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ARCHIV (SAISON 2009/2010 HINRUNDE): WIEDER ZURÜCK IN DER ERSTEN BUNDESLUGA, RAUSWURF MICHAEL OENNING

Hier das Archiv diverser älterer Einträge unseres Glubb-Blogs....
ARCHIV (SAISON 2009/2010 HINRUNDE): WIEDER ZURÜCK IN DER ERSTEN BUNDESLUGA, RAUSWURF MICHAEL OENNING

21.12.2009: MICHAEL OENNING IST NICHT MEHR TRAINER DES 1. FCN

Ging schnell. Nach der Sitzung des Präsidiums wurde die Beurlaubung von Trainer Michael Oenning beschlossen. Bader bleibt im Amt.

Wie in unserem Bericht von heute morgen (unten nächster Absatz) angekündigt, wurde MOE nun beurlaubt.

Auch auf fcn.de ist schon darüber zu lesen. Unten in der nächsten Zeile schon ausgewählte Links zum Thema:

fcn.de

1fcn.de

und weiter am 22.12., Hecking neuer Trainer:

spiegel.de

kicker online

fcn.de

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20.12.2009, 1. FC KÖLN - FCN 3:0: ENTLASSEN KOMMT VOM LOSLASSEN!

(21.12., 12 Uhr) So, endlich ausgestanden. Selbst die größten Optimisten haben dem Glubb in Köln keine großen Chancen im letzten Spiel der Hinrunde 2009 eingeräumt. Die schlimmsten Erwartungen wurden durch eine totale Arbeitsverweigerung der Spieler noch unterboten. Man sollte sich also schon mal von einigen Spielern verabschieden, meistens aber muß dann der Trainer gehen. Minütlich erwarten wir die Meldung vom Rauswurf des Trainers über die Nachrichtenkanäle...
 

M. Oenning und seine Spieler: Zusammen-
arbeit eingestellt.

Nachbar Fürth machte überraschend schon am Samstag Abend reinen Tisch und hat seinen treuen Schleifer Möhlmann nach etlichen Niederlagen entlassen, am Valznerweiher ist für Montag (21.12.) Nachmittag eine Präsidiumssitzung anberaumt und wir sind eigentlich nur noch neugierig. Vor allem darauf, wer Oennings Nachfolger wird. Schade für den Trainer, aber selbst der letzte Blinde sah gestern, dass hier garnichts mehr paßt.

Vor dem Spiel schickte Kloster-Wirt Frank Walther (Kloster = Nürnberger Kultkneipe) per SMS schon mal vorsorglich eine Hinweismail mit Steilvorlage an seine Freunde, in der er die Fussballübertragung in der Kneipe weise ankündigte: "Ab 17:30 Uhr live im Kloster: Die Schmach von Köln!". Und er hatte Recht. Zum Spiel gibt es nicht viel zusagen, totale Arbeitsverweigerung, sinnloses Gestolpere und von Taktik oder Willen keine Spur. Wenn man jetzt fies wäre, würde man die zahllosen Fehlpässe an die gegnerischen Spieler sogar als mutwillig und Absicht bezeichnen. Positiv: Bunjaku und Risse, Alexander Stephan blieb wie immer im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten. Der Rest der Mannschaft ergab sich ziemlich schnell und düpierte auch noch die 2000 bei Scheißwetter nach Köln gereisten Fans. Ausgerechnet der Jungspund Ilkay Gündogan musste seine Mannschaftskollegen dazu bewegen, sich bei den mitgereisten Fans zu bedanken.

Wir sind jetzt neugierig, wer alles gehen wird und wer kommt. Bis Mitte Januar gegen Schalke wird ganz viel passieren, das steht fest! Und wie im letzten Jahr werden unter einem neuen Trainer sicherlich einige junge, hungrige Spieler einen Neuanfang wagen. Passieren kann alles, Hauptsache nicht Loddarmatthäus!

Hier die Liste der Spieler, denen ich persönlich keine Tränen nachweinen werde:


-Juri Judt (hinten Grobmotoriker, vorne Fehlpassgarant. Fazit: Überfordert in der ersten Bundesliga)
-Isaac Boakye (Frohnatur hin und her, verliert seit Wochen jeden Ball)
-Angelos Charisteas (Sicher opportun motiviert, schürt durch seinen Gehalt letztendlich nur Mißgunst bei den Kollegen)
-Andreas Wolf (Ja, ich weiß, ein Held. Aber: Seit Wochen ein Schatten seiner selbst, ein Mannschaftskapitän artikuliert sich in schwierigen Situationen anders)
-Christian Eigler (Danke, paßt schon!)
-Eric Maxim Choupo-Moting (Wer vor dem Spiel (HSV-Spiel) tönt, wie er den Torjubel zelebrieren wird, paßt besser zu den Bauern)
-Pascal Bieler (Man muß lange überlegen, um etwas positives zu ihm zu finden. Ich überlege immer noch...)
-Dario Vidosic (Vor ihm würde nicht mal ich als 45-jähriger Angst haben)
-Matthew Spiranovic (Wünsche ihm eine schöne WM! Im Tipp-Kick)
-Thomas Broich (Sollte sich an der Uni einschreiben oder was mit Musik machen. Fairerweise sei aber gesagt... nein, er hatte genug Zeit zu zeigen, was er drauf hat. Und er hatte nichts drauf.)
-Alexander Stephan (braucht noch ein paar Jahre auf der Weide, Klewer wäre der bessere Mann gewesen.)

Stimmen zum Spiel:

Club-Präsident Franz Schäfer: "Zwölf Punkte aus 17 Spielen sind selbst für einen Liga-Neuling zu wenig, und drei Gegentore hier, das ist die größte Blamage."

Club-Präsident Franz Schäfer: "Wir brauchen zwei, drei neue Spieler und können zehn, zwölf abgeben, weil sie nicht bundesligatauglich sind."

Michael Oenning: "Das ist die schwierigste Situation meiner Trainerkarriere."

Glubb-Manager Martin Bader zu den Kluge-Wechselgerüchten: "Wir denken gar nicht daran, eine Stammkraft im Winter abzugeben."

Club-Präsident Schäfer ebenso VOR dem Spiel (laut Bild zeitung): „Schalke will Kluge und Peer will zu Schalke.“

Club-Präsident Schäfer: "Es war meine Absicht, keinen zu entlassen. Aber Zeit und Ereignisse überholen manchmal Aussagen."

Marcel Reif, TV-Kommentator zum Status seines Moderatoren-Kollegen Oenning: "0:1, 0:4, 0:4 und 0:3 – wie das in Serie passiert, fürchte ich, dass das das Ende einer Reise ist. Wenn sie ihn entlassen, dann hoffe ich, dass es zügig und anständig über die Bühne geht."

E. Funk

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12.12.2009, FCN-HSV 0:4: AUF DER SUCHE NACH DEM GEIST VON WOLFSBURG.

Die lasche Vorführung einer Ansammlung von Einzelspielern, irrtümlicherweise als erste Mannschaft bezeichnet sorgte für Zündstoff. Mächtig Rabatz beim letzten Spieltag der Hinrunde im Frankenstadion: Sprechchöre (Oenning raus!), bengalisches Feuer in der Nordkurve (laut Website Nordkurve ursprünglich als Abschied von den alten Rängen geplant), Krawalle vor der Geschäftsstelle (nach dem Spiel durch aufgebrachte Fans) und die verzweifelte Suche der Spieler auf dem Platz nach einem Leitwolf, der ihnen sagt, was sie jetzt tun müssen. Nachdem die Spieler auch in der dritten Partie keine Besserung an den Tag legen, sollte der Verein jetzt besser nicht aufgebrachte Fans an den Pranger stellen. Einige Medien nahmen ihm diese Entscheidung aber ab.
 

Die Legende bebt. Die Volksseele bzw. das Stadion kocht nach der
Blamage gegen Hamburg. Laut Verein hat sich aber nur die Nord-
kurve von ihren alten Plätzen verabschiedet. Und dies auch nicht mit
dem Verein abgesprochen! Böse, böse!

Im Blätterwald der Presse rauscht es gewaltig, aber das war ja beim letzten Spiel auch schon so.

Vorschnell wird jetzt wieder ein Trainerwechsel gefordert, wo doch als allernötigstes eine Art Zwetschge Misimovic im Mittelfeld viel viel wichtiger wäre? Vor genau einem Jahr sah es doch auch nicht besser aus, oder? Und am Ende wurde alles gut. Noch nicht einmal direkt nach der Winterpause.

Wir machen es einmal nicht so wie Trainer Oenning und plaudern luftleere Phrasen, sondern fangen ein bißchen Stimmung in der Nordkurve vom letzten Samstag auf. Da stehen übrigens Leute, die zahlen jeden Monat Geld für diesen Verein.


-Erstmals in der Saison verließen viele Fans die Ränge lange vor dem Schlußpfiff.


-Die in der Zeitung zitierten "Oenning raus!"-Rufe waren lauter als beschrieben und zogen sich durch die gesamte zweite Halbzeit.


-Die Personalie Eigler ist einer der Hauptaufreger in der Nordkurve. Verständlich. Oder gab es von diesem "Stürmer" schon Glanzszenen in der Hinrunde? Wer sieht, wie Harry plötzlich rennen kann und Bunjaku kämpft, der versteht nicht, warum ein Eigler wie zuletzt ein ganzes Spiel durchstehen -pardon- spielen darf.


-Andere Trainer stehen bei solchen Leistungen am Spielfeldrand und feuern an, geben taktische Hinweise, führen die Mannschaft. Oenning bleibt sitzen wie einst von Heesen und erklärt somit nonverbal seinen Bankrott den Fans gegenüber.


-Ein Kapitän der am eigenen Posten überfordert ist und mit seinen suchenden Gesten beim vermeindlichen Spielaufbau die eigene Mannschaft verunsichert, sollte die Binde abgeben. Am besten an den, der von ihm den Ball gerne abgeschoben bekommt und dann als einziger fehlerfrei über die Mittellinie tragen zu imstande ist. Jeder weiß, dass der ungenannte Außerverteidiger nicht Diekmeier ist.


-Natürlich muß ein Trainer selber wissen, wen er wann auswechselt und vor allem wen nicht. Es gehört auch Glück dazu, den richtigen zur richtigen Zeit einzuwechseln bzw. vom Feld zu nehmen. Oenning hatte monatelang viel Glück dabei. Aber er sollte mittlerweile auch wissen, dass man einen Mintal nicht aus dem Spiel nimmt, wenn die Kurve eh gerade stocksauer ist. Mit einer Herausnahme von Eigler statt Mintal hätte er sich am Samstag zumindest Unterstützung von den Rängen erkauft, was der Mannschaft mehr geholfen hätte als ein Stolperer wie Eric Maxim Choupo-Mouting.

Das Spiel ist schnell erklärt. Erste Halbzeit Glück für die Torhüter auf beiden Seiten. Der Glubb verschlief wie immer den Anfang, diesmal aber den der zweiten Halbzeit. 46. Minute, die Abwehr schläft. 0:1. Danach Kapitulation der Heimmannschaft inklusive Blamage vor ganz Fussballdeutschland. Anschließend Verleihung des Ehrentitels "Aufbaugegner Nr. 1" (Hertha kämpft mittlerweile angeblich wieder). Wie beim letzten Spiel: Mit Herz waren nur Pino, Kluge und Bunjaku dabei.

