Ich habe jetzt drei Tore im Pokal, in der Liga muss ich jetzt auch mal anfangen, zu treffen."

Spiegel online (*augenreib*): Beim Pokal-Erfolg in Offenbach trat der 1. FC Nürnberg so souverän auf, dass es selbst dem berüchtigten Publikum am Bieberer Berg die Sprache verschlug.


15.01.2011, FCN VS. GLADBACH: 0:1, HALLO WACH!

Und täglich grüßt das Murmeltier: der Auftakt der Rückrunde hatte mal wieder alle Reiz-Symptome für einen gewohnt geplagten Glubbfan: Behäbiger, pomadiger Auftakt, frühes Tor für den Gegner, verschossener Elfer, aberkanntes Tor und einen unserer "Lieblingsschiedsrichter". Ganz wichtig bei diesem Thema: Wir distanzieren uns ausdrücklich von ethnisch begründeten Beleidigungen an Rafati im Internet, wir würden nicht anders reagieren wenn er z.B. deutschstämmiger Nürnberger wäre...
 
Auch bei der AZ liebt man Rafati

Zurück zum Trauerspiel: Obwohl die Mannschaft beide Vorbereitungsspiele im türkischen Trainingslager gewann, war der Auftakt im Frankenstadion mager. Frantz, Gündogan und Nilsson fehlten. Einer der ersten Konter brachte das Tor für Gladbach nach Hereingabe des Neuzugangs Hanke, schade dass Schäfer mit etwas besseren Augenmaß den verhinderbaren Vollspanntreffer von Neustädter nicht mit der Faust unterbinden konnte... danach nahm das Spiel einen Verlauf wie verhext. Der Gipfel war wohl der Nordkurven-Sprechchor "Sch... Rafati" gegen Ende der zweiten Halbzeit, und der kam nicht nur aus dem Lager der Ultras. Beherzt rannte der Glubb gegen das Gladbacher Tor und versemmelte reihenweise Großchancen. Und dann der Unparteiische. Alles der Reihe nach:

Minute Nr.:
13. Der Linienrichter sieht eine Ecke von Ekici im Aus.
27. Stranzl kommt spontan nach einem "Foul" nicht mehr hoch: Gelb für Wollscheid, der die Welt nicht mehr versteht
33. Wollscheid wird von Stranzl im 16er richtiggehend niedergerungen, Pfeife bleibt stumm
34. Rafati pfeift einen Nürnberger Einwurf ab
50. Stranzl benützt am Boden die Hände, Pfeife bleibt stumm
70. Wollscheid wird durch Idrissou im 16er gefoult, Pfeife bleibt stumm
77. Die Krönung, Gladbachs Keeper läßt den Ball fallen, hält ihn nicht mehr fest, Mendler klaut die Kirsche und netzt ein. Rafati sieht hier... was eigentlich? Alles, und vor allem kein Tor
85. Eigler wird von Levels im 16er geschoben, jetzt pfeift Rafati fünf Minuten vor Schluß einen Elfer.
Dauernd: Wie oft der Schiri im Spiel unsere Freistöße abgepfiffen hat und wiederholen ließ, kann man gar nicht zählen. Passierte meist, um den Spielfluß kleinlich zu unterbrechen.

Nach dem Spiel äußerte sich Fifa-Mann Rafati nicht zu seiner Glanzleistung, vielmehr pfeift er Mittwoch das zweite Pokalspiel Koblenz gegen Lautern. Trotzdem bekam er nach dem Spiel Besuch in der Kabine durch Schiedsrichter-Beobachter Aron Schmidhuber, es soll angeblich lauter geworden sein. Gesetzt dem Fall, Rafati hätte in einem Bauern-Spiel die Partie ähnlich gepfiffen, wäre das Thema auch eine Woche später noch nicht vom Tisch und Wurst-Uli hätte längst seinen Kopf gefordert. Zufällig haben wir Kontakte zu einem angehenden Jungschiri. Beim letzten Schiri Lehrgang in Oberhaching wurden ungelogen hauptsächlich Szenen von wem gezeigt? Babak Rafati natürlich.

Mittlerweile wurde vereinsübergreifend eine Petition an den DFB eingerichtet, man möge uns Rafati und seine Fehlentscheidungs-Festivals in Zukunft ersparen:
http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/sperrt-babak-rafati-fuer-die-hoechsten-spielklassen
Auch auf Facebook gibt es schon einen Rafati Fanclub:
http://www.facebook.com/pages/Anti-Babak-Rafati

 


HÖHEPUNKTE DES SPIELS
Die trotzdem ruhigen Nerven der Glubbspieler während des Spiels. Ausnahme: Pino beim Kuschel-Elfer.

TOP:
-Philipp Wollscheid. War überall. Hinten fleißig und effektiv, vorne stets präsent. Das sollten sich unsere Stürmer mal an den Frisierspiegel schreiben.
-Jens Hegeler. Wirkt neuerdings nicht mehr so lustlos in seiner Gestik, spielerisch immer mit Druck und Spielwitz.
-Christian Eigler. Ungewohnt belebend für das Spiel.

FLOP:
-Juri Judt. Hatte einen wirklich schlechten Tag. Von Heckings prognostiziertem "neuen" Judt, der offensiv gewaltige Fortschritte gemacht habe, war nichts zu sehen. Stattdessen Fehlpässe und mangelnde Spritzigkeit.
-Andy Wolf. Nicht wirklich schlecht. Aber eine Spieleröffnung durch den Käptn fand selten statt. Mais o menos...
-Pino. Trotz seiner Offensivbemühungen kostete uns sein Elfer den Sieg.
-Simons. Ein Schatten seiner selbst, kam oft erst zu spät.
-Mehmet Ekici. Schoss schon bessere Standarts, als Regisseur trotz Nationalmannschaftsbonus überfordert.

STIMMEN ZUM SPIEL

Mehmet Ekici: "Die Schiedsrichterentscheidungen müssen wir so akzeptieren."

Raphael Schäfer: "Wir mussten uns erst finden, haben Gladbach die ersten 20 Minuten machen lassen"

AZ Kommentar: "Rafati Absicht zu unterstellen, verbietet sich. Aber niemand verbietet es dem DFB, Rafati absichtlich nicht mehr zu Spielen mit Club-Beteiligung abzustellen."

Pinola: "Werde noch mehr üben."

Andy Wolf mit zitternder Stimme und fassungslosem Blick, stotternd: "Ich kann leider nichts über die Schiedsrichterleistung sagen, weil ich wohl sonst bis ans Ende meiner Tage gesperrt würde."

NN: "Rubin Okotie: Die Bundesliga-Minuten Nummer drei bis 18 wird man schnell wieder vergessen in Nürnberg."

Pinola: "Wir müssen endlich kapieren, dass 45 Minuten nicht reichen."

NN: "Juri Judt: Der rechte Verteidiger war vor der Pause ein Sicherheitsrisiko."

Zuschauernachbar im Block 5 zu Rubin Okoties vergeblichen Bemühungen: "Ja wos is denn eitz dess für aahner?"
 


18.12.2010: FCN - HANGOVER, 3:1. WIEDERGUTMACHUNG, POKALSPIEL WIRD VERSCHOBEN

Angemessen. Verdient. Berechtigt. So kann man den letzten Heimsieg nach langer Durststrecke in diesem Jahr beschreiben. Der Glubb kontrollierte das Spiel über weite Strecken, und Hangover wird so langsam unser Lieblingsgegner. Kleiner Wermutstropfen nach dem Wochenende: Das Pokalspiel gegen Offebach muß wegen Schnee und Eis auf Januar verschoben werden. Außerdem verläßt Isaac Boakye den Glubb zur Winterpause, Danke für die wichtigen Relegationstore, Isaac!
 
Nach dem Tor von Schieber war eitel Sonnenschein im ver-
schneiten Frankenstadion: Die Mannschaft eskortiert das
schwäbische Kopfballungeheuer.
Dass nach dem glücklichen Unentschieden gegen Hoppenhausen nun doch so ein deutlicher Sieg gegen Heckings alten Verein folgen sollte, hatten nur die überzeugte Optimisten erwartet. Auch wenn nur die beinharten Fans den Weg ins Stadion fanden und das Eventpublikum bei winterlichen Wetter zuhause blieb, war die spielerisch anspruchsvolle Partie von einer tollen Stimmung begleitet. Immerhin dominierte die Heimmannschaft über weite Strecken und zeigte vor allem technisch ihre Überlegenheit. In diesem Kontext fragt man sich, warum gegen Dortmund mit dieser Mannschaft nicht mehr zuhause drin gewesen wäre, zumal der Herbstmeister BVB gegen Frankfurt ja Federn lassen mußte. Dort machte Gekas den Unterschied, in Nürnberg war es am Samstag wohl Pino, der nach seiner Sperre tüchtig und vor allem offensiv aufspielte. Er trug die Bälle über seine linke Abwehrseite schnell übers gegnerische Mittelfeld, während auf der anderen Seite bei Rechtsverteidiger Judt die gewohnte Biederkeit herrschte. Doch auch im Mittelfeld (vor allem bei Gündogan und Ekici) war es ein guter Tag. Käptn Wolf erzielte außerdem seinen ersten Treffer via Fuß, der hölzerne netzt ja sonst immer mit dem Kopf ein.

Hannover schenkte dem Glubb nach gegenseitigen Abtasten ein Eigentor, Cherundolo netzte ins eigene Tor vor den Mitgereisten Fans in der Südkurve nach feinem Pass von Gündogan. Gleich danach dann das 2:0 nach - man höre und staune - Standart durch den eisernen Wolf und noch einige weitere Torchancen im Minutentakt. Nach der Pause sorgte der wankelmütige Schiri Winkmann für deutliche "Schieber"-Sprechchöre durch seinen Elfer für Hangover: Ein Freistoss wurde in die Mauer gedroschen, Pino versuchte sich mit seinen Armen zu schützen, und der kartenfreudige Pfeifenmann (4 Stück) sah das als Hand. Vielleicht sollte man bei Freistößen in Zukunft einfach auf Brusthöhe in die Mauer pfeffern, irgendein Spieler wird schon den lebenserhaltenen Reflex zeigen, der DFB-Mann erledigt dann den Rest. Für Herrn Winkmann und vor allem seine beiden Seitenlinienhiwis gibt es von unserer Seite aus die Note 5. Souverän und dem Spielfluß dienend pfeifen sieht anders aus.

Fazit: Ab dem 3:1 konnte eigentlich nicht mehr viel anbrennen, und das Ergebnis zeigte Hannover (betrachtet man z.B. ihre letzte Partie), dass sie eher mit Glück gerade am dritten Tabellenstand parken und nicht unbedingt dort hingehören. Der Glubb hätte nach diesem Spiel mehr Ergebnisglück bei den Tabellennachbarn vertragen, aber 22 Punkte in der Hinrunde sind auch voll korrekt.

TOPP:
-Zuzusehen, was plötzlich über links passierte, als Pino wieder dabei war. Der Argentinier veranstaltete 300 % mehr Unruhe als drüben auf Judts seite und untermauerte erneut seine Wichtigkeit für die Nürnberger Spieleröffnung.
-Endlich sah man Okotie einmal live für ein paar Minuten, ich dachte schon, er existiert gar nicht.
-Almog Cohen: Erneut zwei Kluges und ein Gattuso in Personalunion mit der Laufleistung eines VW Käfers.
-Hannover war trotz Elfer und Eigentor mit diesem Ergebnis noch gut bedient.

FLOP:
-Manch seltsamer Pfiff durch Schiri Winkmann, der nicht besonders sicher wirkte.
-Manch hartes Foul der Hannoveraner, die zunehmend um sich holzten. Ob gegen Schlaudraffs Nachtreten ermittelt wird? natürlich nicht.
-Es fehlt neben Schieber einfach die zweite gefährliche Spitze beim Glubb.

STIMMEN ZUM SPIEL

Julian Schieber: "Ich musste nur den Kopf hin halten, dann war der Ball drin."

Mehmet Ekici: "Wir wollten heute aggressiv spielen und haben als Mannschaft sehr gut funktioniert."

Dieter Hecking über das Spiel ab der 20. Minute: "Hannover hat in dieser Phase gewackelt und wir haben das mit einem Doppelschlag ausgenutzt."

(Guten Morgen) Mirko Slomka: "Wir haben heute erkannt, dass wir 90 Minuten auf Topniveau spielen müssen, um zu bestehen."

Bild Zeitung: "Wie verflucht! Ohne Ya Konan geht bei 96 nix."

Jan Schlaudraff (H96): "Heute waren wir so schlecht, da hätte uns der beste Spieler der Welt wahrscheinlich nicht geholfen."

 

TRANSFERANGEBOT AUS HAMBURG

Im Vorgriff auf das kommende Transferfenster in der Winterpause erhielten wir von einem Bekannten aus Hamburg ein interessantes Angebot. Wer also sagt, dem Glubb geht es schlecht, der soll sich mit den Problemen anderer Vereine hier trösten:

Anfang Mail:

_______

Okidoki!
Will sich der Club vielleicht in der Winterpause verstärken? Ich wüsste da ein paar Spieler die der Club gern von meinem Verein mit Kusshand haben könnte (ich schreib mal den aktuellen Marktwert von transfermarkt.de dahinter):

- Ze Roberto 4.000.000,- Euro
- Ruud Van Nistelrooy 7.000.000,- Euro
- Guy Demel 4.000.000,- Euro
- Frank Rost 2.500.000,- Euro
- Eljero Elia 17.000.000,- Euro
- Robert Tesche 2.000.000,- Euro
- Piotr Trochowski 7.000.000,- Euro
- Paolo Guerrero 8.000.000,- Euro
- Mladen Petric 8.500.000,- Euro

Gesamt: 60.000.000,- Euro

Angebot für Dich: 
abzgl. 50% Restpostenrabatt
= 30.000.000,- Euro
plus: ein kompletter Vorstand, ein Aufsichtsrat und einen Sportdirektor-Praktikanten als Naturalrabatt kostenlos oben drauf!

Komm schlag ein! Ein echtes Schnäppchen!

Mahlzeit,
Schwingo

_______

SAMSTAG: 11.12.2010: TSG HOFFENHEIM VS. FCN, 1:1

Für uns in Hoppenhausen: verdi-Generalbeobachter Roland Hornauer.

Hoffenheim : Clubb - ein dreckiges Eins zu Eins!

Standarts: Grüppchenbildung mit Anfassen.
Nach langen Wochen, über ein viertel Jahr, endlich mal wieder eine Auswärtsfahrt für mich. Wetter-bedingt. Erst vor zwei Tagen stand der Verkehr flächen-deckend still in Franken, so ging es dieses Mal mit dem Fanbus nach Sinsheim. Etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der "Sitz"nachbar ein echter Stehplätzler ist und die komplette Hin- und Rückfahrt stehend mit einer Flasche Wässerchen und über seine Beziehungsprobleme ("ich brauch eine Frau die zum Fußball geht, sonst habe ich mit der daheim nichts zum Reden") lamentierend verbrachte. Leider, angesichts des interessanten Themas war schnell der neue Fußballtempel der Hoffenheimer Traditionsmannschaft erreicht.

1899 Hoffenheim ist vermutlich die einzige Traditionsmannschaft der Welt wo ich alle Pflichtspiele dieser Elf mit unseren ruhmreichen Clubb live verfolgen konnte. Vor dem Stadion verdrückte ich noch eine seltsame Wurst, sah von außen aus wie ein Wienerle, innen eher wie eine Debreciner und schmeckte geräuchert leicht scharf und gleich ging es rein in die Arena. Das Vorprogramm: Gewöhnungsbedürftig. Ein scheußliches Musikprogramm-. Wie zur Verhöhnung Campinos wurde ein Song als das Lied von "Die Chefs", den Toten Hosen Hoffenheims, angekündigt. Die Heimfans, alle fast einheitlich mit neuen Fanklamotten ausgestattet, Schals und Ähnliches wurden wohl erst vor 3 Jahren in dieser Gegend erfunden, waren kaum zu hören. Dies blieb auch während des Spiels so. So ein schönes Stadion und so eine Friedhofsathmosphäre! Zum Glück gab es die Glubb-Fans die für eine Geräuschkulisse sorgten.  Bei der Hoffenheimer-Version "Die Legend lebt" werden die Schals wohl geschüttelt oder gerührt statt hochgehalten?

Zum Spiel: Unsere Helden waren in der ersten Halbzeit ziemlich neben der Spur. Kaum wurde der Ball erorbert, gab es einen Fehlpass oder ein Zweikampf ging an der Mittellinie verloren. Um den Titel Fehlpasskönig bewarben sich insbesondere Simons, Gündogan, Frantz und natürlich wie gewohnt unser Andi. Hoffenheim versuchte nach der Ballerorberung schnell nach vorne zu spielen und wurde meistens im letzten Moment am und im Strafraum häufig durch Zufall oder Glück gestoppt. Weil der Angriffsschwerpunkt links lag, war unser kleiner Juri mehr als ausgelastet. Zusätzlich musste er nach einer Ecke die dickste Chance einen relativ flachen Ball natürlich per Kopfball von der Torlinie klären. Gut wenn man nicht zu groß ist bzw. ein anderer Spieler hätte sich die bunten Fußballtreter dabei wohl schmutzig gemacht. Hoffenheim war zwar gefährlich, aber so richtig zwingende Chancen spielten sie nicht heraus. Da wollten wir doch den ruhigen Nachmittag des Hoffenheimer Torwarts nicht stören, nur Maroh schoss in der 41. Minute nach einer Ecke einigermaßen gefährlich nach, so dass Haas klären musste. So ging es Null zu Null in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte war zu merken, dass Hecking ein schnelleres und passsicheres Spiel verordnet hatte, allerdings hatte er vergessen anzuweisen Torwart Haas zu beschäftigen. Die Kraichgauer blieben überlegen, auch spielerisch und so kam es wie es sich bei den vielen Standards in der ersten Halbzeit andeutet. In der 56. Minute kam ein Eckball auf Compper gesegelt und er köpfte ihn wenig gestört ein. Andi Wolf hat wieder einmal ein kurzes Päusschen eingelegt. Anschließend bemühten sich unsere verstärkt und sichtbar nach vorne zu kommen, allerdings ideen- und damit chancenlos. Lediglich Hegeler wurde bei einen Drehschuss im letzten Moment geblockt. Die Hoppjünger vergaben zum Glück die Konterchancen kläglich bzw. einmal rettete unser Raphael großartig und lenkte einen Schlenzer von Salihovic in der 81. Minute in klasse Manier gerade noch über die Latte. Als Hoffenheim sich vorbereitete, durch letzte EinWechslungen die Uhr verstreichen zu lassen, geschah das Unerwartete. In der 87. Minute hatte plötzlich Ekici vor dem Hoffenheimer Strafraum Platz und einen Geistesblitz, indem er unserem "Joker" Eigler maßgenau steil in den Strafraum schickte, der dann aus zentraler Position clever und sofort an Haas vorbei einschoss. Trotz des sofort laut skandierten "AuSwärtssieg, Auswärtssieg" aus der Kurve schaffte unser Clubb keinen Treffer mehr, sondern musste mit einen sehr glücklich erkämpften Punkt die Heimreise antreten.  Leider war der Fan-Bus schneller am Valznerweiher (2:15 Std.), als mich der ÖPNV dann von dort nach ER-West (3 Std.) brachte. So ist es halt mit der Globalisierung. Roland Hornauer

STIMMEN ZUM SPIEL

Torschütze Christian Eigler: "Viele werden jetzt wohl sagen: Ausgerechnet der Eigler" ... "Die Unterstützung war überragend. Die Fans standen wie eine Wand hinter uns, waren viel lauter als die Hoffenheimer."

Glubbtrainer Dieter Hecking: "Der Christian hat das Tor verdient. Er reißt sich immer den Arsch für uns auf."

Glubbtrainer Dieter Hecking "Die Art und Weise des Punktgewinns war alles andere als zufriedenstellend"

AZ Forum: "Ausgerechnet Eigler" lautet die wohl abschätzig gemeinte Überschrift! Aber diese müßte eigentlich heißen: "Wer sonst als Eigler!"

Hoppenhausen-Verteidiger Andreas Beck, dessen Probleme wir gerne hätten: "Wir sind einfach nicht gierig genug, Tore zu schießen."

Hoppenhausen-Verteidiger Marvin Compper (hat das selbe Problem wie der "Glubb-is-a-Depp"): "Wieso gelingt es uns nicht, den Deckel drauf zu machen? Das passiert uns viel zu oft."

Der verletzte Ex-Hoppenhausener Pelle Nilsson zum Unterschied befragt: "Hier herrscht einfach ein ganz anderes Interesse am Verein. Egal, ob beim Spiel, beim Training oder in der Stadt. Das ist hier eine richtige Fußball-Kultur. Ich habe hier in den vergangenen paar Monaten schon viel mehr Autogramme schreiben dürfen als in meinen gesamten drei Jahren in Hoffenheim."

SONNTAG, 05.12.2010, FCN VS. BVB: 0:2

Wichtig, dieses Spiel mit etwas Abstand zu betrachten, denn bei dichtem Schneetreiben und vom allgemeinen Verkehrschaos wegen des Wetters rund um die vierte Niederlage in Folge genervt, bewertet man aus der Kurve das Spiel vielleicht zu negativ. Dortmund hat nun mehr als doppelt soviele Punkte wie der Glubb und wohl damit den Klassenerhalt sowie den Herbstmeister bereits Anfang Dezember geschafft. Davon sind die Glubberer leider noch weit entfernt.
 
Mit dem Auto ins Stadion: Vielen Dank auch an den VGN und weiter schönen
Winterschlaf!
Immerhin nur 2:0 verloren, auch wenn ein Unent-schieden auch ganz OK gewesen wäre. Aber da ist halt die altbekannte Schwäche bei Standarts, und nachdem neulich Trainer Hecking gleich die ganze Niederlage Ende November auf seine Kappe nahm, mußte nun Andy Wolfs Kappe herhalten für das 0:1 nach Standart, denn der Käptn ließ beim Freistoß zum Tor Mats Hummels ziehen und spekulierte auf Abseits. Weiter: Schade, dass Schieber am Anfang der zweiten Halbzeit nach schönem Solo von links nahe der Grundlinie zu Robert Mak schieben wollte statt selber zu verwandeln. Ich hätte gerne mal einen ratlosen Klopp gesehen. Aber gegen die Dortmunder ist wohl in der Hinrunde kein Kraut gewachsen. Zwei Minuten vor Schluß war man dann mit dem Konter zum 0:2 entgültig bedient und ging betroffen nach Hause. Das obligatorische Lob vom gegenerischen Trainer kann man in der Nachberichterstattung schon nicht mehr hören.

ZITATE NACH DEM SPIEL:

BVB-Coach Jürgen Klopp: "Umso schwerer es war, in Nürnberg zu bestehen, desto besser fühlt sich der Sieg an." ... "Ein offenes Spiel. Der hellste Moment für uns war das 1:0."

Glubb-Trainer Dieter Hecking: "Der BVB hat eine tolle Vorrunde gespielt und ist deshalb nicht unser Maßstab." ...zum 0:1 "Das war unser dunkelster Moment."

Jens Hegeler: "Wir waren gegen Dortmund zumindest nicht chancenlos, das stimmt mich optimistisch."

Dominic Maroh: "Ich bin zuversichtlich, dass der Trainer die richtigen Worte finden wird."

Andreas Wolf: "Der Ball zum 1:0 geht leider auf meine Kappe. Ich sehe, dass es ein langer Ball ist und versuche Hummels ins Abseits zu stellen. Leider klappt das nicht, was mich jetzt sehr ärgert."

TOP:

Marvin Plattenhardt machte ein gutes Debut als Linksverteidiger. Schön, endlich einen Backup für Pinolas nächste Zeitstrafe zu haben.
Die Zecken-Fans waren teils lauter als die Glubb-Nordkurve, Respekt!
Almog Cohen: In der Anfangsformation rannte und störte der Israeli wie aufgezogen. Sein Gegenteil war wieder mal Jens Hegeler.

FLOP:

-Harmlose Standarts und ein ideenloses Mittelfeld sowie die bitter fehlenden Spieleröffner Pelle und Pino sorgten für magere Chancenausbeute. Gott laß die Hinrunde glimpflich enden! Ich kann es nicht mehr sehen, wenn entweder der Ball an der Mittellinie schon verloren geht oder hilflos in die gegnerische Hälfte gedroschen wird. Man hatte das Gefühl, dass der BVB heute nur das allernötigste machte.
-Die Negativserie. Vier Niederlagen, an denen wie 2009 eine Unbeherrschtheit eines Schlüsselspielers Schuld ist.
-Die einzige Spitze Schieber kann einen leid tun, es bedarf nur zwei Verteidiger und schon ist der Glubb vorne chancenlos.
-Die Ultras in der Kurve. Dröges Absingen von Chorälen statt Anfeuerungen.
-Schon am nächsten Spieltag können Mannschaften an uns nur mit drei Punkten vorbei ziehen. Vielleicht wacht dann jemand auf in der Mannschaft?
-Der VGN: Pünktlich zum Glubbspiel mal wieder Streckensperrung Richtung Fischbach/Feucht. Der Schienenersatzverkehr bestand aus einem Bus, der die Kapazität einer ganzen S-Bahn aufnehmen sollte. Was haben wir gelacht, das war nämlich richtig zum weinen!
 

26.11. MAINZ 05 VS. FCN: 3:0

Was soll man über ein dummes Spiel mit dummen Verlauf noch recht viel sagen? Lieber erstmal den Mund halten und sacken lassen. Und dann nüchtern analysieren. Selbst das fällt schwer.
Die Mainzer Standarts waren unwirksam. Ups, falsche Saison!
PRO: Im Gegensatz zu den voran- gegangenen Spielen bemerkte man eine steigende Bissigkeit bei den Glubberern. Hätte, sollte, müßte... Frantz trifft zum 0:1 und es wäre anders gelaufen. Lief es aber nicht. Ohne Standarts hätte allerdings Mainz wenig erreicht. Immerhin gab es vom Gegner hinterher ein Kompliment. Halbwegs gut: Jens Hegeler, Andy Wolf, Ilkay Gündogan.

CONTRA: Als Gesamteindruck: Das Nürnberger Spiel ist leicht zu durchschauen, wenn dann noch die Spieler Fehlpässe ins Leere fabrizieren und Vorgaben des Trainers nicht umsetzen, ist die Niederlage vorprogrammiert. Es fehlte Pinolas Spieleröffnung und ein zweiter Andy Wolf. Maroh konnte Nilssons Lücke nicht schließen. Ob das Kompliment vom Gegner hinterher eher sarkastisch gemeint war, bleibt offen. Eher schwach: Christian Eigler, Dominic Maroh, Pascal Bieler.

Presseschlagzeilen:

BILD: Hecking tobt: Wir sind die Standart Deppen!
NN: Der Club steckt ratlos im Punkteloch
AZ: Heckings Wutrede
NZ: Heckings Zorn auf die Standart Schläfer

ZITATE NACH DEM SPIEL:

Dominic Maroh: "Wir haben praktisch keine Chance aus dem Spiel heraus zugelassen, Mainz führt trotzdem 2:0"
Dieter Hecking: "Das war in der ersten halben Stunde ein richtig gutes Auswärtsspiel meiner Mannschaft, Mainz hat keine Mittel gefunden, ins Spiel zu kommen.  ... Auch wenn das Foul, das dem Freistoß vorausging nach meiner Ansicht keines war, liegen wir 2:0 in Rückstand und laufen dann in das 3:0. Das schmälert den Sieg von Mainz nicht, wenn er auch zwei Tore zu hoch ausgefallen ist."
05-Trainer Thomas Tuchel: "Die Spieltstatistik belegt, wie eng das Spiel war, enger, als es das Ergebnis aussagt. Nürnberg war ein zäher Gegner, wir haben relativ viele Fouls gebraucht ... Ich bin froh über den letztlich verdienten Sieg, obwohl das Spiel deutlich knapper war."

Letzte News:
Charisteas verlässt Arles-Avingon
Nach nur drei Monaten in Frankreich verlässt der frühere Bundesligastürmer Angelos Charisteas Tabellenschlusslicht Arles-Avignon. Der 30-jährige Grieche will sich in der griechischen Heimat fit halten und auf Angebote in der Transferperiode ab Januar warten.

20.11.2010, FCN VS. K'LAUTERN: 1:3 HECKINGS KAPPE

Die AZ titelte danach ein angebliches Hecking Zitat. "Das geht auf meine Kappe." Schade, dass hierbei die Mannschaft mit ihrem Schmusekurs der ersten Halbzeit auf dem Platz unerwähnt blieb.
Käptn Wolf saß nach dem Elfer auf seinem Hosenboden.

Ärgern. Mehr kann man nicht über das Spiel, bzw. dessen Nachwirkungen sagen. Auch mit zwei Tagen Abstand ärgert man sich ohne Ende. Über einen Trainer, der die Verteidigung nach dem Learning-By-Doing-Prinzip auf dem Spielfeld nachnominiert. Über eine verschlafene erste Halbzeit, das Generalproblem unserer Ersthalbzeit-Schnarchtassen. Und Respekt für die Gegner, die das leicht zu durchschauende Glubbspiel mittlerweile gut beobachten und dies ausnützen. Vielleicht wäre es umgekehrt nützlich gewesen, vor dem Spiel einmal ein früheres Ergebnis ins Gewissen zu rufen, in dem Lautern genauso spielte, dass der Glubb damals abstieg.

Unterm Strich war das Spiel bereits entschieden, bevor es noch richtig angefangen hatte. Wer nach kurzer Zeit 0:3 im Rückstand ist, dreht das Spiel nicht mehr, es sei denn man heißt Mainz oder Lautern eben. Oder Gladbach an einem guten Tag. Es fällt schwer, überhaupt einen Glubbspieler am Samstag zu loben... lobenswert war aber der Kampfgeist, den der vielgescholtene Kapitän Andy Wolf mit viel Wut im Bauch in der zweiten Halbzeit entfesselte. Hätte unser Rückpassorientiertes Mittelfeld ebenso gespielt, hätten die Jungs die Partie noch gedreht, denn als das 1:3 nach dem 0:3 folgte waren die Fans sofort zur Stelle im Stadion. Danke dann an Andy Wolf für den vergeigten Elfer, es nützt nicht, in Pinos Robin-Hood-Kostüm zu schlüpfen und die Partie allein zu gewinnen. Ich wünsche mir keinen anderen Wolf, ich wünsche mir vielleicht einfach mal Timmy Simmons als Elferschütze. Böse Zungen aus der holländischen Liga behaupten nämlich, das er das kann. Elfer verwandeln.

Wehe, jetzt kommt einer mit "Mund abputzen, Mainz besiegen" daher! Zuerst einmal das eigene Spiel analysieren und aus den Fehlern lernen. Vor dem Anpfiff in Mainz einen Wecker in der Kabine klingeln lassen, und kratzen und beissen und nicht wieder die Gegenspieler in den eigenen Strafraum als Anstandswauwau mit Sicherheitsabstand begleiten.

PRO:
*Grübel*
-Ach ja, der Sololauf von Robert Mak und sein Einstandstor.
-Meistens der Käptn mit seinen Sturmläufen. In der zweiten Halbzeit war er überall. Und Herz statt Technik funktioniert bei Wolf nicht nur in der Innenverteidigung sondern auch im Angriff.
-Philip Wollscheidt. Solider Verteidiger mit Perspektive.

CONTRA:
-Dario Vidosic. Man darf sich zweimal vernaschen lassen. Aber nicht öfter.
-Dieter Hecking. Er hat schon viel richtig gemacht. Gegen Lautern aber viel falsch, außer Mak und Wollscheidt.
-Raphael Schäfers Leistung war unter seinem Niveau. Trotzden sind wir froh, dass kein Blacek im Tor steht.
-Pascal Bieler wurde vor dem Spiel zu sehr gelobt. Für seinen Gehalt sollten von 10 Flanken auch mehr als eine ankommen. Das 0:3 darf er sich auch gerne nochmal im Video anschauen.
-Ekici und Gündogan. Von Schaltzentrale keine Spur.

WEISHEITEN ZUM SPIEL

Dieter Hecking: "Wir waren insgesamt zu schläfrig und in den Zweikämpfen nicht aggressiv genug."

Jens Hegeler: "Wir müssen im nächsten Spiel wieder hellwach beginnen und sofort in die Zweikämpfe kommen. In der ersten Halbzeit haben wir die Punkte verspielt."

Raphael Schäfer: "Man hat heute schon an der Körpersprache gemerkt, dass es nicht passt."

 

14.11.2010, FCB VS. FCN: 3:0

Also als Fan bin ich enttäuscht, man braucht gar nicht um den heißen Brei herum reden: Eine klare Auswärtsniederlage im Fröttmaninger Schlauchboot. Ich runzel' mir immer noch die Stirn, ob das die selbe kampfgeile und moralisch starke Glubbmannschaft der letzten Spiele war, die ich am Sonntag Abend sah.
 
Den Marsch geblasen bekommen. Kommt vor und ist momentan für die Glubberer
vielleicht ganz hilfreich.
Zieht man Bauerndusel und ihrem Schirivorteil ab, hat der Glubb seine wenigen Chancen nicht genützt. Nichts gegen Pinos Traumschuss, der knapp das Eck verfehlte, aber Schieber hatte später zumindest einen sicheren Treffer auf dem Fuß. Den muss man machen und nicht die 2500 mitgereisten Fans mit einem "zu Null" der Bloßstellung beim Nachhauseweg überlassen. Viel schlimmer: Die Glubb Profis agierten supervorsichtig und hatten statt Zweikampfbissigkeit immer zwei Meter Sicherheitsabstand zu ihrem Gegenspieler. Gegen eine Mannschaft, die gegen die Schießbude der Liga im letzten Spiel nur ein Unentschieden macht, hätte auch für unser Team was drin sein können. Warum habt ihr das nicht genutzt? Volles Pressing gleich von Anfang an hätte die Bauern überrascht, denn die haben sicher einen Nürnberger Betonriegel erwartet.

Über Pinos Unbeherrschtheit kann man nur den Kopf schütteln, über Schweinsteigers Rempler vorher spricht natürlich kein Mensch in der Presse. Sauer sind wir Fans sowieso, weil sich unsere Mannschaft dermaßen hat vorführen lassen! Richtig sauer!

Somit gärt die Rache fürs Rückspiel, geschürt durch selbstherrliche Bilder aus den Logen des Stadions und einen natur-eitlen Mario Gomez. Das Thema Breno sollte nun auch zu Ende sein für den Glubb. Auf die Hassliste kommen außerdem ein Herr Kroos. Ein bisserl Respekt für Pranjic, ohne den die Bauern sicher schlechter da stehen würden im Moment, Moderator Thurn & Taxis hat sich dieses Mal in seiner bajuwarischen Selbstherrlichkeit spürbar zurück gehalten. Ihm sollte trotzdem mal eine kabarettistische Sendung gewidmet werden.

HELDEN

Andy Wolf, teilweise Pino und ab und zu mal Judt, die sich nie mit einer Niederlage abfinden wollten. Teilweise Schieber, der sich die Chancen halt dann selber erarbeitete. Sonderpreis für den Elfmeterschützen Mario Gomez! Raphael Schäfer (trotz seiner bekannt mäßigen Strafraumbeherrschung).

FLOPS

Leider: Unsere Dribbelkünstler aus der Newcomerabteilung, welche sich dauernd Bälle vom Fuß klauen ließen. Schweinis Ellbogenattacke. Pinos Reaktion drauf, er lernt einfach nicht mit seinem Temperament umzugehen. Die Bauern-Klopapierwerfer.

ZITATE DES TAGES

Andy Wolf: "Spucken geht gar nicht. Aber was Schweinsteiger abzieht, genauso wenig. Er erzählt was von Vorbildern und kleinen Kindern. Und erwähnt mit keinem Wort, was das Ganze ausgelöst hat."

Raphael Schäfer: "Wir können froh sein, dass es nur drei Tore waren"

Karheinz Rummenigge zum Gomez-Elfer: "Da hat sich Mario vielleicht den Uli Hoeneß von Belgrad zum Vorbild genommen."

 

6.11.2010, 1.FCN VS. 1.FC KÖLN: 3:1

Wohin mit all der Freude, das ist man ja gar nicht mehr gewohnt! Vor einem Jahr hingen dunkle Wolken über den Glubb, heuer spielt die Mannschaft auch unter dunklen Wolken sensationell. So kann es gerne weiter gehen.
Was jetzt? Hegeler allein unterwegs zum Kölner Tor. Dann Paß zu Schieber
der mitläuft... (rechts) 3:1

Früher wäre ein wieder erstarkter FC Köln nach Trainerwechsel ein schwieriger Gegner gewesen, heuer muss man sich nicht unbedingt Sorgen machen, die Jungs werden das schon schaukeln.

Los ging es bereits in der zehnten Minute, als Jens Hegeler (spielte als Jugendlicher einst bei Köln) mit einem gefühlvollen Schuss nach Eigler-Art über den Torwart in Eck netzte. Den Kölnern genügte dann sechs Minuten später das bekannte Gerangel nach einer Ecke für den Ausgleich. Damit gibt man sich in Nürnberg neuerdings aber nicht mehr zufrieden, und ausgerechnet Gündogan verwandelte mit seinem ersten Kopfballtor zur erneuten Führung kurz vor der Pause und man gab den Kölnern somit viel Frust mit in die Kabine.

Das 2:1 stand auch lange Zeit, die Kölner spielten respektabel und machten Druck, ideal also für die Glubberer, die ja nicht gerne das Spiel machen, sondern viel lieber aus der Defensive blitzartig kontern. Heutzutage das einzig probate Mittel in dem von Taktik und Spielerketten geprägten modernen Fussball. In der 90. Minute dann so ein Konter, Hegeler sprintet mit dem Ball alleine aufs Kölner Tor, wird langsamer, schaut hinüber zu dem aufgerücktem Schieber und legt ihm auf zum vollstrecken. Früher ging sowas schief oder der Glubb kassierte selber in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Heuer ist halt alles anders. Und das kann gerne so bleiben. Lustig die Schlagzeilen, denn die lokale Presse freut sich die Negativschlagzeilen aunausgepackt zu lassen. Die überregionale Presse ignoriert den Glubb eh traditionell, was wir persönlich gar nicht schlimm finden.

HELDEN

Gratulation neben der gesamten Mannschaft auch an Jens Hegeler. Der 1. FC Köln sortierte ihn einst aus, er ging über einen türkischen Verein in Köln zum Erzfeind Leverkusen und dort über den VFL zu Bayer, wurde nach Augsburg verliehen und spielte, wenige erinnern sich, in den beiden Relegationsspielen 09/10 gegen seinen zukünftigen Verein FCN.

Raphael Schäfer. Tritt in letzter Zeit etwas in den Hintergrund, hielt aber wie eine Zecke und hatte somit ganz großen Anteil an dem letztendlich halbstabilen Sieg. Pardon, diesmal faustete er mehr als festzuhalten.

SCHLAGZEILEN LOKALE PRESSE

NN: "Der Club spielt sensationell: bester Saison-Start seit 21 Jahren."

Bild: "Die Club-Fans sind nach dem besten Saisonstart seit 19 Jahren richtig zuversichtlich."
AZ: "Das magische Elf-Eck"
Bild: "Gündogan trifft per Kopf und träumt von ManU"

ZITATE

Glubb-Blog: "Jetzt fahren wir erstmal mit breiter Brust in die ArroganzArena!! Aber vorsicht: Gegen Mannschaften aus dem unteren Teil der Tabelle tut sich der Glubb immer schwer!"
Martin Bader: "Es ist schön, mal nicht mit dem Messer an der Kehle nach München zu fahren."
Ilkay Gündogan: "Ich kann mich in meiner Karriere an kein Kopfballtor erinnern, aber das ist auch kein Wunder, wenn man kleiner als 1,80m ist."
Raphael Schäfer schaut nach vorne: "Wir müssen die Heimspiele gegen Kaiserslautern und Hannover gewinnen, dann hätten wir 24 Punkte und eine tolle Hinrunde gespielt. Jeder weitere Zähler würde es zu einer grandiosen Halbserie machen."
Jens Hegeler: „Ich komme ja aus Köln, also ist noch eine gewisse Verbundenheit da und somit kein Platz für Schadenfreude."
Hecking über Hegeler: "Dass er dann noch so ein Tor schießt, stand nicht auf meinem Plan."
Javier Pinola nach dem Spiel: "Wir werden auf dem Boden bleiben und ruhig weiterarbeiten."
AZ Forumseintrag: "Wo sind den die "BADER RAUS" Schreier jetzt?"
Gündogan und Hegeler auf die Frage nach dem magischen Dreieck: "Ich denke, wir sind ein magisches Elfeck."
 


30.10.2010, WERDER BREMEN VS. FCN: 2:3

Das fing ja gut an. 12 Jahre nicht mehr in Bremen gewonnen, bereits nach 5 Minuten lag Werder mit 1:0 vorne und wieder grüßte das Murmeltier. Wie beim letzten Spiel im März, als man zur Pause bereits 3:0 zurück lag.
 
Die erste halbe Stunde war dann auch spielbestimmt durch eine starke Bremer Mannschaft, deren Sturmtalent Arnautovic wie gehabt Großchancen versiebte. Fast wie Ex-Bremen und Ex-Glubberer Diekmeier im März 2010 gegen seinen Ex-Verein. Diesmal lief es aber anders, denn die Glubberer kamen zurück und machten goldrichtig vor der Pause den Ausgleich durch unser Goldstückchen Gündogan auf Vorlage durch Goldstückchen Schieber. Judt warf an der Seitenlinie geistesgegenwärtig zu Schieber ein, der überwandt Prödl mit einem Bauerntrick und statt spitz und direkt zu treffen legte er quer zu Ilkay, der einschob. Da hatten die Bremer dann in der Kabine nämlich genügend Zeit, darüber nachzudenken, dass diese Nürnberger Mannschaft eine andere ist als im März.

Was immer sich Bremen ausgedacht hatte wurde dann wertlos. Bereits kurz nach dem Halbzeitpfiff gab es dann ein wichtiges Tor, psychologisch ebenso super passend: Ekici verwandelte einen Abpraller nach Schiebers Torschuss durch Nachschuss nach bester Mintal-Manier zum 1:2. Dann schüttelten die Glubberer Chance nach Chance aus dem Ärmel, Bremen gelang fast nichts mehr gegen den Kreiselmäher Simons vor dem Strafraum und seinen Gefährten hinten. Ausser weiten Bällen kam nicht mehr viel von den Hanse-Städtern. Dann der wichtigste Treffer: Zweimal Aluminium durch Gündogan und Schieber und ausgerechnet Gündogan netzte nach Dribbling dann entgültig ein. Sah aus wie Scheibenschießen. Schmeichelhaft dann der zweite Bremer Treffer in der Nachspielzeit durch Pizarro.

HELDEN

Almog Cohen: Im defensiven Mittelfeld hatten die Bremer zwangsweise immer mit ihm zu tun, denn er war überall. Prädikat Gattuso. Mußte dann rotgefährdet für Hegeler ausgewechselt werden.

Simons/Wolf/Nilsson: Hatten zentral nach superschwacher Schwimmstunde in den ersten 30 Minuten alles im Griff.

Das goldene Dreieck: Gündogan, Schieber und Ekici sollten spätestens nach diesem Spiel deutschlandweit im Fußball bekannt sein. Die Nachberichterstattung in den überregionalen Medien sprach aber ein anderes Urteil. Vielleicht ganz gut so.

Mike Frantz: Wehrte als Ein-Mann-Mauer einen Bremer Freistoss heldenhaft ab.

STIMMEN ZUM SPIEL

MEHMET EKICI (BESCHEIDEN NACH DEM SPIEL): "Wir haben noch nichts erreicht."

DIETER HECKING: "Kompliment, aber wir dürfen die ersten 30 Minuten in der Bewertung nicht vergessen."

WERDER COACH THOMAS SCHAAF: "In der zweiten Halbzeit haben wir grausam gespielt. Es hat nichts mehr funktioniert. Wir haben - gefühlt - keinen Zweikampf mehr gewonnen. Deshalb ist es ein verdienter Sieg für Nürnberg."

ILKAY GÜNDOGAN: "Wir müssen uns bei Raphael bedanken, dass wir überhaupt noch eine Chance auf den Sieg hatten. Er war überragend."

ILKAY GÜNDOGAN: "Grundsätzlich ist es mir ja scheißegal, ob man uns ernst nimmt. Die beste Antwort geben wir ja mit den Siegen."

RAPHAEL SCHÄFER NACH DEM BREMER FÜHRUNGSTREFFER: "Ich dachte: Na toll, heute kriegen wir wieder drei oder vier Stück."
 

28.10.2010, SV ELVERSBERG - FCN: 0:3. AFFENTRETZEN

Affentretzen nennt man das gerne, wenn man als Übung beim Fussball einen Spieler in die Mitte eines Kreises stellt und die anderen Spieler drumherum positioniert. Der in der Mitte versucht sich den Ball von den anderen zu ergaunern, wenn er das schafft muss derjenige der das Leder verliert für ihn in der Mitte.
 

Der Glubb zu Gast in Elversberg im Rahmen der zweiten Runde DFB Pokal hatte dann doch nicht den Charakter einer Schlacht sondern war eine ziemlich klare Sache. Zum Schluss hin, als beim Bezirksligisten die Kräfte schwanden, hatte es dann fast etwas von Affentretzen, denn ein Glubbspieler war immer schneller am Ball als der nächste Saarländer. Allerdings Hut ab vor dem kleinen Verein, der in der ersten Runde den Bundesligisten Hannover 96 im Elfmeterschießen nach Hause befördert hatte. Als Glubberer hätte man im letzten Jahr die Befürchtung gehabt, dass die Profis vom Valznerweiher so ein Spiel auf die leichte Schulter nehmen. Ein Weiterkommen war aber gerade auch wegen der zu erwartenden Prämie für den Verein unverzichtbar. Normalerweise ein Vorzeichen, dass alles in die Hose geht. Aber die Mannschaft 2010 ist halt einfach eine Wucht. Nach langsamen Antasten und Taktieren in der ersten Halbzeit war es klar, wer das Spiel bestimmte.

Da Elversberg mit zwei Viererketten vor dem Strafraum so eine Art Maginot-Linie errichtete, musste die Artillerie also den Gegner knacken. So war es klar, dass Standarts für Punktgewinn zu sorgen hatten, und der Mann für diese Fälle, Mehmet Ekici besorgte das wie immer mit internationalem Niveau. Schieber nahm seine Ecke kurz vor der Pause (perfektes Timing) per Kopf auf die Hörner und netzte ein. Dann kam dann noch die umstrittene Elfmeterszene, bei der Pinola mit einer halben Schwalbe den nächsten sicheren Standart (Elfer verwandelte er selber) holte. Halbe Schwalbe? Ganz Fussballdeutschland bezeichnet das als Schwalbe, der erfahrene Glubberer kennt aber Pinolas Sturmläufe, die meistens von einem sehr holprigen Laufstil geprägt werden. Man meint immer, er fällt gleich von selbst auf die Nase wenn er Richtung Strafraum holpert. Sieht schräg aus, da reicht eine gegnerische Fußspitze für den Fall und so war es halt mal wieder. Ausgerechnet der zur Zeit außer dem Sturm wohl wertvollste Neuzugang Timmy Simons köpfte dann zum 0:3 Endstand.

Fazit: War ein hartes Spiel für Elversberg, denn sie rannten ständig ohne Erfolg entweder hinter dem Ball oder einem Nürnberger her, meistens beidem. Ballbesitz für den Glubb lag wohl bei 80 %. Die speziellen Gesetze des DFB-Pokals galten an diesem Abend aber nicht. Gruß und Tschüss ins Saarland, ihr wart tapfer, denn immerhin habt ihr ja Hannover in der ersten Runde entsorgt.

STIMMEN ZUM SPIEL

Julian Schieber: "In der zweiten Halbzeit verließen Elversberg ein wenig die Kräfte, deshalb stand das Spiel auch zu keiner Zeit auf der Kippe."

SV-Trainer Günter Erhardt: "Glückwunsch an die Gäste... nach dem Elfmeter waren wir geknackt."
 

23.10.2010, KOLUMNE IM .rcn 144

DIE KOLUMNE
DER WAHRE GLUBB

Heft .rcn 143 November 2010

Das positive an dieser Hinrunde: Bisher läuft es wie am Schnürchen. Wir sind weder Favorit noch wird etwas anderes vom Glubb verlangt, als die Klasse zu halten. Wurde auch Zeit nach zwei Jahren Fegefeuer der Läuterung. Abstieg, Trainerwechsel, Spieler-Fehlinvestitionen, Krise, nicht funktionierender Jugendwahn, Aufstieg via Relegation, eine Saison Dauerkarte für das Tabellenende und Klassenverbleib durch erneute Relegation. Das kostete schon alles Nerven! Und dieses Jahr? Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Mannschaft keinen Bock mehr hat auf das ständige Aufschieben von Leistung auf den Sankt Nimmerleinstag sondern lieber gleich gewinnt. Kurz vor Drucklegung: VW-olfsburg steht in Nürnberg kurz vor Schluss 2:1 hinten, der Glubb bekommt einen Freistoss vor dem Volksburger Tor und statt zu schießen machen Pino und Hegeler einen Kurzen zur Eckfahne vom Tor weg, dribbeln etwas herum und locken die Verteidiger raus und Hegeler tanzt dann in aller Seelenruhe drei, vier Gegner (Gündogan vorher genauso) aus und plötzlich brennt es im Strafraum. Derartig abgepfiffene Spielzüge sah man beim Glubb früher nicht. Seien wir also heilfroh, dass endlich professionelle Sicherheit und Perspektive herrscht am Valznerweiher. Da verschmerzt man dann auch mal eine blöde Niederlage gegen St. Pippi und grüßt entspannt hinunter zu den sogenannten Knappen auf/unter Schalke im Tabellenkeller. Ihr kennt noch diese Mannschaft, die uns zuletzt in die zweite Liga schoss? Auch gut: Man legt verschmitzt die Tabelle vom derzeitigen Spieltag in die Gefriertruhe, Glubb vor den Bauern gibt es ja auch nicht alle Tage. Das kann gerne so weiter gehen, wer noch nicht im Stadion war, sollte das langsam tun: es lohnt sich! Hut ab übrigens vor den Fürthern! Zweiter Tabellenplatz. Interessiert bloß niemanden und die wackeren Kleeblätter spielen trotzdem vor halbleerer Trolli Arena.
Ewald Funk

23.10.2010, FCN - VW WOLFSBURG: 2:1. BERECHTIGT GEWONNEN.

Unglaublich, wie die Meinungen über dieses Spiel auseinander gehen. Die Lokalpresse lobte einen nervenstarken Glubb, der sich nie richtig unterbuttern ließ, als die Wolfsburger die Muskeln spielen ließen. Mannschaftsgeist war groß geschrieben, und man merkt, dass es zwischen Trainer und Mannschaft funktioniert, was seit dem harten Hans in der Pokalsaision 2007 wohl das letzte Mal der Fall war.
 
Irgendwann verlegten sich die Wolfsburger aufs meckern statt zu spielen. Genial:
Diego labert den Schiri von der Seite aus an, unser Pino ist da natürlich auch vor
Ort, eh klar. :-)
Das war nun der dritte Heimsieg in Folge, und jedesmal kam man nach frühem Tor und Ausgleich wieder zurück, wir können uns also auf die nächsten Spiele freuen! Wenn da nicht alles schief geht, kann da noch etwas gehen. Wir müssen ja nicht Meister werden. Aber etwas Geld zu verdienen wäre schon recht... Schulden sind ja auch noch da, und zwar in machbar abzuarbeitender  Höhe.

Bereits nach 10 Minuten schoss sich Ilkay Gündogan sein Geburtstagsgeschenk. Nach einem Pass von Schieber schiebt er platziert ein. Keine Chance für Marwin Hitz, der den verletzten Benaglio im VW-Tor ersetzt. Es hätte noch dicker kommen können für die Elf von Trainer McLaren, denn der Glubb hatte einige gute Szenen, noch besser der 30-Meter Hammer von Pino. Verfehlte das Tor nur knapp. Nach 30 Minuten kam aus heiterem Himmel der Ausgleich durch Grafite, der schneller am Ball war als sein Bewacher. Mehr Chancen hatte Volkswagenburg aber vorher nicht. Die zweite Halbzeit begann ohne Schwung, dafür machten sich die Gäste mit einigen dummen Fouls und der Schiri mit einigen zweifelhaften Entscheidungen unbeliebt bei den Fans. Das war aber nach der 60. Minute vergessen, als Frantz einen Torschuss von Gündogan ins Netz lenkte. Wurde auch Zeit, aber es waren ja noch 30 Minuten zu halten. Schieber hätte mit einer Großchance vor dem gegenerischen Tor direkt vor der Nordkurve den Sack noch zu machen können. Schön auch das "auf Zeit spielen" der Glubberer in den letzten Spielminuten, dass die Wolfsburger zur Weissglut brachte. Genial auch der Freistoss vor dem VW-Tor, den die Jungs nicht aufs Tor schossen, sondern zur Eckfahne passten, um dort etwas Affentretzen mit den kochenden Wolfsburger Verteidiger zu machen. So rettet man das Ergebnis über die Zeit, das nur kurze Zeit gefährdet war, denn auch der Glubb hatte wie z.B. Schieber mit dem Kopf noch Chancen. Das Ergebnis war verdient und Leute, dieses Spiel hat tierischen Spaß gemacht im Stadion! Vor allem weil das Tor der Wölfe kurz vor Schluss berechtigt nicht gegeben wurde. Davon hat man bei uns in der Nordkurve aber nicht viel bemerkt.


TOP

Juri Judt: Spielte heute sein 100. Spiel für den Glubb. Wie immer solide Leistung, wenn es etwas zu meckern gab, dann seine etwas bescheidene Grundschnelligkeit und mangelnde Risikobereitschaft beim Angriff. Trotzdem immer ein Leistungsträger.

Mike Frantz: Wuselte wie immer wie ein Blöder. Er hat die gesunde Portion Verrücktheit, mit der man die Mannschaft nach vorne peitschen kann.

Julian Schieber: Wohl der fleissigste Rackerer vorne. Hatte Wolfsburg mal den Ball, war er die erste Hürde, die zu nehmen war für die Volkswagenkicker. Das war früher immer unter Harrys Würde.

Jens Hegeler: Ein begnadeter Dribbler, der jederzeit zwei, drei gute Verteidiger austanzen kann. Wenn da nicht immer seine übertriebene Lässigkeit wäre. Ein laufwunder oder Ackerer ist er nicht.

Raphael Schäfer: War diesmal vor allem bei den Standarts sicher und hatte keine seiner berühmten Aussetzer. Was wären wir ohne so einen Keeper?

Die gesamte Abwehr: Hatte das berüchtigte gegnerische Angriffsvolk mit Grafite, Dzeko und Diego meist gut im Griff. Jeder der vier Verteidiger hat seine ganz besonderen Stärken, und das läuft gerade gut zusammen: Nilsson schmucklos sicher, Pino als einer der wenigen wirklichen Linksverteidiger, Judt mit seiner braven aber sehr effektiven Art und Wolf, unser Schlachtross für besondere Fälle.

FLOP

Zu meckern gibt es nix beim Glubb.

Diego: Sind wir froh, nicht so eine Diva in der Mannschaft zu haben!

STIMMEN ZUM SPIEL:

Ilkay Gündogan: "Wir waren besser, weil wir ein Tor mehr geschossen haben.2

Mike Frantz: "Wenn man gewonnen hat, ist es immer verdient."

