ATREYU – The End Is Not The End (Online-Review)
ROUTINIERTER METAL-/CORE VON SZENE-URGESTEINEN
ATREYU
THE END IS NOT THE END
SPINEFARM/UNIVERSAL
VÖ: 24.04.2026
Album Nummer 10 und immer noch mehr Abrissbirne als
Altersmilde. ATREYU treten auf "The End Is Not The End" nochmal
ordentlich aufs Gaspedal. Totgesagte leben eben länger - und
das ist auch gut so.
Die Kalifornier machen einfach wieder exakt das, was mensch
von ihnen erwartet: fette Hooks, dicke Riffs und große Refrains
mit genug Pathos für die Bierdusche im Festivalpit.
Überraschungen? Eher wenige und dezent gestreute (wie das
Gänsehaut-Saxophon gegen Ende von "In The Dark"). Aber ehrlich
gesagt braucht diese selbstbewusste Best-of-Version solche auch
gar nicht unbedingt. Ein bisschen "The Curse", ein bisschen
Stadion-Metal, dazu moderne Produktion mit ordentlich Druck und
fertig.
Vor allem härtere Nummern wie „Dead“, „Glass Eater“ oder „Ego
Death“ knallen angenehm kompromisslos, während „Wait My Love,
I’ll Be Home Soon“ die obligatorische
Feuerzeug-im-Regen-Melancholie liefert. Klingt kitschig? Ist es
auch. Funktioniert aber trotzdem.
Die Band agiert mittlerweile komplett frei von jeglichen
Szene-Schubladen. Metalcore, Thrash, melodischer Hardrock, ein
wenig Goth-Vibe, etwas Arena-Emo – ATREYU werfen immer noch
alles zusammen und ziehen weiter ihr Ding durch. Nicht
revolutionär, aber verdammt routiniert. Und manchmal ist genau
das genug. Kein Neuanfang, keine Neuerfindung, sondern eine
Band, die genau weiß, was sie kann – und das ziemlich laut
feiert. Fans werden’s lieben. Alle anderen zumindest
kopfnickend würdigen.
ODE
7 von 9