Humorvolle Vorrausschau:
Oenning wird nach der Niederlage in Köln den Kohl machen: "ich gehe nicht". Ein Aufsichtsratmitglied wird protestieren und überstimmt werden. Eigler wird neuer Kapitän, Judt Vizekäptn und Ex-Präsi Roth danach mit Verdacht auf Herzattacke aus Florida ins Klinikum eingeflogen. Die Fans in Block 7, 9, 11 und 13 verweigern den Umtausch ihrer Dauerkarten und feiern fortan im Gärtla ihre Spiele. Schäfer randaliert nach der Auftaktniederlage auf Schalke und fährt mit dem Taxi heim. Pino hat die Schnauze voll und macht den Netzer (wechselt sich selber aus) und verkauft sich selber an den Meistbietenden. Dietmar Hopp zahlt genug, eine Glubbfan-Initiative wird gegründet, die die Mehrheit aller SAP Aktien kaufen will um Pinos Wechsel zu verhindern und scheitert mangels Kapital. Das Projekt "neue Geschäftsstelle" wird mangels Zeichnung der Anteilsscheine durch Glubbfans auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach anhaltenden Niederlagen erhält die komplette zweite Mannschaft Profiverträge und schlägt sich unter Trainer Galasek, der im Eiltempo in Tschechien seinen Trainerschein gemacht hat, achtbar bis zum Relegationsplatz am Saisonende und verhindert den Aufstieg der Vestenbergsfürther.

Das war ein Witz. Aber Tatsachen haben wir hier drin ja schon oft genug genannt.

Kein Witz hingegen die Kommentare nach dem Spiel:

Mike Frantz: „Es war eigentlich ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Hälfte. ... Für die Fans tut es mir Leid und ich habe Verständnis.“

Andi Wolf: „Es bringt nichts, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken. Ich habe Verständnis für die Unzufriedenheit der Fans. Sollen sie klatschen oder sich freuen? Das ist doch absolut nachvollziehbar!“

Javier Pinola: "Es ist keiner allein Schuld an der Lage - wir verlieren und gewinnen alle zusammen."

Michael Oenning: "Klar kann ich verstehen, dass die Fans jetzt enttäuscht sind, da wir momentan in einer sehr schwierigen Phase sind. In Köln können wir wieder erfolgreich spielen, wenn wir aus unseren Fehlern lernen. Ich glaube an uns und denke, dass wir eine realistische Chance in der Tabelle haben. Wir haben den Kopf hängen lassen, sind aber gefestigt genug für die Liga. Dass es irgendwann mal bei uns klemmen wird, war vorhersehbar."

Glubb Manager Martin Bader zu seinen Wechselgerüchten (17.12.): "Das ist völlig aus der Luft gegriffen. Es gibt definitiv keinen Kontakt. Mich interessiert nicht, was in Hamburg passiert, ich habe in Nürnberg genug zu tun. Und es steht mir auch nicht zu, irgendwelche Dinge aus anderen Städten zu kommentieren."

Martin Bader zur Reformpolitik in der Winterpause (16.12.): "Einschneidende Veränderungen können auch Spieler betreffen."

Martin Bader zu den Mitaufsteigern Freiburg (16.12.): "Da ist nach dem 0:6 gegen Bremen oder nach dem 0:5 gegen Leverkusen keiner auf die Idee gekommen, der Mannschaft gleich die Bundesligatauglichkeit abzusprechen."

Ex-Präsi MichaelARoth aus Florida (16.12.):
Zur Mannschaft- "Wie gut oder schlecht sie arbeiten, zeigt ja die Tabelle."
Zur neuen Geschäftsstelle- "Wollen die denn auf goldenen Sesseln sitzen? In noch größeren Büros? Der Bau ist zum jetzigen Zeitpunkt unnötig. Die Mannschaft hat tolle Räume. Da muss nur ein bisschen desinfiziert und neue Farbe aufgetragen werden. Wenn investiert werden muss, dann in die Mannschaft."

Faszination-Nordkurve.de: "Eine der am häufigsten geäußerten Kritiken an Oenning ist, dass er während des Spiels zu ruhig sei, sich zu wenig bewege, zu wenig ins Spiel einzugreifen versuche. Man kann diese Kritik als oberflächlich und unsachlich abtun, sie symbolisiert aber das Kernproblem des Verhältnisses. Oenning ist den Fans zu ungleich, es gibt nun mal auf den Tribünen jedes Fußballstadions nur wenige (Achtung, Klischee) Chopin liebende, Goethe lesende, Klavier spielende Sportlehrer. In sportlich erfolgreichen Zeiten übersieht man als Fan derartige Unterschiede, in sportlich schlechten werden sie dem Trainer um die Ohren gehauen."

Michael Oenning zum Thema Christian Eigler (16.12.): "Bei aller Kritik, weil er derzeit keine Tore schießt, darf man eines nicht vergessen: Christian hat einen großen Aktionsradius und lässt sich auch den Schneid nicht abkaufen. Er gibt alles für die Mannschaft und den Verein."

Marek Mintal (16.12.): "Wenn wir in Köln so wie in Wolfsburg spielen und gewinnen, kehrt wieder Ruhe ein und kann Weihnachten gefeiert werden."

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05.12.2009, BORUSSIA DORTMUND - FCN 4:0: AB ZUM NACHSITZEN!

Ach was haben alle getönt vor dem Spiel und von Wolsburg nachgeschwärmt. Das Ergebnis gegen DO war schmeichelhaft und die Leistung auf dem Platz grottig. Neue Ideen wie man das Ganze bezeichnen sollte brauchen wir uns nicht einfallen lassen, denn die vielzitierte "Schülermannschaftsleistung" die in diversen Medien gebraucht wurde, trifft es einfach.
 

Auf der FCN Website wird wie halt immer das Thema nach einer Niederlage weitgehend tot geschwiegen. Da ist ablenkend von Pinola (herzlichen Glückwunsch) die Rede, der Samstag Papa wurde um 16:45 Uhr... da hatte er den Kampf in Dortmund auf dem Platz auch schon fast hinter sich. Oder es ist vom tollen Herbstligameister FCN II die Rede und wir sagen hier auch mal herzlichen Glückwunsch. Die zweite Mannschaft hätte das in Dortmund sicher auch nicht schlechter hin gekriegt als die "planlose Thekenmannschaft".

Aber es gibt ja Möglichkeiten zur Artikulation für den enttäuschten Fan: Am Dienstag, 08.12.09 werden "Club-Profis" beim Haxn Liebermann auf dem Nürnberger Hauptmarkt am Christkindlemarkt Bratwürste für einen guten Zweck verkaufen. Da brat ich mir doch einer einen Storch! Wir sind gespannt, wer dann da den Mut hat, hinterm Grill zu stehen. Wahrscheinlich kommt Spiranovic, Kaya, Mnari, Broich und Risse (letzterer im Rollstuhl).

Auf jeden Fall ist die Geduld als Fan nun entgültig vorbei. Wir beschränken uns auf unsere üblichen Klugscheißertipps und verzichten auf die Trainerdiskussion. Das machen andere. Hier unsere -wie immer- völlig unqualifizierten Feststellungen zum Samstag:

-Diekmeier hat durch seine Angriffsläufe und zu langsamen Rückzug hinten Tore ermöglicht.
-Wolf führte nach dem Duschen zwar eine Brandrede, läuft aber seit seiner Verletzung der eigenen früheren Klasse mit mitreißenden Vorstössen nur noch hinterher. Und nicht erst seit diesem Spiel. Da hilft auch seine ehrliche Selbsteinschätzung nicht, Wolf spielt schlecht. Schon länger.
-Taktik: Von Anfang an hinten rein stellen hätte einiges verhindert. Hätte man dann ja in der Pause ändern können.
-Raphael Schäfer fehlt als Einpeitscher, Torwart und Pitbull in der Abwehr.
-Kluge sollte neuer Mannschaftskapitän werden. War ein Witz... aber er peitscht schon nach vorn, dumm nur: Ihm hört wohl keiner zu... :-)
-Gut dass Judt jetzt Gelbsperre hat. Da kann er schon mal nicht mehr in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden.
-Harry wurde zu spät eingewechselt. Mußte wohl erst aus München anreisen.
-Alternative: Man sollte dieses Spiel auf Bestechung untersuchen. So schlecht spielt kein vernunftbegabter Spieler. Könnte man meinen.
-Schade: Nur Stephan, Kluge und Bunjaku haben wirklich Fußball gespielt. Oder es zumindest versucht.

Gegen den HSV sehen wir rabenschwarz, da werden auch keine Statistiken etwas helfen. Den Optimismus begraben wir hiermit kommentarlos und lassen andere sprechen. Sagt alles...

Deutsches Sprichwort: "Der Schäfer ist verdächtig, der dem Wolf zu Gevatter steht."

"Wenn der Wolf alt wird, dann reiten ihn die Krähen." Deutsches Sprichwort

"Wenn der Wolf erlegt ist, beißen ihn alle Hunde." Französisches Sprichwort.

Andreas Wolf in der Abendzeitung-Version: "So werden wir absteigen, das ist klipp und klar. Da muss sich jeder straffen, jeder muss sich hinterfragen, ob es so richtig ist, ob er das richtige tut. Oder ob er alles für den Erfolg gibt. Und, dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr!"

Andreas Wolf (Langversion): "Ich weiß, dass ich heute unterirdisch gespielt habe. Ganz sicher: Ich würde uns gnadenlos auspfeifen, wenn ich uns zusehen müsste. So werden wir absteigen, das ist klipp und klar. Jeder muss sich hinterfragen, ob er das Richtige tut oder ob er alles für den Erfolg gibt. Das war heute keine Mannschaft auf dem Platz! Wer heute den Knall nicht gehört hat, soll abhauen und sich etwas anderes suchen! Und dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr! Heute hat sich auf dem Platz doch nur die Leistung der letzten Trainingseinheiten widergespiegelt. Und das ist doch schon länger so. Wir müssen wieder lernen uns zu wehren. Und ich werde beim nächsten Training damit beginnen, denn ich will nicht absteigen. Ich weiß nicht, ob es nur unser Anspruch ist, dass am Ende drei Teams noch schlechter sind als wir. Meiner ist es nicht.”

Glubb Blog: “Fan vom FC Nürnberg zu sein, ist wie wenn einem jedes Wochenende die Frau verlässt.”

Michael Oenning, Trainer:
"Man muss ganz deutlich trennen: Es gibt immer eine sachliche Analyse nach außen, aber auch interne Ansprachen. Sie können versichert sein, dass wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen."
Nach dem Spiel: "Wenn wir 0:4 verlieren, habe ich auch nicht alles richtig gemacht."
Vor dem Spiel: „So eine Viertelstunde wie gegen Freiburg passiert uns nicht mehr.“

BVB-Trainer Jürgen Klopp: “Nürnberg hat versucht, Fußball zu spielen, aber wir haben die Räume heute gut zugestellt und unsere Möglichkeiten direkt genutzt. ... ,ich wünsche den 1. FC Nürnberg dennoch nur das Allerbeste für die kommenden Aufgaben.“

Dennis Diekmeier: „Wir werden diese Woche ganz hart trainieren, um nächste Woche gegen Hamburg wieder da zu sein.“

Ein ungenannter FCN Aufsichtsrat: „Zwei freie Tage nach einem 0:1 zu Hause gegen einen direkten Konkur

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28.11.2009: FCN VS. SC FREIBURG, 0:1. WO IST BEHLE... PARDON, CHARISTEAS?