Steve McClaren (WOB-Trainer): "Nach neun Spielen haben wir nicht genug Tore und nicht genug Punkte. Heute haben wir nicht um den Sieg gekämpft."

Dieter Hecking: "Das Spiel gegen Wolfsburg haben wir jetzt abgehakt, ab sofort gilt die volle Konzentration dem Spiel gegen den SV Elversberg."

NN: "Manager Dieter Hoeneß betrat erstmals die Kabine und las den VfL-Profis zehn Minuten lang die Leviten."
 

16.10.2010. FC ST. PAULI VS. FCN: 3:2

Fünf Tore in einem Spiel gab es selten beim Glubb. Meistens kommt wohl das berühmte 2:1 vor, am Millerntor aber luden die Glubberer den Gegner leider zum Toreschießen ein. Wo früher die Abwehr nach Standarts felsenfest stand, herrschte nun das Chaos. Die einzige Möglichkeit Tore zu machen für eine Mannschaft wie die vom Kiez waren Standarts. Und so fielen die Tore. Leider war es eins zuviel auf seitens Freudenhaus.

Mal ganz ehrlich: gegen Pauli DARF man einfach nicht verlieren, oder?
 

Zurück ins Spiel. Vorher glichen die Glubberer in der Fremde eigentlich nach jedem Hamburger Treffer immer wieder aus. Leider nur einmal zu wenig. Da half auch Jungstar Mendler (19) nichts, der es in den wenigen Restminuten seines Einsatzes gleich zur gelben Karte brachte. Klar, Schiri war ja ein gewisser Herr Gagelmann, der aber ansonsten halbwegs ordentlich pfiff, sieht man vom Hühnchen ab, was Raphael Schäfer mit ihm zu rupfen hatte. "Halts Maul und geh!" soll Gagelmann gesagt haben, als dieser ein Foul an Simmons monierte, welches zu einem Tor führte.

Egal, wenn der Glubb so weiter gespielt hätte wie in der ersten Halbzeit, sähe das Ergebnis anders aus. St. Pauli wußte eigentlich über weite Strecken nicht wohin mit dem Ball und war zunehmend verzweifelt ob der Ordnung und Disziplin der Beton-AG aus Nürnberg. Dann aber begann eine unterhaltsame zweite Hälfte mit schönem St. Pauli-Rumpelfussball und der Ball war meistens... hoch in der Luft. Tja, so haben wir damals am Bolzplatz auch angefangen. Wie auch immer. Spiel abhaken und gegen die Wölfe daheim besser machen!

Ob man das Spiel auf die leichte Schulter nehmen sollte? Wohl nicht. Wertvolle Punkte blieben liegen, ein Unentschieden wäre eine schöne Party gewesen und ein Dreier die Genugtuung, dass die Bauern in der Tabelle nicht vorbei ziehen können. Aber immerhin kommt langsam Ordnung in diese verrückte Vorsaison, denn Mainz verlor gegen Hamburg, die Bauern gewannen selbst gegen Hangover und der momentan schnittige BVB führt nun die Tabelle an. Lediglich der Relegationsplatz ist noch mit einem komischen Verein aus dem Pott belegt, dessen Kader so teuer wie das Max Morlock-Stadion ist und dessen Trainer mitsamt seines Claqueur-Stabes momentan von Waterloo zu Waterloo marschiert. Köln kriselt eh schon im zweiten Jahr. Oder schon im dritten? Und bei Stuttgart hängt die rote Laterne, schon im zweiten Jahr eine Mannschaft, die noch schlechter startet als der Glubb 2008 und 2009.

TOP

Jens Hegeler tanzt durch die Pauli-Abwehr wie eine Balettprofi und gibt quer durch zu Ekici, der natürlich den Pfosten trifft. Allerdings prallte der Ball diesmal nach fünf mal Aluminium des Türken endlich ins Tor. Glückwunsch!

Schieber rackert, bleibt aber trotz guter Leistung erfolglos. Bin trotzdem froh, dass wir keinen Charisteas mehr vorne haben!

Cool: Die Gartenstühle am Millerntor-Spielfeldrand statt Trainerbank von Recaro.

Beide Fangruppen kamen ohne affiges Gehabe einfach auf den Punkt und feuerten ihre Mannschaft an.

Andy Wolf mit seinem zweiten Saisontreffer auf dem Weg zur Torjägerkanone.                      War ein Scherz. Nicht akzeptabel: Sein Fast-Eigentor.

FLOP

Marek Mintal spielte übrigens auch wieder mit die letzten Minuten. Was ihm das helfen soll, weiß nur Hecking. Wie wäre es mal mit Anfangsaufstellung, von mir aus statt Eigler, und dann mal über die lange Distanz ins Spiel finden?

Jens Hegeler ließ sich ständig den Ball vom Fuß klauen. Seine Technik in allen Ehren, wann kommt er endlich in der ersten Bundesliga an?

Raphael Schäfers Strafraumkontrolle.

Überhaupt gegen St. Pipi zu verlieren. Das geht gar nicht.


STIMMEN ZUM SPIEL:

Raphael Schäfer übt Manöverkritik zu den Standarts: "Wir waren bei den zweiten und dritten Bällen nicht konsequent genug"

Dieter Hecking: "Mund abwischen, Wolfsburg schlagen!"

Raphael Schäfer zum Thema Schiri: "Als ich Gagelmann auf ein nicht geahndetes Foul angesprochen habe, bekam ich nur als Antwort: ‚Halt dein Maul und hau ab!' Wenn ich so als Spieler zu einem Schiedsrichter sprechen würde, bekäme ich sofort Rot"

Per Nilsson: "...Es ist kurz nach dem Spiel schwer zu sagen, was schief gelaufen ist, weil wir so noch nie gespielt haben."

Andreas Wolf: "Das Problem ist, dass wir ein Gegentor zu viel bekommen haben..."

Andy Wolf zum Thema Schiri: "Wir wussten schon vor dem Spiel, dass Gagelmann tabu ist. Bei dem darfst du gar nix sagen."

02.10.2010. FCN VS. SCHALKE 04: 2:1

Dieses Spiel war eine kleine Entschädigung für die letzten 11 Jahre, in denen der Glubb nicht gegen Schalke gewinnen konnte. Man sah aber auch, in welch desolatem Zustand sich gelsenkirchen gerade befindet. Vor einem Jahr sah es hingegen beim Glubb eher desolat aus, umso schöner, wenn man sieht, was heuer richtig gemacht wird. Das war letztes Jahr nicht so. Torschütze Mike Frantz brchte es auf den Punkt: "Wir haben in der letzten Saison sehr viel gelernt, was wir jetzt umsetzen."
 
Da feiert es sich entspannt: Die Nordkurve nach dem Spiel sang noch einmal die
Hymne mit der Flötenpassage am Anfang.
Schon fast historisch: Der Glubb schlägt Schalke, der BVB am gleichen Tag die Bauern und nun sind wir mal einen Spieltag lang vor den Münchenern. Sollte man sich mal festhalten und über die Länderspielpause aufheben. Die erste Halbzeit war eher fahrig, Fehlpassorgien bei den Schalkern, ab und zu beim Glubb. Grobmotoriker Jermaine Jones schafft es schnell zur gelben Karte, später sieht dieser Gelb-Rot nach einer Attacke gegen Schäfers Kopf. Dem fehlten dann ein paar Minuten, bis er sich als nicht spielfähig meldete und sich auswechseln ließ. Er verhalf dann seinem Ersatztorhüter Alexander Stephan zu seinem ersten Sieg ohne Kiste.

Jones hätte auch schon für die Sense gegen Ekici Rot sehen können, wer durch Magath für wen eingewechselt wurde, war manchmal etwas rätselhaft. Fast schon eine Kapitulation, denn richtig flüssig lief es nur beim Glubb. Ausgerechnet Andy Wolf, der beim Ausgleichstreffer nach Konter durch Schalke zu langsam zurück in die Verteidigung trottete, schoss den Siegtreffer. Wieder einer dieser Situationen, wo man in der Kurve nicht richtig sieht, ob er jetzt drin ist oder nicht. Glück hatte Wolf auch, dass er nicht Gelb sah für sein vermeintliches Handspiel in der ersten Hälfte.

Unterm Strich war das ein mühsam erkämpfter Sieg, ein tolles Spiel und im ausverkauften Stadion das zweite Saisonhighlight nach dem Stuttgart-Heimspiel. So kann es weiter gehen!

STIMMEN ZUM SPIEL:

Andy Wolf: "Den habe ich irgendwie reingeschummelt, aber Tore sollten eigentlich Aufgabe der Stürmer bleiben."

Mike Frantz: "Die letzten beiden Heimspiele waren unglaublich. Der 12. Mann stand toll hinter uns."

Felix Magath, Schalke-Trainer: "ach dem Platzverweis in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft zwar mehr Initiative ergriffen, konnte ihre Überlegenheit allerdings nicht nutzen.2

Peer Kluge, Ex-Glubberer, vor dem Spiel: "Schwer zu sagen. Trainer Dieter Hecking ist ein Fuchs, er weiß genau, wie er gegen uns spielen lässt."

Was danach geschah:

Tage nach dem Spiel wurde Dieter Hecking vom DFB-Sportgericht zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Beim SPiel gegen den HSV war er auf die Tribüne verwiesen worden. Zuerst hieß es 4000 EUR, der DFB reduzierte die Strafe darauf um 1000 Euro. Hecking wird den Betrag der Robert-Enke-Stiftung zukommen lassen.

MItte der Folgewoche wurde ein neuer Vorstand gewählt und der Aufsichtsrat erweitert. Gut, dass mit dem sehr jungen Ralf Preisl (Rechtsanwalt) mit hohem Abstand auch eine Art Kontaktperson zu den Fans in den erweiterten Aufsichtsrat gewählt wurde. Statt dem scheidenden Franz Schäfer (vielen Dank von hier aus!) wird der Verein nun von der Doppelspitze Woy und Bader geführt. Auch Meerrettichkönig Schamel kam als zweiter in das Kontrollgremium. Man wird sehen, wie die neue Führungsebene funktionieren wird! Wir freuen uns, denn hausbackener Stil wird wohl nicht mehr sein in Nürnberg und somit sollte es mit etwas mehr Respekt von außerhalb mal klappen...
 

25.09.2010: EINTRACHT VS. FCN: 0.2, BITTER!

Selten sind die Meinungen über ein Spiel so eindeutig gewesen wie hier: Überflüssig. Vollkommen überflüssig war die Niederlage in Frankfurt, ein Gegner, den wir eigentlich schon immer einiges entgegen zu setzen hatten. Der Glubb führt nun die Tabelle an. Zumindest wenn es um die Latten- und Pfostentreffer geht.
 
Zeigt schon in Natura die Zunge raus: Eintracht-Adler.
Den Heimsieg gegen Stuttgart im Selbstvertrauen gespeichert ging es nach Frankfurt. Leider waren Abwehrspieler wie Judt oder Pinola zu Spielbeginn leider nicht ganz bei der Sache, denn ein Kopfball von Gekas brachte das unnötige 1:0 für Frankfurt. Der Grieche kam unbedrängt zum Stoß. Später schaffte es der sonst eher für seine Defensive bekannte Glubb sogar erstmalig, massiven Druck auf die Frankfurter aufzubauen. Immer wenn wir das Spiel machen müssen, versagen wir, das Gegenteil hätte fast geklappt. Immerhin diesmal nicht wegen der individuellen Klasse, sondern wegen Pfosten und Latte.

Ansonsten habe ich das Spiel verdrängt. Gut so, nach vorne schauen, denn ich will die Schalker endlich einmal gegen Nürnberg verlieren sehen! Punkt.

TOP:
Ilkay Gündogan. Ließ endlich einmal wieder seine wahre Klasse aufblitzen.
Dominic Maroh. Fügte sich super ein für Wolf. Zeigte wieder einige seiner berüchtigten Grätschen, bei denen er mit chirurgischer Präzision dem Gegner den Ball vom Fuß klaute.

FLOP:
Juri Judt. Nicht sein Tag. Hatte in der Abwehr Probleme und deswegen gelang ihm nach vorne auch nichts.
Javier Pinola. Auch ein Fussballgott hat einen schlechten Tag. Er hatte heute zwei gleichzeitig. Am Anfang zu schläfrig kostete es den Sieg, gekas zum Zuge kommen zu lassen.
Mike Frantz. Verschwendet seine Kraft einfach immer an der falschen Stelle und ist dann fertig. Sollte in seiner Freizeit einfach noch mehr Kondition trainieren.

ZITATE:

Dieter Hecking: "Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen … So wie meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit gespielt hat, hätte sie sich eigentlich belohnen sollen. In sechs Spielen haben wir nun fünfmal Latten- und Pfostenschüsse gehabt."

Eintracht-Trainer Michael Skibbe: "Insgesamt stand das Spiel lange auf Messers Schneide. Mit Glück sind wir als Sieger vom Feld gegangen."

Raphael Schäfer: "Wir können uns heute so richtig ärgern. Es wäre mehr drin gewesen."

Jens Hegeler: "Es war eine ärgerliche Niederlage."

Ilkay Gündogan: "Aufgrund der ersten viertel Stunde hat Eintracht Frankfurt heute gewonnen... Wir haben uns richtig klasse Torchancen erarbeitet und herausgespielt. Dann ist es besonders bitter, so ein Spiel nicht zu drehen sondern noch das 2:0 zu bekommen."
 

ALEZ, ALEZ... FCN VS. VFB, 23.09.2010: 2:1

Feier-Abend! Ich weiß nicht, wie sich das Spiel im Fernsehen dargestellt hat, aber in der Nordkurve war es fast irreal. Über weite Strecken hielt der FCN seine Führung, als dann fünf Minuten vor Schluss das Gespenst namens "Der Glubb is a Depp" durch den Cacau-Ausgleich wieder auftauchte, passierte das Gegenteil: Die immer wieder gern gesehenen schwäbischen Gäste waren letztendlich die Gelackmeierten.
 
Hölle, Hölle, Hölle: Die Nordkurve feiert ausgelassen...
Anstoss. Kaum vom Bier getrunken und den Schal nach dem "Legende"-Gesang wieder um den Hals geschlungen hatte VFB-Leihgabe Julian Schieber bereits nach 165 Sekunden das VFB-Tor getroffen und die Mannschaft verlegte sich aufs Verteidigen. Im gröhlenden Mob der bestens gelaunten Fans kriegte man weder Pinolas angeblichen Ellbogenpunch gegen Cacau mit, noch den wahren Grund für Wolfs Arschkarte und schauderte auch noch zweimal, als der Ball hinter Raphael Schäfer im Netz zappelte: Wurde beides vom Schiri nicht gegeben und stattdessen lachte man laut in Richtung Gästeblock. Gelbkarton sah man beidseitig zuhauf, Hecking auch an der Linie, vom Stuttgarter Trainer Gross aber garnichts.

Als dann Linksverteidiger Pinola eiskalt den Mittelstürmer markierte und am Rand der Nachspielzeit die erneute Führung erzielte war klar: Schon allein wegen diesem Spiel hat sich die Dauerkarte für 2010/2011 gelohnt!

Erneut war es ein Spiel gegen Stuttgart, in dem mit offenem Visier gekämpft wurde und das durch hohen Unterhaltungswert geprägt war. Den Herren der Sportschau ab 23 Uhr war das aber entgangen wie so oft wenn es um den Glubb geht. Egal, die Fans blieben extralang im Stadion und feierten ihre Mannschaft! Und man stimmte das "Legende"-Lied noch einmal nach dem Spiel an. Kommt selten vor...

STIMMEN ZUM SPIEL:

Andy Wolf (rote Karte) nach dem Spiel: "Ich kann der Mannschaft gar nicht genug dafür danken, dass sie noch einmal zurückgekommen ist"

Javier Pinola am nächsten Tag (über sein Tor): "Ich musste immer wieder an diese Szene denken und habe kaum geschlafen"

Der Stuttgarter Fanblock zum Schiri nach dem nicht gegebenen Tor wegen Stürmerfoul an Simmons: "Schieber, Schieber, Schieber..."

Der Nürnberger Fanblock nach drei Minuten zur 1:0 Führung durch Julian S.: "Schieber, Schieber, Schieber..."

VfB-Trainer Christian Gross: "...Leider hat uns dann die Frische zum Schluss gefehlt."

Dieter Hecking: "Man konnte sehen, dass die Mannschaft dazugelernt hat und unbedingt gewinnen wollte."

fcn.de im Vorbericht: "Keine Bange, der Club gewinnt 2:1 – tippen wir jetzt einfach mal, abgesichert vom Blick in unsere unbestechliche Club-Glaskugel"

Bild Zeitung (weiß auch immer schon am Vortag was passiert: "Pikant: Ausgerechnet VfB-Leihgabe Julian Schieber (21) macht den Franken Mut: „Heute gibt’s den ersten Sieg."

Top:
-Zuerst mal die gesamte Mannschaft!
-Schon wieder Juri: Wer ist eigentlich Dieckmeier?
-Ausgerechnet Schieber, und das nach drei Minuten.
-Pinola: Traumpass auf Schieber zum 1:0
-Simmons: Wer ist eigentlich Ottl?
-Schieber: Traumpass auf Pinola zum 2:1
-Endlich stand Maroh mal wieder auf dem Rasen. Da gehört er auch hin.
-Hegeler, Nilsson und Eigler machten ihren Job unauffällig aber nicht minder motiviert.
-Das Schiri-Gespann inklusive vierte Offizielle Bibiana blieb gerecht.
-FCN – VfB: Flanken 14 - 8, Abseits 1 - 6, Pässe angekommen (%): Wolf, Judt, Pinola 100 (%)... Wolf?
Flop:
-Holzfacharbeiter Andy Wolfs überflüssige Gelb-Rote Karte.
-Die Stuttgarter Standartsituationen.


 

19.09.2010, BAYER LEV VS. FCN: 0:0

Tolles Wetter für eine Partie bei der es im Vorfeld nur um eines ging: Auf keinen Fall ohne Punkte aus Vizehausen wieder heimzukehren. Heckings Prophezeihung wurde wahr nach einem hässlichen Spiel, bei dem auch der Glubb einem Sieg oft näher war als die verzweifelt anrennende Werkself, für die der Nürnberger Strafraum von der Franken-Abwehr über weite Strecken zur Terra Icognita gemacht wurde.
 
Foto: Stephan Schulz

Auch wenn ich die ersten zehn Minuten nicht gesehen habe, dürften die nicht anders gewesen sein als das Spiel danach. 70 % Ballbesitz für die Chemiekicker, die sich nicht unbedingt in der Torbilanz nieder schlugen. Hinten mauern und auf Konter lauern wäre beinahe wieder aufgegangen, wenn wir einen fähigen Stürmer mehr vorne gehabt hätten. Man merkte die Disziplin im Glubbspiel besonders, als selbst Stürmer erst ab der Mittellinie angriffen. Nur eine Frage der Zeit, bis der Catenaggio von Hecking Thema in der Sportpresse sein wird, denn im Gegensatz zur letzten Saison sind wir nicht unerfolgreich. In der letzten Saison hatten wir an gleicher Stelle null Punkte und ein Torverhältnis von 0 zu 11, jetzt haben wir drei Points und 3:4.

GUT:

Timmy Simmons räumte hervorragend ab und 95 % seiner Pässe kamen beim Mitspieler an.
Jens Hegeler tanzte einmal fünf Vizekusener Ex-Vereinskollegen aus, bevor ihm endlich einmal jemand den Ball vom Fuß klauen konnte. Wenn der so weiter macht, holt ihn Heynkes per Sonderdekret schon an Weihnachten wieder zurück an den Rhein.
Juri Judt spielte erneut hinten solide und vorne sicher. Wieder schlug er einen traumhaften Pass über das dreiviertel Spielfeld. Sein Vorgänger Dieckmeier spurtete erst immer durchs halbe Spielfeld um die Flanke dann hinters Tor zu setzen.

WENIGER GUT:

Das Foul von Wolf an Kiessling. Ob er eigentlich Breno rächen wollte und deswegen Kies mit Reinartz verwechselte wissen wir nicht. Wollen es auch gar nicht. Diskussionen über den anwesenden Jogi Löw, ob denn Kies in die Nationalmannschaft soll oder sich bei Rudi Völler nicht vorgestellt hat, gibt es in Nürnberg gottseidank erst gar nicht.



STIMMEN ZUM SPIEL:

Mike Frantz: "Im Endeffekt wäre sogar ein Sieg drin gewesen, aber dafür waren unsere Aktionen vorn zu wenig."

Dieter Hecking: "...In der Pause bin ich dann doch etwas lauter geworden, weil so ein Spiel auch schnell nach hinten losgehen kann. Ich bin heute nur teilweise zufrieden."

Jens Hegeler: "Ich habe bei der Besprechung so zwei Stunden vor dem Spiel erfahren, dass ich spiele. Das war natürlich toll, wo doch Familie und Freunde hier sind. Wir stehen richtig gut in der Defensive, jetzt müssen wir die Konter noch besser ausspielen. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr war für uns drin."

Jupp Heynckes (BayLev-Trainer): "...Der Club stand gut organisiert und ist zum Teil rustikal zur Sache gegangen.

Peter Hermann (BayLev Co-Trainer und Ex-Glubb Co-Train-er):-): "Ich freue mich auch für Juri Judt, er hat es wirklich verdient."

Martin Bader zur Leihe von Hegeler: "Eine solche Klausel (Anm. wie bei Reinartz) gibt es diesmal nicht. Jens wird definitiv die nächsten zwei Jahre in Nürnberg spielen"

kicker: "Die Franken zogen der "Werkself" mit einer exzellenten Defensivleistung den Zahn und entführten einen Punkt aus der BayArena."

 

11. SEPTEMBER 2010, HSV VS. FCN: 1:1

Schöne Choreo in Hamburch: Glubbfans.
Wer nichts erwartet wird selten enttäuscht. So in etwas war die Erwartungshaltung vor dem Spiel eher gedämpft bei den Glubbfans. Nur knapp über 2000 waren auswärts dabei. Die hatten aber allen Grund, Stimmung zu machen, denn der HSV tat sich mit Co-Trainer Michael Oenning sichtlich schwer gegen das Spinnennetz der Nürnberger.
 
Stellt man unserer Mannschaft ein Zeugnis für dieses Spiel aus, ist eigentlich nur Bunjaku und Gündogan versetzungsgefährdet, der Rest der Mannschaft agierte überdurchschnittlich. Aus den 70 % Ballbesitz konnten die Hamburger nichts zählbares machen, ganz im Gegenteil: Hätte van Nistelrooy die Chancen von Bunjaku, Schieber oder Frantz gehabt, er hätte die reingemacht. Man hat deutlich gesehen: Wenn der FCN nicht das Spiel machen muss, können sie durchaus auftrumpfen. Bekannte Gesichter auf Tribüne und Reservebank: Dennis Diekmeier, Michael Oenning, Eric-Maxim Choupo-Moting.

Lob und Tadel:

++ Almog Cohen. Drückte dem Spiel gehörig einen Stempel auf. Der Spielertyp zeckige Nervensäge mit südländischem Temperament tut dem oft biederen Glubb sehr gut!

++ Christian Eigler. Wie immer der erste beim meckern, brachte aber alle mit seinem Lattenkracher zum Schweigen. Läuft mittlerweile in einer Halbzeit soviel wie früher in zwei.

+- Javier Pinola. Schaute beim 1:0 der Hamburger zu, statt zu klären, besserte aber durch seinen eiskalten Elfer die öde Bilanz der Glubberer beim HSV wieder auf: Das letzte Tor des Glubb in Hamburg datierte aus der saison 2004/2005.

-- Albert Bunjaku. Verzweifelt langsam an sich selbst. Sein Luftschwinger vor dem leeren Tor und der unsinnige Distanzschuss war der Gipfel, mit dem er sich nun für die Ersatzbank qualifiziert.

+- Markus Wingenbach. (Schiedrichter). Nicht unumstritten seine Entscheidungen, aber insgesamt professionell, denn wer sieht schon fast so gut wie die zeitlupe hinterher?

++ Juri Judt. Gewann zunehmend an Sicherheit und holte sich Grätschbälle wie Maroh (den wir sehr vermissen). Juri verzichtet auf die schleppenden Spieleröffnungen von Nilsson und Wolf und stürmt in der Regel sofort. Gegen Ende ein Traumpass auf Frantz!

+- Julian Schieber. Versuchte immer in Bewegung zu sein und ist sein Geld wert. Aber die erste Großchance aus spitzen Winkel hatte Bunjaku früher rein gemacht. Er am Samstag nicht.

Stimmen zum Spiel:

Raphael Schäfer: "Solche Spiele sind der Schlüssel zum Klassenerhalt."

Dieter Hecking: "Bei der großen Chance von Bunjaku konnte man sehen, dass der HSV unruhig wurde."

Dennis Diekmeier über Juri Judt: "Ich kenne ihn nicht so richtig gut... nur, dass er hinten rechts mein Nachfolger ist. Ein schweres Erbe."

Javier Pinola vor dem Elfer: "Ich wollte einfach ein Tor schießen“"

HSV-Keeper Rost: "Ich weiß nicht, ob man den pfeifen muss oder nicht, aber meine Hände kann ich mir nicht abschneiden."

HSV-Trainer Veh: "Wenn man 1:0 in Führung geht, muss man sein Ding nach Hause fahren"

Pressezitat Die Welt: "Die Entscheidung des Schiedsrichters Markus Wingenbach ist vertretbar. Die Fans pfeifen ihn nach dem Spiel aus. Doch auch sie wissen, dass der HSV selbst schuld ist, dass es zum Rekord nicht reicht."
 

28.08.2010: STADIONBERICHT FCN-FREIBURG, 1:2

Also diesen Saisonauftakt zuhause hätte sich die Mannschaft sparen können: Gegen eine Gurkenmannschaft wie Freiburg und dem Schiri zuhause mit drückender Überlegenheit zu verlieren, geht einfach gar nicht. Und schon geht es wieder los, das Bangen um den Klassenerhalt. Wir warten jetzt nur noch darauf, dass wieder alles schön aufs nächste Spiel geschoben wird.
Schöne Choreo: Die Nordkurve
Es begann so schön: Freiburg brachte die erste halbe Stunde fast garnichts zusammen und Neuzugang Schieber köpfte mit etwas Glück zum 1:0 ein. Mannschaft überlegen, schönes Wetter, Frisur sitzt. So kann es weiter gehen. Vor allem durch Ekici. Endlich muß der Gegner bei Standarts wirklich aufpassen. Nicht mehr wie früher. Da kommt keine Ecke zu lang, kein Freistoß unexakt und der von den Bauern ausgeliehene 20-jährige hat auch noch Spielübersicht und Zug zum Tor.

Über den Schiri brauchen wir kein Wort verlieren, denn der wirkte -mmmh- etwas unsicher. Schiri-Bashing wollen wir aber nicht anstimmen, vielleicht würden dem modernen Referee manchmal elektronische Hilfsmittel wirklich gut tun. Nicht dass irgendwann mal einer von den Fans aufgeknüpft wird.

Die Glubb-Abwehr präsentierte sich an den Außenpositionen gewohnt gefestigt und in der Innenverteidigung zerrissen. Es scheint wirklich zwischen Nilsson und Wolf kaum Kommunikation stattfinden und wenn schon Wolf spielen muß als Kapitän, sollte man es einmal mit Maroh statt Nilsson probieren, bzw. den ebenso etwas flapsigen Simons einmal pausieren zu lassen.

Man darf dem Sturm nicht unbedingt Vorwürfe machen, aber wenn 34 Freiburger hinten drin stehen, geht halt auch mit Spielklasse nichts, das muss dann über die Standarts gelöst werden. So wie Freiburg, die bekamen einen Elfer und damit war das Spiel wieder offen. Wie immer: Der Druck, denn die Glubberer in den letzten Minuten aufbauten, sollten sie mal direkt nach Treffern einsetzen um die Führung auszubauen. Eins kassieren sie eh meistens noch...

Fazit: Die Stimmen zum Spiel sagen eigentlich alles, so schlecht war der Glubb beileibe nicht und eine Krise sollte nicht herbei geredet werden. Lediglich in der Innenverteidigung sollte etwas neues ausprobiert werden.

STIMMEN ZUM SPIEL

Andy Wolf: "Freiburg hat aus wenig sehr viel gemacht."

Dieter Hecking:
"wir sind weit davon entfernt, in Panik zu verfallen und alles Schlechte herbei zu rufen. Mein Team hat ein ordentliches Bundesligaspiel gemacht."
"Besser als in den ersten 40 Minuten können wir nicht spielen."
"Wir haben uns zwei, drei Fehler zuviel erlaubt, dabie war Freiburg doch schon am Boden."

Robin Dutt (Freiburg/Trainer): "letztendlich ist der Club hochverdient in Führung gegangen, da er einfach aggressiver gespielt hat."

Mehmet Ekici: "Wir waren die bessere Mannschaft, haben gut nach vorne gespielt."

Martin Bader: "Die haben doch nicht gewonnen, wir haben verloren."

Raphael Schäfer: "Bitter, dass wir uns mal wieder selber geschlagen haben"

Per Nilsson zum Elfer: "Einer von uns hätte den Ball wegschlagen müssen"

LICHTBLICKE: Mehmet Ekici (Standarts, Technik), Robert Mak (sucht sofort den Abschluss), Pinola-Judt (Routine), Schieber (Fleiss, nach dem Tor endlich als Fan mal nach Herzenslust "Schieber, Schieber" rufen können ohne den Schiri zu meinen).

 

21.08.2010, AUSWÄRTSBERICHT: GLADBACH-1.FCN 1:1

Der Gladbacher Borussenpark wurde wohl für extrem Wetterverhältnisse gebaut. Beim letzten Mal im Februar 2010 wurde unserem Clubb, bei Minus 6 Grad, eisigen Wind und ständigen Schneetreiben, also gefühlten Minus 15 Grad, auf den Tribünen wurde Salz gegen das Eis gestreut, durch eine Schirifehlentscheidung das verdiente Unentschieden geklaut.
Selten: Gladbacher Choreo...
Jetzt war es extrem schwül, über 30 Grad und schon im Busshuttle zum dieses Mal "Sauna"-Park ging das Schwitzen los. Auffällig, nur wenige Gladbachfans trugen Trikots mit aktuellen Spielernamen, in der Masse liefen Effenbergs, Polsters, Andersons, Jansens etc. herum. Aus dem Shuttlebus wird man gleich, dank Schröders Agenda 2010 und Hartz IV, wie inzwischen in allen Stadien, von Pfandflaschensammlern empfangen. Und Fan hat die Wahl, rechts das angenehm luftige Hockeystadion und links der Saunapark. Ich folgte den Massen und landete gegen 14:00 Uhr in meinen dampfigen Block. Obwohl fast unter dem Tribünendach, also ziemlich hoch, waren keinerlei Luftbewegungen zu spüren. Etwas, was am nächsten Tag, bei deutlich angenehmeren Temperaturen auch im Dortmunder Stadion festzustellen war. Obwohl ebenfalls ganz oben gab es auch dort keine Luftbewegung. Wie schön luftig ist da doch unser "geliebtes" Frankenstadion. Man ist zwar weiter weg vom Spielfeld, dafür hat man nicht ständig die Gerüche und Ausdünste der Nachbarn in der Nase. Zurück zur Sauna, nicht zu glauben, auf dem Rasen wurde schon gespielt. Am Niederrhein hat sich die vor etlichen Jahren in Nürnberg ausgestorbene Tradition gehalten, dass Jugendmannschaften ein Vorspiel machen dürfen. Zur Tradition Borussia Mönchengladbach ist einige Wochen Jünger als unser Clubb und kann in diesen Tagen den 110. Geburtstag feiern. Dies war Anlass für die Borussennordkurve eine schöne und für Gladbacherverhältnisse wohl einmalige, so die Kommentare der Einheimischen, Choreografie zu Spielbeginn zu zeigen, die übrigens gut vom Stadionsprecher angekündigt und dirigiert wurde. Im Gegensatz zu Nürnberg wo die Ultras in der Vergangenheit viele tolle Choreos ohne Sprecherhilfe hingebracht hatten, man aber immer das Gefühl hatte, diese werden von der Vereinsspitze nur toleriert bzw. hingenommen. In Dortmund hatte die Südtribüne übrigens auch etwas zu Stande gebracht. Mit zwei kleinen maximal 10 m langen Spruchbändern wurde gegen das zu dieser Saison eingeführte Bezahlsystem im Stadion mittels Plastikborussenkarte protestiert.

Zum Spiel, über 80 Minuten war der Clubb dominant, immer wieder spielten Gündogan, Ekici, Hegeler und Simons mittels schnellen Mittelfeldkombinationen die Borussen schwindelig. Die Borussen selbst versuchten angesichts der Hitze jede Bewegung zuviel zu vermeiden und unsere Anfangs wieder einmal unsicher wirkende Innenverteidigung mit "Capitano" Wolf und Nilsson stand damit doch sicher. Bei Juri Judt war immer wieder zu spüren, dass er zu Offensivsolos im Stile Dickmeiers ansetzen wollte, leider fehlte ihm dafür etwas die Schnelligkeit. Defensiv ist er sicherlich stärker als sein Vorgänger und wohl einer der Spielintelligentesten im Team. Er war der einzige, der bei einer Spielunterbrechung wenige Schritte in das Seitenaus lief und die nächste Trinkflasche nahm. Der Rest der Mannschaft rannte zum Teil über den ganzen Platz zur Auswechselbank um dort Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Nach einigen vergebenen Anfangschancen des Clubbs flankte schließlich Juri in der 15 min. toll aus vollem Lauf auf Hegeler und wir führten verdient. Gladbach änderte seine Spielweise nicht und ihr Sturm stand laufend im Abseits. Unser neuer Galasek Simons machte toll die Räume im Mittelfeld dicht, ist aber noch nicht komplett bei uns angekommen, unterliefen ihm doch einige, gegen andere Gegner tödliche Fehler. So verlor er in der 31. min. einen Zweikampf gegen Idrissou, der anschließend Wolf alt bzw. grau aussehen ließ und zu diesem Zeitpunkt ziemlich unverdienten Ausgleich einnetzte. Das Gegentor zeigte, unser Clubb scheint 2010 deutlich weiter zu sein, als in der Aufstiegsaison letztes Jahr. Alle Spieler behielten die Ruhe, selbst nach der verletztungsbedingten Auswechslung (was hatte er eigentlich, hat jemand darüber berichtet?) des sehr guten Pino, er wurde gut durch Bieler ersetzt, gab es keinen Bruch im Spiel. Das Mittelfeld ist mit Ekici, Hegeler technisch wohl stärker besetzt. Nur der Sturm ist nach wie vor Problemzone. Unser WM-Fahrer Albertchen fiel nur durch die blondgefärbten Haare auf und Schieber schaffte es, die tausendprozentige Chance zum Sieg nicht reinzuschieben.

In den letzten 10 min., auch durch die Eingewechselten, raffte sich Gladbach auf und drückte ziemlich stark. Zum Glück ohne viele zwingende Chancen und dank des sicheren Schäfer und der Abseitsregel blieb es beim insgesamt wohl gerechtem Unentschieden. Mal schauen was die Saison so bringt, beim letzten erfolgreichen Saisonauftakt, Sieg in Stuttgart, wurden wir Pokalsieger, bei Unentschieden müsste nach aller Logik am Ende ein Tabellenmittelfeldplatz stehen. Zurück zur Sauna, das Stadionschwitzen wurde kaum zu glauben bei der 20. min. Shuttlebusfahrt zum Bahnhof noch gesteigert.
Roland Hornauer

22.08.2010, STADIONBERICHT: BVB-VIZEKUSEN 0:2

Und am nächsten Tag in Dortmund das selbe: Alle Insassen haben wohl mehr geschwitzt als die Spieler.
Den Start in die Saison haben sich die be-Klopp-ten
BVB Fans sicher anders vorgestellt.

Etwas, was sich am nächsten Tag bei der Rückfahrt aus dem Westfalenstadion wiederholen sollte. Nur war es eine U-Bahn/Stadtbahn und Dortmundfans, die mit mir mehr schwitzten als ihre Lieblinge und klatschnass am Bahnhof ankamen. Das Spiel in Dortmund selbst war eine parallele zum Gladbachspiel. Eine lethargisch wirkende Heimmannschaft wurde von einer technisch starken, schnell spielenden Mannschaft auseinander genommen. Der Unterschied zum Clubb, Leverkusen hat auch einen guten Sturm in dem unser Kieß ständig für Gefahr sorgte. Auch wenn Ballack einige Fehler unterliefen, fast als Einzigen in der Mannschaft, hätten weder Gladbach noch unser Clubb eine Chance gegen Leverkusen in dieser Form gehabt. Es wäre eigentlich an der Zeit die Rückhohlaktion Kießling zu starten.

Roland Hornauer 

(Da er eh kaum in die Nationalmannschaft berüfen wird, kann ihm der Glubb sogar eine Nichtnominierung GARANTIEREN! Wer war der letzte Berufene außer Köpke anno dunnemal? EF)


 

24.07.2010, FCN - PSV EINDHOVEN, NACHSCHLAG.

Unser Mitarbeiter Roland ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch seine Sicht des Testspiels am Samstag niederzuschreiben:
Bei der letzten Fahrt nach Gladbach hat er zumindest am Bahnsteig
in Nürnberg eine gute Figur abgegeben: Angelos Harrysteas.

24.07.2010, FCN - PSV EINDHOVEN

Das muss man den Wohnwagenfahrern lassen, wie schnell sie die Grenzen unserer eigentlich gar nicht so jungen und unerfahrenen Defensive aufzeigten. Das war feiner Fußball. Na gut, wer PSV im Namen führt, hat natürlich auch Pässe Schnell Vorwärts zu spielen, aber dann gleich so schnell und direkt. Eigentlich kann man froh sein, dass es nur 1:0 hieß und dass viele Bundesligavereine ein derartiges international gefordertes Tempo nicht drauf haben. Ansonsten scheinen manche der neuen Spieler vielsprechend zu sein, andere wie Nilsson haben noch nicht gezeigt, weshalb sie geholt wurden. Abwehrunsicherheitsfaktoren haben wir um unseren Kaptän schließlich schon lange im Kader. Schade, dass es noch vier Wochen bis zum Start in Gladbach dauert bzw. nach der momentanen Form unseres Albertchen Bunjaku ist es eigentlich ganz gut. Vielleicht wird bis dahin auch wieder unser Topstürmer Harry der unvergeßliche Hertha-Abschießer Charisteas gefunden und taucht in Mannschaftsnähe auf. Bei der letzten Fahrt nach Gladbach hat er zumindest am Bahnsteig in Nürnberg eine gute Figur abgegeben.
Roland Hornauer


24.07.2010, FCN - PSV EINDHOVEN: MÜDER KICK.

Der berühmte Saisonauftakt. Ein Familienfest im Frankenstadion mit Fanbespaßung, ein bekannter Verein als Sparringspartner im Testspiel, Einheitspreis auf allen Tribünen und die Vorstellung der neuen Spieler: Das sind die Eckdaten, warum man als Fan schon dabei sein sollte. Resultat für die Saison 2010/-11: Es gibt noch ganz viel zu tun für Trainer Hecking, der Glubb hat zwar an individueller Klasse zugelegt, das kollektive Spiel funzt aber überhaupt noch nicht.
 
Breit aufgestellt: Der neue Glubb-Kader. Harry fehlte völlig.

Immer wieder schön beim alljährlichen Fest: Grummelnde Nörgler mit Thekenhalbwissen um einen herum, denn nur einmal im Jahr kauft man sich ja Karten für die Haupttribüne. Diese Nörgler sind meist Rentner ohne jeglichen Optimismus, die schon 318 Glubbabstiege mitmachen mußten und vergessen, dass der Verein gerade die letzten Jahre endlich klare Ziele verfolgt und sich neu strukturiert. Zum lachen gehen die grundsätzlich in den Keller.

Die Stimmung war meist auf dem Niveau leere Bahnhofshalle. Eh klar, die Ultras boykottieren das Volksfest ja jedes Jahr. Einer bekam aber tosenden Applaus und hat ihn auch verdient: JO MNARI wurde mit Spalier, Blumen und Umarmungen von der Mannschaft verabschiedet und wird uns sehr fehlen! Wechselt nun in die zweite Liga zum FSV.

Mit 0:1 nach einem fatalen Konter der Holländer unterlag der Glubb vor gerade einmal 20.000 Zuschauern bei Niesel, Regen und mitunter auch kurzen Sonnenscheinphasen. Dominanz und Ballbesitz lagen zwar beim Glubb, aber das Spiel hatte die typischen unglücklichen Fehler, die dem Glubb wie Hundescheiße am Fuß kleben: Dumme Tore (eiskalt ausgekontert von den Holländern), Schwächen im Angriff (wie immer vorne nur Rumpelfußball) und fehlender Mannschaftsgeist (Paß zum Mitspieler meistens Fehlanzeige). Natürlich hatte das Spiel keinen ernsten Hintergrund und irgendwie dann aber schon, aber wichtig war vor allem wie sich die "Neuen" im Glubbkader neben den Arrivierten gaben. Hier ein paar Splitter:

MEHMET EKICI
Fiel uns am positivsten auf. Tanzte oft an zwei- drei Holländer vorbei Richtung Tor und schoß fast alle Standarts, für einen Neuling ein super Einstand, von dem wir uns noch viele Einsätze wünschen.

ILKAY GÜNDOGAN
Von ihm sah man nicht viel, aber wenn, dann fiel wieder seine grandiose Übersicht mit dem richtigen Passspiel auf.

JURI JUDT
Steht natürlich im Fokus, ob er Diekmeiers Posten ausfüllen kann. Er kann, wer sonst, aber auf seine ureigene Weise. Mischte oft vorne mit und überraschte durch Dribblings und Vorstöße sogar bis zum Strafraum. Bekommt von uns jetzt den Spitznamen "Lionel" Judt.

DOMINIK MAROH
Er trug den Ball immer als einziger in die gegnerische Hälfte. Stammplatzgarantie, hoffentlich!

ALMOG COHEN
Bissig, wendig und super motiviert. Von ihm wollen wir noch viel mehr sehen! Dürfte in der Saison emsig gelbe Karten sammeln.

TIMMY SIMONS
Hätte bei seinem spektakulären Rückheber eigentlich ein Tor verdient gehabt. War zwar meist unauffällig, aber sonst sehr routiniert und fehlerfrei. Offensiv und als Lenker haben wir von ihm aber mehr erwartet.

ALBERT BUNJAKU
Dank seiner neuen Frisur (Modell Mantafahrerdisko) kriegten wir uns fast nicht mehr ein, spielerisch blaß.

JULIAN SCHIEBER
Braucht noch einige Monate auf der Weide!

MIKE FRANTZ
Wie immer emsig und hartnäckig, eine wichtige Säule im Offensivspiel.

ROBERT MAK
Wohl noch zu jung für die erste Mannschaft.

JENS HEGELER
Überraschte durch sichere Ballführung, brachte die gegnerische Verteidigung einige Male in Unruhe.

PER NILSSON
Leistete sich einige schwere Patzer. Sollte sich für die kommenden Spiele ran nehmen, denn Kauf statt Ausleihe garantiert sicher nicht den Stammplatz.

Fazit: Man hatte das Gefühl, dass die Niederlage höher ausfallen hätte können, wenn die Holländer wirklich Gas gegeben hätten. Meist im gemeinsamen Mittelfeld spielte sich das Spiel ab, vieles auch in der gegnerischen Hälfte.

Ewald Funk



 


TESTSPIEL: FCN VS. PAOK THESSALONIKI, WILLI SACHS STADION / SCHWEINFURT

Tja, leider sorgte der zweite Glubb-Tormann Stephan durch seinen Schnitzer für das übliche Glubb Szenario: Kein Sieg, weil Gegentreffer in der letzten Minute. Unser Mainfränkischer Schreibtäter Wolle Wollrahm war für uns vor Ort:
 
Wolle Wollrahm mit seinen Bälgern, die leider immer die falschen Trikots
tragen.
Es sollte ein Spektakel werden in der bundesligalosen Zeit, im postweltmeisterschaftlichen Trauma, ein paar Wochen nach dem wochenlangen Dauerglotz: unser aller Club legt in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit einen blitzsauberen Freundschaftskick gegen den griechischen Erstligisten PAOK Thessaloniki hin. Und diese Griechen sind nicht irgendwer: PAOK Thessaloniki ist amtierender Vize-Meister der Super-League und spielt in der Champions League-Qualifikation gegen Ajax AAmsterdam.

Also gut, Tickets im Vorverkauf gelöst, Familie eingepackt und pünktlich im Willy-Sachs-Stadion eingelaufen. Immerhin stehen bei PAOK Saloniki Nationaltorwart Konstantinos Chalkias sowie der eine oder andere WM-Teilnehmer auf dem Platz. Empfangen werden wir von einer lautstarken Gruppe griechischer Fans, die mit Bussen aus Berlin, Stuttgart und Nürnberg angereist sind und durch hartnäckige Unflätigkeiten bestechen. Der Kick vor 3250 Zuschauern hat die Spannung einer Folge der ZDF-Serie SOKO 5113. Die Griechen haben ein zweiwöchiges Trainingslager im benachbarten Bad Brückenau in den Knochen und auch die Nürnberger wirken alles andere als frisch. Nach 40 Minuten trifft Neuzugang Philipp Wollscheid per Kopf für die Franken. Ein echtes Aufbäumen ist danach nicht festzustellen. Erst als der eingewechselte Club-Ersatzkeeper Alexander Stephan bei einem Abschlag patzt und einen griechischen Angreifer anschießt, kann PAOK Thessaloniki durch Athonasios Papazoglou ausgleichen. Typisch Club: natürlich in der Schlussminute.

Trotz Remis haben sich die gefühlten 500 griechischen Sportheim-Wirte aus Franken gefreut, dass mal ein Verein aus ihrer Heimat in ihrer Wahlheimat spielt. Das letzte Spiel in Schweinfurt mit griechischer Beteiligung ist 40 Jahre her. Dabei trafen der FC Schweinfurt 05 und PAOK Saloniki im Endspiel um ein A-Jugend-Turnier aufeinander. Damals versuchten 3.500 griechische Fans nach einer strittigen Elfmeter-Entscheidung auf den Schiri einzuprügeln. Der flehte die Schweinfurter Spieler an: "Bleibt auf dem Platz - die Griechen schlagen mich sonst tot!" Saloniki gewann damals mit 3 zu 2. Na dann, Jamas!
Wolfram Hanke

ENDLICH: DER NEUE 6ER IST DA!

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ein echter Bader! Der Glubb verpflichtet den erfahrenen, 33-jährigen Kapitän des PSV Eindhoven, mit dem er wohl schon länger in Kontakt stand.

Damit hat wohl keiner gerechnet, aber hier wurde genau die richtige Spielerpersönlichkeit verpflichtet, die dem jungen Team sicher gut tun wird.

Hier schon mal ein paar Eindrücke:

 



Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob denn nun wirklich jemand Andreas Ottl vermißt, der ja als einziger Bauernspieler bei Lahms Hochzeit auflief.

Denn Simons scheint mit seiner internationalen Erfahrung genau der Schaltkreis zu sein, der in dem jungen Glubb-Team fehlt, damit es als Gesamtheit funktioniert. Timmy hat zwar einen etwas kuscheligen Vornamen, ist aber von der Gestik, Härte, Abgebrühtheit und der Frisur das genaue Gegenteil von Ottl, also was wollen wir mehr?

HERR M. AUS A. HAT ENDLICH HERAUS GEFUNDEN...

...wie man Vuvuzelas benutzt.

LA OLA POR PINOLA!

Es hat etwas gedauert, aber Pino hat sich nach südamerikanischer Bedenkzeit (was du heute kannst entscheiden, versuche bis morgen lieber zu vermeiden) nun doch für den Glubb entschieden. Danke für die Fans! Denn als Pino in Augsburg nach dem Gewinn des zweiten Relegationsduells von den mitgereisten Fans trotz seiner Gelbsperre in Zivil in die Kurve gebeten wurde, hat sicher mit eine Rolle gespielt.
 
Am 14.6. stand es fest: Pino bleibt!
Für so eine Ehrerbietung muß man in anderen Vereinen lange warten. Öffentlich hieß es, der Glubb sei mit seinem Angebot für Pinola finanziell bis an die Schmerzgrenze gegangen. Aber dass ein Magath in Schalke nicht mehr aus den vollen schöpfen kann , ist wohl aus dem Pokerspiel um den besten Argentinier außerhalb ihrer Nationalmannschaft heraus zu lesen. Gleichzeitig hieß es, Magath kokettiere mit dem Red Bull-Chef Mateschitz und sei beim Regionalligisten Red Bull Leipzig im Gespräch. Außerdem liege Pino noch ein Angebot aus Rom vor. Also dürfte Pinos letztendliche Entscheidung wohl aus einer Mischung verschiedener Faktoren zusammen gesetzt sein.

-Seine Familie (Frau und zwei Kinder) und er sind seit fünf Jahren gut in Franken verwurzelt.
-Er ist zwar nicht der Kapitän, aber mit Schäfer der emotionale Führer der Mannschaft.
-Die Fans verzeihen ihm hier, daß er durchschnittlich in jedem dritten BL-Spiel ein Gelbe kassiert.
-Er hat als einziger Spieler immer Sprechchöre hinter sich.
-Der Zug für ihn in der argentinischen Nationalmannschaft ist wohl nun angefahren.
-Finanziell möchte ihn der Glubb unbedingt behalten und Bader und Woy haben sich hierbei wohl vorbildlich verhalten.
-Der neue Kader des Glubb läßt auf Spielfreude statt Depression in der neuen Saison hoffen.
-Kluges Schicksal in Schalke (fällt kaum noch auf) kann als schlechtes Beispiel gedient haben.
-Nichteinhaltung von Deadlines bei seiner Entscheidung wurden vom Glubb ungerügt toleriert.

Wir freuen uns auf die neue Saison mit Pino und möglichst viel Freudentränen!

WECHSELBÖRSE... SO TIPPT UNSERE HOOD:

Nun ist die Zeit der Wechselgerüchte. Wer geht? Wer wird gegangen? Wer geht gerne oder nicht gerne oder was wären die schlimmsten Befüchtungen? Wir fragten mal unser Umfeld nach deren Meinung. Ganz oben dann auch der aktuelle Stand der wirklichen Zu- und Abgänge...
 
"Und jetzt zeig mir mal die Importartikel!"

Endgültiger Stand 24.06.2010

Wer kommt?

Rubin Rafael Okotie (Austria Wien)
Christoph Sauter (FSV Mainz 05)
Dario Vidosic (MSV Duisburg, war ausgeliehen)
Matthew Spiranovic (Urawa Red Diamonds, war ausgeliehen)
Julian Schieber (VfB Stuttgart, ist ausgeliehen)
Per Nilsson (1899 Hoffenheim)
Robert Mak (Manchester City)
Almog Cohen (Maccabi Netanya)
 
Wer geht?

Thomas Broich (Brisbane Roar FC)
Dominik Reinhardt (FC Augsburg)
Jaouhar Mnari (FSV Frankfurt)
Daniel Klewer (Karriereende)
Daniel Gygax (FC Luzern)
Eric Maxim Choupo-Moting (Hamburger SV, war ausgeliehen)
Mickael Tavares (Hamburger SV, war ausgeliehen)
Havard Nordtveit (FC Arsenal, war ausgeliehen)
Breno (FC Bayern München, war ausgeliehen)
Andreas Ottl (FC Bayern München, war ausgeliehen)
Marcel Risse (Bayer Leverkusen, war ausgeliehen)

ZWISCHENSTÄNDE:

Bleibt (Stand 14.06.2010)

Javier Pinola, Abwehr (1. FC Nürnberg)

Zugänge (Stand 11.06.2010)

Robert Mak, Mittelfeld (Manchester United II)

Zugänge (Stand 07.06.2010)

Per Nilsson, Abwehr (TSG 1899 Hoffenheim)

Zugänge (Stand 02.06.2010)

Almog Cohen, Mittelfeld (Maccabi Netanya)
Christoph Sauter, Sturm (Mainz 05 U19)
Rubin Rafael Okotie, Sturm (Austria Wien)
Julian Schieber, Sturm (VFB Stuttgart, Leihspieler)
Matthew Spiranovic, Abwehr (Urawa Reds, Ende Leihzeit)
Dario Vidosic, Sturm (MSV Duisburg, Ende Leihzeit)

Abgänge (Stand 02.06.2010)

Jaouhar Mnari, Abwehr/Mittelfeld (FSV Frankfurt)
Marcel Risse, Sturm (Bay. Leverkusen, Ende Leihzeit)
Daniel Klewer, Tor (Karriereende)
Daniel Gygax, Mittelfeld (FC Luzern)
Thomas Broich, Mittelfeld (Brisbane Roar)
Dominik Reinhardt, Abwehr (FC Augsburg)
Håvard Nordtveit, Abwehr (Arsenal Res.)
Mickaël Tavares, Mittelfeld (Hamburger SV, Ende Leihzeit)
Eric Maxim Choupo-Moting, Sturm (Hamburger SV, Ende Leihzeit)
Noch nicht 100 %ig klar: Breno, Abwehr, Andreas Ottl, Mittelfeld

Und hier die Tipps vom 20.5.:

Axel Ballreich, Concertbüro Franken:
Wer geht?
Diekmeier plus die Leihspieler.
Wer geht? (schlimmste Befürchtung)
Ottl
Wer bleibt?
Harry (leider) und alle, die uns "gehören" mit Ausnahme von Dennis Diekmeier, siehe oben.
Wer kommt?
Julian Schieber vom VFB und Nilsson von Hoffenheim, sowie der Österreicher mit der dunklen Hautfarbe.

Mani Bischof, Sektion Stadionverbot
Wer geht?

Hoffentlich der Euro Harry. Und bringt uns unsere Euros wieder. Dann Risse, Bunjaku, Mnari, Gygax (wer war das gleich wieder?), Diekmeier, Ottl, Nordveidt, Maxim. Ausser Konkurrenz: Hecking & Bader (wohl eher nicht, verdammt!)
Wer geht? (schlimmste Befürchtung)
Pinola, Wolf, Gündogan
Wer bleibt?
Mintal, Schäfer, Stolper Harry (befürchte ich)
Wer kommt?
Sergio Fabian Zarate, Dieter Eckstein, Alain Sutter *träum* Hans Meyer

Tom Pawlik, Agentur Selbstlos
Wer geht?

Mintal, Ottl, Ouzo-Harry, Diekmeier, Tavares.
Wer geht (schlimmste Befürchtung)
Breno,
Wer bleibt?
Hecking, Breno, Pino, Ilkay.
Wer bleibt: (schlimmste Befürchtung)
Choupo, Ouzo-Harry
Wer kommt?
Nilsson, Sauter, Cohen, Gekas (im Tausch mit Ouzó-Harry-unser Betrag für Griechenland)

Bernd Harbauer (Universal Music)
Wer geht?

Harry (hoffentlich - spielt eine Hammer-WM und wir können ihn für 10 Mio verticken), Nordveidt, Gygax und Mnari können von mir aus auch – der Rest MUSS bleiben!
Wer geht (schlimmste Befürchtung)
Diekmeier und Schokopudding.
Wer bleibt?
Pino (sowieso), Gündogan bleibt – wo soll er denn hin?) der ist noch zu jung.
Wer kommt?
Cohen (ist das der sohn von Leonard? Bestimmt Nilsson aus Hoffenheim, vielleicht der fränkische Schwede - heißt Michael Görlitz und kommt von Halmstad BK.

