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AB 3. DEZEMBER IM KINO: DER NEUE FILM VON WOODY ALLEN.

Woody Allen ist mittlerweile noch zu Lebzeiten eine Legende. Sein neuer Streifen hat 15 Millionen gekostet und Allen hat das Drehbuch angeblich schon drei Jahrzehnte in der Schublade. Unser Mitarbeiter Roland Hindl war in München für uns vorab in der Pressevorführung, hier sein Vorabbericht über den Film.
AB 3. DEZEMBER IM KINO: DER NEUE FILM VON WOODY ALLEN.

Kinostart 3.12.2009:

Whatever Works (Sony Pictures)

Von Roland Hindl

Der New Yorker Boris Yelnikoff (Larry David) ist kein Menschenfreund. Der ehemalige Universitäts-Professor ist ein eigenbrötlerischer Misanthrop, der im berühmten Künstlerviertel Greenwich Village lebt. Freude hat er an zwei Dingen: seinem eigenen Intellekt, der ihm immerhin fast einen Nobelpreis eingebracht hätte, und,  sich selbst beim Verbreiten seiner bisweilen recht exklusiven Weltsicht zuzuhören. Seinen Job als Quantenphysiker und seine Frau hat er nach einem missglückten Selbstmordversuch dagegen nicht mehr. Dafür zockt er nachmittags seine Schachschüler ab.

Die Wende kommt, als plötzlich das hübsche Landei Melodie St. Ann Celestine (Evan Rachel Wood) vor seiner Tür steht und ihn verzweifelt um Hilfe und einen Unterschlupf bittet. Er bietet der tumben Südstaatlerin Unterkunft für eine Nacht an – und heiratet sie wenig später. Melodie stimmt zunächst in sein trauriges Lied vom Weltuntergang ein. Als jedoch ihre Eltern  auftauchen gerät die ohnehin schon wackelige Liaison ins Taumeln.

Der schrullige Altmeister Woody Allen verlässt Europa und kehrt mit seinem neuesten Film „Whatever Works“ wieder in seine filmische Heimat New York zurück.  Ließ sich Allen für seine letzten Werke „Match Point“ (2005),  „Scoop – Der Knüller“ (2006) und „Cassandras Traum“ (2007) ein bisschen sehr von Scarlett Johansson und ein bisschen mehr noch von der britischen Insel inspirieren; für „Vicky, Christina, Barcelona“ (2008) fand er in Spanien den richtigen Rahmen. So siedelt er seine 40. Regiearbeit erstmals wieder seit „Melinda, Melinda“ aus dem Jahr 2004 im Big Apple, seiner urbanen Muse an.

Das Drehbuch für die 15 Millionen US-Dollar teure Produktion, das Allen schon drei Jahrzehnte in der Schublade haben soll, kommt nicht an Geniestreiche wie eben „Vicky, Christina, Barcelona“ heran – ist aber ein typischer Allen; und das ist ein Urteil, das für andere Kinofilme ein Ritterschlag wäre.