Die neue Taktik beim Glubb: Nur gewinnen, wenn es wirklich keiner erwartet. Alle haben einen Sieg erwartet am letzten Samstag. Freiburg reichte zum Sieg nur eine ihrer wenigen Chancen, dem Glubb nicht einmal über 40 Flanken.
 

Dämmerung vor dem Spiel in Nürnberg... den Spielern hat es dann
leider zu spät gedämmert.

Schon rumort es in der Presse, da hätte doch ein kopfballstarker Stürmer her gemusst. Und der soll angeblich schon seit langem beim Glubb spielen und die 9 als Rückennummer tragen. Ein klassisches Phantom also. Allerdings nicht auf dem Spielfeld, denn da haben wir ja schon ein Phantom mit der Nummer 11, sondern abseits. Ja genau, die 9 steht gerade richtig im Abseits. Angelos Charisteas sagte erst kürzlich, er könne der Mannschaft ja nicht helfen, wenn er nur auf der Tribüne zuschauen würde. Das hat er am Samstag angeblich bis 20 Minuten vor Abpfiff. Die Presse allerdings hat ihn selbst dort nicht gesichtet, er wurde auch wahlweise in einem Münchener Café gesehen, wie auch schon früher manchmal in Frankfurt beim Kumpel Amanatidis und auch im Nürnberger Burgviertel.

Sein Verein bzw. seine Mitspieler üben sich gerade darin, völlig unberechenbar zu sein. Wo man beim Billard z.B. das Loch ansagt und trifft, da folgen bei Glubbspielen meistens Ergebnisse, die nie den Erwartungen vorher entsprechen. Manche Hobby-Tipper verzweifeln gerade an den Ergebnissen des FCN. Wetten? Hoppla, das ist ein anderer Skandal, mit dem wollen wir am Valznerweiher nichts zu tun haben, denn der natürliche Gegner des Glubb ist nicht immer der direkte Spielgegner sondern laut Kurve auch DFB und Schiri. Manchmal nachvollziehbar.

Ob der Schiri Babak Rafati Schuld an der Heimniederlage hat, darf verneint werden, denn diesmal fielen immerhin keine umstrittenen Tore und Freiburg konnte mit 4 erhaltenen gelben Karten schon ein Quartett aufmachen. Bitter auch, dass ausgerechnet der Ex-Fürther Reisinger seine persönliche Rache für das Derby der letzten Saison nahm und den Siegtreffer erzielte. Vor dem Spiel hatte der Glubb die besseren Karten: Freiburg bekam zuletzt ein Klatsche und die Abwehr der Breisgauer gilt als Schießbude der Nation, außerdem mußten die Schwarzen auf Stammkräfte verzichten. Glubbtrainer Oenning schließlich sagte nach dem Spiel: "Ich glaube nicht, dass einer auf den Platz gegangen ist und gedacht hat, heute lassen wir es ruhiger angehen."

Zweimal Pfosten durch Kluge und Choupo, 69 % Ballbesitz, 42 Flanken, 20 Schüsse, 8:4 Ecken, ein trostlose und torlose Bilanz aus Nürnberger Sicht. Zumindest Ersatztorhüter Alexander Stephan hat einen guten Job gemacht, ein Einpeitscher wie der gesperrte Schäfer kann er in seinem ersten Bundesligaeinsatz nicht sein, dass wird ihm keiner verübeln.

Noch ein Kommentar:

10 Minuten reichen nicht... Von Roland Hornauer
Der Sieg war bei allen fest gebongt. Zuletzt gute bis sehr gute Spiele gegen Bremen, Mainz und Wolfsburg, dazu die Heimpleite von 6:0 der Freiburger gegen Bremen, alles andere als 3 Punkte gegen Lieblingsgegner Freiburg war für die komplette Clubfamilie nicht vorstellbar. So dachte und spielte leider auch die Mannschaft. Pomadiger Standfußball, planlos in das Niemandsland gedroschene Bälle machten es Freiburg leicht die ersten Minuten zu dominieren, das 1:0 zu schießen und sich dann als netter Gast dem Clubniveau, mit Ausnahme einer kämpfenden Abwehr, anzupassen. Wenn schon Kapitän Andi Wolf auf`s Kämpfen verzichtet und sich auf seine „spielerische“ Möglichkeiten beschränkt, dann wird es schwierig. Fast schien es, dass ab der 80 min. die Wende kommt. Plötzlich ging ein Ruck durch den Club und auf einmal gab es Chancen. Konsequenterweise blieben diese ungenutzt und der Gesamteindruck eines völlig misslungenen Auftritts gegen einen Mitaufsteiger blieb ungetrübt. Es kann nur besser werden. Vielleicht wenn beim nächsten Heimspiel Sascha Ciric nicht nur als Halbzeitpausenunterhaltung auftritt, sondern in der Startelf steht.
Roland Hornauer

STIMMEN ZUM SPIEL:

Freiburgs Trainer Robin Dutt: „Heute, das muss mir der 1. FCN verzeihen, bin ich gut gelaunt. ...das Spiel heute stand unter besonderen Vorzeichen, da der 1. FCN gegen den Meister gewonnen hat und wir daheim gegen Bremen 0:6 verloren haben."

Andy Wolf: "Wir hatten fest mit einem Sieg gerechnet."

Dennis Diekmeier: "Wir haben die ersten 15 Minuten verpennt."

Glubb Präsi Schäfer: "Im Vorfeld ist doch nur über die Höhe des Sieges diskutiert worden."

Glubbtrainer Michael Oenning: „Wir haben unsere Chancen liegen lassen und konnten den Gegner nicht zu Fehlern zwingen. ... Wir wollen nach vorne schauen und unsere Chance in Dortmund zu punkten nutzen."
"Schon interessant, dass die Mannschaft kollektiv nicht weiß, was sie tun soll und jeder dann hilfesuchend zum anderen schaut."

Ex Glubberer Ivica Banovic: "So weit sind die noch nicht, sie machen es gut gegen Werder oder Wolfsburg, aber sie tun sich schwer, ein Spiel gestalten zu müssen."

Ex Fürther Stefan Reisinger: "bei uns in Freiburg ist es sogar noch ruhiger als in Fürth."

Glubbtrainer Michael Oenning zu der Pressebehauptung, Charisteas sei am Spieltag in einem Münchener Promibistro gesehen worden sein: "Charisteas kann in seiner freien Zeit machen, was er will.." Und: "Das ist im Moment gar nicht meine Baustelle."

FIELEN NEGATIV AUF:

-Eric Maxim Choupo-Moting ließ sich bei fast jedem Angriff den Ball vom Fuß klauen.
-Eigler agierte wieder einmal träge und bekommt ab jetzt das Prädikat Stümerphantom.
-Kluge veranstalte eine Reihe völlig unnötiger Fehlpässe.
-Daniel Gygax der Wechselbalg: Vom Spielgestalter in Wolsburg zum Versteckspieler.
-Diverse Freiburger Schauspieler und Spielverzögerer.

IN EINEM SATZ:

Mit dem Druck und der Laufbereitschaft der letzten zehn Minuten hätte der Glubb das Spiel in der ersten halben Stunde klar gemacht.

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21.11.2009 VFL WOB : GLUBB, 2:3 ENDLICH HABEN WIR MAL DAS GLÜCK!

Rückblickend betrachtet ganz klar das Spiel des Jahres für den Glubb. Da werden schon mal Erinnerungen wach an das Pokalfinale gegen Spätzlehausen. Und endlich hatten die Glubberer auch mal das Glück. Und sie haben die ersten Tore geschossen, die anderen haben nachgezogen und nicht umgekehrt.
 

VFL Volksburg Trikot
Vor dem Spiel war die Stimmung in Wolfsburg siegessicher. Auf der VFL Website konnte man folgendes lesen: "...dabei konnten sich die Franken zwar bisher 58 Einschussmöglichkeiten herausarbeiten, verwerteten aber letztlich nur 15,5 Prozent – zu wenig , um die Erfolgsserie der Wölfe am Samstag tatsächlich zu beenden." Nun, wer wessen Erfolgsserie beendet hat, wissen wir, Danke Wolfhausen! Schön, dass unsere neun Spiele dauernde Auswärtsmisere beendet wurde!

WOB war schon immer garant für spaßige Spiele. Ihr erinnert Euch noch ans sensationelle Regenspiel im Frankenstadion, wo man fast die Surfbretter auspacken konnte: Es war die einzige Partie in der Bundesliga, die wegen schlechter Wetterbedingungen nicht zu Ende gespielt werden konnte. Das Nachholspiel gewannen die Franken mit 1:0. Ein torloses Spiel im Oberhaus gegen die Volkskicker gab es noch nie.

Gleich nach dem Anstoss schwärmten die Glubberer aus und machten klar, dass man mit einer Extraportion Motivation nach Wolfhausen gefahren war. Besser als bisher ging es gegen das VFL-Tor, leider war die Ausbeute wie gewohnt. Der mit einem Endloskredit ausgestattete Eigler hatte ganz schöne Chancen vergeigt, Bunjaku aber mutiert langsam zum Dribbelkönig im gegnerischen Strafraum und nervt die gegnerischen Verteidiger. Auf der Gegenseite übte man sich in der allerbesten Glubb-Tugend, der Abschlussschwäche. Vor allem der Dzeko war da ganz stark, Grafité durfte ja später elfmetern. Der kluge Paß von FCN-Peer auf Rotbackli mit dem Abstaubertor brach das Spiel auf, fortan gab es nur noch Schlagabtausch. Ausgleich, erneute Führung durch den Nati-Bunjaku und massig turbulente Szenen. Aber in der 93. Minute hatte nur Kluge die Nerven bewahrt, als 3 Glubberer den Wolftorwart wie die Geier umkreisten. Held aber war Diekmeier, der das späte Tor durch seinen energischen Sturmlauf einleitete, das massive Trikotziehen des Wolfsburger Abwehrspieler ignorierte er. Eigler wäre in dieser Situation schon... nein, ich lasse es lieber. Mit dem Schiri war man in diesem Fall zufrieden, ein andermal nicht. Er hätte ja abpfeifen können...

Ob Juri Judt nach seinem Foul mit Elfmeterfolge und dem Einlauf der Mannschaft hinterher noch lebt wissen wir nicht.

Am 26. erging die Meldung, Schäfer wäre bis zur Winterpause gesperrt.

Ewald Funk

GANZ VIELE STIMMEN ZUM SPIEL:

Michael Oenning: "Das war ein Spiel, über das man tagelang reden kann. Ich gönne meiner Mannschaft vor allem die Art und Weise wie sie das Spiel gewonnen hat."
"Wir hätten mehr Tore machen müssen, dann wären wir ruhiger gewesen, aber dasselbe kann ja Wolfsburg auch sagen."

Armin Veh (Trainer Wolfsburg): "Das letzte Gegentor darf einer erfahrenen Mannschaft nicht passieren."
"Man muss aber auch bedenken, dass wir kaum Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Länderspielpausen und den vielen Nationalspielern in unserem Team hatten."

Dominic Maroh (Club-Spieler): «Das war eines der emotionalsten Spiele, das ich persönliche und wahrscheinlich auch viele andere je erlebt haben ... Zuletzt haben wir auswärts viel Lehrgeld bezahlt. Aber heute haben wir mal ein Ausrufezeichen gesetzt."