Shultzie, Musikhaus Thomann
Wer geht (hoffentlich)?

Tavares - kein großer Verlust. Choupo-Moting (Chappi-Dingdong :-), Risse, Mnari, Gygax, Nordtveit, Charisteas.
Wer geht: (schlimmste Befürchtung)
Gündogan (Leverkusen), Pino (Lazio)
Wer bleibt?
Hoffentlich der Rest.
Wer kommt?
Der eine -ic aus Bielefeld, Hugo Almeida (frommer Wunsch? Wäre endlich mal ein Knipser.), Per Nilsson.

Name: Ewald Funk, .rcn
Wer geht

Schoko-Pudding, Risse, Bunjaku, Mintal, Mnari, Gygax, Diekmeier, Ottl, Nordveidt, Harry
Wer geht (schlimmste Befürchtung)?
Gündogan
Wer sollte gehen?
Alle zurück gekehrten Australier.
Wer bleibt?
Pino, und die, welche eh sicher bleiben wie Judt und so.
Wer kommt?
Cohen, Nilsson, Sauter, der schwedische Jungstürmer aus Franken (Namen vergessen)
 
 

DIE KOLUMNE "DER GLEINE GLUBB" HEFT .rcn 139 28.05.2010, DER GLEINE GLUBB

Also ich finde Relegation schick. Seitdem die wieder eingeführt wurde, waren wir zweimal dabei und haben viermal ohne Gegentore gewonnen. Klar sogar. In diesen vier Spielen wurde der Glubb auch endlich einmal für den Kern der Sache in Deutschland wahrgenommen, um den es eigentlich geht: Fußball spielen.
Bereits bei der Anreise im Hinspiel gab es erste Richtungshilfen für die Augsburger Gäste.
Der Rest der Saison war eher Geduldsprobe, Kneippkur und Nerventest zugleich. Man fing bescheiden an, erreichte ständig neue Tiefpunkte und war wie im Vorjahr dafür bekannt, der Depp der Liga zu sein. Der Hinrundenschluß in Köln war dann auch die Krönung, denn dort merkte selbst der letzte Gehirnbefreite, dass die Mannschaft seit drei Spielen versucht, ihren Trainer rauszumobben. Oder wie ist es zu erklären, dass Spieler bei dichtem Naßschneefall nach 90 Minuten im blitzsauberen Trikot vom Platz trotten? Da es ja sonst keiner schreibt: Oenning wurde boykottiert, weil er nicht beim Sport daneben gelangt hat, sondern eher im privaten Bereich. Weiter ging es nach der Winterpause unter Heckings Leitung und mit einigen dringenden personellen Verstärkungen auf das alljährliche Saisonziel Nichtabstieg zu. Da merkt man dann, dass die Mannschaft endlich zusammen gefunden hat. Schlußendlich war der Glubb doch kein Depp und Rekordabsteiger. Als Fan gewöhnte man sich halt an unsere Bewegungslegasteniker und entwickelte Gefühle wie in einer alten Ehe. Allein die Abwehr: Pino sammelt halt leider gelbe Karten wie andere Panini-Bilder, Wolf ist halt eher Abwehrmetzger als der Grätschen-Chirurg Maroh und der beliebteste Verteidiger war nach nur sechs Spielen Breno, der mich wegen seiner Statur und Frisur immer an dieses Predator-Monstrum aus dem Film mit Arnie erinnerte. Mehr gemeckert und geschmunzelt bis zur neuen Spielzeit wird wie immer auf unserer Website unter rcnmagazin.de > Der wahre Glubb Blog. Da erfahrt ihr alles über die Transferperiode und den üblichen Sims, der mir nach dieser Saison schon bis zum Hals steht. Denn beim Glubb ist es nie langweilig, und wer die Vereinsleitung kritisiert, sollte mal zu anderen hochgelobten Vereinen und deren Scherbenhaufen schauen! Tante Hertha, Bochum, HSV, Volksburg, Hoppenheim, Vizekirchen... Ewald Funk
 

GESCHAFFT! FCA-FCN, 17.05.2010 0:2

Ziemlich lange Saison, oder? Nach all den Diskussionen der letzten Monate ging nun eine nervenaufreibende Spielzeit zuende. Der Glubb hat die Relegation klar für sich entschieden. Ähnlich deutlich wie im letzten Jahr, als Goddbus alles verlieren konnte, und der Glubb erst recht. Dieses Jahr konnte Augsburg nicht absteigen, der Glubb aber schon. Doch die Nerven hielten.
 
Wir sind auch keine Schwaben.
Man sollte jetzt aber nicht in Euphorie verfallen, denn nun beginnt die Transferperiode mit massig Wechseln. Trotz Kritik an der Einstellung werden uns einige Leihspieler verlassen, die man gerne noch länger hier gesehen hätte. Hoffentlich wird der Auftritt der Risses und Choupos und Ottls bei zukünftigen Gegnern nicht so derb wie der von Reinartz, der im Vizekusen spiel Breno ins Krankhaus trat.

Kurzer Rückblick zum Augsburg-Spiel: Die Augsburger bekamen Gott sei Dank vom Glubb bereits von Beginn an aufgezeigt, dass es doch einen Klassenunterschied gibt in diesem direkten Vergleich. Sicher wären die Fuggerer zu einem besseren Spiel in der Lage gewesen, vor allem vor eigenen Publikum. 2000 Glubbfans waren aber lauter als die Schwaben, und somit geht der Klassenverbleib auch aufs Konto der FCN-Fans. Zurück zum FCN-Stigma: Das Karma des Glubb traf diesmal die Schwaben. Augsburg hatte ja schon einmal vor nicht langer Zeit am letzten Tag den Aufstieg von der dritten in die zweiten Liga vergeigt. Solche Geschichten kann der Glubb auch gut. Allerdings hat der die besseren Fans! Wir sind der Glubb!

STIMMEN ZUM SPIEL:

Augsburgs Trainer Jos Luhukay: "Wir können uns die nächsten Tage besinnen und uns über einen dritten Platz und ein DFB-Pokal-Halbfinale freuen."

Glubb präsi Franz Schäfer: "Ich freue mich auch, in meiner kurzen Amtszeit als Präsident, keinen Abstieg erlebt zu haben."

Dominic Maroh: "...aber jetzt haben wir es wieder gut gemacht und ich freue mich einfach nur auf die Party!"

Raphael Schäfer: "Nach fünf Minuten war mir klar, dass wir das heute schaffen. Man hat den Klassenunterschied dann doch gesehen."

Andy Wolf: "Augsburg hätte am Ende vier Tore machen müssen. Sie hatten vorher den Mund ein bisschen zu voll genommen."

Christian Eigler: "Jetzt wollen wir erstmal feiern und zwei bis drei Wochen abschalten, dann sehen wir in die neue Saison."

FCA-Keeper Jentzsch: "Klar bin ich enttäuscht. Unterm Strich muss man aber sagen, Nürnberg war in den beiden Spielen besser."

Kommentator Mehmet Scholl zum Ellbogencheck von Thurk gegen Maroh: „Klar Rot. Warum schlägt der Thurk da zu? So was ärgert mich, das hat er nicht nötig."

HELDEN DES SPIELS:

-Gesamte Glubbmannschaft. Weil sie eine Mannschaft waren.
-Choupo, weil der Gefoulte normalerweise nie den Elfer treten darf. Er schon.
-Gündogan: Wegen seiner Distanzschüsse oft in der Kritik, gesund gespritzt zeigte er das Gegenteil.

ANTIHELDEN DES SPIELS:

-Einzelne Augsburger Spieler, die den sowieso milden Schiri mit ständigem Gemecker auf den Keks gingen.
-Einzelne Augsburger Spieler, die durch Rugby statt Fußball auffielen und sich hinterher auch noch beklagten, beim Glubb würde mit versteckten Fouls gearbeitet.
-Ex-Glubberer Dominik Reinhardt. Trotzdem gute Besserung.
-Augsburgs Michael Thurk, er hätte sich professioneller in Erinnerung behalten können.
-FCA-Traore, seine angeblichen Erstligaangebote hat er sich verdient mit einer roten Karte versemmelt.
 

FCN VS. FCA, 14.05.2010 1:0, HIER REGIERT...

Die Relegation ist eine Wundertüte, und der Glubb sowieso. Dass der Klassenunterschied dann doch so krass ausfallen würde, hätte ich persönlich vor dem wichtigen ersten Spiel um den Klassenerhalt nicht geglaubt. Bei den Toren galt klar das Fazit: Ein bißchen mehr für Nürnberg hätte es schon sein können.
 
Eigler holt sich Ovationen in der Kurve ab, Frantz (im Mantel) kam sogar von der
Ersatzbank aus angerannt.
Einen Sonderpunkt ging aber auf jeden Fall an die Fans, die aus allen Ecken Nordbayerns kommend ihren Glubb vorbildlich unterstützten. Nach vorsichtigen Abtasten in der ersten Halbzeit, versemmelte der Glubb mal wieder alles an Großchancen, was ging. Fazit für die nächste Saison wo auch immer: Ein treffsicherer Stürmer muß her. Und umsichtige Mittelfeldler, die die Spitzen bedienen.

Enttäuschend aus unserer Sicht: Der ehemalige Glubberer -und Ausleihe an Augsburg- Dominik Reinhardt. Kurz vor der Relegation vertraglich nun fest an die Fuggerstädter gebunden sorgte durch sein rüdes Abwehrverhalten für Erleichterung. Und zwar, dass er bei Augsburg bleibt und nicht wieder zum Glubb kommt. Vor dem Spiel erklärte er noch: "Der Club muss in der kommenden Runde zweitklassig spielen, so leid es mir auch tut“. Ohne Worte.

Auch wenn in der Berichterstattung heute eher kolportiert wird, der Glubb hätte mit Glück und knapp gewonnen, so läßt das Auftreten und die spielerische Klasse doch auf einen Erfolg im Rückspiel in Augsburg hoffen. Mit dem selben Einsatz ist das zu packen, und sogar ein 0:0 in Augsburg würde reichen. Eine glückliche Schiedsrichterwahl der DFL vorrausgesetzt. Statistisch sieht das Hinspiel gut aus:

Schüsse auf das Tor:
FCN 24   FCA 7
Flanken:
FCN 37   FCA 11
Ballbesitz:
FCN 62%  FCA 38%
Fouls:
FCN 8    FCA 17

STIMMEN ZUM SPIEL:

Erstaunliche Parallelen: Das Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft am frühen Abend in Aachen gegen Malta, die Stimmen hierzu hätten auch gut zum Glubb gepaßt, umgekehrt auch...

Bundestrainer Jogi Löw: "Es waren einige Tore zu wenig. Wir haben uns zwar viele gute Möglichkeiten herausgespielt, aber auch einige zu lässig vergeben" ... "Das Ergebnis ist zu niedrig ausgefallen."

Lukas Podolski: "Was man bemängeln kann, ist, dass wir noch das eine oder andere Tor hätten mehr machen müssen"

FCN-Stürmer Eigler: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, nur die Chancenverwertung hätte besser sein können"

Raphael Schäfer: „...natürlich wäre ein zweites Tor noch schöner gewesen."

Mike Frantz: "Heute wäre noch mehr drin gewesen, aber wir sind gewarnt."

Dieter Hecking: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie den verschossenen Elfmeter weggesteckt hat."

WEITERE STIMMEN:

Dominik Reinhardt (Augsburg): "Das war heute kein Offensivfeuerwerk von uns, wir wollten den Club eigentlich in die Verzweiflung treiben und gezielte Nadelstiche setzen."

Simon Jentzsch (Augsburg):  "Das ist ein anderer Fußball, der in der 1. Liga gespielt wird."

UNSERE HELDEN DES SPIELS:

Choupo-Moting (dribbelte diesmal sicherer, band meist zwei Gegenspieler)
Eigler (das neue Phantom des Glubb)
Frantz (Mitreißende Motivation)
Judt (verteidigte fast fehlerlos und stürmte, ohne seinen Posten hinten zu vergessen, wer ist eigentlich Diekmeier?)
Pinola (trotz kurzer fahriger Phase Weltklasse vorne und hinten, Schade um die gelbe, hoffentlich war dies nun nicht seine letzter Auftritt für Nürnberg)
Gündogan (seine Wendigkeit ist überirdisch, seine Ballverluste bügelt er meist)

ANTIHELDEN DES SPIELS:

Babak Rafati (Schiri mit schlecht kaschiertem Defizit in Punkto Fairness)
Dominik Reinhardt (Treten und Großmaul statt Technik)
Uwe Möhrle, Jonas De Roeck, Daniel Baier, Michael Thurk (Die anderen Gelbsünder der Augsburger)
Michael Thurk (Bestätigte sein Image als linke Zecke)

AUFGESCHNAPPT: FORENBEITRÄGE


AZ Forum: "War ein Klassenunterschied zu sehen. Was will Augsburg in Luga 1? Das wäre ein neues Tasmania Berlin."

NZ Blog: "Was war gestern nur mit den Augsburgern los? So hat man die doch die ganze Saison nie erlebt! Offenbar hat der Club eine echt lähmende Ausstrahlung, nicht nur auf sich selbst."

Clubfans-United: "Dieser Thurk ist mir höchst unsymphatisch klar, dass er sich Pino ausgesucht hat zum provozieren, der ist als Hitzkopf ja auch sofort mit dabei. Nichts anderes tat dieser Augsburger Spieler 90 min lang."

Clubfans-United: 1:0 klingt erst mal nicht so toll, aber der Club wird auch im Rückspiel ein Tor machen und Augsburg machte auf mich gestern nicht den Eindruck, als ob sie überhaupt ein Tor erzielen könnten."

Clubfans-United: Und eigentlich hat der Club gestern eigentlich fast alles richtig gemacht. Und dass wir keine Tormaschine sind, war ja bekannt."


 

DANKE FÜR NICHTS! FCN-KÖLN AM 08.05.2010: 1:0

Normalerweise herrscht beim Glubb ja das Konjunktiv oder Murphys Law, wo alles passiert, was passieren kann. Im letzten regulären Spiel gegen Köln waren nur die ersten zehn Minuten aufregend. Danach war der Zwischenstand aus der Begegnung Bochum-Hannover allseits bekannt und die Luft aus der Partie.
 
Wenige Minuten vor dem verfrühten Abpfiff klingelte es in Kölns Klüngelbeutel.
Das muß sich auch schnell aufs Spielfeld übertragen haben, denn die Vorstellung der Glubberer war zwar dominant, aber eher Schongang. Und so dauerte es bis kurz vor Schluß, bis Ottl den Ehrentreffer schießen durfte. Sein erstes Saisontor, am letzten Spieltag, und eine Standartsituation, für die der Glubb ja nicht gerade berühmt war. Das Weichspülprogramm zog sich aber nicht durch die ganze Mannschaft: Pino, Schäfer und begrenzt Judt plus Frantz, der aber verletzt zur Pause ausgewechselt wurde. Das Spiel hatte ehrlich gesagt manchmal den Eindruck, wenn alles abgesprochen gewesen wäre. Lustig auch der Schiri Gagelmann, ein Meister der Pingeligkeit und Selbstdastellung. Schäfer war durch sein Meckern kurz vor der verhängnisvollen gelben Karte, und Freistöße wurden grundsätzlich wiederholt, weil sie zu schnell ausgeführt wurden. Im Fall des Tores war das ausnahmsweise auch die richtige Entscheidung.

Stimmen zum Spiel:

Dominic Maroh: "In der Winterpause hätten wir gerne die Option der Verlängerung gezogen, wenn uns die jemand angeboten hätte."

Andreas Wolf:  "Wir sind als Erstligist natürlich Favorit und wollen und werden dieser Rolle auch gerecht werden. Wir werden 180 Minuten Vollgas geben!"

Marek Mintal: "Das Spiel in Bochum hat uns heute gar nicht interessiert, wir wollten diesen Sieg und haben ihn errungen."

Faszination-Nordkurve.de
: "...das erste direkte Freistoßtor des FCN in der Bundesliga seit Ivica Banovic vor fünf Jahren in Kaiserslautern bei Hans Meyers Einstand!"

Es ging um nichts mehr, denn die Relegation für den Glubb wurde woanders entschieden. Gut so. Als positiv muß aber vor allem die Zuschauerunterstützung angesehen werden. Nun folgt die Relegation und in Augsburg hat man nichts zu verlieren und ist heiß darauf, Nürnberg die Suppe zu versalzen. In der Augsburger Allgemeinen konnte man interessantes lesen:

"Die Nürnberger halten sich immer noch für zu gut, als dass sie in die zweite Liga strafversetzt werden könnten. Das hielten sie 2008 ganz ähnlich. Nach dem DFB-Pokalsieg hat man es lange Zeit für eine Laune des Schicksals gehalten, dass man im unteren Tabellendrittel umhergeisterte. Am Ende stieg der Club ab. Die Nürnberger nehmen, wann immer es geht, jede erdenkliche theoretische Chance wahr abzusteigen." Weiter unten steht folgendes: "Die Nürnberger haben eine unterdurchschnittliche Bundesliga-Mannschaft, die sich in unterdurchschnittlicher Form befindet und einen Negativ-Lauf hat. Der FC Augsburg hat die beste Rückrunden-Mannschaft der zweiten Liga. Viel spricht nicht für den FC Nürnberg."

Hierzu die Nürnberger Abendzeitung:
"Der FCA hat bis auf die Millionen von Mäzen Walther Seinsch und eine große Tradition als Zweitliga-Kind wenig vorzuweisen. Und so darf es gerne auch bleiben!"

Bild Nürnberg:
"Einen Extra-Motivations-Schub bekam der Club gestern aus Schwaben. Dort kommentierte die Augsburger Allgemeine..." (siehe oben)

Stimmen zum Relegations-Derby:

Andreas Ottl: "Es wird eine sehr schwere Aufgabe. Sie wissen genau, was auf sie zukommt"

Ex-Glubberer und jetzt-Augsburger Dominik Reinhardt: "Auch wenn es nun gegen den Club geht, möchte ich natürlich mit dem FCA unbedingt aufsteigen."

Raphael Schäfer zur Relegation im letzten Jahr: "Die wollten uns damals in einer Hälfte besiegen, obwohl man zwei Spiele Zeit hat."

 

WIR GRATULIEREN DEM VEREIN ZUM 110TEN!

Von der allseits geforderten rot-weißer Kollektivbeflaggung sieht man heute in Nürnberg leider nicht viel. Wir trinken aber im Stillen ein Gläschen auf die 18 Mann, die sich am 4. Mai 1900 in der Burenhütte auf der Deutschherrenwiese trafen, das ist hier gleich um die Ecke!

Der Aufstiegsrasen aus 2009 gedeiht übrigens wieder, siehe Bild!

01.05.2010 HSV : FCN: 4:0 WINKE WINKE!

Nach der desolaten Vorstellung unserer Mannschaft in Hamburg klinken wir uns aus der aktuellen Berichterstattung aus und sind sprachlos. Dia aktuelle Glubbmannschaft ist nun sicher auf dem Weg in die zweite Liga. Und sowas zum Glubbjubiläum! Wir übergeben das Wort an die Protagonisten und Fans und packen für Samstag schon mal die weißen Tücher ein zum kollektiven Winke-Winke wie 2008.

Martin Driller (Ex-Glubberer) 5.5.2010:

„Es gibt in der Bundesliga sicher keinen zweiten Verein, der so wenig fußballerische Kompetenz in seinen Führungsgremien sitzen hat. Darum wiederholt sich in Nürnberg der gleiche Trott alle paar Jahre wieder.“

Dieter Eckstein (Ex-Glubberer) 5.5.2010:

„Die Mannschaft muss sich jetzt zusammenreißen, da müssen die Socken qualmen und die Spieler müssen Blut schwitzen“

Reinhold Hintermaier (Ex-Glubberer) 5.5.2010:

„Gerade in so einem Spiel brauchst du einen erfahrenen Mann wie Mintal, der einen Namen hat und torgefährlich ist. Selbst wenn er schlecht spielt, bindet er immer zwei Gegenspieler und in diese Lücke kann dann zum Beispiel Albert Bunjaku stoßen“

Hans Meyer, Ex-Trainer, 05.05.2010:

Schauen Sie doch einmal, wo diese junge Mannschaft herkommt: Aus der  zweiten Liga, im Winter vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Und jetzt können wir aus eigener Kraft drin bleiben! In Berlin, wo ich  ja auch gearbeitet habe, würden sie doch alle mit Kusshand mit euch tauschen! Ich find’s gut, wie Dieter Hecking ruhig und souverän  eine Linie, die er in der Rückrunde verfolgt hat und die ihn auszeichnet, durchzieht.

Schultzie, 03.05.2010:

"Fast die gesamte Rückrunde beschwörte die Mannschaft immer die fanstastischen Fans, die ein großer Rückhalt seien und so weiter. Wann zahlt die Mannschaft denn diese einzigartige Unterstützung endlich zurück?"

Raphael Schäfer 3.5.2010: "Wenn wir so gegen Köln spielen, steigen wir ab. Das ist ein Endspiel, ein Spiel, das wir uns so ausgesucht haben. ... Es muss eine Menge passieren in dieser Woche." Kommentar: Was soll da noch passieren? Die könnten die zweite Mannschaft antreten lassen, die blamieren uns vielleicht nicht so...


Fan 2010 im AZ-Forum, 3.5.2010: "Schon lange war das Auswärtsspiel in Hamburg geplant, wir waren uns sicher nach dem Spiel gemeinsam mit Hamburgern und Pauli-Fans zu feiern haben viel Geld investiert für Bahntikets und Eintrittskarten. Bis 15Uhr 30 war alles super. Und plötzlich bekommst du von deiner Lieblingsmannschaft deinem Verein den du immer die Treue hältst eine voll in die Fresse! Da laufen 11 Mann rum denen wir scheiß egal sind die keinen Charakter und Einstellung haben, keine Moral und einen Funken Ehre besitzen sich Willenlos vorführen lassen. Ein Trainer der völlig Emotionslos da sitzt und hinterher lapidar in die Kamaras sagt wir haben halt einen Fehler gemacht, das Trainerteam konnte die Spieler nicht emotionalisieren."

FCN : BVB, 24.04.2010: 2:3, DER NÄCHSTE MATCHBALL VERGEIGT!

Hitziges Spiel, null Punkte, seltsam verhaltenes Zweikampfverhalten. So steigt man ab, das ist klar. Auch wenn einen alle (darunter viele BL-Trainer) einreden, dass der Glubb eigentlich nicht in die zweite Liga gehört mit dieser Mannschaft.
 
Unser Club feiert am 4. Mai seinen 110.
Geburtstag. Bekennt alle Farbe: Das
Rathaus und die Burg machen es auch!

Lichtblick an diesem strahlend schönen Aprilnachmittag waren - wie schon so oft der Pino - der als einer der einzigen Spieler den angemessenen Biss zeigte. Wie die Dortmunder. Die gingen immer zügig zum Ball und ließen den Glubberern kaum Platz zum Spielaufbau. So lange, bis der Fehlpass zwingend kam, und schon war der BVB am Angreifen. Das möchte man gerne mal vom Glubb sehen. Aber die schauen lieber zu (inklusive Pino), wie z. B. beim wichtigen dritten Tor, welches den Glubb leer ausgehen ließ und den BVB in die internationale Klasse rutschen ließ. So einfach ist Fußball, da braucht es nicht einmal einen Barrios, den hätte mein Sohn auch reingenetzt im Nachschuß. Wenn drei verteidiger dabei zuschauen, klappt das. Da kann man eigentlich auch Absicht unterstellen.

Nun geht es im vorletzten Endspiel gegen den HSV, denen es nach Fulham eigentlich um nichts geht, aber die haben ja gerade Labba rausgeschmissen. Und gegen Mannschaften direkt nach dem Trainerwechsel haben wir ja in dieser Saison immer verloren. Dann sind wir mal gespannt, wie unsere Ballkünstler am 1. Mai rennen.

STIMMEN ZUM SPIEL:

BVB Fun-Trainer Jürgen Klopp: "Das heute war ein schweres Spiel... Vorallem bei Standards und Kopfbällen waren die Clubberer gefährlich." (??)

Mike Frantz: "Es war wichtig, dass wir nach dem schwachen Spiel gegen Freiburg eine Reaktion gezeigt haben ... Die gleiche Leistung müssen wir nun gegen Hamburg zeigen." (???)

Mike Frantz: "Die gleiche Leistung müssen wir nun gegen Hamburg zeigen, vielleicht sind die ja auch nach dem Spiel gegen Fulham ein bißchen müde."

Raphael Schäfer: "Den Dortmundern wurde es heute zeitweise zu einfach gemacht, sie wurden regelrecht zum Tore schießen eingeladen. Gegen Hamburg wird es schwer, wir hatten schon gegen Wolfsburg auf eine gewisse Müdigkeit gehofft und wurden eines besseren belehrt. Der Abstieg ist für mich keine Option, wir werden das schaffen – auch wenn wir bis zum letzten Spiel kämpfen müssen."

Andreas Ottl: "Selbst nach dem 1:3 kamen wir wieder zurück. Wir sind nun auf Platz 14 und haben es glücklicherweise selbst in der Hand, mit dem Thema Abstieg endgültig abzuschließen."

KOLUMNE: DER GLEINE GLUBB: HEFT 138 (MAI)

Wenn diese Ausgabe bereits eine Woche draußen ist, dürfte die Frage nach dem Klassenerhalt für den ruhmreichen Glubb beantwortet sein. Wie viele Nerven in den beiden Spielen bei den Fans dran glauben müssen, weiß ich nicht. Ich beneide aber Mannschaften, die vor Wochen bereits alles klar gemacht haben, und nicht absteigen. Die ihre Hausaufgaben erledigt haben, während unsere Profis weiter so wirken, als wären sie nicht wirklich drastisch abstiegsgefährdet, sondern andere. Sowohl beim Meistertitel, als auch in der Abstiegszone ist momentan eines klar: Noch gar nichts. Denn die Tabellenschlusslichter dienen sich als Punktelieferant und Aufbaugegner für die da oben an, nach der Heimpleite gegen den BVB (klasse Fans, Respekt!) liegen alle Teams so eng beieinander, dass wohl erst am 8. Mai zuhause gegen Köln die Würfel fallen. Je nachdem wie die anderen spielen. Wer wird Meister? Wahrscheinlich Schalke, zumindest für wenige Minuten wie 2001. Wer steigt ab? Nicht einmal Hertha muss zwei Tage vor Ligaschluss schon fest für die zweite Liga planen. Fast wie in der Formel 1, wo man manchmal das Gefühl hat, dass ein knapper Saisonschluss bewusst von den Teams manipuliert wird, damit die Werbegelder tüchtig fließen. Warum die Relegation 2009 für den Glubb so perfekt gelang? Weil die Cottbusser Spieler in Gedanken schon längst wo anders waren, meistens bei ihrem Spielerberatern, die bereits die ersten Angebote von anderen Vereinen auf dem Tisch hatten. Glubb gegen BVB lief genau so, wie die voran gegangenen zwei Niederlagen, man hatte immer das Gefühl, dass hier keine überzeugten Glubberer auf dem Platz standen, sondern Vollstrecker einer Trainertaktik. Und dass sich jeder durch Einzelaktionen eher anderen Vereinen anbietet, als einem der traditionsreichsten Vereine der Bundesliga zu dienen. Liebe Leihspieler, liebe Wechselwillige, wir wollen Euch hier in bester Erinnerung behalten und ihr wollt doch nicht später von euren früheren Fans gellend ausgepfiffen werden, wie kürzlich erst Kluge und Zwetschge, oder? Also lernt den Satz auf dem kleinen Plastikplättchen auf euren Trikots endlich auswendig und verhaltet euch so auf dem Platz, wir sind hier nicht in Wolfsburg oder Hoffenheim. Um es mit Heiner Stuhlfaulths Worten zu sagen: „Eine Niederlage sahen wir als Blamage für unser Heimatstadt an!„
Ewald Funk
 

VORSCHAU ENDSPIEL NR. 1 FCN VS. BVB AM 24.04.2010

Wie schön hat es die Westvorstadt. Weder Auf- noch Abstiegssorgen. Beim Glubb wird es eng. Eine kleine Vorschau auf das erste von hoffentlich drei Endspielen um den Klassenverbleib. Endspiel deswegen, weil es die Spieler in Freiburg ja vergessen hatten, worum es den zahlenden Fans geht.
In Dortmund ist abstrakte Kunst sehr populär. Wenn wir jetzt wüßten, was diese
gelbe Skulptur darstellen soll?
1. Ein Hundekothaufen
2. Homer Simpson im Faschingskostüm
3. Der Eyjafjalla

Nerlinger:
"Für das Spiel gegen Dortmund hab ich ein gutes Gefühl. Zum einen, weil schlechter als in Freiburg ist nicht mal dem Ruhmreichen möglich. Und zum anderen fällt der beste "Dortmunder" ja aus, nämlich der Herr Kapitän Wolf. Der hat ja in Freiburg aus einer grottenschlechten Mannschaft nochmal negativ herausgeragt... Ich nehme mal an, dass Judt oder Nordveit in die Innenverteidigung rutschen werden. Und sooo überragend waren die Dortmunder letztes Wochenende ja auch nicht. Wobei, ich denke für den Klassenerhalt müssen auf jeden Fall noch 6 Punkte her, und am besten mit 3 jetzt gleich am Samstag mal anfangen...
Viele Grüße, Nerlinger"

Mintal:
"Hm - das wird schwer - wir müssen über 90 Minuten laufen und kämpfen und wenn der Gegner dann kein Tor schießt könnten wir sogar 2:1 gewinnen... :-)"


AUSLANDSEINSATZ: RAPID WIEN : MATTERNBURG, 3:0 (23.3.2010)

SV Mattersburg = sind aus dem Burgenland und spielten in der Bundesliga der Ö-heimer gegen unsere Freunde aus Wien.
Unsere Freunde von Rapid haben natürlich 3:0 gewonnen. Ebenso natürlich, wo ich bin gibt es scheinbar immer Aktion wie Bengalos. Tsss...
Hier drei fesche Rapid-Fans. Der Gästeblock war dagegen dürftig besetzt. Das Gerhard Hanappi Stadion in Hütteldorf hat schon was, da sollten sich unsere Freunde von Erlangen-Süd mit ihrer Trolly-Hütte ein Beispiel nehmen.
Zum Spruchband der Ultras mit der Aufschrift „KOPF HOCH KOFFERDOKTOR“. Grund dafür ist, dass das Koffergeschäft von Rapid-Fan und Sponsor Gerhard Mosovsky völlig ausgebrannt ist, und zudem auch noch der Schwiegervater schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Mehrere Minuten gibt es emotionalen Applaus im ganzen Hanappi Stadion.

17.04.2010, SC FREIBURG-FCN: 2:1. DEN LETZTEN MATCHBALL VERSPIELT, IHR SCHLAFMÜTZEN!

Der Tag hätte auch schön sein können. Beim Auswärtsspiel gegen Freiburg präsentierten sich die Glubberer gegen die -pardon- Gurkentruppe aus Freiburg wie gegen Ende der Hinrunde, als die Spieler gegen Oenning auf dem Platz durch Untätigkeit protestierten. Das alles geschiet auf dem Rücken eines Traditionsvereins und seiner Fans. Beide haben ein solch schwaches Spiel einfach nicht verdient.
 
Gleich am nächsten Tag gab es für die
Versager ein Straftraining.

Muß der Glubb jetzt wieder von vorne anfangen? Erst die halbe Mannschaft feuern und ein Jahr finanzielle Durststrecke in der zweiten Liga planen? Nach dieser blamablen Auswärtsniederlage ist entgegen allen Statistiken und Rechnereien durch unverbesserlichen Optimisten der knallharte Abstiegskampf wieder Gegenwart am Valznerweiher. Trainer Hecking erwähnte eigentlich oft genug in den letzten Spielen, dass es die Mannschaft einfach immer zu leicht nimmt. Beim letzten Spiel wollte er vor Anpfiff einen Wecker in die Kabine stellen, diesmal gegen Freiburg wieder das alte Leid: Wir bauen selbst die letzte Gurkenmannschaft auf und angesichts der restlichen Spiele gegen grollende Dortmunder (wegen der verpassten Chance an diesem Wochenende, dazu 0:4 Niederlage im Hinspiel), sauere Hamburger (4:0 verloren im Hinspiel) und sorglose Kölner (im Hinspiel 3:0 verloren) ist sogar eines noch möglich: Dass uns das Schlusslicht Hertha noch überholt.

Ob die Spieler denn mal das kleine Schildchen auf ihrem Trikot durchgelesen haben? Darauf steht: "Es ist eine Ehre für diese Stadt, diesen Verein und die Bewohner Nürnbergs zu spielen. Möge all dies immer bewahrt werden und der großartige FC Nürnberg niemals untergehen."

HELDEN DES SPIELS:

Raphael Schäfer: Hielt was zu halten war, wie immer. Rastete Gottseidank trotz grottiger Leistung seiner Mannschaft nicht vollständig aus.

Javier Pinola: Kämpfte und machte wie immer einen sauberen Job. Ihm könnte man nach diesem Spiel nicht böse sein, wenn er immer Sommer wechseln würde. Hab da so ein dummes Gefühl...

TIEFPUNKTE:
-Wenn Freiburg schon keine Kiste zustande bringt, hilft der Glubb halt durch Eigentor. Und läßt sich dadurch auch noch einschüchtern.

-Ständige Fehlpässe.

-Einfallsloser Rumpelfußball.

-Berechenbare Spielzüge.

-Deutliche Loser-Mimik immerfort: "Wohin soll ich denn den Ball spielen/werfen"-mit Achselzucken gepaart.
.Überschrift in der NN: Andreas Ottl ist weiter vom Klassenverbleib überzeugt.

STIMMEN ZUM SPIEL
:

Raphael Schäfer: "Wir haben als Mannschaft verloren. Das hat kein Einzelner verbockt."

Hecking in der Pressekonferenz danach, wie nach (fast) jedem Spiel dieses Jahres: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir das ganze Spiel wie die letzten 10 Minuten angehen."

Hecking: "Wir haben als Team versagt. Jeder hat sein eigenes Ding gemacht. Als wir dann aufgewacht sind, war der Zug schon abgefahren."

Dominic Maroh nach dem Spiel: "Der Trainer hat jedem Spieler einzeln angesprochen und ihm erklärt, was er von ihm erwartet."


11.04.2010 FCN : VOLKSWAGENBURG, 0:2 GUTE PARTIE, ABER...

...ich weiß nicht, wie es Euch dabei geht, denn dieses Spiel könnte fatale Folgen haben. Der Glubb hat es am Sonntag einfach versäumt, die wichtigsten Punkte für das Absetzen von der Abstiegsgruppe zu holen. Stattdessen Nervenkitzel bis zum Schluss. Ja, auch gegen Wolfsburg darf man gewinnen. Waren die denn wirklich besser? Und wenn es nur ein Unentschieden gewesen wäre. Im Blätterwald wird die schnittige Partie unter massiver Zuschauerunterstützung leider etwas herunter gespielt. Von der Mannschaft vielleicht auch. Denn Absteigen kann der Glubb seit jeher meisterlich gut, meistens auch aus vermeindlich sicherer Position.
 
Bekam massig Pfiffe aus der Nordkurve: Ex-Glubberer Zwetschge.
Sonntag 17 Uhr. An dem Tag habe ich zweimal etwas im Stadion gelassen: Einmal Blut beim typisieren vorher (ging ratzfatz in der Stadionturnhalle, gut organisiert) und dann blieb auch etwas meiner Hoffnung. Und dabei war die Partie spielbestimmt durch bissig auftretende Glubberer. Schiri Guido Winkmann ließ an beiden Seiten Elfer durchgehen, das Gegenteil hätte die erste Halbzeit sicher torreicher gestaltet. 2:1 bei Verwandlung. Vor allem Pinola prüfte Bunjakus Landsmann Benaglio mit zwei brandgefährlichen Distanzschüssen, Schade, dass niemand zur Stelle war, denn der VFL-Torhüter hielt keinen der 100 km-Knaller sicher. Die zweite Halbzeit gehörte dann fast nur dem Glubb. Als kurz vor Ende auch noch Euroharry herumstolperte und von den Wölfen geschoben wurde war einem die Lust am Zuschauen und die Hoffnung auf einen Ehrentreffer endgültig vergangen. Am Schluß gab es wie bei der letzten Begegnung tragische Verlierer, nur dass das nicht wie im Hinspiel die Wolfsburger waren, die mit dem 2:0 eine Woche nach Ostern nun wichtige Punkte im Nahziel internationale Wettbewerbe sammelten. Schade für den Glubb, denen die Hannoveraner nun nach dem spektakulären Sieg gegen Vize-Schalke ganz knapp im Nacken sitzen. Wie gut, dass wenigstens die punktgleichen Bochumer gegen Stuttgart am Samstag patzten.

Drei Punkte nach unten wartet immer noch der Relegationsplatz, sechs nach unten Hertha (Auch wenn die sich momentan beim DFB nach oben klagen wollen, Preetz: "Skandal"). Klar ist im Tabellenkeller noch gar nichts, denn Freiburg wird mit Sicherheit nach Nürnberg (Samstag) gegen Wolfsburg, Köln und Dortmund keinen soo leichten Gegner haben und sich deshalb gegen den Glubb anstrengen. Man muß immer mit dem Unerwarteten rechnen. Ich glaube nicht an die angeblichen Auflösung der Freiburger nach der 4:0 Schlappe durch Bremen. Schauen wir uns doch mal die Schlagzeile aus dem Jahr 2007 an.
 

Hier verkündet damals ein gewisser Misimovic "Wir bleiben drin" und freut sich, weil der neue Trainer von Heesen "etwas gebracht hat". Wie das weiter ging, wissen wir. Wenn der Glubb nun patzt gegen Freiburg? Und die anderen gewinnen? Und die Wechselgerüchte plötzlich konkret werden? War schon das Hinspiel am Hinrundenende gegen Köln Arbeitsverweigerung einer streikenden Mannschaft, dürften Abganggerüchte in der Mannschaft ab Ende April bis zum letzten Spieltag diesmal bis dahin einen deftigen Schwelbrand erzeugen, der durch schlechte Ergebnisse tüchtig Sauerstoff bekommen könnte und zuhause gegen Köln das Wachkoma vom Schalke-Spiel 2007 entflammen könnte.

Helden des Spiels:

Gündogan: Tanzte wieder mal durch Körpertäuschung die Gegenspieler reihenweise aus. Mittlerweile fragt man sich, wer war eigentlich dieser Kluge damals? Hoffentlich bleibt Ilkay... Aber: Wenn da nicht sein fataler Fehlpaß auf den Gegenspieler gewesen wäre, der nach zwei Stationen zum 0:1 geführt hatte.

Pino: Symphtomatische Szene, als er 40-Millionen-Dzeko dermaßen frech den Ball vom Fuß klaute und sofort zum Gegenangriff überging. Dafür gab es Szenenapplaus. Maroh schaffte das auch einmal mit einer seiner präzisen Beingrätschen ohne Foul.

Antihelden:

Fast der gesamte Sturm des Glubb: Tordrang hört für sie generell immer am Sechzehner auf. Dann beginnt ein nerviges Querpaßspiel, statt mal gerade drauf zu halten und durchzubrechen. Nichts dergleichen passierte mit wenigen Ausnahmen. Als wenn der Strafraum vermintes Gelände wäre. Schüsse innerhalb des Sechzehners waren derart harmlos, dass man fast vermuten könnte, Bestechung wäre im Spiel. Ja, war natürlich auf keinen Fall der Fall, völlig absurde Vermutung meinerseits!

Zwetschge: Bekam als Ex-Glubberer fast nur Pfiffe, schade, aber auch kein Wunder nach dem Vorfall beim Hinspiel.

Stimmen zum Spiel:

Glubb Manager Bader zur ersten Halbzeit: „Wir wollten nicht ins offene Messer laufen“

VFL Trainer Köstner vor dem Spiel: "Bei uns herrscht Müdigkeit, auch im Kopf. Und wir werden auf eine mit Leidenschaft kämpfende Mannschaft treffen.“

Dominic Maroh: "Das Tor war wie zugenagelt."

Glubbtrainer Hecking nach dem ersten nicht gepfiffenen Elfer: "Vielleicht war ihm da noch die Sicht verdeckt, den muss er vielleicht nicht sehen."

Glubbtrainer Hecking zum zweiten nicht gepfiffenen Elfer: "Ich sage das nicht oft, aber heute ärgere ich mich über diese Entscheidungen. Albert Bunjaku werden klar die Beine weg gezogen, das muss man sehen!"

Glubbtrainer Hecking zum dritten nicht gepfiffenen Elfer: "Außerdem gab es auch ein Handspiel im Strafraum. Mit einer Führung im Rücken hätte das Spiel auch anders laufen können. In der zweiten Halbzeit waren wir viel besser. Diese Niederlage schmeckt uns natürlich überhaupt nicht."

Marcel Risse: "Wer hätte vor der Saison gedacht, dass wir gegen den deutschen Meister so gut spielen."

Dominic Maroh: "Es gibt Tage, da kannst du zwei Mal 90 Minuten spielen, ohne das Tor zu treffen. Heute war so ein Tag."


 

03.04.2010, FCN : MAINZ, 2:0: VOLLE LATTE AN OSTERN.

Ein Ostersamstag nach Maß: Mit 2:0 holten die Glubberer wichtige Punkte im Abstiegskampf gegen die Mainzelmännchen, wobei die erste Halbzeit interessant, die zweite eher bescheiden figurierte.
 
40. Minute: Chouppo stocherte die Kirsche noch irgendwie rein.
Trotzdem: Insgesamt ein tolles Spiel! Auch wenn die Tore nicht die Klasse eines Messi hatten, es hätte schlimmer kommen können für die Meenzer: Insgesamt viermal bretterte der Ball gegen das vielzitierte Aluminium der Gäste. Außerdem versorgte der Mainzer Spielmacher Andreas Ivanschitz die Newsticker mit einem Rekord und sorgte dafür, dass die Begegnung in fast jeder Neuigkeitenspalte ihren Platz fand. Nach nur 188 Sekunden kassierte er wegen versuchten Nachteretens gegen Javier Pinola eine rote Karte und flog -pardon- trottete vom Platz.
Freistoß für Freiburg: Keine Gefahr.

Trotz Überzahl, die ja manchmal nur statistisch auf dem Platz passiert, können die im Abstiegskampf sorglosen Mainzer zufrieden sein mit dem Ergebnis. Der Glubb sowieso, denn Lattentreffer sind halt einmal nur Unglück und nicht spielerisches Unvermögen.

Meine Helden:

Mike Frantz
Machte schon wieder ein Tor und untermauerte seine steigende Form. Wurde ja auch mal Zeit zu Saisonabschluss.

Ilkay Gündogan
Agierte souverän im Mittelfeld und bekommt nach nur zwei technisch überragenden Spielen bereits das Prädikat "Zwetschge II".

Michael Weiner
Der Schiri ließ sich nicht beeindrucken und zückte sofort die Rote Karte für eine Unsportlichkeit, die keinen Platz im modernen Fussball haben sollte: Nachtreten.

Marcel Risse
Hat zwar immer noch keine Kiste geschossen, glänzte aber durch eine hervorragende Partie und gab zwei wichtige Vorlagen.

Martin Müller

Der ehemalige .rcn Cheffe hatte früher mit Fußball überhaupt nichts am Hut und bevorzugte American Football, weil dies "schneller und intelligenter" sei. Gegen Mainz war er aber mal dank gesponserten Tickets im Stadion. War sehr angetan und meinte "wenn das immer so läuft bin ich öfter dabei!"

Eher keine Helden:

Albert Bunjaku
Blieb eher farblos, kämpfte aber trotzdem tapfer. Immerhin.

Stimmen zum Spiel:

Club-Trainer Dieter Hecking
: „Wir waren zwar in Überzahl, aber auch da muss man erst einmal so spielen.“

Maxim Choupo-Moting
: „Beim 2:0 habe ich mich kurz angeboten, konnte den Ball dann annehmen und ihn noch irgendwie reinstochert."

Bild-Zeitung: Auch bemerkenswert: Neben dem Argentinier Pinola und dem Schweizer Bunjaku standen gegen Mainz neun deutsche Spieler in der FCN-Startelf.

Ilkay Gündogan: „Vom Trainerwechsel haben alle profitiert.“

Marcel Risse
: „In der Truppe komme ich mit jedem sehr gut aus. Das sieht man auch auf dem Platz."

Club-Trainer Dieter Hecking: "Gündogan, Risse, Frantz und Choupo sind jedoch Jungs, die jedem Gegner richtig weh tun können. Im Moment sind sie spielentscheidend.“

27.03.2010 BREMEN - FCN: 4:2

Was für ein Spiel! Das Gegenteil vom vorherigen Spieltag war wohl der Knaller gegen Bremen, in dem motivierte Glubberer Druck machten und viel Risiko in den Strafraum legten. So mancher Glubbfan war hinterher mit den Nerven fertig, mit dem Ergebnis unzufrieden aber erhobenen Hauptes voll des Lobes.
 

Wie es kam? Zuerst spielten die Glubberer wie eine Schülermannschaft und ließen sich zwei schnelle Tore aus Standarts einschenken. Beide Male war Chouppo nicht unschuldig, denn er deckte Mertesacker nicht gerade glücklich. Und wir dachten, HSVler hassen die Bremer? Überraschend auch Diekmeier im offensiven Mittelfeld! Der Pausenstand von 3:0 war uneinholbar. Umso besser, als sich die Glubberer noch bis zum 3:2 heran tasteten und in der letzten Minute sogar Schäfer nach vorne ging.

Meine Helden:
Juri Judt machte das Spiel seines Lebens. Oder war es Ivan Saenko als Juri Judt verkleidet? Oder lag es an der anstehenden Vertragsverlängerung? War auf jeden Fall toll, wie aus einem passiven Verteidiger plötzlich ein zaubernder Stürmer wurde.

Mike Frantz mit seinem Gernd Müller-Tor. Sein erster Bundesligator überhaupt.

Stuttgart gewinnt gegen die Bauern. Köln gewinnt gegen Hannover, Schalke gegen Vizekusen und Frankfurt schlug Bochum am Vortag. Naja, WOB hat gegen Mainz auch gewonnen.

Eher kein Held:
Diekmeier brannte darauf, gegen seinen Ex-verein ein Tor zu schießen, vergab aber im Sturmlauf vor Hildebrandt eher kläglich.

Club-Trainer Dieter Hecking: „Wir wollten dann die zweite Halbzeit gewinnen und Schadensbegrenzung. Dass es dann so gut läuft, hätte kaum jemand erwartet."

Werder-Trainer Thomas Schaaf: „Mit der zweiten Halbzeit sind wir nicht so zufrieden. Solche Spiele muss man anders nach Hause fahren."

Torschütze Mike Frantz: „Es hat in der Vorrunde Spiele gegeben, die haben wir nach so einer ersten Halbzeit ganz deutlich verloren."

 

20.03.2010 HOPPENHEIM - FCN: 0:0

Eines der Spiele, die man am besten gleich wieder vergißt. Die Hopp-Truppe eher nicht, weil sie ziemlich viele Chancen vertändelt hatten. Das aufregenste aus Glubberer-Sicht war eher die Anzeigetafel, denn woanders gab es unerwartete Ergebnisse und so war der eine Punkt für Nürnberg letztendlich hilfreich aber auch ein wenig schmeichelhaft und genauso langweilig wie das Spiel.
 

Weitere Höhepunkte waren die Einwechslungen, wo auf Nürnberger Seite Mintal, Charrysteas und sogar Boakye mal spielen durften. Auch wenn Trainer Hecking sonst immer Glück mit seinen Wechseln hat, passierte heute eher nichts. Höhepunkte? Für die weiblichen Fans auf Block 1 wohl, als sich Dennis Diekmeier das Trikot auszog um es zu verschenken, direkt vor dem Block. Die Mannschaft hat sich bedankt bei den Fans.

Die Statistik war ausgeglichen, fast gleiche Zahlen bei Fouls, gewonnenen Zweikämpfen und so weiter. Einzig Hoppenheim hatte 6:1 Abseitsstellungen zu beklagen.

Die anderen Ergebnisse des Spieltags: Borussia gegen Vizekusen 3:0, Frankfurt gegen die Bauern 2:1 und Wolfsburg verliert gegen die Hertha 5:1 zuhause am Tag darauf.

Stimmen zum Spiel:

Hoppetrainer Rangnick nach dem "fahrlässig verspielten Sieg": „Im Auslassen von Torchancen sind wir sehr großzügig“,

Glubbtrainer Hecking: ...wir sind spielerisch noch nicht so weit, um Mannschaften wie Hoffenheim unter Druck zu setzen“

Glubbtrainer Hecking: "Das ist eine zufriedenstellende Zwischenbilanz, aber kein Ruhekissen."

Glubbverteidiger Dominic Maroh: "Wir sind nach dem Spielverlauf mit dem Punkt zufrieden. Wir haben uns vorgenommen so viele Punkte wie möglich in der Rückrunde zu holen."

Ralf Rangnick: "Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Wenn man solche Chancen auslässt, muss man sich am Ende ärgern. Wir sind mit dem Unentschieden noch nicht raus aus dem Abstiegskampf."

 



 

13.03.2010 HERTHA BSC - FCN: 1:2

Zum Glück trifft man sich immer zweimal. Oder man trifft zweimal... 2008 schoss Hertha den Glubb quasi in die zweite Liga, am 13. Februar revanchierten sich die Franken. Den sie hatten zwei starke Spieler dabei: Raphael Schäfer im Tor und sein Pfosten. Schäfer hatte zudem ein Jubiläum, sein 200. Spiel für den Glubb. Wird er so schnell nicht vergessen, und das vor der Berliner Saison-Rekordkulisse von 57.761 Besuchern. Auch wenn die Berliner über weite Strecken die bessere Mannschaft waren.
Das Plakat kann in der nächsten Saison wiederverwendet werden. Viel Glück alte
Tante!

Unser Lidl-Ticketprofi Roland Hornauer war vor Ort in der Hauptstadt, in der die Presse die Stimmung extrem aufgeheizt hatte:

Aufholjäger zum Absturz gebracht oder zum Glück trifft Fan sich im Leben öfter (Lidl Tour vierter und letzter Teil)

Fahrten mit der Bahn sind immer spannend, dieses Mal war der ICE 10 Minuten zu früh am Berliner Hauptbahnhof und der Zug zurück war auf die Minute pünktlich, so ist halt die Bahn. Mein neues Image der Stadt: In Berlin erwarten einen Hauptstädter mit deutlich höher getragenen Haupt, sie haben eine große Schnauze und sind in Gestalt der Herthafans sehr aggressiv und feindlich gestimmt.

Aber der Reihe nach. Gleich im Fanshop am Hauptbahnhof beim Ticketkauf gab es den ersten Dämpfer. Eine junge Frau sprach mich an, „ würden sie die Mütze mit oder ohne Bommel nehmen“, „kommt darauf an für wen es ist“. „Ich habe sie als älteren Herren angesprochen, weil es soll für einen älteren Herren sein“. Klar, dass ich zur rosafarbenen Herthamütze mit möglichst großen Bommel geraten habe. In der S-Bahn zum Stadion ging es weiter - mit Glubbschal und -Mütze leicht als Glubberer zu identifizieren , riefen kleine Kinder in meine Richtung „Scheiß Nürnberger“, ein Jugendlicher fragte mich, „sind sie Schläger?“, ein anderer wollte wissen, ob ich ein Hooligan bin. Zwei zivil gekleidete Jungs erzählten, „wir gehen heute nur ins Stadion, weil die Ostkurve nach einer Niederlage das Stadion stürmt“. Lustig war eine Frau, fragte sie doch tatsächlich, ob der Clubb schon einmal abgestiegen ist. Einen Rekordabsteiger diese Frage zu stellen! Tssss... Hauptstadtignoranz pur. Im Stadion auf dem Weg zum Platz durch das Osttor, war nur der penibel kontrollierende Sicherheitsdienst freundlich. Ansonsten feindselige Blicke, laute Absteigerrufe  in meine Richtung, „nächstes Jahr könnt ihr zu Union fahren“ usw.. Im Stadion selbst, welches trotz wahnsinnig teuren Umbau zur WM 2006 über nicht genügend WCs verfügt (und deshalb stehen rings um das Rund nach wie vor Toilettencontainer), herrscht eine knisternde Stimmung. Die Container können nach der Saison nun sicherlich einer anderen Verwendung zugefügt werden. Die Herthafans in der Ostkurve halten zu Beginn große Buchstaben mit dem Text ABSTEIGER? hoch. Auf den Videowürfeln werden frühere Tore der Hertha gezeigt, dass einige davon aus der letzten Zweitligasaison der Berliner sind, soll wohl auf die nächste Saison schon einstimmen. Fußball wurde natürlich auch gespielt.

Unser Helden spielten, als kann einen nach drei Spielen ohne Niederlage und als Leverkusenbesieger beim Tabellenletzten schon gar nichts passieren. Ohne Kampf, ein bisschen Hacke hier, Spitze da, unkonzentriert und fahrlässig präsentierten sich unsere zehn Feldspieler fast alle gleich schlecht. Nur Andi “Querschläger“ Wolf spielte wieder einmal noch schlechter. Hertha spürte dies und spielte Nürnberg schwindlig. Großchance um Großchance wurde entweder fahrlässig vergeben oder vom überragenden Schäfer pariert. Dass es zur Halbzeit nicht 5:0 stand, sondern nur 1:0, war allein unserem Torwart zu verdanken. In der Halbzeitpause muss Hecking wohl beim verlassen der Kabine 10 Füße gehabt haben, denn auf einmal spielte der Clubb als wäre jedem von ihnen in den Arsch getreten worden. Zuerst nur dominant ohne Torchancen, nach dem Ausgleich durch unseren „Albertchen“ nach Ecke von Risse häuften sich die Chancen und wir bewiesen, dass nicht nur die Berliner das Aluminium treffen konnten.

Einen zusätzlichen Kick gab es als unser Europameister Charry eingewechselt wurde. Mehrfach legte er gekonnt seinen Mitspielern zu Großchancen auf, versemmelte aber selbst eine unnachahmlich dilettantisch. Und schaffte sogar eine Flanke exakt in den einzigen Teil des Spielfeldes zu zirkeln, wo weit und breit kein einziger Spieler stand. Alles vergessen, Harry machte in der Nachspielzeit auf feinen Pass von Gündogan das entscheidende Tor. Was will man mehr von einem griechischen Superstürmer und Goalgetter? Sensationelle Quote, alle 22 Monate ein Tor für Nürnberg! Hoffentlich reicht die Vertragslaufzeit für das nächste Tor noch aus. Nach dem Schlusspfiff blieb unseren Helden keine Möglichkeit sich von uns feiern zu lassen.

Blitzschnell, schneller als jeder Sprint in der ersten Halbzeit, rannten sie in das Stadioninnere, als Fans aus der Ostkurve die Ankündigung umsetzten und das Stadion stürmten. Die Bilder davon wurden ja gleich bundesweit verbreitet. Die Ultraaktionen der letzten Zeit leisten dem Kampf gegen den kommerziellen Fußball einen massiven Bärendienst. Wer Stadien stürmt und dort fackelt braucht sich nicht wundern, wenn er dann irgendwann im reinen Sitzplatzstadion sitzen muss. Nicht unerwähnt darf aber nicht bleiben, dass die Berliner Boulevardpresse die Stimmung extrem angeheizt hatte. Wer in großen Lettern eine Mannschaftsaufstellung mit 9 x „Angsthase“ abdruckt, schürt Fanaggressionen. Angesichts der Berliner Aggressionen hielten sich die Clubfans zurück und verzichteten auf Schmähgesänge in Richtung Berlin. Im Mai 2008 als der Clubb in Berlin verlor und den Abstieg schon fast sicher machte, verhielten sich die Berliner da völlig anders.

