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ONLINEREZI MÄRZ 2026: LOST SOCIETY „HELL IS A STATE OF MIND“

Nostalgie & Orchester treffen Modern Metal... NUCLEAR BLAST/WARNER, VÖ 06.03.2026

Kam leider nicht ins Heft #281
ONLINEREZI MÄRZ 2026: LOST SOCIETY „HELL IS A STATE OF MIND“
MODERN METAL MIT ORCHESTER UND NOSTALGIE-NOTEN
LOST SOCIETY
HELL IS A STATE OF MIND
NUCLEAR BLAST/WARNER
VÖ: 06.03.2026
(Online-Review)


Bei LOST SOCIETY war früher eigentlich immer alles klar: Thrash-Gaspedal durchdrücken und ab dafür. Auf "Hell Is A State Of Mind" treten die Finnen nun aber endgültig in einer anderen Liga an. Die Thrash-Vergangenheit blitzt zwar noch auf, etwa im riffgetriebenen „Synthetic“, aber insgesamt denkt die Band schon seit den letzen beiden Alben deutlich größer. Bereits der Opener „Afterlife“ fährt dramatische Hooks und hymnische Refrains auf, während „Blood Diamond“ mit schweren Grooves und cineastischem Bombast zum heimlichen Schlüsseltrack wird. Aus einer simplen Demo-Idee entwickelte sich hier ein orchestraler Ansatz, der den ganzen Sound der Platte geprägt hat.

Und warum dann nicht gleich klotzen statt kleckern? Aufgenommen unter anderem im legendären Finnvox-Studio, mit einem Fuhrpark aus Amps und einem 40-köpfigen Filmorchester im Rücken. Klingt nach Größenwahn? Vielleicht. Funktioniert aber erstaunlich gut! Stilistisch bewegt sich das Ganze irgendwo zwischen der düster-hymnischen Theatralik von BLACK VEIL BRIDES und der klassischen Heavy-Metal-Dramatik von IRON MAIDEN – nur eben mit ganz eigenem Stempel. Puristen werden vermutlich weiterhin eher die alten Thrash-Platten auflegen; alle anderen könnten hier aber feststellen, dass Weiterentwicklung manchmal lauter knallt als Nostalgie.
ODE

7 von 9