Albert Bunjaku (zweifacher Torschütze): "...denn wir haben immer gesagt, dass wir guten Fußball spielen können. Das hat uns fast schon keiner mehr geglaubt."

Grafite: "Ein Unentschieden wäre daher gerechter gewesen, aber Nürnberg hat am Ende intelligenter gespielt. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen und es am Mittwoch besser machen."

Christian Gentner (WOB): "Es war insgesamt ein offener Schlagabtausch, auf den wir uns völlig unnötig eingelassen haben. Jetzt haben wir gegen zwei Aufsteiger sechs Gegentore bekommen."

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07.11.2009, FSV MAINZ VS. FCN: 1:0. EIN KLUGES TOR!

...das leider angeblich keines war. Tolle Show, aber leider keine Preise. So das Fazit von dem bewegenden Match bei Mainz wie es siegt und lacht. Zu lachen hatten aber die Mainzer wenig, denn sah man Bilder bei der Übertragung von der Bank, war ziemlich hektische Stimmung angesagt. Schön, dafür kann man sich nach dem gefühlten Unentschieden als Glubberer nichts kaufen. Hoffentlich gibt die Mannschaft nicht auf, wenn einen in Serie gültige Tore aberkannt werden.
 
Ein neuer Glubbfan vor der Nordkurve: Marc F. aus A. hat sich
ein Shirt mit Masmanidis hintendrauf gekauft und lernt schon mal
die Blocknamen auswendig. Was solls, war billig, das Shirt.

Vor allem die zweite Hälfte war äußerst sehenswert, denn Mainz schwamm ganz schön! Mehr darüber zu verlieren wäre ein Schmarrn, denn außer den vergebenen Großchancen braucht sich keiner beim FCN auf dem Feld schämen. Bader beschwerte sich hinterher in der Schirikabine, und erntete Achselzucken. Über das klare Handspiel von Hoogland im eigenen 16er wollen wir jetzt mal nicht mehr reden. Im zweifel für den Angreifer gilt ja, aber scheinbar nicht für den Glubb.

Das Nürnberger Mittelfeld agierte nicht immer glücklich, denn der beste Paß in der ersten Halbzeit kam ausgerechnet von einem Mainzer, der Bunjaku zum Abstauber in einem Riesenbogen anköpfte. Den Ball hätte sogar Harry reingemacht.

Wir wünschen Diekmeier gute Besserung, hoffen auf Torschußtraining in der Länderspielpause und sehen wieder am 21.11. in Wolfsburg.

Ewald Funk


STIMMEN ZUM SPIEL

Dominic Maroh: "Ich habe gerade gehört, dass es ein reguläres Tor gewesen ist. Das ist sehr ärgerlich, das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele."

Albert "Einstein" Bunjaku: "Ich hatte zwei Riesen-Chancen, die ich machen muss."

Trainer Michael Oenning: "In dem Spiel waren einige diskussionswürdige Szenen."

Trainer Michael Oenning: "Natürlich hat das Einfluss auf unsere Arbeit. Mainz zeigt doch, wie befreit man mit ein paar Punkten mehr aufspielt."

Raphael Schäfer zur Schiedsrichter- bzw Linienrichterentscheidung: "Ich sage gar nichts, weil sonst wieder die lieben Herren vom DFB kommen und das für mich sehr teuer wird."

Trainer Michael Oenning zur Schirileistung: "Soll ich jetzt zum obersten Gerichtshof gehen? Wir werden die Tore definitiv nicht zurückbekommen."

Club-Manager Bader: „Ich dachte, es gelten die gleichen Regeln für alle. Wenn das einmal passieren würde, aber uns passiert das permanent.“

Club-Manager Bader: „Das ist ja nicht das erste Mal in den letzten Wochen, dass wir um ein überlebenswichtiges Tor gebracht worden sind."

Peer Kluge: "Mir war gleich klar, dass mein Tor kein Abseits war. Das häuft sich in dieser Saison mit den Fehlentscheidungen."

Trainer Thomas Tuchel (Mainz): "Der Abpfiff des Schiedsrichters war dann eine sehr große Erleichterung für mich und für das Team."

Forumsgast Teo: "Vom Glück verfolgt - doch der Glubb ist schneller!"

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Samstag, 31.10.2009: FCN-WERDER, 2:2 NACH UNNÖTIG LANGER VERLÄNGERUNG

Auf gehts zur Heimniederlage! So dachten viele Fans beim Betreten des Stadions. Der Glubb trat diesmal allerdings mit einer neuen Mannschaft an. Die Spieler waren zwar die selben, die Motivation eine ganz andere. Und nachdem die ersten Halbzeiten in dieser Saison nicht immer prickelnd für die Roten waren, stand es nach 45 Minuten 2:0 für den Glubb. Der statistisch gesehene erste Rückstand für Werder in der ersten Halbzeit in dieser Saison.
 
Schönes Bild: Beide Trainer stehen an der Linie und feuern an.
Eigler netzte bereits in der dritten Minute ein, und der wie immer steil frisierte Tim Wiese hatte den Salat! Da hat doch mal eine gegnerische Mannschaft das blütensaubere Werder-Tor nach sechshundertschießmichtot unbezwungenen Minuten beschmutzt. Zu allem Ungemach für die Fischköppe traf Bunjaku dann auch noch in der 33. Minute und als Glubberer war man erstmal zufrieden. Die Gewitterwolke war aber das Tor von Bunjaku in der 18. Minute, welches... einfach abgepfiffen wurde. Trotz alledem: Sie können also doch mitspielen in der ersten BL und mit Herz und ohne Pech könnten sie sogar mehr.

Bester Bremer an diesem Tag nach Einschätzung vieler Fans war der Schiri, der ein ziemlich klares Tor nicht gab. Von den Stars wie Özil, Frings, Rosenberg oder Marin sah man nicht viel. Aber von Hunt gleich zweimal viel, als der dann nach dem Anschlusstreffer glücklich durch die günstigen 3 Minuten Nachspielzeit (für was eigentlich 3 Minuten?) traf. Ein gewisser Judt soll angeblich für seinen Abwehrfehler vor dem Ausgleichstreffer einen schweren Einlauf verpaßt bekommen haben. Über die Stadtgrenze wurde er aber - soweit wir wissen - nicht zurück geschickt.

Unterm Strich hat sich das bewahrheitet, was ich zu meinem Nachbarn beim Halbzeitpfiff gesagt habe: "Dumm nur, dass wir sicher in der Nachspielzeit wieder ein Ei reinkriegen." So war es. Trotzdem war es toll im Stadion zu sein, weil eine Mannschaft wirklich alles gegeben hat und das Gefühl vermittelte: "Mit Euch pack'mers!"

Der Konjunktiv zum Spiel.
Zu jedem Spielkommentar kann man mittlerweile die übliche was-wäre-wenn Kolumne einbauen. In diesem Spiel stellt sich die Frage, wie eindeutig das Spiel wohl gewesen wäre, wenn der erste Bunjaku Treffer gezählt hätte, wenn es diese 3 Minuten Nachspielzeit nicht gegeben hätte und und wenn Diekmeier nicht so schnell vom Platz ging und er weiter gegen seinen Ex-Verein stürmen hätte können. Als Verteidiger.

Ewald Funk

STIMMEN ZUM SPIEL

Dominic Maroh: „Der Punkt ist für uns fast wie eine Niederlage."

Dennis Diekmeier: „Der Schiedsrichter hat uns signalisiert, dass ein Wechsel für mich durch meine frühe Gelbe Karte besser wäre."

Thomas Schaaf: „All das, was wir in letzter Zeit gut gemacht haben und souverän rüber gebracht haben, ist uns heute nicht gelungen.

Michael Oenning: „Für den neutralen Zuschauer war das heute ein tolles Spiel."

"Wir müssen nicht weiter jammern", fordert Kapitän Andreas Wolf, "sondern nach vorne schauen und in Mainz etwas holen."

Juri Judt auf die Nachfrage zu einem Statement nach dem Spiel: "Mich heute nicht!"

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24.10.2009 1899 HOPPENHEIM : FCN (3:0)

Wieder mal ein zu Null kassiert, wieder mal ein Klassenunterschied. Allerdings erst, als der Hopp-Truppe ein sehenswerter Treffer und ein schnelles Nachfolgetor gelang. Danach knickten die Oenninge wieder ein und ließen sich am Händchen gehalten noch zu einem 3:0 überreden.
 

Lag wieder mal am Boden: Der viel zu harmlose Glubb.

Nachdem es im Pokal daheim nur zu einer 0:1 Niederlage kam, erwischten die zu Beginn beherzt aufspielenden Glubberer in der Rhein-Neckar Arena eigentlich einen guten Start. Wie die Hoffenheimer in der Abwehr agierten (Spieler sofort doppeln) und im Sturm einfach das tun, was man im Sturm tun muß, nämlich Tore schießen, das sollten sich unsere mental viel zu harmlosen Valznerweiherstars vielleicht mal gebetsmühlenartig in der Videoanalyse geben. Wenn schon das Training keine Früchte zeigt (Standarts). Theoretisch hätte das Spiel über Kampf und Laufbereitschaft Unentschieden ausgehen können, dazu hätte es aber mehr Glück zur richtigen Zeit bedürft, oder wie man halt Schiedsrichterentscheidungen heutzutage erklärt, als Bunjaku im 16er umgesenst wurde und Michael Weiner mit seinem Pfeifchen... ähem zur Ecke klärte.

Müßig, über das Spiel noch weiter nachzudenken, immerhin wurde Bochum von unserem nächsten Gegner Werder Bremen ebenso auseinandergenommen und rutschte in der Tabelle zugunsten des FCN auf den Abstiegsplatz. Nun warten wir also auf einem Relegationsplatz aufs nächste Spiel bzw. die nächste Heimniederlage und hoffen, das Pizarro am Samstag nicht allzu eifrig an seiner im Kicker angekündigten Torjägerkanone arbeitet. Wie wäre es mal wieder mit einem "Scheißspiel"?

Dem Glubb zuzuschauen macht auf jeden Fall (außer im Hertha Spiel) wenig Spaß. Natürlich war der Glücksschuß des Hoppenheimers Ebert ein schwerer Schlag, aber danach war das Spiel bereits abgehakt in den Köpfen der Glubbspieler, das merkte man an der Gestik. Was ich mir dabei als Zuschauer denke, sollten sich die Spieler mal vor Augen halten: Mir ist Wurstwasser, wenn wir dann untergehen und von mir aus 5 Eier hinten rein kriegen, Hauptsache wir haben auch mal 3 selber geschossen. Was können wir denn noch verlieren? Liebe Spieler, Euer sofortiges Schwanz einziehen und die übliche Niederlagenverwaltung geht mir auf den Keks! Und zwar richtig!

Stimmen zum Spiel:

Trainer Ralf Rangnick (Hoffenheim): "Den Nürnbergern hat man angemerkt, dass sie zuletzt gewonnen hatten."

Trainer Michael Oenning: "Wir haben zwar kein Tor geschossen, aber speziell in der ersten Halbzeit kein enttäuschendes Spiel gezeigt."

Albert Bunjaku: „Wir haben gut angefangen, dann kriegen wir diesen Sonntagsschuss."