Um das Stadion herrschte schließlich das Chaos, vollgestopfte S-Bahnen fuhren gefühlte Stunden nicht ab und Herthafans stänkerten sich selbst an. Im ICE dann waren nur strahlende Gesichter zu sehen. Auch wenn ein Unentschieden gerecht gewesen wäre, ein Auswärtssieg ist viel schöner. Vier Spiele ungeschlagen, 7 Punkte aus vier Lidltickets, was will ein Clubbfan mehr?

Roland Hornauer

HELD DES TAGES

Angelos Charisteas: Versemmelte nach Gündogans Querpass in der 80. Minute fast vom Elfmeterpunkt aus. Der finale Pass erneut vom selbstlosen Gündogan in der 93. Minute hatte was von konstruierter Therapie für sensible griechische Fussballerseelen.

Hertha Manager Michael Preetz: Hatte feuchte Augen ohne sich zu schämen. Wem soviel Pech so nahe geht, der hat abseits vom Kommerz noch wahre Liebe zum Verein. Respekt!

STIMMEN ZUM SPIEL

Hertha Manager Michael Preetz: "Unsere Sicherheitskräfte haben richtig reagiert, sie sind zurückgewichen und haben deeskalierend gewirkt. Ich bin 14 Jahre in diesem Verein, das geht mir sehr nahe. Jetzt kann uns nur noch ein blau-weißes Wunder helfen."

Hertha Manager Michael Preetz: "Wir intensivieren unsere Planungen für die 2. Liga."

Albert Bun-Bun-ja-ku: "In der ersten Halbzeit hat Raphael uns sensationell im Spiel gehalten. Der Trainer hat uns dann in der Kabine gefragt, ob wir wissen, worum es geht. Dann lief es in der Tat besser und am Ende haben wir den Konter überragend gesetzt."

Glubbkäptn Andy Wolf zum Sturm der Fans nach dem Spiel: "Wir standen in der Kurve und haben von weitem nur eine Menge gesehen. Die Gedanken, die durch den Kopf gehen, sind erst einmal: Beine in die Hand und die eigene Haut retten."

Andy Wolf: "So wie wir die erste Halbzeit gespielt haben, war sie die schlechteste der Saison." (Anm. EF: Die wievielte "schlechteste" war das eigentlich schon in dieser Saison?)

Glubbtrainer Dieter Hecking: "Hertha hat in der ersten Hälfte ein überragendes Spiel gemacht, bei ihnen hat alles gepasst. Schäfers Leistung war sensationell. Wir wussten, dass die Hertha stark agieren wollte und waren trotzdem überrascht, wie stark."

Hertha Spieler Pal Dardai vor der Partie über seine Mitspieler: "Unsere Truppe ist einfach zu nett. Das sind durch die Bank fast alles liebe Schwiegersöhne. Es fehlen die Schweine, die fiesen Charaktere."
 


Zwei zivilgekleidete Jungs vor dem Spiel, „wir gehen heute nur ins Stadion, weil die
Ostkurve nach einer Niederlage das Stadion stürmt“.

Michael Preetz: "Unsere Sicherheitskräfte haben richtig reagiert, sie sind zurück-
gewichen und haben deeskalierend gewirkt.

Hier zelegt der Mob die Herthaner Ersatzbank.

07.03.2010, FCN - VIZEKUSEN: 3:2, SERIE UND KREUZBAND GERISSEN!

Nach Anpfiff im Stadion suche ich mir immer einen gegenerischen Spieler aus und brülle dann nach 10 Minuten etwas lustiges ins Rund, z.B. "11. Minute, Kießling Kreuzbandriß, hihi!" Natürlich wünsche ich keinem das. Zu tief saß aber damals der Schock, als dem Pokalhelden Wolf gleich am Anfang der Folgesaison im ersten Spiel 2008 das Kreuzband riß. Sollte ich nicht mehr machen. Der Fluch traf den FCN schon wieder. Denn ausgerechnet die Abwehr-Münchener Rückversicherung des Glubb wurde von dem noch vor wenigen Monaten für den Glubb spielenden Vizekusener Reinartz zusammen getreten. Der bekam vielleicht Pfiffe, als er später ausgewechselt wurde! Und nur mit einer dunkelgelben Karte für das rüde Foul an den 13 Millionen-Brasilianer bestraft wurde. Am Ende war aber dann für Vizekusen die bisher einmalige Serie ohne Niederlagen gerissen, Brenos Kreuzband aber auch.
 
Den hätte er rein machen müssen: Risse vor Adler.

Niemand hatte nur im Traum daran gedacht, dass es in der 55. Minute 3:0 für den Glubb stehen würde. Aber jeder hatte es insgeheim gehofft. Mein Schwager grinste etwas skeptisch, warum ich auf dem Weg ins Stadion dem Leierkastenmann Geld ins Körbchen lege. "Weils hilft!". Hatte es. Sehr offensive Aufstellung, Hecking zeigte sich wie gewohnt unberechenbar, was die Taktik angeht. Das sollte man jetzt mal als dickes Kompliment sehen! In der ersten Halbzeit zeichnete sich ab, dass er damit richtig lag, noch vor dem ersten Tor vermisste keiner Harry, der nicht einmal auf der Bank saß. Gut, dass Maroh dort Platz genommen hatte, denn nach Brenos schlimmer Verletzung wäre es ja furchtbar gewesen, wenn ein Judt oder Bieler gegen Kießling und Co. hätte verteidigen müssen. Schade, dass wir Breno nicht mehr im Areva Trikot sehen werden, denn Rummenigge holt ihn bereits zur Reha heim ins Bauernreich. Weiter im Spiel. Das war so etwas wie eine erzwungener Schulterschluss und ein jetzt-erst-recht für die Glubberer. Der sonstige Stolperer Chouppo ließ sich ausnahmsweise heute nicht mehr die Bälle vom Fuß klauen, sondern legte jeglichen Respekt ab und machte das Spiel seines Lebens. 8 Minuten nach Brenos Abtransport hieß Erics Antwort 1:0, und da er ja einen Doppelnamen hat, machte Maxim ein paar Minuten nach sensationellem Diekmeier-Sprint inklusive Paß die Pausenführung 2:0 klar. Gegen Hertha steht dann hoffentlich sein Nachname Choupo-Moting Pate!

Sehr spät wirkte dann die Kabinenpredigt von Osram Heynkes in der Pause für seine Drittkusener. Denn ausgerechnet der Senegalese Tavares, nicht immer ein Ausbund an Torgefährlichkeit, traute sich etwas und holperte den Ball auch noch zum 3:0 ein. Der Viertkusener Schlussmann Adler war stinkesauer auf seine Abwehr, schließlich schaut ganz Deutschland jetzt genau auf unseren Nationaltorwart. Und der Adler fliegt halt gerade in etwa so wie unsere Adler bei der der Olympiade in Pisser Mountain, pardon, Whistler Mountain. War sonst noch was? Ja, zwei schnelle Gegentore, denn als Glubbfan sollte man ja nie unter einer Herzfrequenz kurz vor dem Infarkt im Stadion weilen. Zwei Minuten Nachspielzeit, dann haben die Fünftkusener Feierabend gehabt und ihre Serie war gerissen. Reinartz allerdings tat sein Schnitzer gegen Breno ziemlich leid. Aber in 5 Spieltagen spielt sein Verein ja noch gegen die Bauern, und Brenos Verein wird das übermotivierte Takling sicher nicht vergessen. Witzig auch: Osram brachte für Reinartz dann ausgerechnet Barnetta, um etwas mehr Schnelligkeit ins Spiel zu bringen. Dessen Vorname: Tranquilo.

Halbwegs passabel: Schiri Dr. Jochen Drees. Zumindest in der Kartenbilanz: 5 gelbe Kartons für die Kusener, nur die übliche eine für den Glubb (der übliche Pino-Meckerkarton). Klar meinte man streckenweise, es werde gerade mal wieder massiv gegen den Glubb gepfiffen, aber immerhin ließ er nur angezeigte zwei Minuten jeweils nachspielen. Klingt besser, als wenn drei da stehen. Sind ja eh immer drei. Der Reinartz hätte aber locker Rot sehen müssen, gerade als Allgemeinarzt hätte Drees den Kreuzbandriß per Nahdiagnose sofort diagnostizieren müssen. :-) Drees war es übrigens auch, der das berüchtigte Regenspiel gegen die Volksburger im April 2008 im Frangnstadion abbrechen ließ. Hat nichts genützt, wir hatten ja auch das Nachholspiel gewonnen.

MEINE NEGATIVHELDEN DES SPIELS:

Andreas Wolf: Wieder mal teilweise grottige Leistung, schaffte aber diesmal einen richtig gefährlichen Vorstoß. Fast wie im Poggalspiel.

Javier Pinola: Hetzte mehrere Male vergeblich Stürmern hinterher, was ist denn los? Aber meckern!

Marcel Risse: Machte richtig Druck gegen seinen alten Verein, verstolperte aber dann ausgerechnet eine tausendprotzentige Chance frei stürmend gegen den herauslaufenden (!) Adler.

HELDEN DES SPIELS:

Breno: Schade. Der hätte sich bestimmt bei uns noch wohl gefühlt. Aber Harry wird ja jetzt Vizeweltmeister mit den Griechen, ist danach 6 Mio. wert und wird dann nach Wolfsburg verkauft. Von den sechs Mille kaufen wir dann einen halben Breno und die andere Breno-Hälfte wird durch eine "Breno-Anleihe" finanziert, die plötzlich durch die Decke geht. Im Gegensatz zur Glubbanleihe.

Eigler: Weil er verletzungsbedingt fehlte.

Harry: Weil er fehlte.

Ilkay Gündogan: Gewinnt langsam an Sicherheit, genau der Zauberer, der uns seit Zwetschge fehlt.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Glubbtrainer Hecking zum Breno-Vorfall: "Auch andere Mannschaften haben Verletzte, dann muss die Mannschaft eben noch enger zusammen rücken."

Glubbtrainer Hecking zur Frage, ob Bunjaku wieder gegen Hertha stürmen wird:  "Wer sagt denn, dass Albert spielen wird?"

Kusenstürmer Kießling auf die Frage, ob man den Glubb unterschätzt habe. "Auf gar keinen Fall." Später: "Wir hatten den Club nicht so mutig und offensiv erwartet."

Leberkusen Trainer Heynckes: "Wenn man so spielt, kann man nicht erfolgreich sein."

Glubbkeeper Raphael Schäfer als gebranntes Kind zum Reinartz-Foul: "Es gibt Vorfälle, da wird man für sehr viel weniger gesperrt."

Glubbtrainer Hecking zur Frage, ob der Glubb damit 'jetzt mal weg sei': "Weg sind wir nicht, aber auf Platz 15."

Glubbkäptn Wolf warnt vor dem Hertha Spiel: "Das ist vielleicht die letzte Chance für Hertha, noch da unten raus zu kommen."

Stefan Reinartz' Prognose vor dem Spiel : "1:0 für Bayer Leverkusen. Aber ich werde versuchen, ausgerechnet dieses Tor nicht zu schießen!"



Um halb Vier sah das Ergebniss richtig schick aus!

KLEINER EINWURF ZUM THEMA "UNPARTEIISCHE"

Im Zuge der Affäre um den Schiedsrichter-Funktionär Amerell, dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, kam gestern bei Kerner im Fernsehen eine pikante E-Mail ans Tageslicht. Hoffentlich ist das nicht wahr! Wohl leider schon... Schiri Kempter kennen wir als Glubbfans mittlerweile ja auch schon von diversen Partien.

Wir zitieren mal Spiegel Online:

"Bevor Kerner zum nächsten drückenden Thema der Sendung, nämlich Übergewicht, überleitet, wird auf einmal der Sportjournalist im Boulevardmann hellwach. Und da wurde es tatsächlich einmal hochinteressant an diesem späten Abend. In einer E-Mail an Amerell, aus der der Moderator zitiert, schreibt Kempter: "Gleich spielen die Bayern. Hoffentlich fliegen sie raus. Dann können wir darauf anstoßen." Zur Erinnerung: Schiedsrichter werden im Fußballdeutsch auch Unparteiische genannt. Aber im deutschen Schiedsrichterwesen scheint tatsächlich nichts mehr an seinem Platze zu sein.

Die Karriere Kempters dürfte nach dieser E-Mail mehr oder weniger erledigt sein. Wie sagt Amerell dazu? "Ich finde das sehr bedenklich."

Amerell weiter an anderer Stelle:

Er bezeichnete sich auf Kerners Nachfrage selbst als bisexuell: "Das könnte man so ausdrücken." Er betonte, dass er mit Kempter "keine Liebesbeziehung" gehabt habe, sagte aber auch: "Ich mochte ihn sehr, sehr gern. Ich glaube, im Umkehrschluss war es genauso." Dreimal sei es zwischen ihnen zu "körperlichen Beziehungen" gekommen. Dass Kempter an die Öffentlichkeit gegangen sei, erklärte sich Amerell so: "Vielleicht war er eifersüchtig."

Hier der direkte Link zum ganzen Artikel:

Spiegel Online, 05.03.2010

27.02.2010, BOCHUM - GLUBB: 1-1, DIE TORE(N) WAREN IM GLUBBERER-BLOCK!

Teil III der Lidl-Ticket-Tour unseres rasenden Rolands Hornauer. "Klar nach drei Punkten in Hannover, null in Gladbach musste natürlich die Fahrt nach Bochum mit dem günstigen Bundesbahnticket einen Punkt bringen."
 
Zu heiß gebadet: Mitgereiste Krawallbrüder im Ultra-Block. Kostete dem Verein
mal wieder mehrere Hundert Club-Anleihen und Image.

Der Reihe nach, erstmals überpünktlich, trotz viermaligen Umsteigens konnte ich mich schon ab 12.10 Uhr akklimatisieren und Ruhrpottluft in Grönemeyers gehuldigter Stadt schnuppern. Immer wieder erstaunlich, Bochum ist wohl die Stadt, wo die Fans des Heimatvereins deutlich in der Minderheit sind. Der Portier in der Unterkunft outet sich als Fortuna Düsseldorf-Fan, alle in der Pizzeria, von den Beschäftigten bis zu den Gästen waren für SC 04, auf den Weg zum Stadion begleitete mich ein Stück ein HSV-Fan, bis ich dann dort die ersten VFL-Fans sah.

Das Stadion selbst ist mein Lieblingsstadion in der Bundesliga. Ganz eng und ganz nah am Rasen, ohne modischen Schnickschnack, den Charme der 70er Jahre versprühend, mitten in der Stadt, direkt an der Straße liegend, man kriegt trotz der nur 30.768 Plätzen immer Karten, inzwischen sogar beim Kartenvorverkauf in Erlangen. Beim Betreten des Blocks riecht man den Rasen und und und... Hier ist das Spiel keine Show einzelner Stars, sondern immer heißumkämpfter Mannschaftssport, hier malocht zumindest die Heimmannschaft immer. Eigentlich wollte ich was zu den unterschiedlichen Wetterbedingungen schreiben, erst Regen, dann Nebel ohne Sicht der Tore, dann Sonnenschein, doch nach 9 Verletzten, 3 davon schwer, finde ich das Abfackeln der Bengalos zu Spielbeginn und damit die Verneblung der einen Stadionhälfte nicht mehr so prickelnd.

Zum Spiel, wieder einmal war unser Clubb optisch dominant, besonders in der 2. Spielhälfte. Bochum hatte kaum Ballbesitz, wenn aber, dann spielten sie ganz schnell nach vorne. Eine ganz vernünftige Taktik, zählen doch Tore und nicht der Ballbesitz. Auffällig die Kopfballstärke der Heimelf, bei jeder Standardsituation musste man Angst haben. Dabrowski gewann z.B. jeden Kopfballzweikampf und hätte Sekunden vor der Halbzeit eigentlich das 1:0 erzielen müssen. Wie schon gegen Gladbach, schaffte es der Clubb nicht, sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Eigentlich zuwenig, wenn man hinten drin steht, darf eigentlich nicht auf Zufallstreffer gespielt werden. Aber in dieser Saison wollen die Berliner und die Hannoveraner ja unbedingt schlechter als der Clubb dastehen und mit den Punkt aus dem 0:0 gegen Bochum gelang der „Sprung“ auf den Relegationsplatz.

Kämpferisch hat ein Großteil der Mannschaft alles versucht, schwach blieben Tavares mit einigen haarsträubenden Abspielfehlern und wie inzwischen gewohnt Andi Wolf, jedes Mal wenn der Ball in seine Nähe rollte war das Schlimmste zu befürchten und der eine oder andere Querschläger, Fehlpass etc. entstand, zum Glück ohne Folgen. Stark waren Gündogan, in jeder Sekunde spürbar, er wollte es seinen alten Verein zeigen und Maroh, der den kurzfristig ausgefallenen Breno gut ersetzte. Extrem dumm verhielt sich unser einziger gefährlicher Stürmer „Albertchen“ Bunjaku. Nach doofen Handspiel die 5. gelbe Karte zu bekommen, kurz vor Schluss nach Abseitspfiff den Ball wegzudreschen bedeutet einfach nach gelb-rot zu betteln. Schön die Bochumer Schlusszeremonie. Als Rekordabsteiger hat man sich die Fanverabschiedung „Absteiger“, „Absteiger“ redlich verdient. Die jeweiligen Antworten „Bochumer Arschlöcher“, „Nürnberger Arschlöcher“, „ihr seid Scheiße wie der FCB“ und „ihr seid Scheiße wie der S-04“ hätten auch ein bisschen phantasievoller ausfallen können. Ach ja, bei der sonntäglichen Heimfahrt konnte ich dann die Dienstleistung der Bahn extensiv nutzen, Dank Sturmtief „Xynthia“ stand mein ICE 5 Stunden und 13 Minuten regungslos im Frankfurter Hauptbahnhof.
Roland Hornauer

STIMMEN ZUM SPIEL:

Glubb-Trainer Dieter Hecking: „Ich war sehr zufrieden wie Dominic Maroh und die Mannschaft den Ausfall von Breno aufgefangen haben. Zu meiner Mannschaft: Es sieht optisch ganz gut aus, aber die letzte Geilheit vor dem Tor fehlte mir. Natürlich kann man mit einem Auswärtspunkt leben, aber das muss sich in den nächsten Wochen ändern. Wir wollen dann den Befreiungsschlag machen.“

Bochum-Trainer Heiko Herrlich: „Es war heute sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, da bitte ich um Verständnis. Es hat mich gefreut, dass so viele Zuschauer da waren.“

FUNDSTÜCK:

Spiegel Online, 01.03.2010. "Mauern ist die Waffe der fußballerisch Armen: 15 Treffer fielen am 24. Spieltag der Bundesliga. Selbst Topteams verteidigen inzwischen lieber, als den Erfolg im Angriff zu suchen. Ein ästhetisches Vergnügen ist das nicht."


 

20.02.2010, FCN - BAYERN MÜNCHEN: 1-1, ZITTERN ZUM SIEGREICHEN UNENTSCHIEDEN!

Viel ist geschrieben worden zum 180. Derby zwischen den Bauern und dem Glubb. Selten aber war die Ausgangsposition so merkwürdig wie diesmal. Zwei ausgeliehene FCB-Spieler spielten gegen Gegenspieler, mit denen sie vor zwei Monaten noch zusammen trainierten. Der Ausgang des Spieles war schmeichelhaft für den Glubb, der im Schneckenrennen gegen den Abstieg weiter nur wenig von der Stelle kommt. Es werden mal wieder die Rechenschieber zum Klassenverbleib ausgepackt und der Betonfußball gebrandmarkt.
 
Die letzten Zittersekunden: Der Glubb hält unter fantastischer Anfeuerung seiner
Zuschauer das Unentschieden.
Frankenstadion, Halb Sechs. Nach 13 Siegen in Folge gelang es dem FC Hollywood leider nur, einen Punkt gegen die klar unterlegenen Glubberer im Derby aus dem Leichtkreditstadion zu entführen. Die 38 Minuten nach dem Ausgleich durch Gündogan bis zum Abpfiff waren die sarkastischsten Momente dieses Jahr bei uns in der Kurve! Denn um uns herum wartete eigentlich jeder auf den Elfer, das Torwartfoul oder die Hand Gottes, die den Bauern noch zum gewohnten Sieg verhelfen würde. Abgepfiffen wird bekanntlich erst, wenn der FCN verloren hat. Aber diesmal: Tja, der Ball is halt manchmal auch a Depp!

Bevor wir das selbe schreiben wie die anderen, lassen wir uns das von den Protagonisten selber erklären.

STIMMEN ZUM SPIEL:

FCB-Trainer Louis van Gaal: "Wir haben eines unser besten Spiele gemacht. Nürnberg ist mit elf Spielern in der eigenen Hälfte gestanden, wir haben ein sehr schönes Positionsspiel aufgezogen, aber wir haben die Tore nicht geschossen. Nürnberg hat unglaublich gekämpft, hatte eine Chance und es war ein Tor."

FCB-Trainer Louis van Gaal: "Nürnberg hat die richtige Strategie gewählt und war bei der Abwehrarbeit agressiv. Ich bin nicht einverstanden mit der negativen Berichterstattung der Journalisten, da es eins der besten Spiele in diesem Jahr war. Breno hat ein gutes Spiel gemacht."

FCB-Trainer Louis van Gaal zum Glubb-Trainer, als die Journalisten Hecking fragten, mit welcher Strategie man die Bayern 'knacken' kann: "Nicht soviel erzähle!"

FCB-Trainer Louis van Gaal: „Ich hoffe, dass Sie auch so gut gegen meine Konkurrenten spielen."

FCB-Kapitän Mark van Bommel: "Wir hätten mehr verdient gehabt. Nur 30 Sekunden lang haben wir nicht gut defensiv gearbeitet. Am Ende kommt ein 1:1 raus, unverdient, aber das passiert manchmal."

FCN-Trainer Dieter Hecking: „In der ersten Halbzeit haben wir defensiv vieles richtig gemacht, aber nach vorne haben wir uns zu wenig zugetraut. Die logische Konsequenz war, dass die Bayern einen Angriff richtig gut rausspielen und das Tor machen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Gott sei Dank den ersten Fehler von Bayern gleich bestraft zum Ausgleich. Dann haben wir gemerkt, es geht was, wenn wir als Mannschaft kompakt auftreten. Über die Leidenschaft haben wir uns den Punkt verdient, obwohl es ein glücklicher Punkt war.“

Andreas Ottl: "Es ist ein Punktgewinn für uns. Wir haben auf der Tabelle einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht ... Was wir uns vorgenommen haben ist uns gelungen."
 

DIE KOLUMNE HEFT .rcn 136 20.02.2010, DER GLEINE GLUBB

Es gibt ja beim Thema Glubb momentan den Trend auszurechnen, wo der Verein in der Liga stehen würde, wenn der Schiri nicht in regelmäßiger Folge ausgerechnet zur falschen Zeit pfeifen würde.
Da hat sich einer einen Spaß erlaubt: Fotomontage aus dem Internet.
Bzw. – was bisher noch öfter der Fall war – nicht pfeifen würde. Ergebnis: Selbst im ungünstigsten Fall auf Rang 15, gleichauf mit Freiburg und somit sogar außerhalb der Anstiegszone. Bei der ganzen Diskussion fragt aber niemand einmal die ärmste Sau auf dem Platz, den Schiri selber. Denn die Schiris sind es ja, die innerhalb von Sekundenbruchteilen auf Tor für die Bauern entscheiden müssen, wenn ein Klose (wie im Spiel gegen Florenz Ende Februar) meterweit im Abseits steht. Oder wie vor sechzehn Jahren, als Thomas Helmer am Nürnberger Kasten vorbei schoss und das erste Phantomtor geboren wurde. Ich bemühe mich bei der ganzen Situation immer zu bedenken, dass ein Schiri seine zwei Augen nie immer zur richtigen Zeit auf dem Fleck haben kann, wo sie hin gehören. Wohin aber die meist 20.000 Augenpaare der Zuschauer auf der Tribüne halt leider gerichtet sind, weil sie es dort oben besser sehen als der Referee dort unten. Was tun? Seit jeher hat man deswegen zwei Linienrichter, die außen mitrennen und es besser sehen. Sollten. Und in der ersten Liga sogar noch den vierten Unparteiischen außerhalb des Feldes, der aufpasst, dass die Trainer beim Ausrasten über die Schiedsrichterentscheidungen nicht Amok laufen. Jetzt hat man ja z.B. beim Eishockey den Videobeweis schon vor Jahren eingeführt, mit dem man strittige Situationen sofort gerecht in einer kurzen Spielunterbrechung klären kann. Eishockey ist ja ein verflucht schneller Sport, nur Fußball ist es mittlerweile halt auch.

Der DFB aber hält am alten Schirisystem fest, obwohl hinterher dank moderner Fernsehtechnik mittlerweile reihenweise Fehlentscheidungen aufgedeckt werden. Fußball lebe halt von dieser Spontansituation. Jetzt fragt sich der Leser doch sicher, warum wehrt sich denn der DFB so vehement gegen diese – wie ich meine – Unterstützung seiner Schiris? Wer kühn ist, sagt einfach, weil sie vor etwas Angst haben. Wahrscheinlich davor, dass man sich als Spieler UND als Zuschauer nach dem Match sagen kann: „Also der schnelle Videobeweis ist schon eine tolle Sache, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich verdient verloren habe. Eben, weil wir nicht gut genug waren. Und das nächste Mal werde ich Selbstvertrauen haben, es besser zu machen und zu kämpfen, weil es sich lohnt. Und nicht nach drei Fehlentscheidungen schon in der Pause keine Lust mehr haben…“ Schalke-Bootcamp-Leiter Quälix Magath sagte ja Mitte Februar erst über die Schiris: „Leider haben wir die Situation, dass Amateure über Profis entscheiden.“ Ganz anders, und das passt jetzt zum Spiel gegen die Bauern, antwortete weiland Sepp Herberger auf die Frage, warum so viele Menschen zum Fußball gehen: „Weil sie net wisse, wie’s ausgeht!“
Ewald Funk

12.02.2010, BORUSSIA - FCN: 2-1, SCHLUSS MIT LUSTIG!

Unterirdisch! Mehr kann man zur ersten Halbzeit nicht sagen. Und das sollte im Vordergrund stehen als Resumee, und nicht die Schiedsrichterleistung. Mit derart lascher Einstellung gegen eine nicht einmal überragende Mannschaft wie Gladbach reicht es gegen die Bauern nicht einmal zu einer einstelligen Niederlage.

Hier der Bericht unseres rasenden Gewerkschaftsbosses Roland aus der Faschingshölle:
 

Ein merkwürdig verkleideter Gladbach-Spieler nach dem Auf-
wärmen...

ARSCHKALT UND KEINE PUNKTE

Soll Fasching wirklich lustig sein?

Der Reihe nach. Der Ausflug am Faschingswochenende in das Rheinland mittels Lidl-Ticket, ICE 624 ab Nürnberg nach Düsseldorf einen Tag vor dem Spiel begann mit einer Überraschung, hatte doch die Mannschaft unseres Rumreichen den gleichen Zug wie ich gewählt. Wie eine Schulklasse verteilten sich die Helden über den ganzen Bahnsteig. Trotz der arktischen Temperaturen teilweise nur mit Trainingsanzug bekleidet, ein richtiger Profi kennt halt keine Kälte wie unsereins, der sich warmtrinken musste. Natürlich konnte ich mich nützlich bzw. um den Club verdient machen. Unseren überragenden griechischen Bomber „Harry“ wies ich den richtigen Bahnsteig (hoffentlich bekommt dies mein Fanclubkollege und Vorsitzender der Anti “Harry“ Fraktion in der Nordkurve Manny nicht mit, dass ich dafür sorgte, dass Harry in Gladbach auflaufen konnte), Pinola wünschte ich „Good Luck“, was diesen sicherlich die lange Fahrt versüßte und unseren Trainer ließ ich ungestört das Handy bedienen.

Bis Düsseldorf waren wir in einen Zug und liefen gemeinsam durch den Bahnhof voller besoffener maskierter Narren, begleitet von aufbauenden Rufen wie „Scheiß Nürnberger“. Inmitten der Weiberfastnacht in der Düsseldorfer Innenstadt verlor ich dann die Mannschaft. Bei Minus 6 Grad, eisigen Wind und ständigen Schneetreiben, also gefühlten Minus 15 Grad sah ich sie dann am nächsten Abend im Gladbacher Borussenpark wieder. Erstes Aufatmen beim Warmmachen, sichtbar ohne Behinderung durch die Verletzung konnte unser Torwart Raphael Schäfer das ganze Programm vor dem Spiel absolvieren. Wäre er ausgefallen, wäre es auch nicht so schlimm gewesen, unser Ersatzkepper Alexander Stephan spielt ja auch immer "zu Null", haha. Endlich - kurz vor dem Erfrieren - begann das Spiel. Unser Club dominierte im Mittelfeld, leider aber nur dort. Sehr pomadig, ohne Leidenschaft und Engagement kam in den ersten 45 Minuten keine zwingende Torchance zustande. Im Gegensatz zur Borussia, die mehrmals ohne Mittelfeldgeplänkel, trotz des extrem rutschigen Geläufs, schnell und gefährlich konterte. Fast immer war dabei Andi Wolf die Schwachstelle in der Abwehr. Er hat wohl zu lange bei der Weiberfastnacht mitgemacht. Das Eins zu Null der Borussen lag mehrfach in der Luft, bis es schließlich nach einer Kette von Fehlern (Pinola, Breno und natürlich unser Andy aus Ansbach) fiel. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es zum Glück bei nur einen Gegentor.


In der 2. Halbzeit spielte der Club endlich wie eine Mannschaft, die sich gegen den Abstieg wehrt. Sofort machte mit etwas Glück der in der ersten Halbzeit unsichtbare Albert Bunjaku den Ausgleich. Von Minute zu Minute wurde die Borussia immer unsicherer. Breno verteidigte überragend und gewann Zweikampf um Zweikampf. Nicht nur das Mittelfeld wurde dominiert, sondern es kam jetzt sogar zu einer Reihe von Angriffen. Hoffnung machte sich breit, auch wenn die Borussen nach wie vor ab und an gefährlich konterten und die besseren Torchancen hatten. Dank eines überragenden Schäfer im Tor dachte eigentlich das komplette Stadion, dass die Clubführung nur eine Frage der Zeit ist. Nur die Rechnung wurde ohne Fifa-Schiedsrichter Meyer gemacht. 34.297 Zuschauer sahen ein klares Foul an Schäfer im Fünfmeterraum, nur Meyer und seinen Assistenten waren die Augen zugefroren. Schäfer konnte deshalb nicht abwehren und Rob Friend (von wegen Freund) schoss den Gladbacher Siegtreffer. Wie zum Hohn wurde das irreguläre Tor gleich anschließend an der Videowand gezeigt, doch auch diese Aufklärung änderte die „Tatsachen“entscheidung der Pfeife in Gelb nicht. So kommt es, wenn der Schiri das Düsseldorfer Fastnachtmotto „Jeck we can“ verinnerlichte. Ach ja, bei der Rückfahrt am Samstag habe ich dann die Mannschaft nicht mehr gesehen.
Roland Hornauer

Auszug aus der Bild-Zeitung: Wo währe der Glubb, wenn er SchiedsRICHTER gehabt hätte:

"Die größten Tomatenanfälle:

2. Spieltag: Bunjaku steht in Frankfurt (1:1) beim „Siegtreffer“ nicht im Abseits – 2 Punkte mehr!

11. Spieltag: Bunjaku wird gegen Bremen (2:2) beim „3:0“ wegen Handspiels zurückgepfiffen. Falsch – 2 Punkte mehr!

12. Spieltag: Kluge erzielt gegen Mainz (0:1) kurz vor Schluss den Ausgleich. Schiri Kempter sagt zu Unrecht „Abseits“ – 1 Punkt mehr!

14. Spieltag: Im Heimspiel gegen Freiburg (0:1) wird Pinola von Du Ri Cha im Strafraum klar weggecheckt – 1 Punkt mehr!

10. Spieltag: Beim Stand von 0:0 wird Bunjaku in Hoffenheim (0:3) von Simunic im Strafraum umgelegt – Ende offen!

22. Spieltag: Matmour foult vorm 2:1 Keeper Schäfer – 1 Punkt mehr!

Fazit: Rechnet man die Fehlentscheidungen FÜR den Club dagegen, würden die Franken mit 19 Punkten auf Rang 15 stehen. Auch so kann man absteigen...

STIMMEN ZUM GLADBACH-SPIEL

Kapitän Andy Wolf in einem Interview mit der NZ auf die Frage, wieviel Punkte der Glubb jetzt noch bräuchte, um drin zu bleiben: "Ich habe keine Ahnung, wie viele Punkte man am Ende brauchen wird. Wir müssen nur schauen, dass wir genügend holen."

Glubb-Präsi Schäfer über den Schiri Meyer: "So ein Blinder darf Fifa-Schiri sein!"

Glubb-Präsi Schäfer über den DFB: "Bei den Schiris stinkt der Fisch doch schon vom Kopf her!"

Sportdirektor Martin Bader: „Jeder im Stadion hat gesehen, dass das ein klares Foul von Matmour an Schäfer war, da bedarf es keiner Kommentare. Wenn der Unparteiische das nicht sieht, so ist das für mich unbegreiflich."

Sportdirektor Martin Bader, nachdem er nach dem Spiel eine Stunde vor der Kabine des Schiris vergeblich wartete: „Er sagte, dass er sich nicht zu äußern brauche, weil die Medien ihr Urteil schon gefällt hätten. Unfassbar. Ich hoffe, dass uns der DFB künftig von ihm verschont.“

Quälix Magath eine Woche vor dem Spiel über die Schiris: "Leider haben wir die Situation, dass Amateure über Profis entscheiden."

Glubb-Trainer Dieter Hecking: „Wir haben in der ersten Halbzeit ein schlechtes Spiel gemacht ... Es bedurfte einer klaren Ansage in der Halbzeit."

Borussen-Trainer Michael Frontzek: „...Wir waren über weite Strecken feldüberlegen..."
 

06.02.2010, FCN – VFB 1:2: NICHT JEDE NIEDERLAGE IST EINE KAPITULATION!

So langsam wird es langweilig. Wieder mal toll und mit Herz gespielt, und ausgerechnet der Ex-Fürther Hilbert netzt zur späten Führung für die nicht gerade überragenden Schwaben ein. Vorangegangen war eine ausgeglichene Partie mit leichtem Überhang für den Glubb. Bringt aber herzlich wenig. Noch viel schlimmer ist aber die Verletzung von Glubkeeper Schäfer und seine wiederholte Ausrasterei.
 

Block 9 choreografiert, zunächst in Trauerschwarz.


 Sicher verständlich, aber gerade im Spiel gegen seinen temporären Ex-Verein, bei dem er nie glücklich wurde, das Bein aufgeschlitzt zu bekommen... da sollte man sich schon nervlich als Vizekapitän im Griff haben. Sein Gegenpart Herr Lehmann im VFB-Tor hatte es nicht einfacher, der 40-jährige wurde bei Ballbesitz regelmäßig ausgepfiffen, weil er in der ersten Hälfte etwas divenhaft das Spiel verzögerte: Er bat um ärztliche Behandlung. Wir dachten schon, er will sich ein Taxi rufen.

>>Fußballspiel in einer schwäbischen Stadt: Zur Seitenwahl wirft der Schiedsrichter eine Münze in die Luft. Es gab 2000 Verletzte.<<

Zu Beginn des Spiels zeigte die Nordkurve eine schöne Choreografie gegen die neuerdings merkwürdigen Spielzeiten, bei denen so langsam das ganze Wochenende mit Bundesliga zugepflastert wird. Anpfiff. Die Führung der Spätzletruppe durch Gebhardt sorgte allerdings nicht für Ruhe am Platz, denn der Glubb drückte ohne Wimpernzucken aufs Gas. Bis zum Schluß, nachdem 10 Minuten nach Wiederanpfiff Bu Bu-Bunjakuuuh den angeblich passionierten Strabofahrer Herr Lehmann überwand und die Partie wieder offen war.

>>Rezept für schwäbische Tomatensuppe: roter Teller und heißes Wasser.<<

Es folgte ein Spiel, welches nie langweilig wurde und noch einiges an Emotionen bot. Sogar der Abwehrtank Breno ließ sich zu einer Rangelei verleiten (gelbe Karte), außerdem sorgte eine Diskussion des Hertha-Schiedsrichters Zwayer mit seinen Kollegen wegen eines Fouls an Mintal für Zündstoff. Eklatante Schwäche des Glubbs aus unserer Sicht: Das Abwehrverhalten des Käptns und Diekmeiers ständige Stellungsschnitzer. Wir empfehlen: Bankdrücken für Wolf und Diekmeier ins Mittelfeld mit Risse als Kompagnon statt Eigler und dabei hinten Maroh statt Wolf.

>>Ein schwäbisches Ehepaar wandert durch die Alpen und fällt in eine Gletscherspalte. Am nächsten Tag hören sie eine Stimme von oben rufen: "Hallo, hier ist das Rote Kreuz!" Darauf ruft der Schwabe zurück: "Mir gäbet nix!"<<

Auf jeden Fall ist die Mannschaft nun gefestigt und verstärkt, um mit jedem Gegner mithalten zu können.

>>Was sagt ein Schwabe, wenn ihn seine Frau im schwarzen Negligé überrascht? - "Um Gottes Willa, isch ebbes mit dr Oma?"<<

Gegen Gladbach wird der Glubb wohl nun auf Schäfer verzichten müssen und angesichts unseres zweiten Torwarts wird uns schon himmelangst. Hoffentlich steht die Abwehr am Freitag! Bei den Fohlen muss unbedingt gepunktet werden, sonst klappt das nicht mehr mit Eurer Glubbanleihe!

Wir bedanken uns bei:

Prinz Albert Bunjaku, der sich langsam unersetzlich schießt.

Dieter Hecking für die richtige Auswechslung: Den Mut zu haben, Eigler vom Feld zu nehmen und auch mal Risse wieder eine Chance zu geben. Wolf ging ja von selber vom Feld.

Diekmeier, dessen Seite nach seinen Vorstössen offen wie ein Scheunentor war. Pino kann nicht zwei Angreifer gleichzeitig abfertigen.

Der ganzen Mannschaft für keine Minute Aufgabe sondern 93 Minuten bedingungsloser Kampf.

Ewald Funk

STIMMEN ZUM SPIEL:

VfB-Trainer Christian Gross: "Das war für uns das erwartet schwere Auswärtsspiel gegen eine stark aufspielende Mannschaft aus Nürnberg.

Christian Eigler: "Es hat heute nicht sein sollen. Wir brauchen aber Punkte, uns nutzt es nichts nur gut zu spielen."

Albert Bunjaku: "Ich hätte heute lieber kein Tor gemacht und dafür gewonnen."

Glubb Präsident Franz Schäfer: "Das war ein Schlag ins Kontor, das hat richtig weh getan!"

Dieter Hecking über die Mannschaft: "Sie hat alles in die Waagschale geworfen. Was soll ich ihr vorwerfen? Dass sie nach dem Ausgleich auf den Sieg gedrängt hat?"

Jens Lehmann über die Schussballistik von Bunjaku: "Ich war auch verwundert, dass der Ball so runterfiel."

Dominic Maroh: "Wenn man so blöd verliert, ist man ein, zwei Tage deprimiert. Aber wir werden wieder aufstehen."

Raphael Schäfer als er seine tiefe Fleischwunde durch Tasci entdeckte: "Du machst den Stutzen runter und siehst aus wie ein Karnickel am Küchentisch."

Raphael Schäfer über Tasci: "Wenn man im Fünfer so reingeht, nimmt man bewußt in Kauf, dass etwas schlimmes passieren kann."

 

30.01.2010, HANGOVER 96 - FCN: 1:3

Habe die Ehre! Niedersachsen liegt den Glubberern, schon Wolfsburg war toll im Herbst. Diesmal Hangover mit neuem Trainer, im Vorfeld laut 96-Trainer Slomka lag die Bringschuld freundlicherweise bei den Gästen aus Nürnberg. Haben wir gerne erfüllt, Mirko!
 

Gingen früh nach Hause: Die Hangover-Fans.

Unser rasender Reporter Roland war vor Ort.

Extrem gastfreundliche Niedersachsen...

Entgegen der deutlich sichtbar zur Schau gestellten Zuversicht gingen allen Clubfans im ICE nach Hannover doch immer wieder ängstliche Gedanken durch den Kopf. Eine weitere Auswärtspleite und das rettende Ufer ist gefährlich weit weg. Selbst zum Relegationsplatz 16 wären es dann schon 7 Punkte und damit mindestens 3 erfolgreiche Spieltage in Serie gewesen. Unbeeindruckt von diesen Fangedanken traten unsere Helden dann im eiskalten Niedersachsenstadion vor nicht einmal 27.000 Zuschauern auf.

Nach 10 Eingewöhnungsminuten dominierte unser Clubb und verwies Hannover in die Rolle einer ängstlichen und völlig verunsicherten Gastmannschaft. Wann sieht man als Clubbfan schon mal, dass Pressing nur von der Gastmannschaft gespielt wird? Phasenweise kam Hannover minutenlang nicht aus der eigenen Hälfte heraus. Auffällig beim Club, Maroh fand nach anfänglichen Unsicherheiten an der Seite von Breno zur alten Stärke zurück und niemand vermisste Andi Wolf.

Eigler ackerte für drei, Ottl und Neuausleihe Tavares hatten das Mittelfeld im Griff und Mintal hatte einige spielerische Glanzpunkte. Eigentlich fiel Bunjaku ab, doch netzte er drei Mal überragend und immer zum richtigen Zeitpunkt ein. Was wollen wir von einen Stürmer eigentlich mehr?

Nur einmal kurzes Zittern beim Anschlusstreffer von Jiri Stajner, warum trifft er eigentlich immer ausgerechnet gegen uns? Zum 2:1 also, nun begann wieder bei uns routinierten Fans das Zittern. Sollten wir nach soviel Überlegenheit das Spiel noch aus der Hand geben? Von wegen, wir haben ja Bunjaku und nach glänzenden Zuspiel unseres griechischen Sturmregisseurs Harry „spiel weiter so“ Charisteas stellte er nach nur 3 Minuten - aber gefühlte Ewigkeiten - in der 69. Minute den alten Abstand und Endergebnis zum 3:1 her.

Ach ja, die Niedersachsen sind schon komische Menschen, massenhaft verließen sie schon weit vor Spielende das Stadion. Schade, dass es neben Wolfsburg keine weitere Bundesligamannschaft aus diesem Bundesland gibt, schließlich wären mehr als 2 Auswärtssiege nicht schlecht.
Roland Hornauer

Wir bedanken uns:

"Prinz Albert" Bunjaku: Zweimal den Torhüter getunnelt! 100 % ige Chancenverwertung!

Dieter Hecking: Lag mit Mintals Einsatz goldrichtig, plötzlich ist Marek ein As im offensiven Mittelfeld.

Mickael Tavares: Ohne Spielpraxis sofort mit traumhaft sicherem Stil mit dabei. Zusammen mit Ottl nun endlich ein Mittelfeld, dass seinen Namen verdient. Als wäre er schon seit ewig dabei.

Diekmeier: Er kann es doch: Exakt flanken. Zumindest beim zweiten Glubbtor.

Hannover: Hielten uns einen Spiegel vor, so spielte der Glubb zuletzt in der Hinrunde selber.

Dieter Hecking: Wechselte zum Schluß noch Nordveith ein, dachte also trotz allem Trubels noch an die dadurch verminderte Ausleihprämie.

Euro-Harry: Wie zuletzt ein super Ackerer, diesmal dazu ein guter Passgeber. Und früher Störer des Gegners.


Stimmen zum Spiel:

Geburtstagskind Raphael Schäfer (31): "Ich habe mich vorhin schon für Alberts Geburtstagsgeschenk bedankt. Er hat einen guten Job gemacht ... Wir haben lange dran gearbeitet, jetzt haben wir endlich einen Sieg erspielt. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie da unten raus will."

Dieter Hecking: „Nicht ich spiele gegen Hannover 96, sondern meine Spieler spielen gegen 96!"

23.01. GLUBB VS. ZWIETRACHT FRANKFURT: 1:1

Ja, die Glubberer und die Frankfurter, eine alte Hassliebe zwischen Lebkuchencity und Zankfurt. Da gibt es doch Anekdoten... "Haste mal en Euro?" fragte ein Obdachloser einen gepflegten jungen Mann im dunklen Anzug an der Hauptwache in Frankfurt. "Nee, tut mir leid. Ich schnorre selbst", antwortet dieser und ging weiter..." Die hessischen Fans aus der Punker- pardon, Bankermetropole hatten eine zündende Idee und machten sich mittels Rauch unsichtbar, obwohl sie damit auf sich aufmerksam machen wollten.
 

Bombenstimmung im Zankfurter Block. Kostete 10.000 EUR.
Wer's hat...

Gewonnen haben sie deswegen nicht. Aber wir Glubberer haben uns schon geärgert, immerhin haben wir Franken gegen Frankfurt seit sechs Spielen nicht mehr verloren, darunter auch ein schönes Pokalhalbfinale 2007 mit deutlichem Sieg. Und im Hinspiel (Herbst) hatte Bunjaku auch den Siegtreffer erziehlt, wobei der Linienrichter wohl beide Augen zudrückte und den Treffer aberkannte. Frankfurt hatte vorher fünfmal nicht verloren, dazu kam die Gelbsperre von Pino, für den Bieler einsprang, also nicht gerade ein Spieler mit Biss gegen die naturfrechen Äppelwoischubser.

Im Stadion angekommen waren wir erstmal neugierig auf die neuen Nachbarn! Block 3 nebenan wurde als neuer Stimmungsblock gepriesen und verpaßte das Prädikat "Chilling Lounge" nur knapp. Also in 5 sind wir ja nun keine Schrei-Kanonen, aber dort drüben? Das muß besser werden, Kollegas! Egal, nun haben auch wie in Block 5 diese viehgatterartigen Kombisitze / Handtuchhalter. Pflicht nun, weil sollte mal wieder ein Länderspiel in Nürnberg bei der WM heuer sein, könnte man diese Gatter mit einem Spezialschlüssel in Sitzplätze umwandeln. Aber Südafrika wird schon funktionieren... Unser Urteil zu den orthopädischen Stumpen: Wenn das Spiel mal wieder tröpfelt, weil beide Mannschaften Beton rühren, kann man sich fabelhaft dagegen lungern und sich bemitleiden. Wir werden uns aus einem Fahrradtrinkflaschenhalter aber noch einen Getränkehalter zum einhaken basteln, denn sowas wie im Kino fehlt an den Dingern. Dann treten diese sogenannten Fans meinem Sohn nicht immer das Bier, pardon, Getränk am Rand (Boden) um, und meckern auch noch wenn man sich beschwert.

Zum Spiel: Nach der Wichtigtuerei der Zankfurter Fans mittels Böller, Bengalos und Rauch begann das Spiel zaghaft. Käptn Wolf bekam dann seine fünfte Gelbe, hatte seine Flatrate damit also voll und zahlt jetzt mit einmal Bankdrücken gegen Hangover. Als in der 27. Minute ausgerechnet Bieder-Bieler einen Freistoß genau richtig trat, sodass der Ball von Eiglers Schulter ins Tor tröppelte, war alles toll. Es war klar, dass das nicht der Endstand sein würde, denn die erstaunlich verhaltene Eintracht brauchte dann nur einen groben Schäfer-Fehler, um ausgerechnet kurz vor der Pause den Ausgleich zu erziehlen. 13 Minuten Führung, typisch Glubb halt.

Entweder waren die Zankfurter Zwietracht-Räuchermännla so laut, oder die Stimmung der Glubbfans war so mies.
 
Zum Ergebnis fällt uns nur eine Zeile der Sportfreunde Stiller ein: Wie lange sollen wir noch warten, bis bessere Zeiten starten?

Wir danken:
-Harry: Hat neuerdings wie ausgewechselt seine Kämpferseele entdeckt und rennt wie ein wildgewordenes Karnickel übers Feld.
-Breno: Souverän. Eine Art Abwehr-Tank, der aber auch supersicher dribbeln kann und Gegner in den Wahnsinn treiben dürfte. Beste Szene: Als er den Bieder-Bieler in den letzten Minuten bei einem Standart einfach zur Seite stieß nach dem Motto "Schluß mit dem Sandkastenspielchen, her mit dem Ball!"
-Diekmeier: In der Abwehr wieder mal gut, wenn da nicht immer diese wichtigen Schnitzer wären. Sollte ins Mittelfeld. Und: Sein minutenlanges Suchen bei Einwürfen, die immer er machen muß, strahlt Unsicherheit auf die ganze Mannschaft.
-Judt: Haben nur noch Mitleid. Machte sich fast in die Hose, als er in der Frankfurter Hälfte einmal den Ball hatte und nur einen Gegner vor sich hatte. Rückpass. Arrrgh! Im Block heißt er neuerdings "Fürther Doppelagent".

Stimmen zum Spiel:

Andreas Ottl: "Wir müssen das Glück erzwingen damit auch der Erfolg zurück kommt."

Frankfurt-Spieler Patrick Ochs:  "...aber man muss zugeben, dass Nürnberg besser war und wir nur durch Konter gefährlich wurden."

Stimmen später:

Frankfurts Vorstandsmitglied Klaus Lötzbeier zur Pyroshow im Nürnberger Gästeblock, der dem Verein 10.000 EUR an den DFB kostete: "Unser Konto an Vorbelastungen ist jetzt prall gefüllt und die Lage ist ernster, als mancher denkt. Wir bewegen uns auf einem sehr schmalen Grat. Nochmalige Verfehlungen dieser Art könnten erhebliche Folgen haben."

17.01.2010, SCHALKE 0:5 - FCN: 1:0

Da muß erstmal ein Westfale kommen, um dem mürrischer fränkischen Durchschnitts-Berufspessimisten wieder das Lachen ins Gesicht zu zaubern. Wir reden jetzt hier nicht vom Münsterländer Oenning und dessen Weggang sondern von Dieter Hecking, dem neuen Trainer des Glubb. Auch wenn das Spiel gegen die Knappen verloren wurde, es war eine völlig neue Nürnberger Mannschaft, die auf Schalke gefühlt gewann. Denn zweimal retteten die Fingerspitzen von Schalkes Neuer und danach jeweils der Pfosten die Schalker.
 

Breno: Hatte seinen Posten im Griff. (Bild: FCN)

Endlich hat der Glubb mal wieder gleichwertig mitgespielt, der Schiri war auch fair und alles hat einigermaßen gepaßt. Ottl eröffnet den Angriff endlich einmal auf neue Varianten und Breno war stark wie einst Maroh in der Verteidigung. Ausgerechnet Robin "Hood" Pino machte den entscheidenten Fehler, als der angespielte Kuranyi, der von Diekmeier ziemlich schwach gedeckt wurde. Das reichte für den Verlust dringend benötigter Punkte. Wer aber Diekmeier kritisiert, sollte eins nicht vergessen: Dennis hat im entscheidenten Konter gegen Wolfsburg beim Sturmlauf ABGEGEBEN, Charisteas gegen Schalke nicht, obwohl Gygax todsicher besser vor Neuer stand.

Nachdem aber an diesem Spieltag alle Kellerkinder gewonnen hatten -außer dem Glubb- sieht die Situation hernach nicht besser aus. Und Frankfurt wird kein einfaches Eisen, wir sind uns sicher, dass dann der Knoten platzen w... ääh muß! Auch wenn die bisherige Heimbilanz gegen Frankfurt bisher mit 31:32 eher ausgeglichen war. Oktober 2007 war es am schönsten. Da gewann der Glubb 5:1. Solche hohen Siege gab es seitdem selten...

Unbedingt lesen:

OFFENER BRIEF VON DIETER HECKING AN DIE GLUBB-FANS

STIMMEN ZUM SPIEL:

Dieter Hecking Tage später zum ersten Sieg der Hertha seit langem, während der Glubb unglücklich verlor: "Warum soll sich der FCN denn kleiner machen als die Hertha, verdammt noch mal!"

Dieter Hecking direkt nach dem Spiel: "Die schießen einmal aufs Tor und stehen auf Platz zwei. Das ist doch ein Witz!"

Andreas Ottl: „Wir müssen einfach mehr aus unseren Chancen machen. Wir haben uns unter Wert verkauft.“

Torwart Raphael Schäfer, nur einmal geprüft (und der war drin): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir sind noch nicht tot, das hat man heute gesehen"

Raphael Schäfer als Wahrsager: „Wir schlagen Frankfurt, Hannover verliert in Mainz. Danach beträgt unser Rückstand auf 96 nur noch zwei Punkte. Dann haben wir sie im direkten Duell vor der Nase – spätestens dann sind wir wieder im Geschäft! Ob vier oder fünf Punkte Rückstand ist doch völlig egal. Wir brauchen so oder so zwei Siege um das aufzuholen.“

Glubb-Präsi Franz Schäfer an seinem Geburtstag: "Natürlich wünsche ich mir nichts sehnlicher als drei Punkte gegen Frankfurt und am Ende den Klassenerhalt. In meiner gut einjährigen Amtszeit will ich wirklich nicht als Abstiegs-Präsident in die Annalen eingehen."

Der ehemalige Torjäger Klaus Fischer aus Bodenmais in der Halbzeitpause auf Sky: "Charisteas muss quer spielen, dann steht es 1:0 für den 1. FC Nürnberg. In der Situation, in der sich der 1. FC Nürnberg befindet, ist es eine TODSÜNDE, dass Charisteas nicht quer spielte."


Januar 2010. Die Bild kennt ihn jetzt schon: Magaths neuen Verein nach
dem Vizemeistertitel mit Schalke!

AUF GEHT'S NÜRNBERG!

Wir haben uns auf unserer Website in den letzten turbulenten Wochen betont ruhig zu den aktuellen Geschehnissen beim Glubb gehalten. Erst mal sehen was passiert nach dem Oenning-Weggang... Zumindest Manager Bader hat inzwischen beim Neuaufbau der Mannschaft seine Hausaufgaben gemacht und im Rahmen seiner zur Verfügung stehenden Möglichkeiten das Beste für den Verein heraus geholt.
 

Sogar im Fernsehen wird er gesucht... Ein neuer Zwetschge
für das Glubb-Mittelfeld!

Dass Kluge zu Schalke wollte um endlich auch mal Champions League zu spielen ist verständlich. Wir werden ihn vermissen und finden, er wäre auch dazu noch mehr als 1,5 Mio. wert gewesen. Aber noch schmerzlicher wäre wohl gewesen, Schäfer oder Pinola bereits jetzt abgeben zu müssen und nicht erst bei Abstieg im Sommer.

So stehen 2010 jetzt nur noch wenige einstige Pokalsieger als Spieler auf dem Platz in Nürnberg. Die Abwehr ist nun fast überbesetzt, was aber darauf schließen läßt, dass man sich gegen weitere Abgänge vor dem Ende der Transferperiode rückversichert hat. Im Sturm sollte man mit den vorhandenen Spielern auskommen, denn die treffen vielleicht auch mal besser, wenn sie aus dem Mittelfeld exakter bedient werden. Und hier fehlt hinten und vorne einer wie der Zwetschge... aber vielleicht kommt ja noch jemand aus Wolfshausen, Becks-Dorf oder der Stadt um St. Pauli herum.

