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Night Of Light - Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!

Und nun das ganze mal in... Rot.
Night Of Light - Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!
Rot beruhigt nicht, ist eine Warnfarbe und macht auf etwas aufmerksam. In der Nacht von Montag 22. auf Dienstag den 23.06.2020 werden überall in Deutschland Gebäude in Rot angestrahlt, um auf etwas vergessenes hin zu weisen. Und da sind wir beim Thema. Es geht um eine vergessene Branche. Die Veranstaltungswirtschaft. Weil sie aus Hunderten von Einzelfirmen besteht, hat sie auch keine Lobby. Und macht nun auf sich aufmerksam. Nicht müde lächeln, ernst nehmen! Ihr findet alle Argumente, Zahlen und Fakten zur Night Of Light hier, quasi Blaue Nacht in Rot und in ganz Deutschland:
 
 
Hashtag. #nightoflight2020

Diese Branche ist wohl die erste Branche die getroffen wurde und die letzte, die irgendwann mal wieder laufen darf. Wo trefft Ihr neue Leute, die genauso ticken wie ihr? Auf Konzerten. Da lernt man wildfremde Leute kennen, und man ist sich trotzdem gleich vertraut. Da muß man nicht lange fragen, wo jemand steht, wer zu einer Punkband geht, ist kein heimlicher Fascho. Und der Sänger da oben sagt dann auch wichtige Worte, macht Aufrufe und vertritt politisches Gewissen. Hinterfragt Euch mal, ob Euch das fehlen wird und schaut hin, ob der Staat da nicht eine kritische Opposition gerade am langen Arm verhungern läßt. Kunst und Musik ist mehr als Bespaßung des Pöbels, sie ist Meinungsbildend und erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl.

Gestern sprach die Bundesmutti beinahe beiläufig davon, dass das Großveranstaltungsverbot bis August nun bis 31.10. ausgeweitet ist. Und ja, wir wollen nicht vergessen, dass diese Großveranstsaltungen aus medizinischer Sicht halt leider einfach nicht durchgeführt werden können. Eine Alternative dazu gibt es nicht. Aber sicher einen besseren Kompromiß, damit es irgendwann mal wieder so etwas geben wird. Die Bundesliga wird doch auch irgendwie weiter machen, oder?

Aus unserer .rcn Magazin-Sicht trägt diese Branche mit gut 50 % aller Anzeigen im Frühsommer zur Hälfte dazu bei, dass unser Heft gratis erscheint. Konzert- und Eventveranstalter waren die ersten die von der Coronakrise betroffen waren. Zuerst mußten sie Konzerte absagen, dann wurden Großveranstaltungen bis 31. August verboten, ohne dass jemand gesagt bekam, ab wieviel Personen etwas eine Großveranstaltungen ist. Wir haben deren Verzweiflung seit Mitte März immer sofort mitbekommen und waren quasi in Folge auch betroffen. Keine Konzerte, keine Anzeigen, kein Umsatz = weniger Heftumfang. Es macht keinen Spaß, über Kinostarts im Oktober zu berichten.

Zurück zu Frau Merkel. Das verlängerte Verbot trifft die Branche erneut wie einen Hammerschlag und bedeutet für die Konzertwirtschaft zwei weitere Monate mit fast Null Umsatz überleben. Kirchweihen, Bierfeste, Volksfeste... alles fällt aus und trifft somit deren Zulieferer wie Brauereien, Catering, Sicherheitsfirmen und die Schausteller... die Liste ist endlos. Corona herunter zu spielen ist fehl am Platz. Besser die Sache weiterhin ernst zu nehmen. Und nicht jemand bloßstellen, der Mund-Nasenschutz trägt.

Acht Monate höchstens 20 % Umsatz für Veranstaltungstechnik, Eventagentur, Catering, Bühnenbau, Eventlocation, Messegesellschaft Kongresscenter, Tagungshotel, Konzertveranstalter, Künstler und Einzelunternehmer sind nicht zu schultern. Das sollte die Regierung bei ihrem größten Konjunktuprogramm aller Zeiten gerade nicht vergessen.

P.S.: Wir wollen nicht in Abrede stellen, dass der derzeitige zellenhafte Anstieg der Covid-19 Fallzahlen nicht ernst zu nehmen ist. Aber nüchtern über den Tellerrand geschaut, sollte vielleicht auch mal bei 400 gleichzeitig neuen Infektionen in einem Schlachtbetrieb auch genauer hingeschaut werden, was das seit Jahren für eine "Großveranstaltung" ist? Natürlich wird sich das nicht ändern, wenn wir weiterhin Billigfleisch beim Discounter kaufen und auch kein Deutscher als Schlachter mehr arbeiten will. Aber der Metzger ums Eck hat auch was im Angebot.