Albert Bunjaku: "Der Schiedsrichter hätte Elfmeter pfeifen müssen. Denn Josip Simunic trifft mich im Strafraum klar am Fuß. Der Schiedsrichter wird sicher kein Freund mehr von mir."

Raphael Schäfer: „Es wäre zu einfach, es auf den Elfmeter zu schieben."

Und als Zuckerle obenauf der Spielbericht aus Ollis Sicht:

"Im Stadion traf man auch die üblichen Verdächtigen aus FO, LIF, CO und überall, gesellte sich dazu und harrte der Dinge. Aus FO erhielt ich sogar einen flüssigen Gruß, danke hierfür. Pünktlich zum Spiel erschien noch eine weiter Autobesatzung vom Fanclub sowie der Bensheimer, der anscheinend endlich ausgeschlafen hatte.

Ekelhaft war nicht nur die Stadion-Currywurst (ich will wieder nach Wattenscheid!), sondern auch das Publikum. Vor ein paar Jahren in der Regionalliga Süd nicht mal einen Bus ins gelobte Schweinfurt auf die Beine gebracht, standen am Rasen doch tatsächlich etliche Riesenfahnen-Schwenker und das „treue“ (ja ja – eine Kollegin wies mich zuletzt darauf hin, dass auch Spötter sterben müssen!) Publikum schwenkte die blau-weißen Schals wie wild zur Hymne „Hoppe, Hoppe Rotz und Schleim, wir kommen alle aus dem Heim“ (Angabe ohne Gewähr - weil Scholzi während des Liedes so laut blökte, habe ich den Text nicht genau verstanden). Dann hielten noch die „aktiven Fans der TSG Hoffenheim“ (Brüller) Spruchbänder hoch, mit denen sie die Vereinsführung aufgrund der „Sponsorenfreundlichkeit“ kritisierten. Hallo? Das ist ungefähr so, als ginge man regelmäßig (bzw. max. seit 3 Jahren) in einen Swingerclub und würde sich beschweren, dass hier zu viel gevögelt wird (ich entschuldige mich bei der Damenwelt, Gruß Diego M.)!!! Dieser Verein ist mittlerweile ein gespielter Witz! Aber ein ganz schlechter! Eines vorab, ich bin Gegner von Gesängen, die die Mutter einer bestimmte Person dem Rotlichtmilieu zuordnen (gibt es dafür Beweise, wäre es eine andere Sache). Oder dass sich Leute permanent ins Zeug legen gegen dieses Konstrukt zu sehr wettern, egal ob verbal oder militant.

Wenn ich auch dafür ein gewisses Verständnis habe...

Leute, damit eines klar ist: Diese Gebilde, samt Onkel D. und seinen „Fans“ darf niemals verharmlost oder gar gleichberechtigt anerkannt werden. Es sollte mit grober Missachtung gestraft werden. Aber leider warten die Journaille, Onkel Theo vom DFB (dessen Sohn völlig überraschend bei der TSG einen Posten hat) und all die anderen Berufsbetroffenen und Allesversteher dieser Welt darauf, dass sie wieder über die bösen „Hooligans“ herziehen können. Nicht, dass mich das Gejaule derer noch aufregen würde, aber es wäre wieder mal PR für „das Gebilde“. Es ist leider nicht mehr wegzubringen aus der Welt. Aber wenn es mit derber Missachtung gestraft wird, vielleicht verschwindet es von selbst. Egal, genug davon.

Die erste halbe Stunde hatten wir das Spiel im Griff, spielten richtig gut. Der Penner an der Pfeife verweigerte einen klarer Elfer und es kam wie es kommen musste. Ein Sonntagsschuss kippte das Spiel am Ende hieß gar 0:3 aus Sicht des neunfachen deutschen Meisters. Was soll ich mehr darüber schreiben, die Wechsel des Herrn Oe. Versteht wahrscheinlich nicht mal er selber. Bereits vor dem Schlusspfiff verließen wir das Stadion. An der Treppe außerhalb stand ein Spruch gesprüht „Guten Tag TSG, Gute Nacht Fußball“ – wahre Worte."
Holly B.

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17.10.2009, FCN : HERTHA BSC. AUFWERTUNG DER SCHWEIZER FRANKEN

Als Glubbfan mußte man sich bei beruflichen Telefonaten deutschlandweit die vergangenen Wochen einiges anhören. "bei Euch klappt es ja momentan gar nicht, oder?" Meine Antwort: "Des werd scho widder!". Wurde auch Zeit, und gut, dass der Glubb nicht wieder einen tollen Aufbaugegner gegen Mannschaften abgab, die auch gerade in einer Krise stehen bzw. gerade einen turbulenten Trainerwechsel hinter sich hatten.
 

Da ging die Sonne auf: Abpfiff im Franggnschdadion.
Allerdings machte es die alte Dame Hertha den Glubberern leicht und spielte auch wie eine hüftlahme Großmutter. Aber den Spielstil kannten wir ja aus den Partien gegen Hannover, Bochum oder Leverkusen. Der Torwart der Herthaner konnte einen schon leid tun. Als dritter Mann direkt in die Bundesliga geschubst, in vorherigen Spielen trotz korrekter Abwehr per Kopf gescholten mußte er sich auch noch tunneln lassen. Am meisten gefreut hat uns allerdings der erste Torschütze. Gygax, in letzter Zeit sogar beim Training von Zuschauern beleidigt, zeigte, warum er schon 30 Länderspiele für die Eidgenossen bestritt. Als es danach sein Landsmann Bunjaku zweimal zappeln ließ, waren die Schweizerfestspiele perfekt und die beiden Alpenländler rehabilitiert.

Manchmal gehen Gelegenheitsglubberer nur in Erstligaspiele, weil sie prominente Spieler der Gastmannschaften sehen wollen. Dass an diesem Tag in der Bealina Abwehr der renommierte Arne Friedrich stand, war fast nicht zu bemerken. Dafür ging Oennings 4-4-2-Punkte Plan auf.

Tragisch auch, dass Diekmeier ausgerechnet wegen einer Grasallergie passen mußte. Dieses Leiden ist nicht ideal, oder habt ihr schon einmal einen Bäcker mit Mehlallergie gesehen? Dennis mußte wegen der ambulanten Medikamente ausgerechnet wegen Einspruchs der Dopingbehörde passen und hätte an diesem Tag sicher einige Meter an der Außenlinie gemacht. Was wichtig ist, denn er wird bei weiter konstanter Leistung sicher zu Saisonende nicht mehr zu halten sein. Schließlich kann ihn schon jetzt kaum ein Abwehrspieler halten. Sehr zu loben auch einige sonst eher unberücksichtigte Spieler. Zum einen war das Mike Frantz, oder war es Risse verkleidet als Frantz? Zum anderen der als Juri Judt verkleidete Javier Pinola, den es damit gleich zweimal auf dem Platz gab: Judt greift an, Judts Pässe kommen an, Judt stürmt, Judt tanzt die Gegenspieler aus... was immer er auch vor dem Spiel gegessen hat, er sollte dies öfter tun. Pinola selber diesmal gewohnt giftig in seinem Jubiläumsspiel. Sonst eher kurz vor der roten Karte, waren es diesmal seine Gegenspieler, die er zur Verzweiflung brachte, oft trug er den Ball weit nach vorne, wollte endlich ein Tor. Und in der Abwehr war er danach wieder schneller. als Charisteas vom Mittelkreis zum Sechzehner braucht. Apropos, wer war gleich wieder dieser Harry, von dem es heißt, er habe eines der letzten Spiele lieber ohne zuzuschauen in einem Restaurant verbracht?

Gerüchte... Gerüchte, letztendlich hoffen wir auf mentale Stärke gegen Hoppenheim auswärts und einen Schiri dort ohne SAP Aktien im Halfter. Der aktivste überhaupt war Eigler, zumindest was audiophile Genüsse angeht, niemand redet und diskutiert so viel wie er. Aber meist mit dem Schiedsrichter. Ewald Funk

Die Bild-Zeitung schlägt schon mal vor...
 
Stimmen zum Spiel:

Albert Bunjaku (Alberthornbläser): „Der Sieg ist auch für Dennis.“

Michael Oenning (Glubb-Trainer): "Der eine oder andere hat heute das Herz in beide Hände genommen."

Friedhelm Funkel (Hertha Noch-Trainer): "Einige Spieler sind sich der Lage offenbar nicht bewusst und versuchen immer noch, Fußball zu spielen."

Der Schwamm (Fan): "Wenn der Club im kommenden Spiel noch eine Schippe drauflegt und mal clever seine Konter fährt, ist mir gegen Hoffenheim nicht bange. Dass die keine Götter sind, haben sie zuletzt öfters bewiesen."

Knulpe (Fan): "Hab gestern Maroh, Eigler, Kluge, Spiranovic und Bieler in Schweinau getroffen. Die waren grad aufm Weg zu ihrem Bandraum oben im Fernsehturm. Wußte gar nicht dass die zusammen in ner Band spielen. Bin mit ihnen mal hochgedüst und hab mir die Probe angehört. Echt geile Rockmucke!"

Dennis Diekmeier (Grasfresser): "Das ist bitter, ich wollte spielen und erfahre dann im Bus auf dem Weg zum Stadion, dass ich nicht spielen darf..."

Mike Frantz: "Gegen Hoffenheim wird es ein ganz anderes Spiel, aber wenn wir wie heute die gleiche Körpersprache und Präsenz zeigen, wird es für jeden Gegner schwer."

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03.10.2009: LEVERKUSEN VS. GLUBB. 4:0

Ein Spiel wie ein Black Metal Konzert: Ständig gab es etwas auf die Mütze. Eines haben die Glubberer damit locker erreicht: Zum Gespött der Liga zu werden. Denn wenn man gegen Bochum und Hannover verliert und derart harmlos auftritt, hat keiner mehr Angst vor den Franken.
 
Ratlosigkeit nach dem Bochum-
Spiel.
 
Als Zuschauer kennt man den Aufbau eines Glubbangriffs schon auswändig, deswegen ist die Mannschaft ja auch so einfach zu besiegen. Also:

Schäfer schaut nach vorne, keiner ist anspielbar. Ball aus Verlegenheit zum Zentralverteidiger, der spielt dann zu Pino, Querpaß auf die andere seite, keine Paßmöglichkeit. Hin und her in der Verteidigung, bis es Pino links zu bunt wird. Er geht bis zur Mittellinie und im Doppelpaßspiel mit dem bereit stehenden linken Stürmer geht es nach vorne. Wo der Ball meist versandet. Im Mittelfeld wird in erster Linie der gepflegte Rückpass gespielt, originelle Kombinationen finden nicht statt und ein schneller Sololauf mit Volldampf aufs Tor wird nie ausprobiert. Merkmale: Den Ball trägt ausnahmslos Verteidiger Pino über den Mittelstrich. Diekmeiers Flankenläufe finden kaum mehr statt.

Die Paßgenauigkeit vom Schalke-Spiel ist fast gänzlich verschwunden. Der Gegner kann immer sein Spiel in Ruhe aufbauen, weil kein Glubbstürmer früh stört. Zeit und Kondition hätten sie ja dazu, unsere Stürmer, da vorne selten was zu tun ist.

Bei Standartsituation kann man eigentlich aufs Klo oder Bier holen gehen. Kommt eh nichts dabei raus für den Glubb. Wie man das besser macht, zeigt Leverkusen durch den direkt verwandelten Freistoß von Toni Kroos in der zweiten (!) Minute. Seit dem Abstieg 2007 habe ich keine wirklich spektakuläre Ecke oder Standartsituation vom Glubb mehr gesehen. Kann man das nicht üben?