Somit ergibt sich für die Glubberer fast die selbe Ausgangsposition wie im letzten Jahr um diese Zeit, damals stieg man in der Rückrunde aus dem Tabellenkeller über die Relegation sogar auf. Dieses Halbjahr gilt es eigentlich nur, drei Plätze höher zu stehen im Mai, und das sollte zu schaffen sein. Denn erfahrungsgemäß kacken manche mittelprächtige Mannschaften im April und Mai noch kräftig ab, wenn sich Mannschaften langsam auflösen, weil man die Saison über nie über das untere Drittel der Tabelle kam. Wie Heckings Stil funktioniert, wird man sicher nicht gleich am Sonntag in Gelsenkirchen sehen. Auf geht's Nürnberg, wir stehen zu Dir!

ZITATE:

Trainer Dieter Hecking zur aktuellen Debatte um das kaputte Dach der Arena auf Schalke: "dann sollen sie das Dach halt aufmachen. Fußball ist doch ein Freiluftsport."

Peer Kluge, jetzt auf Schalke: "Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich spielen dürfte, denn gegen den ehemaligen Verein ist man immer besonders motiviert."


Zwischendurch hier etwas Entspannung, es geht um die WM im Sommer in Südafrika.

Diese Fragen über Südafrika wurden auf einer südafrikanischen Tourismuswebseite gestellt und vom Webmaster der Seite beantwortet. Dieser hatte offensichtlich richtig gute Laune!   

F: Werde ich in den Straßen Elefanten sehen? (USA)    
A: Hängt davon ab, wie viel Alkohol Sie trinken.      

F: Ist es sicher, in den Büschen in Südafrika herumzulaufen? (Schweden)
A: Hm - es ist also wahr, was man über die Schweden sagt!?         

F: Wie läuft die Zeit in Südafrika? (USA)           
A: Rückwärts. Bleiben Sie nicht zu lange, sonst sind Sie zu klein, um allein wieder zurückzufliegen.           

F: Gibt es ATMs (Geldautomaten) in Südafrika? Und können Sie mir bitte eine Liste von diesen in Johannesburg, Kapstadt, Knysna und Jeffrey's Bay schicken? (GB)   
A: An was ist Ihr letzter Sklave gestorben?

F: Können Sie mir Informationen über Koalabärenrennen in Südafrika schicken(USA)    
A: Aus-tra-li-en ist die große Insel in der Mitte des Pazifiks. Af-ri-ka ist der große dreieckige Kontinent südlich von Europa, Wo es keine... ach, vergessen Sie's. Sicher, Koalabärenrennen finden jeden Dienstagabend in
Hillbrow statt. Kommen Sie nackt.          

F: Welche Richtung ist Norden in Südafrika? (USA)     
A: Sehen Sie nach Süden und drehen Sie sich dann um 180 Grad.      

F: Kann ich Besteck in Südafrika einführen? (UK)    
A: Wieso? Nehmen Sie doch die Finger, genau wie wir.    

F: Gibt es Parfum in Südafrika? (Frankreich)          
A: Nein, brauchen wir nicht. WIR stinken nicht!         

F: Können Sie mir die Regionen in Südafrika nennen, wo es weniger Frauen gibt als Männer? (Italien)  
A: Ja, in Nachtclubs für Schwule.        

F: Feiern Sie Weihnachten in Südafrika? (Frankreich)  
A: Gelegentlich - das heißt ungefähr einmal im Jahr.

F: Gibt es die Beulenpest in Südafrika? (Deutschland) 
A: Nein. Aber bringen Sie sie doch mit!    

F: Werde ich dort Englisch sprechen können? (USA)     
A: Sicher - wenn Sie diese Sprache beherrschen, können Sie sie auch dort sprechen.        

F: Bitte schicken Sie mir eine Liste mit den Krankenhäusern, die ein Serum gegen Klapperschlangenbisse besitzen. (USA)
A: Klapperschlangen gibt es nur in A-me-ri-ka, wo Sie herkommen. In Südafrika gibt es nur vollkommen harmlose Schlangen - diese können sicher gehandhabt werden und eignen sich hervorragend als Spielkameraden für
Hamster und andere Haustiere. 

F: Gibt es Supermärkte in Kapstadt, und gibt es das ganze Jahr über Milch? (Deutschland)    
A: Nein, wir sind eine Nation von streng veganischen Beerensammlern. Milch ist bei uns illegal.          

F: Regnet es eigentlich in Südafrika? Ich habe im Fernsehen noch nie gesehen, dass es regnet. Wie wachsen dort dann die Pflanzen? (UK)    
A: Wir importieren alle Pflanzen voll ausgewachsen und buddeln sie hier ein. Dann schauen wir zu, wie sie langsam eingehen.     

21.12.2009: MICHAEL OENNING IST NICHT MEHR TRAINER DES 1. FCN

Ging schnell. Nach der Sitzung des Präsidiums wurde die Beurlaubung von Trainer Michael Oenning beschlossen. Bader bleibt im Amt.

Wie in unserem Bericht von heute morgen (unten nächster Absatz) angekündigt, wurde MOE nun beurlaubt.

Auch auf fcn.de ist schon darüber zu lesen. Unten in der nächsten Zeile schon ausgewählte Links zum Thema:

fcn.de

1fcn.de

und weiter am 22.12., Hecking neuer Trainer:

spiegel.de

kicker online

fcn.de

20.12.2009, 1. FC KÖLN - FCN 3:0: ENTLASSEN KOMMT VOM LOSLASSEN!

(21.12., 12 Uhr) So, endlich ausgestanden. Selbst die größten Optimisten haben dem Glubb in Köln keine großen Chancen im letzten Spiel der Hinrunde 2009 eingeräumt. Die schlimmsten Erwartungen wurden durch eine totale Arbeitsverweigerung der Spieler noch unterboten. Man sollte sich also schon mal von einigen Spielern verabschieden, meistens aber muß dann der Trainer gehen. Minütlich erwarten wir die Meldung vom Rauswurf des Trainers über die Nachrichtenkanäle...
 

M. Oenning und seine Spieler: Zusammen-
arbeit eingestellt.

Nachbar Fürth machte überraschend schon am Samstag Abend reinen Tisch und hat seinen treuen Schleifer Möhlmann nach etlichen Niederlagen entlassen, am Valznerweiher ist für Montag (21.12.) Nachmittag eine Präsidiumssitzung anberaumt und wir sind eigentlich nur noch neugierig. Vor allem darauf, wer Oennings Nachfolger wird. Schade für den Trainer, aber selbst der letzte Blinde sah gestern, dass hier garnichts mehr paßt.

Vor dem Spiel schickte Kloster-Wirt Frank Walther (Kloster = Nürnberger Kultkneipe) per SMS schon mal vorsorglich eine Hinweismail mit Steilvorlage an seine Freunde, in der er die Fussballübertragung in der Kneipe weise ankündigte: "Ab 17:30 Uhr live im Kloster: Die Schmach von Köln!". Und er hatte Recht. Zum Spiel gibt es nicht viel zusagen, totale Arbeitsverweigerung, sinnloses Gestolpere und von Taktik oder Willen keine Spur. Wenn man jetzt fies wäre, würde man die zahllosen Fehlpässe an die gegnerischen Spieler sogar als mutwillig und Absicht bezeichnen. Positiv: Bunjaku und Risse, Alexander Stephan blieb wie immer im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten. Der Rest der Mannschaft ergab sich ziemlich schnell und düpierte auch noch die 2000 bei Scheißwetter nach Köln gereisten Fans. Ausgerechnet der Jungspund Ilkay Gündogan musste seine Mannschaftskollegen dazu bewegen, sich bei den mitgereisten Fans zu bedanken.

Wir sind jetzt neugierig, wer alles gehen wird und wer kommt. Bis Mitte Januar gegen Schalke wird ganz viel passieren, das steht fest! Und wie im letzten Jahr werden unter einem neuen Trainer sicherlich einige junge, hungrige Spieler einen Neuanfang wagen. Passieren kann alles, Hauptsache nicht Loddarmatthäus!

Hier die Liste der Spieler, denen ich persönlich keine Tränen nachweinen werde:


-Juri Judt (hinten Grobmotoriker, vorne Fehlpassgarant. Fazit: Überfordert in der ersten Bundesliga)
-Isaac Boakye (Frohnatur hin und her, verliert seit Wochen jeden Ball)
-Angelos Charisteas (Sicher opportun motiviert, schürt durch seinen Gehalt letztendlich nur Mißgunst bei den Kollegen)
-Andreas Wolf (Ja, ich weiß, ein Held. Aber: Seit Wochen ein Schatten seiner selbst, ein Mannschaftskapitän artikuliert sich in schwierigen Situationen anders)
-Christian Eigler (Danke, paßt schon!)
-Eric Maxim Choupo-Moting (Wer vor dem Spiel (HSV-Spiel) tönt, wie er den Torjubel zelebrieren wird, paßt besser zu den Bauern)
-Pascal Bieler (Man muß lange überlegen, um etwas positives zu ihm zu finden. Ich überlege immer noch...)
-Dario Vidosic (Vor ihm würde nicht mal ich als 45-jähriger Angst haben)
-Matthew Spiranovic (Wünsche ihm eine schöne WM! Im Tipp-Kick)
-Thomas Broich (Sollte sich an der Uni einschreiben oder was mit Musik machen. Fairerweise sei aber gesagt... nein, er hatte genug Zeit zu zeigen, was er drauf hat. Und er hatte nichts drauf.)
-Alexander Stephan (braucht noch ein paar Jahre auf der Weide, Klewer wäre der bessere Mann gewesen.)

Stimmen zum Spiel:

Club-Präsident Franz Schäfer: "Zwölf Punkte aus 17 Spielen sind selbst für einen Liga-Neuling zu wenig, und drei Gegentore hier, das ist die größte Blamage."

Club-Präsident Franz Schäfer: "Wir brauchen zwei, drei neue Spieler und können zehn, zwölf abgeben, weil sie nicht bundesligatauglich sind."

Michael Oenning: "Das ist die schwierigste Situation meiner Trainerkarriere."

Glubb-Manager Martin Bader zu den Kluge-Wechselgerüchten: "Wir denken gar nicht daran, eine Stammkraft im Winter abzugeben."

Club-Präsident Schäfer ebenso VOR dem Spiel (laut Bild zeitung): „Schalke will Kluge und Peer will zu Schalke.“

Club-Präsident Schäfer: "Es war meine Absicht, keinen zu entlassen. Aber Zeit und Ereignisse überholen manchmal Aussagen."

Marcel Reif, TV-Kommentator zum Status seines Moderatoren-Kollegen Oenning: "0:1, 0:4, 0:4 und 0:3 – wie das in Serie passiert, fürchte ich, dass das das Ende einer Reise ist. Wenn sie ihn entlassen, dann hoffe ich, dass es zügig und anständig über die Bühne geht."

E. Funk

12.12.2009, FCN-HSV 0:4: AUF DER SUCHE NACH DEM GEIST VON WOLFSBURG.

Die lasche Vorführung einer Ansammlung von Einzelspielern, irrtümlicherweise als erste Mannschaft bezeichnet sorgte für Zündstoff. Mächtig Rabatz beim letzten Spieltag der Hinrunde im Frankenstadion: Sprechchöre (Oenning raus!), bengalisches Feuer in der Nordkurve (laut Website Nordkurve ursprünglich als Abschied von den alten Rängen geplant), Krawalle vor der Geschäftsstelle (nach dem Spiel durch aufgebrachte Fans) und die verzweifelte Suche der Spieler auf dem Platz nach einem Leitwolf, der ihnen sagt, was sie jetzt tun müssen. Nachdem die Spieler auch in der dritten Partie keine Besserung an den Tag legen, sollte der Verein jetzt besser nicht aufgebrachte Fans an den Pranger stellen. Einige Medien nahmen ihm diese Entscheidung aber ab.
 

Die Legende bebt. Die Volksseele bzw. das Stadion kocht nach der
Blamage gegen Hamburg. Laut Verein hat sich aber nur die Nord-
kurve von ihren alten Plätzen verabschiedet. Und dies auch nicht mit
dem Verein abgesprochen! Böse, böse!

Im Blätterwald der Presse rauscht es gewaltig, aber das war ja beim letzten Spiel auch schon so.

Vorschnell wird jetzt wieder ein Trainerwechsel gefordert, wo doch als allernötigstes eine Art Zwetschge Misimovic im Mittelfeld viel viel wichtiger wäre? Vor genau einem Jahr sah es doch auch nicht besser aus, oder? Und am Ende wurde alles gut. Noch nicht einmal direkt nach der Winterpause.

Wir machen es einmal nicht so wie Trainer Oenning und plaudern luftleere Phrasen, sondern fangen ein bißchen Stimmung in der Nordkurve vom letzten Samstag auf. Da stehen übrigens Leute, die zahlen jeden Monat Geld für diesen Verein.


-Erstmals in der Saison verließen viele Fans die Ränge lange vor dem Schlußpfiff.


-Die in der Zeitung zitierten "Oenning raus!"-Rufe waren lauter als beschrieben und zogen sich durch die gesamte zweite Halbzeit.


-Die Personalie Eigler ist einer der Hauptaufreger in der Nordkurve. Verständlich. Oder gab es von diesem "Stürmer" schon Glanzszenen in der Hinrunde? Wer sieht, wie Harry plötzlich rennen kann und Bunjaku kämpft, der versteht nicht, warum ein Eigler wie zuletzt ein ganzes Spiel durchstehen -pardon- spielen darf.


-Andere Trainer stehen bei solchen Leistungen am Spielfeldrand und feuern an, geben taktische Hinweise, führen die Mannschaft. Oenning bleibt sitzen wie einst von Heesen und erklärt somit nonverbal seinen Bankrott den Fans gegenüber.


-Ein Kapitän der am eigenen Posten überfordert ist und mit seinen suchenden Gesten beim vermeindlichen Spielaufbau die eigene Mannschaft verunsichert, sollte die Binde abgeben. Am besten an den, der von ihm den Ball gerne abgeschoben bekommt und dann als einziger fehlerfrei über die Mittellinie tragen zu imstande ist. Jeder weiß, dass der ungenannte Außerverteidiger nicht Diekmeier ist.


-Natürlich muß ein Trainer selber wissen, wen er wann auswechselt und vor allem wen nicht. Es gehört auch Glück dazu, den richtigen zur richtigen Zeit einzuwechseln bzw. vom Feld zu nehmen. Oenning hatte monatelang viel Glück dabei. Aber er sollte mittlerweile auch wissen, dass man einen Mintal nicht aus dem Spiel nimmt, wenn die Kurve eh gerade stocksauer ist. Mit einer Herausnahme von Eigler statt Mintal hätte er sich am Samstag zumindest Unterstützung von den Rängen erkauft, was der Mannschaft mehr geholfen hätte als ein Stolperer wie Eric Maxim Choupo-Mouting.

Das Spiel ist schnell erklärt. Erste Halbzeit Glück für die Torhüter auf beiden Seiten. Der Glubb verschlief wie immer den Anfang, diesmal aber den der zweiten Halbzeit. 46. Minute, die Abwehr schläft. 0:1. Danach Kapitulation der Heimmannschaft inklusive Blamage vor ganz Fussballdeutschland. Anschließend Verleihung des Ehrentitels "Aufbaugegner Nr. 1" (Hertha kämpft mittlerweile angeblich wieder). Wie beim letzten Spiel: Mit Herz waren nur Pino, Kluge und Bunjaku dabei.

Humorvolle Vorrausschau:
Oenning wird nach der Niederlage in Köln den Kohl machen: "ich gehe nicht". Ein Aufsichtsratmitglied wird protestieren und überstimmt werden. Eigler wird neuer Kapitän, Judt Vizekäptn und Ex-Präsi Roth danach mit Verdacht auf Herzattacke aus Florida ins Klinikum eingeflogen. Die Fans in Block 7, 9, 11 und 13 verweigern den Umtausch ihrer Dauerkarten und feiern fortan im Gärtla ihre Spiele. Schäfer randaliert nach der Auftaktniederlage auf Schalke und fährt mit dem Taxi heim. Pino hat die Schnauze voll und macht den Netzer (wechselt sich selber aus) und verkauft sich selber an den Meistbietenden. Dietmar Hopp zahlt genug, eine Glubbfan-Initiative wird gegründet, die die Mehrheit aller SAP Aktien kaufen will um Pinos Wechsel zu verhindern und scheitert mangels Kapital. Das Projekt "neue Geschäftsstelle" wird mangels Zeichnung der Anteilsscheine durch Glubbfans auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach anhaltenden Niederlagen erhält die komplette zweite Mannschaft Profiverträge und schlägt sich unter Trainer Galasek, der im Eiltempo in Tschechien seinen Trainerschein gemacht hat, achtbar bis zum Relegationsplatz am Saisonende und verhindert den Aufstieg der Vestenbergsfürther.

Das war ein Witz. Aber Tatsachen haben wir hier drin ja schon oft genug genannt.

Kein Witz hingegen die Kommentare nach dem Spiel:

Mike Frantz: „Es war eigentlich ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Hälfte. ... Für die Fans tut es mir Leid und ich habe Verständnis.“

Andi Wolf: „Es bringt nichts, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken. Ich habe Verständnis für die Unzufriedenheit der Fans. Sollen sie klatschen oder sich freuen? Das ist doch absolut nachvollziehbar!“

Javier Pinola: "Es ist keiner allein Schuld an der Lage - wir verlieren und gewinnen alle zusammen."

Michael Oenning: "Klar kann ich verstehen, dass die Fans jetzt enttäuscht sind, da wir momentan in einer sehr schwierigen Phase sind. In Köln können wir wieder erfolgreich spielen, wenn wir aus unseren Fehlern lernen. Ich glaube an uns und denke, dass wir eine realistische Chance in der Tabelle haben. Wir haben den Kopf hängen lassen, sind aber gefestigt genug für die Liga. Dass es irgendwann mal bei uns klemmen wird, war vorhersehbar."

Glubb Manager Martin Bader zu seinen Wechselgerüchten (17.12.): "Das ist völlig aus der Luft gegriffen. Es gibt definitiv keinen Kontakt. Mich interessiert nicht, was in Hamburg passiert, ich habe in Nürnberg genug zu tun. Und es steht mir auch nicht zu, irgendwelche Dinge aus anderen Städten zu kommentieren."

Martin Bader zur Reformpolitik in der Winterpause (16.12.): "Einschneidende Veränderungen können auch Spieler betreffen."

Martin Bader zu den Mitaufsteigern Freiburg (16.12.): "Da ist nach dem 0:6 gegen Bremen oder nach dem 0:5 gegen Leverkusen keiner auf die Idee gekommen, der Mannschaft gleich die Bundesligatauglichkeit abzusprechen."

Ex-Präsi MichaelARoth aus Florida (16.12.):
Zur Mannschaft- "Wie gut oder schlecht sie arbeiten, zeigt ja die Tabelle."
Zur neuen Geschäftsstelle- "Wollen die denn auf goldenen Sesseln sitzen? In noch größeren Büros? Der Bau ist zum jetzigen Zeitpunkt unnötig. Die Mannschaft hat tolle Räume. Da muss nur ein bisschen desinfiziert und neue Farbe aufgetragen werden. Wenn investiert werden muss, dann in die Mannschaft."

Faszination-Nordkurve.de: "Eine der am häufigsten geäußerten Kritiken an Oenning ist, dass er während des Spiels zu ruhig sei, sich zu wenig bewege, zu wenig ins Spiel einzugreifen versuche. Man kann diese Kritik als oberflächlich und unsachlich abtun, sie symbolisiert aber das Kernproblem des Verhältnisses. Oenning ist den Fans zu ungleich, es gibt nun mal auf den Tribünen jedes Fußballstadions nur wenige (Achtung, Klischee) Chopin liebende, Goethe lesende, Klavier spielende Sportlehrer. In sportlich erfolgreichen Zeiten übersieht man als Fan derartige Unterschiede, in sportlich schlechten werden sie dem Trainer um die Ohren gehauen."

Michael Oenning zum Thema Christian Eigler (16.12.): "Bei aller Kritik, weil er derzeit keine Tore schießt, darf man eines nicht vergessen: Christian hat einen großen Aktionsradius und lässt sich auch den Schneid nicht abkaufen. Er gibt alles für die Mannschaft und den Verein."

Marek Mintal (16.12.): "Wenn wir in Köln so wie in Wolfsburg spielen und gewinnen, kehrt wieder Ruhe ein und kann Weihnachten gefeiert werden."

 

05.12.2009, BORUSSIA DORTMUND - FCN 4:0: AB ZUM NACHSITZEN!

Ach was haben alle getönt vor dem Spiel und von Wolsburg nachgeschwärmt. Das Ergebnis gegen DO war schmeichelhaft und die Leistung auf dem Platz grottig. Neue Ideen wie man das Ganze bezeichnen sollte brauchen wir uns nicht einfallen lassen, denn die vielzitierte "Schülermannschaftsleistung" die in diversen Medien gebraucht wurde, trifft es einfach.
 

Auf der FCN Website wird wie halt immer das Thema nach einer Niederlage weitgehend tot geschwiegen. Da ist ablenkend von Pinola (herzlichen Glückwunsch) die Rede, der Samstag Papa wurde um 16:45 Uhr... da hatte er den Kampf in Dortmund auf dem Platz auch schon fast hinter sich. Oder es ist vom tollen Herbstligameister FCN II die Rede und wir sagen hier auch mal herzlichen Glückwunsch. Die zweite Mannschaft hätte das in Dortmund sicher auch nicht schlechter hin gekriegt als die "planlose Thekenmannschaft".

Aber es gibt ja Möglichkeiten zur Artikulation für den enttäuschten Fan: Am Dienstag, 08.12.09 werden "Club-Profis" beim Haxn Liebermann auf dem Nürnberger Hauptmarkt am Christkindlemarkt Bratwürste für einen guten Zweck verkaufen. Da brat ich mir doch einer einen Storch! Wir sind gespannt, wer dann da den Mut hat, hinterm Grill zu stehen. Wahrscheinlich kommt Spiranovic, Kaya, Mnari, Broich und Risse (letzterer im Rollstuhl).

Auf jeden Fall ist die Geduld als Fan nun entgültig vorbei. Wir beschränken uns auf unsere üblichen Klugscheißertipps und verzichten auf die Trainerdiskussion. Das machen andere. Hier unsere -wie immer- völlig unqualifizierten Feststellungen zum Samstag:

-Diekmeier hat durch seine Angriffsläufe und zu langsamen Rückzug hinten Tore ermöglicht.
-Wolf führte nach dem Duschen zwar eine Brandrede, läuft aber seit seiner Verletzung der eigenen früheren Klasse mit mitreißenden Vorstössen nur noch hinterher. Und nicht erst seit diesem Spiel. Da hilft auch seine ehrliche Selbsteinschätzung nicht, Wolf spielt schlecht. Schon länger.
-Taktik: Von Anfang an hinten rein stellen hätte einiges verhindert. Hätte man dann ja in der Pause ändern können.
-Raphael Schäfer fehlt als Einpeitscher, Torwart und Pitbull in der Abwehr.
-Kluge sollte neuer Mannschaftskapitän werden. War ein Witz... aber er peitscht schon nach vorn, dumm nur: Ihm hört wohl keiner zu... :-)
-Gut dass Judt jetzt Gelbsperre hat. Da kann er schon mal nicht mehr in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden.
-Harry wurde zu spät eingewechselt. Mußte wohl erst aus München anreisen.
-Alternative: Man sollte dieses Spiel auf Bestechung untersuchen. So schlecht spielt kein vernunftbegabter Spieler. Könnte man meinen.
-Schade: Nur Stephan, Kluge und Bunjaku haben wirklich Fußball gespielt. Oder es zumindest versucht.

Gegen den HSV sehen wir rabenschwarz, da werden auch keine Statistiken etwas helfen. Den Optimismus begraben wir hiermit kommentarlos und lassen andere sprechen. Sagt alles...

Deutsches Sprichwort: "Der Schäfer ist verdächtig, der dem Wolf zu Gevatter steht."

"Wenn der Wolf alt wird, dann reiten ihn die Krähen." Deutsches Sprichwort

"Wenn der Wolf erlegt ist, beißen ihn alle Hunde." Französisches Sprichwort.

Andreas Wolf in der Abendzeitung-Version: "So werden wir absteigen, das ist klipp und klar. Da muss sich jeder straffen, jeder muss sich hinterfragen, ob es so richtig ist, ob er das richtige tut. Oder ob er alles für den Erfolg gibt. Und, dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr!"

Andreas Wolf (Langversion): "Ich weiß, dass ich heute unterirdisch gespielt habe. Ganz sicher: Ich würde uns gnadenlos auspfeifen, wenn ich uns zusehen müsste. So werden wir absteigen, das ist klipp und klar. Jeder muss sich hinterfragen, ob er das Richtige tut oder ob er alles für den Erfolg gibt. Das war heute keine Mannschaft auf dem Platz! Wer heute den Knall nicht gehört hat, soll abhauen und sich etwas anderes suchen! Und dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr! Heute hat sich auf dem Platz doch nur die Leistung der letzten Trainingseinheiten widergespiegelt. Und das ist doch schon länger so. Wir müssen wieder lernen uns zu wehren. Und ich werde beim nächsten Training damit beginnen, denn ich will nicht absteigen. Ich weiß nicht, ob es nur unser Anspruch ist, dass am Ende drei Teams noch schlechter sind als wir. Meiner ist es nicht.”

Glubb Blog: “Fan vom FC Nürnberg zu sein, ist wie wenn einem jedes Wochenende die Frau verlässt.”

Michael Oenning, Trainer:
"Man muss ganz deutlich trennen: Es gibt immer eine sachliche Analyse nach außen, aber auch interne Ansprachen. Sie können versichert sein, dass wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen."
Nach dem Spiel: "Wenn wir 0:4 verlieren, habe ich auch nicht alles richtig gemacht."
Vor dem Spiel: „So eine Viertelstunde wie gegen Freiburg passiert uns nicht mehr.“

BVB-Trainer Jürgen Klopp: “Nürnberg hat versucht, Fußball zu spielen, aber wir haben die Räume heute gut zugestellt und unsere Möglichkeiten direkt genutzt. ... ,ich wünsche den 1. FC Nürnberg dennoch nur das Allerbeste für die kommenden Aufgaben.“

Dennis Diekmeier: „Wir werden diese Woche ganz hart trainieren, um nächste Woche gegen Hamburg wieder da zu sein.“

Ein ungenannter FCN Aufsichtsrat: „Zwei freie Tage nach einem 0:1 zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wie Freiburg hätte es bei einem Trainer Felix Magath nicht gegeben."


 

28.11.2009: FCN VS. SC FREIBURG, 0:1. WO IST BEHLE... PARDON, CHARISTEAS?

Die neue Taktik beim Glubb: Nur gewinnen, wenn es wirklich keiner erwartet. Alle haben einen Sieg erwartet am letzten Samstag. Freiburg reichte zum Sieg nur eine ihrer wenigen Chancen, dem Glubb nicht einmal über 40 Flanken.
 

Dämmerung vor dem Spiel in Nürnberg... den Spielern hat es dann
leider zu spät gedämmert.

Schon rumort es in der Presse, da hätte doch ein kopfballstarker Stürmer her gemusst. Und der soll angeblich schon seit langem beim Glubb spielen und die 9 als Rückennummer tragen. Ein klassisches Phantom also. Allerdings nicht auf dem Spielfeld, denn da haben wir ja schon ein Phantom mit der Nummer 11, sondern abseits. Ja genau, die 9 steht gerade richtig im Abseits. Angelos Charisteas sagte erst kürzlich, er könne der Mannschaft ja nicht helfen, wenn er nur auf der Tribüne zuschauen würde. Das hat er am Samstag angeblich bis 20 Minuten vor Abpfiff. Die Presse allerdings hat ihn selbst dort nicht gesichtet, er wurde auch wahlweise in einem Münchener Café gesehen, wie auch schon früher manchmal in Frankfurt beim Kumpel Amanatidis und auch im Nürnberger Burgviertel.

Sein Verein bzw. seine Mitspieler üben sich gerade darin, völlig unberechenbar zu sein. Wo man beim Billard z.B. das Loch ansagt und trifft, da folgen bei Glubbspielen meistens Ergebnisse, die nie den Erwartungen vorher entsprechen. Manche Hobby-Tipper verzweifeln gerade an den Ergebnissen des FCN. Wetten? Hoppla, das ist ein anderer Skandal, mit dem wollen wir am Valznerweiher nichts zu tun haben, denn der natürliche Gegner des Glubb ist nicht immer der direkte Spielgegner sondern laut Kurve auch DFB und Schiri. Manchmal nachvollziehbar.

Ob der Schiri Babak Rafati Schuld an der Heimniederlage hat, darf verneint werden, denn diesmal fielen immerhin keine umstrittenen Tore und Freiburg konnte mit 4 erhaltenen gelben Karten schon ein Quartett aufmachen. Bitter auch, dass ausgerechnet der Ex-Fürther Reisinger seine persönliche Rache für das Derby der letzten Saison nahm und den Siegtreffer erzielte. Vor dem Spiel hatte der Glubb die besseren Karten: Freiburg bekam zuletzt ein Klatsche und die Abwehr der Breisgauer gilt als Schießbude der Nation, außerdem mußten die Schwarzen auf Stammkräfte verzichten. Glubbtrainer Oenning schließlich sagte nach dem Spiel: "Ich glaube nicht, dass einer auf den Platz gegangen ist und gedacht hat, heute lassen wir es ruhiger angehen."

Zweimal Pfosten durch Kluge und Choupo, 69 % Ballbesitz, 42 Flanken, 20 Schüsse, 8:4 Ecken, ein trostlose und torlose Bilanz aus Nürnberger Sicht. Zumindest Ersatztorhüter Alexander Stephan hat einen guten Job gemacht, ein Einpeitscher wie der gesperrte Schäfer kann er in seinem ersten Bundesligaeinsatz nicht sein, dass wird ihm keiner verübeln.

Noch ein Kommentar:

10 Minuten reichen nicht... Von Roland Hornauer
Der Sieg war bei allen fest gebongt. Zuletzt gute bis sehr gute Spiele gegen Bremen, Mainz und Wolfsburg, dazu die Heimpleite von 6:0 der Freiburger gegen Bremen, alles andere als 3 Punkte gegen Lieblingsgegner Freiburg war für die komplette Clubfamilie nicht vorstellbar. So dachte und spielte leider auch die Mannschaft. Pomadiger Standfußball, planlos in das Niemandsland gedroschene Bälle machten es Freiburg leicht die ersten Minuten zu dominieren, das 1:0 zu schießen und sich dann als netter Gast dem Clubniveau, mit Ausnahme einer kämpfenden Abwehr, anzupassen. Wenn schon Kapitän Andi Wolf auf`s Kämpfen verzichtet und sich auf seine „spielerische“ Möglichkeiten beschränkt, dann wird es schwierig. Fast schien es, dass ab der 80 min. die Wende kommt. Plötzlich ging ein Ruck durch den Club und auf einmal gab es Chancen. Konsequenterweise blieben diese ungenutzt und der Gesamteindruck eines völlig misslungenen Auftritts gegen einen Mitaufsteiger blieb ungetrübt. Es kann nur besser werden. Vielleicht wenn beim nächsten Heimspiel Sascha Ciric nicht nur als Halbzeitpausenunterhaltung auftritt, sondern in der Startelf steht.
Roland Hornauer

STIMMEN ZUM SPIEL:

Freiburgs Trainer Robin Dutt: „Heute, das muss mir der 1. FCN verzeihen, bin ich gut gelaunt. ...das Spiel heute stand unter besonderen Vorzeichen, da der 1. FCN gegen den Meister gewonnen hat und wir daheim gegen Bremen 0:6 verloren haben."

Andy Wolf: "Wir hatten fest mit einem Sieg gerechnet."

Dennis Diekmeier: "Wir haben die ersten 15 Minuten verpennt."

Glubb Präsi Schäfer: "Im Vorfeld ist doch nur über die Höhe des Sieges diskutiert worden."

Glubbtrainer Michael Oenning: „Wir haben unsere Chancen liegen lassen und konnten den Gegner nicht zu Fehlern zwingen. ... Wir wollen nach vorne schauen und unsere Chance in Dortmund zu punkten nutzen."
"Schon interessant, dass die Mannschaft kollektiv nicht weiß, was sie tun soll und jeder dann hilfesuchend zum anderen schaut."

Ex Glubberer Ivica Banovic: "So weit sind die noch nicht, sie machen es gut gegen Werder oder Wolfsburg, aber sie tun sich schwer, ein Spiel gestalten zu müssen."

Ex Fürther Stefan Reisinger: "bei uns in Freiburg ist es sogar noch ruhiger als in Fürth."

Glubbtrainer Michael Oenning zu der Pressebehauptung, Charisteas sei am Spieltag in einem Münchener Promibistro gesehen worden sein: "Charisteas kann in seiner freien Zeit machen, was er will.." Und: "Das ist im Moment gar nicht meine Baustelle."

FIELEN NEGATIV AUF:

-Eric Maxim Choupo-Moting ließ sich bei fast jedem Angriff den Ball vom Fuß klauen.
-Eigler agierte wieder einmal träge und bekommt ab jetzt das Prädikat Stümerphantom.
-Kluge veranstalte eine Reihe völlig unnötiger Fehlpässe.
-Daniel Gygax der Wechselbalg: Vom Spielgestalter in Wolsburg zum Versteckspieler.
-Diverse Freiburger Schauspieler und Spielverzögerer.

IN EINEM SATZ:

Mit dem Druck und der Laufbereitschaft der letzten zehn Minuten hätte der Glubb das Spiel in der ersten halben Stunde klar gemacht.

21.11.2009 VFL WOB : GLUBB, 2:3 ENDLICH HABEN WIR MAL DAS GLÜCK!

Rückblickend betrachtet ganz klar das Spiel des Jahres für den Glubb. Da werden schon mal Erinnerungen wach an das Pokalfinale gegen Spätzlehausen. Und endlich hatten die Glubberer auch mal das Glück. Und sie haben die ersten Tore geschossen, die anderen haben nachgezogen und nicht umgekehrt.
 

VFL Volksburg Trikot

Vor dem Spiel war die Stimmung in Wolfsburg siegessicher. Auf der VFL Website konnte man folgendes lesen: "...dabei konnten sich die Franken zwar bisher 58 Einschussmöglichkeiten herausarbeiten, verwerteten aber letztlich nur 15,5 Prozent – zu wenig , um die Erfolgsserie der Wölfe am Samstag tatsächlich zu beenden." Nun, wer wessen Erfolgsserie beendet hat, wissen wir, Danke Wolfhausen! Schön, dass unsere neun Spiele dauernde Auswärtsmisere beendet wurde!

WOB war schon immer garant für spaßige Spiele. Ihr erinnert Euch noch ans sensationelle Regenspiel im Frankenstadion, wo man fast die Surfbretter auspacken konnte: Es war die einzige Partie in der Bundesliga, die wegen schlechter Wetterbedingungen nicht zu Ende gespielt werden konnte. Das Nachholspiel gewannen die Franken mit 1:0. Ein torloses Spiel im Oberhaus gegen die Volkskicker gab es noch nie.

Gleich nach dem Anstoss schwärmten die Glubberer aus und machten klar, dass man mit einer Extraportion Motivation nach Wolfhausen gefahren war. Besser als bisher ging es gegen das VFL-Tor, leider war die Ausbeute wie gewohnt. Der mit einem Endloskredit ausgestattete Eigler hatte ganz schöne Chancen vergeigt, Bunjaku aber mutiert langsam zum Dribbelkönig im gegnerischen Strafraum und nervt die gegnerischen Verteidiger. Auf der Gegenseite übte man sich in der allerbesten Glubb-Tugend, der Abschlussschwäche. Vor allem der Dzeko war da ganz stark, Grafité durfte ja später elfmetern. Der kluge Paß von FCN-Peer auf Rotbackli mit dem Abstaubertor brach das Spiel auf, fortan gab es nur noch Schlagabtausch. Ausgleich, erneute Führung durch den Nati-Bunjaku und massig turbulente Szenen. Aber in der 93. Minute hatte nur Kluge die Nerven bewahrt, als 3 Glubberer den Wolftorwart wie die Geier umkreisten. Held aber war Diekmeier, der das späte Tor durch seinen energischen Sturmlauf einleitete, das massive Trikotziehen des Wolfsburger Abwehrspieler ignorierte er. Eigler wäre in dieser Situation schon... nein, ich lasse es lieber. Mit dem Schiri war man in diesem Fall zufrieden, ein andermal nicht. Er hätte ja abpfeifen können...

Ob Juri Judt nach seinem Foul mit Elfmeterfolge und dem Einlauf der Mannschaft hinterher noch lebt wissen wir nicht.

Am 26. erging die Meldung, Schäfer wäre bis zur Winterpause gesperrt.

Ewald Funk

GANZ VIELE STIMMEN ZUM SPIEL:

Michael Oenning: "Das war ein Spiel, über das man tagelang reden kann. Ich gönne meiner Mannschaft vor allem die Art und Weise wie sie das Spiel gewonnen hat."
"Wir hätten mehr Tore machen müssen, dann wären wir ruhiger gewesen, aber dasselbe kann ja Wolfsburg auch sagen."

Armin Veh (Trainer Wolfsburg): "Das letzte Gegentor darf einer erfahrenen Mannschaft nicht passieren."
"Man muss aber auch bedenken, dass wir kaum Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Länderspielpausen und den vielen Nationalspielern in unserem Team hatten."

Dominic Maroh (Club-Spieler): «Das war eines der emotionalsten Spiele, das ich persönliche und wahrscheinlich auch viele andere je erlebt haben ... Zuletzt haben wir auswärts viel Lehrgeld bezahlt. Aber heute haben wir mal ein Ausrufezeichen gesetzt."

Albert Bunjaku (zweifacher Torschütze): "...denn wir haben immer gesagt, dass wir guten Fußball spielen können. Das hat uns fast schon keiner mehr geglaubt."

Grafite: "Ein Unentschieden wäre daher gerechter gewesen, aber Nürnberg hat am Ende intelligenter gespielt. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen und es am Mittwoch besser machen."

Christian Gentner (WOB): "Es war insgesamt ein offener Schlagabtausch, auf den wir uns völlig unnötig eingelassen haben. Jetzt haben wir gegen zwei Aufsteiger sechs Gegentore bekommen."

 

07.11.2009, FSV MAINZ VS. FCN: 1:0. EIN KLUGES TOR!

...das leider angeblich keines war. Tolle Show, aber leider keine Preise. So das Fazit von dem bewegenden Match bei Mainz wie es siegt und lacht. Zu lachen hatten aber die Mainzer wenig, denn sah man Bilder bei der Übertragung von der Bank, war ziemlich hektische Stimmung angesagt. Schön, dafür kann man sich nach dem gefühlten Unentschieden als Glubberer nichts kaufen. Hoffentlich gibt die Mannschaft nicht auf, wenn einen in Serie gültige Tore aberkannt werden.
 
Ein neuer Glubbfan vor der Nordkurve: Marc F. aus A. hat sich
ein Shirt mit Masmanidis hintendrauf gekauft und lernt schon mal
die Blocknamen auswendig. Was solls, war billig, das Shirt.

Vor allem die zweite Hälfte war äußerst sehenswert, denn Mainz schwamm ganz schön! Mehr darüber zu verlieren wäre ein Schmarrn, denn außer den vergebenen Großchancen braucht sich keiner beim FCN auf dem Feld schämen. Bader beschwerte sich hinterher in der Schirikabine, und erntete Achselzucken. Über das klare Handspiel von Hoogland im eigenen 16er wollen wir jetzt mal nicht mehr reden. Im zweifel für den Angreifer gilt ja, aber scheinbar nicht für den Glubb.

Das Nürnberger Mittelfeld agierte nicht immer glücklich, denn der beste Paß in der ersten Halbzeit kam ausgerechnet von einem Mainzer, der Bunjaku zum Abstauber in einem Riesenbogen anköpfte. Den Ball hätte sogar Harry reingemacht.

Wir wünschen Diekmeier gute Besserung, hoffen auf Torschußtraining in der Länderspielpause und sehen wieder am 21.11. in Wolfsburg.

Ewald Funk


STIMMEN ZUM SPIEL

Dominic Maroh: "Ich habe gerade gehört, dass es ein reguläres Tor gewesen ist. Das ist sehr ärgerlich, das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele."

Albert "Einstein" Bunjaku: "Ich hatte zwei Riesen-Chancen, die ich machen muss."

Trainer Michael Oenning: "In dem Spiel waren einige diskussionswürdige Szenen."

Trainer Michael Oenning: "Natürlich hat das Einfluss auf unsere Arbeit. Mainz zeigt doch, wie befreit man mit ein paar Punkten mehr aufspielt."

Raphael Schäfer zur Schiedsrichter- bzw Linienrichterentscheidung: "Ich sage gar nichts, weil sonst wieder die lieben Herren vom DFB kommen und das für mich sehr teuer wird."

Trainer Michael Oenning zur Schirileistung: "Soll ich jetzt zum obersten Gerichtshof gehen? Wir werden die Tore definitiv nicht zurückbekommen."

Club-Manager Bader: „Ich dachte, es gelten die gleichen Regeln für alle. Wenn das einmal passieren würde, aber uns passiert das permanent.“

Club-Manager Bader: „Das ist ja nicht das erste Mal in den letzten Wochen, dass wir um ein überlebenswichtiges Tor gebracht worden sind."

Peer Kluge: "Mir war gleich klar, dass mein Tor kein Abseits war. Das häuft sich in dieser Saison mit den Fehlentscheidungen."

Trainer Thomas Tuchel (Mainz): "Der Abpfiff des Schiedsrichters war dann eine sehr große Erleichterung für mich und für das Team."

Forumsgast Teo: "Vom Glück verfolgt - doch der Glubb ist schneller!"

Samstag, 31.10.2009: FCN-WERDER, 2:2 NACH UNNÖTIG LANGER VERLÄNGERUNG

Auf gehts zur Heimniederlage! So dachten viele Fans beim Betreten des Stadions. Der Glubb trat diesmal allerdings mit einer neuen Mannschaft an. Die Spieler waren zwar die selben, die Motivation eine ganz andere. Und nachdem die ersten Halbzeiten in dieser Saison nicht immer prickelnd für die Roten waren, stand es nach 45 Minuten 2:0 für den Glubb. Der statistisch gesehene erste Rückstand für Werder in der ersten Halbzeit in dieser Saison.
 
Schönes Bild: Beide Trainer stehen an der Linie und feuern an.
Eigler netzte bereits in der dritten Minute ein, und der wie immer steil frisierte Tim Wiese hatte den Salat! Da hat doch mal eine gegnerische Mannschaft das blütensaubere Werder-Tor nach sechshundertschießmichtot unbezwungenen Minuten beschmutzt. Zu allem Ungemach für die Fischköppe traf Bunjaku dann auch noch in der 33. Minute und als Glubberer war man erstmal zufrieden. Die Gewitterwolke war aber das Tor von Bunjaku in der 18. Minute, welches... einfach abgepfiffen wurde. Trotz alledem: Sie können also doch mitspielen in der ersten BL und mit Herz und ohne Pech könnten sie sogar mehr.

Bester Bremer an diesem Tag nach Einschätzung vieler Fans war der Schiri, der ein ziemlich klares Tor nicht gab. Von den Stars wie Özil, Frings, Rosenberg oder Marin sah man nicht viel. Aber von Hunt gleich zweimal viel, als der dann nach dem Anschlusstreffer glücklich durch die günstigen 3 Minuten Nachspielzeit (für was eigentlich 3 Minuten?) traf. Ein gewisser Judt soll angeblich für seinen Abwehrfehler vor dem Ausgleichstreffer einen schweren Einlauf verpaßt bekommen haben. Über die Stadtgrenze wurde er aber - soweit wir wissen - nicht zurück geschickt.

Unterm Strich hat sich das bewahrheitet, was ich zu meinem Nachbarn beim Halbzeitpfiff gesagt habe: "Dumm nur, dass wir sicher in der Nachspielzeit wieder ein Ei reinkriegen." So war es. Trotzdem war es toll im Stadion zu sein, weil eine Mannschaft wirklich alles gegeben hat und das Gefühl vermittelte: "Mit Euch pack'mers!"

Der Konjunktiv zum Spiel
.
Zu jedem Spielkommentar kann man mittlerweile die übliche was-wäre-wenn Kolumne einbauen. In diesem Spiel stellt sich die Frage, wie eindeutig das Spiel wohl gewesen wäre, wenn der erste Bunjaku Treffer gezählt hätte, wenn es diese 3 Minuten Nachspielzeit nicht gegeben hätte und und wenn Diekmeier nicht so schnell vom Platz ging und er weiter gegen seinen Ex-Verein stürmen hätte können. Als Verteidiger.

Ewald Funk

STIMMEN ZUM SPIEL

Dominic Maroh: „Der Punkt ist für uns fast wie eine Niederlage."

Dennis Diekmeier: „Der Schiedsrichter hat uns signalisiert, dass ein Wechsel für mich durch meine frühe Gelbe Karte besser wäre."

Thomas Schaaf: „All das, was wir in letzter Zeit gut gemacht haben und souverän rüber gebracht haben, ist uns heute nicht gelungen.

Michael Oenning: „Für den neutralen Zuschauer war das heute ein tolles Spiel."

"Wir müssen nicht weiter jammern", fordert Kapitän Andreas Wolf, "sondern nach vorne schauen und in Mainz etwas holen."

Juri Judt auf die Nachfrage zu einem Statement nach dem Spiel: "Mich heute nicht!"

 

24.10.2009 1899 HOPPENHEIM : FCN (3:0)

Wieder mal ein zu Null kassiert, wieder mal ein Klassenunterschied. Allerdings erst, als der Hopp-Truppe ein sehenswerter Treffer und ein schnelles Nachfolgetor gelang. Danach knickten die Oenninge wieder ein und ließen sich am Händchen gehalten noch zu einem 3:0 überreden.
 

Lag wieder mal am Boden: Der viel zu harmlose Glubb.

Nachdem es im Pokal daheim nur zu einer 0:1 Niederlage kam, erwischten die zu Beginn beherzt aufspielenden Glubberer in der Rhein-Neckar Arena eigentlich einen guten Start. Wie die Hoffenheimer in der Abwehr agierten (Spieler sofort doppeln) und im Sturm einfach das tun, was man im Sturm tun muß, nämlich Tore schießen, das sollten sich unsere mental viel zu harmlosen Valznerweiherstars vielleicht mal gebetsmühlenartig in der Videoanalyse geben. Wenn schon das Training keine Früchte zeigt (Standarts). Theoretisch hätte das Spiel über Kampf und Laufbereitschaft Unentschieden ausgehen können, dazu hätte es aber mehr Glück zur richtigen Zeit bedürft, oder wie man halt Schiedsrichterentscheidungen heutzutage erklärt, als Bunjaku im 16er umgesenst wurde und Michael Weiner mit seinem Pfeifchen... ähem zur Ecke klärte.

Müßig, über das Spiel noch weiter nachzudenken, immerhin wurde Bochum von unserem nächsten Gegner Werder Bremen ebenso auseinandergenommen und rutschte in der Tabelle zugunsten des FCN auf den Abstiegsplatz. Nun warten wir also auf einem Relegationsplatz aufs nächste Spiel bzw. die nächste Heimniederlage und hoffen, das Pizarro am Samstag nicht allzu eifrig an seiner im Kicker angekündigten Torjägerkanone arbeitet. Wie wäre es mal wieder mit einem "Scheißspiel"?

Dem Glubb zuzuschauen macht auf jeden Fall (außer im Hertha Spiel) wenig Spaß. Natürlich war der Glücksschuß des Hoppenheimers Ebert ein schwerer Schlag, aber danach war das Spiel bereits abgehakt in den Köpfen der Glubbspieler, das merkte man an der Gestik. Was ich mir dabei als Zuschauer denke, sollten sich die Spieler mal vor Augen halten: Mir ist Wurstwasser, wenn wir dann untergehen und von mir aus 5 Eier hinten rein kriegen, Hauptsache wir haben auch mal 3 selber geschossen. Was können wir denn noch verlieren? Liebe Spieler, Euer sofortiges Schwanz einziehen und die übliche Niederlagenverwaltung geht mir auf den Keks! Und zwar richtig!

Stimmen zum Spiel:

Trainer Ralf Rangnick (Hoffenheim): "Den Nürnbergern hat man angemerkt, dass sie zuletzt gewonnen hatten."

Trainer Michael Oenning: "Wir haben zwar kein Tor geschossen, aber speziell in der ersten Halbzeit kein enttäuschendes Spiel gezeigt."

Albert Bunjaku: „Wir haben gut angefangen, dann kriegen wir diesen Sonntagsschuss."

Albert Bunjaku: "Der Schiedsrichter hätte Elfmeter pfeifen müssen. Denn Josip Simunic trifft mich im Strafraum klar am Fuß. Der Schiedsrichter wird sicher kein Freund mehr von mir."

Raphael Schäfer: „Es wäre zu einfach, es auf den Elfmeter zu schieben."

Und als Zuckerle obenauf der Spielbericht aus Ollis Sicht:

"Im Stadion traf man auch die üblichen Verdächtigen aus FO, LIF, CO und überall, gesellte sich dazu und harrte der Dinge. Aus FO erhielt ich sogar einen flüssigen Gruß, danke hierfür. Pünktlich zum Spiel erschien noch eine weiter Autobesatzung vom Fanclub sowie der Bensheimer, der anscheinend endlich ausgeschlafen hatte.

Ekelhaft war nicht nur die Stadion-Currywurst (ich will wieder nach Wattenscheid!), sondern auch das Publikum. Vor ein paar Jahren in der Regionalliga Süd nicht mal einen Bus ins gelobte Schweinfurt auf die Beine gebracht, standen am Rasen doch tatsächlich etliche Riesenfahnen-Schwenker und das „treue“ (ja ja – eine Kollegin wies mich zuletzt darauf hin, dass auch Spötter sterben müssen!) Publikum schwenkte die blau-weißen Schals wie wild zur Hymne „Hoppe, Hoppe Rotz und Schleim, wir kommen alle aus dem Heim“ (Angabe ohne Gewähr - weil Scholzi während des Liedes so laut blökte, habe ich den Text nicht genau verstanden). Dann hielten noch die „aktiven Fans der TSG Hoffenheim“ (Brüller) Spruchbänder hoch, mit denen sie die Vereinsführung aufgrund der „Sponsorenfreundlichkeit“ kritisierten. Hallo? Das ist ungefähr so, als ginge man regelmäßig (bzw. max. seit 3 Jahren) in einen Swingerclub und würde sich beschweren, dass hier zu viel gevögelt wird (ich entschuldige mich bei der Damenwelt, Gruß Diego M.)!!! Dieser Verein ist mittlerweile ein gespielter Witz! Aber ein ganz schlechter! Eines vorab, ich bin Gegner von Gesängen, die die Mutter einer bestimmte Person dem Rotlichtmilieu zuordnen (gibt es dafür Beweise, wäre es eine andere Sache). Oder dass sich Leute permanent ins Zeug legen gegen dieses Konstrukt zu sehr wettern, egal ob verbal oder militant.

Wenn ich auch dafür ein gewisses Verständnis habe...

Leute, damit eines klar ist: Diese Gebilde, samt Onkel D. und seinen „Fans“ darf niemals verharmlost oder gar gleichberechtigt anerkannt werden. Es sollte mit grober Missachtung gestraft werden. Aber leider warten die Journaille, Onkel Theo vom DFB (dessen Sohn völlig überraschend bei der TSG einen Posten hat) und all die anderen Berufsbetroffenen und Allesversteher dieser Welt darauf, dass sie wieder über die bösen „Hooligans“ herziehen können. Nicht, dass mich das Gejaule derer noch aufregen würde, aber es wäre wieder mal PR für „das Gebilde“. Es ist leider nicht mehr wegzubringen aus der Welt. Aber wenn es mit derber Missachtung gestraft wird, vielleicht verschwindet es von selbst. Egal, genug davon.

Die erste halbe Stunde hatten wir das Spiel im Griff, spielten richtig gut. Der Penner an der Pfeife verweigerte einen klarer Elfer und es kam wie es kommen musste. Ein Sonntagsschuss kippte das Spiel am Ende hieß gar 0:3 aus Sicht des neunfachen deutschen Meisters. Was soll ich mehr darüber schreiben, die Wechsel des Herrn Oe. Versteht wahrscheinlich nicht mal er selber. Bereits vor dem Schlusspfiff verließen wir das Stadion. An der Treppe außerhalb stand ein Spruch gesprüht „Guten Tag TSG, Gute Nacht Fußball“ – wahre Worte."
Holly B.
 

17.10.2009, FCN : HERTHA BSC. AUFWERTUNG DER SCHWEIZER FRANKEN

Als Glubbfan mußte man sich bei beruflichen Telefonaten deutschlandweit die vergangenen Wochen einiges anhören. "bei Euch klappt es ja momentan gar nicht, oder?" Meine Antwort: "Des werd scho widder!". Wurde auch Zeit, und gut, dass der Glubb nicht wieder einen tollen Aufbaugegner gegen Mannschaften abgab, die auch gerade in einer Krise stehen bzw. gerade einen turbulenten Trainerwechsel hinter sich hatten.
 

Da ging die Sonne auf: Abpfiff im Franggnschdadion.

Allerdings machte es die alte Dame Hertha den Glubberern leicht und spielte auch wie eine hüftlahme Großmutter. Aber den Spielstil kannten wir ja aus den Partien gegen Hannover, Bochum oder Leverkusen. Der Torwart der Herthaner konnte einen schon leid tun. Als dritter Mann direkt in die Bundesliga geschubst, in vorherigen Spielen trotz korrekter Abwehr per Kopf gescholten mußte er sich auch noch tunneln lassen. Am meisten gefreut hat uns allerdings der erste Torschütze. Gygax, in letzter Zeit sogar beim Training von Zuschauern beleidigt, zeigte, warum er schon 30 Länderspiele für die Eidgenossen bestritt. Als es danach sein Landsmann Bunjaku zweimal zappeln ließ, waren die Schweizerfestspiele perfekt und die beiden Alpenländler rehabilitiert.

Manchmal gehen Gelegenheitsglubberer nur in Erstligaspiele, weil sie prominente Spieler der Gastmannschaften sehen wollen. Dass an diesem Tag in der Bealina Abwehr der renommierte Arne Friedrich stand, war fast nicht zu bemerken. Dafür ging Oennings 4-4-2-Punkte Plan auf.

