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NEUIGKEITEN/AKTUELLES EINZELANSICHT

TESTSPIEL: FCN VS. PAOK THESSALONIKI, WILLI SACHS STADION / SCHWEINFURT

Tja, leider sorgte der zweite Glubb-Tormann Stephan durch seinen Schnitzer für das übliche Glubb Szenario: Kein Sieg, weil Gegentreffer in der letzten Minute. Unser Mainfränkischer Schreibtäter Wolle Wollrahm war für uns vor Ort:

Es sollte ein Spektakel werden in der bundesligalosen Zeit, im postweltmeisterschaftlichen Trauma, ein paar Wochen nach dem wochenlangen Dauerglotz: unser aller Club legt in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit einen blitzsauberen Freundschaftskick gegen den griechischen Erstligisten PAOK Thessaloniki hin. Und diese Griechen sind nicht irgendwer: PAOK Thessaloniki ist amtierender Vize-Meister der Super-League und spielt in der Champions League-Qualifikation gegen Ajax AAmsterdam.

Also gut, Tickets im Vorverkauf gelöst, Familie eingepackt und pünktlich im Willy-Sachs-Stadion eingelaufen. Immerhin stehen bei PAOK Saloniki Nationaltorwart Konstantinos Chalkias sowie der eine oder andere WM-Teilnehmer auf dem Platz. Empfangen werden wir von einer lautstarken Gruppe griechischer Fans, die mit Bussen aus Berlin, Stuttgart und Nürnberg angereist sind und durch hartnäckige Unflätigkeiten bestechen. Der Kick vor 3250 Zuschauern hat die Spannung einer Folge der ZDF-Serie SOKO 5113. Die Griechen haben ein zweiwöchiges Trainingslager im benachbarten Bad Brückenau in den Knochen und auch die Nürnberger wirken alles andere als frisch. Nach 40 Minuten trifft Neuzugang Philipp Wollscheid per Kopf für die Franken. Ein echtes Aufbäumen ist danach nicht festzustellen. Erst als der eingewechselte Club-Ersatzkeeper Alexander Stephan bei einem Abschlag patzt und einen griechischen Angreifer anschießt, kann PAOK Thessaloniki durch Athonasios Papazoglou ausgleichen. Typisch Club: natürlich in der Schlussminute.

Wolle Wollrahm mit seinen Bälgern, die leider immer die falschen Trikots
tragen.


Trotz Remis haben sich die gefühlten 500 griechischen Sportheim-Wirte aus Franken gefreut, dass mal ein Verein aus ihrer Heimat in ihrer Wahlheimat spielt. Das letzte Spiel in Schweinfurt mit griechischer Beteiligung ist 40 Jahre her. Dabei trafen der FC Schweinfurt 05 und PAOK Saloniki im Endspiel um ein A-Jugend-Turnier aufeinander. Damals versuchten 3.500 griechische Fans nach einer strittigen Elfmeter-Entscheidung auf den Schiri einzuprügeln. Der flehte die Schweinfurter Spieler an: "Bleibt auf dem Platz - die Griechen schlagen mich sonst tot!" Saloniki gewann damals mit 3 zu 2. Na dann, Jamas!
Wolfram Hanke