Die letzten Glubbspiele glänzten durch Lustlosigkeit, mangelnde Laufbereitschaft und einen Haufen gelbe Karten bzw. unsinnige Fouls. Wenn die Tendenz so weiter geht, dass man nicht einmal gegen Kellermannschaften, die durch Trainerwechsel vermeintlich geschwächt sind, gewinnt... und einen willkommenen Aufbaugegner markiert, dann gute Nacht.

Man kann nur noch neidisch nach Fürth schauen. Die verlieren zwar schon mal 4:0, gewinnen aber auch mal hoch. Beim Glubb trifft vorne keiner, schon gar nicht mehrmals. Schlimm: Wenn die Fans wie gegen Bochum eine derart grottige Leistung mit Pfiffen quittieren, wird das von der Bank aus auch noch angeprangert. Hallo? Wo wäre der Glubb schuldenmäßig, wenn nicht in der letzten Saison oft 40.000 Zuschauer ins Frankenstadion gekommen wären?

Vorschlag. Ab sofort sollten bei Gesprächen mit der Presse folgende Worte nicht mehr benützt werden. Wir können sie alle nämlich nicht mehr hören:

-Lehrgeld
-Rotation
-Psychokrise
-Rückpaß
-Sturmschwäche
-Heimschwäche
-Laufbereitschaft
-Heimvorteil
-Standartsituation

Viele Grüße, und schön Standarts üben, liebe Spieler! da helft ihr euch nämlich auch selber.

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26.09.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT – DER GLEINE GLUBB

19.09.2009: FC BAUERN MÜNCHEN VS. GLUBB

ODER: EINE ODE AN FRITZ VON THURN UND TAXIS...

München, anno 2009: Zünftig werden die Fans des FC Hollywood mit
Peitschen und Trompeten ins Vereinsschlauchboot getrieben.
Luja sog I!
Hach, was war das wieder für eine Hängepartie kürzlich gegen den FC Hollywood bei bestem Oktoberfestwetter! Unsere Jugendauswahl unter den Fittichen der Pfadfinderpapas Pinola und Schäfer kam schon mit zitternden Knien aus der Kabine in die vollbesetzte Arroganz-Arena, fand zuerst nicht ins Spiel, sortierte sich dann aber langsam. Auch wenn im Vorfeld die fränkische Presse selbstbewusst rasselte, erwartete kein halbwegs nüchterner Glubbfan etwas anderes als eine Niederlage. Die Frage war nur, wie hoch. Das 2:1 für die nach geschätztem Marktwert 250 Millionen teure Truppe der Bauern gegen die Glubberer war dann auch ein schmeichelhaftes Ergebnis. Zumal Mario Gomez schon wieder Ladehemmung zu kriegen scheint, ein Spieler übrigens, der soviel kostet wie die gesamte Glubbmannschaft inklusive Schäfer, Pino, Wolf und Dickmann. Dickmann? Ja, wer im Schlauchbootstadion war und die pomadigen Bauern ertragen musste (die übrigens beim Betreten des Rasens automatisch in den Gottmodus umschalten), hatte sich zumindest eines erspart: Fritz von Thun und Dachtnix, den schlechtesten Fußballreporter aller Zeiten, weit vor Carmen „Schalke 05“ Thomas. Der hat nämlich parallel für die Fernsehzuschauer von Sky das so genannte Bayernderby kompromittiert – pardon – kommentiert. Von Thurn und zu Denknix schaffte es, erst Dennis Diekmeier als Dennis Dickmann zu bezeichnen und warf auch einen Blick auf die Ersatzbank, wo nach seinen Angaben ein gewisser Alexander Schäfer als Ersatztorhüter saß. Ob Raphael Stephan das Nürnberger Tor hütete, gab von Thunfisch und Praxis nicht preis, wir schätzen aber, dass diese königlich bayerische Hofmoderatorenperle wegen der Wiesn bereits etwas verstrahlt ins Stadion kam. Anders war dieser rhetorische Schwachfug nicht zu erklären. Immer wenn der Bayernsturm aus – geschätzten – 180 Millionen Euro wertvollen Spielern versuchte, in den Glubbstrafraum einzudringen, hob von Dumm und Sprachwitz seine Stimme an und es klang, als beschreibe gerade Luis Trenker in blumigen Worten die mächtige Sella-Gruppe in den Dolomiten. Hach, war das ein Spaß! Aber wir Franken sind ja angeblich eh chronisch mit Minderwertigkeitskomplexen behaftet. Wartet’s nur ab, bis zur Rückrunde im Frankenstadion! Und vom Kleeblatt erwarte ich, dass die 60er genauso achtkantig aus dem Ronhof gefegt werden, wie das der Glubb im Frühling getan hat. Übrigens: Danke an Erich-Maximilian Coupon-Moddengg, endlich ein Glubbstürmer, der Tore schießt! Mach es nicht so wie Bunjaku und triff ein weiteres Mal!
Ewald Funk

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22.09.09 GLUBB GEGEN HOPPENHEIM: 0:1 (POKALAUS)

Schlecht ist das ja nicht, was Hoffenheim so auf dem Feld treibt. Das diese Mannschaft aber auch zu schlagen ist, bewies Mitaufsteiger Mainz Anfang Oktober mit seinem 2:1. Und die Mainzer spielen auch nicht besseren Fußball als die Oenninge.
 
Scheißwetter, Scheißspiel: Glubb gegen TSG SAP.

Das Spiel war dann letztendlich bitter. Unter uns: Die Schiedsrichterleistung merkwürdig, was die Nordkurve allzu oft mit deutlichen Sprechchören quittierte.

Insgesamt sah man temporeichen Offensivfußball, vor allem von den blauen, die auch individuell einfach mehr Klasse hatten. Langsam wird es dunkel um den Glubb, und statt altbekannte Glubb-Schwächen (leicht auszurechnender Spielaufbau, Standarts, Stürmerschwäche) abzustellen, beginnt das Gefasel von psychischer Verfassung der Spieler.

Stimmen zum Spiel:

Glubbspieler Thomas Broich: „Wir müssen für Bochum jetzt schnellstmöglich die Beine und den Kopf wieder frei kriegen.“

Glubbspieler Maxim Choupo-Moting: „Wir haben das Tor nicht gemacht, so ist Fußball."

Glubbspieler Juri Judt: "...aber die Mannschaft war dieses Mal einfach noch zu stark für uns.

Glubbspieler Dennis Diekmeier: "Wir müssen das Spiel heute einfach abhaken und weiterhin an unseren Schwächen arbeiten... und weiterhin als Team zu kämpfen.

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12.09.2009 FCN - BORUSSIA FOHLENGLADBACH

Vor wenigen Tagen noch war das Wehklagen groß, dass Schiedsrichter oft daneben pfeifen. Nach dem Gladbach-Spiel allerdings kann man für zwei Fast-Elfmeter, die nicht gepfiffen wurden aus Glubb-Sicht zufrieden sein. Was wenige wissen: Einige Gladbacher Spieler sind für ihre theatralischen Schwalben bekannt, sicher hatte Schiri Gagelmann das im Hinterkopf.
 
79. Minute: Eigler geht, Harry kommt, und die Kurve pfeift. Aber wegen Eigler.

Ausgerechnet der mit einem blauen Auge versehene Peer Kluge trifft gegen seinen langjährigen Verein. Papa Meyer holte ihn damals mit nach Nürnberg, seitdem ist die Frankenberger Wuselbiene im Mittelfeld des Glubb eine feste Größe. Pardon, meist ist er ja eher bewegungsaktiv anstatt fest.

Das gilt für einen anderen Spieler um so mehr: Christian Eigler. Natürlich hat er den Bonus, in fast jedem Spiel phantomgleich eine tolle Aktion zu gestalten, und auch am 12.9. hat seine Vorlage an Kluge entscheidend zum ersten Dreipunkter der Saison beigetragen. Aber die Pfiffe, als er in der 78ten Minute für Charry vom Feld ging waren eindeutig. In der heutigen NN ist die Rede von dem fleissig ackerndem, bewegungsaktiven Eigler, wo sich niemand erklären kann, warum er ausgepfiffen wird. Hallo? Haben die Kommentatoren ein anderes Spiel gesehen? In einigen Spielsituationen hätte Eigler locker einnetzen können, wenn er sich nur zum Ball bewegt hätte. Statt dessen blieb er einfach stehen. Das sah aus wie Arbeitsverweigerung... und deswegen sind ein Teil der Fans sauer. Vielleicht hat Eigler auch Angst vor einem Abseits, kann ja auch sein. Man kann alles zerreden, aber ohne Grund wird man nicht ausgepfiffen. Das wird wohl seine Gründe haben, die nicht in diesem jetzigen Spiel begründet sind... seine Laufbereitschaft findet halt schon immer nur dann statt, wenn seine Kritiker wegschauen.

Fazit: Anstrengende Zitterpartie. Vielleicht hätte Eric Maxim Chuopo-Moting, den wir jetzt einfach mal Chuppo oder Modeng (fränkisch) nennen, mehr durch seinen auffälligen Tordrang bewegt, wenn er früher für Eigler eingewechselt worden wäre. Vielleicht hätte Diekmeier die Partie mit seinem Fast-Eigentor entschieden, vielleicht haben die sturmschwachen Gladbacher das Spiel durch ihren Mangel entschieden, der Schiri hat diesmal das Spiel nicht entschieden. Mitentscheidend war aber todsicher ein gewisser Raphael Schäfer. Wieder einmal. Das Modewort Scheißspiel möchten wir nicht gerne verwenden, weil das erst demnächst gegen die Bauern passieren sollte. Der neuerdings im Glubbjäckle stehende Oenning wird da sicher wieder eine Aufstellung zaubern, die keiner vermutet hätte.

(LUSTIGE) STIMMEN ZUM SPIEL:

Torschütze und Ex- Gladbacher Peer Kluge: "Es war nicht unser bestes Spiel, aber endlich ein erfolgreiches."

Nochmal Peer Kluge: "Ich wurde ausgewechselt, weil ich einen geschwollenen Fuß habe - aber so ist Fußball, da gibt`s immer mal `was auf die Knochen!"

Raphael Schäfer: "Schön, dass wir am Ende zu Null gespielt haben, dafür werde ich bezahlt."

Christian Eigler: "So ein "Scheißspiel" muss man auch einmal gewinnen! Als einzige Spitze hat man viel Arbeit, das kostet Kraft. Wir haben vorne im Sturm viele Alternativen..."

Maxim Choupo-Moting: "Es macht einfach Spaß, hier zu spielen und ich werde alles für den 1. FC Nürnberg geben."

Martin Bader: "Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie ein schlechtes Spiel gewinnen kann."

Havard Nordtveit: "Der Trainer macht sich nichts daraus, junge Spieler zu bringen, das ist fantastisch für uns."

Michael Oenning: "Jetzt können wir unbekümmert nach München fahren. Das hat sich die Mannschaft heute über 90 Minuten hart erarbeitet."

Michael Frontzeck vor dem Spiel: „Ich zweifle an, dass sie vor ausverkauftem Haus in der eigenen Hälfte auf uns warten.“

Michael Frontzeck nach dem Spiel: "Wir wussten das Nürnberg einige gute Konterspieler hat, was sie heute auch gezeigt haben..." (?)