Tragisch auch, dass Diekmeier ausgerechnet wegen einer Grasallergie passen mußte. Dieses Leiden ist nicht ideal, oder habt ihr schon einmal einen Bäcker mit Mehlallergie gesehen? Dennis mußte wegen der ambulanten Medikamente ausgerechnet wegen Einspruchs der Dopingbehörde passen und hätte an diesem Tag sicher einige Meter an der Außenlinie gemacht. Was wichtig ist, denn er wird bei weiter konstanter Leistung sicher zu Saisonende nicht mehr zu halten sein. Schließlich kann ihn schon jetzt kaum ein Abwehrspieler halten. Sehr zu loben auch einige sonst eher unberücksichtigte Spieler. Zum einen war das Mike Frantz, oder war es Risse verkleidet als Frantz? Zum anderen der als Juri Judt verkleidete Javier Pinola, den es damit gleich zweimal auf dem Platz gab: Judt greift an, Judts Pässe kommen an, Judt stürmt, Judt tanzt die Gegenspieler aus... was immer er auch vor dem Spiel gegessen hat, er sollte dies öfter tun. Pinola selber diesmal gewohnt giftig in seinem Jubiläumsspiel. Sonst eher kurz vor der roten Karte, waren es diesmal seine Gegenspieler, die er zur Verzweiflung brachte, oft trug er den Ball weit nach vorne, wollte endlich ein Tor. Und in der Abwehr war er danach wieder schneller. als Charisteas vom Mittelkreis zum Sechzehner braucht. Apropos, wer war gleich wieder dieser Harry, von dem es heißt, er habe eines der letzten Spiele lieber ohne zuzuschauen in einem Restaurant verbracht?

Gerüchte... Gerüchte, letztendlich hoffen wir auf mentale Stärke gegen Hoppenheim auswärts und einen Schiri dort ohne SAP Aktien im Halfter. Der aktivste überhaupt war Eigler, zumindest was audiophile Genüsse angeht, niemand redet und diskutiert so viel wie er. Aber meist mit dem Schiedsrichter. Ewald Funk


Die Bild-Zeitung schlägt schon mal vor...

Stimmen zum Spiel:

Albert Bunjaku (Alberthornbläser): „Der Sieg ist auch für Dennis.“

Michael Oenning (Glubb-Trainer): "Der eine oder andere hat heute das Herz in beide Hände genommen."

Friedhelm Funkel (Hertha Noch-Trainer): "Einige Spieler sind sich der Lage offenbar nicht bewusst und versuchen immer noch, Fußball zu spielen."

Der Schwamm (Fan): "Wenn der Club im kommenden Spiel noch eine Schippe drauflegt und mal clever seine Konter fährt, ist mir gegen Hoffenheim nicht bange. Dass die keine Götter sind, haben sie zuletzt öfters bewiesen."

Knulpe (Fan): "Hab gestern Maroh, Eigler, Kluge, Spiranovic und Bieler in Schweinau getroffen. Die waren grad aufm Weg zu ihrem Bandraum oben im Fernsehturm. Wußte gar nicht dass die zusammen in ner Band spielen. Bin mit ihnen mal hochgedüst und hab mir die Probe angehört. Echt geile Rockmucke!"

Dennis Diekmeier (Grasfresser): "Das ist bitter, ich wollte spielen und erfahre dann im Bus auf dem Weg zum Stadion, dass ich nicht spielen darf..."

Mike Frantz: "Gegen Hoffenheim wird es ein ganz anderes Spiel, aber wenn wir wie heute die gleiche Körpersprache und Präsenz zeigen, wird es für jeden Gegner schwer."

 

03.10.2009: LEVERKUSEN VS. GLUBB. 4:0

Ein Spiel wie ein Black Metal Konzert: Ständig gab es etwas auf die Mütze. Eines haben die Glubberer damit locker erreicht: Zum Gespött der Liga zu werden. Denn wenn man gegen Bochum und Hannover verliert und derart harmlos auftritt, hat keiner mehr Angst vor den Franken.
 
Ratlosigkeit nach dem Bochum-
Spiel.
Als Zuschauer kennt man den Aufbau eines Glubbangriffs schon auswändig, deswegen ist die Mannschaft ja auch so einfach zu besiegen. Also:

Schäfer schaut nach vorne, keiner ist anspielbar. Ball aus Verlegenheit zum Zentralverteidiger, der spielt dann zu Pino, Querpaß auf die andere seite, keine Paßmöglichkeit. Hin und her in der Verteidigung, bis es Pino links zu bunt wird. Er geht bis zur Mittellinie und im Doppelpaßspiel mit dem bereit stehenden linken Stürmer geht es nach vorne. Wo der Ball meist versandet. Im Mittelfeld wird in erster Linie der gepflegte Rückpass gespielt, originelle Kombinationen finden nicht statt und ein schneller Sololauf mit Volldampf aufs Tor wird nie ausprobiert. Merkmale: Den Ball trägt ausnahmslos Verteidiger Pino über den Mittelstrich. Diekmeiers Flankenläufe finden kaum mehr statt.

Die Paßgenauigkeit vom Schalke-Spiel ist fast gänzlich verschwunden. Der Gegner kann immer sein Spiel in Ruhe aufbauen, weil kein Glubbstürmer früh stört. Zeit und Kondition hätten sie ja dazu, unsere Stürmer, da vorne selten was zu tun ist.

Bei Standartsituation kann man eigentlich aufs Klo oder Bier holen gehen. Kommt eh nichts dabei raus für den Glubb. Wie man das besser macht, zeigt Leverkusen durch den direkt verwandelten Freistoß von Toni Kroos in der zweiten (!) Minute. Seit dem Abstieg 2007 habe ich keine wirklich spektakuläre Ecke oder Standartsituation vom Glubb mehr gesehen. Kann man das nicht üben?

Die letzten Glubbspiele glänzten durch Lustlosigkeit, mangelnde Laufbereitschaft und einen Haufen gelbe Karten bzw. unsinnige Fouls. Wenn die Tendenz so weiter geht, dass man nicht einmal gegen Kellermannschaften, die durch Trainerwechsel vermeintlich geschwächt sind, gewinnt... und einen willkommenen Aufbaugegner markiert, dann gute Nacht.

Man kann nur noch neidisch nach Fürth schauen. Die verlieren zwar schon mal 4:0, gewinnen aber auch mal hoch. Beim Glubb trifft vorne keiner, schon gar nicht mehrmals. Schlimm: Wenn die Fans wie gegen Bochum eine derart grottige Leistung mit Pfiffen quittieren, wird das von der Bank aus auch noch angeprangert. Hallo? Wo wäre der Glubb schuldenmäßig, wenn nicht in der letzten Saison oft 40.000 Zuschauer ins Frankenstadion gekommen wären?

Vorschlag. Ab sofort sollten bei Gesprächen mit der Presse folgende Worte nicht mehr benützt werden. Wir können sie alle nämlich nicht mehr hören:

-Lehrgeld
-Rotation
-Psychokrise
-Rückpaß
-Sturmschwäche
-Heimschwäche
-Laufbereitschaft
-Heimvorteil
-Standartsituation

Viele Grüße, und schön Standarts üben, liebe Spieler! da helft ihr euch nämlich auch selber.
 

26.09.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT – DER GLEINE GLUBB

19.09.2009: FC BAUERN MÜNCHEN VS. GLUBB

ODER: EINE ODE AN FRITZ VON THURN UND TAXIS...

München, anno 2009: Zünftig werden die Fans des FC Hollywood mit
Peitschen und Trompeten ins Vereinsschlauchboot getrieben.
Luja sog I!
Hach, was war das wieder für eine Hängepartie kürzlich gegen den FC Hollywood bei bestem Oktoberfestwetter! Unsere Jugendauswahl unter den Fittichen der Pfadfinderpapas Pinola und Schäfer kam schon mit zitternden Knien aus der Kabine in die vollbesetzte Arroganz-Arena, fand zuerst nicht ins Spiel, sortierte sich dann aber langsam. Auch wenn im Vorfeld die fränkische Presse selbstbewusst rasselte, erwartete kein halbwegs nüchterner Glubbfan etwas anderes als eine Niederlage. Die Frage war nur, wie hoch. Das 2:1 für die nach geschätztem Marktwert 250 Millionen teure Truppe der Bauern gegen die Glubberer war dann auch ein schmeichelhaftes Ergebnis. Zumal Mario Gomez schon wieder Ladehemmung zu kriegen scheint, ein Spieler übrigens, der soviel kostet wie die gesamte Glubbmannschaft inklusive Schäfer, Pino, Wolf und Dickmann. Dickmann? Ja, wer im Schlauchbootstadion war und die pomadigen Bauern ertragen musste (die übrigens beim Betreten des Rasens automatisch in den Gottmodus umschalten), hatte sich zumindest eines erspart: Fritz von Thun und Dachtnix, den schlechtesten Fußballreporter aller Zeiten, weit vor Carmen „Schalke 05“ Thomas. Der hat nämlich parallel für die Fernsehzuschauer von Sky das so genannte Bayernderby kompromittiert – pardon – kommentiert. Von Thurn und zu Denknix schaffte es, erst Dennis Diekmeier als Dennis Dickmann zu bezeichnen und warf auch einen Blick auf die Ersatzbank, wo nach seinen Angaben ein gewisser Alexander Schäfer als Ersatztorhüter saß. Ob Raphael Stephan das Nürnberger Tor hütete, gab von Thunfisch und Praxis nicht preis, wir schätzen aber, dass diese königlich bayerische Hofmoderatorenperle wegen der Wiesn bereits etwas verstrahlt ins Stadion kam. Anders war dieser rhetorische Schwachfug nicht zu erklären. Immer wenn der Bayernsturm aus – geschätzten – 180 Millionen Euro wertvollen Spielern versuchte, in den Glubbstrafraum einzudringen, hob von Dumm und Sprachwitz seine Stimme an und es klang, als beschreibe gerade Luis Trenker in blumigen Worten die mächtige Sella-Gruppe in den Dolomiten. Hach, war das ein Spaß! Aber wir Franken sind ja angeblich eh chronisch mit Minderwertigkeitskomplexen behaftet. Wartet’s nur ab, bis zur Rückrunde im Frankenstadion! Und vom Kleeblatt erwarte ich, dass die 60er genauso achtkantig aus dem Ronhof gefegt werden, wie das der Glubb im Frühling getan hat. Übrigens: Danke an Erich-Maximilian Coupon-Moddengg, endlich ein Glubbstürmer, der Tore schießt! Mach es nicht so wie Bunjaku und triff ein weiteres Mal!
Ewald Funk

22.09.09 GLUBB GEGEN HOPPENHEIM: 0:1 (POKALAUS)

Schlecht ist das ja nicht, was Hoffenheim so auf dem Feld treibt. Das diese Mannschaft aber auch zu schlagen ist, bewies Mitaufsteiger Mainz Anfang Oktober mit seinem 2:1. Und die Mainzer spielen auch nicht besseren Fußball als die Oenninge.
 
Scheißwetter, Scheißspiel: Glubb gegen TSG SAP.

Das Spiel war dann letztendlich bitter. Unter uns: Die Schiedsrichterleistung merkwürdig, was die Nordkurve allzu oft mit deutlichen Sprechchören quittierte.

Insgesamt sah man temporeichen Offensivfußball, vor allem von den blauen, die auch individuell einfach mehr Klasse hatten. Langsam wird es dunkel um den Glubb, und statt altbekannte Glubb-Schwächen (leicht auszurechnender Spielaufbau, Standarts, Stürmerschwäche) abzustellen, beginnt das Gefasel von psychischer Verfassung der Spieler.

Stimmen zum Spiel:

Glubbspieler Thomas Broich: „Wir müssen für Bochum jetzt schnellstmöglich die Beine und den Kopf wieder frei kriegen.“

Glubbspieler Maxim Choupo-Moting: „Wir haben das Tor nicht gemacht, so ist Fußball."

Glubbspieler Juri Judt: "...aber die Mannschaft war dieses Mal einfach noch zu stark für uns.

Glubbspieler Dennis Diekmeier: "Wir müssen das Spiel heute einfach abhaken und weiterhin an unseren Schwächen arbeiten... und weiterhin als Team zu kämpfen."
 

12.09.2009 FCN - BORUSSIA FOHLENGLADBACH

Vor wenigen Tagen noch war das Wehklagen groß, dass Schiedsrichter oft daneben pfeifen. Nach dem Gladbach-Spiel allerdings kann man für zwei Fast-Elfmeter, die nicht gepfiffen wurden aus Glubb-Sicht zufrieden sein. Was wenige wissen: Einige Gladbacher Spieler sind für ihre theatralischen Schwalben bekannt, sicher hatte Schiri Gagelmann das im Hinterkopf.
 
79. Minute: Eigler geht, Harry kommt, und die Kurve pfeift. Aber wegen Eigler.

Ausgerechnet der mit einem blauen Auge versehene Peer Kluge trifft gegen seinen langjährigen Verein. Papa Meyer holte ihn damals mit nach Nürnberg, seitdem ist die Frankenberger Wuselbiene im Mittelfeld des Glubb eine feste Größe. Pardon, meist ist er ja eher bewegungsaktiv anstatt fest.

Das gilt für einen anderen Spieler um so mehr: Christian Eigler. Natürlich hat er den Bonus, in fast jedem Spiel phantomgleich eine tolle Aktion zu gestalten, und auch am 12.9. hat seine Vorlage an Kluge entscheidend zum ersten Dreipunkter der Saison beigetragen. Aber die Pfiffe, als er in der 78ten Minute für Charry vom Feld ging waren eindeutig. In der heutigen NN ist die Rede von dem fleissig ackerndem, bewegungsaktiven Eigler, wo sich niemand erklären kann, warum er ausgepfiffen wird. Hallo? Haben die Kommentatoren ein anderes Spiel gesehen? In einigen Spielsituationen hätte Eigler locker einnetzen können, wenn er sich nur zum Ball bewegt hätte. Statt dessen blieb er einfach stehen. Das sah aus wie Arbeitsverweigerung... und deswegen sind ein Teil der Fans sauer. Vielleicht hat Eigler auch Angst vor einem Abseits, kann ja auch sein. Man kann alles zerreden, aber ohne Grund wird man nicht ausgepfiffen. Das wird wohl seine Gründe haben, die nicht in diesem jetzigen Spiel begründet sind... seine Laufbereitschaft findet halt schon immer nur dann statt, wenn seine Kritiker wegschauen.

Fazit: Anstrengende Zitterpartie. Vielleicht hätte Eric Maxim Chuopo-Moting, den wir jetzt einfach mal Chuppo oder Modeng (fränkisch) nennen, mehr durch seinen auffälligen Tordrang bewegt, wenn er früher für Eigler eingewechselt worden wäre. Vielleicht hätte Diekmeier die Partie mit seinem Fast-Eigentor entschieden, vielleicht haben die sturmschwachen Gladbacher das Spiel durch ihren Mangel entschieden, der Schiri hat diesmal das Spiel nicht entschieden. Mitentscheidend war aber todsicher ein gewisser Raphael Schäfer. Wieder einmal. Das Modewort Scheißspiel möchten wir nicht gerne verwenden, weil das erst demnächst gegen die Bauern passieren sollte. Der neuerdings im Glubbjäckle stehende Oenning wird da sicher wieder eine Aufstellung zaubern, die keiner vermutet hätte.

(LUSTIGE) STIMMEN ZUM SPIEL:

Torschütze und Ex- Gladbacher Peer Kluge: "Es war nicht unser bestes Spiel, aber endlich ein erfolgreiches."

Nochmal Peer Kluge: "Ich wurde ausgewechselt, weil ich einen geschwollenen Fuß habe - aber so ist Fußball, da gibt`s immer mal `was auf die Knochen!"

Raphael Schäfer: "Schön, dass wir am Ende zu Null gespielt haben, dafür werde ich bezahlt."

Christian Eigler: "So ein "Scheißspiel" muss man auch einmal gewinnen! Als einzige Spitze hat man viel Arbeit, das kostet Kraft. Wir haben vorne im Sturm viele Alternativen..."

Maxim Choupo-Moting: "Es macht einfach Spaß, hier zu spielen und ich werde alles für den 1. FC Nürnberg geben."

Martin Bader: "Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie ein schlechtes Spiel gewinnen kann."

Havard Nordtveit: "Der Trainer macht sich nichts daraus, junge Spieler zu bringen, das ist fantastisch für uns."

Michael Oenning: "Jetzt können wir unbekümmert nach München fahren. Das hat sich die Mannschaft heute über 90 Minuten hart erarbeitet."

Michael Frontzeck vor dem Spiel
: „Ich zweifle an, dass sie vor ausverkauftem Haus in der eigenen Hälfte auf uns warten.“

Michael Frontzeck nach dem Spiel
: "Wir wussten das Nürnberg einige gute Konterspieler hat, was sie heute auch gezeigt haben..." (?)


 

08.09.2009: ANDY WOLF FÜR ZWEI BUNDESLIGASPIELE GESPERRT

Das hat gerade noch gefehlt: Der in dieser Saison durch manchmal sehr seltsame Schiedsrichterentscheidungen arg gebeutelte Glubb muß nun wegen der Tätlichkeit von Andy Wolf im Testspiel vergangenen Freitag gegen Bohemians Prag für zwei Bundesligaspiele und drei Freundschaftsspiele auf seinen Kapitän verzichten.
 
Andy Wolf. Quelle: FCN

Mußte das sein? Warum bekommt ein rüder Spieler der Bohemians für sein provozierendes Verhalten keine Strafe ausser einer Gelben, während Glubbkapitän Wolf für seine Kurzschlußreaktion neben der Arschkarte gleich für zwei BL-Spiele zuschauen muß? In den Foren kocht es gerade und die Schranken der Sportlichkeit werden da auch oft überschritten. Hier ein Zitat aus dem AZ-Forum: "Also ich stand an diesem Freitag am Spielfeldrand, genau neben dem Trainer von den Tschechen... Der Andy wurde auf der anderen Seite vom Spielfeld rüde gefault, Rot würdig, aber kann man auch nur Gelb geben. Wolf steht auf, schreit den Tschechen an. Dieser tut im gleich und sie stehen Kopf an Kopf. Der Prager Spieler gibt unserem Captain nen Kopfstoß erwischt ihn aber nur leicht. Andy revanchiert sich und erwischt ihn aber deutlich stärker. Der Tscheche fällt übertrieben um und wird danach behandelt. Andy sieht Rot, der Prager Gelb. Das wars.Und was sagen wir?" Innerlich kocht es in uns genauso. Aber wir sind ja Optimisten.

Sicherlich ist es Schade, dass Wolf ausgerechnet bis zum Spiel gegen die Bauern gesperrt ist. Aber ist das nicht vielleicht auch ein gewisser "Jetzt erst recht"-Impuls für die Mannschaft? Funktionierte ein Pinola als zentraler Verteidiger nicht zuletzt hervorragend? Ist da nicht ein Nordtveit, der zuletzt gegen Stuttgart glänzte, als er gefordert wurde? Und hat sich beim Glubb nicht immer etwas gerade zum Guten gewendet, wenn Not am Mann war? Eins ist sicher: Diese Sperre braucht kein Mensch, vor allem wenn Schiedsrichter weiterhin ungescholten davon kommen. Gerade wenn sich in Videoanalysen hinterher eine klare Fehlentscheidung ergibt. Ein Polizist muß sich im öffentlichen Leben auch für begangene Fehler verantworten, ja nicht einmal Politiker sind immun. Wie immer muß man sich als Glubbfan wieder der schweren Bürde bewußt sein, dass andere Mannschaften nur gegen Fußballer antreten müssen, der Glubb hat meist noch einen weiteren Gegener am Platz. Und Andy Wolf hat nun auch genug Zeit darüber nachzudenken, ob man manchmal sein Temperament nicht etwas besser unter Kontrolle halten sollte.

Die AZ titelt "Oenning ist sauer" ...auf Andy Wolf. Selbiger Trainer sagt „Der Kapitän hat sich ohne Not von Bord gespült. Da hat Andy uns einen Bärendienst erwiesen.“ Oenning weiter: „Alternativen habe ich schon im Kopf.“

Stimmen zum Gerichtsurteil:

Roland: "Zum Glück ist ja Andi gegen die Bauern gesperrt. So bleibt mir dieses Jahr in der Arroganzarena erspart zuzusehen, wie er hilflos hinter Ribery her stolpert."

Bernd: "Sach mal spinnen die!!! - das war in einem verfickten freundschaftsspiel!!! Ich schicke gleich einen suicide bomber nach frankfurt... :-)"
 

29.08.09: VFB STUTTGART VS. GLUBB

VIER-EINS-VIER-EINS MAL STUTTGART ERGIBT 0:0

Stuttgart ist bei unseren Helden vom ruhmreichen Club immer für eine Überraschung gut, in jeder Hinsicht. Vier der letzten Spiele gingen dort siegreich aus.

Stuttgart steht aber auch für das gegenwehrlose Abschlachten beim 0 : 3 im April 2008 unter einen Konzepttrainer. Dieses Mal waren die Vorzeichen gemischt nach dem katastrophalen Heimauftritt gegen Hannover wo Jiri Stajner alleine reichte, um die Clubabwehr schwindlig zu spielen. Andererseits sind die Schwaben zur Zeit daheim geschwächt, ist doch ihre Untertürkheimerkurve komplett abgerissen. Was es heißt in einer Baustelle, in einen ¾ Stadion zu spielen hat ja der Club Ende der 80er Jahre selbst schmerzlich erleben müssen. Zum Spiel selbst, wieder einmal überraschten die Rot-Schwarzen. Nicht der Champions League-Teilnehmer, sondern der Bundesliganeuling dominierte eindrucksvoll das Spiel. Die erstmals praktizierte 4-1-4-1 Taktik, vor der Viererabwehrkette spielte Havard Nordtveit eine Art Mittelfeldlibero, dann machte eine 2. Viererkette die Räume eng und vorne Angelos „Harry“ Charisteas...  ging genial auf. Sie sorgte für Ballgewinne ohne Ende, blitzschnell wurde über außen gekontert und eine Chance nach der anderen erarbeitet. Einziges Manko, selbst Großchancen wurden versemmelt bzw. der alte Lehmann oder der Pfosten stand im Weg und der Schiri machte auch noch mit und pfiff mehrmals fälschlicherweise Abseits. So wuchs unter den Fans die Nervosität, schließlich sorgt der Fußballgott in solchen Fällen fast immer dafür, dass ein dummes Gegentor kurz vor Schluss zu einer unglücklichen Niederlage führt. Nicht so in Stuttgart, kurz nachdem Pinola völlig Freistehend aus 9 Metern am Tor vorbei „zielte“ war das Spiel vorbei. Bleibt die Frage, Frust über einen leichtfertig verspielten Sieg oder Freude über ein Unentschieden?
Roland Hornauer
 

STIMMEN ZUM SPIEL:

Michael Oenning: „Ich denke, dass wir eine gute Antwort auf das gegeben haben, was die vergangene Woche über uns hereingesprasselt ist...Dieses Spiel gibt mir die Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

VfB-Teamchef Markus Babbel: „Wenn man die 90 Minuten anschaut können wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Dominic Maroh: "Für mich persönlich war es ein besonderes Spiel, mit vielen Freunden, vielen Verwandten auf der Tribüne. Da war es besonders toll, dass wir kein Gegentor bekommen haben."

Andy Wolf: "Stuttgart war heute die glücklichere Mannschaft."

23.08.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT 131– DER GLEINE GLUBB

Ganz schön viel passiert seit der letzten Kolumne Ende Juni! Die Saison war vorbei, der Aufstieg geschafft und mit Thomas Broich und Welnicki sowie Harald Nordveid kamen die einzigen Neuzugänge zum Glubb, Dominik Reinhardt wurde nach Augsburg abgeschoben und alle fuhren erstmal in den Urlaub.
 
29.9. FCN VS. Al Arabi: Oenning und Stielicke (rechts)
Danach würde der nächste „Zugang“ sicher von allein vor dem Tor stehen: der Grieche. Den teuersten Glubbspieler aller Zeiten wollte natürlich nach seiner Leverkusener Ausleihe niemand haben, also kam er plangemäß wieder. Optimistisch gesehen war Harry überhaupt ein Schnäppchen: Im direkten Vergleich zur Ablöse von Cristiano Ronaldo gesehen, zumindest. Weiter: Bereits Anfang Juli fanden die ersten Testspiele zum Teil im Trainingslager in der Schweiz statt, die meist gewonnen wurden bis auf die Großkalibermannschaften in „Augenhöhe“. Dass der Saisonauftakt mit Ringelpietzparty und Freundschaftsspiel im Frankenstadion gegen die Glasgow Rangers mit einer 0:2 Schlappe gleich den Anfangskurs in der Oberliga vorgeben würde, wusste damals noch keiner. Zunächst gab es noch einige Testspiele gegen arabische Vereine, die meist ein „Al-“ im Namen hatten und keine großartigen Neuerfahrungen brachten, außer der Erkenntnis, dass Uli Stielike am Persischen Golf ganz schön braun geworden ist.

Zuvor schon wurde der Glubb durch das Los auserkoren, nach Mitteldeutschland zu fahren zur ersten Pokalrunde gegen Dräsdn. Die haben zwar ein Erstligastadion und Tradition, spielen aber in der dritten Liga. Drei Glubb-Tore waren es dann auch, die den Klassenunterschied ausmachten und die natürlich nicht von unseren Stürmern erzielt wurden. Bis dahin war eigentlich alles im Lack und zumindest in diesem Landstrich Deutschlands hat man nun Respekt vor dem FCN. Mitte August dann Bundesligastart gegen die Gasproms, die uns vor zwei Jahren in aller Fanfreundschaft in die zweite Liga beförderten. Doch der Glubb war wie immer sehr hilfreich und baute selbst Stürmer mit Ladehemmung wie Kuranyi auf, der gleich zweimal traf, allerdings ins Nürnberger Tor. Mittelfelder Mintal schoss den Ehrentreffer. In Frankfurt eine Woche später traf dann sogar mal ein Stürmer und der sichere Heimsieg gegen Hannover kehrte sich ins Gegenteil um: Der Glubb baute die Hannoveraner auf. Optimistisch gesehen darf der Glubb wie Fürth letztes Jahr denken: Wir wären viel weiter, wenn die Tore, die wir erzielen, auch vom Schiri mal als solche erkannt werden. Mein ganz persönlicher Notfallplan? Ein Spielmacher muss schnell her, für weiblichen Escortservice für Schiris sollte man sich mal Preise einholen und außerdem sollten die Jungs mal ruhig Standards üben. Und zwar bis das Flutlicht eingeschaltet wird. Ewald Funk

22.08.2009: 1.FCN - HANNOVER 96

Es gibt Spiele, über die schweigt man am besten. Die Partie gegen Hangover war so eine. Oenning vorher: „Da ist man leicht geneigt zu sagen: das ist ein Gegner auf Augenhöhe, das müssen wir gewinnen“, und verdeutlicht: „Aber es ist doch klar, dass wir gewinnen wollen.“ Beim wollen ist es dann geblieben.
 
Premiere: Schäfer hält einen Elfer im zweiten Versuch, nachdem der Strafstoß
wiederholt werden mußte.
Vielleicht ganz gut, dass die Oenninge 0:2 verloren haben. Umso motivierter ist man dann beim nächsten Mal und nimmt solche Partien gegen durch Trainerwechsel scheinbar geschwächte Mannschaften nicht so leicht. Kapitän Wolf hatte sein 300. Spiel für den Glubb und Schäfer stand zum 100. mal im Tor für den FCN.

Das Fazit von unserem Mitarbeiter Shultzie lassen wir jetzt mal so stehen. Er hat Recht. "das war eine mehr als verdiente heimniederlage, da hats von hinten bis vorne nicht gestimmt. wobei ich die öffentliche meinungsmache, der kader sei nicht bundesligatauglich absolut nicht nachvollziehen kann, meiner meinung nach hatten die herrschaften einen rabenschwarzen tag und haben dazu nach dem punkt in frankfurt gedacht, die 3 punkte nimmt man gegen hannover so im vorbeigehen mit... vielleicht der richtige dämpfer zur richtigen zeit! schäfer und oenning sind in ihren analysen nach dem spiel ja auch mehr als deutlich geworden."

Stimmen zum Spiel:

Angelos Charisteas: „Wir haben heute einfach schlecht gespielt."

Raphael Schäfer: „Spielerisch klappt vieles, aber uns fehlt im Moment der klare Zug zum Tor.“

Club-Trainer Michael Oenning: „Wir werden nun versuchen, aus Stuttgart etwas Zählbares mitzunehmen.“

Stajner: „Ich bin überglücklich.... Jetzt wird alles besser.“

Michael Oenning: "Wir haben Vieles versucht, aber immer das Falsche gemacht.“

15.08.09 BANKFORT GEGEN GLUBB: 1:1

Kann der Glubb nicht mehr gegen Frankfurt gewinnen? Ob das jetzt Eintracht oder FSV ist. Egal, für Die Hard Fans wie Holly ist auswärts auch immer eine schöne Sause. Hier Auszüge aus seinem Bericht.
 
Saßen beide auf der Bank: Harry (r.)
dauerhaft, Judt (l.) kam gegen Ende.
Man fuhr mit der Bahn, tankte aber trotzdem reichlich unterwegs, bis man in die Commerzbank Arena kam. In Würzburg "...bei Paderborner Pennerglück" und dann in Darmstadt "nein, diesmal keine sexuell motivierten Kalauer" und mit dem Taxi ging es dann in eine Kneipe zum Fantreff. "Es wurde erstmal reichlich Bier geordert und die Jukebox gefüttert. Slayer, Manowar, Iron Maiden, AC/DC, ZZ Top findet man nicht oft in so einer Box. Zusammen mit John Fogerty und Wolle Petry versüßten sie uns den Frühschoppen. Freddy Quinn und Heino durften ebenso nicht fehlen, weil wir ja „Alte Kameraden“ sind. Haha." Und: "Es war gelebte „Europäische Gemeinschaft“ – Franken soffen mit Hessen ein bis zehn Bier in einer griechischen Kneipe mit polnischer Bedienung und aßen italienisch." Nächste Tankstelle in Neu-Isenburg via Taxi. "In Neu-Isenburg deckte sich ein Teil mit Bier ein, andere kümmerten sich um die ausgetrocknete Botanik... nach knapp 3 km Waldlauf erreichte man das Waldstadion und enterte dieses nach intensiven Kontrollen.

„Damals waren Ordner bei Bundesligaspielen durchaus mit Pförtnern zu vergleichen. Die Mehrzahl bestand aus alkoholkranken Taugenichtsen, die im richtigen Leben nichts zu melden hatten und nun für zwei Stunden etwas Autorität und Macht an die Hand bekamen.“ (Aus Alexander Hoh: „IN KLEINEN GRUPPEN, OHNE GESÄNGE! – UNTERWEGS MIT DEN HAMBURG HOOLIGANS“)

Holly: "Die Arena-Card können sich die Bankfurter übrigens in ihren Hintern schieben. Dieses unverschämte Geschäftsgebaren unterstütze ich nicht mehr. Im Block die üblichen Verdächtigen geprüft und die Spiele begannen. FFM ging früh in Führung und der Heimmob rockte das Stadion. In Halbzeit wendete sich das Blatt nach den Einwechslungen von Ernie (Hari) und (Al)Bert für Bewegungslegastheniker Eiglo und Stolper-Issac. Ausgleich und Pogo in Togo bzw. Gästeblock. Nürnberg gab von nun an auf dem Platz und auf den Rängen den Ton an, die mächtige Heimkurve war gelähmt und die verblödeten Pöbler auf Sitzplatz neben dem Gästemob hielten ihr vorlautes Mundwerk. Leider konnte Oennings Bubi-Truppe keinen Treffer mehr erzielen, aber immerhin war der erste Punkt im Sack." Holly DeLuxe

Stimmen zum Spiel:

Glubb-Trainer Michael Oenning: „Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Beide Mannschaften haben viel investiert, beide wollten unbedingt gewinnen."

Eintracht-Trainer Michael Skibbe: „ir haben ein attraktives Spiel gesehen, der Club wird mit seiner Spielweise noch für Furore sorgen.“

Glubb-Kapitän Andreas Wolf: „Wir sind nach Frankfurt gefahren, um zu punkten. Das haben wir heute gemacht und können damit sehr gut leben.“

Glubb-Keeper Raphael Schäfer: „In der Bundesliga ist es einfach wichtiger, dass die Defensive steht, als in der zweiten Liga. ...Das ist ein Lernprozess, den wir sehr schnell hinbekommen.“

Glubb-Torschütze Albert Bunjaku: „...und ich hoffe, dass wir beim nächsten Heimspiel gleich drei Punkte behalten können.“

08.08.2008 GLUBB VS. SCHALKE 0,5

Endlich wieder zurück in der 1. Bundesliga! Tolles Wetter dazu, was gibt es schöneres als Saisonauftakt. Auf zu neuen Ufern und so. Leider gabe es nicht die Rache für den entgütligen Rausschmiß aus der Erstliga durch die Schalker in der vorletzten Saison.
 
Das 2:1 durch Mintal (89.6 km/h) als "Anschlusstreffer".
Die Abendzeitung titelte: "Club-Schwur: Heute wird der Fluch gebrochen!" Denn es gab seit 42 Jahren keinen Auftaktsieg des Clubs beim Ligastart mehr. Letztendlich gab es dann einen verdienten Sieg der Schalker, die Knappen waren einfach die abgebrühtere Mannschaft. Der Nürnberger Patient führte auch gleich im Auftaktspiel deutlich seine Schwäche im Sturm vor, war ansonsten aber die aktivere Mannschaft. Mehr Ballbesitz (59:41 Prozent), höhere Passgenauigkeit (86:74 %), ein Plus an Torschüssen (14:9), aber eben nicht eiskalt genug vor dem Kasten. Wenn man damals gewußt hätte, was da noch so alles kommen sollte in den nächsten Spielen, oh je!

Highlight auch mal wieder die Bahn. Pünktlich zum Ligaauftakt wurde Samstag Nachmittag an der Bahnstrecke nach Feucht die Strecke gesperrt, da hier ein neues S-Bahn-Gleis vorbereitet wird. Großartig übrigens die Bauleistung auf den neuen Haltepunkten: Wer auf der neuen Linie von Neumarkt zu den Glubbspielen will, muß wohl bis HBF durchfahren und dann wieder einige Stationen zurück zum Stadion (selbe Strecke), da die Höhe des Bahnsteiges am Frankenstadion eine andere als bei der neuen Strecke ist. Für Rollifahrer aus NM sieht es in feucht düster aus, auf dem nagelneuen Bahnsteig wurde auf einen Rollstuhlaufzug verzichtet.

Stimmen zum Spiel:

Club-Trainer Michael Oenning: "Wir haben viel in das Spiel investiert, weil wir gewinnen wollten und wir wollten prüfen, ob wir wettbewerbsfähig sind. Die Antwort: ein klares Ja.

Kevin Kuranyi (Schalke): "Es ist wichtig, dass wir mit Schalke eine gute Saison spielen."

Angelos Charisteas: "Das Ergebnis ist natürlich nicht gut für uns. Ich werde alles geben, um dem Team zu helfen."

Raphael Schäfer: "In der Bundesliga kannst du dir keine Fehler leisten."

Dennis Diekmeier: "Wir müssen nächste Woche gewinnen."

Christian Eigler: "In der ersten Liga geht es anders zur Sache."

1.8.2009 DFB POKAL ERSTE RUNDE: DYNAMO DRESDEN VS. FCN

0:3... Endlich endet die Sommerpause mit einem Knaller: Ausgerechnet die Traditionsmannschaft Dynamo Dresden ist der Gegner für die Glubberer in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs. Ob man Pech haben wird und sich nach einer Niederlage auf die Bundesliga konzentrieren kann? Oder wird man respektlos wie gegen Cottbus Fussball zelebrieren? Oenning: „Das wird ein echter Pokalfight, das wird alles andere als ein gemütlicher Samstag-Nachmittag-Spaziergang!“
 
Die Dynamo Fans sehen im neuen Stadion keinen Platz mehr
für ihre Fankultur.
Kompliment an die Stadt Dresden, die mit dem Rudolf-Harbig-Stadion gerade eine Erstligareife Arena hinrenoviert. Jetzt fehlt nur noch der Sponsor, um das in die erste Liga zu bezuschussen. Das Spiel an sich begann auch sehr rustikal, aber FCN-Ossi Kluge zog früh unbekümmert ab und sorgte mit dem 0:1 für Ruhe auf den gelben Rängen im wegen Renovierung halbvollen Stadion. In der 25. Minute legte der grandiose Youngster Gündokan dann eine Duftmarke, der Dynamo Keeper ließ abtropfen und Mintal vollstreckte. Doch Gündogan gab sich mit der quasi-Torvorlage nicht zufrieden und traf per Vollspann dann in der 53. Minute. 3:0.
 
Die Glubberer applaudieren ihren Fans.
Stimmen zum Spiel:

Michael Oenning: "Es war mehr ein Fußballfest als ein Fußball-Fight vor einer tollen Kulisse. Dieser fußballverrückten Stadt tut eine solche Arena gut.“

DD Trainer Ruud Kaiser:
"Wir waren vorne chancenlos, Nürnberg war vor allem in der Handlungsschnelligkeit um Klassen besser und sie haben uns weggespielt.“

Dominic Maroh: „Wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr machen können.
Viehtrieb beim Einlass ins Harbig-Stadion.

Etwas getrübt wurde der Ausflug nach Dresden bei diversen Fans. So berichtete unsere Schalker Sau Olibär von einer abenteuerlichen Fahrt nach Mitteldeutschland mit seiner befreundeten Ultragemeinde. Nahezu an jeder Ausfahrt standen auf der Zielgeraden grüne Autos. Fast wie früher auf dem Transit, nur dass die früher in Zivil und im Wartburg lauerten waren.

Kurz vor Dresden wurde dann einfach mal der ganze Bus gefilzt und unser Olibär wurde nicht ins Stadion gelassen. Selber Schuld, wenn man das falsche T-Shirt trägt. Die Ordnungskräfte hatten auf jeden Fall eine Fibel dabei, in der man nachschauen konnte, das ein "KC"-T-Shirt nicht is Stadion darf. Für das nächste mal leihe ich dem Olli dann mein Old School Glubbshirt aus, da steht außer FCN nichts drauf und er hat mal was gescheites an und nicht... lassen wir es.

Oli erzählt: "Die Bollizeierer haben alle Busse ab "Dresdener Kreuz" in Empfang genommen und erst einmal gründlichst gefilzt. Danach immer zwei Busse mit Eskorte zum Stadion, in den Block getrieben und nach dem Spiel wieder in die Busse getrieben, wieder paarweise aus der Stadt ekotiert und JEDE Ausfahrt und JEDEN Parkplatz gesperrt - bis zur Landesgrenze nach Bayern." Auf den Parkplätzen bei Rast wurden sie meist provoziert von jungen Polizisten.

Schade, aber als Gesetzesvertreter sollte man schon politisch gebildet sein und sich deeskalativ verhalten. Aber summasummarum: Das ist eine andere Fanwelt als die unsrige.

31.05.2009: GLUBB VS. GODDBUS

Traumhaftes Wetter, bescheidene Vorfreude, ein schöner Tag um aufzusteigen? Auch wenn es gleich in den ersten Minuten vor Schäfers Kiste beim entscheidenten Heimspiel am 31. Mai brannte, unsere Jungs hatten das zeimlich schnell im Griff und machten schon in der ersten Halbzeit alles klar.
 

Eiglers Traumtor war mal wieder ein Fall fürs Kabinett und Mintal krönte die Saison mit dem 2:0. Mit etwas Ehrgeiz seitens der Glubberer wäre sogar ein für die Cottbusser weitaus desaströseres Ergebnis drin gewesen, aber die Mannschaft hat sicher auch an diesem Tag etwas sportlichen Anstand gezeigt und sie machten es einfach milde.

Und die Energie erlosch. Ihre Fans begannen zu winken, manch ein  Glubberer hatte ein Deja Vu, denn vor einem Jahr noch machten wir gegen Schalke auch schon winke winke. Allerdings zu unserer Mannschaft. Sehr viel Respekt auch dem Schiedsrichter, denn als die Gastfans mächtige Böller und Rauchbomben zündeten, um die Begegnung zum Abbruch und zu eventuellem neuen Spielansatz zu bringen, ließ sich die sportliche Leitung nicht beeindrucken. Nach kurzer Pause spielte man einfach weiter.

Die zweite Halbzeit dauerte trotzdem ewig, neben der Böllerei im Cottbusser Block mußte auch noch etwas nicht sein. Als sich Issac Boakye verächtlich gegen Ende auf den Ball setzen wollte. Schäfer wurde am Ende sogar noch vom Platz gestellt, aber nur durch Auswechslung, und so bekam sein Stellvertreter Klewer zur ersten Spielzeit in dieser Saison: 10 Minuten.

Nach dem Schlußpfiff brachen alle Dämme. Ein böses Foul: Die strohdummen Mitarbeiter der Security-Firma, die aufs Feld stürmende Glubbfans trotz der angekündigten Öffnung der Tore einfach nieder rissen und teils sogar würgten. Wie blöd muss man sein, Menschenmassen noch aufhalten zu wollen, wenn sie in hundertfacher Übermacht einfach nur an einem vorbei rennen wollen? Unsere Empfehlung: Nachsitzen!

Dann begann die Party... und sie dauerte lang! Ach... Andy Wolfs Ansprache war dann allerdings etwas mißglückt, hämisch das Anti-Fü-Lied zu singen wäre vielleicht nicht angebracht gewesen. Aber egal, der lange verletzte Kapitän war halt einfach überwältigt, weil die Stadiontore geöffnet wurden und sogar das halbe Gärtla von nebenan ins Stadion rannte.

Stimmen nach dem Spiel:

Oenning zu Pinolas Leistung nach langem Gelbkartenabonnement: "Ich glaube, der spielt gar nicht mehr Foul"

Dominic Maroh an die Fans: „Ihr seid in der Liga einzigartig! Auch auswärts hören wir oft nur die Club-Fans von den Rängen.. Ich denke so ein Jahr wie dieses werde ich so schnell nicht nochmal erleben."

Christian Eigler: "Der Druck war noch größer als in Cottbus. Zum Glück haben wir die zwei Tore gemacht. Dann war klar: Fünf Tore schießen die nicht."

Daniel Gygax: "Der Trainer hat die richtige Mischung aus Autorität und Spaß gefunden."

Raphael Schäfer: "Der Trainer hat einen großen Anteil an unserem Erfolg. Er hat der Mannschaft wieder ein Gesicht gegeben."

Stefan Reinartz: "Mit meinem Wechsel habe ich alles richtig gemacht."
 


Zündeln hat den Cottbusser Fans nichts genützt, Spiel lief nach kurzer Pause wieder weiter!

Sah noch vor Weihnachten anders aus. Alles wird am Ende gut!

Schlußpfiff! Wir waren mal kurz weg...

...und der Käptn war zwar auch meistens mal weg, hält aber
trotzdem dann eine kleine Singstunde. Wer nicht hüpft der
ist ein Fürther, und überhaupt....

...feiern wir alle, zerlegen den Rasen weil wir sind der Glubb!

28.05.2009 RELEGATION: GODDBUSS VS. GLUBB

"Da wird es von der ersten bis zur letzten Minute brennen", warnte vor der Partie Michael Oenning. Nun, gebrannt hat es nach hektischer Anfangsphase vor allem vor dem Cottbusser Tor (An alle Berliner: Wir meinen nicht das Kottbusser Tor am 1. Mai).

Der Kommentator der Übertragung im Fernsehen war natürlich anfangs parteiisch für die Ostler, denn eine ganze Region fieberte vor dem Spiel mit. Seit dem Jahreswechsel verbesserte sich die Mannschaft des FCN zunehmend, nur hat das in Fussballdeutschland noch keiner mitbekommen. Das war aber am Donnerstag, 28.05.2009 vorbei. Das Geheimnis keines mehr, denn den Klassenunterschied sah sogar ein Blinder mit Krückstock.

Der Kommentator staunte nur noch, als die Glubberer das Spiel langsam aber sicher in den Griff bekamen und die Cottbuser Hälfte mit überfallartigen Kontern überzogen, während die Abwehr wie gewohnt hinten wie ein Bollwerk stand. Vor allem mit Torwächter Schäfer, dem wohl 20 % aller Lorbeeren für die Erfolge der Saison locker zugesprochen werden können.

Vorne? Der oft kritisierte Boakye spielte die Gegner schwindlig, während sich das Phantom zurück hielt. Alle Dämme brachen nach Eiglers kühnen Stocherer zum 2:0. Nach dem Schlußpfiff feierte zwar niemand allzu ausgelassen, aber über der Region lag ein seliges Grinsen. Drei Auswärtstore bei Null Gegentreffer, dass die Partie so eindeutig werden würde, glaubte niemand. Und in Cottbus machte sich Ratlosigkeit breit. Und die Medien schwenkten um, das liebste Kind hieß fortan FCN und Michael Oenning war über Nacht ein Wundertrainer. Die schönsten Sieger sind halt die, die vorher keiner auf der Rechnung hatte.

Stimmen nach dem Spiel:

Energie-Keeper Gerhard Tremmel: "Es ist schwierig, nach so einem Desaster Worte zu finden. Die Aussichten sind nun ganz schlecht."

Energie-Manager Steffen Heidrich: "Ich bin völlig fertig und leer"

Peer Kluge: „Energie Cottbus ist nicht irgendwer, die haben den Deutscher Meister VfL Wolfsburg hier geschlagen."

Glubb-Manager Bader: "Wir haben uns eine gute Ausgangssituation erarbeitet, müssen aber am Sonntag höllisch aufpassen."

Glubb-Trainer Michael Oenning: „Das ist für uns alle schon sehr überraschend, hier 3:0 zu gewinnen. Auch in unseren kühnsten Träumen haben wir uns das nicht so ausgemalt."

Energie-Trainer Bojan Prasnikar: „0:3 ist ein sehr schweres Ergebnis."

stern: "Nürnberg schießt Cottbus ab"

Der Spiegel: "Nürnberg kickt letzten Ost-Club ins Abseits"

Lausitzer Rundschau: "Energie blamiert sich in 77 Ländern"

NN: "Club-Team um Torwart Schäfer bleibt auf dem Boden: Club-Kapitän Schäfer: «Wir haben noch nichts erreicht»"

Süddeutsche Zeitung: "Energie erlischt... Schon nach dem Hinspiel ist die Relegation so gut wie entschieden, weil Nürnberg beim 3:0 in Cottbus schon wie ein Erstligist stürmt - und so mit einer alten Relegationsregel bricht."

11 Freunde: "Nürnberg pulverisiert Cottbus"
 

27.05.2009 VOR DER RELEGATION AUFGEHEIZTE STIMMUNG

Nein, niemand wußte so recht, wie die erste Relegation in Sachen Auf/Abstieg zwischen 1. und 2. Bundesliga seit langem ausgehen würde. Ist da der Bundesligist im Vorteil oder der vom harten Zweitliga-Alltag gestählte Dritte der Unterklasse der Favorit? Was sicher war: Am meisten verdienten die Boulevardmedien daran, denn sie machten aus einer sportlichen Begegnung einen Klassenkampf. Alte gegen neue Bundesländer, Ossi gegen Wessi und Angela Merkel gegen ähemm, wie hieß gleich wieder der amtierende bayerische Minsterkini?
 
Ein schönes Beispiel aus der Presse:

Bildzeitung: (ganz Deutschland drückt dem FCN die Daumen) "Denn während bei Cottbus keiner der zehn Torschützen aus der vergangenen Saison einen deutschen Pass besitzt, wird Nürnberg (7 Deutsche unter 14 Torschützen) immer mehr zur Brutstätte deutscher Nachwuchs-Erfolge!"

Stimmen vor dem Spiel:

Cottbus-Kapitän Timo Rost, der früher für den FCN spielte, war sich vor dem Hinspiel sicher: "Wir werden die Nürnberger wegbrezeln."

Energie-Torwart Gerhard Tremmel wird angesichts der bevorstehden Duelle zwischen dem einzigen Ost-Bundesligisten und dem fränkischen Traditionsclub pathetisch: "Es geht fast um alles."

Oenning, "...am Ende wird sich Qualität durchsetzen."

In Nürnberg gabe es beim Hinspiel dann sogar Public Viewing auf der Wöhrder Wiese inklusive Party danach.

 

26.05.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT – DER GLEINE GLUBB

Jeder der schon einmal im Frankenstadion war, kennt Walter Birkner aus Fürth. Noch nicht? Er ist der Leierkastenmann, der vor jedem Glubbspiel seine „etwas über 600 Euro-Rente“ mit seiner Drehorgel auf der Zufahrtsstraße beim „Fußballer“ aufbessert.
 
Kurbeln für den Sieg: Walter Birkner aus Fürth steht immer
vor dem Stadion!

Natürlich hat sein Instrument „Die Legende lebt“ im Repertoire. Und da man ja nicht abergläubisch ist, aber irgendwie ein kleines bisschen; haben wir bei jedem Heimspiel etwas Kleingeld in sein Kästchen geworfen.

Der gut gelaunte Rentner freut sich immer über den Obulus, und seit unserer regelmäßigen Schmiergeldaktion für die Glücksgöttin via dem Drehorgelmann hat der Glubb daheim auch nicht mehr verloren.

Man erinnere sich: Als am 25. Mai im letzten Spiel gegen 60 Benny Lauth zum 2:1 traf, war das das erste Gegentor seit dem Derby gegen Vestenbergsfürth im November.

Nun steht also ein Relegationsdoppel gegen Goddbus an, ziemlich genau, wenn diese (Juni-)Ausgabe vom Drucker kommt. Ob es mit dem Aufstieg dann über diese beiden Killerspiele noch geklappt hat, stand bei Drucklegung noch nicht fest, aber auch ohne Aufstieg darf der Glubberer zufrieden sein. Mitte Januar stand in dieser Kolumne noch, der FCN sei so weit von einem Aufstiegsplatz entfernt, wie Hans Meyers Borussen vor dem Meistertitel, aber mittlerweile sieht es doch ganz gut aus. Auch wenn die Relegation im Nachhinein schief ging, etwas anderes als der unbedingte Aufstieg kommt gar nicht in Frage. Der „Leierkastenmo“ Walter Birkner glaubt fest daran, auch wenn er sich wegen der spärlichen Rente keine Dauerkarte leisten kann.

P.S.: Eigentlich ist bei dem netten alten Herrn die Kulanz des FCN als Traditionsverein einmal gefordert, allein aus Gründen des Aberglaubens! Also, Dauerkarte für Walter Birkner!
 

24.05.2009 FCN : 1860 MÜNCHEN

Strahlender Sonnenschein, ausverkauftes Frankenstadion und ein fast sicherer dritter Platz, also Relegation und die Chance auf den Aufstieg. Nur gegen wen stand damals noch nicht ganz fest. Wichtig war nur, nicht zu verlieren, dann stand die letzte Chance auf den Aufstieg fest.
 
Und wie wir es dann später packen werden! Das Transparent der Mannschaft vor dem
Spiel bei Kaiserwetter.
Auch wenn im Stadion auf der Anzeigetafel kein Mainzer Ergebnis eingeblendet wurde wußten es die meisten schon via Handy, dass dem Karnevalsverein der zweite Rang inklusive Direktaufstieg schon nach wenigen Minuten sicher war. Eigler schoß die Glubberer schön in Führung und Mintal holte sich mit dem 2:0 die Torjägerkanone der zweiten Liga. Auch wenn er die Trophäe mit zwei anderen teilen mußte, den Titel Fußballgott hat er wie kein anderer verdient. Benny Lauth sorgte kurz vor Schluß für den Ehrentreffer und beendete ein lange Serie, denn ein Gegentor hatte der FCN seit November im heimischen Stadion (!) nicht mehr kassiert. Der Rekord wird lange bestehen! Ansonsten war das Spiel leider durch das klare Ergebnis parallel in Mainz eher ein Pflichtsieg, bei dem vor allem Mintal ständig Bälle serviert bekam, damit er die Kanone vielleicht auch als alleiniger Schütze bekommen könnte.

Ganz klammheimlich wurde Pino ausgewechselt, für ihn kam Ilkay Gündogan und machte sein erstes Spiel in der ersten Mannschaft. Toll, wie er dribbelnd durch die gegnerische Abwehr unerwartete Pässe eröffnete! Von dem wollen wir in Zukunft mehr sehen!

Nun geht es in die Relegation und der Gegner heißt Rostock. Keine leichte Nummer, eher eine undankbare Aufgabe mit Kämpfen bis aufs Messer. Aber wie verkündete die Mannschaft via Spruchband schon vor dem Spiel? „Mit Euch pack mer’s!“

STIMMEN ZUM SPIEL

Martin Bader: „Wir haben alles versucht, vor allem in den letzten 20 Minuten - auch um Marek noch zum orschützenkönig zu machen."

Marek Mintal: „Torschützenkönig zu sein ist nichts Neues für mich.2

Christian Eigler: „Aber egal, wie die Relegation ausgeht, uns brauchen die nächsten Jahre nicht bange zu sein.“

Javier Pinola zur Relegation: „Die Chancen stehen 50/50, aber wir sind Nürnberg!“

Michael Oenning: "wir haben nach über 900 Minuten heute erst ein Gegentor kassiert, Pino und Schäfer haben beide nicht die fünfte Gelbe Karte bekommen, Gündogan hat sein Debüt gefeiert – ich kann mich nicht beschweren."

1860 Trainer Ewald Lienen: "Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr Paroli bieten müssen, da war fast ein Klassenunterschied, wir waren haushoch unterlegen."

Böller (NN): "Die Zweitliga-Bayern"

Cottbus-Trainer Prasnikar: "Angst haben wir keine – weder vor Nürnberg noch vor Marek Mintal. Denn sonst bräuchten wir gar nicht hierher zu fahren."

 

17.05.2009: SCHON WIEDER NERVENKITZEL

17.05.2009: Hansa Rostock : 1. FCN: 0:0

Mann Jungs, warum macht ihr es immer so spannend? Und warum kann man nicht manchmal alles vorher klar machen und nicht alles immer auf den letzten Drücker? Das war das Resumée des vorletzten regulären Ligaspieles in dieser turbulenten Zweitligasaison 08/09.

WEITER UNTEN NEUE INFOS ZU DEN RLEGATIONSSPIELEN!
 

Hoffentlich nicht nur heiße Luft: Die
Aufstiegambitionen des Glubb.

Bei aller angeblichen Todfeindschaft: Nachbar Fürth ist auf keinen Fall zu beneiden. Schon wieder wurde ihnen ein todsicheres Tor durch den Schiri aberkannt. Wer halbwegs Augen hat im Kopf hat und die Fernsehzeitlupe vom Wochenende verfolgte, für den war klar. Der Ball war hinter der Linie und der Spielverlauf zuhause im Ronhof gegen Mainz wäre vielleicht ein anderer geworden. So aber hat Fürth die letzte Chance auf einen Aufstieg via Relegation verpaßt und Mainz jubelt über den 80%igen zweiten Platz und somit dem Direktaufstieg.

Der Glubb zeigte in Rostock eine beherzte erste Halbzeit, die angeblich beste auswärts in dieser Saison. Als Resumée aber können die üblichen Schwächen für ein nicht gewonnenes Spiel gelten: mangelnde Chancenverwertung halt, wie immer. Tolle Abwehr, supertoller Torwart, flüssige Kombination im Mittelfeld, aber vorne geht einfach gar nichts. Boakye hatte mal wieder nur einen Zweck: Gegenspieler binden, ab und zu mal ein lichter Moment mit einem tollen Paß, aber ansonsten war er der Mr. Ballverlust. Ein Posten, den vorher Marco Engelhardt in der gegnerischen Hälfte innehatte. Mintal war mal wieder Phantom, verpaßte die Führung nach tollem Bunjaku-Querpaß. Vidosic war zwar beherzt, wurde ansonsten aber gut abgeschirmt. Eigler fand mal wieder kaum statt vor der Auswechslung und Bunjaku kam nach der Einwechslung auch kaum ins Spiel. Wer Ausschnitte aus dem Fürther Spiel sah, wußte, welche Art Spieler der Glubb vorne brauchen könnte: Allagui oder Boncé, die dort motivierte Konter fuhren. Am besten Diekmeier gleich ins Mittelfeld.

