.rcn - event & music – Seit 28 Jahren gratis! Wir rocken die Metropolregion Nürnberg!

Die Infos zur neuen Datenschutzverordnung lest Ihr ganz unten auf der Seite oder über diesen Direktlink:
Hinweise zum Datenschutz auf www.rcnmagazin.de


NEUIGKEITEN/AKTUELLES EINZELANSICHT

MORGEN EINSENDESCHLUSS: .rcn präsentiert: KRAFTKLUB, SO. 25.02.2018, BAMBERG, BROSE ARENA

Nach drei Nummer eins Alben und etlichen Hallentouren haben es Kraftklub geschafft. Der Rockfan kann ihnen etwas abgewinnen, Fans von Casper oder Marteria finden die Jungs gut und Mädels sowieso. Das liegt daran, dass sie eigentlich nie ihre Klappe zu weit aufgerissen haben und sich in Fettnäpfchen gesetzt haben. Man weiß einfach, dass sie von der guten Seite sind. Allen anderen geht ihre etwas hektische deutsche Version der Hives auf den Keks. Nie verloren hat die Band ein gesundes Maß an schwarzem Humor in ihren Texten, damit schafft es die Band, die im Fränkischen Graffdglubb ausgesprochen wird, vielen humorlosen und verhaltensauffälligen jungen Menschen aus der Seele zu sprechen oder zueinander zu finden. Damit sind sie in der Bier- und Studentenmetropole Bamberch genau am richtigen Ort! Juchu, Party
MORGEN EINSENDESCHLUSS: .rcn präsentiert: KRAFTKLUB, SO. 25.02.2018, BAMBERG, BROSE ARENA

.rcn präsentiert: KRAFTKLUB

"Keine Nacht für Bamberg"

brose Arena, Bamberg

Sonntag, 25.02.2018

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

Karten verfügbar für 35,90 EUR
Stehplatz Innenraum Ausverkauft
Preis inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten und Gebühren
KARTENKIOSK BAMBERG TICKETSHOP (HIER KLICKEN)
Abendkasse erhöhter Preis Sitzplatz

Wir verlosen 3x2 Karten ab Einsendeschluss Freitag, 23.02.2018

-Direktklick auf  verlosung@rcnmagazin.de (Namen, Betreff  KRAFTKLUB und Telefonnummer für eine spätere Gewinnbenachrichtigung nicht vergessen), Preisfrage (Teilnahme freiwillig, ohne Auswirkung auf Gewinn): Eure PLZ?

Video "Chemie Chemie Ya": https://www.youtube.com/watch?v=b0lHjeEU3Fg

In der Frühzeit der Band hatten wir ein Interview mit ihnen...

Kraftklub kommen aus einer Stadt, in der es vorsichtig ausgedrückt schwierig ist. Chemnitz hat eine ganz kleine Musikszene und vor allem viele Neonazis, die es normalen Jugendlichen schwer machen, sich zu entfalten. „Klar gibt es bei uns eine rechte Jugendkultur. Das kriegt man auch mit, vor allem in den jüngeren Jahren, wo es noch mehr darum ging, Mädchen kennenzulernen. Da ist man noch in die „schlimmen“ Clubs gegangen. Und da gibt es natürlich haufenweise Nazis. Umso spannender ist es, zwei Clubs zu haben, die dem entgegenwirken – wo du einfach angenehme Menschen triffst. Und damit identifiziert man sich natürlich. Dort kommt natürlich jede Musik, von Dubstep über House bis zu Dancehall und Reggae. Dadurch ist es viel einfacher, seinen Horizont zu erweitern, weil man zwangsläufig nur in diese beiden Clubs gehen kann. Und aus diesen Umständen ist auch Kraftklub entstanden.“