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08.09.2009: ANDY WOLF FÜR ZWEI BUNDESLIGASPIELE GESPERRT

Das hat gerade noch gefehlt: Der in dieser Saison durch manchmal sehr seltsame Schiedsrichterentscheidungen arg gebeutelte Glubb muß nun wegen der Tätlichkeit von Andy Wolf im Testspiel vergangenen Freitag gegen Bohemians Prag für zwei Bundesligaspiele und drei Freundschaftsspiele auf seinen Kapitän verzichten.
 
Andy Wolf. Quelle: FCN

Mußte das sein? Warum bekommt ein rüder Spieler der Bohemians für sein provozierendes Verhalten keine Strafe ausser einer Gelben, während Glubbkapitän Wolf für seine Kurzschlußreaktion neben der Arschkarte gleich für zwei BL-Spiele zuschauen muß? In den Foren kocht es gerade und die Schranken der Sportlichkeit werden da auch oft überschritten. Hier ein Zitat aus dem AZ-Forum: "Also ich stand an diesem Freitag am Spielfeldrand, genau neben dem Trainer von den Tschechen... Der Andy wurde auf der anderen Seite vom Spielfeld rüde gefault, Rot würdig, aber kann man auch nur Gelb geben. Wolf steht auf, schreit den Tschechen an. Dieser tut im gleich und sie stehen Kopf an Kopf. Der Prager Spieler gibt unserem Captain nen Kopfstoß erwischt ihn aber nur leicht. Andy revanchiert sich und erwischt ihn aber deutlich stärker. Der Tscheche fällt übertrieben um und wird danach behandelt. Andy sieht Rot, der Prager Gelb. Das wars.Und was sagen wir?" Innerlich kocht es in uns genauso. Aber wir sind ja Optimisten.

Sicherlich ist es Schade, dass Wolf ausgerechnet bis zum Spiel gegen die Bauern gesperrt ist. Aber ist das nicht vielleicht auch ein gewisser "Jetzt erst recht"-Impuls für die Mannschaft? Funktionierte ein Pinola als zentraler Verteidiger nicht zuletzt hervorragend? Ist da nicht ein Nordtveit, der zuletzt gegen Stuttgart glänzte, als er gefordert wurde? Und hat sich beim Glubb nicht immer etwas gerade zum Guten gewendet, wenn Not am Mann war? Eins ist sicher: Diese Sperre braucht kein Mensch, vor allem wenn Schiedsrichter weiterhin ungescholten davon kommen. Gerade wenn sich in Videoanalysen hinterher eine klare Fehlentscheidung ergibt. Ein Polizist muß sich im öffentlichen Leben auch für begangene Fehler verantworten, ja nicht einmal Politiker sind immun. Wie immer muß man sich als Glubbfan wieder der schweren Bürde bewußt sein, dass andere Mannschaften nur gegen Fußballer antreten müssen, der Glubb hat meist noch einen weiteren Gegener am Platz. Und Andy Wolf hat nun auch genug Zeit darüber nachzudenken, ob man manchmal sein Temperament nicht etwas besser unter Kontrolle halten sollte.

Die AZ titelt "Oenning ist sauer" ...auf Andy Wolf. Selbiger Trainer sagt „Der Kapitän hat sich ohne Not von Bord gespült. Da hat Andy uns einen Bärendienst erwiesen.“ Oenning weiter: „Alternativen habe ich schon im Kopf.“

Stimmen zum Gerichtsurteil:

Roland: "Zum Glück ist ja Andi gegen die Bauern gesperrt. So bleibt mir dieses Jahr in der Arroganzarena erspart zuzusehen, wie er hilflos hinter Ribery her stolpert."

Bernd: "Sach mal spinnen die!!! - das war in einem verfickten freundschaftsspiel!!! Ich schicke gleich einen suicide bomber nach frankfurt... :-)"

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29.08.09: VFB STUTTGART VS. GLUBB

VIER-EINS-VIER-EINS MAL STUTTGART ERGIBT 0:0

Stuttgart ist bei unseren Helden vom ruhmreichen Club immer für eine Überraschung gut, in jeder Hinsicht. Vier der letzten Spiele gingen dort siegreich aus.

Stuttgart steht aber auch für das gegenwehrlose Abschlachten beim 0 : 3 im April 2008 unter einen Konzepttrainer. Dieses Mal waren die Vorzeichen gemischt nach dem katastrophalen Heimauftritt gegen Hannover wo Jiri Stajner alleine reichte, um die Clubabwehr schwindlig zu spielen. Andererseits sind die Schwaben zur Zeit daheim geschwächt, ist doch ihre Untertürkheimerkurve komplett abgerissen. Was es heißt in einer Baustelle, in einen ¾ Stadion zu spielen hat ja der Club Ende der 80er Jahre selbst schmerzlich erleben müssen. Zum Spiel selbst, wieder einmal überraschten die Rot-Schwarzen. Nicht der Champions League-Teilnehmer, sondern der Bundesliganeuling dominierte eindrucksvoll das Spiel. Die erstmals praktizierte 4-1-4-1 Taktik, vor der Viererabwehrkette spielte Havard Nordtveit eine Art Mittelfeldlibero, dann machte eine 2. Viererkette die Räume eng und vorne Angelos „Harry“ Charisteas...  ging genial auf. Sie sorgte für Ballgewinne ohne Ende, blitzschnell wurde über außen gekontert und eine Chance nach der anderen erarbeitet. Einziges Manko, selbst Großchancen wurden versemmelt bzw. der alte Lehmann oder der Pfosten stand im Weg und der Schiri machte auch noch mit und pfiff mehrmals fälschlicherweise Abseits. So wuchs unter den Fans die Nervosität, schließlich sorgt der Fußballgott in solchen Fällen fast immer dafür, dass ein dummes Gegentor kurz vor Schluss zu einer unglücklichen Niederlage führt. Nicht so in Stuttgart, kurz nachdem Pinola völlig Freistehend aus 9 Metern am Tor vorbei „zielte“ war das Spiel vorbei. Bleibt die Frage, Frust über einen leichtfertig verspielten Sieg oder Freude über ein Unentschieden?
Roland Hornauer
 

STIMMEN ZUM SPIEL:

Michael Oenning: „Ich denke, dass wir eine gute Antwort auf das gegeben haben, was die vergangene Woche über uns hereingesprasselt ist...Dieses Spiel gibt mir die Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

VfB-Teamchef Markus Babbel: „Wenn man die 90 Minuten anschaut können wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Dominic Maroh: "Für mich persönlich war es ein besonderes Spiel, mit vielen Freunden, vielen Verwandten auf der Tribüne. Da war es besonders toll, dass wir kein Gegentor bekommen haben."

Andy Wolf: "Stuttgart war heute die glücklichere Mannschaft."

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23.08.2009 DIE KOLUMNE IM HEFT 131– DER GLEINE GLUBB

Ganz schön viel passiert seit der letzten Kolumne Ende Juni! Die Saison war vorbei, der Aufstieg geschafft und mit Thomas Broich und Welnicki sowie Harald Nordveid kamen die einzigen Neuzugänge zum Glubb, Dominik Reinhardt wurde nach Augsburg abgeschoben und alle fuhren erstmal in den Urlaub.
 
29.9. FCN VS. Al Arabi: Oenning und Stielicke (rechts)
 
Danach würde der nächste „Zugang“ sicher von allein vor dem Tor stehen: der Grieche. Den teuersten Glubbspieler aller Zeiten wollte natürlich nach seiner Leverkusener Ausleihe niemand haben, also kam er plangemäß wieder. Optimistisch gesehen war Harry überhaupt ein Schnäppchen: Im direkten Vergleich zur Ablöse von Cristiano Ronaldo gesehen, zumindest. Weiter: Bereits Anfang Juli fanden die ersten Testspiele zum Teil im Trainingslager in der Schweiz statt, die meist gewonnen wurden bis auf die Großkalibermannschaften in „Augenhöhe“. Dass der Saisonauftakt mit Ringelpietzparty und Freundschaftsspiel im Frankenstadion gegen die Glasgow Rangers mit einer 0:2 Schlappe gleich den Anfangskurs in der Oberliga vorgeben würde, wusste damals noch keiner. Zunächst gab es noch einige Testspiele gegen arabische Vereine, die meist ein „Al-“ im Namen hatten und keine großartigen Neuerfahrungen brachten, außer der Erkenntnis, dass Uli Stielike am Persischen Golf ganz schön braun geworden ist.

Zuvor schon wurde der Glubb durch das Los auserkoren, nach Mitteldeutschland zu fahren zur ersten Pokalrunde gegen Dräsdn. Die haben zwar ein Erstligastadion und Tradition, spielen aber in der dritten Liga. Drei Glubb-Tore waren es dann auch, die den Klassenunterschied ausmachten und die natürlich nicht von unseren Stürmern erzielt wurden. Bis dahin war eigentlich alles im Lack und zumindest in diesem Landstrich Deutschlands hat man nun Respekt vor dem FCN. Mitte August dann Bundesligastart gegen die Gasproms, die uns vor zwei Jahren in aller Fanfreundschaft in die zweite Liga beförderten. Doch der Glubb war wie immer sehr hilfreich und baute selbst Stürmer mit Ladehemmung wie Kuranyi auf, der gleich zweimal traf, allerdings ins Nürnberger Tor. Mittelfelder Mintal schoss den Ehrentreffer. In Frankfurt eine Woche später traf dann sogar mal ein Stürmer und der sichere Heimsieg gegen Hannover kehrte sich ins Gegenteil um: Der Glubb baute die Hannoveraner auf. Optimistisch gesehen darf der Glubb wie Fürth letztes Jahr denken: Wir wären viel weiter, wenn die Tore, die wir erzielen, auch vom Schiri mal als solche erkannt werden. Mein ganz persönlicher Notfallplan? Ein Spielmacher muss schnell her, für weiblichen Escortservice für Schiris sollte man sich mal Preise einholen und außerdem sollten die Jungs mal ruhig Standards üben. Und zwar bis das Flutlicht eingeschaltet wird. Ewald Funk

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22.08.2009: 1.FCN - HANNOVER 96

Es gibt Spiele, über die schweigt man am besten. Die Partie gegen Hangover war so eine. Oenning vorher: „Da ist man leicht geneigt zu sagen: das ist ein Gegner auf Augenhöhe, das müssen wir gewinnen“, und verdeutlicht: „Aber es ist doch klar, dass wir gewinnen wollen.“ Beim wollen ist es dann geblieben.
 
Premiere: Schäfer hält einen Elfer im zweiten Versuch, nachdem der Strafstoß
wiederholt werden mußte.
Vielleicht ganz gut, dass die Oenninge 0:2 verloren haben. Umso motivierter ist man dann beim nächsten Mal und nimmt solche Partien gegen durch Trainerwechsel scheinbar geschwächte Mannschaften nicht so leicht. Kapitän Wolf hatte sein 300. Spiel für den Glubb und Schäfer stand zum 100. mal im Tor für den FCN.