Den Rostockern kann für den Klassenerhalt nur alles Gute gewünscht werden, denn sie waren kein leichter Gegner, man denke nur ans Hinspiel zuhause, wo sie grauenhaft abkackten. Trotz beleidigender Transparente in Rostock "...Wessis besiegen!". Überhaupt: Im letzten Spiel werden die Mainzer einen Teufel tun, und trotz Heimschwäche zuhause gegen Oberhausen verlieren. 1860 kann sich wohl auf ein langweiliges Spiel einstellen, in dem der Glubb seine Spieler für die Relegation schont und ein Unentschieden oder sogar ein Sieg für die Löwen drin sein sollte. Die Münchner können mit aktuell 39 Punkten wegen des Unentschiedens gegen Aachen unter dem neuen Trainer Ewald Lienen praktisch nicht mehr absteigen.

Da am Sonntag wichtige Punkte für das Selbstvertrauen verschenkt wurde, kann man sich schon mal auf die Relegation einstellen. Und wenn alles beim alten bleibt, dann vielleicht gegen Bielefeld. Da könnten dann die beiden Ex-Arminia Spieler Eigler und Boakye zeigen, was sie drauf haben. Wieviel Glubbfans am Wochenende mal wieder kurz vor dem Herzinfarkt standen, weiß man nicht. Aber die Spieler sollten sich so etwas mal hinter die Ohren schreiben und in den Relegationsspielen unbedingt alles geben, als wäre es ein wirkliches Endspiel!

INFO FÜR DAUERKARTENBESITZER:
18.05.2009: "Vorraussichtlich nicht" heißt die Antwort der Geschäftsstelle auf unsere Anfrage, ob denn die Dauerkarten auch für das Relegationsspiel im heimischen Stadion gelten. Eine offizielle Info wird es im Laufe des Montags, 18.05. geb
en.

19.05.2009: Dauerkarten gelten nicht für die möglichen Relegationsspiele. Dauerkartenbesitzer haben aber ihr Vorkaufsrecht für den Platz. Bis Dienstag, 26.05. in den Fanshops oder direkt nach dem 60er Spiel an den Stadionkassen.

Mehr Info: Direkt beim FCN

STIMMEN ZUM SPIEL:

Michael Oenning: „Es wäre tragisch, wenn Hansa die Klasse nicht hält. Einfach toll, wie hier Fußball gespielt wird.“

Dennis Diekmeier: „Es war sehr anstrengend."

Peer Kluge: „Naja, ich hab schon gedacht, dass Fürth doch den ein oder anderen Punkt machen wird."


 

13.05.2009, FCN VS. VFL OSNABRÜCK: MEINE NERVEN!

Wer eine Allergie gegen Derbys hat, sollte kein HSV-Fan werden. Wer nicht gerne verarscht wird, sollte nicht Bauern-Fan werden. Wer auf Tradition pocht, sollte nicht Hoffenheim-Fan werden. Und wer ein schwaches Herz hat, sollte kein Glubbfan werden. Denn die letzten drei Spiele der verbliebenen Saison dürfen auf keinen Fall verloren werden. Und die Glubberer auf dem Spielfeld brauchten mal wieder endlosen Zeit, um die berühmte 1:0-Führung durch einen zweiten Treffer klar zu machen.
 
Wurde diesmal nicht zum Bierholen geschickt:
Mitch (Mitte, mit dem Panterabart)

Wie lenkt man sich ab und sorgt für Tore durch Voodoo? Im Block 5 schicken wir in solchen Momenten den Mitch aufs Klo oder zum Bierholen. Das hatte beim Hinrundenspiel gegen Rostock prima funktioniert, denn jedesmal fiel ein Tor, der gute sah nur eins von insgesamt 4 Treffern im Hinrundenspiel gegen unseren nächsten Gegner. Schon vor dem Spiel gab es in der Presse einen Aufreger: Neben der unchristlichen Anstosszeit von wochentags 17:30 Uhr fiel der Fairnessgarant Dominik Maroh durch einen Trainingsunfall aus. Dafür waren Mintal und Boakye wieder dabei.

Und die beiden machten ihre katastrophalen Rotsünden der letzten Woche wieder wett. Mintal setzte sich mit zwei Treffern wieder an die Spitze der Torschützenliste der zweiten Liga. Zusammen mit einem Duisburger. Der leider immer noch zu oft kritisierte Boakye, beschäftigte wie immer 3 Gegner gleichzeitig bei seinen Dribblings (und verlor dabei leider auch wieder oft den Ball), legte aber traumhaft zum Abstauber und Führungstreffer für Mintal auf. Warum er dann ausgerechnet ausgewechselt wurde und nicht Eigler, weiß kein Mensch. Apropos Eigler, zumindest motiviert war er diesmal. Sonst eher nicht mit dem Prädikat "Laufbereitschaft" ausgestattet, hatte er vielleicht ein bißchen ein schlechtes Gewissen. Schließlich war er es, der vor dem Derby am lautesten tönte und ein Tor versprach, das Vidosic dann schoß.

Leider zu oft vergessen: Pino. Hinter mir im Block meckert so ein heiserer weiblicher Zellhaufen mit Überbreite immer gegen Pino. Da ist jetzt Ruhe, dafür wird halt über Eigler gemeckert. Pino macht auf jeden Fall seinen Job wie in alten Zeiten und könnte wohl sogar noch eine Giraffe bei der Kopfballabwehr übertrumpfen. Gut, dass der Glubb-Kader so gut aufgestellt ist, dass fast jeder Spieler eine würdige und motivierte Vertretung bekommt. Nur Schäfer ist wohl unersetzbar. Hoffentlich muß der Glubb nicht in die Relegation und es kommt dann zum Elfmeterschießen. Dann hätte wohl Klewer den ersten Einsatz in dieser Saison.

Fazit: Muß das sein, daß man als Fan mit Herzflattern bis zur 86. Minute warten muß, um unheimlich wichtige drei Punkte wirklich sicher im Sack zu haben?

Stimmen zum Spiel:

Raphael Schäfer: „Es ist toll, dass wir wieder ohne Gegentor geblieben sind, aber umso weniger wir darüber reden, desto besser."

VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz: "Denkt immer daran, dass wir gegen Fürth 5:1 gewonnen haben…“

Javier Pinola: „...aber wir haben heute wieder zu Null gespielt. Jetzt werden wir uns Ausruhen, Schlafen und eine Massage bekommen – wir werden alles tun für den nächsten Sieg.“

Michael Oenning: "Erstaunlich ist auch die Leistung eines Pinola, der nun seit acht Spielen mit neun Gelben Karten aufläuft.

Zahlen für den FCN:
57 % Ballbesitz
Meiste Ballkontakte: Bieler (88)
Meiste Fouls: Boakye (5, vielleicht deshalb die Auswechslung)
Gelungene Pässe gesamt: 73 %

RANDNOTIZ 15.5.2009:

Nach unserer Spontanumfrage unter 5 uns bekannten Glubbfans wußten 100 % gar nicht, dass folgende zwei Spieler noch beim 1. FCN Gehalt beziehen: José Gonçalves und Aleksandar Mitreski. Die sind jetzt schon raus. Mitreskis Vertrag wurde erwartungsgemäß nicht verlängert. Er sollte damals den Dauerpatienten Andy Wolf in der Abwehr ersetzen, war aber selber dauernd krank. Der englische Patient Gonçalves, nur ausgeliehen von einem englischen Verein und als verletzungsanfällig bekannt, wird wieder zurück geschickt.
 

10.05.2009, SPVGG GREUTHER FÜRTH VS. FCN: S' WAR WIEDER DERBY!

Oft war in dieser Saison vom Unentschieden, welches eine gefühlte Niederlage war, die Rede. Beim Derby dürfte das den Fürthern so gegangen sein. Im Vorfeld wurde die Begegnung im Ronhof, eilig mit einer Zusatztribüne auf 15.500 Plätze hochgepeppt, wie der größte Schlagabtausch in der Saison 2008/2009 "hochsterilisiert". Am Ende blieb eher ein fader Nachgeschmack, denn ein normales Fussballspiel war das nicht.
 
Beim 0:1 war die Stimmung im Frankenstadion nach kitzliger
Anfangsphase wieder gelöst.
In den Tagen vor der Begegnung köchelten die Emotionen langsam hoch, an der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth wurde fast der Schießbefehl wieder eingeführt und die Minen scharf gemacht. Alle Möglichkeiten wurden in Betracht gezogen: Spielabbruch wegen Fanrandale, überlegener Sieg der Kleeblätter, Kantersieg des Glubb oder vielleicht auch Donner und Hagel oder umfallende Tore. Keiner hatte eigentlich damit gerechnet, dass der Schiri das Spiel entscheiden würde. Und zwar zu Lasten der Vestenbergsfürther, denn ganz ehrlich: Stellt man die nicht gegebenen Tore gegenüber, wären das 2:1 für die Fierther gewesen. Nur mit viel Fantasie zu rechtfertigen wurde beim Kopfball Maroh gefoult, der sonst als Polizist tätige Pfeifenmann sah auf jeden Fall kein Tor. Auch Kluges Tor soll angeblich kein Abseits gewesen sein. Szene des Tages: Als Allagui nach dem Zusammenprall mit Glubbikone Rafa Schäfer blutüberströmt den Kopf hob. Fast wie in den 70ern, wo das Derby noch richtiges Hauen und Stechen war.

Rund ums Stadion gab es Sicherheitsvorkehrungen wie bei einem Staatsbesuch (äußerer Ring, innerer Ring) und im heimischen Frankenstadion traf man sich zum volksfestartigen Public Viewing bei kostenlosem Eintritt. Inklusive einer Forchheimer Coverband, die zum Pausentanz mit heftigem Rock aufspielte. Stolz wurde die Zuschauerzahl von 16.000 verkündet, also etwas mehr als im ausverkauften Ronhof. Hätte das nicht gereicht, mit einem kurzen Aufruf wie bei der Wetten daß?-Saalwette hätte man die Besucherzahl sicher noch temporär aufstocken können.

Was dem Glubb in der Hinrunde an Pech und Schiris widerfuhr, wandte sich nun im Endspurt für ihn: Mainz patzte zur selben Spielzeit, und ein weiteres Kerzchen flackerte somit am Aufstiegsaltar der Glubbfans. Nur so richtig zufrieden war eigentlich keiner mit dem schmeichelhaften und diplomatischen Ergebnis, welches den Glubb in der Tabelle aber immerhin weiter vorne setzte. Die Selbstschussanlagen an der Stadtgrenze wurden also wieder abgebaut und der Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Fürth konnte wieder frei gegeben werden. Nach dem Spiel saßen die beiden Landsmänner Mnari und Allagui (mit Indianerkopfbinde) einträchtig zum Smalltalk am Spielfeldrand. Es bleibt also spannend bis zum Schluß.

Stimmen zum Spiel:

Dominic Maroh: „Uns hilft dieser Punkt mehr als den Fürthern."

Stefan Reisinger: „Am Mittwoch müssen wir über die gesamten 90 Minuten noch siegeswilliger auftreten. Freiburg ist bereits aufgestiegen, vielleicht treten die etwas lockerer an."

Michael A. Roth: „Mir wäre am liebsten, die Fürther stiegen mit uns auf – aber in der Relegation."

Michael Oenning: „Nach der Partie waren alle Spieler ausgepowert wie zwei Boxer, die  durch den Ring taumeln."


 

30.04.2009, KOLUMNE: DER GLEINE GLUBB HEFT 128

Kolumne aus dem Heft 128 (Mai 2009), verfasst am 25.4.2009

"DER GLEINE GLUBB"

’S WIDDER DERBY!

Das Wort Derby könnte eigentlich von „derb“ kommen, denn wenn es um das renommierteste Städtederby im Fußballdeutschland geht, kann kaum ein Kräftemessen unserer fränkischen Stichelorgie zwischen Nämberch und Fädd das Wasser reichen. Höchstens 60 gegen die Bauern, aber spielen beim FC Hollywood eigentlich noch Bayern mit? Auch wenn „Bayern“ noch in deren Vereinsnamen steht? Egal, es ist wieder Derby!

Am 10. Mai 2009 findet Glubb gegen Vestenbergsfürth zum 253. Mal statt. Wir erinnern uns: Am 23.11. stand auf der Website greuther-fuerth.de im Neuigkeitenteil im Gegensatz zu sonst nur ein Satz: „Die SpVgg hat trotz einer 1:0-Pausenführung durch Stefan Reisinger das Derby mit 1:2 verloren.“ Für die Glubberer war das allerdings einer der wenigen Lichtblicke in dieser grottigen Hinrunde. Bereits im Vorfeld des Spieles gab es kuriose Szenen. Die Bahn-AG hatte schon einmal vorgesorgt und den Zugverkehr zwischen Fürth und Nürnberg wegen Bauarbeiten still gelegt. Klar, der Nürnberger Hauptbahnhof ist ja in der Regel Operationszentrale der Glubbfans, die gerne mit der S-Bahn ins Frankenstadion fahren und so würden die verfeindeten Fans sich ja treffen. Oder sollte man sagen, die Krawallmacher unter den Fans? Treffen sicher, bevorzugt auf die Nase. Fürther Fans sollten mit der U-Bahn fahren und wurden von hinten ins Stadion geleitet. Ein paar wollten sogar mit einem „Adler“-Nachbau in die Noris einlaufen.

Doch nun schwört das Kleeblatt Rache in der Rückrunde: Am 18. März wurde bekannt gegeben, dass der zweite direkte Vergleich im Ronhof stattfinden wird. Somit verzichtet die SpVgg auf fette Einnahmen, denn hätte das Spiel in Nürnberg statt gefunden, müsste man auch als FCN-Dauerkarteninhaber fürs eigene Stadion Karten kaufen. Und so sollen die meisten Glubbfans im Ronhof draußen bleiben, denn der FCN erhielt nur 3000 Karten, und die waren so schnell weg, dass beim Bestellfax in Fürth sogar der Toner zweimal ausgewechselt werden musste. Im Gegenzug braucht der Glubberer nun aber seine angestammte Heimat nicht zu verlassen, denn im Frankenstadion gibt es jetzt Public Viewing vor den Anzeigetafeln. Ausgerechnet die Glubberer verdienen jetzt auch noch am Standort Ronhof für das Derby (Anm.: Mittlerweile ist das Public Viewing im Frankenstadion eintrittsfrei), das Kleeblatt lässt sich derweil die Mindereinnahmen von seinen Sponsoren abfedern. Wir hoffen, dass der Bessere gewinnt, wir sind ja schließlich erwachsen.

Früher war das anders, da zogen die Glubberer brandschatzend durch die Fürther Königstraße, da gingen schon mal eine Schaufensterscheibe oder diverse Nasenbeine zu Bruch. Die Glubb-Mannschaft duschte sich damals grundsätzlich nicht in den maroden Katakomben des Ronhof. Altstar Dieter Nüssing: „Wir wollten uns ja keinen Fußpilz holen!“

Klassiker: Eine Meldung aus den 60er Jahren: „Es scheint für die Cluberer ungefährlicher mit bloßen Händen in ein Kreuzotternest zu greifen, als sich um einen Fürther Spieler zu bemühen.“ (Club-Vereinszeitung vom Juli 1960)

26.04.2009 AUSWÄRTSHEIMSPIEL IN BANKFORT: SPIELBERICHT

ROT-SCHWARZER FRANKFURTAUSFLUG

Unser Mitarbeiter Roland Hornauer war vor Ort.

Glubberer unterwegs.

Nach wunderbarem Beginn – trauriges Ende

Einen tollen, sonnigen Frühlingssonntag nutzten tausende Clubberer zu einer rotschwarzen Kolonnenfahrt auf der Autobahn nach Frankfurt. Aus allen Pkws flatterten rotschwarze Schals bzw. bekannte Winkelemente wurden deutlich sichtbar innen und außen präsentiert. Schon der Stau vor dem Parkplatz zeigt, der Club hat ein Heimspiel in Hessen.
 

Der Frankfurter Block: Übersichtlich.
Im Waldstadion selbst stießen 12.000 euphorische Clubberer auf rund 4.000 FSV Frankfurt-Unterstützer, entsprechend eindeutig fiel schon 30 Minuten vor Spielbeginn die akustische Unterstützung aus. Sonderbar bei der Mannschaftsaufstellung, in Frankfurt scheinen nur Brüder zu spielen, war doch jeweils nach den Vornamen nur „...loch“ zu hören. Dem Auftakt angemessen hatten unsere Helden den Gegner ab der 1. Minute im Griff. Eine der schnellen Kombinationen (direkter Pass von Risse) nutze Eigler zum schnellen Sprint (er kann das wirklich) und netzte konsequent zum 1:0 ein. Das war es, leider. Denn ab diesem Moment hakten die Rotschwarzen das Spiel im Kopf als gelaufen ab.
 
Die Glubberer: Gut besetzt.
Das 1:1 nach einer Ecke war die Folge. Zwar hatte Risse kurz vor der Pause noch eine 100prozentige überhastet vergeben, doch nach der Pause dominierte nur noch Frankfurt. Schäfers Vorderleute betteln förmlich um Gegentore. Dank einiger Glanzparaden wurde das 1:1 noch gehalten, doch schließlich erfüllten die Frankfurter den Wunsch nach einem Gegentreffer und trafen in der 81. Minute zum Siegtreffer. Ohne Aufbäumen ergab sich unser Ruhmreicher, das Spiel hätte noch 2 Stunden dauern können, ohne dass wir einen Treffer erzielt hätten. So erfüllte sich der im Stadionheft geäußerte Wunsch des kleinen Vereins nach der Revanche für 1925. Damals hatte der Club die deutsche Meisterschaft mit 1:0 gegen FSV Frankfurt gewonnen. Irgendwie konsequente Folge des missglückten Auftritts, kurz vor Schluss zeigte Fußballgott Marek Mintal dem Linienrichter mehrfach den Vogel. Leider verstanden die Schiris die nonverbale Kommunikation und Marek ging mit Rot vorzeitig vom Platz. Sehr nett bzw. ideenreich, die Frankfurter skandierten „Auswärtssieg“ und der Stadionsprecher verabschiedete die Zuschauer mit der Bemerkung „Dies war heute ein wichtiger Schritt zum Ligaerhalt“. Mit diesem Satz im Ohr machten sich die 12.000 Heimfans auf die über 220 km lange Heimreise, allerdings ohne Präsentation der rotschwarzen Elemente.   Roland Hornauer
 

AUSWÄRTS AM SONNTAG GEGEN FSV FRANKFURT

In der Hinrunde spielten beim glücklosen Heim-Unentschieden gegen die traditionsreichen FSVler ein gewisser Dominic Maroh erstmalig in der Abwehr. Ein gewisser José Gonzalvez kassierte auch eine Rote und wurde seitdem selten gesehen. Ich bilde mir allerdings ein, ihn neulich hinterm Karstadt mal gesehen zu haben.
 
Ein regelrechter Hype passiert gerade mal wieder um die Valznerkicker. Gegen Pauli hat der Glubb daheim rund 15.000 mehr Zuschauer, als Hoffenheim eine Liga höher ins neue Stadion kriegt und die wenigen kommenden Heimspiele sind auch schon fast alle dicht. Gut, denkt sich der Glubbfan, wenn uns Vestenbergsfürth schon nicht in den Ronhof läßt und auch nicht bei uns spielen will, dann machen wir halt das nächst gelegene Auswärtsspiel zum Heimspiel.

FCN-Fanbeauftragter Bergmann erzählte der NN, Frankfurt hätte für ihr Heimspiel bis Montag 1500 Karten verkauft. Für Clubfans wurden 4000 Karten angefordert, weil das Spiel durch Umbauarbeiten in der FVS Spielstädte ins riesige Waldstadion verlegt wurde. Die 4000 waren schnell weg, also orderte man 2000 nach. Die sind nun auch weg. Da das Stadion große genug ist, kann man kartenlos nach Frankfurt fahren. Vorsichtige Schätzungen gehen von ca. 15.000 Glubberern aus, die sich hoffentlich rechtzeitig am Sonntag über die A3 nach Frankfurt wälzen werden. Prost!

 

19.04.2009 FCN : ST. PAULI

Vor einem halben Jahr ging es dem Glubb wie St. Pauli: Bemüht gespielt und dann außer Spesen nichts gewesen. Unterm Strich war man frustriert, weil man mal wieder den Schiedsrichter, das Aluminium oder die Zeit gegen sich hatte. Doch seit einiger Zeit wendet sich Fortuna den Valznerweiher-Kickern zu. Und die wachsen oft über sich hinaus.
 
Lieber Pascal Bieler! Nürnberg hat übrigens
fantastische Friseure! Wie wäre es mit Zoe?
Beim Heimspiel im ausverkauften (!) Frankenstadion leiteten drei frühere Doppel-NoNo's den Sieg für den Glubb ein: Ein Verteidiger, der ein Tor Schoß, eine Standartsituation (Eckball) und der erste ernsthafte Angriff (ging dem Tor voran). Früher brauchte man 328 Ecken für das erste Tor, Stürmer schossen die wenigen Tore und aus Standarts holte der FCN soviel Tore wie Germania Forchheim in der Regel regional kassiert.

Glück ist außerdem, dass nun der Gegner bei den gegnerischen "Toren" immer im Abseits steht und wenn Papa Schäfer im Tor mal nicht schnell genug am Ball ist, das heimische Aluminium mitverteidigt. Außerdem wächst Pinola neuerdings als Wolf-Vertretung zu einem traumhaft sicheren Innenverteidiger heran und die Schiris belegen ihn auch nicht mehr nach jedem Wadenstreichler mit Gelb. Dominik Maroh ist ja mittlerweile eh bekannt für die Abwesenheit von Fehlern in seiner Feldarbeit. Der Club hat nun drei große "A"'s als Garant für das Dichthalten hinten: Abwehr, Aluminium und Abseits.

Was die Jungs aber in der ersten Halbzeit gegen die Kiezrenner abgeliefert hatten, war Schäfer in der Kabine eine Gardinenpredigt wert und Oenning sicher auch ein paar grimmepreisverdächtigen Tatsachen. Am Ende stand es dann 2:0 für den Glubb und drei Punkte für das Vorrücken auf den zweiten Tabellenplatz. Aachen patzte ja durch ein Unentschieden beim 14. der Tabelle Wehen. Und Kaiserlautern verlor durch das Unentschieden bei den diesjährig unglücklichen 60ern wichtige Punkte auf die Gipfelgruppe.

Vestenbergsfürth hat durch ein 1:0 gegen den Tabellenletzten immerhin noch alle Chancen dieser Welt, vielleicht klappt es ja doch noch für die Playmobilisten, denn zwei Bundesligisten stünden der Region doch gut zu Gesicht in der nächsten Saison. Dann wäre auch gleich zweimal jährlich Derby! Apropos. Beim Derby dürfen ja nur ausgesuchte Vielauswärstfahrer in den Ronhof. Dafür gibt es im Frankenstadion nun Public Viewing, die Karten gehen weg wie warme Semmeln. Allerdings sind die Tickets limitiert, denn wie sähe es denn aus, wenn Vestenbergsfürth auf Mehreinnahmen im Frankenstadion als Austragungsort verzichtet und der Glubb selber am Auswärtsspiel verdient und mehr Zuschauer vor der Anzeigetafel im Easygreddid hat, als insgesamt allein in die Playmobilarena passen?

Doch zurück zu den heiligen Hamburgern und ihrer respektablen Leistung ohne Lohn, es gab auch Stimmen zum Spiel:

Peer Kluge: „...rechnen bringt jetzt nichts. Wir müssen die letzten sechs Spiele der Saison hochkonzentriert angehen.“

Dominic Maroh: „Wir gucken nur auf uns, haben unsere tollen Fans im Rücken, das ist ein sehr wichtiger Faktor.“

Pascal Bieler
: „Sensationell... hatten Dusel, und machen dann nach einem Standard das 1:0 – und dann noch von mir, noch dazu ein wichtiger Treffer.“

Raphael Schäfer: „Wir dürfen uns keine Fehler erlauben, jeder muss heiß bleiben, weiterkämpfen, sonst kriegen wir auf den Sack.“

Michael Oenning: „Wir sind jetzt in der Situation, dass wir etwas Verteidigen müssen... Die Leistung war und ist ein Stück davon entfernt, was die jüngsten Ergebnisse vorspiegeln"

Isaac Boakye, Überschrift über sein Interview im Stadionmagazin: "I have A Dream!"

Martin Bader: „Es wäre schön, wenn wir am Ende der Saison dort stehen würden, wo wir heute sind.“

Statistik:
-Siebtes gegentorloses Spiel daheim in Serie.
-Der FCN hat statistisch Gesehen die beste Abwehr der Liga, und da ist die Klatsche gegen Aachen mit eingerechnet.
-Seit 683 Minuten ist Glubb-Keeper Raphael Schäfer unbezwungen.
 

09.04.2009: OBERHAUSEN : FCN

Auswärts gegen Oberhausen nach holprigen Anfang recht deutlich 3:0 gewonnen, und schon ist die Welt des Glubbfans wieder in Ordnung. Und da man ja immer mit einem Bein Pessimist bleiben muss, ist Vorsicht bei vorzeitigen Prognosen geboten. Sonst geht es einem wie den Fürthern, die ausgerechnet zuhause gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller unglücklich verloren haben.
 
3:0, im Fanblock in Oberhausen breitet sich Gelassenheit aus.

Blogg:

shultzie:
Kniet nieder vor mir, ich bin das ORAKEL! :-) Donnerstag morgen beim Rauchen hat mein Kollege mich nach meinen Tipps gefragt. Beim Glubb hab ich den 3:0 Auswärtssieg vorausgesagt, und auch die 1:0 Heimniederlage der Teeblätter gegen Rostock hab ich getippt... :-)

Zunull:
*niederknie* ich weine hier schon wieder tränen, weil ich wegen privattermin nicht gegen pauli ins stadion kann.
andererseits: vielleicht hilfts? :-)
ich finde das gut, dass die beim glubb allweil nicht alle schreien nach dem wochenende, als wären sie schon längst aufgestiegen. immerhin sind es ja noch mehr spiele als man denkt. im gegensatz zur presse, die jubilieren alle wie die blöden...


shultzie:
oha, na aber vielleicht hats ja die gleiche auswirkung wie deine verhinderung durch abwesenheit beim 3:0 gegen ahlen... ;-) ich denke mal dass oennings art, die dezente und sachliche zurückhaltung auf alle im verein etwas abgefärbt hat. und zu recht, weil noch ist nichts erreicht, und auch wenn jetzt der letzte spieltag gespielt wäre, dann gäbs noch immer 2 relegationsspiele! und die - beim derzeitigen stand - gegen meyers fohlen... ;-) aber ganz ehrlich, so ne nervenaufreibende relegation brauch ich wirklich nicht haben...


...als das Ergebnis der Födder eingeblendet wird, herrscht allerdings Euphorie!

Zunull:
stimmt, oennings art ist schon wohltuend, und baders auch. der reagiert professionell auf die ständige fragerei, wann er denn jetzt genau in hannover anfängt. wenn ich mal mit niedersachsen telefoniere, was beruflich ja oft vorkommt, sage ich immer zuerst: "ihr kriegt den bader nicht!" ich fand seine aussage in dem interview vom wochenende ganz nett. er sagte, er habe in nürnberg noch einiges vor. und in der pause beim oberhausen spiel hatten die fernsehreporter ja auch den hack von den fürthern und den bader am mikro. und der bader war voll des lobes für die vestenbergsfürther aubauarbeit. ist doch auch professionell und kein gehetze, was nur druck auf die mannschaft erzeugt. von meyer habe ich zur zeit keine interviews gehört. hat er immer noch solche geriatrische ausfälle beim blubbern vor dem mikro?

shultzie:
vom meyer hab ich nicht so viel mitbekommen in der letzten zeit, vielleicht auch weil seine fohlen jetzt schon auf platz 16 rangieren und die große kritik abgeebbt ist. oder es liegt einfach daran, dass ich die 1. liga momentan nicht wirklich verfolge... ;-) wenns optimal läuft ändert sich das ja in der kommenden saison wieder...
also wenn bader gehen würde, das wär schon suboptimal! ich mein, ich hab ja das ganze manager-drama beim club seit fleschenberg miterlebt, wer da nicht alles schon diesen posten hatte, volkert, geenen... der bader ist der erste, der den namen "manager" oder "sportdirektor" wirklich verdient! und mal abgesehen von der
winterpause, als der aro den bader am liebsten losgeworden wäre, hält sich ja auch der präsi wohltuend aus dem tagesgeschäft zurück, und das ist ja auch ein gutes zeichen...

ZuNull:
spinnst? :-) jetzt fang bloß nicht vom aufstieg an, da gibt es noch viel zu viele andere mannschaften in reichweite. ich rede frühestens dann davon, wenn wir das derby unbeschadet überstanden haben. ja, baders weggang wäre echt katastrophal. ich glaube eher, dass der roth noch vor baders vertragsende 2010 abdankt. ich würde den job nicht gerne machen wollen. aber dich werde ich als offenen brief natürlich vorschlagen, denn ein orakel was recht behält ist gold wert für einen fussballclub. man weiss schon vorher, wie die mannschaft spielt und wieviel zuschauer kommen und so. da kann man sich darauf einstellen und ein paar semmeln mehr schmieren oder den trantüten in den stadionkiosken mal einen kaffee spendieren. vielleicht schauen die dann mal etwas wacher. :-)

07.04.2009: DER WOLF IM GIPSFUSS

Das kann einfach nicht sein! Da läuft es doch wirklich einige Male recht glücklich für den Glubb, und plötzlich ist wieder alles so Scheisse wie am Saisonanfang. Und Andy Wolf kann mit der Reha wieder von vorne anfangen. Oder wirkt es sich doch nicht auf die Mannschaft aus? Man wird sehen, denn es spielen ja auch andere Vereine um den Aufstieg. Mittlerweile hat auch die bundesweite Presse die Nürnberger als mögliche Aufstiegsaspiranten wieder auf dem Schirm.
 
2:0 gegen Koblenz. Sehen sie, Herr Pinola: So wird ein Mintalmeter getreten!

So schön das sichere 2:0 daheim gegen Koblenz auch war, die erneute schwere Verletzung von Verteidigungsminister Andreas Wolf trübt die Stimmung doch ganz erheblich. Die regionale Presse überschlägt sich mit Meldungen, dass der Wolf erfolgreich operiert wurde. Das klingt ja fast, als wäre gerade einem Politiker das Leben gerettet worden. Trotzdem gute Besserung an den Leitwolf.

Der im Pessimismus erfahrene Glubbfan befürchtet allerdings einen Einbruch in der bislang unter Wolf nahezu uneinnehmbaren Festung Glubb-Verteidigungs-Kinderriegel oder wie der sonstwie noch heißt gerade. Ein paar kleine Baustellen sind uns aber beim Spiel trotzdem aufgefallen.

Pinola
Trainer Oenning hat schon Recht, wenn er -wie in der Abendzeitung zu lesen war- die Einstellung mancher Schiedsrichter zu dem Argentinier folgendermaßen beschreibt: "Die haben ihn schon auf der Rechnung bevor es losgeht." In der Regel bekommt er eine Gelbe in der ersten Halbzeit für Fouls, für die andere Spieler nicht einmal eine mündliche Verwarnung bekommen. Ist die zweite Liga nun härter oder pfeifen vor allem die Schiris hier zweitklassig? Wir finden letzteres treffend.

Eigler
Lauffreude sieht anders aus. Klar, Eigler ist bekannt für seine selbstbewusste und eigenwillige Spielweise, mannschaftsdienlich ist er trotzdem immer. Nur trifft er halt leider zu selten für einen Stürmer. Und wenn da nicht immer seine Urlaube wären: Er steht in manchen Momenten zwar innerhalb des Spielfelds, scheint aber gerade ganz woanders zu sein. Im Urlaub? Schon in der Kabine? Man weiß es oft nicht.

Boakye
Traumhaft seine Technik. Traumhaft seine Spritzigkeit. Traumhaft seine Ballabschirmung. Traumhaft seine zeitweilige Übersicht. Leider ist letztere halt oft vergessen und der Eigensinn gewinnt die Übermacht. Und leider trifft er in letzter Zeit mal wieder garnicht. Wie gegen Koblenz, als er vor dem freien Tor im 5er vertändelte. Er ist die Schachtel Pralinen beim Glubb: man weiß nie, was einen heute erwartet.

Bunjaku
Kann was, hat man bei seinem Blitztor neulich gesehen. Wo er jetzt gerade laboriert, wissen wir nicht. Über seine momentane Verletzung ist ähnlich viel zu erfahren wie über diesen dubiosen Geisterspieler namens Aleksandar Mitreski, der wie José Gonçalves angeblich noch beim Verein ist.

Wolf
Es ist zum Haare ausraufen! Warum liegen diese idiotischen Werbeplanen direkt neben dem Spielfeld herum? Kann man die nicht woanders auslegen? Zum Beispiel über dem Gästeblock? Hoffen wir, dass Wolfs Verletzung die alternativen Spieler anspornt, und dass Pinolas Gelbkarma nur für die Außerverteidigerpostion gilt. Hoffentlich zieht sich Pinos nächste Gelbsperre noch bis nach dem Derby hin. Und bitte Fussballgott, laß Maroh niemals verletzt sein!

Und der Rest...
Na, da ist es doch tröstlich, dass der slowakische Tarnkappenbomber Marek "Fussballgott" Mintal wieder öfter trifft. Und dass das junge Mittelfeld mit Rissereinartzfrantz, die erst nach der Geburt voneinander getrennt wurden, oft für Unruhe beim Gegner sorgen. Solange Diekmeier unverletzt verteidigt, wird man auf die Hälfte des Mittelfeldes auch in Zukunft verzichten können, weil der die Bälle wenigstens nicht schon in der eigenen Hälfte vertändelt, sondern per Expreß ziemlich flott nach vorne trägt. Eiglers geniale Momente gepaart mit Diekmeiers Grundschnelligkeit und Mintals Schussgewalt wären der Stürmer, der uns noch fehlt. Bis dahin hat der Glubb... leider keinen Sturm.

Ausblick:
Oberhausen auswärts am Donnerstag sollte nicht zu leicht genommen werden, auch wenn die schon so gut wie alle Hoffnung auf den Aufstieg haben fahren lassen. Man sollte nicht vergessen, dass es der Club beim Heimspiel gegen Oberhausen (2:1) nicht einfach hatte. Fürth tritt daheim an gegen die glücklichen Fischköppe aus Rostock an, denen tatsächlich mal wieder ein Sieg letzte Woche gelungen war. Und einen Doppelaufstieg Vestenbergsfürth und Nürnberg in die erste Division wird es wohl langfristig nicht geben, dafür blockieren Freiburg und Mainz die ersten Plätze momentan einfach zu ungünstig. Lieber Fussballgott, laß sie am Ostermontag Unentschieden gegeneinander spielen! Und wer hämisch in den Ronhof schielt, weil dort Kapitän Felgenhauers Vertrag -wie jetzt schon bekannt wurde- nicht verlängert werden wird, der soll froh sein, dass solche Diskussionen beim Glubb nur solange nicht in Erscheinung treten, wie die Mannschaft gewinnt. Wenn der mögliche Aufstieg in den nächsten beiden Spielen verblödelt werden würde, was wäre dann für ein Rauschen im Blätterwald!


Freuen wir uns auf eine spannendes Fussballostern und hoffentlich rennt Schäfer als Kapitän bis Saisonende nicht dauernd wieder übers halbe Spielfeld!
Ewald Funk


 

27.03.2009, KOLUMNE: DER WAHRE GLUBB HEFT 127

Hier die Langversion aus unserer beliebten Kolumne über den Glubb im aktuellen Aprilheft. Unser Mitarbeiter Schuller aus Bamberg hat gleich beim Austeilen spontan Ovationen von den Blitzlesern gekriegt, die sich das Heft immer gleich krallen. "Recht habt ihr, des stimmt fei echt!"

Um was es geht? Um die Leichen im Keller beim FCN.

Einer der gestrigen: Glauber (oben), der Typ unten
ist nicht Ivan Saenko sondern unser Ex-Prakitkant
Maze.

DER GLEINE GLUBB KOLUMNE

HEFT 127, 27.03.2009
WAS MACHT EIGENTLICH…

So langsam gewöhnt man sich an den nahenden Frühling. Irgendwie entspannend. Genauso wie beim Glubb. Nachdem man nach der Klatsche von Aachen, dem Schweinespiel gegen Wiesbaden, dem Herumgestochere gegen Mainz und dem depperten Unentschieden gegen Duisburg endgültig alle Hoffnung auf einen etwaigen Aufstieg fahren ließ, lebt es sich gleich entspannter. In Vestenbergsfürth spricht derweil Chef Hack offen vom Aufstieg, während großkotzige Clubberer auf den traditionellen Endspurthänger der Teebeutel vertrauen. Und plötzlich passiert es! Fürth kriegt tatsächlich eine Klatsche, Spitzenreiter Freiburg patzt mehrmals und ein unantastbarer Mintal greift beim Glubb unerwartet mittels flottem Dreier Mitte März gegen Ahlen flugs nach dem Seil der Gipfelgruppe. Unsere Parole: bescheiden bleiben. Seien wir froh, dass die Mannschaft nach knapp 40 (!) Stunden Zweitligaspielzeit auch mal langsam eingespielt ist.

Wer allerdings Oenning und Bader kritisiert, sollte doch mal auf die Leichen im Keller des FCN schauen. Was wäre denn gewesen, wenn alles im alten Tram weiter gemacht hätte und wir immer noch die Vorruhestandstruppe aus "erfahrenen" Spielern der letzten Saison gehabt hätten? Wir haben die Aservatenkammer mal geöffnet und nachgeschaut, also, was macht eigentlich…

ANGELOS CHARISTEAS?
Die Leihe durch Bayer 04 Leverkusen erfolgte am 2. Februar 2009. Grund für Leverkusen war der Abgang des ebenfalls griechischen Stürmers Theofanis Gekas. Vorgesehen ist Charisteas in erster Linie als Ergänzungsspieler, da die beiden Stammstürmer Stefan Kießling und Patrick Helmes eine sehr erfolgreiche Hinrunde spielten. Das erste Spiel von Harry bei Leverkusen war übrigens das erste Bundesligaspiel, das Leverkusen wegen des Umbaus des eigenen Stadions in der Düsseldorfer LTU arena austrug und dadurch mit 33.000 Zuschauern das bis dato bestbesuchte Leverkusener Bundesliga-Heimspiel der Geschichte.Als Leverkusen am 4. März im Viertelfinale des DFB-Pokals 2008/09 gegen Bayern gewann, wurde Charisteas in der 89. Minute eingewechselt und bereitete das 4:2 durch Kießling vor. Deshalb "Pass beim Bauernspiel".

HONORATIO GLAUBER
Sitzt bei Manchester City, bisher noch kein Spiel. Zitat von der Homepage von Manchester City: "He is yet to make his first appearance for City, but he has featured on the bench on several occasions." Also hat er bis dato noch keinen einzigen Einsatz absolviert...

JAQUES ABARDONADO?
Kam von der Saisonpause mit zuviel Speck an den Hüften wieder zurück aus Fronkraisch und wurde daraufhin wieder zurück zu den Froschfressern abgegeben. Daraufhin schloss er sich dem FC Valenciennes an. Dort hatte er seinen ersten Einsatz am 13. September, dem 5. Spieltag der Ligue 1 2008/09.

JAN KOLLER?
Die bisher einzige Schuhnummer 50 im Glubbkader ist in Russland untergetaucht: Bei Krylja Sowetow Samara, kennt jeder, oder? In seiner besten Dortmunder Zeit ersetzte er als Feldspieler nach dessen roter Karte einmal Jens Lehmann: Für eine Bundesliga-Geschichte der besonderen Art sorgte Jan Koller am 9. November 2002. Im Auswärtsspiel seiner Dortmunder beim FC Bayern hütete Koller ab der 67. Minute das Tor seines Teams, nachdem der damalige Dortmunder Keeper Jens Lehmann vom Platz gestellt worden und das Auswechselkontingent des BVB zu diesem Zeitpunkt schon ausgeschöpft war. Koller streifte sich Lehmanns Trikot über und zeigte einen der besten Auftritte eines torhütenden Feldspielers in der Bundesliga. Vom Kicker-Sportmagazin wurde Koller nach diesem 12. Spieltag sogar in die „Elf des Tages“ berufen – auf der Torhüterposition. Hätten wir das nur früher gewusst! Denn damit sind wir auch schon bei…

JAROMIR BLAZEK?
Das Torwartgenie ist zurück bei Sparta Prag. Blažek spielte in der zweiten Mannschaft am zweiten Spieltag, in der ersten erst am zehnten. Nicht gerade prall…

ROBERT VITTEK?
Spielt jetzt beim OSC Lille in der 1. französischen Liga. Die Statistik von 889 Spielminuten in 16 Spielen (laut der Website des OSC) und 2 erzielte Tore (bei 0 gelben oder roten Kartons) spricht doch wohl eher dafür, dass der gute Robert, der ja eigentlich mal zu seinem Traumverein Real Madrid wechseln wollte, wohl doch seine Karriere eher zum Edel-Joker (passend zu seinem Phlegma) hinentwickelt hat.

NICKY ADLER?
Ist bei Neururers Zebras. 10 Spiele bisher, 1 Tor für den Stürmer. Immerhin.

MICHAEL BEAUCHAMP?
Im Juni 2008 teilte der Club den Weggang Beauchamps zum dänischen Erstligisten Aalborg Boldspilklub mit. Im ersten Champions League Spiel für seinen neuen Verein wurde Beauchamp wegen einer Notbremse vom Platz gestellt. Allerdings beging nicht er sondern sein Teamkollege Michael Jakobsen das Foul, wobei Schiedsrichter Matteo Trefoloni daraufhin diese Fehlentscheidung traf. Pech!

JOSHUA KENNEDY?
Souverän torlos ebenfalls beim KSC. In 1029 Einsatzminuten keine Bude. Ob Karlsruhe jemals wieder Spieler beim Glubb kaufen wird? Wir schlagen spontan mal Dominik Reinhardt vor. Pardon, der hat ja jetzt gegen Hoffenheim das Laufen gelernt! :-)

CHUNLY PAGENBURG?
Stand Mitte März: Letzte Wocher erster Treffer für Erfurt, diese Woche zweiter Treffer gegen Paderborn. Sein Vorname Chhunly, den er von seiner kambodschanischen Mutter hat, bedeutet übersetzt „Glück im Frühling“. Hat er also. Um sich voll und ganz auf seine Karriere als Fußpallprofi zu konzentrieren, brach Pagenburg eine Lehre zum Bankkaufmann ab. 3. Liga: 5 Spiele - 2 Tore

MARCO ENGELHARDT?
Zurück beim KSC. Seine Karriere entwickelt sich in etwa wie der Tabellenplatz seines neuen Vereins, der bei Redaktionsschluss den letzten Platz von Meyers Gladbachern überreicht bekam. Einsätze: 6. Ausgewechselt: 4 mal. Tore: Null. Ausführlich: Nach einem schwierigen Saisonbeginn 2007/08, bei dem er zum Formaufbau sogar für drei Spiele in die 2. Mannschaft abkommandiert wurde, kam er im Laufe der Spielzeit wieder regelmäßig zum Einsatz und war als erfahrener Spieler im Abstiegskampf im Saisonendspurt wieder Stammspieler. Dennoch stand am Ende der Abstieg des 1. FC Nürnberg in die 2. Bundesliga. Dort konnte er seinen Stammplatz erneut nicht halten. Er kam in der Hinrunde 2008/09 auf zwölf Einsätze, wobei er nur zweimal über die volle Zeit spielte. In der Winterpause der Saison 2008/09 kehrte Engelhardt zum Erstligisten Karlsruher SC zurück. Er unterzeichnete einen Vertrag bis ins Jahr 2012.

JAN KRISTIANSEN?
Nach dem Abstieg aus der ersten Liga verließ der Pokalheld den Club ablösefrei, um nach Dänemark zurückzukehren. Bei Brøndby IF unterschrieb er einen Fünf-Jahres-Vertrag. Dort hat er in der Statistik in über 20 Spielen immerhin 6 Tore geschossen und steht punktgleich mit anderen auf Platz 2 der Torschützenliste. Was bei diesem Club aber nicht viel zu heißen scheint...

LARS JACOBSEN?
Ende August 2008 wechselte zum FC Everton nach England. War bis Weihnachten verletzt. Kennen wir ja von seiner Zeit beim Glubb. Hat dann kürzlich am 21. März endlich seinen ersten Einsatz gehabt, saß also bei Everton allein 3 Monate auf der Bank.

 

Einen haben wir noch. Der kann gerne wieder kommen. Schnief.

ZWETSCHGE MISIMOVIC?
Misimovic war der erste Spieler, der aufgrund des Abstiegs den Wunsch äußerte, den Verein zu verlassen. Zur Saison 2008/09 wechselte er für eine Ablösesumme von 3,9 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Dort kam er in der ersten Saisonhälfte auf fünf Tore und zehn Vorlagen und wurde vom Kicker zum besten offensiven Mittelfeldspieler der Hinrunde ernannt. Am 30.3.2009 schoss er für die Nationalmannschaft Bosniens gegen Belgien ein Tor. In der aktuellen Saison schoss er für die Wölfe vom VfL Wolfsburg in 24 Spielen 6, beim Glubb in 28 10. Muss also noch ein bißchen Gas geben. War aber laut kicker der beste Vorbereiter der Liga.

Ansonsten: Entspannt bleiben, Hauptsache die Metropolregion hat in der nächsten Saison zumindest eine Erstligamannschaft!
Ewald Funk/Matthias Görres

16.03.2009: "A" WIE AUFSTIEGSAMBITIONEN

Och Menno! Jetzt haben wir so bequem gesessen, den Aufstieg abgeschrieben und alles war so frei von Zwängen, Erwartungen und kurzfristigen Zielen. Ausgerechnet Fürth patzt jetzt und gegen den Aufbaugegner aus Ahlen gelingt den Glubb auch noch ein 4:0 zur kosmetischen Korrektur der Tordifferenz von "geht so" auf "so lala". Doch der Reihe nach.
 

"D" WIE DERGLUBBISADEPP ODER AUCH DUISBURG

9.3.2009: Immer wenn vor dem Spiel große Töne gespuckt werden erlebt man so seine Überraschungen. Glubb gegen die Zebras hat halt leider so blödes Karma, dass der FCN in Duisburg seit der Währungsreform nicht mehr gewonnen hat. Oder war es noch länger? Wir meinen natürlich die Währungsreform, als aus Reichs- D-Mark wurde! Peter Neururer wollte nicht, Michael Oenning wollte schon: Den Neururer zum Friseur schicken! Hat leider nicht geklappt, weil es nicht hat sein sollen und der Glubb eh manchmal ein ganz schöner Depp ist. Ausgerechnet Mintal, der unantastbare, macht diesen idiotischen Querpaß zum perfekt bedrängten Kluge, dem passiert ein Foul und die Zebras kriegen einen Freistoß. Und so wie Boakye in der ersten Halbzeit ziemlich kitzlig aus 4 Meter vor dem Tor mit Spielermauer aber dennoch sicher verwandelte, schoß Duisburg ausgerechnet in der Nachspielzeit (Gab es gegen Mainz komischerweise nicht; als Mintal vor dem Tor..) den Ausgleich. Was wäre wenn hin und her... So war der Aufstiegsdruck erstmal wieder weg. Wäre ja noch schöner. Und Cheffe und Präsi Roth wollte ganz gerne auch mal von Mintal "wieder ein Tor sehen".

BLOG:

ZuNull: ja das haben die jungs mal wieder herrlich vergeigt! ausgerechnet der kluge war schuld mit seinem foul. das hätten sie sowas von sicher heim fahren können und der lispelnde neuruhrer hätte zum firseur gemusst. so eine scheisse! aber ich habe meine aufstiegshoffnung eh schon fahren lassen im letzten spiel.

Hage: ja, seit gestern ist sie bei mir endgültig begraben. ich trage heute trauer. ;-) was wäre das für eine schöne dramaturgie gewesen... mit dem schweizer als matchwinner.

ZuNull: oh mann, ja, eingewechselt und mit einem ballkontakt die führung gleich vollstreckt. das interview mit önning danach war der hammer. der hat gekocht. der war sowas von stinkesauer!

Hage: ich hab sofort auf den aus-knopf des fernsehers gedrückt. wollte keine ausflüchte hören. aber hab ich wohl was verpasst... ?

ZuNull: oh ja, der war im premiere interview stinkesauer. der hat förmlich gekocht und einen richtigen praß auf die mannschaft gehabt. unnötiges foul in ballbesitz, gelbe (kluge) und das alles kurz vor schluss. gegen schäfer hat er nichts gesagt, aber so geladen und genervt habe ich ihn noch nicht gesehen. der falsche moderator, und er wäre explodiert. und das gefällt mir an oenning. der ist menschlich. der van heesen hätte wahrscheinlich emotionslos in die linse gestarrt und was plattes gesagt. ich hätte dann den fernseher eingeschlagen.



"A" WIE AUFBAUGEGENER ODER AHLEN

13.03.2009: Freitag, der 13. Für den Glubb hoffentlich ein Glückstag. In der Zwischenzeit haben wir hier schon Parolen wie "Mintal ist langsam aber schon antastbar" ausgegeben. Da kommt er, der Marek, und ballert drei Tore rein, ganz so wie Präsi Roth es gewünscht hat. Auch gleich soviel, daß er in der internen Torschützenliste neben Boakye schon fast zweistellig rangiert. Und genau diese Zahl haben andere Stürmer in der zweiten Liga schon locker auf dem Konto. Zum Beispiel die Vestenbergsfürther mit ihrem Alagui. Scheiße, nach dem 4:0 des Glubb daheim gegen die Kreisligamannschaft aus Ahlen (Hinrunde: Grottiges 1:1) ist er plötzlich wieder da, der Druck für den Verein, es doch noch zu packen. Aber da müsste schon Freiburg und Westvorstadt dauernd patzen. Huch, die Freiburger haben ausgerechnet gegen Neururers Friseurgesellen gepatzt und Fürth... macht das unglaubliche! Führen 0:1 und verlieren 5:1! Och Menno!

Blog:

shultzie: könntest ruhig öfter dem stadion fernbleiben, wenn das phantom dann immer dreifach trifft? ;-) ich hoff mal, dass jetzt nicht schon wieder alle aufstiegsluft wittern und dann total verkrampfen, wenns kommenden montag mal wieder um "die letzte chance" geht, doch noch an den aufstiegsplätzen dran zu bleiben... ich bleib dabei, noch ein jahr liga 2, das wär das beste!

ZuNull: also ich geh beim nächsten mal natürlich wieder ins stadion, ob es dir paßt oder nicht. dann bleiben wir halt in der zweiten liga. :-) nach dem abstieg hieß es, egal, dann können wir clubfans endlich wieder mit der u-bahn zum derby fahren. das schlimme ist, theoretisch können wir das jetzt, aber karten dürften kaum welche zu bekommen sein. können die im ronhof nicht schnell noch ein paar biertische hinter dem zaun stellen, damit man von außen auch was sieht?

shultzie: biertische hintern zaun? wäre keine schlechte idee, aber die werden die tische wohl aus plaste machen, playmobil-tische eben! ;-) bin mal auf montag gespannt. gygax wird wohl für frantz spielen, der dafür vom hrubesch in die U21 berufen wurde, trotz verletzung. die freiburger scheinen ja auch leicht angeschlagen zu
sein, mal schaun was da geht! ich hab ja immer noch die hoffnung, dass die ziemlich indisponierten ahlener nicht nur für 3 punkte und fürs torverhältnis gut waren, sondern vielleicht auch dafür, dass beim ex-bundesliga-und-zweitliga-torschützenkönig endlich der berühmte knoten geplatzt ist! das bier für montag abend hab ich jedenfalls schon heute in der mittagspause besorgt! ;-)

ZuNull: na hoffentlich haste am montag dann auch durscht! für das nächste printheft bereite ich gerade eine kleine rückblende über die bader/oenning-veränderungen im personalsektor vor. und zwar nicht über die, die eingekauft wurden, sondern über die, welche ausgemustert wurden. wir haben mal etwas recherchiert und wir sind auf erstaunliche ergebnisse und statistiken gekommen. wenn dir etwas darüber hinaus bekannt ist, kannste auch was dazu beitragen. aber nur gesicherte infos.

FCN : MAINZ: ABSCHIED VOM "A"-WORT

Während Fürth weiter fleissig Punkte sammelt, egal ob Torjäger Allagui nun einen Hänger hat oder nicht, übt man sich beim Glubb derweil in der üblichen Schönrednerei. Was die Protagonisten bei den Interviews vergessen: Die Fans haben den Aufstieg inzwischen mehr oder weniger abgehakt. Wir zumindest...
 
FCN:Mainz: Mit dem Wehen-Schiedsrichter wäre es besser gelaufen.

Nachdem gegen Wehen ein Abseitstor für den Glubb gegeben wurde, schickte man diesmal gegen Mainz einen überkorrekten Schiedsrichter, der das Spiel völlig verpfiff. Symptomatisch: Mintal in der letzten Minute vor dem leeren Tor, will durchziehen, Schiri pfeift vorher ab. Ohne Verlängerung zu geben, was bei den zahlreichen Schauspielereien der Mainzer durchaus angebracht sein sollte. Aber Abseits war es wahrscheinlich. Wie halt die anderen drei Tore.

In der Presse rauscht es derweil gewaltig, wie immer, wenn es bei einem Fußballverein auf dem Spielfeld nicht funktioniert. Auf der Tribüne haben 10.000 kleine Fußballtrainer bereits ihr Erfolgsrezept parat, jetzt fängt auch noch die lokale Presse an, Oennings Truppe auseinander zu nehmen. Und die Artikel werden in der Regel auf FCN-Website geflissentlich übergangen.

Zunächst schrieb die Bild-Zeitung "Drei wesentliche Gründe", warum es der Club nicht packt. Wenig später packt die Abendzeitung noch eins drauf: "Fünf Gründe für die Club-Misere". Wir bei .rcn könnten auch 11 Gründe nennen, würden aber gerne alles auf einen Nenner bringen. Unser Credo:

AB JETZT: RÜCKPASSVERBOT

Weil: Schon seit fast zwei Jahren wird beim FCN nur noch für die moderne Spielstatistik gespielt. Als ob 63 % Ballbesitz in der Endabrechnung ein 0:0 besser machen würden. Gegen Wehen tat das Hin- und Hergeschiebe regelrecht weh, als in der zweiten Halbzeit dann die jüngeren Neuzugänge eingewechselt wurden (Lob an Oenning), bekamen die Angriffe der Glubberer plötzlich so etwas wie Gefährlichkeit. Und das schnelle Angriffspiel ist halt einmal die einzige Möglichkeit, Tore zu erzielen, wenn man in der Saison von -von mir aus- 129 Freistößen und Eckbällen nur einen reinmacht, muß man halt stürmen. Druck machen. Dann gibt es Abpraller und Torwartfehler und irgendwann wird ein Stürmer schon mal am richtigen Platz stehen und die Tore machen, die ein Mintal oder Vittek früher reingemacht haben. Und offensive Mittelfeldspieler für so einen Job hat der Glubb ja genug.

Michael Mittermeier sagte in seinem aktuellen Comedyprogramm er hasse "Bremser". Und der Glubb hat derzeit eine halbe Mannschaft voller Bremser, die nie was riskieren.