Aber auch in den besagten Clubs Atomino und Weltecho ist man nicht vor Anfeindungen sicher. Seit Kraftklub die Fahne für ihre Heimatstadt Karl-Marx-Stadt (DDR-Name für Chemnitz) nicht ganz ernst gemeint hochhalten, sind sie ins Fadenkreuz der örtlichen Antifa geraten. „Es gibt inzwischen sogar eine Anti-Kraftklub-Seite auf Facebook. Dabei sind wir ganz und gar unpolitisch. Für mich ist es selbstverständlich, nicht rechts zu sein und Rassismus scheiße zu finde, da muss ich nicht noch in den Texten drüber reden. Privat gehe ich auf Demos und zeige mein Gesicht, aber in meiner Funktion als Künstler will ich das nicht. Dieser Lokalpatriotismus stammt bei uns aus frühester Kindheit. Wenn ich mit meiner Mutter an der Ostsee war und dort andere Kinder kennengelernt habe, war ich immer der dumme Ossi. Von vornherein, nur weil ich aus Ostdeutschland komme, war ich immer der Vollidiot. Und deshalb habe ich mir total früh eine Trotzreaktion angeeignet, dass ich gesagt habe: Nein, ich komme aus Ostdeutschland und bin trotzdem eine Million Mal cooler als Du! Da wo ich herkomme, ist es geil, da wo du herkommst, ist es scheiße! Und diese Einstellung ist eben hängengeblieben.“

Und weil die Antifa gegen so ziemlich alles ist und ganz gerne mal auf Menschen aus dem eigenen politischen Lager losgeht, müssen sich auch Kraftklub ständig rechtfertigen wie viele andere Bands. Die so genannte Grauzonen-Diskussion hat längst irrwitzige Dimensionen erreicht, meint Felix. „Die Antifa hat bei uns in Chemnitz einfach total den Stock im Arsch – so lobenswert die Einstellung auch ist, die dahintersteckt. Ständig wird alles totdiskutiert. Ein Konzert kannst du nicht mehr veranstalten, sobald der Künstler irgendwas Kontroverses an sich hat. Uns hat man zum Beispiel Homophobie unterstellt und das ist einfach lächerlich! Wenn es nach der Antifa geht, kann kein einziges Rap-Konzert mehr wegen Sexismus-Vorwürfen stattfinden. In unserem Lieblingsklub sollte die Elektro-Band Von Spar auftreten und die haben von der Antifa eine Mail bekommen, dass das ein Nazi-Club sei. Seitdem halten wir Abstand.“

Offener ist die Hip Hop-Szene, die die Band längst für sich vereinnahmet hat und überall als neuartige Verbindung von Indiegitarren und Rap anpreist. Obwohl die Musik von Kraftklub alles andere als Crossover ist, sagt Felix. „Die Hip Hop-Szene sucht schon seit Jahren verzweifelt nach Sachen, die anders sind. Vor zehn Jahren kam der harte deutsche Gangster-Rap auf, das war was Neues. Und seitdem ist nichts mehr passiert. Deshalb greifen sie nach jedem Strohhalm, selbst wenn es eigentlich eine Rockband ist wie wir. Aber wir freuen uns natürlich darüber, dass Kraftklub auch bei einem Hip Hop-Publikum wie bei Casper oder Fettes Brot funktioniert. Allerdings war die Resonanz beim Publikum bei den Konzerten mit Beatsteaks größer.“

Zuspruch, den die Chemnitzer jetzt auch bei ihrer ersten eigenen Headliner-Tournee erlebten. Ausverkaufte Clubs in Würzburg, Frankfurt, Leipzig oder Köln und Fans, die von der ersten Minute an mitsingen, obwohl das Debütalbum erst im Januar erscheint. Deshalb setzen die Jungs jetzt erst einmal alles auf eine Karte und planen weder Studium noch Ausbildung in der Hinterhand. „Wir leben hier in Deutschland, was soll denn passieren? Klar, Hartz 4 ist sehr wenig, aber du kannst überleben. Du hast die Wahl zu machen, was du willst. Das können die Menschen in vielen anderen Ländern nicht. Wir sind alle Anfang 20 und haben noch keine Familie oder Verpflichtungen. Und wir haben das große Glück und verdienen sogar noch Geld mit unserer Musik. Uns ist schon klar, dass das nicht ewig geht und sehr schnell wieder vorbei sein kann. Aber irgendwann kann man seinen Kindern erzählen: Als ich so alt war wie ihr, haben mir eine Menge Leute zugejubelt, das war eine geile Zeit! Ich bin 24 Stunden am Tag mit meinen besten Freunden unterwegs und das würde ich momentan für nichts in der Welt eintauschen.“

Wolfram Hanke

---

Wollt Ihr in Zukunft keine Verlosung verpassen?

-Abonniert unseren  VERLOSUNGSNEWSLETTER (klicken)
-Oder klickt auf Facebook "Gefällt mir" bei Rcn_nuernberg und erhaltet -je nachdem wie Facebook gerade will :-)- auf unserer Pinnwand jeweils eine Erinnerung kurz vor Einsendeschluss