Das Fazit von unserem Mitarbeiter Shultzie lassen wir jetzt mal so stehen. Er hat Recht. "das war eine mehr als verdiente heimniederlage, da hats von hinten bis vorne nicht gestimmt. wobei ich die öffentliche meinungsmache, der kader sei nicht bundesligatauglich absolut nicht nachvollziehen kann, meiner meinung nach hatten die herrschaften einen rabenschwarzen tag und haben dazu nach dem punkt in frankfurt gedacht, die 3 punkte nimmt man gegen hannover so im vorbeigehen mit... vielleicht der richtige dämpfer zur richtigen zeit! schäfer und oenning sind in ihren analysen nach dem spiel ja auch mehr als deutlich geworden."

Stimmen zum Spiel:

Angelos Charisteas: „Wir haben heute einfach schlecht gespielt."

Raphael Schäfer: „Spielerisch klappt vieles, aber uns fehlt im Moment der klare Zug zum Tor.“

Club-Trainer Michael Oenning: „Wir werden nun versuchen, aus Stuttgart etwas Zählbares mitzunehmen.“

Stajner: „Ich bin überglücklich.... Jetzt wird alles besser.“

Michael Oenning: "Wir haben Vieles versucht, aber immer das Falsche gemacht.“

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15.08.09 BANKFORT GEGEN GLUBB: 1:1

Kann der Glubb nicht mehr gegen Frankfurt gewinnen? Ob das jetzt Eintracht oder FSV ist. Egal, für Die Hard Fans wie Holly ist auswärts auch immer eine schöne Sause. Hier Auszüge aus seinem Bericht.
 
Saßen beide auf der Bank: Harry (r.)
dauerhaft, Judt (l.) kam gegen Ende.
 
Man fuhr mit der Bahn, tankte aber trotzdem reichlich unterwegs, bis man in die Commerzbank Arena kam. In Würzburg "...bei Paderborner Pennerglück" und dann in Darmstadt "nein, diesmal keine sexuell motivierten Kalauer" und mit dem Taxi ging es dann in eine Kneipe zum Fantreff. "Es wurde erstmal reichlich Bier geordert und die Jukebox gefüttert. Slayer, Manowar, Iron Maiden, AC/DC, ZZ Top findet man nicht oft in so einer Box. Zusammen mit John Fogerty und Wolle Petry versüßten sie uns den Frühschoppen. Freddy Quinn und Heino durften ebenso nicht fehlen, weil wir ja „Alte Kameraden“ sind. Haha." Und: "Es war gelebte „Europäische Gemeinschaft“ – Franken soffen mit Hessen ein bis zehn Bier in einer griechischen Kneipe mit polnischer Bedienung und aßen italienisch." Nächste Tankstelle in Neu-Isenburg via Taxi. "In Neu-Isenburg deckte sich ein Teil mit Bier ein, andere kümmerten sich um die ausgetrocknete Botanik... nach knapp 3 km Waldlauf erreichte man das Waldstadion und enterte dieses nach intensiven Kontrollen.

„Damals waren Ordner bei Bundesligaspielen durchaus mit Pförtnern zu vergleichen. Die Mehrzahl bestand aus alkoholkranken Taugenichtsen, die im richtigen Leben nichts zu melden hatten und nun für zwei Stunden etwas Autorität und Macht an die Hand bekamen.“ (Aus Alexander Hoh: „IN KLEINEN GRUPPEN, OHNE GESÄNGE! – UNTERWEGS MIT DEN HAMBURG HOOLIGANS“)

Holly: "Die Arena-Card können sich die Bankfurter übrigens in ihren Hintern schieben. Dieses unverschämte Geschäftsgebaren unterstütze ich nicht mehr. Im Block die üblichen Verdächtigen geprüft und die Spiele begannen. FFM ging früh in Führung und der Heimmob rockte das Stadion. In Halbzeit wendete sich das Blatt nach den Einwechslungen von Ernie (Hari) und (Al)Bert für Bewegungslegastheniker Eiglo und Stolper-Issac. Ausgleich und Pogo in Togo bzw. Gästeblock. Nürnberg gab von nun an auf dem Platz und auf den Rängen den Ton an, die mächtige Heimkurve war gelähmt und die verblödeten Pöbler auf Sitzplatz neben dem Gästemob hielten ihr vorlautes Mundwerk. Leider konnte Oennings Bubi-Truppe keinen Treffer mehr erzielen, aber immerhin war der erste Punkt im Sack." Holly DeLuxe

Stimmen zum Spiel:

Glubb-Trainer Michael Oenning: „Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Beide Mannschaften haben viel investiert, beide wollten unbedingt gewinnen."

Eintracht-Trainer Michael Skibbe: „ir haben ein attraktives Spiel gesehen, der Club wird mit seiner Spielweise noch für Furore sorgen.“

Glubb-Kapitän Andreas Wolf: „Wir sind nach Frankfurt gefahren, um zu punkten. Das haben wir heute gemacht und können damit sehr gut leben.“

Glubb-Keeper Raphael Schäfer: „In der Bundesliga ist es einfach wichtiger, dass die Defensive steht, als in der zweiten Liga. ...Das ist ein Lernprozess, den wir sehr schnell hinbekommen.“

Glubb-Torschütze Albert Bunjaku: „...und ich hoffe, dass wir beim nächsten Heimspiel gleich drei Punkte behalten können.“

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08.08.2008 GLUBB VS. SCHALKE 0,5

Endlich wieder zurück in der 1. Bundesliga! Tolles Wetter dazu, was gibt es schöneres als Saisonauftakt. Auf zu neuen Ufern und so. Leider gabe es nicht die Rache für den entgütligen Rausschmiß aus der Erstliga durch die Schalker in der vorletzten Saison.
 
Das 2:1 durch Mintal (89.6 km/h) als "Anschlusstreffer".
 
Die Abendzeitung titelte: "Club-Schwur: Heute wird der Fluch gebrochen!" Denn es gab seit 42 Jahren keinen Auftaktsieg des Clubs beim Ligastart mehr. Letztendlich gab es dann einen verdienten Sieg der Schalker, die Knappen waren einfach die abgebrühtere Mannschaft. Der Nürnberger Patient führte auch gleich im Auftaktspiel deutlich seine Schwäche im Sturm vor, war ansonsten aber die aktivere Mannschaft. Mehr Ballbesitz (59:41 Prozent), höhere Passgenauigkeit (86:74 %), ein Plus an Torschüssen (14:9), aber eben nicht eiskalt genug vor dem Kasten. Wenn man damals gewußt hätte, was da noch so alles kommen sollte in den nächsten Spielen, oh je!

Highlight auch mal wieder die Bahn. Pünktlich zum Ligaauftakt wurde Samstag Nachmittag an der Bahnstrecke nach Feucht die Strecke gesperrt, da hier ein neues S-Bahn-Gleis vorbereitet wird. Großartig übrigens die Bauleistung auf den neuen Haltepunkten: Wer auf der neuen Linie von Neumarkt zu den Glubbspielen will, muß wohl bis HBF durchfahren und dann wieder einige Stationen zurück zum Stadion (selbe Strecke), da die Höhe des Bahnsteiges am Frankenstadion eine andere als bei der neuen Strecke ist. Für Rollifahrer aus NM sieht es in feucht düster aus, auf dem nagelneuen Bahnsteig wurde auf einen Rollstuhlaufzug verzichtet.

Stimmen zum Spiel:

Club-Trainer Michael Oenning: "Wir haben viel in das Spiel investiert, weil wir gewinnen wollten und wir wollten prüfen, ob wir wettbewerbsfähig sind. Die Antwort: ein klares Ja.

Kevin Kuranyi (Schalke): "Es ist wichtig, dass wir mit Schalke eine gute Saison spielen."

Angelos Charisteas: "Das Ergebnis ist natürlich nicht gut für uns. Ich werde alles geben, um dem Team zu helfen."

Raphael Schäfer: "In der Bundesliga kannst du dir keine Fehler leisten."

Dennis Diekmeier: "Wir müssen nächste Woche gewinnen."

Christian Eigler: "In der ersten Liga geht es anders zur Sache."

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1.8.2009 DFB POKAL ERSTE RUNDE: DYNAMO DRESDEN VS. FCN

0:3... Endlich endet die Sommerpause mit einem Knaller: Ausgerechnet die Traditionsmannschaft Dynamo Dresden ist der Gegner für die Glubberer in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs. Ob man Pech haben wird und sich nach einer Niederlage auf die Bundesliga konzentrieren kann? Oder wird man respektlos wie gegen Cottbus Fussball zelebrieren? Oenning: „Das wird ein echter Pokalfight, das wird alles andere als ein gemütlicher Samstag-Nachmittag-Spaziergang!“

Kompliment an die Stadt Dresden, die mit dem Rudolf-Harbig-Stadion gerade eine Erstligareife Arena hinrenoviert. Jetzt fehlt nur noch der Sponsor, um das in die erste Liga zu bezuschussen. Das Spiel an sich begann auch sehr rustikal, aber FCN-Ossi Kluge zog früh unbekümmert ab und sorgte mit dem 0:1 für Ruhe auf den gelben Rängen im wegen Renovierung halbvollen Stadion. In der 25. Minute legte der grandiose Youngster Gündokan dann eine Duftmarke, der Dynamo Keeper ließ abtropfen und Mintal vollstreckte. Doch Gündogan gab sich mit der quasi-Torvorlage nicht zufrieden und traf per Vollspann dann in der 53. Minute. 3:0.

Stimmen zum Spiel:

Michael Oenning: "Es war mehr ein Fußballfest als ein Fußball-Fight vor einer tollen Kulisse. Dieser fußballverrückten Stadt tut eine solche Arena gut.“

DD Trainer Ruud Kaiser: "Wir waren vorne chancenlos, Nürnberg war vor allem in der Handlungsschnelligkeit um Klassen besser und sie haben uns weggespielt.“

Dominic Maroh: „Wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr machen können.
 

Viehtrieb beim Einlass ins Harbig-Stadion.

Etwas getrübt wurde der Ausflug nach Dresden bei diversen Fans. So berichtete unsere Schalker Sau Olibär von einer abenteuerlichen Fahrt nach Mitteldeutschland mit seiner befreundeten Ultragemeinde. Nahezu an jeder Ausfahrt standen auf der Zielgeraden grüne Autos. Fast wie früher auf dem Transit, nur dass die früher in Zivil und im Wartburg lauerten waren.

Kurz vor Dresden wurde dann einfach mal der ganze Bus gefilzt und unser Olibär wurde nicht ins Stadion gelassen. Selber Schuld, wenn man das falsche T-Shirt trägt. Die Ordnungskräfte hatten auf jeden Fall eine Fibel dabei, in der man nachschauen konnte, das ein "KC"-T-Shirt nicht is Stadion darf. Für das nächste mal leihe ich dem Olli dann mein Old School Glubbshirt aus, da steht außer FCN nichts drauf und er hat mal was gescheites an und nicht... lassen wir es.

Oli erzählt: "Die Bollizeierer haben alle Busse ab "Dresdener Kreuz" in Empfang genommen und erst einmal gründlichst gefilzt. Danach immer zwei Busse mit Eskorte zum Stadion, in den Block getrieben und nach dem Spiel wieder in die Busse getrieben, wieder paarweise aus der Stadt ekotiert und JEDE Ausfahrt und JEDEN Parkplatz gesperrt - bis zur Landesgrenze nach Bayern." Auf den Parkplätzen bei Rast wurden sie meist provoziert von jungen Polizisten.

Schade, aber als Gesetzesvertreter sollte man schon politisch gebildet sein und sich deeskalativ verhalten. Aber summasummarum: Das ist eine andere Fanwelt als die unsrige.