Warum die Moral früherer Leistungsträger langsam am Boden ist, dürfte klar sein. Sie alle denken derweil schon an den Plan B: Bei welchem Verein sie in der nächsten Saison am besten Erstklassig spielen können. Dumm nur, dass keiner mit dieser Leistung einen Mintal, Mnari oder Pinola kaufen will. Die wohl einzigen Spieler, die bisher über aller Kritik standen waren Schäfer und Wolf. Bei den Alten. Die jungen Neuzugänge halten ihren Mund und stürmen.

Noch ein paar Kurzcharakteristika:
Juri Judt: Enttäuschung pur, mit seiner Fehlpassquote von fast 90 % und dem zaghaften Geschiebe kommt er gleich nach Engelhardt und kann am besten gleich eine Dauerkarte für die Bank lösen. Stand beim Einwurf gegen Wehen ständig halb im Spielfeld.
José Gonçalves: Wieviel Fans müssen eigentlich Stadionkarten kaufen, damit allein sein Gehalt finanziert ist? Wozu ist der noch da?
Aleksandar Mitreski: Sollte der mal wieder spielen, dann nur als Ersatz für einen verletzten Verteidiger. Lebt der eigentlich noch?
Daniel Gygax: "In Nürnberg werde ich sicher einigen Spaß haben!" sagte er bei der Verpflichtung. Oh ja, Spaß habe ich mit Dir, lieber Daniel. Irgendwie finde ich aber, dass Du vorne mehr bewegen könntest.
Marek Mintal: Auch wenn er heilig gesprochen ist, ein bißchen Urlaub könnte ihm gut tun.
Peter Perchtholt: Recht rüde im Spiel, würde vielleicht ganz hinten in der Abwehr besser aussehen. Denn als Mittelfeldspieler würde ich ihn nicht bezeichnen.
Isaac Boakye: Traumhafter Techniker, schießt auch im Aufwärmtraining immer ins Tor, aber nie nach Anpfiff. Sollte man mal in den Hochseilgarten schicken, damit er weiß, wie Teamgeist geschrieben wird.
Javier Pinola: Das waren noch Zeiten, als er den Ball vom eigenen Sechzehner aus in den gegnerischen getragen hat. Bei Standarts sollte er in Zukunft... ach, kurz gesagt: Ein bißchen Urlaub würde ihm auch gut tun!
Dominik Reinhardt: Das Einzige, was ich vermisse, sind seine Fernschüsse und langen Einwürfe.
Angelos Charisteas: Hat seine Spielfaulheit eigentlich jemand von denen irgendwie vergessen, die jetzt laut rufen, dass er doch nicht so schlecht war? Er war wirklich schlecht!
Albert Bunjaku: Offensichtlich bindet er den Ball gut vorne. Hoffentlich redet er sich nach einem Spiel der verpassten Chancen jetzt nicht etwas ein.

Ewald Funk

KOLUMNE 27.02.2009: DER WAHRE GLUBB HEFT 126

Was für ein Wechselbad der Gefühle! Seit der letzten Glubb-Kolumne ist so einiges passiert, die Rückrunde hat begonnen und einen Satz vom letzten Mal kann man immer noch vorbehaltlos stehen lassen (Stand Drucklegung .rcn 125 am 23.01.2009 und jetzt, .rcn 125 am 22.02.2009). „Der Glubb ist vom Aufstieg so weit entfernt wie der aktuelle Tabellenplatz eines Hans Meyer vom Meistertitel.“
Wie immer schoss Eigler das wichtige Tor: Zu Null, 3 Punkte, fertig.
Doch mal schön der Reihe nach… Es begann Ende Januar damit, dass Euro-Harry 2 Sekunden vor Schluss der Transferperiode nach Leverkusen ausgeliehen wurde, falls Kießling dort mal Grippe hat. Merkt ihr es auch? Niemand vermisst Harry hier und in den Medien liest man nicht mal ein Sterbenswörtchen über den Weltklassetorjäger. Wir schreiben zumindest ein bisschen darüber, weil erstens der Glubb jetzt eine Fetzenkohle an Gehalt spart und zweitens haben wir den Yesterdays-Hero eh am Saisonende wieder als Ladenhüter an der Backe. Weiter Anfang Februar. Saisonauftakt gegen Augsburg in der Rosenau. Mehrmaliges Aluminiumglück, Euro-Harrys Kopf und ein wachsamer Torwart namens Sven Neuhaus retteten Augsburg vor einer Niederlage, an diesem Tag war die einzige gute Nachricht, dass sich der im vollen Lauf abgesäbelte Dennis Diekmeier nicht ernsthafter verletzt hatte. Zweites Spiel gegen Kaiserslautern, erstes Heimspiel. Ein Fest! Der Glubb dominierte nach Belieben gegen die Holzhackerbuben vom Betzenberg. Als die neben vielen Bällen auch noch einen Mitspieler durch eine rote Karte verloren, kam zu ihrem Pech auch noch Unglück dazu, denn die Moral der roten Teufel lag am Boden. Eine brillante Möglichkeit für den chronisch abschlussschwachen FCN, in einem Spiel sogar mehr als zwei Tore zu schießen. Und so wurden es gleich… drei! Hätten aber mehr sein müssen und der Westvorstadt-Sturm hätte wahrscheinlich zweistellig eingenetzt. Dann kam der schwarze Sonntag an der Holländischen Grenze. Irgendwie habe ich aber das Ergebnis verschlampt. Egal, ich kann mich aber noch daran erinnern, dass wieder einmal Boakye einen sehr sauberen Eindruck hinterlassen hatte und Pino gefehlt hat. Ein Desaster dann das Spiel gegen den Tabellenletzten Wiesbaden. 64 Minuten brauchte der Glubb bis zum ersten gefährlichen Torschuss und ausgerechnet die am Tivoli so heftig kritisierten jungen Spieler retteten diesmal durch Einsatz und Tordrang die superwichtigen 3 Punkte. Noch größer als der Jubel beim Schlusspfiff war aber das Gegröle, als die 3:0 Niederlage der (angeblich) unaufsteigbaren Kleeblätter auf der Anzeigentafel eingeblendet wurde. Abwarten.
Ewald Funk

 

ALEMANNIA AACHEN : 1. FCN, 15.2.2009

PINO UND ANDY, WIR VERMISSEN DICH!
In Aachen schwamm die Abwehr auch.

Dass Fasching beflügelt, sah man bei dem Debakel in Aachen. Allerdings beflügelte die Narrenzeit eher die Mannschaft von der Holländischen Grenze. Und das lag in erster Linie an Lewis Holtby, der wohl seinen Glückstag hatte. Solche Sonntagsschüsse gelingen sonst nicht immer, bzw. nur im Training. Schon nach kurzer Zeit stand es 2:0, als Boakye zumindest noch einen Anschlusstreffer via Kop gelang. Sein zweiter Treffer später war dann auch das Einzige, was der Glubbsturm über weite Strecken zu bieten hatte und wenn die Abwehr diesmal konzentrierter gewesen wäre, hätte ein Unentschieden noch milde gestimmt. 4:1 in der Halbzeit ließ auf eine Standpauke in der Kabine hoffen, aber der Endstand war dann eigentlich nur noch traurig. Solche Ergebnisse kriegt normalerweise nur Fürth geregelt, allerdings gewinnen die dabei. Man darf gespannt sein auf das Spiel gegen den Tabellenletzten Wiesbaden am 22.2.2009. Vielleicht beflügelt der Fasching diesmal die Heimmannschaft. Und hoffentlich steht die Abwehr -diesmal mit Pino- dann wieder besser. Bis dahin erstmal Pressesperre und Wunden lecken.

Stimmen zum Spiel:

Raphael Schäfer: "Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht, die Gegner haben ein sehr gutes Spiel gemacht."

Christian Eigler: "In der ersten Halbzeit hatten wir schon Ballbesitz nach vorne, haben aber hinten die Tore reinbekommen."


DER WAHRE GLUBB BLOG

16.2.

ZuNull: ...was für ein Scheißwochenende! Naja, die Niederlage hat vielleicht auch was gutes: Keiner flippt aus wegen Größenwahn. Und Fürth hat nur ein Unentschieden geschafft. Hoffentlich schafft der Club auch mal selber so einen Erdrutschsieg.


shultzie: naja, so ein scheisswochenende wars eigentlich gar net, die teebeutel haben nur unentschieden gespielt, die bauern sind auf den 4. platz abgerutscht - nur halt das 2:6 war schon extremst
heftig... ich habs ja net gesehen, ich war unterwegs und hab dann schnell mal bei kicker.de in den ticker geschaut - und da stands schon 1:4!!! ich hab gedacht mich tritt ein pferd! aber ich gewinne dem ganzen auch was positives ab - besser jetzt so ne klatsche als im endspurt! falls einer am rtäumen war, gestern ist er mit sicherheit wieder auf den boden der tatsachen geholt worden! und für die jungspünde wars sicher auch heilsam, sowas passiert denen garantiert nie wieder...

Shultzie: Oh hätten wir doch nur die tiefen der 2. liga bereits hinter uns!

ZuNull: oh ja, wie recht du hast. spielt eigentlich pino am sonntag wieder oder ist man nach 5 gelben 2 spiele gesperrt? :-) ansonsten liegt auf andy wolf eine tonnenschwere last!
im netzt stand, dass beim aachen spiel viele spielerbeobachter da waren, holland und bundesliga, die alle nach den glubb youngstern ausschau hielten. die haben sich dann aber eher auf den aachener holtby konzentriert. hat auch was gutes, weil ich die jüngeren vom kinderriegel auch in der nächsten saison in nbg sehen will.

Shultzie: nee, pino ist gegen wehen wieder dabei! und ich bin mir sicher, dass der käptn auch drauf brennt, endlich wieder unter spieltagsbedingungen an nen ball zu treten! ich hoffe nur, dass es nicht so ein comeback wie das von mintal nach seinem ersten  mittelfußbruch...
spielerbeobachter aus holland und der bundesliga? na dann ist das ja noch ein grund, das 2:6 positiv zu sehen, denn der glubb soll ja kein ausbildungsverein werden, sondern die talente sollen das grundgerüst für die zukunft sein! und wenn man dann so wie bremen jedes jahr einen leistungsträger abgeben muss, dann kann man denke ich doch gut damit leben... aber erstmal sollen die sich an den holtby halten, denn franz, maroh und consorten sind erstmal nicht auf dem markt! ;-)

ZuNull: und vor allem oenning ist unantastbar. :-)

Shultzie: oh ja, absolut!!! ein fachmann mit einem unglaublichen fachverstand und einer mehr als sachlichen und doch gleichzeitig motivierenden art... wenn selbst marcel reif noch heute von ihm als co-kommentator schwärmt... ;-)

ZuNull: du meinst sachverstand statt fachverstand. habe heute was neues zur "fanfreundschaft" glubb - schalke gelesen: "ich hab eigentlich nichts gegen kirchen, solange nicht ein gelsen davor steht."

FCN : KAISERSLAUTERN, 9.2.2009

Wer war eigentlich dieser Charisteas?
Typisch: Mintal (links) verwandelt eiskalt beim Stand von 2:0 (rechts).

Nachdem in der Vorrunde die Punkte in der Pfalz gebelieben sind, war man diesmal sehr gespannt. Wenn es heute nicht klappen würde mit einem Dreier, könnte man das "A"-Wort gleich begraben. Außerdem mußte Rache her für das Hinspiel. Dass es aber ein so deutlicher Sieg mit derart hoher Dominanz durch die Glubberer werden würde, daran hätte keiner geglaubt. Das Wetter war nicht gerade der Hit: Ein eisiger Wind im Stadion ließ das Bier im Becher fast gefrieren und in der zweiten Hälfte sorgte General Winter auch noch für nasskalten Schneeregen.

Erfreulich aber etwas anderes: Bereits in der 4. Minute servierten Pinola und dann Frantz einen Ball ohne Umschweife auf Eigler und es stand 1:0. Die Holzhackerbuben aus Kaiserslautern war natürlich sauer und drücken ziemlich nach vorne, aber unsere schwarze Perle Boakye dachte nach einem starken Solo mal ausnahmsweise nicht an sich, sondern an Frantz und der knipste ein zum 2:0. Der Schrei von Eigler, als er per Notbremse bei einem Abstauber von Hornig abgesäbelt wurde, hörte man bis Schwabach, der Lauterer sah dafür die Arschkarte mit Blick vom Spielfeldrand und der Glubb einen Elfmeter. Die vergebene Chance dürfte für Pino wohl der letzte Elfmeter in der Rückrunde gewesen sein. Schade nur, dass die Heimelf nicht noch weiter drückte und die fortan angeschlagenen Holzer vom FCK nach Art Greuther Fürth entgültig deklassierte. Leider fehlen uns hier eben das klassische Vollstrecker-Sturmduo. Man denkt wehmütig an Leute wie Schroth oder Vittek, die aus der zweiten Reihe ballerten und wo der eine oder andere Abpraller dann letztendlich von einem gerade herumstehenden Stürmer entgültig versenkt wurde.

Schade auch, dass Publikumsliebling Pino dann Gelb sah, denn er ist somit gesperrt. Und das heißt für das nächste Spiel, daß Schäfer nicht mehr weiß, wem er der Ball nach Aufnahme geben soll. Und dann nach vorne drischt, was gleichbedeutend mit Ballverlust ist. Es sei denn, Boakye kriegt ihn, der holt fast jeden herunter. Frantz bekam dann kräftig aufs Schienbein von dem rüden Lauterner Torwart und humpelte vom Platz wie einst Wolf beim ersten Heimspiel in der Vorrunde. Mintal machte dann wie so oft alles klar. Bei ihm gibt es Spiele, an denen alles an ihm vorbei läuft, heute nicht. Typisch, wie eiskalt er den Ball am Torwart vorbei gestippt hat. Bunjaku durfte dann als neuer Stürmer kurz nach dem Tor sogar noch für Boakye eingewechselt etwas rennen, fand aber irgendwie gar nicht ins Spiel. Wie auch nur in der letzten Viertelstunde, in der alles klar war. Erschreckend die Spieldominanz der Glubberer, aber ebenso erschreckend die schlechte Stürmerbilanz, diese Baustelle ist weiter offen, dass darf man auch siegestrunken nicht vergessen.

Und da wären wir schon beim Thema: Harry hat heute keiner vermisst. Was macht der jetzt eigentlich in Leverkusen? Schon Tore geschossen? Überhaupt schon gespielt?

Statistik:

Ballbesitz: 1. FCN 68%, 1. FCK 32%

Zitate:

Christian Eigler: "Mein Schwiegervater hat vorher auf 4:0 getippt."

Raphael Schäfer: "...gegen Aachen wird es am Sonntag genauso wichtig."

Peer Kluge: "Im nächsten Spiel kann 'Pino' schon einmal keinen Elfmeter schießen, da er gesperrt ist." (lacht)

Mike Frantz: "Endlich spielen wir so, wie wir trainieren."

Michael Oenning: "Das frühe Führungstor hat natürlich geholfen, gleich ins Spiel zu finden. Der Elfmeter und die darauf folgende Rote Karte war dann spielentscheidend. In der zweiten Halbzeit hätten wir viel mehr Tore schießen müssen..."

 


 

GLUBB-BLOG

Kleine Randnotizen vom 2.2.-8.2.2009

Zunull: Charry ist wech.

shultzie: habs auch eben über twitter gelesen! jedenfalls spart der glubb sich jetzt nen ganzen batzen gehalt, auch wenns erstmal nur bis zum ende der saison is... freitag gegen Augsburg hätte er ja eigentlich meine prophezeiung wahrmachen können, aber es war halt leider wie immer, das spiel gemacht, aber vorne nix reinbekommen! es hat aber auch bissi das glück gefehlt, der schuss vom frantz wenn reingeht, dann gewinnen wir das spiel...

Zunull: Und vom harten Hans hört man auch nichts gutes: Bin froh, dass der nicht mehr da ist. Irgendwie wirkt er gar nicht gut auf mich in dem video... http://www.spiegel.de/video/video-49850.html

shultzie: Oha, ich war ja auch einer, der den guten Hans als Nachfolger von TvH haben wollte, aber wenn ich das jetzt so sehe und mir anschau, was er da in Gladbach lostritt, dann bin ich ja wirklich mehr als froh, dass der Oenning da ist! Unterschiedlicher gehts ja auch nicht, Oenning lässt mit vielen jungen stürmen, und Meyer verteidigt mit ner Rentner-Gang... Ich glaub mal, wenn nicht wirklich noch ein Wunder passiert, dann ist Gladbach kommende Saison in der 2. Liga...

Zunull: und ich würde lachen, wenn gladbach in die relegation muss gegen fürth... und gewinnt.

shultzie: lach, das wäre dann natürlich die krönung! wobei, beim spiel in fürth, da sind dann 10% vorstädtler, 40% gladbacher und 50% glubbfans - also dann 90% des stadions hinter gladbach... *g*

Zunull: ja, so schauts aus. wir haben ja auch das einzige lokale derby, wo das auswärtsspiel im eigenen stadion vor (sicher) 20 % fürthern und 80 % glubberern statt findet.

shultzie: wobei ja selbst die 20% immer noch verwundern... wennst mal rein objektiv das betrachtest, die spielen seit jahren ständig in der 2. liga ganz vorne mit, aber fans mobilisieren, das kriegen die einfach nicht gebacken...

KOLUMNE 23.01.2009: DER WAHRE GLUBB HEFT 125

Frauenfußball wurde bis 1970 vom DFB verboten. Es gibt TV-Archivmaterial aus den frühen 70er Jahren, in dem sich renommierte Fußballer ziemlich abschätzig über die damals ersten weiblichen Kickerinnen.
Hinrunde gegen Frankfurt. Stille auf der Tribüne.
In den 80er Jahren stolperten die Damen dann langsam nicht mehr wie eine grazile Herde Gazellen – oder wie das Tier mit dem Rüssel gleich wieder heißt – über den Platz. Dann ging es langsam nach oben, wie auch parallel die Männer in der Gesellschaft immer mehr an Gesprächsanteil verloren. Aber es gab ja noch das Fußballstadion, da blieb man abgesehen von ein paar zwischengeschlechtlichen Zellhaufen als Mann unter sich. Heute sieht das anders aus. Schmach ist über die Männerwelt hereingebrochen. Wo es für unsere Nationalballmannschaft immer nur zum Vizetitel reichte, da haben die Damen in den letzten Jahren zwei Weltmeisterschaften und krasse sechs Europameisterschaften für Deutschland gewonnen. Immer mehr durchaus hübsche Zeitgenossinnen lassen sich mittlerweile seit dem Hype um die flotten Jungs der Vizeweltmeister um Poldi und Schweini im Franggnstadion auf der Tribüne blicken. Man kann in der Nordkurve nicht mal mehr mit Hingabe rülpsen oder rhythmisch gewürzte Luft aus dem Hinterausgang entweichen lassen, ohne einen bösen Blick zu erhalten. Ein Keulenschlag war dann das Spiel gegen Koblenz in der Hinrunde, wo eine WEIBLICHE Schiedsrichterin namens Bibiana im Männerfußball auch noch das Abseits eines Koblenzers nicht sehen wollte und die Glubberer somit nur Unentschieden waren, was auch normalerweise der normale Aggregatszustand einer Frau beim Kleiderkauf ist. Das war damals echt der Tiefpunkt! Unglaublich, was seitdem passiert ist, denn Bibiana hat uns doch irgendwie Glück gebracht. Im Kader wurde mit dem eisernen Besen noch vor dem Faschingsende der Kehraus gemacht und dank einiger Verletzungen an den richtigen Beinen durften die jungen Wilden der Amateure ran. Der Aufstieg ist zwar jetzt Mitte Januar so weit entfernt wie der aktuelle Tabellenplatz eines Hans Meyer vom Meistertitel, aber endlich macht es wieder Spaß, den Ruhmreichen beim Spielen zuzuschauen. Und Bibiana hat in der Rückrunde mit Risse, Maroh, Frantz, Diekmeier und Judt doch ein paar junge und knackige Hingucker am Platz, denen man niemals eine Arschkarte geben könnte! Auf geht’s, Nürnberg, denn wir sind der Glubb! Krise? Welche Krise?
 

ERHOBENEN HAUPTES IN DIE RÜCKRÜNDE?

23.01.2009

Am Mittwoch fand bei naßkaltem Wetter der vorletzte Test in der Rückrundenvorbereitung für den Glubb statt. Traditionell geht das gegen die Mannschaft aus der benachbarten tschechischen Bier- und Autometropole Pilsen.

Das Seidla läuft ein: Andy Wolf (rechts) jetzt schon in Trainings statt Zivil.

Gefühlte 80 % Spielanteil für die Ruhmreichen in der ersten Halbzeit waren das eine, das Debut des begehrten U19-Verteidigers Dennis Diekmeier das andere auf der positiven Seite des verdient gewonnenen Spiels. Diekmeier, und das kann gesagt werden, ist mit einer derart fabelhaften Grundschnelligkeit ausgestattet, dass die tschechischen Verteidiger nur noch hinterher hecheln konnten. Wir vermuten zwei Gründe für die Spurts: Zum einen galt es Euro-Harry mit Flankenbällen zu versorgen, da ja Roy Hodgson von Fulham auf dem Balkon neben dem Platz den potentiellen Neueinkauf beobachtete, zum anderen den Stammplatz für Dominik Reinhardt streitbar zu machen. Und den hat Reinhardt durch Diekmeiers beeindruckende Odonkor-Spurts über 30-40 m sicherlich verloren. Etliche Chancen brauchte dann auch Harry, bis er endlich nach 55 Minuten einnetzte und zufrieden vom Platz gehen konnte. Und er bekam Applaus! Vielleicht war es ja auch sein letzter Auftritt? Trotz aller Für- und Widers: Irgendwie ist es doch schade, denn Harry wird einen zumindest als Unikat fehlen. Das andere Unikat betrat in einem Anzug aus 100 % Trainings den Platz: Andy Wolf schaute direkt von der Bank aus zu und muß wohl um seinen Stammplatz bei vollständiger Genesung noch nicht bangen.

Weitere Akzente setze mal wieder die fast fehlerlose Abwehr, die zwar wenig zu tun hatte, weil die Achse Mintal, Kluge und Mnari schon gar nichts durch ließ. Eigler beeindruckte durch seine besonnene Art, statt blind aufs Tor zu stürmen die Bälle lieber gezielt zu servieren, genauso wie der technisch wie körperlich astreine Boakye, der sich mit seinen zwei Treffern nun an die Spitze der Glubb-Torschützenliste köpfte. Wenn die Mannschaft nun diesen Fußball weiter zelebriert, dann brauchen wir in der zweiten Liga gar nicht mehr ankommen, sondern sind dann mal weg im Mai. Aber Vorsicht! Keine 1:0 Vorsprünge mehr, auf denen man sich ausruht! Und es könnte ganz anders laufen.

LETZTER TEST GEGEN KARLSRUHE AM SAMSTAG

Samstag ist dann das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Rückrundenstart gegen die Fuggermannschaft am kommenden Freitag, 30.1. Diesen Samstag geht es ausgerechnet gegen einen Erstligisten mit zwei interessanten Spielern. Zum einen spielt beim KSC ja nun bekanntlich Engelhardt, unser ehemaliger Pokalheld und Dribbeltänzer von der Mittellinie. Der sorgte durch seine Traumpässe für den Gegner für einige skurrilen Szenen zuletzt beim Glubb. Zum anderen steht im Kader des KSC im Angriff ein gewisser Joshua Kennedy, unsere Sturmperle aus der Zeit, als im Angriff beim Glubb gerade das Vakuum herrschte und Zwetschge mehr Tore schoß als der Sturm. Apropos Kennedy: Wir haben mal nachgeschaut und fanden seine beeindruckende Statistik auf der KSC-Homepage:

Spiele:                     16
Einwechslungen:  4
Auswechslungen: 7
Spielminuten:        1029
Tore:                        0
Torvorlagen:          0
Scorer-Punkte:      0

Beeindruckend, nicht? Vor allem das Verhältnis Ein- und Auswechslungen mit der deutlichen Tendenz zum Verlassen des Spiels. Aber mein Gott, wichtig war ja laut Trapp schon immer "auffe Platz". Und gegen Augsburg sollte eine Duftmarke gesetzt werden, die den anderen Vereinen im Unterhaus gewaltig stinken sollte.

 

Kommentare:

Zunull: war ein nettes spiel. wozu braucht man heutzutage eigentlich noch rechtsaußen, wenn man verteidiger wie diekmeier hat. der braucht jetzt nur noch die schusswucht von rominik deinhardt...

shultzie: ich habs nur im web gelesen, dass sie 3:1 gewonnen haben... aber das erklärt dann auch, wieso 5 vereine aus der ersten liga den dieckmeier zur kommenden saison verpflichten wollten! ich sags ja, die sollen weiter auf den jugendkurs setzen, denn auch wenn man sicher nicht immer alle halten kann, bremen machts ja vor dass man trotzdem erfolgreich sein kann, wenn man jedes jahr 1 oder 2 leistungsträger abgeben muss... und besser mal nen jungspund für kleines geld verpflichtet, der sich nicht durchsetzt, als
millionen für griechische ex-em-helden...  
sag mal, hast du was läuten hören, dass fulham oder middlesborogh den euro-harry kaufen wollen? noch jetzt im winter? angeblich für 1,5 mio, hier im job hat der tommy das gerücht gestreut...

Zunull: ja, und der bader ist wahrscheinlich sauer, weil fulham so lange wartet mit einer entscheidung, weil wir ja dafür auch wieder einen neuen stürmer dann brauchen. an den gerüchten ist definitiv was dran. eigentlich pfeifen es die spatzen schon von den dächern, dass charry schon so gut wie weg ist. glaube das läuft dann so, dass charry plötzlich doch noch geht und nur auf ausleihe, die vereinsführung den stürmer von erfurt für 350.000 gleich kaufen muss, statt im sommer ohne ablöse oder so. der eine stürmer aus frankreich (wunschkandidat) kostet ja auch 1,5 mille laut england angebot glaube ich. oder es kommt dümmer und alles scheitert und harry bleibt bis saisonende. dann kriege ich aber einen koller.

shultzie: also ich sags dir ganz ehrlich: lieber sollen die den harry ablösefrei ziehen lassen, aber dann isser weg. wenn ich bedenke, dass der allein mehr verdient als maroh, bieler, risse, reinartz und dieckmeier zusammen, dann ist das in meinen augen trotzdem noch ein gutes geschäft... oder sagen wir zumindest, dass die ablöse drin sein sollte, die sie für den erfurter benötigen.

Zunull: ja, da haste recht. ich denke der harry wird es schwer haben in england, da geht es ja etwas ruppiger zu als hier und wenn er über 2 monate kein tor macht wie der kennedy haha wird er wieder zurück geschickt. und dann haben wir den salat. beim testspiel kam mir die erste halbzeit schon so vor, als wäre sie auf die occasion harry zugeschnitten, soviel wurde da auf ihn direkt geflankt.

shultzie: da scheint der bader wirklich seine hausaufgaben gemacht zu haben! und was ich harry auch immer wieder vorhalten muss, er zeigt stets seinen einsatz im training anscheinend. wenn ich da an die hängepartie mit saeko im sommer denke? trotzdem denke ich,
dass es für beide seiten besser ist, wenn er wechselt. denn ganz ehrlich, bei den clubfans kriegt er nur dann noch einen fuß auf den
boden, wenn er in der rückrunde minimum 10 buden macht...

Zunull: 10 tore von charry? von was träumst du nachts? :-) na vielleicht macht der 10 tore beim gästeslalom in kleinarl, aber nicht im franggnstadion auffe platz. schade dass stuttgart damals kurz vor dem glubbabstieg nicht so desolat war wie gestern gegen die bauern. 3:0 gegen hat der glubb gegen stuttgart verloren damals kurz vor saisonende, und gestern kriegen schaben ääh schwaben so richtig eins in die maultasche vom fc hollywood.

Zunull: wenn der Oenning so weiter macht, wird er bei den pressekonferenzen bald so gut wie meyer. gestern hat er die journies frei nach helge schneider mit "hefte raus, klassenarbeit!" begrüßt. heute stand das in der zeitung: "Auch wenn er scheinbar noch über wenig Erfahrung als Profi-Coach verfügt – Oenning weiß, was er will, strahlt eine natürliche Autorität aus und lässt sich von niemandem auf der Nase herumtanzen. Auch von den Fans des «gefühlten Erstligisten» 1.FCN nicht, deren Leidenschaft er sehr schätzt. Und er illustrierte dies an einem konkreten Beispiel: Als er gegen Hansa Rostock beim Stand von 3:0 Marco Engelhardt einwechselte und die Fans pfiffen, «hat mich das geärgert». Also wechselte er wenig später Ioannis Masmanidis ein («Ich sehe, wer im Training gut arbeitet, und das hatte er»). Als das Pfeifkonzert noch lauter tönte, habe er sich gedacht, «jetzt gebe ich sie euch alle», und mit Angelos Charisteas auch noch den dritten beim Club-Anhang kritisch beäugten Spieler gebracht."

RÜCKRUNDEN-WARM UP IN DER NÜRNBERGER ROFA

13.01.2009. In der Türkei schwitzen die Profis im Trainingslager und gewinnen den Antalya Cup in der von Chelsea-Boss Roman Abramowitsch zwischenfinanzierten Mardan Arena. Irgendwie läuft alles wie geschmiert beim Glubb zur Zeit.
Saisonauftakt gegen Getafe: Guido bei der Arbeit.

Zum einen schoss Junior Chunly Pagenburg gleich das erste Tor im neuen Jahr, zum anderen köpfte gestern im Endspiel ausgerechnet Euro-Harry sensationell zum Gleichstand für den Glubb ein, und das vor den Augen einiger Spielerbeobachter aus der englischen Premier League. Somit dürfte die geforderte Ablösesumme von 1,5 Mille für Bader leichter durchzusetzen sein.

Daheim freut man sich als Glubbfan schon wie ein Schnitzel auf Ende Januar. Runde zwei Wochen vor dem Beginn der Rückrunde feiert der Nürnberger Sender Radio Gong 97.1 mit den Clubfans den Beginn Saison am 30.01. mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Stadionsprecher Guido Seibelt wird dabei auch an den Plattentellern mitmischen.

Guido hatte als Radiosprecher übrigens früher einmal beim ".rcn Soundcheck" mitgemischt, das waren die Redaktionscharts mit Plattenbewertungen in den früheren .rcn-Heften bis etwa 2004. Und er hatte dabei einen ziemlich coolen Musikgeschmack offenbart, zumindest damals standen bei ihm Bands wie die Foo Fighters hoch im Kurs. Mittlerweile ist er im Nürnberger Funkhaus bei Gong zum Programm-Koordinator aufgestiegen.

Nachdem Fußballnürnberg sehnlich auf den Start der Rückrunde wartet, haben sich Radio Gong und Rockfabrik Nürnberg etwas einfallen lassen und lassen es am Samstag, den 17.01.09 gehörig mit der „Club Rückrunden Party“ krachen. Unter anderem wird Original Spielerkleidung verkauft, denn das Team vom FCN-Fanshop ist vor Ort mit einem schönen Stand. Dazu gibt es eine große Verlosung und unter den Preisen sind einige Karten für Spiele des Club in der ersten Hälfte des neuen Jahres dabei. Außerdem stehen diverse weitere Fanartikel noch zur Verlosung bereit.

Guido wird natürlich auch die bekannten Hits aus dem Stadion auflegen. Beginn der Veranstaltung ist bereits um 20 Uhr und wer im echten Fan-Outfit kommt, zahlt nur die Hälfte des regulären Eintritts von 6 EUR. Unter "echtem Cluberer-Outfit" ist natürlich nicht ein schwarz-rotes Schweissband zu verstehen, ein Trikot sollte es schon sein. Ob Fürther Fans den doppelten Eintritt bezahlen sollen, ist uns bisher noch nicht bekannt. Und ob ein neuer Einlaufsong für die Rückrunde beim Auflegen ausprobiert werden soll, ebenso nicht, wir von .rcn würden das aber auf jeden Fall begrüßen und empfehlen die Berliner Beatsteaks, denn in Berlin wurde ja der Pokal gewonnen!

GLUBB: EIN ENGEL VERLÄSST DIE STADT

22.12.2008: So kann man es auch machen. Wenn der Verein in die zweite Bundesliga wechselt, einfach den Verein und damit in die erste Liga wechseln. Marco Engelhardt tut dies bereits, bevor die Transferperiode überhaupt ab Anfang Januar '09 angefangen hat.
Abstieg 07/08: Auch für Engelhardt (links)
ging es dann bergab.
An den letzten beiden Werktagen vor dem Fest stapeln sich die Menschen in der Nürnberger Innenstadt, Aggression liegt in der Luft und vor allem Autobesitzer über 10 Liter auf 100 km stellen sich lieber in kilometerlange Schlangen vor die Parkhäuser, statt ihre SUVs irgendwo am P+R Parkplatz abzustellen und für einen Bruchteil des verblasenen Sprits mal mit den öffentlichen zu fahren. Am Hauptmarkt regieren immer noch die Engel als feil gebotener Christbaumschmuck in den Buden, derweil verlässt ein "Engel" die Stadt. Engel, so wird der gebürtige Thüringer Marco Engelhardt oft genannt. Also wir haben ihn bis zuletzt eher "Mr. Ballverlust" oder "Heinrich Haarband" genannt, denn wenn er ins Spiel zuletzt eingewechselt wurde, stieg die Ballverlustquote meist um 50 %, aber die Frisur saß dank Haarband. Engelhardt geht jetzt zum KSC, wo er früher schon einmal gespielt hat. Wir bedanken uns trotzdem für die Zeit, als er noch in Form war und im Pokal einmal gegen Frankfurt den Torreigen eröffnet hat und im Pokalendspiel dem VFB zur richtigen Zeit einen reingehämmert hat.

So manchen Clubfan dürfte schon aufgefallen sein, dass es gar nicht auffällt, wenn manche frühere und jetzige Spieler zuletzt kaum auffallen. Oder denkt noch jemand an Blazek, Kennedy, Beauchamp, Benko, Glauber oder aktuell Leute wie "Bandscheibe" Mitreski, Unglücksrabe Breska oder Spitzenjoker Harry? Besser, den Fokus auf die jungen Renner zu richten, auch wenn man sich erst daran gewöhnen muß, dass die wirklich rennen.

Der Münchner Millionär Eberhart Herrmann versucht seit über 14 Jahren zu beweisen, dass er nicht verrückt ist. Er bekämpft zwei der berühmtesten deutschen Psychiater sowie den Freistaat Bayern und seine Ex-Frau. Er ist einer der erfolgreichsten Teppichhändler Deutschlands. Steht so im Spiegel. Um den erfolgreiche Nürnberger Teppichhändler ist es Gott sei Dank etwas ruhig geworden, denn der Roth hat etwas Ruhe verdient. Reicht schon wenn wenigstens bestimmte Spieler ausgepfiffen werden und nicht der Präsi. All das, was Anfang der Saison schief lief, scheint plötzlich wie weggblasen. Aufbruchsstimmung, neue, junge Spieler werden geholt und plötzlich allerorten nur Optimismus. Der Kurve ist das alles recht, endlich mal wieder was zu feiern! Warum jetzt nicht auch junge Musik beim Einlaufen läuft, wissen wir nicht, aber müssen es wirklich die Rentnerpolkarocker und Schunkelklampfer von Status Quo sein? Wie wäre es denn mal mit Beatsteaks "Hand In Hand", Rammstein "...hier kommt die Sonne" oder Deichkind "Hört ihr die Signale? Die Saufsignale?" Prost Kurve! :-)

Wo am Valznerweiher das junge Gemüse erfolgreich sprießt, legt Extrainer Meyer in Gladbach Wert auf solide greifte Spätlesen. Und holt sich seinen alten Kapitän Galasek, der trotz Überbrückungsgastspiel bei Banik Ostrau übrigens immer noch in Franken wohnt, um die Gladbacher aus der Bundesliga-Tiefgarage zu holen. Man wird sehen, welchem Altersdurchschnitt die Zukunft gehört. Keiner in Nürnberg wünscht Meyer etwas schlechtes, aber der Knaller wäre so ein Relegationsspiel um Auf- und Abstieg am Saisonende Glubb gegen Gladbach schon.

Überhaupt! Apropos nicht mehr auffallen, Van Heesen lebt! Und will auf Zypern ausgerechnet einen weggelobten Clubspieler! Masmanidis ist im Gespräch, wobei wir finden, dass der Grieche so schlecht nun auch nicht wieder war, er hatte eben nie Gelegenheit länger durchzuspielen. Und was wünschen wir uns zu Weihnachten? Einen englischen Verein, der für Harry einen fetten Betrag hinblättert. Mal sehen, ob er das Tempo in der Premier League verkraftet?

1860 MÜNCHEN : FCN 1:1 (14.12.2008)

Es wäre ja zu schön gewesen! Nachdem man zuletzt die Küstenkicker aus Rostock daheim mit 4:0 wieder in die Ostsee zum Bernsteinpflücken geworfen hatte,
Nach wie vor harmlos wie Euro-Harry: Eckstöße vom Glubb.

...setzte sich am Sonntag, 14. Dezember eine wahre Invasionsarmee an Glubbfans zum Hinrundenfinale und "Derby" auf den Weg in die Arroganz-Arena in München in Bewegung. Soviel Verkehr auf der A9 südwärts nach München konnte man zuletzt bei der Maueröffnung 1989 beobachten! Über 100 Fanbusse waren unterwegs und im Fröttmaninger Schlauchbootstadion waren die Ränge etwa zur Hälfte mit Glubbfans besetzt. Saisonrekord in der zweiten Liga, denn neben einem halben Frankenstadion voller Glubbfans waren noch einmal soviele 60er-Anhänger anwesend. Die hellblauen Fans hatten in den letzten Monaten ja ähnlich viel Talfahrt zu beklagen wie der Glubb. Auch sie spielten erst vor wenigen Monaten noch ziemlich weit oben mit in der ersten Bundesliga mit, besiegten sogar zweimal in einer Saison die Bauern und danach ging es im freien Fall bergab bis ans Ende der zweiten Liga.

Auch wir setzten uns gen Süden in Bewegung mit einem guten Gefühl, endlich erhobenen Hauptes auch auswärts fränkische Torkultur sehen zu können. Nicht zuletzt eingeladen von drei netten Löwenfans von der ausgeschlafenen Sorte. Und wie so viele andere Glubberer nützten wir auch den Saisonabschluss, um einmal das Beton-Plastikmonument in Münchens Norden zu besichtigen. Wie in vielen anderen High-Tech Stadien hat auch hier der Kommerz Überhand genommen. In den Oberrängen zu flotten 25 EUR saßen meist etwas brav bis zurückhaltende Gelegenheitszuschauer, die eher durch bescheidene Zuschauerreaktionen auffielen. Der Nürnberger Familienblock ist in der Regel lauter. Das Spiel begann nach Maß!

"Heimat statt Millionengrab": Die Löwen-Fans wollen wieder hoam nach Giesing.
Von oben perfekt zu beobachten: Wenn die Glubberer wollen, können sie ein Spiel inzwischen dominieren. Bestürzter Kommentar von Löwenfan Flo: "Spielt Eure Mannschaft eigentlich immer so perfekt? Das ist ja erste Sahne Erstligatauglich!" Tja, da gab es schon andere Zeiten am Anfang der Saison. Als dann Boakye wieder mal ein Mustertor einhämmerte wurde es ruhig bei den Löwen und da unten im Glubb-Gästeblock erst nach 20 Minuten alle Ultras im Stadion waren, wurden auch die "Hier regiert.."-Zuschauergesänge lauter und fränkisch dominant. Warum die Mannschaft sich aber wieder einmal scheinbar mit einem 1:0 in der zweiten Halbzeit arrangierte, blieb ein Rätsel. Es wäre schön, wenn die Herren auch mal aus ihren Fehlern lernen würden und rechtzeitig das Ergebnis aufstocken würden. So bleibt als Fazit, dass der Glubb in der Rückrunde keine Gnade mehr kennen darf und einfach mal vor allem in der Torbilanz so spielen sollte wie der Kader aufgestellt ist. Hoffentlich bleiben uns Spieler wie Schäfer oder Kluge neben Konstanten wie Minari und -mittlerweile wieder- Pinola auch in der Rückrunde erhalten. Klammheimlich überwinterten an diesem Tag nämlich die Fürther nach ihrem 3:0 vielleicht sogar knapp vor dem Aufstiegsplatz, und das bei einem Saison-Zuschauerzahlenschnitt, der ein Bruchteil des Nürnbergers ist.

Eine ruhige Weihnachtszeit und Transferphase in der Winterpause, in der traditionell mehr geschrieben als gespielt wird, bleibt zu wünschen. Und wir fuhren wieder zurück nach dem Spiel mit einem Unentschieden, was eine gefühlte Niederlage war. Aber immerhin besser gelaunt als die Fürther Delegation nach ihrer Auswärtsniederlage bei den Löwen neulich. Die Löwen-Sprechchöre mit den "Nürnberger Arschlöchern" waren zwar nicht so laut wie die Frankenstadion-Nordkurve gegen die Westvorstadt, die hellblaue Choreografie gegen die Allianz-Arena und pro Grünwalder Strasse aber ganz nett. Und völliger Blödsinn ist auch diese aufladbare Allianz Arena-Card im Schlauchboot. Als Gast muß man sich solch eine aufladbare Karte kaufen, drei Bier kosten natürlich ein paar Cent mehr als die erste Guthabenstufe mit 10 EUR. Und so läßt man den Auswärtsgerstensprudelkonsum einfach bleiben, weil zu umständlich und eigentlich gefühlte Schikane bzw. Abzocke. Hoffentlich fällt den Nürnberger Stadionbetreibern derartiger Nonsens nicht auch noch ein. Immer schön bodenständig bleiben!

FCN : ROSTOCK 4:0 (4.12.2008)

Was für ein Abend! Und wie bitter für die -nimmt man die Entfernung mit in die Kalkulation- zahlreich angereisten Fischköppe im Gästeblock. Wenn Fussball zum Schützenfest wird, ist er am schönsten.
Die Glubb : Rostock: Nordkurve und Wolle (mit Brille) sind zufrieden.

Und wenn der fussballerische Säulenheilige des Glubb, Marek Mintal, nach der Rot-Sperre einen gewohnt phantomenalen Einstand abfeuert, ist er noch schöner. Und dabei fing es etwas kitzlig für den Glubb an, als die Hansekogge einige Male gefährlich vor der von einem wie immer tadellosen Schäfer gehüteten Nordkurventor aufkreuzte. Die Effektivität des Rostocker Angriffs war aber Gott sei Dank so stark wie die unseres griechischen Sensibelchens in dieser Saison. Zumindest wenn er das Nürnberger Trikot an hatte. Der Fussballgott setzte dann aber bereits in der 9. Minute den Startschuss für einen endlich einmal akzeptablen Fussballabend in der Max Morlock-Arena. Mike Frantz machte dann mit seinem fabulösen Drehschuss nach einer halben Stunde deutlich, dass die jungen Glubbspieler keine Eintagsfliegen sind. Wenn einer ein Tor überhaupt einmal mehr als verdient hat, dann ist das Peer "Horst" Kluge mit seinem... Kopfballtor! Und der Unantastbare machte dann mit seinem 4:0 in der zweiten Halbzeit endlich einmal den Sack wirklich zu. Bei uns im Balkanblock tat sich unerhörtes: Man war sich einig, heute hat es sich gelohnt dabei zu sein. Und da kann man auch schon mal ein Bier oder vier holen. Das tat der Mitch an diesem Abend gleich zweimal, und jedesmal fiel in seiner Abwesenheit ein Tor für den Glubb. Er wird das in Zukunft wohl immer tun müssen, wenn die Ruhmreichen ein Tor brauchen. Als Gast anwesend: Der Schweinfurter Penis-Redakteur Wolfram, auch wegen seiner Kopfbedeckungen seit jeher das "wollene Kondom" genannt. Er war das letzte Mal am 20. Oktober 2007 im Frankenstadion, damals siegte der Glubb 5:1 gegen die Frankfurter. Wolle sollte also in der Rückrunde 2009 öfters dabei sein! Gegen die Frankfurze hatte er seinen Sohn dabei, der Kantersieg half aber nichts: Klein Wolle symphatisiert immer noch mit dem FC Hollywood...

Unser Auslaufbier zum Aufwärmen an diesem frostkalten Abend nahmen wir dann stilgerecht bei Monster Magnet im Löwensaal ein.

KOLUMNE 23.11.2008: DER WAHRE GLUBB BLOG

Um es ein für alle mal klarzustellen, die neue Parole ist ab sofort: „Der Glubb is kaa Depp, weil mir san der Glubb!“

Das waren noch Zeiten: Erste Bundesliga, 2007 noch ohne Hoffenheim, Frisur saß und die Ergebnisse stimmten auch.

Warum sagt jeder nach der regelmäßigen Trauervorstellung im Frankenstadion nach dem Abpfiff immer „Der Glubb is a Depp“, nachdem er vorher laut „Wir sind der Glubb!“ skandiert hat? Das Ingolstadt-Spiel war da wenigstens mal ein Lichtblick, denn wo sonst Profis auf dem Platz amateurhaft Chancen vergeigen bzw. es gar nicht erst versuchen, spielten Amateure profihaft. Sprich: Knapp ein Drittel der Feldspieler bestand aus Amateuren der zweiten Mannschaft. Und siegte 3:0, so wie es halt ohne Bremser und mit etwas Herz überall besser läuft. Begleitet wurde das Ganze durch den Kindergarten im Vorstand, wo ich den Maulkorb für Roth jetzt nicht unter den Teppich kehren, sondern Herrn Bader in Schutz nehmen will. Denn der hat wie ein Teppichhändler gefeilscht und Thomas von Geweesen alle Wünsche auf der Einkaufsliste erfüllt. Und Finanzminister Woy kann man jetzt wohl auch nicht als Versager bezeichnen, wenn der Verein im Gegensatz zu manchen Mittelfränkischen Unternehmen noch etwas weiter entfernt ist vor dem Schild „50% Rabatt wegen Geschäftsaufgabe! Alle Teppiche müssen raus!“ Vor 2 Jahren, am 8. April 2006, sagte mal ein gewisser Herr Meyer nach 5 Spielen ohne Niederlage süffisant „Ich bin schwer enttäuscht, weil ich eigentlich dachte, wir werden nie mehr verlieren.“ Derselbe Trainer freute sich über den geschenkten Teppich zu seiner Vertragsverlängerung und sagte später auf die Frage, ob er nicht Angst vor Entlassung durch den als Trainerkiller bekannten Präsidenten habe: „Nein, ich entlasse mich in Zukunft nur noch selber.“ Wie uns Hans Meyer fehlt! Hätten die ihn nicht wenigstens als Pressesprecher, Einflüsterer für Oenning oder Stadionsprecher halten können? Wie ging es uns „unter“ ihm noch gut, ein Blick auf die Tabelle im ersten Quartal 2007 sagt alles, als in 11 verfickt guten Spielen sogar der FC Hollywood mit 3:0 heim geschickt wurde.

MAKE DERBY, NOT WAR!

„Derby is war“ stimmt doch grammatikalisch gar nicht, ihr radikalen Vollpfosten! „Derby is wahrlich kein Zuckerschlecken“ heißt es vollständig, und bevor ihr das nächste Mal in den Ronhof einbrecht und die Nordtribüne voll schmiert, macht doch erst mal vor der eigenen Haustür sauber! Unweit des Frankenstadions, in der Regensburger Straße stadteinwärts, steht – von täglich mehreren tausend Pendlern auf dem Weg in die Arbeit gesehen – „Scheiss FCN“ und drunter „Greuther Fürth“. Das Derby. Nun, ich denke die Entscheidung des diesmal professionellen Schiris den Ausgleich in der zweiten Halbzeit noch zu geben war gerecht. Genauso wie das Endergebnis. Eigler, normalerweise kein Bewegungsmonster, hat den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen können mit seinem Traumtor, nachdem er in letzter Zeit oft die Bewegungsfreude eines Charisteas zeigte. Das frühere Kurvenidol Pinola brachte mal wieder einen Schnitzer, der sich gewaschen hatte, als er den Kleeblatt Torjäger Allagui einen Traumpass auflegte, den aber Schäfer verhinderte. Tja, wieder einmal musste beim Glubb ein Verteidiger, dazu noch „Amateur“, das Tor schießen, dass der Sturm nicht zuwege brachte. Gratulation an Maroh! Und auch Gratulation an Fürth, denn die brachten die Fehlpässe genauso gut hin wie der Glubb!

KOLUMNE 26.10.2008: DER WAHRE GLUBB BLOG

Wie bereits im letzten Heft angedroht, wird das monatliche Bejammern des ruhmreichen Glubbs nun in einer festen Kolumne abgefrühstückt, hier also Folge zwei, denn die Legende lebt.

Glubb - Duisburg: Die Helden gehen zur pfeifenden Nordkurve, überlegen es sich dann aber anders. Und gehen einfach in die Kabine.

Schließlich müssen wir diesen typisch fränkisch-melancholischen Trauergesang vor jedem Anpfiff im Easy-Gredid immer von der Tribüne aus mitsingen, und der Text impliziert ja schon mit Sätzen wie „Auch wenn der Wind sich dreht“ die Achterbahnfahrt, die der gemeine Glubbfan mitzumachen hat. Es gab im August 2006 zum Beispiel einen glücklichen Saisonauftakt, bei dem der Glubb die Bundesliga anführte und im Mai 2007 den Pokal gewann, da waren erschreckend ruhmreiche Höhepunkte dabei, als im Februar auch noch die Bauern mit 3:0 heim geschickt wurden. Von da an begann eine beispiellose Fahrt in den Keller und bereits am 5. Spieltag nach dem Abstieg und der finalen Vollstreckung durch diesen kruden Ruhrpottverein mit den blauen Trikots fand man sich in der zweiten Bundesliga kurz vor den Abstiegsrängen auf Platz 14 wieder. Zuhause bei der 0:1-Niederlage gegen Duisburg eskalierte die Stimmung der stets loyalen Fans in der Nordkurve und sie sangen kollektiv „Wir ham die Schnauze voll, wir ham die Schnauze voll!“ Das habe ich in den letzten beiden Jahren noch nie erlebt! Auswärts gegen Ahlen dann eine schreckliche Vorstellung der Glubberer, im Blätterwald der Region rauschte es bereits verdächtig, während Erzfeind Fürth derweil einen guten Lauf zu haben schien. Emotionslos dann gegen Freiburg die Tribüne betreten, kurz vor Anpfiff. Und dann passierte das, was ich zwei Jahre lang immer bei der jeweiligen gegnerischen Mannschaft gesehen habe, aber nie beim Glubb: Die Spieler bildeten einen Kreis und schworen sich aufs Match ein! Und gewannen! Verdient! Das war wie der erste Sex nach einem Jahr Festungshaft, man wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. Toll auch wieder mein Balkan-Block! Bei Beginn der zweiten Halbzeit (noch 0:0) schreit ein etwas beleibter Fan direkt hinter uns „Du Scheiß Slowakensau, renn jetzt endlich amol!“ Kumpel Frank und ich drehen uns um und verteilen einen stechend-tödlichen Blick, schließlich steht gerade dieses Spiel unter dem Motto „Zeig Rassismus die rote Karte!“ 20 Minuten später. Die angebliche Slowakensau, auch Phantom genannt, hat zum 2:0 eingeledert. Unser Hitzkopf von vorhin singt kraftvoll mit beim Mintal-Loblied, wir stellen ihn zur Rede, er gibt klein bei. Hoffentlich hat er sich bis zum nächsten Spiel einen Hirnschrittmacher einpflanzen lassen, denn wer denken kann, ist klar im Vorteil. Leider stand bei Drucklegung noch nicht fest, ob die waidwunden Koblenzer nach ihrer Rekordklatsche das kurze Glubb-Glück wieder zunichte gemacht haben, aber wenn irgendwann statt Status Quo beim Einlaufen im Frankenstadion auch mal coole Musik läuft, welche die Gegner einschüchtert, statt sie zum Grinsen zu bringen, könnte es aufwärts gehen.

Achtung: Unsere Website rcnmagazin.de wird ab Hefterscheinung komplett überarbeitet auf einem neuen, schnelleren Server liegen und wir haben auch gleich einen festen FCN-Blog mit eingebaut. Unter „Der wahre Glubb“ gibt es unzensiert bis zur ersten Abmahnung unser unqualifiziertes Geschwafel zum Thema FCN. P.S.: Hans Meyer, viel Glück bei den Preißn!

KOLUMNE 26.9.2008: DER WAHRE GLUBB BLOG

Eigentlich könnte man jedes Editorial im Heft mit ein paar humorvollen Seitenhieben auf den ruhmreichen FCN zumoddern. Da hat aber meine Chefin zuhause etwas dagegen, sie will ein sauberes Einleitungswort. Also dachte ich mir, da machen wir doch einfach dauerhaft eine Extrakolumne in der Printausgabe auf und selbige können dann alle Fans der Bauern oder Frauen im allgemeinen einfach überlesen.

2.8.2008, Frisur sitzt. Der große Vorsitzende beim Testspiel gegen Getafe ist noch "obbdimissddisch" und hofft auf einen schnellen Wiederaufstieg. 2 Monate später glaubt kaum einer mehr daran.

Ich bin mir aber sicher, die Frauen werden sie trotzdem lesen. Als Mann lässt man doch auch nicht die Cosmopolitan im Arztwartezimmer liegen, sondern schnappt sich das Magazin und blättert sofort weiter zum Kapitel über die weibliche Beziehungspsychologie, oder?

Wohlan! Ist ja schon ganz schön was passiert diese Saison! Heesen ist gewesen, Meyer tritt dem Glubb in die Eier, der Glubb strahlt jetzt selbstständig mit dem neuen Atom-Sponsor und wir fragen uns die ganze Zeit: Was macht eigentlich Jaromir Blažek? Hütchen aufstellen für Petr Čech, zu Barfuß Betlehem gewechselt oder befindet sich Sparta Prag nun auch schon auf einem Abstiegsplatz? Egal, diese Baustelle ist erledigt, denn ohne ihren besten Spieler, Interimskapitän und Torwart Raphael Schäfer, hätte der Glubb wohl schon nach fünf Spieltagen die 60er vom Tabellenende verdrängt. Und sonst? Dieses Jahr sitze ich nicht mehr im Einser sondern stehe, also Block 5. Ich nenne ihn jetzt schon liebevoll „Balkan-Block“, weil der eigentlich schon ein typischer Nordkurven-Fanblock ist, aber innerlich so zerstritten ist wie der Kossovo. Zur Erinnerung: Als im letzten Spiel der vergangenen Saison die angeblichen Glubbfreunde Schalke 05 schon 2:0 führten, fing der 5er Block als erstes an, mit weißen Tüchern zu winken und sang „Darum sagen wir, auf Wiedersehn!“ Im Balkan-Block läuft das so: Neulich, beim Aachen Spiel, schreit einer Richtung Trainerbank „Jetzt nimm doch endlich diesen Griechen raus!“ Sofort ein Zwischenruf zwei Reihen weiter vorne: „Ey spinnsd du? Dä Harry is haid dä Bäsde Mann am Bladdz!“ Tja, wie sagte schon Kollege Bierl neulich? „Der Glubb bringt mich noch ins Grab!“ Da hat er Recht, denn als Wahlfürther hat er es doppelt schwer als Glubbfan und kann nur neidisch zum Ronhof schauen. Frotzelnde Kollegen gibt es gratis dazu.